Tagebuch

Datum 01.10.2012

Di 28.8
Aufstehen um 7h, packen. Frühstück ausser Haus in einem kleinen Teehaus. Da sitzt an auf einer Bank der Wand entlang und hat einen kleinen Tisch vor sich. Ein Kunde hilft mir beim Bestellen des Frühstücks. Es gibt Spiegelei, Käse, Joghurt mit Honig, Fladenbrot und Tee. Schmeckt sehr gut. Zurück im Hotel fertig packen. Um 9.15h fahre ich los. Die Gegend ist sehr trocken. Ebenen von Bergen umrahmt. Die Strasse ist 2-spurig aber gut. Es ist leicht bewölkt, angenehm zum Fahren. Meistens sieht man sehr weit, 20-50km weit. Es hat fast keine Orte entlang der Strasse. Es geht hinunter bis 900müM bei Qarah Ayaq. Da bin ich um 10h. Dann sanft bergauf bis 1740müM. Um 10.30h bin ich bei Quaraziadin. Ein grünes Tal auf 1100müM. Von da geht es hinunter auf eine grosse Ebene. Da mache ich einen kurzen Halt. Es ist 11h und ich bin bereits 100km weit gefahren. 10 Min. später im grossen Kreisel in Ivughli, werde ich von der Polizei angehalten. Er ist sehr freundlich und will nur mal hinten rein schauen! Er verabschiedet sich mit "Welcome to Iran". So richtig wohl ist es einem dabei nicht, denn überall stehen Polizisten mit MPs. Der nächste grössere Ort ist Koshksaray. Dann folgt Marand. Vor dem Pass (1800müM) werde ich nochmals angehalten. Diesmal will man auch meinen Pass sehen. Damit machen sie gleich Schulung im Visum-Lesen. Den 5 Leuten wird erklärt, was wo steht im Visum. Amüsant, wenn da nicht die MPs wären. Ich werde freundlich verabschiedet mit Handschlag und "Welcome…". Jetzt sind es noch etwa 60km bis Tabriz. Es hat jetzt mehr Verkehr. Um 13h bin ich am Stadtrand von Tabriz auf knapp 1400müM. Zum Glück ist die Karte (OSM = Open Street Map) wieder detaillierter. Das Navi führt mich direkt zum Hotel, das ich selber programmiert habe. Nur ein kleiner Fehler, es führt mich über eine Taxi-Spur, aber das stört niemanden. Ein Polizist fragt mich etwas, ich sage nur "Tourist", das reicht. Das Hotel Sina ist gut und hat einen Parkplatz (72‘000 IRR = 36 CHF). Es ist 13.30h, ich richte mich ein. Um 15h mache ich mich auf den Weg zur Touristen-Information beim Basar. Sie ist noch bis 16h geschlossen. So besuche ich den Basar, ich habe nicht das Gefühl, dass er gross ist. Dann noch die Fussgängerzone in der Nähe. In einem Warenhaus trinke ich etwas. Ich werde immer wieder angesprochen und "Welcome…". Kurz vor 16h bin ich bei der Information. Ein junger Franzose gesellt sich zu mir. Dann kommt Nasser Khan, der in allen Reiseführern gelobt wird. Im Büro gibt es ein Sofa. Wir setzen uns. Er kocht Tee und will von uns wissen was wir vorhaben. Er wechselt von Englisch auf Deutsch, auf Französisch und zurück. Er erzählt viel. Er rügt mich, dass ich 200 EUR zu einem so schlechten (offiziellen) Kurs gewechselt habe. Er telefoniert kurz um die aktuellen Kurse auf dem zweiten Markt (nicht Schwarzmarkt!) zu erfahren. Jetzt verstehe ich vieles. 1 CHF =  1 USD = 12‘800 IRR (offiziell) = 21‘000 IRR (2.Markt), oder 1 EUR = 15‘000 IRR (offiziell) = 27‘000 IRR (2.Markt). Das sind 50% Unterschied! Wie vereinbaren, dass ich meine CHF hole und gleich die Carnet de Passage für die Versicherung mitbringe. Ich gehe zurück ins Hotel, baue die CHF aus dem Auto aus und gehe zurück. Wir kopieren die Carnet für die Versicherung. Nachher kommt er mit mir in den Basar In einem Lokal wechseln wir das Geld. Ich bekomme für meine 3000 CHF 63‘000‘000 IRR. Alles 3 Mal gezählt. Nachher verabreden wir uns für morgen um 9h an der Rezeption im Hotel, um die Autoversicherung abzuschliessen. Er hat mich um ein kleines Geschenk aus der Schweiz für seine Tochter gebeten. Sie hat am Freitag Geburtstag. Ich finde nur Tomatensuppe, die Schokoladen sind alle nicht mehr brauchbar. Er freut sich trotzdem, seine Tochter hoffentlich auch. Auf dem Rückweg ein Soft-Ice. Im Hotel verpacke ich das Geld und verbaue es wieder im Auto. Nachher gehe ich zum Nachtessen in ein Restaurant in der Nähe. Fleisch-Spiess & Reis & Salat. Zurück im Hotel in der Lobby Email schreiben und versuchen Bea zu erreichen. Ich schlafe gut bei offenem Fenster.

Mi 29.8
Nach 7h aufstehen, dann Frühstück. Spiegelei & Fladenbrot & Tee. Nicht sehr viel. Ich frage nach einem 1er-Zimmer oder Rabatt wenn ich länger bleibe, erfolglos. Pünktlich um 9h erscheint Nasser, auch er hat keinen Erfolg mit Rabatt oder so. Der Besitzer mein grinsend, ich hätte schon Rabatt, ich brauche 2 Parkplätze! Wir fahren mit dem Taxi zur Versicherung. Da läuft alles wie am Schnürchen. Die Versicherung kostet für 70 Tage, 70 CHF. Ich bekomme ein Kärtchen mit 4 Coupons. Bei einem Unfall kommt die Polizei auf jeden Fall. Sie entscheidet wer schuld ist und schätzt den Schaden. Dem Schuldigen wir ein Coupon abgetrennt. Den bekommt der Unschuldige und einen Beleg über die Schadenshöhe. Mit den beiden Papieren kann man zur nächsten Bank gehen und bekommt das Geld! Wir gehen noch in sein Büro zum Tee, dann nach 10h in den Basar. Ich habe gestern nur eine Karawanserei gesehen und es gibt 24 davon! Total 1.5km Basar, soll der grösste überdeckte Basar der Welt sein. Nicht für Touristen wie in Istanbul. Irgendwo setze ich mich für einen Tee. Den bekomme ich auch ohne Worte. Gegenüber sitzen junge Leute und rauchen Wasserpfeife. Ihr Kollege sitzt neben mir. Sie amüsieren sich, sagen aber nichts zu mir. Erst als ich bezahlen will, heisst es "Nein, nein, du bist eingeladen“. Erst jetzt reden sie mit mir und "Welcome…". Ich mache mich auf den Weg zur "Blauen Moschee". Quer durch die Quartiere. Kaum halte ich an um mich zu orientieren, steht jemand da und will helfen. Das geht meistens gut. Nur bei der Moschee selbst klappt es nicht. Weil man von der Strasse her den typischen Eingang nicht sieht, frage ich nach. Der will mich irgendwo hin schicken, weil er meine Frage nicht versteht. Ich komme zum Schluss, dass es hier sein muss. Gehe um den Bau herum und da ist der Eingang! Die Moschee ist ganz einfach aber schön. Sie wurde mehrmals durch Erdbeben zerstört. Gegen 13h mache ich mich auf den Heimweg. Sehe noch das Rathaus und die noch nicht fertige Arg-e-Alishah Moschee. Unterwegs ein Soft-Ice als Mittagessen. Im Hotel telefoniere ich mit Muetti & Papi, sie gratulieren mir zum heutigen Geburtstag. Dann noch mit Elena, Bea ist nicht zu Hause, nur René der auf Besuch ist. Dann "Büro", Bilder und Papiere ordnen usw. Dann Bilder aussuchen für meine Internetseite. Um 20h zum Nachtessen ins "Modern Tabriz Restaurant". Ich bin zuerst der einzige Gast. Bestelle Fleisch mit Stangen-Sellerie, dazu ein "Bär ohne Alkohol". Bear anstatt Beer im Menu. Sie haben Panaché, alles schmeckt gut. Zum Dessert bestelle ich "Shallot Yogurt", es soll süss sein. Ist es dann aber nicht. Wie befürchtet ist es Joghurt mit gehackten Schalotten(Zwiebeln). Ein wunderbarer Abschluss meines Geburtstags-Essens. Das erste seit 44 Jahren ohne Alkohol! Im Hotel telefoniere ich mit Bea (1h) und Stefan (½h). Um 23.30h bin ich im Bett.

