Tagebuch
Datum 17.01.2013
Do 22.11
9h Aufstehen, Frühstück. Nicht so luxuriös wie in Dubai. Am Buffet gibt
es verschiedene Indische Gericht und auch Omeletten, Toastbrot und
"Gipfeli", die letzten schnappt mir jemand vor der Nase weg. Es gibt
nur Nescafé, also zurück zum Tee. Nachher klären, ob ich bis zum
27.November bleiben kann. Nach ¼h kommt das o.k., ich muss kein neues
Hotel suchen. Da ich bleiben kann, installiere ich mich jetzt richtig,
mit Laserdrucker und so. Drucke Karten aus. Nach 14.30h erkunde ich die
Umgebung. Der Gateway of India und das Taj Mahal Palace Hotel sind nur
200m entfernt. Heute wurde einer der Attentäter vom 26.11.2008 auf das
Hotel gehenkt. Es hat viele einheimische Touristen. Ich mache eine
Hafen-Rundfahrt (80) von ½h. Das Interessante ist am Anfang und am
Schluss, der Gateway vom Meer aus gesehen. Vom Hafen sieht man
eigentlich nichts. Nach einem Glace, Soft-Ice gibt es hier nicht,
erkunde ich die Umgebung des Regal Circle, 100m vom Hotel. Da gibt es
viele alte Kolonial-Gebäude. Die meisten sind aber ziemlich schlecht
unterhalten, aber trotzdem schön. Kaufe noch Chips und Peanuts Chikki,
Erdnüsse in Honig zu einer Platte verarbeitet. Gegen 17h bin ich
zurück. Nachher auf das Dach zum Sonnenuntergang zum Apero. Mit Whisky
& Chips, aber ohne Sonne! Die geht hinter einem der wenigen
Hochhäuser die es hier hat unter. Ich weiss also nicht wann genau die
Sonne untergeht. Einen Muezzin der den Sonnenuntergang verkündet haben
sie hier nicht. Nach über 4 Monaten vermisse ich das schon fast!
Versuche mehrmals Bea zu erreichen. Erst um 20.30h klappt es. Die
Verbindung bricht mehrmals ab. Erst nachdem sie den Router neu
gestartet haben klappt es wieder. Um 21.30h gehe ich zum Nachtessen in
die Bademiya Strasse. Da hat es mehrere Food-Stalls und Restaurants.
Ich entscheide mich fürs Gokul Restaurant. Da ist es laut, nur Männer,
aber es gibt Bier und Essen. Mein Mutton Masala schmeckt gut und das
Bier sowieso. Hayward 5000 hat 8% Alkohol! Im Hotel telefoniere ich
noch mit Irene, dann ab ins Bett. Der Ventilator im Haus gegenüber ist
sehr laut, aber das geschlossene Fenster dämpft gut. Auch mit
ausgeschalteter Klimaanlage schlafe ich gut.
Fr 23.11
8.30h Aufstehen, Frühstück. Büro, ich will eine SIM-Karte kaufen. Die
Tarife sind ziemlich unübersichtlich. Kaufe in einem sehr kleinen Laden
eine Airtel-SIM-Karte. Brauche dafür eine Passkopie und Passfoto. Um
12.30h ziehe ich los. Folge der LP-Walking-Tour ab dem Regal Circel
beim Hotel. Es sind vor allem Häuser aus der Zeit der Engländer die
beeindrucken. Sie sind aber meist nicht sehr gut erhalten. Ich besuche
den Horniman Circel Garden. Es ist Mittagszeit und hat darum viele
Leute die essen. Der Maiden Oval ist ein grosser Park mit
Cricket-Feldern. Hier war früher der Strand, bevor sie Land
aufgeschüttet haben. Ich gehe bis zum nördlichen Ende. Da gibt es aber
keinen offiziellen Ausgang. Ein Wachmann lässt mich durch ein kleines
Tor, damit ich nicht wieder alles zurück muss. Im Gaylord Restaurant
esse ich Rogan Josh (wieder!), dazu ein Bier. Es ist ein vornehmes
Restaurant mit Tischen auch im Freien. Ich gehe bis zur Back Bay, die
andere Seite der Halbinsel. Von da wieder zurück, quer durch die
Quartiere. Gegen 16h bin ich zurück, es waren etwa 6km und das bei
33C°! Duschen, dann das 2.Handy vorbereiten für den Einsatz mit der
indischen SIM-Karte. Apero auf dem Dach. Zum Nachtessen gehe ich ins
Leopold Café. Es hat viele Leute, ich muss mehr als ¼h warten, bis ich
einen Platz bekomme. Das Essen, Chicken Curry mit Reis schmeckt sehr
gut, dazu Bier. Es ist viel los hier. Ein Engländer in meinem Alter
setzt sich zu mir. Er trinkt ein lokales süsses Getränk mit Sirup, Eis
und Nudeln! Er hatte Probleme beim Einreisen, weil er für einen
Kollegen in Bangladesh 6kg Cornflakes oder so was dabei hatte. Er war
Cricket-Spieler und reist viel in dieser Gegend, aber so etwas hat er
noch nie erlebt. Nach dem 4.Bier gehe ich zurück und schlafe gut.
Sa 24.11
8.30h Aufstehen, Frühstück. Um 10.30h mache ich mich auf den Weg zu
SECO, meine Agentur in Mumbai für den Container. Nach 11h bin ich da.
Ich übergebe ihnen mein Carnet und sie kopieren alles was sie von mir
brauchen. Sie werden etwas organisieren um mein Auto umzubauen,
wahrscheinlich im Hafengelände. Um 12h sind wir fertig. Mein nächstes
Ziel, Victoria Terminus heisst heute Chhatrapati Shivaji Terminus und
ist der grösste Bahnhof Indiens, mit den meisten Passagieren Asiens.
Von da dem Azan Maidan entlang, ein grosser Park mit unzähligen
Cricket-Feldern. Weiter zum Crawford Market. Ein richtiger Markt, mit
allem was man braucht oder auch nicht, z.B. kleine Hunde und Vögel.
Genauso interessant sind die Strassen nördlich der Lokmania Tilak Marg.
Da gibt es unzählige Läden und Strassenhändler. Man kann sich
verlaufen. Die Jamid Moschee darf ich als Nicht-Moslem nicht besuchen.
Gegen 14h mache ich mich auf den Heimweg. Auf den Plätzen des Azan
Maidan wir Cricket gespielt was das Zeugs hält. Kaufe noch Chips und
Sodawasser ein. Bier gibt es keines, weil heute "Dry Day“ ist und der
Alkohol-Ausschank überall verboten ist. Ich bin heute fast 10km zu Fuss
unterwegs gewesen. Ich verlängere meinen Aufenthalt bis etwa
30.November und verlange Rabatt. Vergeblich, no discount! Duschen und
ruhen. Nach 17h Apero auf dem Dach. Um 21h zum Nachtessen ins "Delhi
Darbar". Es hat viele Leute die auf einen Platz warten. Ich lasse mich
auf die Warteliste setzen und spaziere durchs Quartier. Nach ½h habe
ich einen Tisch. Das "Mutton Khichda" ist nicht mein Lieblingsessen, es
ist ziemlich fettig. Nach einem Glas Lassi gehe ich ins "Alps", aber
auch da kein Bier heute. Also zurück ins Hotel. Um 23h bin ich im Bett.
So 25.11
8.30h Aufstehen, Frühstück. Nachher elektronisches Tagebuch. Frage nach
einem ruhigeren Zimmer. Heute wird kein besseres Zimmer frei. Meine
indische SIM-Karte ist jetzt aktiviert, aber ohne Guthaben. Aufladen
geht nicht, weil die Karte blockiert ist. Werde morgen im kleinen Laden
vorbeigehen müssen. Nachher Internetseite Dubai vorbereiten. Um 14.30h
ziehe ich los. Zuerst zur "Strandpromenade" beim "Taj Mahal Palace".
Von Strand ist weit und breit nichts zu sehen. Es ist Ebbe und es sieht
nicht gerade schön aus. Am Ende einer kleinen Bucht mit
Fischerbooten, Mini-Werft und viel Abfall, komme ich ein armes
Quartier, schon fast Slum. Da ist auch der Colaba Markt. Von da wieder
zurück. Beim Apollo Bunder setzte ich mich hin und schaue dem Treiben
etwa ½h zu. Dann gehe ich zum Gateway of India, kaufe mir eine Glace
und schau den vielen indischen Touristen zu. Auf dem Rückweg kaufe ich
im "Gokul Wine Shop" 2 Flaschen Bier. Die ersten seit dem 26.August =
91 Tage!. Zurück im Hotel bin ich um 16.30h. Rufe Gerhard an, er hat
heute Geburtstag. Nachher Apero auf dem Dach. Danach Muetti & Papi
anrufen. Zum Nachtessen gehe ich ins "Mondegar Cafe" Da ist viel los.
Muss 20 Min. warten, bis ich einen Platz bekomme. Das "Chicken Tikka"
ist sehr gut. Dazu Bier vom Fass. Nach 22h bin ich zurück, schreibe
noch ein Script zum Einloggen ins Internet. Habe genug vom Eingeben von
5 Zahlenblöcken à 4 Zahlen. Nach einigem üben funktioniert es dann
auch. Musik hören, dann schlafen.
Mo 26.11
8.45h Aufstehen, Frühstück, heute keine "Gipfeli". Nachher kann ich das
Zimmer wechseln vom 301 nach 304. Das liegt zwar näher bei der Strasse,
aber weg von der Lüftung und den Pumpen. Danach zum Elektronik-Laden
wegen der SIM-Karte. Er ruft an, tippt Zahlen ein und meint in 10 Min.
sollte es funktionieren. Das tut es dann auch. Beide Handys auf den
gleichen Stand in Sachen Kontakt bringen. Ist gar nicht so einfach, am
besten über Windows-Kontakte. SMS verschicken, dass ich jetzt in Indien
erreichbar bin. Um 13h ziehe ich los. Heute mit dem Taxi zur Haji Ali’s
Moschee. Der Fahrer zeigt mir unterwegs für 100 INR mehr (Total 450)
eine Open Air Waschanstalt. Er führt mich durchs Gelände. Alles nur
Männer die hier arbeiten und fast alles von Hand. Er zeigt mir stolz
eine der wenigen Waschmaschinen. Auf der Weiterfahrt stoppen wir kurz
bei einem "Fischerdorf". In dieser Bucht beim Badhware Park sind genau
heute vor 4 Jahren die Terroristen gelandet erzählt er. Dann bringt er
mich zur Moschee. Die liegt auf einer Insel im Meer, bei Flut nicht
erreichbar. Jetzt ist Ebbe, fast kein Wasser zwischen der Moschee und
dem Festland. Dafür viel Abfall. Es hat sehr viele Leute. Die Moschee
selbst ist nichts Besonderes, zudem sind sie am Umbauen. Weiter zum
Mahalaxmi Tempel. Der liegt an der Spitze einer Landzunge. Auch hier
hat es viele Leute. Der Tempel ist auch nichts Besonderes. Ich muss die
Kamera abgeben. Weiter zwischen Wellinton Golfplatz und Mahalaxmi
Pferderennbahn durch zur grossen Mahalaxmi Dobi Ghat. Soll die grösste
Open Air Waschanstalt sein. Da kann man nicht hinein, aber von der
Eisenbahnbrücke aus hat man einen guten Überblick. Zum Victoria Garden
sind es nochmals etwa 1km. Der Zoo ist nichts Besonderes, aber es ist
ein grosser und vor allem ruhiger Park. Das City Museum lasse ich aus.
Mit dem Zug fahre ich zurück zum Victoria Terminus (4 INR). Von da
nochmals 2km zu Fuss zum Hotel. Um 17.30h bin ich zurück. Ziemlich
müde, bin heute 8.5km zu Fuss unterwegs gewesen, bei 33C°. Sofort unter
die Dusche. Nachher Bier & Chips auf dem Dach. Zum Nachtessen gehe
ich ins "Gokul". Chicken Tikka & Butter Roti, dazu natürlich Bier.
Schmeckt alles sehr gut. Am Tisch des sehr vollen Restaurants rede ich
mit einem Belgier, der jedes Jahr nach Indien kommt und immer min.
einmal ins "Gokul". Im Hotel rufe ich Stefan an. Er weiss immer noch
nicht, ob er seinen unbezahlten Urlaub bekommt. Die Verbindung bricht
ab, diesmal nicht wegen des Internet, sondern weil die Batterien von
Stefans Telefon leer sind! Um 24h bin ich im Bett. Es ist viel ruhiger
in diesem Zimmer.
Di 27.11
9.30h Aufstehen, Frühstück. Um 11h auf zur Seco, meinen Pass vorbei
bringen. Nach ½ h bin ich da. Um 12h geht es weiter. Zu Fuss zum
Kotachiwadi Quartier, ein ziemlich langer Weg (4km), aber meist
interessant. Das Quartier selbst ist nicht gross, relativ ruhig weil es
keine Autos hat. Es hat ein paar schöne Häuser. Weiter zum nahen Strand
"Girguam Chowpatty". Der Strand ist gross. Es ist Ebbe, aller Schmutz
kommt zum Vorschein. Baden ist nicht angesagt! Mache eine Pause im
Schatten einer Palme und esse eine Glace. Nach ½h weiter zum Kamal
Nehru Park. Der liegt auf einem Hügel (schwitz!) und man hat an einigen
Stellen eine gute Aussicht über den Strand. Es hat hier viele Familien
mit Kindern. Weiter zum Jain Tempel. Mein 1. Hindu Tempel auf dieser
Reise, den ich auch innen anschauen kann. Er ist nicht gross, aber
schön. Von da weiter zum Banganga Tank . Finde ihn nicht auf Anhieb, da
ich keine Karte von dieser Gegend habe. Es ist ein grosser rechteckiger
Teich (100 x 40m) umgeben von kleinen Tempeln und Häusern. Ein ruhiger
Ort. Bis zur Hauptstrasse noch zu Fuss, dann mit dem Taxi zurück (100
INR). Noch Chips kaufen, dann ins Hotel. Um 16.15h bin ich zurück,
sofort unter die Dusche. Bin heute 12km zu Fuss unterwegs gewesen und
es ist heiss (33C°). Apero mit Bier & Chips auf dem Dach. Nokia
Karten von Indien aufs Handy laden und ausruhen. UM 21h gehe ich ins
"Leopold" zum Nachtessen. Muss wieder 10 Min warten bis ich einen Platz
bekomme. Fish & Chips steht heute auf einem Menu, dazu Bier. Die
Chips sind kalt, die nachgelieferten etwas wärmer, aber sonst ist es
gut. Am Nebentisch sitzen 2 Informatiker. Einer arbeitet hier, der
andere besucht ihn. Interessante Unterhaltung mit Einladung zum
Mitessen. Ich probiere nur, es ist nicht so scharf, wie es mit den
vielen Chilis aussieht. Um 23h bin ich zurück.
Mi 28.11
8.45h Aufstehen, Frühstück. "Büro", ich will heute meine Internetseite
fertig stellen. Zwischendurch gehe ich zum Coiffeur, kostet 400 INR
inkl. Rasieren (8 CHF). Nach 16h ist alles bereit. Ich gehe zu Fuss zum
Sasson Dock. Da sollen am Abend die Fischer ihren Fang nach Hause
bringen. Nach ½h bin ich da. Die Fischer sind auch da, aber weil Ebbe
ist, sind alle schon viel früher zurückgekommen. Die Fische sind schon
weg und sie bereiten sich fürs Auslaufen vor, sobald es genügend Wasser
hat im Hafen. Sie sitzen nämlich alle auf Grund. Es ist auch so
interessant. Fotografieren wäre eigentlich verboten. Einige Bilder habe
ich trotzdem. Am Schluss werde ich noch beschissen, von einem Vogel. Um
17.30h bin ich wieder zurück, es sind wieder über 4km gewesen. Zum
Apero aufs Dach. Dann verschicken der Emails. Keine Stunde später,
bereits die ersten Antworten! Mustafa mein Agent von Seco schreibt per
SMS, dass das Schiff da sei und ich vermutlich am Freitag mein Auto
bekommen werde. Telefoniere noch mit Bea. Um 21h ins "Mondegar",
Chicken Malaia & Butter Naan, dazu Bier, alles gut. Gegen 23h bin
ich zurück und bald im Bett.
