Tagebuch

Datum 01.09.2012

Fr 27.7
Aufstehen vor 9h und Frühstück. Nachher "Büro" und Versuch meinen Tresorschlüssel zu duplizieren. Geht nicht, weil sie hier andere Rohlinge haben. Bis 14h sortiere ich Bilder aus. Dann gehe ich in den Gülhane Park. Dort esse ich nochmals einen gefüllten Kartoffel und geniesse die Aussicht. Auf dem Rückweg ein Bier im "Anatolia". Zurück im Hotel wieder "Büro". Ich habe ein Mal versehentlich mit der Mastercard Geld bezogen, das hat mich 25 CHF mehr gekostet für 600 TL als mit Postcard! Beginne mit der neuen Internetseite. Um 20h auf die Dachterrasse zum Apero. Es hat viele Leute die hier oben das Ramdan-Essen abhalten. Wie schon gestern gesehen, warten alle auf den Ruf des Muezzins. Ich gehe in ein kleines Restaurant um die Ecke zum Nachtessen. Kebap & Wasser für 9 TL. Noch ein Rundgang durchs Quartier. Finde einen Laden mit Bier und kaufe 2 Dosen. Im Hotel telefoniere ich noch mit Bea und Elena.

Sa 28.7
Nach 8h aufstehen, nachher Frühstück. Noch ein erfolgloser Versuch mit dem Tresorschlüssel. Das versprochene 2er-Zimmer ist nicht viel grösser als meines, mit kleinerem Fenster. So bleibe ich in meinem bisherigen Zimmer. Arbeite an meine Internetseite. Um 13.30h bin ich fertig und verschicke die Emails. Zum Mittagessen zum kleinen Park um die Ecke. Um 15.30h bin ich bereit für den Shuttel-Bus zum Flughafen Gökcen um Elena abzuholen. Der kommt ziemlich pünktlich. In 1h sind wir da. Selbst für die Ankunftshalle gibt es einen Sicherheits-Check. Mein Sackmesser muss ich da lassen. Elenas Flug aus Zürich kommt um 17.50h, 15 Min zu früh an. Gleichzeitig kommen etwa 10 andere Flüge an. Sie braucht 45 Min bis sie durch ist. Zeit genug um die Whiskyflasche, die sie in Zürich gekauft hat, fallen zu lassen und eine neue zu kaufen. Mit dem Bus fahren wir zum Taksim Platz. Von da mit dem Funiculare und Tram zum Hotel. Um 20.45h sind wir da. Nachher gehen wir ins "Anatolia" zu Nachtessen. Es ist wieder alles sehr gut. Zurück im Hotel, noch auf die Dachterrasse.

So 29.7
Aufstehen vor 9h und Frühstück. Gegen 11h machen wir uns auf den Weg. Zuerst zur in die Sultanahmet Moschee (Blue Mosque). Heute hat es viel mehr Leute als letztes Mal. Ein Reiseführer meint, dass es "nur" 2 Kreuzfahrt-Schiffe habe heute, sonst müssten wir noch viel länger anstehen. Bei der Aya Sofya müssen wir etwa 15 Min anstehen. Sie ist sehr beeindruckend mit ihrer riesigen Kuppel. Soll die grösste der Welt sein. Sie war zuerst eine katholische Kirche, dann Moschee und heute ein Museum. Nicht in unserem Sinn, sondern es ist einfach keine religiöse Stätte mehr. Es hat sehr viele Leute. Das merkt man aber nur bei den Ein- und Aufgängen. Wir sind etwa 1h drin. Dann besuchen wir die seitlichen Mausoleen. Nachher zum "Özler" auf einen kleinen Imbiss. Um 15h starten wir zu einer Bosporus-Tour per Schiff. So richtig entspannend, wenn man keine Fotos machen "muss". Um 16.30h sind wir zurück. Elena kauft Kaffee für Dilek, ihre türkische Nachbarin, lässt aber die Hälfte liegen. Zurück ins Hotel quer durch den Basar-Bezirk. Da Sonntag ist, sind fast alle Geschäfte geschlossen. Im Hotel den Kommentar zu den Bildern vervollständigen. Nach 20h Apero im Zimmer. Zum Nachtessen zum mürrisch dreinschauenden Wirt in der Nähe. Er ist viel freundlicher als er ausschaut. Das Essen ist gut. Auf Umwegen zurück ins Hotel. Noch einen letzten Schlummer-Grappa.

Mo 30.7
Gegen 9h aufstehen und Frühstück. Um 11h ziehen wir los zum Grossen Basar. Es hat nicht so viele Leute. Nach ¾h sind wir durch und gehen weiter zur Süleymaniye Moschee. Elena weiss weder wo wir sind, noch wo wir hin wollen, aber sie weiss dass wir falsch sind. Wir kommen auf meinem "falschen" Weg sehr direkt zur Moschee. Sie ist auch beim 2.Mal sehr eindrücklich. Diesmal verlassen wir sie durch einen Seitenausgang und kommen dadurch zu einer Super-Aussicht. Nachher essen wir etwas Ähnliches wie Gulasch. Sehr gut. Danach hinunter zum Gewürz-Basar. Auf dem Weg besuchen wir noch einige Geschäfte. Ich kaufe eine "Hippie" Tasche. Elena findet nichts in ihrer Grösse, dafür einen Haar-Reif für ihre Cousine Manuela. Der Gewürz-Basar ist voll mit Leuten. In einem "Büfe" trinken wir etwas. Nach 15h sind wir zurück im Hotel wir müssen uns erholen. Um 19h Apero im Zimmer. Danach ins "Özler"  zum Nachtessen. Es ist wieder alles sehr gut. Auf dem Heimweg noch ein kleine Bier bei "Speedy Gonzales". Elena Kaffee ist teurer als mein Bier. Dafür bekommen wir noch einen gratis Tee. Um 23.30h sind wir zurück.

Di 31.7
8.30h aufstehen und Frühstück. Nachher packen. Um 10.30h fahren wir los. Wir fahren mit der Autofähre nach Harem. Von da auf der Autobahn bis Gebze. Da merke ich, dass mich das Navi verarscht hat. Aus irgendeinem Grund ist die Route nicht wie auf dem Notebook geplant. Wir fahren ab der Autobahn. Nach einigen Irrfahrten finden wir einen neuen Weg nach Agva. In der Nähe von Karabeyli machen wir Pause. Ein kleines Restaurant mit freundlicher alter Frau. Sie kocht uns eine Portion Köfte (Hackfleischplätzchen) auf einem Holz Herd. Es ist gut und genug für 2 Personen und kostet mit Wasser 12 TL. Wir werden mit Küsschen verabschiedet. Um 15h sind wir in Agva. Das Villa Park Hotel gefällt uns, wir bleiben. Wir richten uns ein. Dann gehen wir auf ein Bier an den Strand bei der Flussmündung. Zurück im Hotel holen wir die Badekleider. Dann bis zum Ende der Hafenmauer und zurück dann dem Strand entlang bis zum 2.Fluss und wieder zurück. Es ist ein schöner Strand. Jetzt hat es nicht so viele Leute, aber am Wochenende ist es hier vermutlich voll. Nach einer Stunde haben wir ein Bier verdient. Am Strand in einem Strandrestaurant. Auf dem Rückweg kaufen wir noch Chips ein. Zum Sonnenuntergang gehen wir bis zum Ende der Hafenmauer. Bis wir da sind, ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden. Die Stimmung ist trotzdem schön. Eine Familie gibt uns frische Haselnüsse. Auf dem Rückweg gehen wir ins gleiche Restaurant bei der Flussmündung zum Nachtessen. Schmeckt nicht schlecht. Gleich daneben ist ein grosser Platz/Park. Da sitzen wir eine Weile und schauen dem Treiben der Kinder zu. Um 23h sind wir zurück.

Mi 1.8
8.30h aufstehen und Frühstück. In der Nacht hat es ziemlich stark geregnet. Heulende Hunde haben Elena den Schlaf geraubt. Nachher packen. Um 11h fahren wir los. Nach etwa 15 Min macht ein alter Mann Autostopp. Wir nehmen ihn mit. Er will nach Kandira, etwa 20km weiter. Er kann nur türkisch, so können wir uns knapp verständigen. Beim Aussteigen will er uns bezahlen, was hier offenbar üblich ist. Er hat sichtlich Freude als wir ablehnen. Weiter geht es dann nach Kaynarca. Von da Richtung Karasu. In Denizköy machen wir Pause. Da gibt es ein Restaurant über dem Fluss. Es hat Pedalos usw. Sehr schön. Der Tomatensalat kostet 5 TL. Nach ¾h fahren wir um 13.45h wieder weiter. Nach Karasu geht es der Küste entlang. Etwas 10km vor Akcakaca wird die Strasse eng. Zusätzlich ist die Hälfte der Strasse mit Kieshaufen belegt, d.h. nur einspurig befahrbar. Zum Glück hat es nicht viel Gegenverkehr. Nur einmal gibt es ein Chaos. Der Tankwagen der die Strasse mit Wasser benetzt, damit es nicht so staubig ist, kommt uns entgegen. Ich und das Fahrzeug hinter mir können gut ausweichen. Die andern müssen zurück. Die 1.5km lange Natur-Strasse zum Mesen Hotel ist schmal und steil. Um 15.30h sind wir da. Es liegt direkt am Meer. Es ist zwar mit 150 TL ziemlich teuer. Die Zimmer sind klein und sehr einfach, aber die Lage ist super. Wir bleiben. Das Meer ist sehr unruhig. Es hat grosse Wellen. Die donnern in die steile Felsküste. Es spritzt ziemlich. Der Pool liegt  schon fast über dem Meer. Nach dem obligaten Bier plane ich die weitere Route. Es ist schwierig Informationen über Hotels zu finden. So plane ich nach langer erfolgloser Suche bis Amasra und wir suchen unterwegs etwas. Um 19h, schwimmen im Pool, danach Sonnenuntergangs-Apero auch am Pool. Sehr schöne Stimmung. Um 21h Nachtessen. Wir haben mit dem Patron das Menu vorher abgesprochen, damit es keine Probleme gibt während seiner Abwesenheit. Elena nimmt kleine Fische die man ganz isst. Bis jetzt sind wir 3 Gäste. Jetzt kommt eine Familie mit 2 Kindern, die hier seit 5 Jahren Ferien machen. Nachher will ich Bea anrufen. Der Telefon-Service "Fring" hat seine Bedingungen geändert. So muss ich zuerst updaten und bezahlen (10EUR). Bea ist trotzdem nicht zu Hause.