Do 30.8
Aufstehen 9h, Frühstück. Da ich ein Doppelzimmer bezahle, bestelle ich ein Frühstück mit Spiegelei und eines mit Käse. Wird anstandslos geliefert einfach nur mit einem Tee. Im Zimmer "Büro", dabei weiche ich meine Füsse in warmem Seifenwasser auf, da ich seit Monaten nicht mehr gebadet habe. Dann schruppe ich die Hornhaut weg. Während mein Zimmer gereinigt wird, gehe ich in die Lobby und schreibe verschiedene Emails. Die Offerte für den Transport nach Indien habe ich bekommen. Der offerierte Container soll hoch genug sein, sodass ich die Höhe meines Autos nicht reduzieren muss. Ich frage zur Sicherheit nochmals nach, da nach meinen Informationen ein HQ-Container nur 2.70m hoch ist. Zurück im Zimmer, weiter mit "Büro" und Internetseite. Um 16h mache ich Pause und gehe in den Park gegenüber dem Hotel. Der wird zum Teil umgebaut. An einem Kiosk kaufe ich einen süssen Weggen und etwas ähnliches wir Fanta. Ich setze mich auf eine Bank. Drei junge Maschinen Ingenieure laden mich ein, mich zu ihnen zu setzen. Sie haben keine Stelle und wollen viel von mir wissen und geben mir Tipps. Sie raten davon ab über Ahar zu reisen. Nach 1h zurück im Hotel überprüfe ich meine Route. Sie führt nicht über Ahar. Ich programmiere gleich die Hotels von Ardabil. Dann mache ich weiter mit dem elektronischen Tagebuch. Um 19h bin ich fertig. Ich starte mit der neuen Internetseite. Zuerst die Bilder einfügen, es sind über 500! Um 21h gehe ich zum Nachtessen im Hotel. Ich bestelle Poulet-Kebap mit Reis und Suppe. Ich zeige auf den Nachbar-Tisch und frage "Joghurt?". Er bringt mir eine kleine Dose, die habe ich auf dem Tisch gar nicht gesehen. Darin ist genau das Joghurt, das ich gestern zum Dessert hatte! Passt heute aber gut zum Reis. Ein neuer Versuch, sie haben grosse weisse Becher zum Trinken, "Joghurt?". Sie bringen mir das gewünschte. Der erste Schluck schmeckt scheusslich, nachher geht es einigermassen. Werde ich nie mehr bestellen. Nachher Email lesen. Der Agent in Teheran meint, dass nach seiner Meinung mein Auto nicht in den HQ-Container passt. Na Bravo! Worüber haben wir den die ganze Zeit geschrieben? Auch der indische Agent hat ihn mehrmals auf die Höhe von 2.85m hingewiesen. So bleibt mir wohl nichts anderes übrig als umzubauen. Gegen 24h bin ich im Bett. Ich muss noch die Lüftung verstopfen, die läuft heute mit Vollgas.

Fr 31.8
9h aufstehen und Frühstück. Nachher Route planen nach Ardabil usw. Dann Internetseite mit den Ortsnamen ergänzen. Um 12.30 gehe ich zum Freitags-Gebet in die Arg-e-Alishah Moschee. Die Stadt ist wie ausgestorben, fast keine Läden offen und sehr wenig Verkehr. Die Moschee ist riesig, aber noch nicht fertig. Am Eingang steht überall Militär herum, es hat Bilder von Luftabwehr-Waffen und ein Militärzelt, da kann man den Blutdruck messen lassen. Es gibt eine Zutritts-Kontrolle. Meine Kamera darf nicht hinein. Schon steht ein hilfsbereiter Herr da. Er nimmt mich am Arm und führt mich zu einem Pult. Da gebe ich meine Kamera gegen eine Nummer ab. Er nimmt mich mit in die Moschee. Wir setzen uns relativ weit vorne auf den Boden. Ein Luftabwehr-General hält eine Rede. Darum die Bilder usw. Nachher folgt ein alter Mann mit Turban und weissem Bart, ein Iman? Aber auch er redet nicht über den Koran. Nach ½h habe ich genug gesehen. Mein Begleiter bringt mich nach draussen und verabschiedet sich. Ich gehe zurück ins Hotel, nicht ohne mein Soft-Ice. Ich lege mich ein wenig in. Um 15h der Endspurt. Um 20h sind alle Kommentare eingefügt. Ich gehe in die Lobby um die Daten auf den Server zu laden und die Emails zu verschicken. Um 21h ist alles erledigt. Ich gehe zum Nachtessen. Das Poulet vom Grill ist sehr trocken, dafür ist der Reis gut. Dazu Suppe & Salat & Panaché. Zurück im Hotel rufe ich Barbara an. Sie hat Geburtstag und fällt fast vom Stuhl als sie mich hört. Nachher erreiche ich Bea. Sie hat die Post vom Reisebüro noch nicht geöffnet. Um 1h bin ich im Bett.

Sa 1.9
8h aufstehen und packen. Nachher Frühstück und fertig packen. Noch Autoscheiben waschen und bezahlen (3‘010‘000 IRR). Um 10.50h fahre ich los. Es hat viel Verkehr. Nach etwa ½h bin ich ausserhalb Tabriz. Nach 1h halte ich zum Tanken. 130‘000 IRR für 34 Liter, d.h. 19 Rp/Liter! Auf der Tanksäule steht zwar 51‘000 IRR, aber das sei weil ich keine Rationierungs-Karte habe erklärt mir ein alter Mann auf Deutsch. Er hat dem Nummernschild nach erkannt, dass ich aus der Schweiz komme. Meine Karte kennt die neue Autobahn-Strecke noch nicht, so fahre ich auf der alten Hauptstrasse. Ziemlich rumplig. Nach etwa 40km bin ich auf 2100müM. Dann geht es wieder hinunter auf 1600-1700müM. Es ist ziemlich flach mit Hügeln. Z.T. hat es riesige Felder, die aber jetzt abgeerntet sind. Um 13.30h bin ich in Sarab. Kurz vorher werde ich wieder einmal angehalten. Er wundert sich, dass ich keinen Iranischen Pass habe! Die Moschee/Kathedrale finde ich nicht, so fahre ich weiter. Gegen 14h bin ich wieder auf einem Pass (2050müM) im stockdicken Nebel. Es ist kalt, ich heize. Nach der Passhöhe halte ich neben einigen anderen Autos an. Hole mein Jack und schon werde ich zu Tee und Schokolade eingeladen! Nach ¼h fahre ich weiter. Es wird wieder heller. Nach Nir wird die Strasse 4-spurig. Um 15.15h bin ich in Ardabil (1350müM) und finde das Hotel Sabalan auf Anhieb (82‘000 IRR).  Es passt mir. Um 17h gehe ich zum Sheikh Safi-od-Din Mausoleum. Ich gehe rund herum, bis ich den Eingang finde. Es lohnt sich (5000 IRR). Es ist innen wundervoll verziert. Es hat viele Leute, weil eine Führung ist. Darunter hat es viele junge Frauen. Nach einer Stunde gehe ich wieder. Es ist inzwischen bewölkt und kühl bei zügigem Wind. Ich kaufe Honig-Plätzli und ein Soft-Ice. Dann gehe ich zum Auto, um mich wärmer anzuziehen. Zurück im Hotel "Büro“. Nachher gehe ich in die Lobby um das Internet zu nutzen. Er will 30‘000 IRR/h. Aber schlussendlich muss ich nichts bezahlen. Elena hat einige Fehler gefunden. Ich korrigiere sie. Sie meldet noch einen Fehler. Ich rufe sie an. Sie findet mein Tagebuch nicht sehr euphorisch! Nachher korrigiere ich auch noch diesen Fehler und gehe dann zum Nachtessen im Hotel. Suppe aus der Schüssel & Salat & Hackfleisch-Spiess. Nach dem Essen nochmals ins Internet, Hotel suchen, ziemlich schwierig. Um 23h bin ich im Bett

So 2.9
Aufstehen um 9h, dann Frühstück. Das Buffet ist mager, dafür gibt es Wurst. Alborz, der Herr der mich gestern angesprochen hat, setzt sich zu mir zum Frühstück. Er hat ein eigenes Übersetzungsbüro in Teheran. Ich bleibe noch eine Nacht länger. Das Wetter ist grau in grau. Gut für das "Büro". Um 15.30h gehe ich zum Fluss, die Pol-e-Ebrahimabad Brücke anschauen. Es ist kalt, 16C° und windig! Dann gehe ich zum Basar. Der ist interessant und gedeckt, da ist es warm. Auf dem Heimweg einen "Schnägg" sehr gut. Im Hotel bin ich um 16h. Noch fertig "Büro", dann Bea anrufen. Sie hat zwar die Rechnung, aber keine Einladung für das Visum. Ich sage Ihr, dass sie eine Woche früher kommen könnte, weil ich Vorsprung auf die Marschtabelle habe. Sie klärt das ab. Nach 20h zum Nachtessen. Zwei Geschäftsleute helfen mir beim Bestellen und bieten mir einen Platz an ihrem Tisch an. Der "Bulgarian Kebap" ist sehr gut, eine Spezialität des Hauses. Dazu Suppe und sehr gute Salat vom Buffet. Die Herren verabschieden sich, sie müssen noch auf den Flug nach Teheran. Die Kellner wollen mich überfüttern. Es ist zwar teuer (240‘000) aber gut. Es ist kalt ~10C° und windig. Ich gehe direkt zurück ins Hotel. Eine warme Dusche, Musik hören und dann schlafen.