Do 29.11
9h Aufstehen, Frühstück. "Büro", Emails beantworten usw. Um 12.45h
mache ich mich auf den Weg zur Elefant Island. Die Fahrt mit dem Boot
dauert etwas mehr als 1h. Sie ist interessant, weil es viele Schiffe
rundherum hat. Um 14.20h sind wir da. Es gibt eine kleine Eisenbahn,
aber sie ist bereits unterwegs. Zu Fuss über den langen Steg zur Insel.
Dann durch viele Verkaufsstände hoch zur Höhle. Zuerst kostet es 5 INR,
denke mir, das ist billig. Aber oben kommt noch eine Kasse und da
schlagen sie zu! Einheimische 10 INR, aber Touristen 250 INR!!!. Ganz
offiziell, in allen UNESCO-Stätten Indiens. Habe schon blöder 5 CHF
ausgegeben, aber die Differenz ist schon sehr happig. Die Höhlen selbst
sind eindrücklich, vor allem die erste, die Haupt-Attraktion. Ein
Tempel aus dem Vollen gehauen. Die anderen 4 Höhlen sind sehr viel
einfacher, die letzte eigentlich nur eine natürliche Höhle. Dann wieder
zurück. Sehe ein Schild, "Canon Hill", da gehe ich hin. Es geht hoch
bis auf 100müM. Da oben gibt es aber nur 2 alte grosskalibrige Kanonen
der Engländer zu sehen. Man hat dafür teilweise einen guten Überblick
über die Insel und den 2km entfernten Container-Hafen, wo mein Auto
ist. War die letzten 3 Wochen nie mehr so nahe bei meinem Auto! Unten
beim Steg ein Bier. Um 16.30h fahre ich zurück. Es windet ziemlich
heftig. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir zurück beim Gate of
India. Zurück im Hotel funktioniert der Schlüssel wieder einmal nicht
mehr. Schnell noch Chips einkaufen und zusammen mit Whisky aufs Dach
zum Apero. Kaum zurück m Zimmer, meldet sich Mustafa per Telefon. Er
ist nicht sicher, ob wir mein Auto morgen auslösen können. Falls es
nicht klappt, wird es Montag, weil der Zoll Sa/So nicht arbeitet. Ich
werde morgen per Taxi zu ihm fahren, dann fahren wir zusammen hin und
werden sehen was läuft. Die Versicherung für Auto und Motorrad kostet
170 USD pro Jahr. Wir klären noch wie ich bezahlen kann (1065 USD +
25300 INR). Um 21h zum Nachtessen ins "Gokul" und nochmals Bargeld
holen. "Mutton Handi" & Butter Roti & Bier(2), schmeckt sehr
gut (275). Um 22.30h bin ich zurück und bald im Bett.
Fr 30.11
7.30h Aufstehen, Frühstück. Um 8.45h mit dem Taxi zu Mustafa. Um 9h bin
ich da. Er hat mir eine SMS geschickt, ich solle erst um 9.30h kommen,
zu spät. Er kommt um 9.15h und wir holen noch einen seiner Angestellten
ab. Mit einem BMW 525 aus Deutschland, den er zurück spedieren muss. Um
10.30h sind wir beim Container Hafen. Da beginnt das grosse Warten. Um
12.20h bekomme ich meinen Container zum 1.Mal zu sehen. Um 14h essen
wir etwas in der Kantine, Fried Rice, nicht schlecht. Dann endlich um
15.45h, der Container darf von einer "Fachperson" geöffnet werden, d.h.
das Siegel wird gebrochen. Mein Auto heraus bringen ist das nächste
Problem. Ein schlanker Angestellter der Seco schafft es in die Kabine
und fährt rückwärts heraus. Es hat nur 1 Türe an den Containern, nicht
2 wie ich gedacht habe. Um 16.25h steht mein Auto vor mir. Alles
scheint in Ordnung zu sein. Dann kommt die Dame vom Zoll zur
Inspektion. Geht reibungslos über die Bühne. Aber jetzt ist es zu spät
um mit dem Umbau zu beginnen. Also wieder zurück in den Container. Die
letzten Meter fährt der Angestellte von Seco ziemlich ruppig, beinahe
ein Crash im Innern des Containers! Er muss fahren, weil ich nicht mehr
hätte aussteigen können. Um 18h ist er wieder drin. Weiteres warten auf
die letzten Stempel und Unterschriften. Um 18.11h ist es soweit, alles
beisammen. Um 18.30h kommt Mustafa zurück. Ich habe inzwischen
unzählige Frage von Leuten beantworten "müssen", die sich auch hier
enorm für mich und mein Auto interessieren. Wir müssen uns beeilen um
die letzte Fähre zu erreichen. Wir fahren zu dritt auf dem Motorrad.
Wir holen den Bus ein und steigen um. Die Fähre fährt um 19.15h. Stefan
hat sich gemeldet auf meine SMS. Sein unbezahlter Urlaub schein OK zu
sein. Er wird vermutlich am 17.12 abfliegen und bis zum 11.1 bleiben.
Auf der Fähre habe ich Zeit zum Antworten. Nach 1h sind wir am Gateway.
Zurück im Hotel, duschen und Chips & Bier. Nach 21h gehe ich
nochmals ins "Gokul" zum Essen. Nochmals Chicken Tikka & Bier.
Zurück im Hotel "Büro" und packen usw.
Sa 1.12
Ich bin heute seit einem halben Jahr unterwegs! 7.30h Aufstehen,
packen, Frühstück. Um 9.15h stehen Mustafa und ein Angestellter bereits
an der Rezeption. In meinem Zimmer übergeben sie mir die Carnets und
den Pass. Ich bezahle ihnen 1065 USD + 25300 INR. Den letzten Dollar
schenke ich Mustafa, er freut sich riesig! Sie bringen mich zur Fähre,
nachdem ich im Hotel bezahlt habe (55190 INR für 10 Tage). Mustafa kann
nicht mitkommen, er muss mit seiner Frau zum Arzt. So fahre ich
alleine. Die Fähre braucht 1h (50 INR). Am Hafen sollte Mangesh
Nangare, der schlanke Mitarbeiter warten, aber er ist nicht da, so
fahre ich alleine zum PUB-Gebäude. Da holt er mich dann ab. Mit meinem
Gepäck will ich nicht auf sein Motorrad. Er organisiert eine
Auto-Rikscha (30). Beim Eingang zum Hafen muss ich warten bis er meinen
Tagespass hat. Um 11.45h holen wir mein Auto wieder aus dem Container.
Sie haben ihn über Nacht prompt verschoben. Um 12.15h kann ich mit
meiner Arbeit beginnen. Zuerst das Dach lösen. Mit einem Hubstapler mit
langer Zunge heben sie mein Dach weg. Nach ¼h ist das passiert. Nun
kann es losgehen mit dem Aufbau. Mangesh hilft tatkräftig mit. Nur
meine "Rätschen" liebt er nicht, so gibt es vermutlich einige
Lackschäden, weil er immer wieder abrutscht. Nach 1h können wir das
Dach wieder montieren. Ich habe vorher noch alle fehlenden Schrauben
ersetzt. Um 16h sind alle Schrauben fest. Mangesh geht zum Zoll und
beginnt den letzten Papierkrieg. Ich baue den Rest noch fertig. Um
16.45h bin ich fertig. Jetzt noch den Rechner auf den neusten Stand
bringen, Karten usw. Um 17h kommt Mangesh mit einem Zöllner. Er
kontrolliert die Chassis-Nummern von Töff und Auto. Es werden noch 2
weiter Kontrollen folgen. Meine Schutz-Elektronik schützt zu gut. Ich
brauche in 2 Anläufen mehr als 10 Versuche, bis der Motor mit
Schutz-Elektronik läuft. Keine Ahnung wieso. Endlich um 17.45h ist es
soweit, wir dürfen das Gelände verlassen. Mangesh fährt mit dem
Motorrad voraus, ich hinterher. Die Sonne geht unter und es wird
dunkel. Nach einen kurzen Tankstopp (20l) geht es in die Nacht hinein.
Zum ersten Mal links fahren, bei Nacht und einem Verkehr, den man sich
in der Schweiz gar nicht vorstellen kann. Es ist manchmal schwierig ihm
zu folgen, aber wir schaffen es. Um 19h sind wir im Hotel Peace Park in
Panvel (2945 INR). Ich habe keine Ahnung wo ich bin! Wir verabschieden
uns. Ich gebe ihm die gewünschten 500 INR = 10 CHF für seine Hilfe. Er
hat wirklich gute Arbeit geleistet, heute und vor allem gestern am
Zoll. Normalerweise braucht es 2 Tage für die ganze Prozedur, er hat es
in einem Tag geschafft! Zuerst unter die Dusche, dann ein Bier im
leeren Restaurant. Alle Tische sind reserviert. Ich denke wieder so ein
Restaurant. Ich hole noch meine Daten aus dem GPS. Erst jetzt sehe ich,
wo ich bin. Mein Zimmer geht nicht auf den National Highway, ist aber
trotzdem nicht ruhig. Auch hier, alle kennen mich wegen meines Autos.
Nach 21h gehe ich zum Essen im Hotel. Und siehe da, es ist voll. Nur
weil ich Hotelgast bin bekomme ich einen Tisch. Der Warteraum, den ich
vorher belächelt habe ist auch voll. Kaum ist ein Tisch frei, schon
wird er wieder belegt. Ich esse Shredet Lamm. Ist sehr gut, könnte auch
aus Thailand sein, dazu Garlic Naan. Zurück im Zimmer telefoniere ich
mit Stefan. Er hat seine Flüge gebucht. Kommt am 18.Dezember in
Mangalore an und fliegt am 11.Januar ab Mumbai zurück. Nachher
telefoniere ich noch mit Bea. Bin todmüde, schlafe trotz Lärm ziemlich
schnell ein.
So 2.12
Ich erwache um 6h, döse aber noch weiter bis 9h. Frühstück, richtig
indisch. Aber sie offerieren mir eine sehr gute Omelette und sogar ein
Glas kalte Milch bekomme ich. Nachher Route planen usw. Trudi schickt
mir eine SMS. Um 11.15h Check-Out. Noch Geld aus dem ATM holen, dann
die sehr staubigen Scheiben waschen. Es hupt, Mangesh steht strahlend
am Strassenrand mit der ganzen Familie auf dem Motorrad und
verabschiedet sich nochmals. Die Strasse ist ziemlich schlecht, man
muss sogar noch dafür bezahlen (10 INR), meist bei Brücken. Ich tanke
mal richtig voll, 68.9 Liter à 51.24 INR = 92 Rp. Bei Nagothana
verlasse ich die Hauptstrasse. Jetzt hat es zwar keinen Verkehr mehr,
aber die Strasse ist fast unvorstellbar schlecht. Zum Glück bessert
sich das wieder ein wenig, aber gut wird sie nie! Ich bin jetzt
wirklich in Indien angekommen. Habe auf allen Reisen zusammen noch nie
so viele Ochsen-Karren gesehen wie heute. Manchmal ist die Strasse so
schmal, dass nicht einmal ein Motorrad vorbei kommt. Er versucht es
natürlich trotzdem. Er streift mich, aber er hat ein Problem, ich
nicht. Ich passiere 2 Pässe, so richtig mit Spitzkehren, aber nur
150müM. Unterwegs gibt es auch Reisfelder. Das Spiel beim Bahnübergang
kenne ich von früher. Bei geschlossener Barriere schliessen sie auf
beiden Seiten 2-spurig bis zum Übergang auf. Wenn der Zug dann durch
ist, geschieht ausser hupen gar nichts, weil sie sich gegenseitig
blockieren! Nach 15h bin ich in Murud. Das Golden Swan Beach Resort ist
ziemlich teuer (3500 INR) und ziemlich einfach fürs Geld. So suche ich
weiter, kehre aber wieder zurück. Richte mich ein. Internet gibt es
hier nicht, dafür Gänse direkt vor meinem Bungalow-Teil. Auch hier ist
mein Auto im Mittelpunkt. Bier gibt es keines, aber das Personal bringt
einem das gewünschte von ausserhalb. Bier trinken und "Büro" auf meiner
Terrasse. Bin heute 119km gefahren. Nach 17h bestelle ich Pommes und
gehe damit zum Apero an den Strand zum Sonnenuntergang. Ein englisches
Ehepaar ist auch da. Wir während die Sonne im Dunst untergeht. Zurück
im Zimmer duschen und Tagebuch auf der Terrasse. 21h Nachtessen im
Hotel. Chicken ???, keine Ahnung wie es heisst, aber es ist sehr gut,
dazu Butter Roti und Salat und Fresh Lemon Soda. Die Leute kommen erst
gegen 21.30h zum Essen. Um 23h bin ich im Bett. Es ist sehr ruhig,
schlafe herrlich.
Mo 3.12
9h Aufstehen, Frühstück à la Card, Omelette Masala & Toast &
Tee & frischen Orangensaft & 1 Glas kalte Mich. Dann geht’s an
mein Auto. Alle Schrauben nochmals kontrollieren. Mangesh hat es nicht
so genau genommen mit dem anziehen. Die Schrauben der Seitenladen haben
sich auf der schlechten Strasse gelöst. Kabel der Kamera richtig
verlegen. Gepäck wieder umpacken und vor allem abstauben, wischen und
am Schluss feucht reinigen. Enorm was sich da an Staub angesammelt hat
im letzten ½ Jahr! Ich schwitze wie die Sau. Kann meine Hosen gleich
auswaschen vor lauter Dreck und Schweiss. Stehe etwa ¼h unter der
Dusche, dann ein kühles Bier auf der Terrasse. Nach 15h gehe ich an den
Strand. Der ist im Moment ziemlich breit, weil Ebbe ist. Bei Flut ist
er fast nicht mehr da. Er ist etwa 2km lang und ziemlich sauber. Ich
gehe bis zur Flussmündung, dann auf der Strasse durch den Ort zurück.
Kaufe Bier & Chips und will schnell im Internet-Café meine Emails
checken. Geht aber nicht, Stromausfall! Zurück im Resort noch den
Fahrzeugrechner bereinigen und auf indische Zeit umstellen. Nachher
Apero mit Whisky & Chips bei Sonnenuntergang im Dunst. Kein
Problem, es hat eine Moschee in der Nähe, so weiss ich genau wenn die
Sonne untergeht. Die Bäume am Strand sind das Zuhause von vielen
grossen Fledermäusen. Die fliegen jetzt alle aus, imposant. Am Morgen
bin ich wegen den Gänsen erwacht und habe sie bei ihrer Rückkehr
gesehen, aber ohne Brille nicht gemerkt, dass es Fledermäuse sind. Erst
jetzt hat es wieder Strom. An der Rezeption erkund ich mich nach
Übernachtungsmöglichkeiten unterwegs, nicht sehr ergiebig. So suche ich
selber in meinen Daten(ohne Internet) und plane die Route für morgen.
Dann Tagebuch & Bier auf der Terrasse. Zum Nachtessen gibt es Chana
Chaat, als Salat, das sind eine Art Nüsse gemischt mit Zwiebeln und
Tomaten, warm serviert. Sehr gut. Zum Hauptgang "Shahi Mutton Rogha"
auch sehr gut, nur ein wenig zu wenig Fleisch, dafür viele Knochen.