Do 2.8
8h aufstehen, dann Frühstück, dann "Büro". Gegen 11h bin ich fertig. Um 11.30h fahren wir los. Die steile Strasse schaffen wir im 1.Gang problemlos. An Alcakoca halten wir, damit Elena Briefmarken kaufen kann. Bis Eregli geht es meistens der Küste entlang auf einer gut ausgebauten 4-spurigen Strasse. Nach Eregli geht es wieder ins Landesinnere. Die Strasse ist nicht mehr so gut. Schlussendlich fahren wir wieder einmal kilometerweit in einer Strassenbaustelle. Vor Kozlu machen wir Pause. Nach ½h geht es weiter nach Zonguldak. Da wird Kohle abgebaut, darum hat es hier mehrere Kohle-Kraftwerke. Die Strasse geht immer steil bergauf, um kurz darauf wieder steil bergab zu gehen. So geht es weiter der Küste entlang mit zum Teil schöner Aussicht bis nach Türkali. Da halte ich bei einer Anlage die aussieht wie ein Hotel. Ist es auch. Für 100 TL bekommen wir eine Wohnung mit riesigem Wohnzimmer und Terrasse. Alles ein wenig herunter gekommen aber die Lage ist super. Gleich oberhalb des Strandes. Es ist inzwischen 15.45h, Zeit für ein Bier im Restaurant. Gegen 18h gehen wir zum Strand und marschieren in etwa 20 Min bis zum anderen Ende. Da ist einer am illegalen? Fischen. Der Strand ist nicht sehr einladend, weil überall Abfall herumliegt. Hinter dem Strand verläuft die Bahnlinie. Da kommt jede Stunde ein Kohlenzug gezogen von 2 Dieselloks. Ziemlich laut. Auf dem Rückweg stoppen wir in einem Strandrestaurant für ein Bier. Sehr unterhaltsam. Sie können kein Englisch, wir kein Türkisch, lustig ist es trotzdem. Den obligaten Sonnenuntergangs-Apero nehmen wir auf unserer riesigen Terrasse. Zum Nachtessen ins Hotel-Restaurant. Da gibt es nur Poulet oder Köfte. Das ist aber von einem älteren Herrn sehr gut gemacht und mit Liebe serviert. Ich versuche dann noch vergeblich Bea zu erreichen.

Fr 3.8
Um 4h ruft der Muezzin von der nahen Moschee wie üblich. Elena nervt sich so, dass auch ich erwache. Nach 8h aufstehen, "Büro" und Frühstück. Danach packen. Um 10.45h fahren wir los. Bis Filyos ist die Strasse noch schmal. Dann fahren wir den Fluss entlang landeinwärts. Nach Karbogaz biegen wir wieder auf Nebenstrassen ab. Es geht auf schmalen Strassen bergauf und -ab. Sehr schön und kein Verkehr. Bei Mugada kommen wir wieder an die Steilküste mit schöner Aussicht. In der Nähe von Bogaz treffen wir auf die Hauptstrasse nach Bartin. Von da noch ein Stück auf der neuen Küstenstrasse, dann abbiegen nach Amasra. Um 12.45h sind wir da. Das Büyük Liman Hotel passt uns, obwohl keine Klimaanlage hat (130 TL/Tag). Wir richten uns ein. Das Hotel liegt direkt am Strand und Hafen. Später Bier & Cola am Strand gleich beim Hotel. Dann erkunden wir den Ort. Der kleine Warenmarkt gleich beim Hotel ist am Zusammenpacken. Weiter im Zentrum (300m) ist ein Frischmarkt im vollen Gange. Ich gehe zurück meine Kamera holen. Es ist ein schöner Markt mit Früchten und Gemüse. Der Himmel wird schwarz. Ein Gewitter zieht auf. Elena hat den "Dünnpfiff " und geht ins Hotel. Ich warte in einer der Strandbars bei Bier & Sandwich. Da kommt das Gewitter, der Strom fällt im ganzen Ort aus. Nach 1h gehe ich zurück ins Hotel. Elena ist wohlauf, aber weil es immer noch regnet ist sie nicht gekommen. Ich vervollständige den Kommentar meiner Internetseite. Elena geht Apero usw. einkaufen. Um 20h Apero auf dem Balkon. Zum Nachtessen in ein Pide-Lokal (türkische Pizza). Zum Abschluss Bier & Kaffee am Strand. Zurück im Hotel erreiche ich endlich Bea. Sie haben Besuch, darum hat sie nicht viel Zeit um über ihre Buchungen im Iran zu berichten.

Sa 4.8
8.30h aufstehen und Frühstück im Dachrestaurant. Das Buffet ist nicht schlecht. Nachher "Büro". Um 10.30h machen wir uns auf den Weg. Wir wollen auf die Burg. Von der Mauer hat man eine schöne Aussicht auf den Ort. Aber meistens stehen da Wohnhäuser. Wir finden einen Durchgang zum offenen Meer. Erst da sehen wir, dass ein Teil des Ortes auf einer Insel liegt verbunden mit einer kurzen Brücke. Da gehen wir hin. Die Aussicht ist gut, der Ortsteil besteht fast nur aus Wohnhäuser. Von der Burgmauer ist nur noch der untere Teil erhalten. Elena will noch weiter Strassen erkunden. Ich habe genug. Ich warte bei einem Bier auf sie. Nach ¾h ist sie immer noch nicht da. Ich gehe zurück ins Hotel. Ich will heute die Internetseiten mit vollständigen Kommentaren fertigstellen. Um 18h gehen wir schwimmen. Nachher Apero auf dem Balkon. Um 21h zum Nachtessen. Das 1.Restaurant hat eine grosse Speisekarte. Aber alles was wir wollen gibt es nicht. So suchen wir ein anderes. In einer Seitenstrasse finden wir ein kleines Restaurant, das Poulet am Spiess hat. Wir bestellen je ein halbes. Schmeckt gut. Auf dem Rückweg noch ein Glace. Im Hotel versuche ich nochmals erfolglos Bea zu erreichen. Es ist wieder ziemlich laut. Viele Leute auf der Strasse und am Strand. Wir schlafen trotzdem gut.

So 5.8
8h aufstehen, nachher "Büro" und Frühstück. Um 11h fahren wir los. Die Strasse ist im Umbau, d.h. sehr staubig und oft ohne Teer Belag. Zum Glück ist nach etwa 20km Schluss mit Neubau. Die Strasse geht jetzt immer wieder steil bergauf, um gleich wieder steil bergab zu gehen. Mal sind wir an der Steilküste hoch oben, dann wieder unten am Meer. Da hat es dann meistens eine Siedlung. In Kurucasile halten wir kurz bei einem Bootsbauer. Nachher für ½h in Kapisuyu. Da gibt es einen sehr schönen Strand. Um 12.45h fahren wir weiter. Um 13.30h sind wir in Cide, einem grösseren Ort mit langem Sandstrand. Er gefällt uns aber nicht. So fahren wir weiter und halten Ausschau nach einem Hotel oder Pension. Um 15.30h sind wir in Doganyurt dem nächsten Zwischenziel. Aber auch da gibt es keine Unterkunft. Man schickt uns 8km weiter. Da gibt es zwar einen Ort, aber auch keine Unterkunft. So fahren wir weiter bis Inebolu. Um 16.30h sind wir da. Das 1. Hotel gefällt uns. Das Yakamoz Hotel ist ein Resort direkt am Meer. Dahinter die Hauptstrasse. Darum nehmen wir ein Zimmer im Hotelblock in der Mitte, damit wir die Strasse nicht hören. Es sind schöne Zimmer. Die ganze Anlage ist gut gepflegt. Das beste seit Istanbul (95 TL). Wir richten uns ein und duschen usw. Nach 5 ½h, und 171km kurvenfahren, bin ich ziemlich müde. Aber es war sehr schön. Wir haben unterwegs Velofahrer gesehen. Für die ist es sehr anspruchsvoll. Sonnenuntergangs-Apero auf dem Balkon. Nachher ins Hotel-Restaurant zum Nachtessen. Das Essen ist relativ teuer und nicht sehr gut. Man isst aber auch kein "Filet Mignon " in der Türkei! Mein Bier bekomme ich erst nach dem Essen an einem anderen Tisch. Wegen den Ramadan-Essern. Zurück im Hotel noch den letzten Tsipouro auf dem Balkon.

Mo 6.8
8h aufstehen, "Büro" und Frühstück. Das Frühstücksbuffet ist gut. Es gibt sogar Joghurt, das erste seit einer Woche. Um 11.30h fahren wir los. Zuerst ist die Strasse sehr breit, dann Baustelle, schlussendlich immer schmaler. Bis Türkeli führt sie mehr oder weniger der Küste entlang. Wie üblich immer bergauf und -ab. Aber nicht mehr so steil wie gestern. Nachher geht es landeinwärts. Hier ist es sehr grün und hat viele kleine Dörfer. Es ist hügelig, die Strasse schmal, aber nicht mehr steil. In Ayancik unserem Tagesziel kommen wir wieder ans Meer. Um 13h sind wir da und suchen ein Hotel. Das Hotel Yavuzlar ist das erste das wir anschauen. Es gefällt uns, wir bleiben (100 TL). Das Zimmer ist nicht gross, hat dafür einen schönen Balkon mit Blick auf die Fussgänger-Promenade und das Meer (50m). Im Restaurant an der Ecke gibt es Bier & Cola. Dazu einen Brot Ring, den sie hier wie überall in der Türkei verkaufen. Dann schauen wir noch eine Weile den Jungen zu, die von der Mole ins Meer springen. Es hat ziemlich hohe Wellen. Im Hotel ist dann wieder einmal Bilder kopieren und nummerieren angesagt. Nachher erkunden wir den Ort. Wir kaufen Apero-Zeugs. Es hat viele Bäckereien und Coiffeur-Salons. Am Meer hat es ein Trampolin. Da zeigt ein Junge stundenlang sein Können. Zum Sonnenuntergang Apero auf unserem Balkon. Wir rufen Brigitte unsere Nachbarin an. Zum Nachtessen haben wir einen Stand gesehen, der gefüllte Kartoffeln verkauft. Da gehen wir hin, auf die Promenade. Wir sind zu früh, die Kartoffeln im Holzoffen sind noch nicht so weit. Wir müssen 15 Min warten. Es schmeckt sehr gut. Auf dem Rückweg wollen wir im Restaurant an der Ecke ein Bier trinken. Jetzt gibt es im Gegensatz zum Nachmittag keines! So kaufe ich eines im Büfe (Kiosk) und trinke es auf dem Balkon. Die Promenade ist jetzt voll von Leuten. Alle trinken etwas oder flanieren. Ich rufe Stefan an. Zu meinem Erstaunen nimmt Andrea ab. Sie hat heute ihren 1.Arbeitstag an der neuen Stelle in Horw gehabt und ist dann nach Zürich gefahren. Noch einen Schlummer-Whisky, dann schlafen.