Mo 3.9
8.30h aufstehen und Frühstück. Dann packen. Um 10.30h fahre ich los. Es hat viel Verkehr, vor allem Taxis. Nach 20 Minuten habe ich es geschafft, ich bin aus der Stadt. Die Strasse ist meist 4-spurig, aber oft ziemlich rumplig. Es ist grau und kühl, es nieselt leicht. Es geht fast eben aus. Ich werde wieder einmal angehalten, Asarbeijan? Nein ! Ok weiterfahren. Nach knapp 40km ich den Scheiteltunnel auf 1500müM in der Nähe von Namin. Schon vorher hat es Nebel. Nachher ist er stockdick. Der Verkehr stockt. 1. Wegen des Nebels, 2. Wegen den iranischen Touristen, die endlich Wald sehen wollen, 3. wegen den schweren Lastwagen, die mit 5km/h bergab schleichen. Im dichten Nebel sieht man der Strasse entlang überall Verkaufsstände. Am Strassenrand stehen Leute und verkaufen ich glaube Trauben becherweise. Irgendwo taucht sogar eine Gondelbahn aus dem Nebel auf. Sobald sich der Nebel lichtet, halten viele an, um den Wald oder einen Bach zu bewundern. Es geht mühsam voran, jetzt vor allem wegen den Lastwagen. Während etwa 15km fahren wir einen hohen Zaun entlang. Ich wundere mich, bis ich merke, dass es die Grenze zu Asarbaijan ist. Am Strassenrand stehen 2 Soldaten, sie machen ein Zeichen. Ich nehme an, sie wollen mich kontrollieren und halte an. Sie machen aber nur Autostopp. Ich nehme sie mit. Sie wollen Ry Cooder lauter hören, meinen Super-Musik. Sie wollen auch nach Astara. Da steigt einer aus, dafür kommt ein anderer mit. Sie lotsen mich zu einem der Hotels, die ich programmiert habe. Da reden sie kurz mit dem Hotelier und verabschieden sich dann. Das Hotel passt mir nicht, so fahre ich weiter. Im Zentrum stelle ich das Auto im Kreisel ab und such das Hotel Belal zu Fuss. Ich finde es nach einigem Fragen dann auch. Ich bleibe (470‘000), muss nur noch mein Auto holen. Es ist inzwischen 13.30h. Ich richte mich ein. Nachher gehe ich in den Park gegenüber dem Hotel und trinke einen Krug Tee. Es hat viele Familien hier. Die Picknicken am Boden auf mitgebrachten Teppichen. Um 15.30h erkunde ich den Ort. Er liegt auf -25müM. Zuerst durch die Strassen. Da ist nichts los. Die meisten Geschäfte sind geschlossen um diese Zeit. In einer Bäckerei kaufe ich "Madeleines". Dann gehe ich zum Meer. Eine grausige braune Brühe. Sogar die Schaumkronen sind braun! Es gibt eine Art Promenade auf einem Damm. Da hat es ziemlich viele Leute, die das Meer "geniessen" und Picknicken. Einige ganz verwegene stehen sogar im Wasser. Nach ½h gehe ich zurück. Hoffentlich ist das Kaspische Meer nicht überall so. Ich finde 3 Moscheen und einen kleinen Basar. Nach 17h bin ich im Hotel. Finde eine Internet-Verbindung im Zimmer. So kann ich meine weitere Route planen. Ich frage auch noch den Hotelier nach Hotels unterwegs. Er gibt mir 2 an. Schreibe noch Emails und mache eine Zahlung. Dann rufe ich noch Bea an. Für das Umbuchen müsse sie etwas bezahlen. Wir werden uns den Mehrpreis bis 300 CHF teilen. Sie wird im Reisebüro anrufen. Ich gehe zum Nachtessen. Mit Hilfe einer jungen Dame bestelle ich eine Spezialität. Es ist ein ganzes Poulet, viel zu viel! Der Kellner ist Student und hilft hier nur in den Ferien. Er setzt sich zu mir und will reden. Er kann aber nur wenig Englisch. Zurück im Hotel telefoniere ich noch lange mit Bea (45Min). Um 24h schlafe ich.

Di 4.9
8.30h aufstehen, dann Frühstück und packen. Um 11.15h fahre ich los. Die Berge sind wolkenverhangen, aber es bleibt trocken und grau in grau. Ab Lavandevil gibt es viele Reisfelder. Die sind aber meist schon abgeerntet und sehen nicht schön aus. Überall hat es Kühe auf der Strasse. Einmal muss ich heftig bremsen, weil der Fahrer der mich überholt einer Kuh ausweichen muss und mich abdrängt. Er entschuldigt sich wenigstens. Nach ½h tanke ich. Dabei haut es mich auf dem öligen Boden voll hin. Hände voll Öl und Hosen dreckig. Es kostet wieder sehr wenig (120‘000 für 34 Liter = 18 Rp/Liter), dafür muss man alles selber machen. Wenigstens bekomme ich Abwaschmittel um die Hände zu waschen. Ausser Kühen und Felder und Wälder an den Berghängen gibt es nicht viel zu sehen. Gegen 13h bin ich in Talesh/Hashpar. Eines der Hotels sehe ich, aber es liegt weit ausserhalb an der Hauptstrasse. Das 2.Hotel finde ich nicht, dafür einen Verkehrsstau. Brauche für 4km 15 Minuten. Ich fahre weiter. Asalem umfahre ich auf dem Bypass. Nach Prehsar fahre ich zwischen Meer und der Anzali-Lagune nach Bandar Anzali. Ich schaue mir ein Hotel etwa 5km vor Anzali an. Es kostet viel (140‘000) und Meersicht wäre nur für eine Nacht frei. Ich fahre weiter. Das Hotel Kadoosan finde ich auf Anhieb, dank den Wegmarken die ich gesetzt habe, da auf der OSM-Karte da keine Strassen gibt. Es kostet 1‘050‘000 mit Meersicht. Das Zimmer ist gross und hat WLAN. Es ist jetzt 15h. Da das Wetter immer noch kühl und grau ist, bleibe ich im Zimmer und mache allerlei, nur nicht rausgehen. Um 20h gehe ich zum Nachtessen. Es hat ein Buffet (150‘000 = 7.50 CHF). Zum 1.Mal kein Reis und Kebap! Es hat Maisplätzchen oder so was ähnliches und Eintopf mit Fleisch und Salat mit Sauce! Es gäbe auch noch Poulet & Kebap, das lasse ich aber links liegen. Auch Mineralwasser ist im Preis inbegriffen. Nach dem Essen telefoniere ich mit Stefan (¾h). In meiner Wohnung gibt es Lampen-Probleme. Dann mit Muetti (¼h). Zum Schluss mit Bea (1h). Die wollen 800 CHF fürs umbuchen. Das sei das Büro in Teheran, sagt man ihr. Die wollen sogar 50% des Hotelpreises für das Umbuchen, dabei ist das sicher gratis, so lange im Voraus. Ich habe eine Offerte für 110 USD für das gleiche Hotel, die wollen 500 CHF für 3 Tage und dann noch das! Unter diesen Umständen verzichten wir auf das Vorverschieben. Bea muss jetzt Dampf machen, damit sie wenigstens das Einladungs-Schreiben fürs Visum noch diese Woche bekommt. Den Antrag soll sie vom Reisebüro auf dem Computer ausfüllen lassen, nicht dass er noch wegen Unleserlichkeit retourniert wird. Sie findet alles nicht lustig, ich auch nicht. Um 24h bin ich im Bett.

Mi 5.9
Aufstehen um 8.30h, Frühstück. Das Buffet ist mager, aber es gibt warmes Essen. Ich glaube es ist Käse mit Tomaten und Eier vermischt. Schmeckt nicht schlecht. Ich verlängere meinen Aufenthalt um 2 Nächte. Nachher "Büro" usw. Es ist jetzt tatsächlich schönes Wetter. Sieht alles viel schöner aus, sogar das Meer, das 10m vor meinem Zimmer liegt. Um 11.45h mache ich mich auf den Weg. Beim Park in der Nähe des Hotels, hat es einen öffentlichen Strand. Es hat ziemlich viele Leute. Das Wasser ist ziemlich klar, nicht so braun wie es gestern noch ausgesehen hat. Viel gehen baden. Ich gehe dem Strand entlang bis zur Hafenmauer. Der Hafen soll der grösste iranisch am Kaspischen Meer sein. Es ist aber nicht viel los. Dem Ufer entlang führt eine Fussgänger-Promenade, schön angelegt. Im hinteren Teil gibt es kleine "Beizli". In einem davon trinke ich ein Panaché mit Pfirsich statt Zitrone, w eil das mit Zitrone nicht kalt ist. Sofort kommt es zum Gespräch mit Gästen und Personal. Die einen sind Seeleute. Zum Abschluss ein Foto. Ich gehe weiter bis zur Anzali-Brücke. Dort schaue ich für ein Boot in die Lagune. Es hat viele Leute, meistens Familien, keine Einzelpersonen um ein Boot zu teilen. Mahmed ein Bootsführer lädt mich zum Tee ein. Er mein zwischen 17h und 18h sei es am schönsten, nicht mehr heiss und schönes Licht. Nach dem 3.Tee mache ich mich auf den Rückweg. Zuerst zum Markt bei der Brücke und dann durch die Hauptgeschäftsstrasse Motahari. Unterwegs ein teures (10‘000) Soft-Ice. Er meint das sei eine Doppelportion. Sie ist schon gross, aber trotzdem. Im Hotel Emails usw. Gegen 17h mache ich mich auf den Weg zum Hafen. Mahmed freut sich, und ich muss wieder Tee trinken. Es hat keine Einzelpersonen, so muss ich das ganze Boot alleine mieten, mit 550‘000 IRR ziemlich teuer. Ich bezahle an seinen Boss. Der erzählt, dass er 2 Frauen hat. Vorauf ich ihm sage, dass es darum so teuer sei! Riesengelächter in der Bootsvermietung. Um 17.30h fahren wir los. Ein Mitarbeiter kommt noch mit, damit ich mich nicht so alleine fühle. Mahmed ist ein kleiner Nikki Lauda. Er fährt mit seinem 200PS Boot fast immer Vollgas. Das machen die vielen anderen Boote die unterwegs sind auch, aber die haben nur 75PS! Die Lagune ist etwa 15km lang und 2-3km breit. Es hat hohes Schilf und da wo wir hinfahren riesige Felder mit Lotusblumen. Leider blühen um diese Zeit nur wenige. Wir halten mitten drin. Die Kerne der verblühten Lotusblume kann man essen, sie zeigen mir wie. Ich nehme eine verblühte Blume mit, werde sie trocknen lassen. Auf dem Rückweg besuchen wir noch schnell seinen Wohnort auf einer Insel nahe der Stadt. Dann noch zum Hafen. Da hat es ziemlich Wellen. Es schlägt einem bei seinem Tempo noch mehr herum. Aber er hat sein Boot schon gut im Griff. Zurück am Steg, natürlich nochmals Tee. Der Rückweg via Promenade und Strand. Im Hotel schnappe ich mir ein Panaché, das ich mir am Mittag gekauft habe und Crackers und gehe zum "Hotel-Strand". Das ist aber nur ein Steinhaufen. Mein 1.Fast-Apero mit Fast-Sonnenuntergang. Fast, weil die Sonne hinter den Wolken verschwindet und das Bier keinen Alkohol hat. Um 20.30h Nachtessen. Wieder sehr gut. Gemüse-Püree mit viel Knoblauch & Rindsvoressen & Reis & Salat mit Sauce. Nach dem Essen kann ich die gute iranische Musik die immer während des Essens läuft auf meinen USB-Stick kopieren. Nachher telefoniere ich mit Elena & Bea. Die vom Reisebüro garantieren, dass es klappt mit dem Visum usw. für den 22.September. Um 23.30h bin ich im Bett.