Musik hören dann schlafen.
Di 4.12
9h Aufstehen, packen, Frühstück. Die halbe Belegschaft verabschiedet
mich. Um 10.15h fahre ich los. Zuerst der Küste entlang. Nach Janjira
Fort geht es ins Landesinnere. Die Strasse ist sehr schlecht. Aber die
Gegend ist schön, nur muss man sich fast zu fest auf die Strasse
konzentrieren! Zwischendurch fahre ich auf dem geteerten Grundaufbau
der Strasse, ohne Deckbelag. Was sich da nicht gelöst hat hält für
immer! Für die 50km bis zur Hauptstrasse brauche ich 1¾h. Jetzt wird
die Strasse besser, dafür hat es auch mehr Verkehr. Um 13.30h bin ich
auf meinem 1.indischen Pass, 390müM! Richtig mit Spitzkehren und so.
12km vor Khed nehme ich einen jungen Autostopper mit. Er versteht
leider fast kein Englisch. Kurz vor meinem Ziel steigt er aus. Das
Hotel Anmol in Khed ist zwar nicht da wo im Navi vermerkt, aber ich
finde es auf Anhieb. Nach 145km bin ich um 14h da. Das Zimmer ist
riesig, sauber, aber einfach und mit AC kostet es 1000 INR ohne
Frühstück. Ich richte mich ein und gehe dann ins Hotel-Restaurant. Ich
esse etwas Ähnliches wie Risotto, Reis und Dall vermischt, sehr gut.
Nachher führt mich ein Angestellter zum Internet-Café. Da lese ich
meine Emails. Es sind nicht viele, nur Eli & Spyros. Bezahlen muss
ich nichts, ich sei Gast! Dann erkunde ich den kleinen Ort der
Hauptstrasse nach. Kaufe Bier & Chips. Das Bier trinke ich dann
beim Hotel im Schatten Es läuft viel auf der Strasse und die
Hotelangestellten sind auch bald da und wollen das Auto anschauen.
Gegen 18h Duschen, Apero, Musik und nichts tun. Vor dem Nachtessen noch
"Büro". Chicken Handi & Green Salad (Gurke = grün, Tomate, Rüebli,
Randen = rot) ohne Sauce, nur mit Gewürzen. Schmeckt trotzdem nicht
schlecht, von allem viel zu viel (205 INR). Nach 22h bin ich zurück. Es
kommt noch eine ziemlich laute Reisegruppe an. Um 23h schlafen.
Mi 5.12
Das Bett ist ziemlich hart. Darum aufstehen 8h, Frühstück, Omelette
& Toast & Milch & Tee (125 INR). Nachher packen. Um 9.40h
fahre ich los. Zuerst auf der Hauptstrasse. Schon bald geht’s hoch auf
den 1.Pass. Die Strasse ist nicht super, aber gut genug um 60km/h zu
fahren. Viel schneller wird hier meistens sowieso nicht gefahren.
Mühsam sind die oft sehr langsamen Lastwagen, die mit 30-40km/h
unterwegs sind. Ich habe noch ein Problem mehr beim Überholen, weil ich
auf der falschen Seite sitze. Chiplun umfahre ich grösstenteils. Nach
52km (80 Min) verlasse ich die Hauptstrasse bei Kasarwadi. Ich bin auf
einer Hochebene (100müM). Es gibt hier Reisfelder, die sind aber schon
alle abgeerntet. Die Strasse ist mal schlecht mal gut. Unterwegs nehme
ich einen alten Mann mit einem grossen Holzbalken mit. Zum 1.Mal wird
meine Ladefläche gebraucht. Kurz vor Guhagar steigt er aus. Für die
28km habe ich 50 Min gebraucht. Nun beginnt die Irrfahrt. Es ist wieder
eine Hochebene, die bis zum Meer geht. Da sollte gemäss Garmin-Karte
ein Übergang über einen Meeresarm resp. Flussmündung sein. Den gibt es
aber nicht! Auf dem Rückweg nehme ich wieder einen alten Mann mit bis
Guhagar. Er kann mir nicht helfen, weil er mich nicht versteht. Im Ort
steigt er aus. Sofort steht eine Menge junger Leute um mein Auto. Sie
erkennen mich wieder, ich bin hier vor 1¼h (37km) schon einmal
durchgefahren. Sie erklären mir den Weg. Mein Navi will mich immer zur
nicht existierenden Brücke führen. Ich folge dem Rat der Jungen.
Verkehrstafeln gibt es hier keine und wenn, sind sie nicht in Englisch.
Unterwegs frage ich einen entgegenkommenden Fahrer. Ich bin richtig.
Erst nach 9km und 15 Min ist das Navi mit meinem Kurs einverstanden.
Dann nach 18km und ½h die Erlösung, die Brücke! 7km weiter in Narsnge
die nächste Verarschung durch das Navi. Sag deinem Navi in Indien nie
"kürzeste Strecke"! Es führt mich wieder hinunter zum Fluss. Die
Strasse wird immer schlechter. Zum Schluss ist es kaum mehr ein
Feldweg! Es ist sehr schön hier, aber ich muss mich voll auf den "Weg"
konzentrieren, eigentlich fahre ich Off Road! Meine grosse Sorge,
Reifenpanne oder versperrter Weg. Beides trifft nicht ein. Die Strasse
wird langsam wieder besser. Nach 17km und 50 Min bin ich bei Jakadevi
wieder zurück auf einer normal schlechten Strasse. Luftlinie 5km. Die
"schneller Strecke" wäre 20km gewesen auf einer "richtigen" Strasse.
Dafür habe ich jetzt einen Bus vor mir aus dem die Passagiere zum
Fenster hinaus kotzen! D.h. Abstand halten. Das MTDC-Resort in
Ganapatiphule finde ich auf Anhieb. Nach 15h bin ich da. Die Anlage ist
gut. Ich nehme ein Non-AC Zimmer, weil das Meeressicht hat (3758 INR/2
Nächte). Ausladen und Auto parkieren, dann sofort auf ein Bier! Danach
ausruhen, bin heute 175km in 5½h gefahren, davon 37km dank Garmin. Um
17.15h an den Strand. Der ist gross und sehr sauber. Wie üblich hat es
am Abend sehr viele Leute. Es hat viele Stände die frische Kokosnüsse
verkaufen. Ein kleiner Zug für Strandrundfahrten und natürlich Kamele
zum Reiten. Zum Sonnenuntergang bleibe ich am Strand. Whisky &
Chips habe ich dabei. Zurück im Zimmer ausruhen. Um 21h zum Nachtessen
im Hotel-Restaurant. Chicken Tikka Masala & Green Salad & Roti,
dazu Bier. Um 22h bin ich zurück. Lege mich hin bei offener Balkontür.
Erwache um 2h wieder, spanne ein Leintuch vor die Tür und schlafe
weiter. Ich erwache mehrere Male, es ist warm. Den Deckenventilator
lasse ich nicht laufen, aus Angst vor der Zugluft.
Do 6.12
8h Aufstehen, Frühstück. Nachher "Büro" auf dem Balkon. Ich erkundige
mich nach Hotels auf dem Weg nach Goa. Erfolglos. Dafür treffe ich
Renée (46) aus Holland. Sie reist alleine für 6 Wochen durch Indien.
Wir verabreden uns auf 17h. Nachher suche ich ebenfalls erfolglos das
Internet-Café. Das vom Hotel angegebene ist nicht öffentlich. Auf dem
Rückweg gehe ich ein Stück dem Strand entlang. Im Restaurant der
2.Bungalow-Anlage des MTDC treffe ich Renée wieder. Bei Bier &
Fresh Lemon Soda geniessen wir den Strand und reden. Nach etwa 2h geht
sie weiter und ich zurück. Kopiere meine Bilder und nummeriere sie.
Plane die Route nach Tarkarli. Da soll es sehr schön sein. Erkundige
mich an der Rezeption, ob das MTDC-Resort (Maharashtra Tourist
Developement Corporation) dort noch Platz hat. Die sind auch
ausgebucht. Wir werden sehen. Um 17h kommt Renée vorbei. Sie hat sich
entschieden mit mir mitzureisen. Apero auf meinem Balkon. Um 20.30h zum
Nachtessen. Ich esse Chicken Afghani & Roti & Salat, sehr gut.
Um 22h geht Renée zurück in ihr Guesthouse. Ich höre noch Musik, dann
schlafen.
Fr 7.12
7.30h aufstehen, packen. Bringe meine Sachen ins Auto, dann um 8.30h
zum Frühstück. Renée kommt etwas später. Wir verstauen ihren Rucksack,
dann essen. Noch die Autoscheiben reinigen, dann fahren wir um 9.30h
los. Den 1.Teil der Strasse kenne ich schon. Nachher wird die Strasse
wieder besser. Bei Newali Fata kommen wir nach 30km (¾h) auf die
Hauptstrasse NH17. Die Strasse ist meist gut und es hat wenig Verkehr.
Nur in den grösseren Orten nimmt er zu. Wir kommen zügig voran via
Lanja, Rajapur nach Kankavali. Kurz nach dem Ort halten wir zum
Mittagessen. Nach 1h fahren wir weiter. Kurz nachher verlassen wir bei
Kasal die Hauptstrasse. Bis Malwan an der Küste sind es noch 30km. Nach
40 Min sind wir da. Dann der Küste entlang 6km bis Tarkarli. Im
MTDC-Resort hätten sie ein Bungalow, aber nur für 1 Nacht und ziemlich
teuer. So fahren wir ein Stück zurück und finden das Saham Beach
Resort. Sehr einfach aber mitten in einem Kokospalmen Hain. Da bekommen
wir 2 Zimmer im 1.Stock mit schöner Aussicht über die Palmen aufs Meer.
Ohne AC (Sicherung ausgeschaltet) kostet es 800 INR / Zimmer und Nacht
(15 CHF)! Wir richten uns ein. Bin heute 200km gefahren, war 6h
unterwegs, davon 1h Pause. Es war eine leichte Tour. Um 16.30h gehen
wir zum nahen (200m) Strand. Der ist etwa 9km lang. Wir gehen etwa 5km
(1h). Unterwegs treffen wir auf eine Schulklasse, alle wollen uns
fotografieren oder aufs Bild mit uns, eine laute Angelegenheit. Im
letzten Teil hat es viele Fischer, die sich bereit machen zum
Ausfahren. Es sind alles Ruderboote, kein Motor oder Segel. Unterwegs
treffen wir ein Paar aus Östereich, das schon viele Male hier war. Auf
dem Rückweg kaufen wir Mineralwasser im MTDC-Resort. Sonnenuntergang am
Strand ohne Apero. Um 18.30h kurz bevor es dunkel ist sind wir zurück.
Duschen, nachher Apero vor unseren Zimmern auf dem schmalen Gang. SMS
an Markus, er hat heute Geburtstag. Auf dem indischen Handy geht es
nicht, darum mit dem Swisscom-Handy. Erst später finde ich heraus, dass
ich zu wenige Guthaben habe. Zum Nachtessen haben wir Fisch-Steak
bestellt. Um 20h ist es bereit. Schmeckt sehr gut. Der fisch ist
gegrillt und gut gewürzt (Ø 12cm) dazu Reis & Roti &
Fisch-Curry. Nachher noch einen Schlummertrunk vor unseren Zimmern. Um
23h geht Renée ins Bett. Ich noch "Büro" in meinem Zimmer.
Sa 8.12
8.30h aufstehen, 9h zum Frühstück. Renée kommt vom Schwimmen zurück, in
Kleidern wie hier für Frauen üblich. Bis das Frühstück bereit ist geht
es eine Weile. Es gibt Upma & Omelette & indischen Kaffee.
Gegen 10.30h geht Renée die Gegend erkunden. Ich fixiere am Auto die
einzige lose Schraube und hole den Drucker um die Reiseführer für Goa
und Karnataka auszudrucken. Dann "Büro", Tagebuch usw. Um 13.30h bin
ich fertig. Gegen 15h kommt Renée zurück. Wir gehen dem Strand entlang
zum MTDC und essen da etwas Salat & Roti. Nachher gehen wir
schwimmen. Das Wasser ist angenehme 25C° warm. Wir bleiben am Strand
bis zum Sonnenuntergang. Neben uns lässt sich ein vermutlich hohes Tier
nieder, auf jeden Fall hat er einen Polizisten in Uniform als
Begleitung dabei. Der ist ziemlich ungeschickt, wir amüsieren uns
köstlich. Er muss auf das kleine Mädchen aufpassen. Das will natürlich
zum Wasser. Er geht mit und steht dann plötzlich, für Ihn, mit seiner
Uniform im Wasser. Alle andern haben es kommen sehen, nur er nicht!
Nachher suchen und finden wir den "Beer Shopee" (2km pro Weg!). Dann
zurück ins Hotel. Wir bestellen das gleiche Nachtessen wie gestern und
geniessen nachher zum Apero indischen Rotwein & Chips. Das Essen
ist pünktlich um 20.15h fertig. Schmeckt wieder sehr gut. Mit Bier fast
noch etwas besser! Zum Schlummertrunk auf unseren "Balkon". Um 23h geht
Renée schlafen. Ich versuche noch die SMS von Stefan zu beantworten.
Erst nach 5 vergeblichen Versuchen merke ich, dass mein Guthaben unter
5 INR ist, so viel kostet eine SMS. Also nochmals schreiben auf dem
Swisscom-Handy. Dann schlafen.
So 9.12
8h aufstehen, "Büro". Um 9h Frühstück. Heute Pooha & Omelette &
ind. Kaffee. Nachher packen. Wir bezahlen für 2 Nächte in 2 Zimmern mit
Frühstück und Nachtessen zusammen 4200 INR = 75 CHF! Um 11h fahren wir
los, die gleiche Strecke wie beim Hinfahren. Bei einer
Polizei-Kontrolle klärt mich Nathan der Polizist auf, dass es verboten
sei im Auto Alkohol mitzuführen. Er hat eine Flasche Bier hinten im
Auto gefunden. Nach 1¼h (35km) sind wir zurück auf der Hauptstrasse.
Nun geht es zügig weiter. Kasal, Kudal bis Sawantwadi. Da halten wir
für ½h und schauen uns ein schönes Gebäude an. Um 13.30h fahren wir
weiter. Nach 20 Min passieren wir die Grenze zu Goa. Lastwagen werden
da kontrolliert, ich darf durch ohne Kontrolle. Um 14.30h überqueren
wir den Mandowi River. Die 1.Ausfahrt nach Panaji (Panjim) verpasse
ich, so fahren wir einen kleinen Umweg. Im Ort nochmals einen kleinen
Umweg, dann sind wir sehr nahe beim Hotel. Es ist 15h (143km). Das
Hotel Mayfair passt uns (1030 INR). Wir nehmen wieder 2 Zimmer. Noch
das Auto umparkieren, dann ein kühles Bier im Garten. Einrichten und
ausruhen. Um 16.30h erkunden wir die Umgebung. Die
Hauptsehenswürdigkeit ist die Kirche "Marias unbefleckte Empfängnis"
(Church of our Lady of the immaculate Conception) 5 Min vom Hotel. Rund
um den Municipal Garden findet ein Markt statt. Es ist Sonntag und es
hat sehr viele Leute. Dann eine kleine Tour durch den alten Teil der
Stadt im Osten, mit niedrigen Häusern. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang
sind wir wieder am Mandowi River. Im "Quarterdeck" am Fluss gibt es
Bier zum Apero. Wir sehen die Sonne zwar nicht, aber es ist eine schöne
Stimmung. Gegen 19.30h nochmals einen kleinen Rundgang zur jetzt
beleuchteten Kirche, dann zum Nachtessen ins "Upper House". Ein
gestyltes Restaurant mit Live Musik. Die 3 Musikanten schlafen fast ein
und verfolgen während des Spielens gespannt das Fussballspiel im
Fernseher! Das Essen, "Pork Sorpotel" ist sehr gut. Um 21.30h gehen wir
auf Umwegen zurück ins Hotel. Ich rufe Muetti & Papi mit dem Handy
an. Wir haben auch hier kein Internet im Hotel. Es kostet verblüffend
wenig, 6.4 INR/Min = 12 Rp! Nachher rufe ich bei Maja an, da feiern sie
den Geburtstag von Markus, wie üblich mit einem Fondue Chinoise. Bea
erreiche ich nicht. Ich schlafe ein und erwache erst um 1.30h, das
Licht brennt immer noch.