Di 7.8
8h aufstehen, dann Frühstück. Um 10.30h fahren wir los. Zuerst bis vor Serefiye der Küste entlang, aber nicht mehr so extrem bergauf und -ab. Dann mehr landeinwärts. Da wird die Strasse breiter und flacher. Kurz vor Sinop fahren wir nochmals durch eine schmale Strasse der Küste entlang. Um 12h sind wir da, heute nur 60km. Das Hotel Mola ist das Erste, und es gefällt uns. Wir bleiben (130 TL). Es liegt 10m vom Hafen. Vom Balkon können wir den ganzen Hafen überblicken. Beim Parkieren auf dem Hotelparkplatz gibt es ein kleines Problem, bis ich so dastehe, dass es dem Personal einigermassen gefällt. Nachher gehen wir zum Hafen auf ein Bier & Cola. Ich frage nicht nach dem Preis, weil es in den letzten Tagen immer 5 TL höchsten 6 gekostet hat. Hier verlangen sie 8 TL und 4 TL für das Cola! Nachher einrichten und "Büro". Um 16h gehen wir den Ort erkunden. Es gibt noch grosse Stücke der Stadtmauer. Ein grosser Platz am Hafen wird von Bootsbauern belegt. In der Alaadin Moschee ist Gebetszeit, darum gehe ich nicht hinein. Vor der Moschee verkauft ein Türke der in Deutschland war Birnen. Wir reden eine Weile mit ihm. Da beginnt es zu regnen. Unter einem Sonnenschirm trinken wir zusammen einen Tee. Nachher gehen wir in die Moschee. Die Gebetszeit ist vorbei, so können wir hinein. Sie ist ganz einfach und über 1000 Jahre alt. Wenn wir herauskommen geht ein Gewitter nieder. Hinter der Moschee gibt es eine alte Schule, da sind heute Touristenläden. Da gehen wir hin und warten bis der Regen vorbei ist. Dann zurück ins Hotel, um die Wäsche für die Wäscherei zusammen zu packen. Ich bringe sie um 18h vorbei. Ein neues Gewitter zieht auf. Bis 20h regnet es immer wieder. Vom Balkon aus können wir das alles während des Apero im trockenen geniessen. Wie an einigen anderen Orten vorher, wird der Muezzin mit einem Böllerschuss "unterstützt", damit ja niemand den Beginn der Essenszeit verpasst! Wir gehen ins nahe "Saray" Restaurant. Das Essen ist gut, aber wenig und relativ teuer. Nachher schlendern wir noch dem Hafen entlang. Im "Burc Café", oben auf einem Festungsturm am Hafen trinken wir noch Cola & Tee, ziemlich teuer, dann zurück ins Hotel. Wir haben die Klimaanlage laufen gelassen. So können wir sie jetzt ausschalten und bei geschlossenem Fenster schlafen, weil es von der Strasse und den Restaurants ziemlich laut ist.

Mi 8.8
Aufstehen 8h, "Büro", nachher Frühstück. Es zieht ein Gewitter auf. Ich führe mein elektronisches Tagebuch nach. Habe es trotz meines Vorsatzes seit über 10 Tagen nicht mehr nachgeführt. Das Gewitter ist heftig, man sieht kaum bis zur Hafenmauer. Die Strasse vor dem Hotel ist trotz riesigem Abfluss überflutet. Die Autos fahren wie Motorboote. Im Restaurant gegenüber dem Hotel, gibt es bei jedem zu schnell fahrenden Auto ein Geschrei, weil sie nasse Füsse bekommen. Später kommt nochmals ein weniger starkes Gewitter. Gegen 14h bin ich fertig. Elena prüft auf Schreibfehler. Nachher gehen wir dem Hafen entlang auf die andere Seite der Stadtmauer. Da ha es eine andere Promenade mit vielen Ständen. Die meisten sind geschlossen. Im Sky Segelklub trinken wir ein Bier und schauen 3 Jungen beim Baden zu. Auf dem Rückweg auf der hinteren Strasse kaufen wir einen Whisky (70 TL !) und Chips und suchen eine SD-Card für Elena. Sie haben nur langsame 4GB Karten und die sind noch ziemlich teuer. Ich hole noch die Wäsche. Nachher programmiere ich alle im LP (Lonely Planet) erwähnten Orte bis Erzurum im Navi ein, damit ich nicht jedes Mal suchen muss. Für morgen plane ich bis Samsun. Wir wollen unterwegs ein Hotel suchen, da wir weder im Internet noch Navi noch LP etwas finden. Ich kontrolliere am Auto alle Schrauben und Riemen. Ausser der sich immer lösenden gleichen Schraube ist alles i.O. Nur die Kanister muss ich neu festklemmen. Regenwasser hat es nur an einem Ort, vermutlich wegen des Sturmes. Apero auf dem Balkon. Nach dem Böllerschuss gehen wir zum Nachtessen. Wir entscheiden uns für eine Schnell-Imbiss-Bude. Die Hachfleisch-Spiesse sind gut gewürzt und schmecken gut. Auf dem Heimweg noch ein Bier & Kaffee. Im Hotel geniesse ich ein Vollbad. Das erste seit Monaten! In der Nacht gibt es wieder heftige Gewitter.

Do 9.8
8h aufstehen, Frühstück, packen. Um 10h sind wir bereit und fahren los. Zuerst durch Quartierstrassen, dann über schmale Landstrassen der Küste entlang. Nach etwa 10km geht es weiter auf der meist 4-spurigen Hauptstrasse. Nach 11h sind wir in Gerze. Da machen wir eine Pause am Hafen. Im Park hat es ein kleines Restaurant / Büfe, da kaufen wir Cola & Glace und kommen mit einigen Leuten ins Gespräch. Am Schluss wollen alle auf einem Foto sein. Einige sind enttäuscht, dass wir kein Facebook-Konto haben! Nach ½h fahren wir weiter. Später wird die Strasse wieder schmal und schlechter. An einigen Orten hat der starke Regen Schäden hinterlassen. Nach 1h können wir den Kilometer 10`000 meines Autos "feiern". Vor Yakakent wird die Strasse wieder 4-spurig. In Yakakent sind wir um 12.45h. Wir suchen ein Hotel. Im 1.Hotel ist es etwas schmuddelig. Der junge Mann an der Rezeption telefoniert und meint dann, wir sollen mit ihm kommen. Er führt uns ins Hotel Sükürkara, ein neues kleines Hotel (80 TL). Da bleiben wir. Wir sind am grossen Platz mit der üblichen Atatürk-Statue, 100m vom Meer. Vom kleinen Balkon sieht man Platz und Meer. Wir richten uns ein. Dann suchen wir vergeblich nach einem Lokal mit Bier, auch ohne gibt es nur ganz wenige, und die sind meist geschlossen. So kaufe ich im Laden unten im Hotel ein Bier und trinke es im Zimmer, während ich das "Büro" mache. Um 17h gehen wir der schönen verkehrsfreien Strand-Promenade entlang bis zum Hafen. Es hat ziemlich grosse Wellen, die spritzen an verschieden Orten heftig, wenn sie ans Ufer donnern. Nach ¾h sind wir beim Hafen. Da gibt es einen kleinen Strand und eine Strandbar. Da trinken wir etwas. Es ist eine lustige Runde. Mit Händen und Englisch und Google-Translator unterhalten wir uns prächtig. Der Apero wird hierher verlegt. Um 19h machen wir uns auf den Rückweg. Es hat jetzt mehr Leute unterwegs, die wie wir den Sonnenuntergang geniessen. Ein kleines Restaurant an der Promenade wurde uns vom Hotel für Manti (türkische Ravioli) empfohlen. Wir bleiben direkt da, ohne vorher ins Hotel zu gehen. Zumal es 500m und nicht 50m sind wie vom Hotelier beschrieben. Die Manti mit Joghurt sind gut aber ziemlich sauer. Zu sauer für Elena. Die Suppe ist sehr gut. Am Nebentisch spielen Frauen Okey das typisch türkische Spiel mit Holzkarten, ähnlich wie Rommé. . Zwischendurch singen sie sogar. Nach 21h gehen wir zurück ins Hotel. Einen Schlummer-Whisky auf dem kleine Balkon. Ich lade die neuste Garmin-Karte herunter. Leider die falsche Version, wie sich nach 2h herausstellt. Nach einigen weiteren Versuche gebe ich auf und gehe um 1h schlafen.