Do 6.9
8.30h aufstehen, Frühstück. Heute gibt es etwas wie Weisse Bohnen. Es hat auch Eier. Währendem reinigen sie mein Zimmer. Nachher "Büro". Nader hat mir seine Hotelliste geschickt, ich versuche sie zu finden. Mit Erfolg, 2 von ihnen sind auch im Reise Knowhow. Das Wetter soll bis Di gut bleiben. So plane ich für morgen nach Masuleh in die Berge zu fahren. Ich plane noch meine weitere Route bis Teheran und von Shiraz bis Bandar Abbas, suche Hotels usw. Der Himmel ist bedeckt, so habe ich keine Eile. Um 16h gehe ich zum Park. Da trinke ich ein Panaché und schaue dem Treiben zu. Weil er kein Rückgeld hat, bekomme ich noch einen Tee. Nach einer Weile setzte ich mich an den Strand und schaue den Leuten beim Baden zu. Um 18h gehe ich zurück. Zum Nachtessen gehe ich um 20.30h. Es regnet in Strömen. Mohtadi ein Fotograf macht Bilder vom Buffet. Wir müssen warten bis er fertig ist. Nachher fragt er mich ob er sich zu mir setzen darf zum Essen. Er will wissen wie ich dieses Hotel gefunden habe usw. Wir einigen uns, dass er den Reiseführer Reise Knowhow fotografieren darf und ich dafür eines seiner Bilder vom Buffet bekomme. Seine Freunde aus Teheran kommen. Ich sage ihm, er könne sich ruhig zu ihnen setzen. Als ich ins Zimmer gehe, kommt er mit und macht Fotos vom Reiseführer und von mir mit Reiseführer. Ich zeige ihm auch ein Bild von GoogleMaps, worauf das Hotel eingezeichnet ist. Das schicke ich ihm per Email. So hat er meine Adresse und kann mir die Bilder schicken, hoffentlich. Nachher telefoniere ich noch mit Eva (1h), sie ist hoch erfreut mich zu hören. Um 23.30h ins Bett.

Fr 7.9
Aufstehen 8.30h. Frühstück heute mit Rührei mit Wurst und Linsen. Dann packen. Noch Autoscheiben reinigen und Check-Out. Ich bekomme ein Bild mit persischen Zeichen, keine Ahnung was sie bedeuten. Um 11.15h fahre ich los Richtung Rasht. Gegen 12h bin ich bei Rasht. Das umfahre ich. Es hat viel Verkehr. Weiter nach Fuman. Es hat jetzt weniger Verkehr. Das ändert sich schlagartig in Fuman. Ein Riesenpuff. Ich bin jetzt seit 70km und 1½h unterwegs. Jetzt geht es in die Berge. Alles dem Fluss entlang. Da heute Sonntag (Freitag) ist, sind sehr viele am Picknicken am Fluss. Zeitweise stockt darum der Verkehr. Um 12.30h fahre ich in den Stau von Masuleh. Man muss 5000 bezahlen um ins Dorf zu fahren. Für den letzten km brauche ich ¼h. Masuleh liegt auf 1000müM. Die letzten 150m muss ich zu Fuss gehen. Das Hotel Mehran (400‘000) ist sehr einfach, aber super gelegen. Ich habe ein 3-Bett Zimmer mit Küche. Das Bett ist hart und die Leintücher, na ja. Ich werde am Abend meinen dünnen Schlafsack und mein Kissen holen. Zum Hotel gehört ein Restaurant, ich esse etwas. Willkommen zurück im Kebap-Land. Gegen 15h erkunde ich das Dorf. Es ist schön, diese verschachtelten übereinander gebauten braunen Steinhäuser. Das Dach des Unteren ist der Zugang des Oberen, so steil ist es hier. Es UNESCO Weltkultur Erbe. Aber sie sind voll auf Touristen eingestellt. Fast in jedem Haus ein Laden oder Restaurant. Weiter oben wird es ruhiger, es geht ja auch steil bergauf. Da werde ich wieder einmal zum Tee eingeladen. Die Frauen stricken Socken und Puppen, die hier überall verkauft werden. Ich kaufe nichts, kein Problem. Die alte Dame will sich leider nicht fotografieren lassen. Zurück im touristischen Teil mache ich Bilder von Leuten, die sich im "Photoshop" Trachten ausleihen und sich dann fotografieren lassen. Es sind ganze Familien die das hier aus Spass machen. Um 17h bin ich zurück. Einen Tee bekomme ich zwar nicht im Restaurant, aber ein Gespräch mit dem Sohn des Besitzers. Es nieselt und der Nebel kommt immer näher. Ich gehe ins Zimmer, "Büro". Es ist kühl, ich habe mich schon bei der Ankunft in lange Hosen und Schuhe gestürzt. Apero auf meinem Balkon in die Jacke gehüllt!  Nach 20h ins Restaurant. Alex 2 empfiehlt mir eine lokale Spezialität. Hackfleisch vom Schaf & Zwiebeln & Eier & …. Schmeckt sehr gut. Alex 1 der Bruder von Alex 2 setzt sich zu uns. Er hat mir bei der Ankunft den Weg zum Hotel gezeigt. Ein Tourist aus Südkorea gesellt sich zu uns. Wir reden viel. Alex 1 kommt mit uns zum Basar. Er ist hier zuständig für Elektrisch, Gas & Wasser. Alle kennen ihn. Der Südkoreaner geht schlafen. Ich schlendere noch mit Alex 1 durch die "Gassen". Um 22.30h sind wir zurück. Ich gebe ihm noch meine Email, dann gehe ich schlafen.

Sa 8.9
Nach 8h aufstehen und packen. Das Restaurant ist noch nicht offen. So gehe ich zur nahen Bäckerei. Da muss ich 20 Min. anstehen, dafür bekomme ich ein wirklich offenfrisches Brot (½ für 3000). So heiss, dass man es kaum halten kann. Auf dem Balkon esse ich es dann, dazu Wasser! Dann fertig packen. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst wenden ohne Platz. Es hat wenig Verkehr, aber die Strasse ist schlecht. Nach 50 Min. bin ich in Fuman. Wieder das übliche Chaos. Ich habe beschlossen die Burg Rudkhan anzuschauen. Den Weg dahin kennt das Navi. Da gäbe es eine direkte Strasse, aber die kennt das Navi nicht, und ich weiss erst später davon. So fahre ich eben einen Umweg. Nach 72km bin ich um 12.20h auf dem grossen Parkplatz auf 300müM. Ich packe meine Jacke und Wasser in den Rucksack und mache mich auf den Weg. Am Anfang hat es noch viele Verkaufsstände. Der Weg ist gut, Beton mit eingelegten Steinen. Es ist neblig und feucht, keine Sonne mehr, aber sehr "schwitzig". Zuerst einem Bach entlang, dann steil bergauf, meistens mit hohen Stufen. Es hat sehr viele Leute unterwegs. Ich werde sehr oft gegrüsst und angesprochen. Die 1.Frage: Woher kommst Du? Die 2.Frage: Wie hast Du diesen Ort gefunden? Ich treffe einen einzigen Europäer aus Schweden, der ist mit iranischen Freunden da. Oben angekommen, kann ich kaum verschnaufen, bis die nächsten kommen und mit mir reden wollen. Es scheinen hier alle aus Shiraz zu kommen. Ein junger Herr und eine hübsche Dame geben mir ihre Email, ich solle mich melden wenn ich da bin. Die Burg liegt auf 700müM. Der Weg ist Luftlinie 1,6km lang mit 400m Höhendifferenz. Ich habe dafür 1h gebraucht. Dafür dass man ziemlich viel leisten muss, hat es sehr viele Leute die bis zur Burg hinauf kommen. Viele machen unterwegs Picknick, mit allem was dazu gehört, wie Teppich, Gaskocher, Essen und Trinken. Nach ½h mache ich mich auf den Rückweg. Unterwegs treffe ich eine Gruppe irakischer Masch. Ingenieure. Gegen 15h bin ich beim Auto und fahre nach Rasht. Um 16h bin ich beim Hotel Ordibehesht. Die haben nur noch ein Zimmer Ohne Bad/WC. Doch genau heute will ich eine Dusche! Ich suche noch an der Ausfallstrasse nach Teheran, find e aber kein Hotel. So fahre ich weiter nach Lahijan. Es hat jetzt viel Verkehr und ich bin müde. Um 17.20h nach weiteren 47km bin ich todmüde im Tourist Inn in Lahijan. Es ist ausgebucht! Sie schicken mich ins Hotel Fajr 4km weiter. Zuerst fahre ich vorbei und wende, das ist hier ziemlich schwierig. Beim Zurückfahren sehe ich es. Im nächsten Kreisel also wieder zurück. Es ist jetzt 17.45h. Das Zimmer ist gut. Das Hotel ist zurück versetzt von der Strasse, aber man hört sie gut. Unter die Dusche! Dann einrichten usw. Ich bin heute 177km gefahren und 2h marschiert. Ich bin jetzt todmüde. Nach 20h zum Nachtessen im Hotel. Ich bin im Restaurant der einzige Gast. Mixed Kebap & Reis. Nicht schlecht. Zurück im Zimmer telefoniere ich noch kurz mit Bea, sie muss zur Nachtwache und ich gehe schlafen.