Mo 10.12
Aufstehen 8.30h, rasieren und "Büro". 9h Frühstück im "Garten",
Omelette & Toast & ind. Kaffee. Um 10.30h ziehen wir los zum
Mandowi River. Da gibt es einige schöne Gebäude der Regierung. Weiter
zum Markt. Der ist interessant. Wir trinken einen Papaya-Saft und eine
Lasse für total 30 INR. Auch hier hat es Bilder von Mario, dem lokalen
Künstler, wie in unserem Hotel. An vielen Orten wird Weihnachts-Schmuck
verkauft. Die Portugiesen war hier, darum sind viele Leute katholisch.
Dann geht es weiter zum Campal Garden, eine schöne Anlage am Fluss. Am
Schluss zur Kala Academy. Die liegt in einem schönen Park am Fluss.
Beim Leuchtturm machen wir Pause. Nach ½h wieder zurück. Renée besucht
das Mario-Museum etwas ausserhalb. Ich suche und finde ein
Internet-Café. So kann ich nach einer Woche wieder einmal meine Emails
lesen. Mustafa hat nur die Kopie für die Versicherung des Motorrades
geschickt, also nochmals anfordern. Dann verschicke ich Emails, dass
ich in Goa bin. Alles ist sehr langsam, brauche 1h. Dafür ist es
billig, 25 INR inkl. eines Ausdrucks. Um 14.30h bin ich zurück um Hotel
und geniesse ein Bier im Garten. Gegen 16h gehe ich zur grossen Kirche
und schaue sie mir auch von Innen an. Auf dem Rückweg besichtige ich
den Mahalaxmi Tempel nahe beim Hotel. Nach 16.30h bin ich zurück. Sie
haben unser Hotel mit Papier-Sternen geschmückt, die nachts leuchten.
Renée kommt auch zurück und wir gehen zusammen den alten Teil der Stadt
anschauen. Unterwegs essen wir etwas Spezielles. Hohle Gebäck-Kugeln,
die mit Dall, Zwiebeln usw. gefüllt werden. Sehr gut. Im alten Teil
sind die meisten Gebäude 2-stöckig. Darunter hat es sehr schöne. Die
einen sind gut unterhalten, die andern verfallen. Schade. Im "Venite"
gibt’s Apero. Palm Fine für mich, ähnlich wie Arak in Indonesien,
Cashew Nut Fine für Renée. Nachher noch ein Bier. Wir sitzen auf einem
extrem kleinen Balkon. Um 20h sind wir im Hotel. Duschen, dann
Schmutzwäsche abgeben, dann zum Nachtessen. Die Chefin empfiehlt das
"Hors Shoe".Das ist aber heute geschlossen. So gehen wir ins "Viva
Panjim". Da kann man draussen essen. Wir nehmen das Tages-Menu. Ich
Schweins-Steak, sie Fisch an einer sehr guten Aprikosen-Sauce. Dazu
Gemüse & Pommes. Schmeckt ausgezeichnet. Zum Dessert
"Caramel-Chöpfli"! Nach 23h schmeissen sie uns raus. Um 23.30h sind wir
zurück. Um 2.30h erreiche ich endlich Bea. Dann schlafen.
Di 11.12
Aufstehen 8.30h, Frühstück wieder wie gestern. Renée schreibt mir noch
einige Tipps auf. Sie geht heute nach Chandor, ich bleibe noch eine
Nacht. Wahrscheinlich treffen wir uns in Agonda wieder. Um 11h geht sie
auf den Bus. Etwas später mache ich mich auf den Weg nach "Old Goa".
Ich will mit dem Bus dorthin fahren. Bis ich weiss wo, ist es ziemlich
mühsam. Die einen sagen bei der Kirche, die andern an der Hauptstrasse.
Ein Polizist schickt mich zum Bus-Terminal. Da fährt er dann auch. Habe
dafür etwa ½h gebraucht. Die Fahrt dauert 20 Min (10 INR), ziemlich
gemächlich. Um 12.30h bin ich da. Es gibt da vor allem Kirchen zu
sehen. Zuerst die Kirche von Franz von Assisis, dann die Kathedrale
gleich dahinter. Etwas weiter weg die Kirche St.Cajetan. Alle 3 sind
imposante Bauwerke. Dann gehe ich ein Stück dem Fluss entlang zurück
zur St.Katharina Kapelle, die muss ich besuchen. War in Zürich während
20 Jahren "meine" Kirche. Auf der andern Seite der Hauptstrasse liegt
die Basilika Bom Jesus. Die ist auch sehr imposant, aber im Gegensatz
zu den andern aussen dunkel, nicht weiss. Hier liegt das Mausoleum von
St.Franzis Xavier, dem Stadtheiligen. Dann brauche ich ein Bier etwas
weg vom Rummel. Ich werde von einem Einheimischen eingeladen. Sein
Englisch ist schrecklich, kaum zu verstehen. Dann schaue ich mir noch
das verfallene Kloster St.Augustine an. Dann mache ich mich auf den
Heimweg. Nach 20 Min bin ich zurück in Panjim beim Bus-Terminal. Es ist
15h. Im Hotel duschen und ruhen. Um 17h gehe ich an den Fluss zum Apero
ins "Quarterdeck". Bier & Pommes. Es geht ein leichter kühler Wind
am Fluss. Um 19h bin ich zurück. "Büro" und Musik. Um 21h gehe in ins
"Sher E Punjab", da kann man im Freien essen. "Mutton Kheema & Egg"
schmeckt sehr gut. Ist fein gehacktes Schaf, sehr lange gekocht und gut
gewürzt. Um 21.30h bin ich zurück. Telefoniere noch mit Elena. In Höngg
hat es 30cm Schnee! Dann schlafen.
Mi 12.12
8h Aufstehen, packen, Frühstück und dann Scheiben reinigen. Um 10.30h
fahre ich los. Komme zügig voran. Nach 20 Min bin ich auf der Brücke
über den Zwari River. Es hat ziemlich viel Verkehr, aber es läuft gut.
Um 11.15h bin ich in Margao. Da hat es viel Verkehr. Um 12h verlasse
ich die Hauptstrasse NH17 nach 65km. Die 1.5km am Anfang sind wieder
sehr schlecht, aber nachher wird die Strasse wieder gut. Etwa 500m vor
dem Rama Guesthouse in Agonda treffe ich Renée wieder und nehme sie das
letzte Stück mit. Sie hat recht, es ist ein wunderschönes Resort mit
kleinen Holzhütten direkt am Meer. Renée schnappt sich eine Hütte ganz
vorne. Meine ist weiter hinten, aber morgen bekomme ich eine weiter
vorne. Renée handelt noch den Preis von 1200 auf 800 INR (15 CHF)
herunter. Dann ein kühles Bier. Um 13.45h ist meine Hütte bereit.
Einrichten und Emails lesen. Es hat hier Internet! Bin heute "nur" 70km
gefahren. Um 15.30h treffe ich Renée am Strand. Wir gehen dem Strand
entlang zur "German Backery". Da gibt es Apple Pie & Bier. Zurück
gehen wir durch das Dorf, nur das letzte Stück dem Strand entlang.
Renée ist bereits zum 3.Mal hier und fühlt sich fast wie zu Hause.
Zurück in der Hütte, muss ich einen Brief ans Steueramt verfassen. Sie
haben den Abzug von 50000 CHF für meinen Anteil an der
Überbrückungsrente gestrichen! Darum muss Stefan noch Einspruch erheben
bevor er abreist. Zum Sonnenuntergang Apero am Strand. Richtig
kitschig, keine Wolke. Nach 20h Nachtessen bei uns. Etwas ähnliches wie
Spinat mit Schaf, sehr gut. Dazu Aloo Parat, Fladenbrot mit Kartoffeln
gefüllt, auch sehr gut. Zum Abschluss einen Feni. Nachher rufe ich noch
Sandra an, sie hat heute Geburtstag. Anschliessend Stefan. Um 24h ins
Bett. Es ist kühl, ich brauche eine Decke!
Do 13.12
Aufstehen 8.30h, "Büro", Frühstück. Renée schrieb mir einige Orte auf,
die sie gut findet. Die suche ich auf meinen Karten und im LP
(LonelyPlanet). Später ein Bier am Schatten und sonst nichts tun. Gegen
17h mit Renée ans südliche Ende der Bucht spazieren. Es ist extrem
tiefe Ebbe. So können ziemlich weit gehen, ohne über Felsen zu
klettern. Da hat es Frauen, die Muscheln von den Felsen kratzen und
Fischer die ihre Netze flicken. Es gibt da auch einen Campingplatz,
voll mit meist deutschen "Abenteurer". Vom einfachen Camper bis zum
Super-Expedition-Fahrzeug gibt es alles. Apero am Strand. Zum
Nachtessen kommt Dave vorbei, ein Holländer, den Renée aus früheren
Jahren kennt. Da meine Verdauung etwas gestört ist, bestelle ich
Cannelloni. Sind sehr gut, haben aber nichts mit Cannelloni zu tun,
eher Lasagne, aber auch das nicht. Mit extrem viel Knoblauch. Um 23h
bin ich im Bett.
Fr 14.12
8.30h Aufstehen, Frühstück. Mit Renée die programmierten Punkte
überprüfen, dann schwimmen. Renée trifft Dave zum Lunch. Ich
programmiere die Route bis Mangalore. Bei einem Bier am Schatten treffe
ich eine Familie aus Winterthur. Wir reden und natürlich wollen sie ein
Auto sehen. Am Strand warte ich auf Renée und Dave. Rechtzeitig zum
Apero sind sie da. Später kommt Jolanda dazu, eine Schweizerin die im
Allgäu lebt. Um 19h gehen wir zusammen ins "Simrose" zum Nachtessen.
Ein schönes Restaurant, heute mit Live-Musik. Ich esse Chicken Tikka
mit Reis. Schmeckt gut, ist ein bisschen wenig. Jolanda geniesst es
wieder einmal Schweizerdeutsch zu sprechen. Um 22.30h sind wir zurück.
Versuche mit Jolanda noch ihr Email-Konto zu öffnen. Geht nicht, Frau =
falsches Passwort? Dann gehe ich schlafen.
Sa 15.12
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück, "Büro". Nach 11h Abschied von
Renée, sie bleibt noch eine Weile hier und Jolanda, sie wird sich
melden, wenn sie in Kerala ist. Auf dem Weg zur Hauptstrasse übersehe
ich eine Schwelle und muss voll auf die Bremse. Einer meiner Klappkörbe
wird dabei beschädigt. Auf der NH17 geht es weiter. In Canacona halte
ich kurz um Bargeld abzuheben. Die Strasse ist meist gut und der
Verkehr hält sich in Grenzen. Zeitweise ist es ziemlich kurvenreich. In
einer dieser Kurven muss ich wieder einmal voll in die Bremse steigen,
weil ein Bus einen Lastwagen überholt. Mit rauchenden Reifen schaffe
ich es knapp. Der Bus bremst nicht einmal. Der nachfolgende Fahrer
zeigt anerkennend mit dem Daumen nach oben! Sonst ist es eine schöne
Strecke. Bei Mandangeri verlasse ich die Hauptstrasse und fahre nach
Gokarna. Von da auf einer schmalen Strasse zum Om Beach. Da ist das
Namaste Café mit Zimmern. Das Zimmer ist nicht überwältigend (800 INR),
aber ich bleibe. Der Strand ist super. Nach einem Bier erkunde ich den
Strand. Es gibt mehrere Buchten. Ich gehe etwa 1km bis zu den Felsen,
dann wieder zurück. Dazwischen schwimmen. Es hat hier relativ viele
Leute, meist Inder, aber auch Ausländer. Es gibt "Damen" mit
String-Bikini, was hier so ziemlich daneben ist. Zurück im Bungalow,
"Büro". Zum Apero kaufe ich Chips und setze mich auf einen Felsen am
Strand. Jetzt sind auch indische Frauen am Baden. Es ist eine schöne
Abendstimmung. Auf dem Rückweg noch ein Bier, dann Musik hören. Um 21h
Nachtessen. Chicken Gulasch ? auf Mashed Patatos, schmeckt gut, ist
aber viel zu viel. Der russische Salat mit Apfel, Banane, Ananas,
Kartoffel, Gurke und Rüebli, ist gewöhnungsbedürftig. Um 22.30h bin ich
im Bett. Mein Magen macht immer noch Kapriolen, ohne dass es mir
schlecht geht. Muss aber um 3h auf die Toilette.
So 16.12
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück mit Spanish Omelette & Hash
Patatos. Die Omelette ist mit Eiweiss-Schaum bedeckt. Schmeckt gut, ist
aber viel zu viel. Um 10.30h fahre ich los. Zurück auf die NH17 (NH =
National Highway!) . Etwa für ½h ist die Strasse gut, aber dann ist
fertig lustig. Sehr schlechte Strasse wechselt ab mit noch schlechterer
Baustelle. Zudem hat es viele Lastwagen unterwegs, obwohl Sonntag ist.
Die Gegend ist interessant, viele Flüsse und die Küste. Nur muss man
sich aufs Fahren konzentrieren. Die Inder fahren heute besonders
schlecht (Neumond, Sonntag?). Ich muss mehrere Male anhalten,
wenigstens ohne Vollstopp, weil ein entgegenkommendes Fahrzeug
überholt. Vor Mundeshwara wird die Strasse wieder besser. Um 13h bin
ich da. Alles voll Pilger-Fahrzeuge. Das Hotel überzeugt nicht, so
beschliesse ich weiter zu fahren, zumal die Strasse jetzt gut ist.
Bevor ich weiter fahre, will ich noch den Tempel besichtigen. Beim
Parkplatzsuchen bleibe ich im Sand stecken. Vier junge Männer helfen
mir wieder raus. Auf einem Hügel hat es eine riesige (20m) Shiwa
Statue. Ich erspare mit den Aufstieg, weil es heiss ist und diese
Monumente von weitem meist besser aussehen als von Nahem. Nach ½h fahre
ich weiter. Die NH17 ist nur kurze Zeite gut, dann geht es wieder
weiter wie vorher, mit Strasse und Fahrern. Ziemlich mühsam. Einmal
muss ich sogar von der Strasse runter, weil gleich 3 Busse
nebeneinander entgegen kommen und den Weg versperren! Vor Udupi
verlasse ich auf Umwegen die Hauptstrasse und fahre nach Malpe an der
Küste. Da ist sehr viel los. Im Paradise Isle bekomme ich ein Bungalow
(3000 INR). Ziemlich teuer, aber nicht schlecht. Es ist 15.45h, ich bin
188km gefahren, war 5h unterwegs und habe mir das kühle Bier redlich
verdient. Am Nebentisch isst ein Paar aus Bangalore. Sie wollen
nächstes Jahr in die Schweiz. Ich gebe ihnen einige Tipps, GA,
Jugendherberge usw. Um 17.30h gehe ich Chips einkaufen und setze mich
an den Strand. Der ist ziemlich gross, weisser Sand und sehr viele
Leute. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Leute an einem Strand
gesehen. Es ist auch sehr viel los, Piratenschiff-Schaukel, 8-er-Bahn,
Motorboote, Jet Ski, Gleitschirm mit Boot, Glace-Verkäufer usw. Es ist
Sonntag. Muss immer aufpassen, dass niemand über mich fällt, wenn ich
am Boden sitze. Einmal passiert es dann doch, schade um den Whisky.