Fr 10.8
8h aufstehen, "Büro", Frühstück. Heute mit Omelette! Gegen 10.30h fahren wir los. Die 4-spurige Strasse endet abrupt in Alacam. Da wollen wir ans Meer. Ein Tipp vonden Leuten an der Bar von gestern. Wir brauchen ¼h bis wir den Weg durch die Baustelle finden. Da unten ist ein schöner Campingplatz, aber vieles steht unter Wasser wegen der Unwetter der letzten Tage. Nachher geht es 4-spurig weiter bis nach Samsun. Man sieht viele Schäden an Feldern und Strassen. Kurz vor Samsun liegt der Schlamm noch auf der Strasse. Im Stadtkern ist mehr oder weniger nichts mehr zu sehen. Auf Umwegen finden wir das Vidinli Hotel. Es passt uns, wir bleiben (150 TL). Es ist 14.45h und es beginnt zu regnen. So mache ich das "Büro". Nach 13h gehen wir erfolglos ein Bier suchen. Während Elena in einer Bäckerei etwas kauft, gehe ich in die Kebap-Bude nebenan. Das hat sie nicht mitbekommen. Sie sucht mich an einem anderen Ort. Ich gehe nach dem Essen zurück ins Hotel. Da erscheint sie aber nicht. So mache ich mich nach 15h alleine auf den Weg. Nach dem Atatürk-Park gehe ich ans Meer. Da gibt es einen Fussweg den Hafen entlang. Dahinter ein Park und Restaurants. Ich gehe bis zum Ende des Hafens, dann ein Stück den Fluss hinauf. Obwohl es eine Fussgänger-Route ist, hat es keinen Übergang über die Bahnlinie und die 4-spurige Strasse! Ich kürze die Route ab. Komme durch ein Quartier mit vielen kleinen Händlern auf der Strasse. Zurück auf einer Einkaufsstrasse (Istiklal Cd.), interessant. Ich schaue noch ein Restaurant fürs Nachtessen an. Da bekommen nur Nicht-Türken ein Bier zum Essen! Nach 17h bin ich zurück. Elena ist da, schon seit 15.30h. Sie beklagt sich immer, ich laufe ihr davon, sie wurde von einem Türken verfolgt, das war ihr dann aber auch nicht recht! Wir planen für morgen, dann Apero. Um 20h zum Nachtessen im Hotel-Restaurant. Es ist sehr gut. Im Zimmer zurück, lege ich mich hin und schlafe gleich ein, wollte eigentlich noch Bea anrufen.

Sa 11.8
8h aufstehen, "Büro", Frühstück. Um 11h fahren wir los. Ab jetzt ist die normale Strasse meistens 4-spurig, autobahnmässig ausgebaut. Nur in den Ortschaften wird sie schmaler und hat keine Mittelleitplanke, bleibt aber meistens 4-spurig. Bei Carsamba verlassen wir die Hauptstrasse um die Halbinsel zu erkunden. Es ist eine sehr schöne Tour die ich da programmiert habe. Die Strasse ist schmal. Es hat immer wieder kleine Dörfer. Überall Gänse und Enten. Es hat hier viele Entwässerungskanäle. Die sind zur Freude der Enten und Gänse jetzt alle voll von den vergangenen Unwettern. Es hat viele Kühe die hier frei weiden. Wir sehen auch viele Romas, die hier in einfachen Zelten leben. Nach 1h sind wir wieder zurück auf der Hauptstrasse. Um 13.30h sind wir in Ünye. Bis wir das Hotel haben, das uns passt vergeht eine weitere Stunde. Wir bleiben im Ocale Hotel (140 TL) etwas ausserhalb, direkt am Meer. Hier sind gleich 5 Hotels nebeneinander. Wir wählen dieses Hotel, weil wir viel Platz und einen schönen Balkon aufs Meer hinaus haben. Nach einem Bier rufe ich Bea an. Sie nimmt nicht ab, ruft aber ¼h später zurück. Da ich das Telefon-Programm laufen lasse, funktioniert das. Wir telefonieren ziemlich lange. Sie schaut, dass sie am 22.September in Teheran ist. Nach "Büro" usw. nach 19h Apero auf dem Balkon. Das gefällt Elena nicht, weil die Sonne hinter "unserem" Baum untergeht. So geht sie nach unten um die 1000-ste Sonnenuntergangs-Foto zu machen. Zum Essen gehen wir ins Hotel-Restaurant. Elena bestellt wie sich erst später herausstellt einen sehr teuren Fisch (30 TL). Ich mixed Grill. Das teuerste Nachtessen bis jetzt in der Türkei (70 TL). Im Hotel nebenan läuft bis 04.30h! laute Disco-Musik im Garten. Wir schlafen sehr schlecht.

So 12.8
Aufstehen 9h, dann Frühstück. Nachher packen. Wir wollten eigentlich 2 Nächte bleiben, aber nach der Disco-Nacht ändern wir den Plan. Während dem Planen der Route fällt zu allem Elend noch der Strom aus, d.h. kein Internet für die Hotelsuche. Beim Bezahlen kommt die grosse Überraschung mit dem Preis für das Nachtessen. Um 12h fahren wir los. Bis Bolaman auf der 4-spurigen Hauptstrasse. Da biegen wir auf die alte Strasse ab. Unterwegs ist die Haselnuss-Ernte voll im Gange. Nach einer Stunde halten wir beim Strand von Caka, soll der schönste des (türkischen?) Schwarzen Meeres sein. Er ist wirklich schön. Wir spazieren ein Stück weit. Nach ½h fahren wir weiter. Ab jetzt halten wir Ausschau nach einem Hotel. In Persembe schauen wir uns ein Hotel an. Es gefällt uns nicht, so fahren wir weiter. Um 14.15h suchen wir in Ordu nach einem Hotel. Die meisten Angaben im Navi stimmen wie üblich nicht. Schlussendlich landen wir nach ½h im 4-Sterne Hotel Belde, direkt am Meer, etwas ausserhalb (150 TL). Es ist ein riesiges Hotel mit Pool direkt am Meer. Nach einrichten und "Büro" gehen wir an den Pool. Das Salzwasser im Pool brennt in meinen Augen, so habe ich bald genug. Apero auf unserm Balkon. Um 19.40h (Ramadan) wird das Buffet im Hotel offiziell eröffnet. Es ist reichhaltig und gut, vor allem die Vorspeisen. Dazu genehmigen wir uns je ein Glas Rotwein für 10 TL. Sehr gut. Zum Abschluss Tee und türkische Süssigkeiten. Alles für 20 TL/Person ohne Wein. Im Zimmer legen wir uns hin und schlafen gleich ein, nach der gestrigen Nacht.

Mo 13.8
Aufstehen 9h und Frühstück. Nachher "Büro". Elena ruft Manuela ihre Cousine an, die hat heute Geburtstag. Bevor wir fertig packen, schau ich noch die Emails an. Muetti hat geschrieben, so rufe ich sie an bevor wir losfahren. Um 11.30h fahren wir dann los. Heute ist nur Hauptstrasse auf dem Programm. Immer 4-, manchmal sogar 6-spurig. Es regnet immer wieder. Nach 1h sind wir in Giresun. Nun regnet es in Strömen. Wir suchen ein Hotel. Die Angaben sind wie üblich ungenau. So finden wir nur das letzte auf der Route. Das Hotel Kale (60 TL). Das Zimmer ist hell, etwas klein im 4.Stock, ohne Lift. Mit Aussicht, sofern es nicht regnet. Wir wollen etwas essen gehen. Warten aber noch zu, weil die steile Strasse vor dem Haus ein wahrer Sturzbach ist. In der Lobby trinken wir einen Tee. Wir warten ½h, dann ziehen wir los. Es regnet zwar immer noch, aber nicht mehr so stark. In einer Imbiss-Bude essen wir Dürüm. Nachher erkunden wir die Stadt. Wir kaufen ein, Chips, Abwaschmittel, Scheibenreiniger usw. Wir suchen den "Migros", den uns der Hotelier ziemlich ungenau beschrieben hat. Auf dem Rückweg finden wir ihn, nahe beim Hotel. Wir haben viel zu weit weg gesucht. Wir kaufen in der "Migros" ein Doppelpack Ballentines-Whisky (125 TL) ein! Um 17h sind wir zurück. Ich muss noch das Auto umparkieren. Es hat aufgehört zu regnen. Wir nehmen den Apero im Zimmer mit Blick auf einen kleinen Park und was wir erst jetzt feststellen, auf die Hauptstrasse 300m entfernt. Nach dem Ruf des Muezzins gehen wir zum Nachtessen. Die wenigen Restaurants sind jetzt voll. So essen wir in einem kleinen Restaurant. Es schmeckt sehr gut. Da wir noch Köfte dazu bestellen, ist es wieder viel zu viel. Auf dem Rückweg noch ein Bier & Kaffee in einer Bar im 4.Stock. Auf Umwegen zurück ins Hotel. Ich will noch die Route für morgen planen, gebe aber auf, weil das Internet so langsam ist. Wir versuchen zu schlafen. Die Hauptstrasse ist aber sehr laut und auch die Umgebubg ist nicht gerade ruhig. Wir schlafen schlecht.

Di 14.8
8h aufstehen, "Büro", dann Frühstück ausser Haus. Wir landen in einem andern Hotel. Für 15 TL/Person gibt es ein Buffet, nicht sehr reichhaltig. Nachher zurück in unser Hotel. Um10.45h fahren wir los. Es regnet immer wieder. Wir fahren immer auf der Hauptstrasse, die jetzt immer min. 4 Spuren hat. In Tirebola halten wir kurz beim Fischerhafen. Es ist neblig du regnet. Ausser dass einige Männer am Netz flicken sind, nicht besonderes. Wir halten immer Ausschau nach einem Hotel, das nicht direkt an der 4-spurigen Autostrasse liegt. Görele durchfahren wir, halten aber nicht an. Akcakale zu erreichen und zu verlassen ist schon fast ein Abenteuer, obwohl es direkt an der Hauptstrasse liegt. Vor allem die Einfahrt wieder in die Hauptstrasse ist speziell, sehr steil und unbefestigt. Sonst nichts. Ab Akcaabat suchen wir intensiver nach einem Hotel. Gegen 13.15h sind wir in Trabzon. Wir fahren die programmierten Hotels ab. Das 4.Hotel passt uns. Das Zimmer im Hotel Nazar (100 TL) ist zwar klein, hat dafür einen Balkon und scheint ruhig zu sein. Ich parkiere das Auto auf dem Hotelparkplatz in der Nähe. Nach dem Einrichten erkunden wir gegen 15h die nähere Umgebung. Zum Atatürk-Park sind es nur wenige Schritte. Da hat es sehr viele Leute. Wir wundern uns. Am Abend finden wir heraus, dass heute ein wichtiger muslemischer Festtag ist. In der Nähe essen wir Pizza (Elena) und Lahmacun, etwas Ähnliches wie eine Pide. Es beginnt wieder zu regnen. Darum hat es sofort überall Schirm-Verkäufer. In der Nähe des Hotels gibt es einen Schneider. Ich bringe ein Hemd und eine Hose zum flicken (10 TL). Nach ½h bringt er die Sachen ins Hotel. Ich schreibe wieder einmal mein elektronisches Tagebuch weiter und mache sonst "Büro". Elena will ihren Flug nach Zürich buchen. Hat dabei diverse Probleme. Was ich sage ist sowieso nicht gut. So trinke ich Apero und sie flucht vor dem Notebook. Schlussendlich buche ich ihr den Flug nach Zürich (1100 TL) und wir können zum Essen gehen. Bei der Moschee wird gebetet, sogar auf der Strasse. Im Restaurant erklärt uns der Kellner, dass heute ein hoher Feiertag ist. Elena isst Poulet, ich etwas Ähnliches wie Rindseintopf. Beides schmeckt sehr gut. Zum Dessert Milchreis. Zum Abschluss noch ein Bier. Bei der Moschee wird immer noch gebetet, wenn wir zurück ins Hotel gehen. Die Nacht ist nicht so ruhig wie erhofft. Klima-Anlagen, Flugzeuge und der Muezzin halten mich vom Schlafen ab. Irgendwann schlafe ich trotzdem.