So 9.9
Ich bin heute genau 100 Tage weg von zu Hause! 8.30h aufstehen. Das Frühstück ziemlich mager, es gibt nicht einmal das gute Brot, nur das dünne, das ich bis jetzt nur zum Mittag- oder Abendessen bekommen habe. Dafür gibt es Milch und Streichkäse! Packen und Check-Out. Um 10.20h fahre ich los. Zuerst wieder so eine halsbrecherische Wende auf einer 4-spurigen Strasse. Dann fahre ich zur Gondelbahn von Lahijan. Nach 25 Min bin ich da auf 105müM. Der Parkplatz kostet 20‘000, die Gondelbahn 110‘000 (1.00 / 5.50 CHF). Die Fahrt dauert 8 Min (L=1400m, Höhendifferenz=206m). Ein neues Gefühl, in einer CWA-Gondel über Teeplantagen anstatt Schnee zu fahren. Werde wie überall, wieder angesprochen. Ein Vater kommt mit seiner Tochter (~16), sie wolle mit mir reden! Es hat Verkaufsstände und gedeckte Picknick-Pavillons. Die werden rege benutzt. Nach einem Soft-Ice, mache ich mich nach 20 Min wieder auf den Rückweg. Um 12.30h fahre ich weiter Richtung Langarud. Beim Kassenhaus am Ausgang stellen sie die Absperrung so, dass man ganz nahe ans Haus fahren muss. Dabei hole ich ihnen einen Teil eines Ziegels vom Dach. In der Nähe von Chamkhaleh habe ich im GoogleEarth ein Strandhotel gesehen. Das finde ich nicht. In der Nähe ein anderes, die wollen 100USD für nichts Spezielles! Ich fahre weiter. Ich fahre weiter. 1km weiter finde ich das ganz neue Hotel Setareh Darya. Die wollen zuerst auch 2‘100‘000, gehen dann aber runter auf 1‘500‘000 = 75CHF im Voraus zu bezahlen. Das Zimmer ist super, mit Aussicht auf einen grossen Teich. Um 15h gehe ich an den Strand. In einem Lokal trinke ich ein Panaché und werde wieder in ein Gespräch verwickelt. Wasserpfeife rauche ich immer noch nicht. Der Bademeister und seine hübsche Schwester kommen aus dem Irak. Er bietet mir für heute Abend Wodka an, ich weiss nicht, ob ich hingehe. Nachher spaziere ich den Sandstrand entlang. Hier gibt es jetzt so eine Abtrennung im Meer, damit Frauen ungesehen schwimmen können (im Badekleid?). Aber sie ist jetzt hochgerollt. Aber die Sittenwächter der Revolutionsgarde in Uniform mit Motorrad und Funkgerät sind da. Sie passen wohl auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Die habe ich schon in Anzali gesehen. Der Strand ist km-lang. Um 16.30h bin ich zurück. Büro und später Apero auf meinem grossen Balkon. Ohne Sonnenuntergand, da Wolken und sowieso ohne Alkohol. Um 19.30h gehe ich mit meinem Notebook zur Rezeption. Da haben sie für mich ein Netzwerk-Kabel vorbereitet. Zuerst ist es das falsche, aber nachher funktioniert es. Es stellt sich heraus, dass die Dame die gut Englisch spricht, hier gar nicht angestellt ist, sondern die Tochter des Besitzers ist. Sie wohnt und arbeitet in Istanbul und ist hier auch nur in den Ferien. Ich lese meine Emails und rufe Bea an. Nur kurz, weil sie am grillieren sind im Garten. Nachher gehe ich ins Restaurant. Da niemand Englisch spricht und die Karte nur persisch ist, nehme ich sie mit zu Rezeption. Die Dame kann nur wenig Englisch, aber ein Herr kommt mir zu Hilfe. Wir haben schon ausgesucht, da kommt auch die Tochter des Besitzers. Sie will noch wissen, ob ich das wirklich will, weil es typisch iranisch ist. Sie kommt gleich mit mir ins Restaurant und bestellt für mich. Es hat inzwischen auch andere Gäste, aber ich bekomme mein Essen als erster! Es schmeckt gut, eine Art Gulasch, lange gekocht. Dazu Reis & Salat & Panaché. Es ist kalt im Restaurant. Dann kommt noch ein Alleinunterhalter und singt zu Konserven-Musik. Die Leute sind begeistert, bei mir hält sich das in Grenzen. Nach 22h bin ich im Bett.

Mo 10.9
8.30h aufstehen, Frühstück. Es gibt wieder kein gutes Brot, dafür Spiegeleier und Milch. Nachher packen und Check-Out. Ich muss noch 215‘700 für Nachtessen und Frühstück bezahlen. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst zurück nach Langarud, dann Richtung Ramsar. Ich suche eine Tankstelle mit Diesel. Nach Radsar finde ich endlich eine (182‘000 für 51l = 18 Rp/l). Ich werde wie immer bevorzugt behandelt. Kann gleich die Kolonne überholen und von der Gegenseite tanken. Mein Auto steht im Mittelpunkt des Interessens. Aber keiner getraut sich zu fragen, ausser woher ich komme. Das programmierte Resort in Chaboksar finde ich sofort, muss nur wieder wenden auf der richtungsgetrennten 4-spurigen Strasse. Es geht ein bisschen harzig, aber ich bekomme eine Wohnung für 1 Nacht, mit Wohn- und Schlafzimmer und Küche. Es ist erst 12h. Ich bin heute "nur" 53km gefahren. Ich richte mich ein, bekomme Tee, Zucker & Mineralwasser geliefert. Der Vize-Direktor persönlich kommt vorbei, ob alles in Ordnung ist. "Büro" und Hotels bis Teheran zusammensuchen, ohne Internet, das gibt es nur im Café. Um 15h gehe ich an den Strand. Ziemlich viel Abfall. Es ist bedeckt. Die grosse Attraktion sind Jet-Skis. Ich schaue eine Weile zu und gehe dann ein Stück den Strand entlang. Nach 16h gehe ich ins Café und trinke ein Panaché mit Pfirsichgeschmack. Teste das Internet mit dem Handy. Es beginnt zu regnen. Um 17h gehe ich zurück und kaufe noch Chips & Panaché. Dann wird wieder einmal elektronisches Tagebuch nachgeführt. Dazu Musik hören. Apero im Wohnzimmer. Nach 20h gehe ich zum Nachtessen. Eigentlich müsste ich mein Essen an einem Schalter bestellen, da aber alles nur in Persisch angeschrieben ist, bin ich ziemlich hilflos. Der Chef de Service kommt mit mir zu Menu-Ausgabe. Dort werden mir die verschiedenen Gerichte gezeigt. Es hat neben iranischem auch chinesisches und westliches Essen. Ich entscheide mich für gefüllte Peperoni und gefüllte Tomaten. Dazu Suppe & Salat & Panaché. Schmeckt ausgezeichnet und ich bin überhaupt nicht allein. Der Saal hat Platz für etwa 300 – 400 Personen und ist ½ voll. Nach dem Essen hole ich mein Notebook und gehe ins Café auf einen Tee und die Emails lesen. Zurück in der Wohnung wechsle ich das Bett ins Wohnzimmer. Im WC ist eine Lüftung, die ist sehr laut. Der Ventilator fürs ganze Haus ist gleich darüber, das Schlafzimmer gleich daneben. Das Zusatzbett ist auch sehr bequem und der Ventilator stört weniger. In der Nacht beginnt es zu regnen und zu stürmen. Der Ventilator ist aus und die Strasse hört man wegen des Sturmes nicht mehr.

Di 11.9
Aufstehen 8.30h. Es regnet immer noch. Im Auto den Schirm holen, dann Frühstück. Der Saal ist jetzt voll, schwierig einen Platz zu finden. Ich esse eine Linsensuppe, dann wieder gutes Brot & Butter & Streichkäse & warme Milch. Ein Iraner setzt sich zu mir an den Tisch, leider kann er nur wenig Englisch. Nachher packen und Check-Out. Das war jetzt "Club Med" auf Iranisch. Nach 10.30h fahre ich los, es regnet leicht. Um 11h bin ich eingangs Ramsar. Die letzten Meter bis zum Grand Hotel sind mühsam. Da gibt es ein rege besuchtes Museum in der ehemaligen Villa des Schahs von Persien. Es gibt keine Parkplätze, darum ist alles blockiert. Im Grand Hotel lasse ich mir 3 Zimmer zeigen. Eines im "alten" Flügel wie von den Reiseführern empfohlen (2‘060‘000), sieht zwar prächtig aus auf Distanz, ist aber sehr gebraucht. Z.T. blättert die Tapete von den Wänden. Die andern Zimmer sind nicht viel besser. Ich suche ein anderes Hotel. Das 1. ist voll, sie geben mir den Tipp fürs Neyestan Hotel. Das ist neu und hat Appartements. Ein grosses Wohnzimmer mit Leder-Polstergruppe und ein Schlafzimmer und eine Kochnische. Dusche & WC sind getrennt. Zuerst 1‘600‘000 am Schluss 1‘400‘000. Das Personal sind alles junge Leute, ausser der Chefin. Es ist erst 12.30h und ich bin nur 30km gefahren. Man weiss nie wenn es wieder regnet, ideal für "Büro". Internet in der Lobby mit viel Kontakt zu den Leuten. Um 18h versuche ich Bea erfolglos anzurufen. Telefoniere mit Muetti & Papi und Elena. Die Leute sind fasziniert, dass man über Internet telefonieren kann. Ich gebe ihnen "Skype" an. Sie wünschen, dass ich den Bildschirm im Auto verdecke, zur Sicherheit. Ich werde hier schwer umsorgt. Apero im Wohnzimmer. Nach 20h zum Nachtessen. Ich bin der einzige Gast. Ich kann in der Küche aussuchen was ich will. Ein Gemüse-Eintopf mit viel Knoblauch & Reis. Das Personal isst auch. Sie beten mich an ihren Tisch. Nachher gehen wir in die Lobby, dem Treffpunkt schlechthin. Einige Männer aus Saudi-Arabien wollen mich zum Schwimmen in einer warmen Quelle mitnehmen. Ich telefoniere mit Stefan. Es scheint zu klappen mit seinen Ferienplänen, 4 Wochen über Weihnachten zu mir nach Indien und 5-6 Wochen im Herbst 2013 nach Indonesien. Es wird viel geredet und gefragt. Alle müssen warten bis Mitternacht. Hamed (22) ein der Angestellten hat Geburtstag. Es gibt eine kitschige Torte mit Kerzen und Glace. Gegen 1h bin ich im Bett. Es regnet immer noch.