Zurück m Hotel telefoniere ich mit Muetti & Papi, dann mit Bea.
Internet gibt es nur in der Lobby, dafür funktioniert es gut. Lege mich
hin und höre Musik. Schlafe ein und erwache erst kurz vor 22h. Schnell
ins Restaurant zum Nachtessen. Das Essen ist gut. Nach mir schliesst
das Restaurant. Vor dem Hotel finden am Strand die Wahlen zum Mister
United im Bodybuilding statt. Ziemlich laut und mit viel Feuerwerk. Ich
versuche vergeblich einen Schnaps aufzutreiben. Um 23h telefoniere ich
mit Stefan. Er fliegt morgen ab nach Mumbai. Nachher noch mit Elena. Um
24h bin ich im Bett.
Mo 17.12
Aufstehen 8.30h, rasieren, es hat sogar warmes Wasser! Dann Frühstück.
Das Paar aus Bangalore setzt sich zu mir an den Tisch. Sie müssen aber
bald aufbrechen. "Büro". Um 11.30h fahre ich mit einer Auto Rikscha
nach Udupi zum Krishna Tempel (106 INR). Um den Tempel herum gibt es 8
kleine Klöster. Es gibt da 2 grosse Wagen die für eine Prozession
bereitgestellt sind. Es hat nicht viele Leute. Ich besuche einige der
kleinen Tempel. Dann trinke ich in einem kleinen Restaurant Fresh Lemon
Soda. Nach 1h fahre ich wieder zurück. Ein kühles Bier, dann ruhen. Um
16h gehe ich an den Strand. Zuerst etwa ¼h nach Norden, dann zurück und
nach Süden bis zur grossen Werft. Um 17h bin ich zurück am Strand beim
Hotel. Gehe schwimmen mit der "Drinking Camera" und mache ein paar
Bilder. Dann setze ich mich hin, Apero & Sonnenuntergang. Es hat
nicht mehr so viele Leute wie gestern, aber immer noch genug. Nachher
zurück, Bilder kopieren usw. Um 21h zum Nachtessen. Butter Chicken
Masala & Green Salad & Reis. Schmeckt gut. Es läuft eine
Geburtstag-Party, darum müssen wir in einem Pavillon essen. Nachher
noch ins Internet. Markus erreiche ich nicht. Um 23h bin ich zurück.
Musik und warten auf Stefans SMS. Um 1h ist er im Hotel in Mumbai und
ich kann schlafen. Ein Wachhund winselt alle 5 Min!
Di 18.12
Bin heute seit 200 Tagen unterwegs! 8h Aufstehen, packen, Frühstück.
Ich verzichte auf die Omelette, weil sie heute ganz kalt ist. Nachher
Scheiben Waschen und fertig packen. Um 10h fahre ich los. Nach ¼h bin
ich auf der Hauptstrasse. Stelle fest, die Inder fahren immer so hier,
ziemlich nervig. Vor allem die Busse. Die überholen immer, selbst wenn
der Entgegenkommende eine Vollbremsung machen muss, wie ich es selbst
auch erlebt habe. Kann durchaus sein, dass er dich halsbrecherisch
überholt und 50m weiter anhält um Leute ein und aussteigen zu lassen.
Mehrmals passiert! Um 11h bin ich in Mulki. Da verlasse ich die
Hauptstrasse NH17 und fahre über zum Teil sehr schmale Strassen zum
Flugplatz Mangalore. Um 12h bin ich da. Der Flugplatz liegt auf einem
Hügel! Rundherum geht es hinunter. Die Strasse hoch hat 5 Spitzkehren!
Der Flug sollte um 12.15h da sein, so steht es auch auf der
Ankunft-Tafel. Er kommt aber erst um 13h. Ich warte mit vielen andern
auf einem kleinen Hügel mit Blick auf die Landebahn. Um 13.15h steht
Stefan vor mir. 5 Min später fahren wir los. Das Golden Sand in Ulal
finden wir auf Anhieb, aber es passt uns nicht. Wir beschliessen der
Küste entlang zu fahren und eine Unterkunft zu suchen. Es ist jetzt
14h. In Someshwar hilft uns ein junger Mann beim Suchen. Er fährt mit
dem Motorrad voraus und befragt die Leute. Erfolglos, wir bezahlen ihm
100 INR. Man schickt uns nach Karargod, es ist bereits 15.30h. Bis da
sind es 40km. Nach 1h sind wir da. Der indische Fahrstil lässt Stefan
nicht in Ruhe neben mir sitzen. Hier finden wir zwar 2 Resorts, die
sind uns aber viel zu teuer, 28‘000 und 50‘000 INR = 500 und 1000 CHF!
Um 17.30h sind wir zurück auf der Hauptstrasse. Gegen 18h sind wir in
Kahangad. Auch da verläuft die Suche vorerst erfolglos. An einem
geschlossenen Bahnübergang werden wir von einer Gruppe junger Leute in
Beschlag genommen. Am Ende des Ortes finden wir das "Raj Residency".
Ein neues Hotel mit super Zimmer (4100 INR). Da bleiben wir. Wir sind
todmüde. Ich bin heute statt der geplanten 80km, 170km weit
gefahren, war total 7h und 1½h unterwegs! Apero im Zimmer, mit neuem
Whisky aus der Schweiz. Gegen 21h gehen wir zum Nachtessen auswärts.
Das empfohlene Restaurant soll im Umbau sein, so gehen wir in ein
anderes. Das Essen ist gut (274 INR), aber es gibt kein Bier. Auf dem
Rückweg gibt es ein Bier im Hotel Landmark. Die Bar schliesst aber
bald. Um 23h sind wir zurück und gehen schlafen.
Mi 19.12
8.30h Aufstehen, Frühstück mit gutem Buffet und frischer Omelette.
Route planen bis nach Kannur, um nicht wieder wie gestern ins blaue
suchen müssen. Um 12.45h fahren wir los. Der Verkehr ist nicht so
dicht, aber in Payyannur fahren wir in einen Stau wegen einer
Baustelle. Wir stehen ¼h. Wenn wir endlich wieder fahren können, drehen
die Inder total durch. Die Busse überholen in der 3. und 4.Spur, es hat
aber nur 2 Spuren! Vor der Baustelle quetschen sie sich dann wieder
zurück auf die einzige Spur in der Baustelle, die wechselseitig benutzt
wird. Bis Kannur sind es noch 40km, die Strasse ist jetzt um einiges
besser als vorher. Gegen 15h sind wir da. Ein abenteuerlicher Weg führt
uns durch die Quartiere der Stadt bis zu einer Brücke über den Fluss.
Das gesuchte Wave Resort hat seine Position auf der eigenen Webseite
falsch eingezeichnet. Wir suchen auf eigene Faust. Der Weg ist schmal
und steil und meist unbefestigt. Niemand kennt das Resort. Wir wenden.
Auf dem Rückweg sehen wir uns das "Sea Shell, Haris Home" an. Es
gefällt uns, wir bleiben (3000 + 500 INR für VP). Es ist wunderschön
gelegen, auf einem Felsen über dem Strand. Es ist 15.30h, wir sind 73km
gefahren. Zuerst ein Bier, dann einen kleinen Lunch. Apero zum
Sonnenuntergang auf unserem Balkon. Die Inder die hier waren, sind
abgereist, wir sind nun die einzigen Gäste. Ab 22.Dezember ist hier
voll. Sie sind an den letzten Vorbereitungen. U.A wird ein Boot mit
Tischen darin auf der Terrasse vorbereiten. Unser Nachtessen wird da
serviert. Da es eine Premiere ist, werden wir fotografiert und gefilmt!
Rabatt wollen sie uns dafür aber keinen geben. Das Essen ist sehr gut.
Ich bekomme einen gegrillten Fisch und Crevetten an einer guten Sauce,
dazu Biriani (Reis) und Roti. Stefan etwas Vegetarisches. Nach einem
Schlummi sind wir um 23h im Bett.
Do 20.12
8.45h Aufstehen, Frühstück, mit Omelette. "Büro", Hotel suchen im
Internet und nachfragen im Hotel. Ich finde das Beach Heritage in
Kozhikode(Calicut). Das sei gut meinen die Leute hier, und fragen
telefonisch nach. Wir reservieren vom 22. - 24. evtl. 25.Dezember. Um
14h gehen wir an den Strand hinunter und gehen bis zum anderen Ende,
etwa 1km. Hinter dem Strand beginnen die Backwaters, da hat es einige
Häuser und eine Moschee. Es hat auch einige Fischer. Um 15h sind wir
zurück. Nach dem Duschen gibt es Lunch. Für mich wieder einen Fisch.
Ist wieder gut. Bestelle zum Nachtessen etwas anderes als Fisch. Wir
einigen uns auf Beef (Rind). Per Email wird die Reservation bestätigt.
Wir haben über Weihnachten sicher ein Bett. Gegen 17h gehen wir
schwimmen. Es hat hohe Wellen. Die jungen Einheimischen baden in den
Backwaters, gleich hinter dem Strand. Nach dem Schwimmen machen wir
Fotos für das Weihnachts-Email mit Chlaus-Sack am Strand. Die Fischer
kommen um zu sehen was wir da machen bei ihren Booten. Pünktlich zum
Sonnenuntergangs-Apero sind wir zurück. Wir sind nicht mehr alleine,
eine Familie mit Kindern ist angekommen. Um 21h Nachtessen, für mich
mit Beef Curry, sehr gut. Neue Gäste treffen ein, ein Paar.
Telefonieren mit Bea und Markus. Noch einen Schlummi auf unserem
Balkon, dann schlafen. Wir haben die Klimaanlage während des
Nachtessens eingeschaltet und schlafen bei ausgeschalteter Anlage und
geschlossenen Fenster sehr gut, keine Moskitos wie gestern.
Fr 21.12
Heute soll der letzte Tag der Welt sein, also stehe ich bereits um
8.15h auf!?! Tagebuch auf dem Balkon. 9h Frühstück. Am Strand schaufeln
sie von Hand einen Graben um die Backwaters wieder mit dem Meer zu
verbinden. Der Sand wurde durch die hohe Flut vor einer Woche
aufgeschüttet. Nachher das Aufbaudach abdichten. An einer Stelle wurde
das Blech deformiert, als ich mit flatterndem Dach unterwegs war im
Iran. Dazu muss ich einige Schrauben wieder lösen, dann die Dichtmasse
unter das Blech bringen, dann die Schrauben wieder anziehen. Das ist
eine schwitzige Angelegenheit bei diesen Temperaturen. Gegen 1h bin ich
fix und fertig. Einige Angestellte standen bereit um mir zu helfen.
Dann duschen, Bier und ruhen. Sie haben es gehschafft, die Backwaters
ergiessen sich als imposanter Fluss ins Meer. Etwa 1m wird abgelassen,
das dauert mehr als eine Stunde und hinterlässt eine tiefe Schneise im
Strand. Um 15h Mittagessen. Nachher wollen wir den anderen Strand
erkunden und das Wave Resort finden. Die Strasse führt um viele Ecken.
Wir finden einen kleinen Strand, der ist aber am Verschwinden, weil die
Flut kommt. Beim Wave Resort kehren wir um. Es liegt etwa 1km vom Sea
Shell entfernt. Zurück an unserm Strand schauen wir uns das neue
Flussbett an und gehen schwimmen. Apero auf unserem Balkon. Um 21h
Nachtessen. Um 22.30h rufe ich Monika an, sie hat heute Geburtstag.
Später ruft Stefan noch Andrea an.
Sa 22.12
Aufstehen um 8.30h, die Welt steht noch, Frühstück, Packen. Beim
Bezahlen steht Aussage gegen Aussage. Ich habe ausdrücklich gefragt
Vollpension für 3500 INR und Hari hat OK gesagt. Jetzt wollen sie doch
250 pro Mahlzeit und Person, also 4000 INR. Dafür haben sie nicht alle
Bier verrechnet, das sage ich ihnen dann auch nicht. Um 11h fahren wir
los. Das 1.Problem, die Ausfahrt ist sehr eng. Nach ¼h sind wir auf der
Hauptstrasse. Die Strasse ist hier gut, aber es hat sehr viel Verkehr.
In Thalassery herrscht Chaos. Sie leiten den Verkehr von der
Hauptstrasse auf Nebenstrassen um. Wir brauchen für 2km 10 Minuten und
viel Nerven. Mit den Bussen immer dasselbe Spiel, halsbrecherisch
überholen, dann anhalten. Einen ganz dreisten habe ich mir zum Feind
gemacht. Ich habe ihn nämlich 3 Mal abgeklemmt und er musste wieder
hinter mir einspuren. Er hat ziemlich geflucht. Eingangs Kozhikode
verpassen wir die Abzweigung zur Beach Road und müssen noch über 3km
länger auf der Hauptstrasse fahren. Das Beach Hotel finden wir auf
Anhieb. Das Zimmer ist riesig, mit Veranda, aber zur Strasse hin. Mal
sehen wie laut es ist. Es ist 14h, wir sind 88km gefahren. Sie müssen
das Zimmer noch reinigen. Wir trinken in der Bar ein Bier. Nachher
einrichten. Um 16h erkunden wir die Stadt. Zuerst suchen und finden wir
die Post. Dann gehen wir Richtung Zentrum. Die Kathedrale bleibt heute
geschlossen, so sehen wir sie nur von aussen. Im Mananchira Park essen
wir Glace, nachher gibt es in der Nähe einen Tee. Auf dem Rückweg
machen wir Bahnübergang-Studien. Der Wärter kann die Barriere kaum
schliessen, weil Autos und Motorräder auf den Geleisen stehen und immer
wieder neu hinein fahren. Die Fussgänger warten sowieso nicht. Erst
wenn der Zug nur noch 50m entfernt ist, stoppen sie! Das kaufen eines
Biers ist hier ziemlich schwierig. Der staatliche Alkohol-Laden ist
zwar offen, es hat aber eine lange Kolonne. Wir verzichten und kaufen 2
Flaschen in einer Bar. Apero am Strand mit spanisch Nüssli und Whisky.
Dazu Besuch von 2 jungen Männern und sehr vielen Moskitos. Wir bleiben
nicht lange. Zurück im Hotel, duschen und den Rest des Apero. Im Garten
haben sie Tische aufgestellt für das Nachtessen. Es ist ziemlich voll
wenn wir hinunter gehen. Ein Paar macht uns Platz. Am nächsten Morgen
stellt sich heraus, dass sie aus der Schweiz sind. Das Essen ist gut,
das Bier sowieso. Zum Abschluss einen Brandy (Morpheus) und Dessert.
Nach 23h gehen wir ins Bett.
So 23.12
8.30h Aufstehen, Frühstück. Das Ehepaar von gestern gibt sich als
Schweizer zu erkennen. Nachher "Büro" usw. Stefan geht einkaufen.
Nachher Weiterreise planen, Emails nach Wayanad. Einige geben sofort
Antwort, sind aber voll oder zu teuer. So schreiben wir noch weitere
Emails, der Küste entlang. Nachher gehen wir 1km den Strand entlang. Es
hat viele Leute, weil Sonntag ist. Am Wendepunkt trinken wir Fresh
Lemon Soda und machen uns dann auf den Rückweg. Im Hut-Service, eine
grosse Bambushütte im Hotelareal trinken wir ein Bier. Das 2. dann im
Garten. Apero in unserer Veranda. Es hat hier enorm viele Moskitos. "We
are famos for that" hat man uns gesagt! Nach 20h treffen wir Christian
& Jasemine, das Ehepaar aus der Schweiz zum Nachtessen im Garten.