Mi 15.8
8h aufstehen, "Büro", dann Frühstück. Um 10.30h ziehen wir los, Richtung Basar. Es hat viele kleine Läden, die zusammen alles anbieten was man braucht. Mitten drin steht die Carsi Moschee. Die schauen wir uns an. Ziemlich einfach, aber schön. Nach etwa 1h sind wir durch den Basar durch. Ich will zur Gülbahar Hatun Moschee etwas ausserhalb. Die Strassen sind schlecht angeschrieben. So gehen wir einfach in die Richtung, die ich für richtig halte. Sobald wir auf eine Strasse mit Verkehr stossen, reklamiert Elena und will in eine Nebenstrasse. Schlussendlich landen wir beim 4-spurigen Yavuz Selim Blv., aber auch der ist nicht angeschrieben. Elena spricht einen älteren Herrn auf Deutsch an. Ich finde inzwischen heraus wo wir sind. Elena weiss inzwischen genau wo wir hin gehen müssen, obwohl sie nicht weiss wohin ich will, weil der Herr ihr das so gesagt hat. Plötzlich ist der Verkehr egal. Mein Einwand, man könnte eine kleinere Strasse weiter unten benützen, gilt nicht. Es muss diese verkehrsreiche Strasse sein! So marschiere ich zügig los zur Serifi Moschee wie es auf dem Plan steht. Da warte ich eine halbe Ewigkeit bis sie kommt. Ich sage ihr, ich warte unten auf der Strasse. Ich warte ziemlich lange. Als sie nicht kommt, gehe ich zurück. Sie ist weg. So mache ich mich alleine auf den Weg zu "meiner" Moschee. Es ist eine kleine alte Moschee (500 J) und heisst Hatuncuk Hatun Moschee. Der Weg hat sich nicht gelohnt. Die falsche Moschee wie sich später herausstellt. Die Serif Moschee heisst mit vollem Namen "Gülbahar Hatun Serif Cami". Da war ich ja schon vorher. Auf dem Rückweg komme ich da nochmals vorbei. Weiter über die Zagnos Brücke. Da steht noch die alte Stadtmauer. Unten hat es etwas Ähnliches wie einen Vergnügungspark. Ich gehe quer durch das Quartier. Nach 13.15h bin ich im Hotel und schreibe Elena eine SMS, dass ich da bin. Dann mache ich das "Büro" und verschicke Emails wegen meines Iran-Aufenthalts. Um 17h ist Elena immer noch nicht da. So gehe ich alleine zum Hafen hinunter. Da liegen ein paar Kriegsschiffe. Aber man darf wie vermutet nicht hinein, Sperrgebiet. So mache ich mich auf den Weg zum Boztepe-Park oben auf dem Hügel. Es geht sehr steil bergauf. Nach ½h bin ich oben. Man hat eine gute Sicht auf Trabzon, aber das Wetter ist grau in grau, immer kurz vor dem Regnen. Ich trinke etwas und mache mich nach ½h wieder auf den Heimweg quer durch ein Wohnquartier. Um 19h bin ich zurück. Elena ist jetzt auch da. Sie war auch oben im Park, aber mit dem Bus. Es beginnt zu regnen. Darum Apero im Zimmer. Nachher zum Nachtessen. Die Ramadan-Esser sind schon weg, darum schliessen die meisten Lokale bereits. Wir essen Iskender Kebap, nicht schlecht. Auf dem Heimweg auf ein Bier in der Nähe des Hotels. Eine Art Hafenkneipe mit Mädchen und Rotlicht. Mein Bier kostet wie versprochen 6 TL, dafür verlangen sie für Elenas kleinen Raki und nicht bestellte Melonen 19 TL, voll Abriss. Um 23h sind wir zurück. Es regnet wieder in Strömen. Ich schlafe sehr gut.

Do 16.8
Aufstehen 8h, nachher Frühstück. Nachher packen. Ich stelle fest, dass der Schneider den Flick an meinem Hemd auf der Aussenseite aufgenäht hat. Der Laden ist aber noch geschlossen, so kann er es nicht mehr ändern. Gegen 11h fahren wir los. Tschüss Schwarzes Meer! Wir fahren Richtung Maçka in die Berge. Es regnet immer wieder leicht und ist neblig. Die Strasse ist mit Unterbrüchen meist 4-spurig. In Maçka verlassen wir die Hauptstrasse und fahren Richtung Sumela Kloster. Nieselregen und Nebel. Eine Pension die wir suchen, soll über eine Naturstrasse erreichbar auf 900müM am Hang oben liegen. Wir fahren hin, keine Pension, dafür ein freundlicher älterer Herr, der sich sofort anerbietet uns den Weg zu zeigen. Er fährt mit uns zurück ins Tal. Er arbeitet da und ist froh, dass er nicht laufen muss. Die gesuchte Pension liegt an der Hauptstrasse, 1.5km vom angegeben Ort entfernt. Sumela liegt im Altindere Mili Park. Wir müssen 15 TL für das Auto bezahlen. Der grosse Parkplatz unterhalb des Klosters liegt auf 1000müM. Wir fahren weiter. Die Strasse wird nun schmal und kurvig. Die LP Beschreibung ist nicht mehr aktuell. Nach 2-mal wenden fahren wir wie die andern weiter durch den dichten Nebel den Berg hoch. Und tatsächlich, wir landen am richtigen Ort auf etwa 1250müM. Der Parkplatz ist ziemlich idiotisch, man kann kaum wenden. Von hier aus sind es etwa 500m fast eben aus bis zum Kloster. Wir ziehen Trekking-Schuhe und die Regenjacke an, das erste Mal seit 2 Monaten! Dann gehen wir die 15 Min. zum Kloster. Wegen des Nebels sieht man die spektakuläre Aussenansicht nicht. Es liegt in einer Felswand. Das Innere ist aber auch sehr schön (8 TL). Nach ½h gehen wir zurück und fahren bis zum grossen Parkplatz. Da essen wir eine gute Linsensuppe. Dann fahren wir nach Maçka zurück. Unterwegs schauen wir ein Hotel an. Sie wollen 150 TL für ein kleines Zimmer. Wir fahren weiter. In Maçka schauen wir das Hotel Maçkam an. Ein grosses Zimmer für 120 TL. Das nächste Hotel will 200, so kehren wir zurück. Es ist inzwischen 16h. Ich plane noch den nächsten Tag an der Bar, weil das Internet im Zimmer nicht benutzbar ist, weil niemand das Passwort kennt! Elena erkundet den Ort. Es ergibt sich ein lustiges 3-Eck-Gespräch mit einem Holländer (Englisch), seiner türkischen Frau (Holländisch) und dem Hotelier (Türkisch) über Nachtessen und meine Reise. Ich schreibe noch an meinem elektronischen Tagebuch. Elena kommt zurück, will aber keinen Apero, so muss ich alleine trinken. Zum Nachtessen gehen wir in eines der empfohlenen Restaurants. Elena war vorher schon da. Mein Eintopf ist gut, Elenas Fisch auch. Die haben hier überall Fischzucht-Anstalten. Zurück im Hotel telefoniere ich noch mit Stefan und Bea.

Fr 17.8
Aufstehen um 8h, Frühstück im Sumela Hotel, die gehören offenbar zusammen. Dann packen. Um 10.30h sind wir bereit. Ein deutsches Ehepaar bewundert mein Auto und möchte am liebsten gleich mitkommen. Wir fahren Richtung Zigana Tunnel, der liegt auf 1800müM. Die Strasse ist nur am Anfang nicht gut ausgebaut, aber sie sind am Bauen. Nachher wird sie 3-spurig, 2 bergauf, 1 bergab. Aber die Gegenseite darf überholen. Man muss immer aufpassen in der mittleren Spur, es könnte einer entgegen kommen. Nach dem Pass verlassen wir die Hauptstrasse und fahren hinauf zum Dorf Zigana, in der Annahme, da sei der alte Pass. Dem ist aber nicht so. Hier ist das Wetter wieder gut. Der Umweg lohnt sich trotzdem, man hat eine Super-Aussicht in die Täler. Es gibt nur wenige Weiler unterwegs. Nach ½h sind wir wieder zurück auf der Hauptstrasse (15km, 1000-1500müM). Da bei Torul beginnt ein weit verzweigter Stausee, den wir von oben gesehen haben. Weiter geht es gut ausgebaut durch viele kleine Tunnels nach Gümüshane. Da habe ich 2 Hotels programmiert. Das 1. Hat zu kleine Zimmer, das 2. Ist zu weit vom Ortszentrum. So suchen wir weiter. Das Gümüs Otel passt uns (120 TL). Es ist inzwischen 13h. Wir richten uns ein. Nachher erkunden wir den Ort. Er ist langgestreckt dem Fluss entlang. Wir gehen zuerst nach Westen "unserer" Strasse entlang. Es hat viele kleine Läden, aber kaum Restaurants. Auf der oberen Strasse zurück. Da gibt es eine schöne neue Moschee, die schauen wir uns an. Im Atatürk-Park hat es viele Leute, die trinken und essen aber nichts, wegen des Ramadan. Wir genehmigen uns Wasser & Orangensaft. Im Park hat es eine Entenfamilie mit gestutzten Flügeln, damit sie nicht wegfliegen. Um 17.15h sind wir zurück. Ich plane die Route für morgen und "Büro". Um 19.30h Apero im Zimmer. Heute oder morgen geht der Ramadan zu Ende. In einem kleinen Restaurant in der Nähe essen wir. Nachher bummeln wir zum Atatürk-Park und zurück. Gegen 23h sind wir im Bett. Es ist ziemlich laut, aber ich schlafe trotzdem gut.