Mi 12.9
8.30h aufstehen, Frühstück. Das Restaurant ist jetzt voll. Am Buffet hat es keine grosse Auswahl, aber es gibt Spiegeleier, dazu leider wieder das dünne Brot. Zum Abschluss bekomme ich noch ein Glas Milch. Ich bin am Packen, da läutet es. Die beiden Cousins Mahyar (15) und Mohammed (15, Sohn des Apothekers wollen mir Ramsar zeigen. So ändere ich meine Pläne und bleibe noch eine Nacht. Um 10.30h ziehen wir los. Den Boulevard hoch bis fast zum Grand Hotel. Dann Richtung Zentrum. Heute ist ein Feiertag, fast alles ist geschlossen. Sie laden mich zu einem Drink ein. Es regnet leicht, so kehren wir um. In einem provisorischen Markt zum Schulanfang in 10 Tagen, kaufen sie mir gedörrte Aprikosen. Dann geht es den Boulevard hinunter bis ans Meer. Unterwegs treffen wir Mahyars Mutter. Ich will ihr die Hand zum Gruss geben. Sie klärt mich auf, dass eine Frau nie einem fremden Mann die Hand gibt. Am Strand treffen wir Mohammeds älteren Bruder. Wir essen ein "Sandwich", ziemlich fettig. Der kleine Strand ist nicht anmachend, trotzdem hat es viele Leute. Auf dem Rückweg treffen wir auch noch Mohammeds Vater (Apotheker) und seinen kleinen Bruder. Im Hotel veranstalte ich Führungen zu meinem Auto. Alle wollen es sehen. Die beiden Cousins wollen unbedingt meine Musik kopieren, die sie im Auto gehört haben. Sie kommen zu mir ins Appartement. Da es immer noch regnet, wieder "Büro". Um 17h gehe ich in die Lobby. Da ist wieder viel los. Es wird viel geredet. Mohammed zeigt mir ein Hotel in Chalus und will mich überreden, einen anderen Weg nach Teheran zu nehmen. Sie versuchen mir Persisch beizubringen. Abi (19) ein Student der hier arbeitet, fragt nach den Bildern von Ramsar. Ich kopiere sie auf den Hotel-PC und alle von da auf ihre USB-Sticks. Ich telefoniere noch kurz mit Bea. Der Visum-Antrag ist unterwegs, das hat sie mir schon gestern per SMS mitgeteilt. Gegen 21h zum Nachtessen. Die hübsche Dame aus Shiraz bittet mich an ihren Tisch. Sie kann leider kaum Englisch. Heute wieder einmal Kebap (Filet!), ziemlich zäh. Dazu noch Suppe & Salat. Die Chefin setzt sich auch noch zu uns. Die andern Gäste werden über meine Reisepläne informiert, nicht von mir. Nachher wieder in die Lobby. Um 23h ins Bett.

Do 13.9
Aufstehen 8.30h, packen, Frühstück. Dann fertig packen und der grosse Abschied. Grosse Aufregung, ich solle ja nicht von Chalus nach Teheran fahren, was mir vorher alle empfohlen haben, da war ein Felssturz und die Strasse ist gesperrt. Mahyar und Mohammed sind leider weg. Um 10.30h fahre ich los. Es hat ziemlich viel Verkehr. Tonekabon umfahre ich auf dem By-Pass. Nachher wird es in den Ortschaften mühsam, jedes Mal Stau. Die fahren dann 4-5-spurig auf 2 Spuren. In einem dieser Staus fährt einer neben mir so nahe an meine Seite, dass ich ihm beim losfahren den Rückspiegel kille. Ich stehe so nahe am Mittelstreifen, dass ich ganz sicher nicht auf seine Spur gewechselt habe. Um 12.30h bin ich in Namakabrod, einem Ferien- und Vergnügung-Zentrum. Zuerst muss man 50‘000 Eintritt bezahlen. Sie wollen mich nicht hineinlassen, Lastwagenfahrverbot. Aber dann geht es doch. Das Gelände ist etwa 4km² gross. Mit vielen Ferienwohnungen und 2 Gondelbahnen auf den Berg. Der ist aber in den Wolken. Für den letzten Kilometer brauche ich ¼h, wieder voll im Stau! Die riesige Warteschlange und die Wolken halten mich davon ab hochzufahren. So esse ich ein Soft-Ice und schaue dem Treiben zu. Nach ¼h fahre ich weiter. Um 14h bin ich in Chalus und schaue mir 2 Hotels an. Sie sind teuer (1‘800‘000) und fürs Geld nicht gut. In Nowshahr schaue ich das vom Apotheker empfohlene Hotel an. Das wäre gut, aber weg vom Zentrum. So fahre ich weiter. Nach einigem fragen finde ich das Hotel Shalizar (700‘000). Das liegt sehr zentral, direkt am grossen Kreisel im Zentrum. Ich bleibe trotzdem. Der Hotelier ruft einen Freund an. Der will mit mir ein Interview für eine Lokalzeitung machen. Es ist 15h, es beginnt wieder zu regnen. Ich organisiere mir einen VPN-Zugang, weil viele Seiten im Iran blockiert sind, z.B. Google. PayPal blockiert gleich mein Konto, weil ich aus Iran bezahlen will! Aber über das Postcheck-Konto funktioniert es dann (19.80 CHF für 2 Monate). Gegen 18h gehe ich dann noch raus. In einem Fastfood ein Panaché & Pommes Frites. Um 19h bin ich zurück. Kevin der Lokalreporter kommt aber erst um 19.30h und entschuldigt sich wortreich. Er will viel wissen über meine Reisepläne, die Schweiz, meine Meinung zu Iran usw. Er bietet mir an, mit einem Freund zusammen in den Urwald in die Berge zu gehen. Ich nehme die Einladung an und werde noch eine Nacht länger hier bleiben. Nachher gehen wir in ein gutes Restaurant zum Nachtessen. Er isst nur einige Oliven von mir. Wir reden viel, sehr interessant. Um 22h bin ich zurück. Noch "Büro" bis 23.30h.

Fr 14.9
Es ist laut in der Nacht. Ich schlafe trotzdem. 8h aufstehen und Frühstück. Nur Frisch-Käse & Margarine & Brot, das ist aber gut. Sehr pünktlich um 10h ist Kevin an der Rezeption. Wir fahren mit meinem Auto, das habe ich nicht gewusst, zu Amid seinem Freund. Der sucht zuerst den Luftfilter meines Autos, findet ihn aber nicht und ich weiss nicht was er sucht und wieso. Wir fahren los. Er meint so beiläufig, wir müssten durch einen Fluss fahren, ob das ein Problem sei? Wir kaufen noch ein. Um 10.45h sind wir am Fluss. Der ist etwa Knietief. Ich versuche mein Glück. Dank Sperrdifferential schaffen wir es auch. Nachher heisst es so nebenbei, es gehe jetzt etwa 1h auf dieser Naturstrasse weiter, ist das ein Problem? Wir werden sehen. Es ist eine schöne Strecke, aber die Strasse ist ziemlich schlecht. Zeitweise muss ich mich voll konzentrieren um nicht stecken zu bleiben. Nach 1¼h und 16km sind wir am Ziel auf 800müM. Da es geregnet hat, ist alles feucht und schlammig. Wir gehen zu Fuss zu einem kleinen See. Nach 10 Min sind wir schon da, aber ziemlich dreckig. Es ist schön hier, aber alles tropft. Amid redet mit einem Fischer. Kevin und ich reden über Gott und die Welt. Nach etwa 1h wollen wir um den See marschieren. Nach ¼h brechen wir die Übung ab, weil alles so schlammig ist. Das Feuer fürs Picknick fällt in Wasser, weil alles so nass ist. Ich habe sowieso keinen Hunger. Die andern essen die Konserve kalt, schmeckt gut. Dann kommt der Nebel und es beginnt leicht zu regnen. Ich denke an den Fluss und hoffe, dass es nicht noch stärker regnen wird. Nach 14.15h fahren wir zurück. Es kommen uns einige wenige Autos entgegen. Nach ¾h sind wir wieder am Fluss. Jetzt stehen da viel Autos herum. Die meisten auf der anderen Seite. Die einen mit rauchendem Motor, die andern mit offener Kühlerhaube, weil der Motor nicht mehr läuft. Im Fluss steht ein Bagger. Als der Weg ist, versucht einer sein Glück und bleibt prompt mitten im Fluss stecken. Mit vereinten Kräften wird er zurück geschoben. Es kommt noch ein grosser Lastwagen, der nimmt den Fluss mit Schwung. Das versuche ich nicht, wegen der elektronischen Common-Rail-Einspritzung. Weiss nicht was passiert wenn sie nass wird. Als nächster bin ich dran. Langsam aber konstant wühle ich mich durch den Fluss. Man spürt jeden Stein. Dank Sperrdifferential klappt es auch diesmal. Ich bekomme Applaus! Wir fahren 10km bis zu einem kleinen Strand ausserhalb von Nowshahr. Da bleiben wir etwa 1h und trinken Tee und schauen dem Militär zu, das mit ziemlichem Aufgebot da ist- Khamenei der Staatspräsident soll in der Stadt sein. Nach 17h fahren wir zurück. Im Hotel verabschieden sich die beiden. Ich putze Schuhe und dusche. Das Internet funktioniert nicht, weil Khamenei in der Stadt sei, sagen verschiedene Leute. Ich trinke Panaché und mache "Büro". Es regnet, so gehe ich im Hotel zum Essen. Bin wieder einmal der einzige Gast. Suppe & sehr guten Chicken-Kebap & Reis. Ich bekomme die Fernsteuerung zum Fernseher. Da sie Satelliten-Empfang haben, sehe ich wieder einmal Nachrichten auf Englisch. Das Internet funktioniert immer noch nicht. Ich bin ziemlich müde. Bin 55km gefahren, davon 32km Naturstrasse!