Das Essen ist gut und es gibt viel zu erzählen. Zum Abschluss noch
einen Brandy. Im Zimmer noch mit Muetti & Papi telefonieren.
Mo 24.12
8.30h Aufstehen, Frühstück. Kein Internet in ganz Kerala (AsiaNet)! Die
Rezeption ist keine Hilfe, wenn es darum geht Informationen über
anderer Orte und Hotels zu bekommen. Nach 12h machen wir uns auf den
Weg zur Kuttichira Moschee. Da kommt ein alter Mann zu uns und bietet
sich als Führer an. Jan ein anderer Schweizer im Hotel (wir waren 5
Schweizer!), hat uns von ihm erzählt. Er zeigt uns die Kuttichira
Moschee und noch 2 noch ältere Moscheen, Juma & Muchundi und einige
sehr alte Häuser. Es ist eine interessante Führung. Er zeigt uns noch
den Weg zum grossen Bazar. Wir geben ihm 100 INR für fast eine Stunde.
Der grosse Bazar ist eine Strasse voll mit Lastwagen die Ware liefern
und abholen. Manchmal kommt man selbst als Fussgänger kaum durch. Die
Markthalle ist ziemlich verfallen und vor allem für Stefan als
Vegetarier nicht sehr interessant. Hier werden Hühner lebend verkauft,
der CH-Tierschutz wäre entsetzt. Wir kaufen noch Moskitonetz am Meter.
Es hat hier viele Metall-Händler, aber keiner hat ALU-Platten wie ich
sie brauche. In einem kleinen Restaurant trinken wir etwas. Auf dem
Rückweg bestellen wir im "Sandwich Plaza" Sandwiches und warten eine
halbe Ewigkeit. Das Resultat ist ziemlich gummig! Zurück im Hotel
ausruhen. Apero auf unserer Veranda. Um 20h Nachtessen im Garten. Es
hat wieder sehr viele Leute. Jan setzt sich zu uns. Er hat ein eigenes
Architektur-Büro in Schuls und macht 5 Monate Pause. Das Essen ist
wieder sehr gut. Wir reden über vieles, bis sie uns hinaus werfen,
closing time! Das Internet läuft wieder. Wir haben Antwort vom NC
Garden Resort und beschliessen morgen dorthin zu fahren. Ich rufe noch
Vreni an, sie hat heute Geburtstag. Später rufen wir noch Maja an.
Di 25.12
8.30h Aufstehen, Frühstück. Jan ist auch da. Nachher zeigen wir ihm
noch wie er sich im Internet einloggen kann. Die Rezeption hat das
nicht im Griff. Fertig packen und Scheiben waschen. Um 11.30h fahren
wir los. Am Rande von Calicut tanken wir. Nach ½h verlassen wir die
Hauptstrasse und fahren durch kleine Dörferdem Meer entlang nach
Villikunnu. Da suchen wir das NC Garden Resort. Denn Haupteingang
finden wir nicht und kommen durch den eigentlich geschlossenen
Seiteneingang zur Rezeption. Die sind ziemlich verblüfft. Es ist
12.45h. Die sind hier im Moment ziemlich überfordert. Es findet ein
Ehemaligen-Treffen der örtlichen Schule mit über 100 Teilnehmern statt.
Provisorisch teilen sie uns ein Zimmer zu. Gleich bei der Bühne der
Veranstaltung. Die ist vor allem laut, obwohl die Ehemaligen nach 30
Jahren sind alle über 50 sind. Wir sehen uns die Anlage an, dann den
Strand. Nachher gehen wir zur Hauptstrasse und sehen, dass wir einfach
100m zu früh abgebogen sind, zu einem Resort mit ähnlichem Namen. Wir
kaufen Wasser, Chips und Glace. Zurück im Resort "geniessen" wir das
Unterhaltungs-Programm mit Tanzvorführungen, Zauberer usw. Der Manager
ist überfordert, er offeriert uns 3 verschiedene Zimmer, aber bereit
ist keines. Um 16h essen wir etwas im Restaurant. Er verspricht uns
Bier auf den Abend. Apero auf unserer Terrasse mit Besuch von Kindern,
die uns belagern. Der Abend kommt, aber nichts passiert. Wir bleiben im
Zimmer das wir haben, verlangen nur frische Bett- und Frottee-Wäsche.
Irgendwann kommt die Wäsche, WC-Papier und sogar der versprochene
Dongle fürs Internet. Das ist allerdings sehr langsam. Um 21h zum
Nachtessen. Mein Beef-Curry ist ziemlich scharf aber gut. Das Bier ging
vergessen. Zurück im Zimmer versuchen wir über SIP zu telefonieren,
geht nicht. So rufen wir per Handy bei Madeleine an, da sind alle
versammelt zur Eberle-Weihnacht. Muetti hat ziemliche Probleme uns zu
verstehen. Nachher duschen, die Dusche ist super, nur kein warmes
Wasser. Noch einen Schlummi, dann schlafen. Da wir Durchzug machen
können ist es ziemlich kühl und angenehm.
Mi 26.12
8.30h Aufstehen, Frühstück. Es geht ½h bis wir unsere Omeletten
bekommen. Sie sind ziemlich überfordert. Nachher "Büro" und Weiterreise
planen. Wir wollen ins Landesinnere. Vom River Retreat bekommen wir
ziemlich schnell eine Antwort. Aus irgendeinem Grund beschliessen wir
ins Restaurant zu gehen. Wir bestellen um 14h Fresh Lemon Soda und
etwas später Biriani (Reis). Das war ein Fehler. Wir warten und warten.
Sie brauchen tatsächlich fast 1h! Unmöglich diese Organisation hier.
Nachher gehen wir zum Schwimmen an den Strand. Dann dem Strand entlang
spazieren, etwa 1km bis zum nächsten Dorf und wieder zurück. Es ist
Apero-Time. Es hat wieder eine Veranstaltung einer Firma. Die sind
nicht so laut wie gestern, aber das Personal ist wieder am Anschlag.
Zum Nachtessen bestellen wir was man uns vorschlägt. Das geht dann auch
relativ schnell. Ich muss mein Auto umparkieren, weil sie in der Nacht
Sand liefern. Dabei übersehe ich im Dunkeln beim Rückwärtsfahren eine
Palme genau im schlecht einsehbaren Eck. Es gibt eine Delle im Rahmen
der Ladebrücke. Wir sind bereits um 22h im Bett, müde vom vielen Warten.
Do 27.12
8.30h Aufstehen, Frühstück. Der Manager bringt wieder alles
durcheinander, aber das Personal weiss was wir wollen. Es geht ziemlich
schnell, aber die Omeletten sind trotzdem bereits kalt. Nachher packen.
Beim Bezahlen erleben wir eine Überraschung. Sie haben tatsächlich
unser Essen im Restaurant einigermassen korrekt abgerechnet. Wir haben
es uns extra notiert, weil wir nicht glaubten, dass es klappen würde.
Um 10.20h fahren wir los. Nach 10km kommen wir um 11h auf die
Hauptstrasse. Bei Chelari verlassen wir nach 5km die Hauptstrasse
bereits wieder. Das Navi im Auto führt uns einen anderen Weg als
geplant. Es ist eine abwechslungsreiche Fahrt auf teils sehr schmalen
Strassen. Um 13h machen wir bei Cherukara eine Pause. Das Biriani wird
innert 5 Min serviert. Nach ½h fahren wir weiter. Um 14.15h sind wir in
Cheruthuruthi im River Retreat. Das 1.Zimmer ist uns zu dunkel und geht
zum Parkplatz. Sie geben uns ein besseres (5500 INR) mit grossem
Fenster und Terrasse mit Sicht auf den Fluss. Wir müssen bei einem Bier
im Pavillon am Fluss warten bis es bereit ist. Um 16h starten wir die
Aktion "Alkohol beschaffen". In Kerala kann man das nur in staatlichen
Alkohol-Läden. Die sind schlecht gekennzeichnet. Das einzige Merkmal,
eine Kolonne von wartenden Männern. Der nächste Laden ist 5km entfernt.
Wir fahren mit einer Auto-Rikscha hin. Am 1.vergitterten Schalter sagt
man was man will und bezahlt. Mit der Quittung geht man zum 2.ebenfalls
vergitterten Schalter und bekommt da die Ware. Die Alkoholsteuer ist
auf Schnaps 100%, auf Bier 50%! Man kommt sich vor wie ein Verbrecher.
Der Brandy (Morpheus) kostet 780 INR (750cl) = 14 CHF. Die Fahrt hin
und zurück kostet 95 INR. Nachher schwimmen im Pool, sehr angenehm. Zum
Apero Bier & Tapioka-Chips auf unserer Terrasse. Zum Nachtessen
gehen wir in ein Restaurant an der Hauptstrasse (Shalimar Hotel). Das
Essen ist sehr gut, meines ziemlich scharf. Dazu trinken wir
Apfelsprudel (Apple Fizz)! Zurück im Hotel noch ein Bier am Flussufer.
Unser Zimmer ist zwar gut, aber erst jetzt merken wir, dass über
unserem Kopf eine Klimaanlage läuft. 2 Min ein, 3 Min aus, ziemlich
nervig. Irgendwann schlafen wir dennoch ein.
Fr 28.12
8.30h Aufstehen. Stefan will schwimmen gehen. Geht nicht, am Pool wird
ein Film gedreht! Nach 9h zum Frühstück. Packen usw. Nach 11h sind wir
bereit. Sie geben uns nochmals 500 INR Rabatt wegen des Lärmes. Um
11.30h fahren wir los. Zuerst steht uns noch die Film-Crew mit
Kamerawagen im Weg. Es geht über kleinere aber meist gute Strassen bis
Parlikad. Von da via Thuvannur nach Guruvayur. Da suchen wir den
Krishna Tempel, finden ihn aber nicht. So fahren wir zum Strand. Da
soll es laut GoogleEarth ein Resort geben. Dem ist aber nicht so. Wir
fahren dem Strand entlang bis die Strasse auf einer Landzunge endet. Es
gibt nur ein kleines Resort und das ist im Umbau. Also zurück auf die
Hauptstrasse und etwa 15km weiter bis Thalikkulam. Da hat es mehrere
Ayurweda-Resorts. Auf dem Weg dahin holen wir eine tiefhängende
Telefonleitung herunter. Autos müssen draussen bleiben. Ein Schweizer
aus Lausanne wundert sich, dass wir mit dem Auto aus der Schweiz da
sind. Er muss seine Zigarette ausserhalb des Resorts rauchen. Die
Abklärung b sie uns wollen dauert ewig, wir fahren weiter, ohne auf die
Antwort zu warten. Das nächste Resort ist voll. So landen wir im
Thalikkulam Beach Resort. Eine einfache aber schöne Anlage. Ziemlich
teuer, 4000 INR mit Rabatt. Die Bungalows sind geräumig. Es ist 14.45h,
wir sind 81km gefahren. Bis alles klar ist, ist es 16h. Nachher gehen
wir dem Strand entlang bis zu einem kleinen Vergnügungs-Park. Da hat es
einige kleine Läden und Restaurants. Wir essen ein Glace und trinken
etwas. Um 17.30h sind wir zurück. Stefan geht schwimmen, ich unter die
Dusche. Wir haben die Moskito-Netze an den Fenstern montiert, so können
wir die Fenster offen lassen. Sie haben uns 8 Flaschen Bier besorgt. So
haben wir zum Apero auch kühles Bier. Sie nehmen die Bestellung auf für
unser Nachtessen. Es soll um 21h bereit sein. Ist es aber nicht. Sie
müssen es im Restaurant beim Park holen, das geht eine Weile. Kein
Problem, unser Bier ist im Restaurant-Kühlschrank, so trinken wir
ausserhalb des Restaurants ein kühles Bier. Im Restaurant dürfen wir
nicht, weil sie keine Lizenz haben. Mein Fisch ist gut, hat aber viele
Geräte. Am besten isst man ihn von Hand wie die Inder. Mit einem kühlen
Bier gehen wir zurück auf unseren Balkon. Unsers Nachbarn führen uns
lautstark lokale Tänze vor. Die Musik kommt aus dem Auto. Um 23h sind
wir im Bett. Es geht kein Lüftchen, darum ist es sehr warm, obwohl wir
die Klimaanlage für 3h laufen liessen.
Sa 29.12
8.30h aufstehen. Ein Angestellter nimmt die Bestellung fürs Frühstück
auf. Es soll um 9h bereit sein. Ist es aber nicht, weil sie vermutlich
zuerst Eier und Brot einkaufen müssen. Nach ¾h ist es soweit, unsere
Omeletten werden serviert. Tee & Kaffee haben wir schon vorher
bekommen. Zurück im Bungalow, "Büro", Internet usw. Es hat jetzt mehr
Leute als gestern. Unsere Nachbarn fahren heim. Es ist schwül, darum
auf ein Bier in der Nähe des Restaurants. Um 15h gehen wir dem Strand
entlang zum Ayurvedic-Watching. Auf dieser Seite hat es nur Resorts,
fast keine Leute am Strand. Nach 1km kehren wir um. Wir gehen auf die
andere Seite zum Park. Da trinken wir etwas. Auf dem Rückweg gehen wir
schwimmen bei unserem Resort. Zurück im Bungalow merke ich, dass ich
den Schlüssel verloren habe. Ich suche bis zum Platz wo wir schwimmen
waren, erfolglos. Vermutlich ist er im Restaurant aus dem Sack
gerutscht. Ich melde das an der Rezeption, das scheint sie aber nicht
zu interessieren. Was folgt ist Indien pur. Ein Angestellter kommt mit
einem Sack voll Schlüssel und probiert wild drauflos. Erst als ich ihm
sage wie der Schlüssel grob aussehen soll, wird es ein wenig
systematischer. Alle offensichtlich falschen Schlüssel werden zur Seite
gelegt. Nach 10 Min können wir die Tür öffnen, aber nicht mehr
schliessen. Aber er hat schon alles zusammengepackt und ist weg! Apero
ohne Bier, weil sie unseres verkauft haben und das frische noch zu warm
ist. Stefan ruft Andrea an, ich später Muetti & Papi. Das
Nachtessen haben wir auf 20.30h bestellt. Sicherheitshalber gehen wir
erst um 20.45h hin. Immer noch zu früh. Wir warten bei einem Lauwarmen
Bier. Nach ½h kommt das Essen, aber ohne Beef. Das wird dann aber
innert 10 Min nachgeliefert. Dazu ein kaltes Bier! Zurück im Bungalow
telefoniere ich noch kurz mit Bea, sie muss wie üblich gleich wieder
weg. Mitten im Gespräch schalten sie das Internet ab, weil sie schlafen
gehen!