Sa 18.8
Aufstehen 8h, Frühstück, nicht sehr grosszügig, dann packen. Vor 11h fahren wir los. Die Strasse ist gut, aber nicht mehr 4-spurig und z.T. mit Baustellen. Wir starten auf 1100müM. Es geht stetig bergauf. Zeitweise sieht es aus wie im Grand Canyon. Es geht hoch bis 1900müM, dem Vauk Dagi Pass. Da wechselt die Landschaft abrupt. Vorher Schluchten und Täler mit steilen Hängen, nachher sanfte Hügel, Steppe. Die Strasse geht nun meistens gerade aus, mit leichten Kurven leicht bergab bis 1550müM. Kurz vor Bayburt noch einen kleinen Pass (1700müM), dann sind wir da. Bayburt liegt in einem Talkessel auf 1550müM. Das Hotel das wir als erstes suchen, gibt es gar nicht. Das 2. ist schmuddelig. Ich habe ein Aparthotel gesehen, da gehen wir hin. Im Otel Dede haben wir ein schönes grosses Zimmer mit Kochgelegenheit für 60 TL. Das Auto holen und uns einrichten. Es ist jetzt 13h, wir wollen etwas essen. Das ist hier selbst am letzten Tag des Ramadan ein Problem. Alle Restaurants sind geschlossen um diese Zeit. Zuletzt kaufen wir uns Wurst, Brot und Getränk und gehen in einen kleinen Park am Fluss und essen dort das gekaufte Es ist eine friedliche Stimmung. Viele Leute, meist Männer, sitzen herum. Es ist angenehm warm, 25C°. Wir gehen kurz zurück ins Hotel. Dann machen wir uns auf den Weg zur Burg die über der Stadt thront. Von da oben hat man eine wunderbare Aussicht. Hinunter auf die Stadt und rundherum auf die Berge und Täler. Es hat noch ein paar türkische Leute hier oben, aber das kommunizieren ist schwierig. Auf dem Rückweg trinken wir im Burg-Restaurant noch etwas. Die nicht bestellten Haselnüsse und Pistazien kosten 5 TL! Wegen der schönen Aussicht wie sie meinen. Zurück im Hotel kopiere ich die Bilder und nummeriere sie neu. Apero im Zimmer. Dann gegen 20h zum Nachtessen. Ein Restaurant hat noch Essen in der Auslage. Elena mag das aber nicht, so gehen wir weiter. Erfolglos, alles leer gegessen von den Ramadan-Essern. Das Restaurant, das vorher noch hatte ist jetzt auch leer. So landen wir in einer Kebap-Bude. Ein Türke aus Dortmund überlässt uns 2 seiner bestellten Kebaps. Die sind sehr gut, soll hier eine Spezialität sein. Zurück im Hotel, schauen wir uns noch dir Bilder an.

So 19.8
Vor 8h aufstehen, "Büro", dann Frühstück. Wir müssen lange auf das Brot warten, dafür ist es dann noch heiss. Packen und wieder einmal Autoscheiben reinigen. Um 10.30h fahren wir los. Wir fahren stetig bergauf. Es hat immer wieder Baustellen. Wir kommen zügig voran, da es fast kein Verkehr hat. Um 11.15h sind wir auf dem Kop Pass. Er ist je nach Quelle etwa 2300-2400müM. Wir machen eine Pause und steigen zum Denkmal hoch. Man hat eine gute Aussicht nach Osten. Da hat es noch einige hohe Berge. Die Strasse nach Askale ist fast durchgehen fertig auf 4 Spuren ausgebaut. Vor 14h sind wir in Askale. Am Ortseingang gibt es die billigste Tankstelle sein langem, 3.69 TL/l gegenüber 3.90 an den meisten anderen Orten. Nachher suchen wir vergeblich das Hotel, das ich im Google gefunden habe. Im Dorf finden wir auch nichts. Bei einem Polizeiposten steht ein Polizist mit MP. Er kommt zu uns. Wir fragen nach einem Hotel. Er zeigt auf das Gebäude beim Schulhaus, es sieht nicht nach Hotel aus. Er kommt mit uns (inkl. MP). Tatsächlich hat es eine Rezeption. Für 35 TL bekommen wir eine "Suite". Ein Wohnzimmer mit Sofas für 10 Personen und ein Schlafzimmer. Alles ein wenig vergammelt, aber wir bleiben. Später finden wir heraus, dass wir in einem Lehrerheim sind. Während den Schulferien vermieten sie auch an andere. Um 14h erkunden wir das Dorf. Nur Tee-Häuser sind offen, keine Restaurants. Hoffentlich ist das am Abend anders. Wir gehen von einem Ende zum andern und wieder zurück. Im Park gleich beim Lehrerheim gibt es zu trinken und wir essen die unterwegs gekaufte Melone. Wir bekommen sogar einen Teller dafür. Zurück im Lehrerheim telefoniert Elena mit ihrer Freundin Lorenza. Ich rufe später Muetti & Papi an. Apero mit Sonnenuntergang im Wohnzimmer. Nach dem Ruf des Muezzins suchen wir vergeblich ein offenes Restaurant. Nach 1h geben wir auf. Im Park bei uns gibt es Toast. Da sie alles zuerst besorgen müssen geht es ziemlich lange. Aber wir haben etwas zu essen. Zurück im Lehrerheim plane ich noch die Route bis Erzurum, das letzte Stück mit Elena. Es sind nur noch 60km bis Erzurum. Um 22.30h sind wir im Bett.

Mo 20.8
8h aufstehen und "Büro" und packen, heute kein Frühstück. Das Auto steht am Schatten und es ist angenehm kühl. So beschliesse ich endlich einmal die Fahrerkabine zu reinigen. Vor allem die Scheiben innen. Um 10h fahren wir los. Es hat wenig Verkehr, weil immer noch Feiertag ist. Ein "kleiner" Pass von 1900müM und eine lange Baustelle sind die einzigen Hindernisse auf dem Weg nach Erzurum. Die letzten 20km geht es fast gerade aus, leicht bergauf bis auf 1950müM. Die Stadt hat 175‘000 Einwohner und hat ein eigenes Skigebiet (Palandöken) 5km ausserhalb der Stadt. Mit allem was dazu gehört. Hier war letztes Jahr die Winter-Universiade. Um 10.45h sind wir da und schauen uns die ersten Hotels an. Das Dede, das in Bayburt so gut war, ist hier schlicht Scheisse. Die nächsten beiden passen uns auch nicht. Das Grand Hitit Hotel (150 TL) passt uns. Einrichten und Auto parkieren. Um 13.30h gehen wir zum Essen gleich gegenüber. Lahmacun für beide, schmeckt sehr gut. Nachher gehen wir zu Fuss zum nahen Zentrum. Da schauen wir uns die verschiedenen Sehenswürdigkeiten an. Am grossen Platz, Yakutiye Medrese ein altes mongolisches Priesterseminar (1310). Die 3 TL Eintritt sind es nicht wert. Daneben die Moschee Lala Pasha. Wir gehen nicht hinein, weil sie am Beten sind. Weiter der Hauptstrasse entlang, da steht die Caferiye Moschee und der Grabturm des Sultan Cimime. Die grosse Moschee (Ulu) ist innen sehr dunkel. Die Kuppel ist aus Holz. Gleich daneben die Cifte Minarelli Madrese, das Wahrzeichen von Erzurum. Geschlossen und eingepackt wegen Renovation. Wir gehen zur Burg. Von da hat man eine schöne Aussicht. Es beginnt zu regnen, so sparen wir den Besuch auf später auf, wenn das Wetter besser ist. In der Nähe hat es ein beliebtes Tee-Haus. Wir trinken Tee und schauen den Leuten beim Spielen zu. Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Karawanserei "Rüsten Pas Carasi" an, heute eine Ladenstrasse mit Schmuckhändlern. Um 16.30h sind wir zurück. Ich rufe Urs an, er hat heute Geburtstag, so rede ich eine Weile mit Elsbeth über meine Reise. Nachher duschen und Bilder kopieren und neu nummerieren. Apero mit ganz wenig Sonnenuntergang im Zimmer. Nach dem Ruf des Muezzins gehen wir zum Nachtessen. Das vom Hotel und LP empfohlene Restaurant Güzelyurt ist heute geschlossen. So gehen wir gleich beim Hotel in ein anderes. Der Rindseintopf und die Suppe sind sehr gut (28 TL). Kaum im Hotel schlafen wir ein. Wir sind sehr müde, wohl die Höhe von 1950müM.