Sa 15.9
Aufstehen 8.30h, Schuhe putzen, dann Frühstück. Heute leider wieder mit dem dünnen Brot.. Internet funktioniert immer noch nicht. Kevin sollte vorbei kommen, um die Bilder von gestern zu kopieren. Ich packe und entschlamme die Fahrerkabine. Um 10.15h lasse ich Kevin anrufen. Er meint er sei in 5 Min da. Kommt aber erst nach 15 Min und entschuldigt sich. Ich kopiere die Bilder auf seinen USB-Stick. Um 10.45h fahre ich los Richtung Noor. Bis Rogan läuft alles zügig. Dann beginnt es wieder zu stauen. Ziemlich mühsam. Der nächste Stau ist dann in Noor. Die Küste ist seit Chamkhaleh vor über 300km immer besiedelt. Man sieht das Meer fast nie. Die Strasse ist immer 4-spurig. Also ziemlich langweilig. Das Hotel Morvarid Khazar (2‘100‘000) in Izad Shahr ist sehr teuer, aber eine schöne Anlage und ein super Zimmer. Ich bleibe. Es ist 12h und ich bin heute "nur" 59km gefahren. Die Sonne scheint zum 1.Mal seit langem. Aber bis ich eingerichtet bin ist sie bereits wieder weg und es beginnt zu stürmen. Ich geniesse mein Zimmer. Gegen 16h gehe ich die Anlage erkunden. Es hat viele Villas (ab 4‘500‘000) für Familien. Der Strand ist schmal, aber mit Rasen. Vorne am Meer gibt es ein Fast-Food, ein Café mit Kaffee! Und einen Laden. Ausser dem Fast-Food alles sehr teuer. Und es hat einen schönen Steg aufs Meer hinaus. Bei diesem Wind bleibt man aber nicht lange da draussen. Auf dem Rückweg erkundige ich mich nach dem Angebot und den Preisen im grossen Restaurant. Ziemlich teuer und wenig Auswahl. Zurück im Zimmer telefoniere ich mit Bea, nachher Emails wegen Geld und Hotel in Teheran. Gegen 21h gehe ich zum Nachtessen ins Fast-Food. Meine 1.Pizza seit Italien! Schmeckt nicht schlecht. Ein Gewitter zieht auf. Kaum zurück im Zimmer geht es richtig los. Ich telefoniere noch mit Muetti. Dann "Büro". Um 23.30h bin ich im Bett.

So 16.9
8.30h aufstehen. Frühstück im Restaurant. Das Buffet ist gut, es gibt sogar Joghurt. Nachher im Auto endlich einmal den Kantenschutz befestigen. Nachher packen und Check-Out. Um 11.30h fahre ich los. In Mahmudabad der übliche Stau. Ich fahre jetzt Richtung Süden nach Amol. Adieu Kaspisches Meer. Ich bin nie darin schwimmen gegangen! 7km vor Amol tanke ich (120‘000 für 35.51l = 17 Rp/l). In Amol wieder Stau. Nachher ist die Strasse meistens nur noch 2-spurig. Beim Anfang wieder Stau. Zwischendurch hat es immer wieder Teilstücke die 3- oder 4-spurig sind, so kann man überholen. Es geht jetzt richtig in die Berge, mit Schluchten und steilen Hängen. Um 14.15h bin ich in Gazanak (1650müM). Da zweigt die Strasse nach Aab Garm ab. Es geht über eine schmale kurvenreiche Strasse hoch bis 2180müM. Das Hotel Lotus in Aab Garm ist ziemlich teuer (1‘430‘000). Das Appartement ist zwar gut, aber Handtücher und Frühstück sind nicht inbegriffen. Dafür könnte man im heissen Quellwasser schwimmen. Ich habe ein weiteres Hotel unten im Tal programmiert. So fahre ich via Rineh nach Ab Ask. Das Hotel gibt es gar nicht mehr, es ist seit einiger Zeit geschlossen! So fahre ich eben die 16km und 500 Höhenmeter wieder zurück. Um 16h bin ich wieder in Aab Garm, schaue mir noch ein anderes Hotel an. Das wäre zwar billiger, aber nicht so schön. Also doch ins Lotus. Um 17h erkunde ich das kleine Dorf. Es gibt da 2 Restaurants, die hoffentlich am Abend offen sind. Im Hotel bekomme ich das Essen nur ins Zimmer serviert. Nach ½h bin ich zurück. Kaufe unterwegs noch 1l Panaché. Apero auf meinem Balkon. Die Abendstimmung geniessen. Es ist kühl. Nach 18.30 ist die Sonne weg. Es wird kalt. Unterhalb meines Balkons hat es 2 unterirdische Badehäuser. Eines für Frauen und Kinder, das andere für Männer. Man hört nur die Leute durch das Loch in der Kuppel und sieht den Dampf. Obwohl es kalt ist, macht es mich nicht an im Hotel schwimmen zu gehen. Ich koche Wasser auf dem Gasherd, so wird es ein wenig wärmer und ich habe heissen Tee. Dazu schreibe ich Tagebuch. Ich ziehe unter dem Hemd ein T-Shirt an. Um 19.30h höre ich zum 1.Mal im Iran zwei ziemlich laute Muezzins. Nach 20h gehe ich zum Essen ins Dorf. Das Restaurant das ich aussuche ist geheizt! Oliven zur Vorspeise & Kebap & Reis. Der Kebap ist sehr gut, mit verschiedenen Sorten Fleisch, sogar Lammkoteletten. Um 21.30h bin ich zurück und schreibe nochmals elektronisches Tagebuch. Um 22.30h im Bett. Es ist kalt, ich brauche eine zweite Wolldecke. Eine Pumpe läuft die ganze Nacht mit einem ekligen Ton.

Mo 17.9
Um 7.30h stellt die Pumpe ab! Aufstehen um 8.30h. Es hat strahlend blauen Himmel Ich bestelle mein Frühstück an der Rezeption. Zu Fuss, da kein Telefon. Es vergeht einige Zeit bis es kommt. 1 Ei & Frischkäse & Rüebli-Konfi & gutes Brot. Den Tee muss ich selber kochen. Nachher packen, Check-Out und Autoscheiben waschen. Um 10.30h fahre ich los. In Rineh dem nächsten Dorf nehme ich einen Polizisten mit, der Autostopp macht. An der Hauptstrasse steigt er aus. Es geht jetzt stetig bergauf durch Schluchten und Tunnels. Nach 50 Min bin ich in Polour, dem einzigen grösseren Ort vor der Passhöhe. Um 11.30h bin ich auf dem Emanzadeh Hasem Pass auf 2700müM. Ich mache einen kurzen Halt. Die andere Seite ist nicht so gebirgig. Mehr Hügel und flacher. Die Strasse ist gut, nur in den wenigen Orten durch die man fährt hat es den üblichen Stau. Ich nehme in Pardis den Freeway, der ist aber nur frei von Lastwagen und kostet 25‘000, also nicht ganz gratis (free). Nach 60km und 1h bin ich am Stadtrand von Teheran. Bis zum Hotel Ferdowsi sind es mit Umwegen nochmals 18km und ¾h. Ich habe mir den Verkehr schlimmer vorgestellt. Mehrere Leute haben mich davor gewarnt. Das grössere Problem sind die Baustellen und die geänderten Fahrtrichtungen der Einbahnstrassen. So fahre ich einige Umwege. Um 13.30h bin ich da. Zu meiner Überraschung ist das Hotel nun billiger (1‘590‘000 das Einzelzimmer). Mein Auto parkiere ich direkt gegenüber dem Hoteleingang. Es werde überwacht versichert man mir. Einrichten und "Büro". Das Geld organisieren kommt auch billiger (1 CHF = 25‘500 IRR). Um 17h erkunde ich die Umgebung. Eine Wäscherei find ich trotz Hinweis nicht. Dafür aber Strassen mit Kleider, Badeinrichtungen, Elektromaterial usw. Am Schluss bin ich im Shahr Park. Ein schöner Park mit See und Tiergehege. Die Temperatur ist sehr angenehm, etwa 25C°. Ich trinke ein Panaché und schaue den Leuten zu. Mehdi ein Geschäftsmann aus Shiraz spricht mich an. Wir setzen uns auf eine Bank und reden. Am Schluss zeigt er mir noch ein Restaurant in der Nähe des Hotels. Dann gehe ich zurück. Ich bin ziemlich müde und beschliesse im Hotel zu essen. Man zeigt mir das internationale und das iranische. Ich gehe ins iranische. Da spielen und singen 4 Männer traditionelle iranische Musik. Ich bestelle einen Lamm-Eintopf. Dazu Salat vom Buffet und Panaché. Schmeckt sehr gut und kostet auch im 4-Sterne Hotel nur 150‘000 = 7.50 CHF! Zurück im Zimmer telefoniere ich mit Stefan, Eva, Elena und am Schluss mit Bea. Sie hat das Visum immer noch nicht bekommen. Sie wird mir morgen den Stand per SMS mitteilen. Gegen 1h bin ich im Bett.