So 30.12
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Um 10.45h fahren wir los. Nach ¼h
sind wir auf der Hauptstrasse. Nach Kodungallur stehen wir auf einer
Brücke im Stau. Ein Bus hat ein Rad verloren. Nach der Brücke verlassen
wir die Hauptstrasse und fahren nach Cherai Beach. Das 1.Hotel ist
ausverkauft. Das 2. Ebenfalls, aber sie geben uns gute Tipps und
organisieren im Cherai Beach Resort ein Bungalow. Wir schauen uns auf
dem Weg dahin noch einige andere Hotels an. Die meisten sind nicht für
2 Nächte frei. Um 13.30h sind wir im Cherai Beach Resort und bekommen
genau das Zimmer, das wir uns gewünscht haben. Das gleiche wie vor 3
Jahren, als wir schon einmal hier waren (3750 INR). Zuerst ein Bier im
Restaurant. Nachher einrichten. Das Bungalow liegt über dem Wasser der
Backwaters und hat eine kleine private Insel mit Hängematte. Durch das
Haus wächst eine Kokospalme! Zuerst heisst es wir können nur 1 Nacht
darin bleiben. Später ist es dann aber OK. Es hat hier in der Nacht
geregnet, darum ist es sehr schwül. Wir gehen schwimmen. Dann dem
Strand entlang bis ins Baywatch. Da bekommen wir ein Bier, obwohl wir
nur in den Badehosen da sind. Gegen 17h gehen wir zurück. Es hat
unglaublich viele Leute am Strand, da heute Sonntag ist. Alle stehen am
Rand oder im Wasser, niemand legt sich hin. Wäre auch nicht möglich bei
den vielen Leuten. Im Kiosk in der Nähe des Hotels kaufen wir Chips
& Mineralwasser. Bier liegt nicht drin, weil wir zu wenig Geld
dabei haben. Apero am Strand mit Chips & Brandy. Nachher "Büro" und
Internet. Email ans Green Palm in den Backwaters, evtl. unser nächstes
Ziel. Um 20.30h gehen wir zum Hauptstrand. Da steht eine Bühne und es
ist laut. Aber es läuft eigentlich nichts, hat aber viele Leute. Wir
suchen ziemlich erfolglos ein Restaurant fürs Nachtessen. Das
Restaurant vom letzten Mal existiert leider nicht mehr. In einem
kleinen Restaurant mit Tischen im Freien bleiben wir. Wir bekommen
gerade noch einen "Special Tea", ein Bier im Tee-Krug weil sie keine
Lizenz haben. Die Bar nebenan schliesst um 21.30h. Die Fried Noodles
sind gut. Fürs Bier verlangt er 200 INR, was unverschämt ist. Er bleibt
hart. Das Restaurant im Hotel ist bereits geschlossen. In unsrer Hütte
geht es laut zu und her. Die Ratten nehmen den Weg über unser Dach! Wir
schlafen trotzdem ziemlich gut.
Mo 31.12.2012
8.30 h Aufstehen, Frühstück. Ziemlich chaotisch. Vieles am Buffet ist
nicht nachgefüllt. Aber schlussendlich haben wir alles was wir wollen.
Nachher Auto umparkieren wegen der Silvester-Party. Im Sand wird es
kritisch, darum parkiere ich längs der Strasse. "Büro", Stefan macht
grosse Wäsche. Um 12h gehen wir schwimmen. Es hat hohe Wellen. Fast
jeder wird einmal umgehauen, ausser mir natürlich! Wir kaufen uns ein
Ticket für die Silvester-Party in unserem Hotel. Nach 16h starten wir
die Aktion "Schnaps". Mit der Auto-Rikscha zum staatlichen
Alkohol-Laden. Da hat es wie üblich eine Kolonne von wartenden Männern.
Vom Morpheus Brandy gibt es hier nur kleine Flaschen. So kaufe ich
gleich 4 Stück a 375cl. Im Auto fülle ich sie gleich um. Während dessen
diskutiert Stefan mit einem Hotel-Manager. Die wollen, dass ich noch
einmal umparkiere. Wir finden einen festen Platz, damit ich nicht in
den Sand fahren muss. Nachher nochmals schwimmen. Den Apero nehmen wir
gleich mit. Charles unser Reiseleiter vor 3 Jahren hat angerufen. Ich
rufe zurück. Vielleicht treffen wir uns in 2 Tagen. Ich rufe Bea an,
sie muss gleich wieder weg wie immer. Um 19.30h gehen wir zur
Silvester-Party. Wir setzen uns an einen Tisch mit 3 Französinnen.
Macht nichts, wir können sowieso nicht reden, weil es viel zu laut ist.
Es gibt Trommel- und Tanzgruppen zu sehen. Die Trommler sind gut,
wollen aber nie aufhören. Dazwischen gibt es ziemlich dämliche Spiele
oder sehr laute Musik. Um 21h wird die Schlacht am Buffet eröffnet.
Alle stehen auf der gleichen Seite an, weil nur da Geschirr und Besteck
bereit liegt. Wir schnappen uns einen Teller und beginnen auf der
anderen Seite. Es hat ziemlich grosse Auswahl, aber auch ziemlich viele
Leute. Wir holen uns 2 Mal Essen und dann noch Dessert. Dann wechseln
wir den Platz, es ist uns zu laut. Wir rufen Markus an, er hört den
Techno-Sound aber nicht. Sie schliessen auf Geheiss der Polizei
tatsächlich die Bar um 22.30h! Ab jetzt gibt es nichts mehr zu trinken!
Das kann nur in Indien passieren. Ich gehe zurück ins Bungalow um
Brandy zum Anstossen zu holen. Jolanda hat angerufen, ich rufe kurz
zurück. Auf dem Weg zurück zur Party kann ich noch ein letztes Bier
ergattern. Am lustigsten ist es dem Personal beim Feiern zuzuschauen.
Die haben richtig Spass. Das Feuerwerk wird typisch Indien mitten in
den Leuten und unter Palmen gezündet! Alle müssen flüchten. Wir setzen
uns an den Strand. Es hat viele Einheimische und man sieht die
verschiedenen Feuerwerke gut. Viele Inder wünschen uns ein Gutes Neues
Jahr. Einer übertreibt es dann ziemlich und will uns abküssen. Um 1.30h
sind wir im Bett.
Di 1.1.2013
8.30h Aufstehen, Frühstück. Wir haben Glück und erwischen ein Loch im
Ansturm. Nach uns geht fast gar nichts mehr. Ich will mein indisches
Handy-Konto aufladen. Das wird eine grössere Übung. Mit der
Auto-Rikscha ins Dorf. Erst im 3.Laden können sie aufladen. Es
funktioniert erst nach einem Telefonanruf bei AirTel! Zurück im
Bungalow nichts tun, später schwimmen. Heute ist "Dry Day", es gibt
keinen Alkohol. Stefan schafft es trotzdem im Kiosk nebenan 2 lauwarme
Bier zu kaufen. Das eine trinken wir gleich, das andere sparen wir uns
für den Abend. Um 17h nochmals schwimmen und Apero am Strand. Ein
schöner Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg organisiere ich Eis um des
letzte Bier zu kühlen. Charles meldet sich per Telefon. Wir werden uns
morgen in Kochi treffen. Dann gehen wir ins "Baywatch" zum Nachtessen.
Eine Enttäuschung, das meiste haben sie nicht, und natürlich auch kein
Bier. Es schmeckt uns trotzdem. Zurück in unserer Hütte geniessen wir
das nun kalte Bier.
Mi 2.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Es hat viel weniger Leute als gestern.
Nachher Packen und noch die Autoscheiben waschen, sie sind salzig von
den hohen Wellen und dem Wind. Um 11h fahren wir los. Eine für indische
Verhältnisse ruhige Fahrt nach Kochi. Um 12.45h sind wir da und suchen
während ½h das Intrepid Hotel. Schlussendlich finden wir es. Charles
ist bereits da, er kam mit dem Nachtbus. Er und seine Kollegen wollen
zuerst das Auto sehen. Dann organisieren sie uns gleich nebenan ein
Zimmer im Little Flower Homestay für 1000 INR. Wir richten uns ein.
Dann suchen und finden wir ein Restaurant, das wir vor 3 Jahren
gefunden haben. Da gibt es Bier & Pommes & Salat. Ich frage ob
dies eine Baby-Portion sei. Der Kellner geht zum Boss und bringt uns
dann noch mehr Pommes. Wir gehen noch zu den Fischern. Da kauft Stefan
Postkarten bei einem Invaliden. Das 1.Mal, dass wir Postkarten sehen in
Indien. Durch Nebenstrassen gehen wir zurück. Die Mädchenschule ist
aus. Ein Meer von blau-weiss gekleideten Mädchen auf den Strassen rund
ums Schulhaus. Um 16.30h sind wir zurück. Stefan geht einkaufen.
Jolanda ruft an, sie weiss noch nicht ob sie kommt oder nicht. Zum
Sonnenuntergangs-Apero auf unsere Dachterrasse. Der Besitzer hat für
uns Bier organisiert. Da es viele Moskitos hat, flüchten wir in unser
Zimmer. Um 20h sollten wir Charles treffen. Er wird aber später vom
Flugplatz kommen. Wir reservieren im "Green Palm" ein Zimmer für
morgen. Ein junger Mitarbeiter führt uns ins Restaurant wo wir Charles
treffen sollten. Wir treffen aber schon auf dem Weg dahin auf ihn und
Sahra. Sie war auch früher auf einem Trip mit ihm. Das Nachtessen ist
gut. Dazu gibt es Rum, sie haben kein Bier! Wir reden und reden, bis
sie uns aus dem Restaurant werfen. Charles weiss noch verblüffend viel
über unseren Trip vor 3 Jahren. Auf dem Heimweg hat er Probleme mit der
Polizei. Hier ist rauchen auf der Strasse verboten. Sie wollen ihn
schikanieren. Er ärgert sich ziemlich. Führt die ganze Diskussion in
Englisch, damit wir sie verstehen.
Do 3.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Dann packen. Gehen zu Charles hinüber um
uns zu verabschieden und einige Fotos zu machen. Um 11h fahren wir los.
Nach 1½h sind wir in Alleppey. Das Navi will uns auf eine
Umfahrungs-Strasse führen, die es gar nicht gibt. Wir enden in einer
Sackgasse. Nach ¼h sind wir wieder zurück auf der Hauptstrasse. Die
falsche Strasse ist in beiden Karten drin, sie wurde aber nie fertig
gebaut. Nach 20 Min sind wir am Ziel. Dank Marken die ich auf
GoogleEarth gesetzt habe finden wir die Abzweigungen auf Anhieb. Das
nächste Problem, wo parkieren. Maria weisst mich per Telefon zum
Parkplatz. Mit dem kleinen Ruderboot über den Fluss. Er will 20 INR,
viel zu viel. Im Green Palm bekommen wir ein schönes Zimmer mit
Terrasse zum Fluss. Das Mittagessen steht schon bereit, es ist 13h. Wir
sind hier 10 Gäste, 6 davon Schweizer! Nachher einrichten und "Büro".
Um 17h gehen wir mit Thomas auf einen "Evening Walk". Mit dem Boot über
den Fluss, dann zu Fuss durch das Dorf. Er weiss viel zu erzählen. Das
letzte Mal vor 3 Jahren war das genau gleich, diesmal sind wir aber auf
der anderen Flussseite unterwegs. Wir sehen eine Wasserpumpe zum
Entwässern der Reisfelder, da diese 2m unter dem Wasserspiegel liegen.
Zum Sonnenuntergang sind wir bei einem Hindu Tempel. Da feiern sie die
nächsten 7 Tage ein Fest, da geht es wie hier üblich laut zu und her.
Um 18.30h ist "Power Cut" für 30 Min wie hier in Kerala 2 Mal täglich
üblich. So haben wir auf der Rückfahrt mit dem Boot Ruhe. Thomas und
der Bootsmann singen traditionelle Lieder. Apero auf unserer Terrasse.
Um 20h Nachtessen. Schmeckt gut, ist aber nicht viel. Nachher sitzen
wir zusammen und erzählen. Um 23h sind wir im Bett.
Fr 4.1
8h Frühstück! Nachher sitzen wir noch zusammen mit Stefan und Martina
aus Solothurn. Abschied und mit dem Boot zurück. Unser Landlord sagt
dem Bootsmann, dass wir schon so viel bezahlt hätten, dass wir jetzt
nichts mehr bezahlen müssen. Um 11.15h fahren wir los. Zurück nach
Alleppey, dann auf der Hauptstrasse der Küste entlang nach Kollam. Nach
2h sind wir da. Hier startet der nächste Streich des Navis. Die
OSM-Karte zeigt eine Strasse, die es gar nicht gibt. D.h. es gibt da
einen Weg, der ist mit dem Motorrad knapp passierbar, aber nicht mit
dem Auto. Es ist aber eine sehr schöne Gegend. So müssen wir wieder
umkehren. Nach 1h sind wir wieder zurück auf der Hauptstrasse. Um 15h
sind wir in Varkala. Das Pink Aana ist voll. Sie hätten 60 EUR
verlangt! So suchen wir zu Fuss weiter. Ein junger Mann hilft uns
dabei. Nach 4 oder 5 Versuchen landen wir im "Sea Splendour", das
Zimmer für 1300 INR. Wir sind nicht direkt am Meer, aber auf einem
kleinen Hügel mit Kokospalmen und Blick aufs Meer. Wir bleiben. Wir
sind 135km gefahren, davon 15km als Umweg. Wir richten uns ein. Um 17h
gehen wir an den Strand bei uns, Odayam Beach. Es hat ziemlich hohe
Wellen, wir geniessen es. Apero am Strand. Auf dem Rückweg inspizieren
wir das "Palm Tree". Wir trinken ein Bier und kommen mit einer
Kanadierin ins Gespräch. Das Menu sieht gut aus. So beschliessen wir
zum Nachtessen hierher zurück zu kommen. Zurück im Zimmer duschen. Um
20h sind wir wieder im "Palm Tree". Die Fried Noodles sind gut und sehr
viel. Dazu kühles Bier. Wir unterhalten uns mit der Kanadierin. Um 23h
sind wir zurück. Es ist schwül, unangenehm zum Schlafen.
Sa 5.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Stefan will seinen Flug nach Mumbai buchen.
Es klappt erst beim 4.Versuch, da das Internet sehr instabil ist hier.
Um 11.30h machen wir uns auf den Weg. Der Küste entlang nach Varkala.
Unterwegs arbeiten etwa 20 Männer um ein Fischernetz an Land zu ziehen.
Es hat nur etwa 10kg Fisch darin. Nach ½h sind wir oben auf den
Klippen. Da hat es Hotels, Restaurants und Läden dicht aneinander
gebaut. Wir sehen uns das alles einmal an. Nach 1h machen wir Pause bei
einem Bier. Dann gehen wir weiter. Kaum richtig losmarschiert, kommen
uns Matt & Nat mit ihren Velos entgegen. Ich habe gewusst, dass sie
hierher kommen, aber dass wir sie treffen ohne Abmachung, habe ich
nicht erwartet. Wir begleiten sie zu ihrer Unterkunft und verabreden
uns für den Abend. Wir gehen weiter zum südlichen Strand. Von da zum
Bassin beim Janardhana Tempel. Da ist auch die Post, eine Holzbaracke
mit einem Briefkasten wie ein Abfallkübel. Die Auto-Rikscha Fahrer
wollen 100 INR, das ist uns zu viel. So gehen wir zu Fuss zurück. Es
ist heiss. Unterwegs will einer sogar 120 INR! So gehen wir den ganzen
Weg zu Fuss zurück. Total waren es 7km hin und zurück. Unter die
Dusche, dann an den Strand zum Schwimmen. Auf dem Rückweg ein Bier im
"Palm Tree". Matt & Nat melden sich, sie warten auf uns im "Café
Italiano". Ich gebe noch meine Wäsche zum Waschen. Nach dem Duschen
wieder zu 1.5km Fuss zum "Café Italiano". Fröhliches Beisammensitzen
mit Bier, das habe ich mit Matt schon im Iran so abgemacht! Zum
Nachtessen bestellen wir Pizzas. Um 20.45h verabschieden wir uns. Wir
gehen wegen des "Power Cut" im Dunkeln zurück. Im "Palm Tree" gibt es
noch einen Schlummer-Bier.
So 6.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Nachher "Büro" im Restaurant. Jolanda wird
nicht kommen, so muss ich keine Rücksicht auf sie nehmen bei der
weiteren Planung. Nach einem Bier gehen wir um 14h an den Strand zum
Schwimmen. Es hat wie üblich hohe Wellen. Stefan bleibt sehr lange im
Wasser. Nachher ins "Palm Tree", russischer Salat wie hier offenbar
üblich mit Früchten & Naan & Bier. Wir machen mit Matt &
Nat zum Nachtessen ab. Stefan geht nochmals Schwimmen. Ich versuche
erfolglos zu telefonieren. Danach gehen wir ins "Abba" auf den Klippen.