Di 21.8
8h aufstehen, "Büro", Frühstück. Das Buffet ist nicht schlecht. Um 10.30h machen wir uns auf den Weg. Zuerst suchen wir die Post, auf der Western Union-Geld abgeholt werden kann. Ich habe die Garmin-Karte fotografiert, da es hier keine Karten gibt. Wir finden sie ziemlich schnell, ist aber sehr klein, kaum zu glauben, dass sie das ist. Dann gehen wir zum Bahnhof. Elena hat Zug-Entzugsprobleme! Ein Langer Güterzug mit je einer Diesellok an beiden Enden fährt ein, leider verdeckt, d.h. keine Foto. Beim Bahnhof hat es einen grossen Elektronikladen. Da kaufen wir je eine SD-Card mit 16GB für 29 TL, ziemlich günstig. Gleich daneben hat es einen grossen Migros. Da kaufe ich Bier und einen kleinen Whisky bis zur Grenze. Wir laden das Material im Hotel ab. Ich mache noch etwas "Büro", ohne Interne, das ist ausgefallen. Ich versuche vergeblich behilflich zu sein. Um 15h machen wir uns wieder auf den Weg zur Hauptstrasse. Das Restaurant Güzelyurt ist auch heute geschlossen. Das 2.Restaurant und die Patisserie finden wir nicht, weil Elena den Plan ausgepackt hat. Üç Kümbetler finden wir auch ohne Plan. Das sind 3 Grabtürme. Das Gelände ist abgesperrt. Man kann nur von aussen fotografieren. Hier hat es viele verfallene Häuser. Wir gehen zur Burg (3 TL). Nichts Besonderes, aber vom Clock Tower hat man eine Super Aussicht. Die Stadt liegt am Hang über einer riesigen Ebene die von hohen Bergen umsäumt ist. Auf dem Rückweg wollen wir noch etwas trinken. Im kleinen Park bei der Karawanserei finden wir keinen Platz der beiden passt, so gehen wir zurück ins Hotel. Ich mache weiter "Büro". Versorge unseren WLAN-Router mit Strom, so habe ich Internet. Elena geht alleine weg. Wenn sie zurückkommt, gibt es Apero. Heute mit Rotwein aus der Überlebenskiste. Nachher gehen wir zum Nachtessen. Das Restaurant hat nur Kebap. So nehmen wir Iskender Kebap. Nicht so gut wie letztes Mal. Um 21.30h sind wir im Hotel, ziemlich müde. In der Nacht meldet sich mein Magen. Einmal keinen Whisky und schon sind die Probleme da!

Mi 22.8
6h Toilette, "Dünnpfiff". 8h die Magenprobleme halten an. "Büro", um 9h Frühstück, ich nur Tee. Nachher organisiere ich über Westen Union die 3000 USD für den Iran. Um 11.10h sind wir bei der Yapikredi Bank. Um 12.15h können alle die noch in der Bank sind anstehen wo sie wollen, vorher gab es Tickets. Ich komme ziemlich schnell dran. Aber sie akzeptieren meine ID-Karte nicht. So muss ich im Schnellschritt den Pass im Hotel holen. Aber die Probleme bleiben bestehen. Um 13h gibt die Dame am Schalter auf. Wir müssen warten, bis diejenige die das besser im Griff hat vom Mittag zurückkommt. Wenigstens dürfen wir in der Schalterhalle warten. Um 13.15h kommt die betreffende Dame und plötzlich geht alles ganz schnell. Noch vor 13.30h habe ich das Geld. Der Name auf dem Beleg ist zwar falsch geschrieben, aber das ist mir egal. Wir müssen warten bis Punkt 13.30h, dann wird die Bank von den Wartenden gestürmt. Wir kommen erst hinaus als es stockt. Zurück im Hotel aufs WC. Zum Glück hat mein Magen nicht verrückt gespielt. Für den Rest des Nachmittags liege ich nur noch im Bett. Zum Glück haben in der Türkei fast alle WC eine Wasserspülung für den Hintern (Closomat). So krieg ich wenigstens keinen wunden Arsch. Um 16h geht Elena ihre Wäsche holen sie kommt nach 18h zurück. Sie hat etwas gegessen. Heute für mich kein Nachtessen. Zum Apero nur Whisky pur, als Medizin. Elena packt noch ihre Koffer. Ich telefoniere noch mit Bea und Stefan. Gegen 22h schlafe ich ein.

Do 23.8
6.30h aufstehen, 7h Frühstück. Mir geht es etwas besser. Esse Brot, dazu Tee. Um 8h mit Elena zur Rezeption, Abschieds-Foto und Taxi rufen. Sie fährt alleine zum Flugplatz, da ich nichts riskieren will. Ich bleibe noch eine Nacht hier und hoffe, dass morgen wieder alles i.O. ist. Bis 12h führe ich mein elektronisches Tagebuch nach. Ich lasse mein Auto für 5 TL waschen. Es ist zwar nachher immer noch nicht sauber, aber viel besser als vorher. Ich gehe ins Zentrum. Im Park bei der Karawanserei esse ich eine Suppe. Nachher schlendere ich ziellos herum. Schau den Leuten zu. Es ist angenehm warm, 25C°, ein leichter Wind und nur 10% Luftfeuchtigkeit. Gegen 17h bin ich zurück. "Büro" mit Kosten Dieselverbrauch usw. Versuche schon den ganzen Tag Maja zu erreichen. Um 19.30h klappt es. Sie hat heute Geburtstag und freut sich sehr über meinen Anruf. Zum Apero nur Whisky, als Medizin! Nachher zum Nachtessen gleich gegenüber. Kebap mit Reis. Sie sind wieder sehr freundlich und offerieren ein Dessert. Zurück im Hotel telefoniere ich mit Bruno, nachher mit Elena. Sie ist gut angekommen. Zum Schluss noch mit Bea. Um 23h ist Feierabend.

Fr 24.8
Aufstehen 7.30h. "Büro", dann Check-Out. Ich muss für die letzte Nacht alleine "nur" 90 TL bezahlen. Nach 9.30h fahre ich los. Das erste Mal seit 8 Wochen wieder alleine. Am Anfang ist die Strasse sehr gut und 4-spurig. Später bleibt sie breit (4 Spuren), aber mit vielen Bodenwellen und Schlaglöchern. Da es wenig Verkehr hat, ist das kein Problem, jeder fährt wo er will, wenn es sein muss bis auf die Gegenfahrbahn. Zuerst durch sanfte Hügel und Ebenen leicht bergab bis 1550müM bei Horasan meinem Etappenziel. Um 11h bin ich da, das Hotel ist sogar da wo ich es programmiert habe. Es wäre das billigste bis jetzt (30 TL). Aber es gefällt mir nicht, es liegt direkt an einer grossen Kreuzung. Ich kreuz noch durch den Ort, eigentlich nur eine grosse Kreuzung zweier Hauptstrassen. Ich beschliesse weiter zu fahren Richtung Agri. Es geht nun wieder bergauf. Die Landschaft wird schroffer. Der Saç Pass ist 2200müM. Man hat keine Aussicht, weil alle Berge rund herum höher sind. Ich bin inzwischen 120km weit gefahren. Weiter Richtung Agri kommt Eleskirt, der einzige grössere Ort. Muss ein Militär-Stützpunkt sein. Das passt mir nicht. Ich fahre weiter. Es beginnt eine der üblichen ewig langen Baustellen (10km). Jetzt ist es wieder flach, eine riesige Ebene. Um 12.45h bin ich da. Agri liegt auf 1650müM. Ich finde das Hotel Kiliçaslan im Zentrum (75 TL), ein grosses Zimmer. Um 15.45h erkunde ich die Stadt. Es hat eine Fussgängerzone mit vielen meist kleinen Läden. Der Tee wird hier noch an vielen Orten auf Holzöfen gekocht, mitten auf der Strasse. Im kleinen Park bei der Moschee trinke ich einen Tee. Das Personal amüsiert sich, dass ich kein türkisch kann, wir haben viel Spass. Nach 17h zurück im Hotel. Lonely Planet (LP) hat den neuen Iran-Reiseführer veröffentlich. Ich lade ihn herunter und studiere die Tipps. Um 19h telefoniere ich mit Elena, damit sie nochmals den Muezzin hören kann. Dazu Apero. Sie hat ihre Sonnenhüte im Auto vergessen. Nachher zum Nachtessen gleich neben dem Hotel. Sis-Kebap und Reis. Nachher noch herumschlendern. Um 21h zurück im Hotel. Habe meinem Magen etwas viel zugemutet. Schlafe trotzdem gut.

Sa 25.8
8h aufstehen, "Büro", dann Frühstück. Da ich nicht weiss, was mich internetmässig erwartet, verschicke ich noch Emails, wo ich bin und das es mir gut geht. Gegen 11.30h fahre ich los. Die kürzeste Strecke führt mich diesmal auf die alte Strasse mit vielen Schlaglöchern. Ziemlich mühsam, aber dafür sehe mal etwas anderes als auf der Hauptstrasse. Nach 20 Min bin ich wieder auf der Hauptstrasse. Es ist flach hier und es hat riesige Felder, Korn, Sonnenblumen usw. und grosse Kuhherden. Tendenziell geht es leicht bergauf über lache Hügel. Nach etwa 50km verlasse ich die Haupstrasse und fahre nach Diyadin. Da gibt es laut LP heisse Quellen. Ich fahre bis Ausgangs Dorf. Es hat zwar einen Wegweiser, aber es steht nicht wie weit. Es gibt da ein schönes Tal. Ich halte und gehe zu Fuss hinunter. Zurück beim Auto versuche ich heraus zu finden wo die Quellen sind. Ich frage im Teehaus, aber die können kein Englisch. Beim Weggehen ruft mich ein alter Mann und lädt mich zum Tee ein. Es ist der Besitzer. Während des Tees komme ich dann doch noch zu meinen Informationen. Mit Händen und Papier und Bleistift. Zum Schluss noch ein Abschiedsbild. Die Quellen sind 5km weiter über eine schlechte Strasse. Es ist ein schönes Tal, aber die Quellen sind gefasst. Man sieht nicht viel. Die Leute Picknicken hier. Eine friedliche Stimmung. Ich fahre zurück, vorbei am Teehaus, wir winken uns zu. Um 14h bin ich wieder auf der Hauptstrasse. Es folgt der Ipek Pass 2040müM, dann eine dieser ewig langen Baustellen. Unter 5km machen die Türken keine Strassenbaustelle! Bei Uçmurat nehme ich einen Autostopper mit. Er steht an der geraden Hauptstrasse, weit und breit nichts als eine Kreuzung. Es sind noch 20km bis zum Ziel. Dogubayazit liegt auf 1600müM. Seit dem Pass ist die Gegend karger, nur noch Schafherden, wenige Felder. Das Hotel Tahran (30 TL) ist zentral aber ruhig gelegen. Der Parkplatz im Otopark gegenüber kostet 10TL/Tag ist dafür überwacht. Nach dem Einrichten und einem Tee zuoberst im Hotel mit schöner Aussicht, erkunde ich nach 16h den Ort. Es gibt auch hier eine Fussgängerzone mit vielen Läden. Ich gehe noch der Hauptstrasse entlang bis zur Kiliç Moschee. Die sieht von aussen riesig aus. Innen ist sie aber klein. Auf dem Rückweg kaufe ich ein Bier. Um 17h bin ich zurück und trinke mein Bier auf der "Terrasse". Im Zimmer muss ich zuerst die Steckdose reparieren. Beim Duschen stelle ich fest, dass der Ablauf verstopft ist. Der Besitzer behebt das umgehend. Zum Apero auf die "Terrasse", die keine ist, weil sie geschlossen ist. Da komme ich mit Polen ins Gespräch. Sie waren schon mehrmals in der Türkei und bereisen jedes Mal eine andere Gegend. Zum Nachtessen gehe ich in ein vom Besitzer empfohlenes Restaurant. Ich esse nur ein Lahmacun und trinke Wasser um meinen Magen zu schonen, nicht wie gestern. Kostet 2 TL! Noch etwas herumschlendern. Es ist nichts los. Die Polen sind immer noch auf der Terrasse. Wir reden noch eine Weile. Um 20.30h rufe ich Bea an, bis nach 21h. Im TV finde ich SFinfo. Da schaue ich die Tagesschau. Nachher schlafen.