Di 18.9
8h aufstehen, "Büro", dann Frühstück. Das Buffet ist sehr gut. Es gibt eine Eierküche und eine Bäckerei für das Fladenbrot! Dann Unterlagen für den Container nach Indien zusammensuchen, Geld aus dem Auto holen usw. Nach 11h mache ich mich auf den Weg. Ich fahre mit der Metro. Das funktioniert einfach. Man kauft für 5000 eine 2-fach Karte. In den neuen Zügen hat es eine Anzeige die zwischen Englisch und Persisch wechselt. Nach 5 Stationen steige ich aus. Die Strasse finde ich gut. Jetzt muss ich nur das Haus finden. Es ist gross angeschrieben. Ich werde zu Saeid dem Logistik-Manager geführt. Er erwartet mich. Ist 57 und sehr sympathisch. Wir reden über meine Reise usw. Seine Familie lebt in Kanada. Nebenbei erledigen wir noch die bürokratischen Arbeiten und ich werde meine 1250 USD los. Er hat eine Pizza bestellt. Ich muss auch mitessen. Nach 14h mache ich mich auf den Rückweg. Beim Hotel treffe ich Ramin, den Taxifahrer von gestern. Er erklärt mir nochmals genau wo die Wäscherei ist. Bei ihm ist ein Belgier. Ich bin schon berühmt. Er hat in Shiraz gehört, dass ein Schweizer mit einem selbst gebauten Lastwagen dahin unterwegs sei! Auch die Taxifahrer beim Hotel kennen alle mein Auto. Ramin fragt wieso ich auf der Nummer ZH und nicht CH habe, das Auto steht 100m weg von uns! Ich wechsle das Hotelzimmer, da das alte zu laut und nicht voll im Schuss ist. Das neue ist renoviert und sehr speziell eingerichtet. Aber gegen die Strasse. Diesmal finde ich die Wäscherei. Sie verrechnen auch stückweise, aber zu ⅓ des Hotelpreises. Ich bringe meine Wäsche vorbei. Unterwäsche und Socken will er nicht. So muss ich trotzdem noch waschen im Hotel. Nachher "Büro" usw. Nach 21h gehe ich zum Essen im Hotel. Im iranischen Restaurant haben sie nur noch wenig Auswahl, so gehe ich ins internationale. Da gibt es ein grosses Buffet mit Vorspeisen und Desserts. Dazu wählt man aus einem der 4 Menus von denen jedes wieder etwa 10 Speisen zur Auswahl hat. Getränke sind inbegriffen. Ich bestelle Chicken-Schnitzel. Bekomme ein Riesen-Schnitzel im Eigelb gebacken und gut gewürzt. Dazu Gemüse, Kartoffeln und Reis. Sehr gut. Dazu 2 Panaché. Zum Dessert "Caramel-Chöpfli" und Tee (312‘000 = 15 CHF). Bea hat das Visum immer noch nicht. So kann ich noch kein Geld bestellen. Das neue Zimmer ist laut. Ich schlafe trotzdem gut.

Mi 19.9
8h aufstehen, dann Frühstück. Ich wechsle nochmals das Zimmer. Das neue geht zur Seitenstrasse und sollte nicht laut sein. Wir werden sehen. Es ist auch speziell eingerichtet. Um 11.30h mache ich mich auf den Weg zum Basar. Da sollen 1 Mio. Menschen arbeiten erzählt mir einer! Er ist riesig. Ich sehe nur einen kleinen Teil. Hier gibt es alles, je nach Gasse. Nicht für Touristen gedacht. Z.T sind es schöne Gassen, z.T. ganz normale Gassen mit Handwerksbetrieben. Nach 1½h habe ich genug gesehen fürs erste. Auf dem Rückweg will ich den Golestan Palast anschauen. Das Ticket-System ist so kompliziert, dass ich verzichte. Es gibt 9 verschiedene Tickets, für jede Sehenswürdigkeit eines. Man muss aber beim Eingang wissen was man sehen will! Ich gehe dafür in den Shahr Park und setze mich auf eine Bank. Bis ein junger Mann mich anmachen will, da verziehe ich mich. Im Hotel beginne ich mit der neuen Internetseite. Bilder aussuchen usw. Nach Apero mit Sonnenuntergang im Zimmer, gehe ich um 20h ins iranische Restaurant im Hotel. Die Auswahl ist wieder klein, weil eine grosse deutsche Reisegruppe schon alles gegessen hat. Ich nehme Köfte-Reis. Der kommt aber ohne Reis, der wird erst nachgeliefert. Es ist wie eine Suppe mit Fleisch-Ballen. Sehr gut. Dazu Salat. Zum Abschluss ein Panaché in der Hotelhalle. Zurück im Zimmer mit Bea telefonieren. Das Visum soll morgen da sein! Ich überweise 4000 CHF an Riahi Travel. Ich werde dafür in Teheran etwa 100 Mio. IRR bekommen, 25% mehr als letztes Mal! Um 23h bin ich im Bett.

Do 20.9
7h aufstehen, rasieren und lange Hosen und Schuhe anziehen für die Visum-Verlängerung. Dann Frühstück. Gegen 8.30h mit dem Taxi zur Visum-Verlängerungs-Stelle. Er fährt nicht da hin wo ich es erwartet habe. Ich frage sicherheitshalber nach, bevor ich ihn bezahle. Es ist eine Stelle der Polizei an der Vali-ye-Asr. Gegen 8.45h bin ich da. Zuerst werde ich in einem Büro von einem Offizier mit Dolmetscherin befragt und werde vor den Gefahren im Iran gewarnt. Er meint er gebe mir 1 Monat Verlängerung. Dann kommt er mit mir zum Schalter wo ich als erstes war. Hier muss ich die gekauften Formulare (5000 IRR) ausfüllen. Die nötigen Fotokopien und Fotos habe ich dank LP bereits vorher gemacht. Der Chef des Büros meint er gebe mir 2 Wochen, ich erkläre ihm, das sei zu kurz. Der Mann am Schalter beruhigt mich und schickt mich mit einem Zettel zur Melli Bank. Da muss ich 300‘000 IRR einzahlen und bekomme einen Beleg. Den muss ich am Schalter wieder abgeben. Es ist jetzt 10h. Warten. Nach ¾h die Erlösung. Ich bekomme eine Verlängerung bis 17.Oktober. Das ist zwar immer noch zu kurz, aber ich kann in Shiraz nochmals verlängern, da soll es am einfachsten sein. Alles hat gut 2h gedauert, gemäss LP eine Rekordzeit! Ich gehe zu Fuss zur Metrostation Mofatteh. Dann zurück ins Hotel. Es ist 11.45h. Ich fotografiere die Verlängerung, für alle Fälle. Dann gehe ich meine Wäsche holen für 200‘000. Die Hemden sind wieder einmal gebügelt. Das 1.Mal unterwegs. Zurück im Hotel ein SMS von Bea. Ihr Visum ist nur 10 Tage gültig. Das sind Anfänger in diesem Reisebüro. On Arrival hätte sie 14 Tage bekommen, ohne diese Umtriebe und das überteuerte Hotel! Wir werden also in Qom oder Isfahan ihr Visum verlängern müssen. "Büro" und später Apero mit Sonnenuntergang. Alborz aus Teheran ruft an. Er und seine Frau laden mich morgen zum Nachtessen ein. Nachher gehe eine Ersatzbatterie für die Uhr in meiner alten Kamera kaufen. Dann zum Nachtessen in der Nähe. Ich werde gleich in die Küche geführt um zu zeigen was es gibt. Wieder einmal Kebap mit Suppe und Salat. Ich werde richtig umsorgt (100‘000). Zurück im Hotel rufe ich Bea an. Sie wird für das viele Geld nicht einmal abgeholt am Flugplatz. Ich werde Ramin den Taxifahrer organisieren. Nachher nehme ich ein Vollbad in meine Super-Badezimmer. Dann schlafen bei offenem Fenster.

Fr 21.9
Aufstehen 9h, dann Frühstück. Heute hat es viel weniger Geschäftsleute, weil Sonntag (Freitag) ist. Nachher Internetseite. Zwischendurch Pause, Musik hören und in der Confectionary des Hotels 750g Konfekt kaufen, als Gastgeschenk für heute Abend. Um 16h suche ich Ramin (48) den Taxifahrer und gebe ihm einen grossen Zettel mit Beas Namen und den Flugdaten. Er hilft mir beim Kippen der Kabine, die klebt nach langer Zeit immer fest. Ich kontrolliere den Ölstand. Fast keine Änderung seit dem letzten Mal in der Türkei vor 3900km. Der manchmal blaue Rauch kommt also nicht vom Motorenöl, sondern vom schlechten Diesel. Bei dieser Gelegenheit ziehe ich noch die Schrauben an der vorderen Dachkante nach, 4 haben sich gelöst. Nachher weiter Internetseite. Um 18.15h mache ich mich bereit für den Besuch bei Alborz und seiner Frau. Um 19h bin ich bereit. Aber er kommt nicht. Um 19.15h gehe ich in die Lobby. Da merke ich, dass erst 18.15h ist, sie haben heute Nacht auf Winterzeit zurück gestellt. Microsoft hat das fälschlicherweise schon vor 3 Tagen gemacht! Noch etwas Internetseite. Pünktlich um 19h ist Alborz (51) da. Wir fahren mit der Metro nach Mofatteh. Er merkt, dass wir 1 Station zu früh ausgestiegen sind. Wir gehen zu Fuss die Motahari Av. entlang, bis zur Vali-ye-Asr. Da war ich in der Nähe fürs Visum. Er sollte Suppe mitbringen, die ist aber bereits ausverkauft. Einige Blocks weiter wohnen sie. Lilli seine Frau empfängt uns im Mini-Rock. Die Wohnung ist schön eingerichtet. Wir sitzen zuerst im Wohnzimmer mit dem grossen Fernseher. Sie haben Satelliten-Empfang. Das ist aber illegal. Vor einigen Wochen war die Polizei im Block und hat alle Satelliten-Empfangsgeräte konfisziert. Sie haben einfach wieder ein neues gekauft. Nachher essen wir im Eingangsbereich, da ist auch die offene Küche. Es gibt Linsen-Eintopf, Gemüse-Plätzchen, Salat ähnlich russischem Salat und Reis mit Kruste und Brot. Schmeckt alles sehr gut. Nach einer Foto-Session setzen wir uns wieder ins Wohnzimmer und reden über vieles. Zum Dessert gibt es Wassermelone, Früchte, Kuchen, Konfekt … Gegen 1h bestellen sie mir einen Taxi (70‘000). Alborz, das ist eigentlich sein Familienname, aber er nennt sich selber so, wie wenn es sein Vorname wäre, bringt mich zum Taxi und wir verabschiedet uns. Ich könne ruhig mit Bea nochmals zu Besuch kommen! Um 1h bin ich im Hotel. Der Nachtportier wundert sich, dass ich mit dem Taxi komme, wo ich doch ein eigenes Auto habe!