So 26.8
8h aufstehen, "Büro", Frühstück. Ziemlich mager. Nachher probiere ich eine Route zu programmieren im Iran. Ziemlich mühsam, nur wenige Daten. In Maku meinem nächsten Ziel gibt es nichts, nur die Hauptstrasse. So werde ich eben auf "Sicht" fahren müssen. Gegen 12h rufe ich Markus an. Er ist erst gestern aus den Ferien zurückgekommen, darum habe ich ihn nicht erreicht. Nachher gehe ich zur Rezeption. Da kann ich die herunter geladenen LP-Kapitel für den Iran ausdrucken. Zuerst geht es harzig, am Schluss zügig. Nach 15h fahre ich los, hinauf zum Ishak Pasa Palast. Der liegt auf einem kleinen Plateau über dem Ort auf 1950müM. Die Strasse ist relativ neu, aber mit Pflastersteinen. Das schlechteste was ich bis jetzt erlebt habe, und das 5km weit. Oberhalb des Palastes hat es eine Moschee, da fahre ich zuerst hin. Viele Leute sind am Picknicken. Sonst nichts Besonderes. Der Palast kostet 5 TL Eintritt. Ich habe das Gefühl, ich bin der Einzige der Eintritt bezahlt hat. Der Palast ist einfach aber schön. Die Aussicht überwältigend. Es hat viele Einheimische. Die fotografieren wie wild. So kann ich gut Bildern von Leuten machen. Die Polen haben mir von einer Strasse den Berg hinauf erzählt. Da fahre ich hin. Es ist eine Naturstrasse, aber besser zu fahren als die Hauptstrasse. Ich fahre hoch bis zum höchsten Punkt auf 2360müM. Unterwegs hat es kleine Höfe oder Alpen. Die Felder werden bewirtschaftet. Sehr schön diese Gegend. Um 17h bin ich zurück. Kaufe mir ein Bier und trinke es auf der "Terrasse". Ich bekomme meine Wäsche zurück und falte sie zusammen. Ein Türke aus Deutschland macht hier Ferien. Wir reden. Nachher rufe ich Muetti & Papi an. Zum Apero wieder auf die "Terrasse". Mein letzter mit Alkohol für lange Zeit! Es sind 2 junge Türken da, aber die Verständigung ist schwierig. Aber dank Google schaffen wir es einigermassen. Zum Nachtessen gehe ich um die Ecke. Nochmals Köfte mit Kartoffeln und Bohnen. Schmeckt gut (7 TL). Auf dem Rückweg noch ein Tee auf der Strasse. Es ist nichts mehr los. Zurück im Hotel schau ich die Tagesschau. Nachher noch auf einen Tee auf die "Terrasse". Die beiden Türken sind immer noch da. Im Zimmer versuche ich Bea und Elena anzurufen. Die Verbindung ist so schlecht, dass ich es später nochmals versuche. Elena hat es voll erwischt. Erkältet usw., muss am fehlenden Whisky liegen. Bea wartet auf Unterlagen vom Reisebüro. Sie muss sich langsam beeilen wegen des Visums. Um 22.30h im Bett

Mo 27.8
Aufstehen 6h, "Büro", packen, nachher Frühstück. Nach dem Frühstück gehe ich tanken, billig wie selten 3.53 TL/l. Denn Rest des türkischen Geldes wechsle ich in EUR um (170 TL = 75 EUR). Zurück im Hotel rufe ich Bruno an. Er hat heute Geburtstag. Dann zusammenräumen und Abfahrt. Es ist 10h. Die kürzeste Strecke führt mich etwa 5 km weit über die alte verschlissene Strasse. Die Hauptstrasse ist wieder 4-spurig und gut ausgebaut. Nur die in der obligaten 5km-Baustelle ist sie 2-spurig. Kurz vor der Grenze endet die gute Strasse abrupt. Um 10.40h bin ich da. Ein Mann kümmert sich um meine Ausreise-Papiere, macht einen sympathischen Eindruck. Ein anderer verkauft mit iranische Real (IRR) gegen Euro. 200 EUR = 3‘100‘000 IRR, das ist wenig mehr als der offizielle Kurs. Vermutlich habe ich zu viel bezahlt. Mein Helfer steigt ein, wir fahren zum nächsten Posten. Die Ausweis-Kontrolle geht ziemlich lange, wegen ID-Karte & Fahrzeug & Pass. Der Töff ist gar nicht registriert worden. Um 11h bin ich im Niemandsland. Mein Helfer will 200 TL für seine Hilfe. Ich sage ihm, das sei zu viel, zudem hätte er das vorher sagen müssen. Ich war der Annahme er sei vom Zoll. Schlussendlich bekommt er 15 EUR und 10 CHF, mehr habe ich gar nicht. Es geht ziemlich lange bis ich auf der iranischen Seite bin, es hat viele Busse. Die offiziellen Zollformalitäten, wie Ausweiskontrolle und Auto durchsuchen, gehen dann ziemlich schnell vonstatten. Dann kommt der nächste Helfer. Er will 100 USD, wir einigen uns auf 50 USD. Dann wird es harzig. Nachdem eine nette Dame Fragen gestellt hat, Anstehen beim Einreise-Schalter. Da gibt es Probleme mit dem Computer. Es kommen immer höhere Beamte. Nach etwa 30 Minuten klappt es dann doch. Nun kommt der härtere Teil. Mein Helfer klärt mich auf, das sei hier wie eine Mafia, jeder will Geld. Ich solle immer sagen ich hätte nur Kredit-Karten. Und tatsächlich, etwa drei Mal wollen sie mein schon durchsuchtes Auto nochmals durchsuchen. Immer die Frage wie viel? Ich halte mich an die Abmachung und komme ohne Schmiergeld, dafür mit langer Wartezeit davon. Um 14.15h Teheran-Zeit (+1.5h zur türkischen Zeit) haben wir es geschafft. Nun kommt der letzte und teuerste Teil. Weil Diesel so billig ist (15 USD/100 l), kassiert der Staat von den Ausländern eine Abgabe, je nachdem wie weit man fährt. In meinem Fall macht das 504 EUR oder 635 USD. Ich habe keine Wahl, ich muss auf der Bank gleich nebenan einzahlen. Das Rückgeld auf 700 USD kann ich gleich dem Helfer geben. 65 USD statt wie abgemacht 50 USD. Es ging aber auch wirklich lange. Jetzt bekommen wir den wichtigsten Stempel zum Einreisen. Nach 2½h geschafft !!! Ich halte kurz an um die Ladung wieder richtig zu fixieren. Mein Helfer hält bei mir an und sagt ich solle hier nicht zu lange stehen. Es sei ab 17h gefährlich und verabschiedet sich. Ich fahre los. Es sind 30km bis Maku. Die Navi-Daten sind jetzt sehr spärlich. Trotzdem finde ich das programmierte Hotel genau. Nur sehe ich es nicht und fahre nach einem kurzen Halt weiter. Am anderen Ende vom Maku (1200müM) wende ich. Da stellt der Motor ab. Ich befürchte schon schlimmes, Diesel- oder Elektronik-Problem. Ich deaktiviere die Überwachungs-Elektronik. Es geht wieder. An der grossen Kreuzung frage ich nach dem Weg. Dann nochmals in einer Apotheke. Er zeigt mir das Hotel zu Fuss. Da war ich schon, habe es aber nicht gesehen. Leider ist es voll. Sie schicken mich zum andern Hotel des LP. Jetzt merke ich, dass das Problem nicht an der Elektronik lag, sondern an mir. Ich habe den Motor abgestellt und nicht mehr daran gedacht. So hat die Elektronik den Motor abgestellt, weil ich nicht quittiert habe! Das Hotel Alvand ist bei der grossen Kreuzung. 150‘000 IRR (7.50 CHF) für ein einfaches Zimmer, WC und Dusche im Gang. Wenigstens mit Waschbecken und nicht auf die Strasse. Es ist heiss und es hat nur einen Deckenventilator. Ich mache "Büro", nachdem ich das Auto parkiert habe (20‘000 IRR). Es ist inzwischen 17h. Ich hole im Laden nebenan ein kaltes Bier ohne Alkohol (28‘000 IRR = 1.40 CHF). Um 20h erkunde ich den Ort. Es hat sehr viel Verkehr um diese Zeit. Es gibt Unterschiede zur Türkei. Die Frauen sind viel eleganter gekleidet, immer mit Kopftuch und sehen einem in die Augen. Kein Tee auf der Strasse. Ich werde überall gegrüsst, einmal sogar mit Handschlag "Welcome to Iran". Ich finde einen Basar. Es sind viele Leute unterwegs. Auf dem Rückweg ein Soft-Ice. Gegen 21h bin ich im Hotel. Da esse ich Kebap-Spiess & Reis & Salat. Nicht schlecht. Dazu viel Wasser, nachher noch einen ganzen Krug Tee. Noch ein wenig den Leuten auf der Strasse zuschauen, dann ins warme Zimmer. "Büro" usw. bis 23.30h. Mein erster Tag im Iran!