Da treffen wir Matt & Nat und ihre Freundin. Schöne Aussicht auf
den Sonnenuntergang, dazu kühles Bier. Zum Nachtessen ein gutes und
grosses Chicken Cordon Bleu für mich und Malai Kofta für Stefan. Gegen
20h verabschieden wir uns. Im "Havenly Haven" noch ein Schlummer-Bier
direkt am Meer. Zurück im Zimmer rufe ich Muetti & Papi an, später
noch Elena, weil das Internet so gut funktioniert. Aber mitten im
Gespräch ist wieder fertig lustig, kein Internet mehr. Noch einen
Schlummi, dann ins Bett.
Mo 7.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. "Büro", Bilder kopieren und nummerieren,
Reiseführer drucken usw. Dazu muss ich den Drucker und die alte Kamera
aus dem Auto holen, weil Stefan den CF-Kartenleser wieder zu Hause
vergessen hat. Wir fragen einige Hotels nach feien Plätzen nach. Das
Beste ist voll. Sie schicken uns aber auf Anfrage eine Liste mit guten
Hotels. Um 14h gehen wir an den Strand zum Schwimmen. Es hat wieder
hohe Wellen. Ich nehme meine Kamera mit zum Schwimmen. Es ist aber
ziemlich schwierig in diesen Wellen zu fotografieren. Im "Palm Tree"
gibt es Bier & Suppe für mich, und Sandwich für Stefan. Stefan geht
nochmals schwimmen, ich gehe zurück. Ich drucke noch unseren deutschen
Nachbarn wie versprochen ihren Reiseplan aus. Matt & Nat warten im
"Kerala Café" auf uns. Marianne ihre Freundin ist auch wieder dabei.
Mein "Sizzling Chicken" schmeckt sehr gut. Und das verblüffendste, sie
schaffen es alle Essen gleichzeitig zu servieren! Noch nie passiert in
Indien. Matt & Nat fahren jetzt nordwärts, dann via Pakistan nach
China und evtl. nach Tibet. Es ist möglich, dass wir uns in Australien
nochmals treffen. Um 21h der grosse Abschied. Im "Havenly Haven" gibt
es noch ein Dessert. Bananen Pancake mit Glace, Stefan noch zusätzlich
mit Nutella. Zurück im Hotel sitzt die ganze "Deutsche Kolonie"
zusammen. Es sind 6 Leute, die schon mehrmals hier waren. Einer von
ihnen hat hier sogar seine "Royal Enfield" stationiert. Der
Hotelbesitzer fährt und pflegt, sie wenn er nicht da ist. Um 24h gehen
wir ins Bett.
Di 8.1
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Es ist bewölkt und sieht nach Regen
aus. Ich hole mein Auto zum Packen und Scheiben reinigen. Kaum sind die
Scheiben sauber, beginnt es zu regnen und wie. Ich kann der "Deutsche
Kolonie" gerade noch mein Auto zeigen, bevor es richtig losgeht. Wir
warten mehr als ½h bis der Regen etwas nach lässt. Um 11.30h fahren wir
los. Die Strasse steht an vielen Stellen unter Wasser oder ist mit
Schlamm bedeckt. Nach 20 Min sind wir auf der Hauptstrasse bei
Kallambalam. Nach 1h sind wir am Rande von Trivandrum
(Thiruvanthapuram). Der Weg zum Hotel führt über Umwege, weil man an
vielen Stellen nicht die vom Navi vorgesehene Route fahren kann.
Einbahn, Abbiegeverbot usw. Nach 14h sind wir da. Das "Greenland Lodge"
ist ziemlich einfach und laut. Wir bleiben trotzdem (745 INR). Wir
richten uns ein. Wir sind heute "nur" 59km gefahren. Nach GPS bin ich
seit zu Hause genau 13‘000km gefahren. Nachher in eine schreckliche Bar
auf ein Bier. Nach 15h ziehen wir los. Zum Bahnhof in der Nähe des
Hotels, dann über die Passerelle auf die andere Seite. Beim Shri
Padmanabhaswamy Tempel ist viel los. Viele Pilger stehen an um in den
Tempel zu gehen. Die Männer mit nacktem Oberkörper. Wir dürfen den
Tempel von aussen anschauen, aber nicht fotografieren. Wir gehen rund
um das Tempel-Areal herum und kommen in ein Quartier mit vielen
Goldschmuck Verkaufslokalen, z.T. 2-stöckig. Zurück gehen wir einen
anderen Weg. Unterwegs machen wir eine Pause in einem kleinen
Restaurant. Dosa Masala & Fresh Lemon Soda. Zurück gehen wir quer
durchs Quartier und finden einen Laden der Visitenkarten herstellt. Da
werden wir morgen vorbei gehen. Apero mit Bananen-Chips im Zimmer. Zu
Nachtessen ins vegetarische Restaurant "Ariya Nivas" gleich nebenan.
Wir haben Glück und bekommen gleich einen Tisch. Meine mixed Noodles
sind sehr gut und ziemlich scharf. Das Restaurant ist voll mit
Familien. Der Service ist super, nicht nur für indische Verhältnisse!
Nachher noch auf ein Bier in einer Bar gleich hinterunserem Hotel. Es
regnet wieder leicht, wenn wir zurückgehen. Im Zimmer hat es trotz
meinen Moskitonetzen an den Fenstern und Moskito-Stecker einige
Moskitos. Wir lassen die beiden Ventilatoren relativ schnell laufen.
Werden aber trotzdem gestochen. Es ist zudem wie erwartet ziemlich laut.
Mi 9.1
8h Aufstehen, Frühstück, ausser Haus im "Shahi Darbar". Ich entwerfe
meine Visitenkarte für die Reise. Um 10.30h ziehen wir los. Der Laden
für die Visitenkarte ist zwar offen, aber niemand da der dafür
zuständig ist. So gehen wir weiter und finden in der Nähe einen anderen
Laden der mir die Karten innerhalb einer Stunde macht (200
INR/100Stk). Stefan will in den staatlichen Laden des "SMSM Institute"
um nochmals einen Schal zu kaufen. Dann noch auf die Post, die letzte
Postkarte von Stefan einwerfen. Das Restaurant Kalavara existiert nicht
mehr, dafür finden wir eine relativ schöne Bar und trinken ein Bier. Um
12.30h holen wir meine Visitenkarten ab, sie sind tatsächlich fertig!
Dann der Hauptstrasse entlang Richtung Kathedrale. Beim "Secretariat"
finden 2 Demos statt, eine gegen Gewalt gegen Frauen, alles nur Männer,
die andere sind Busfahrer der staatlichen Busgesellschaft wie ich
später lese. Die Strasse ist deshalb verkehrsfrei, ein Genuss! Die
St.George Kirche ist nur mässig interessant. Die St.Joseph Kathedrale
schon mehr. Die Moschee gegenüber besuchen wir nicht. Der Connemara
Markt ist enttäuschend klein. Daneben hat es ein "Einkaufszentrum". Da
trinken wir etwas und essen einige indische Snacks. Aber einen Schal
findet Stefan auch hier nicht. Mit einer Auto-Rikscha fahren wir
zurück. Wir sind heute mehr als 5km zu Fuss unterwegs gewesen und
ziemlich müde und ruhen und deshalb aus. Stefan organisiert Bier und
ich bereite die Reiseunterlagen vor, die Stefan mitnehmen wird. Das
Bier "müssen" wir trinken, bevor es warm wird. Zum Ruf des Muezzins
gibt es Apero im Zimmer. Um 20h fahren wir mit einer Auto-Rikscha zum
Restaurant Aroma. Das ist jetzt aber spezialisiert auf Thai-Food.
Stefan will zum Abschied aber indisch essen. Sie zeigen uns den Weg zu
einem nahen Indrapuri Restaurant. Da gibt es eine schöne Dachterrasse
und Bier servieren sie auch. Perfekt für Stefans Abschiedsessen. Stefan
nimmt Malai Kofta und ich Beef an Zwiebeln und Peperoni, dazu Porotha.
Sehr gut und ziemlich scharf, so müssen wir 3 Flaschen Bier trinken.
Mit einer Auto-Rikscha zurück. Der will uns weissmachen, dass wir
nachts den doppelten Preis bezahlen müssten, was wir aber nicht machen.
Ich kaufe noch einen Brandy zum Anstossen im Zimmer. Um 24h gehen wir
schlafen. Die Moskitos plagen uns wieder.
Do 10.1
8h Aufstehen. Ich muss wieder einmal mein Auto umparkieren. Es steht
nun da wo ich es immer parkieren wollte. Zum Frühstück wieder ins
"Shahi Darbar". Zurück im Hotel, "Büro" und packen. Um 12h fahren wir
zum Flughafen. Es sind nur 7km. Um 12.15h sind wir da. Zum Check-In
dürfen nur Flugpassagiere. Abschied von Stefan für die nächsten 170
Tage! Er fliegt mit SpiceJet nach Mumbai, dann mit Swiss/Air India nach
Zürich. Ich fahre weiter nach Kovalam, das sind nur noch 15km. Das
Beach Hotel II ist ausgebucht über Wochen. Wenden ist hier ziemlich
schwierig am Ende einer Sackgasse, aber das Personal hilft. Ich fahre
ein Stück zurück zum Leuchtturm. Da parkiere ich und gehe zu Fuss auf
Hotelsuche. Das "Aparna" hat nur für 2 Nächte Platz. So lande ich im
Varmas Beach Resort in einem grossen Zimmer mit AC, grossem Balkon und
Sicht aufs Meer. Mit 3300 INR ist es ziemlich teuer, aber es hat
Internet und man gönnt sich ja sonst nichts. Ich richte mich ein und
organisiere Bier für meinen Kühlschrank. Emails lesen und ein kühles
Bier auf meinem Balkon. Um 16h erkunde ich die Umgebung. Zuerst den
kleinen Palm Shore Beach, quasi "unser" Privatstrand 100m vom Hotel. Er
ist etwa 200m lang und sehr schön, mit wenigen Leuten. Dann zum
Leuchtturm. Die wollen da neben dem Eintritt von 25 INR noch 20 INR für
die Kamera, ich verzichte aus Prinzip. Weiter hinunter zum Light House
Beach, dem Hauptstrand. Der ist auch schön und etwa 500m lang. Dahinter
ist eine schmale Promenade mit vielen Läden, Restaurants und Hotels.
Sieht nicht so schlimm aus wie erwartet. Ich gehe dem Strand entlang
bis zum Ende. Um die Ecke folgt gleich der Hawah Beach, da sind eher
die Inder, es gibt hier darum auch Motorboote usw. Auf dem Rückweg ein
Bier-Stopp im Restaurant Waves. Studiere das Menu, da werde ich am
Abend hingehen. Zurück im Hotel, Apero auf meinem Balkon. Stefan ist in
Mumbai gestrandet. Er kann erst 4h vor Abflug einchecken. Nach 20h gehe
ich ins "Waves" zum Nachtessen. Bratkartoffeln mit Zwiebeln, Schinken
und Spiegelei! Schmeckt sehr gut. Zum Dessert Kaiserschmarren, auch
gut. Zurück im Hotel telefoniere ich mit Bruno. Bald danach gehe ich
ins Bett. Habe während des Nachtessens das Zimmer gekühlt. So ist es
auch ohne AC sehr angenehm mit offenem Fenster zu schlafen.
Fr 11.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Ich bekomme sogar ein Joghurt. Nachher
beginnt der Tagebuch Marathon. Weil ich das elektronische Tagebuch
wieder nicht nachgeführt habe, muss ich jetzt 50 Tage nachführen! Um
12h mache ich Pause und gehe Schwimmen. Danach weiter im Text. Der
SkyDrive aktualisiert seit einiger Zeit nicht mehr. Muss ihn neu
initialisieren, dann funktioniert er wieder. Bis er wieder aktuell ist,
dauert es ziemlich lange. Um 17h gehe ich zum Hauptstrand. Im "Swiss
Café" gibt es Bruschetta & Bier. Am Nebentisch sitzt Elisabeth aus
Linz. Wir kommen ins Gespräch. Nach Sonnenuntergang gehe ich zurück und
schreibe noch ein wenig. Nach 20h gehe ich ins "Tandoor" zum
Nachtessen. Das Beef Forestière mit Pommes schmeckt sehr gut. Um 22h
bin ich zurück und telefoniere mit Irene, dann mit Stefan. Die
SIP-Verbindung funktioniert nicht, so rufe ich mit dem Handy an. Er ist
gut angekommen und hat sogar noch 5h gearbeitet. Noch einen Schlummi,
dann ins Bett.
Sa 12.1
8.30h Aufstehen, Frühstück, heute kein Joghurt. Dann "Büro" und weiter
im Tagebuch Marathon. Um 12h für 1h zum Schwimmen an den Strand. Dann
weiter im Text. Um16h mit einer Auto-Rikscha zum ATM und in den
staatlichen Alkoholladen um Bier & Brandy zu kaufen. Der Fahrer
will 200, ist dann aber mit 150 INR zufrieden. Im Laden will der
Verkäufer 1090, ich verlange die Quittung. Da steht 1000 INR drauf, er
gibt mir die 90 wortlos zurück! Nach 1h weiter im Text, dann an den
Hauptstrand spazieren. Zum Apero ins Swiss Café. Bier & Vegi
Pakora, im Teig frittiertes Gemüse. Zurück im Hotel telefoniere ich mit
Stefan und mit Bea. Sie hat wie üblich keine Zeit, ich soll in 2h
wieder anrufen. Zum Nachtessen gehe ich ins "Volga". Beef Kerala Style
& Porotha & Greek Salad. Das Beef ist sehr gut, der Salat eher
gewöhnungsbedürftig. Um 22h bin ich zurück. Telefoniere mit Bea und
nachher mit Markus. Noch einen Schlummi, dann ins Bett.
So 13.1
9h Aufstehen, Frühstück. Dann weiter im Text. Um 12h mache ich eine
Pause und gehe an unseren Strand zum Schwimmen. Dann weiter im Text. Um
1h nochmals schwimmen und weiter schreiben. Um 18h Apero auf meinem
Balkon. Dann mit Muetti & Papi telefonieren. Küde installiert
gerade ein neues Telefon mit grossen Tasten. Anschliessend noch mit
Eva. Um 20h gehe ich zum Nachtessen ins "Café de la mer". Das Lamm
Curry mit Reis schmeckt gut. Zurück im Hotel noch einen Schlummi, dann
schlafen.
Mo 14.1
8.30h aufstehen. Sie müssen zuerst Gas organisieren. So gehe ich
schwimmen. Um 9.30h Frühstück, ein neuer Koch ist da. Es gibt wieder
richtige Masala Omelette, nicht mit Gemüse separat wie vorher. Dann
weiter im Text. Um 12h mache ich Pause und gehe schwimmen. Dann
schreibe ich eine Email an die Botschaft von Myanmar in Indien in
Sachen Visum. Dann weiter im Text. Um 17h gehe ich zum Schwimmen an den
Hauptstrand. Apero zum Sonnenuntergang im Swiss Café mit Bier &
Vegi Pakora. Um 19h bin ich zurück und schreibe noch etwas weiter. Um
20h zum Nachtessen ins "Malabar Café". Da gibt es Beef Kadai, Rind und
Gemüse in einem Kessel gekocht und serviert. Dazu Porotha. Schmeckt
sehr gut. Vorher einen gemischten Salat, der beste bis jetzt in Indien.
Zum Abschluss einen Brandy. Im Hotel noch mit Elena telefonieren, dann
schlafen.
Di 15.1
8.30h Aufstehen, Frühstück, dann weiter im Text. Um 12h habe ich es
geschafft, das Tagebuch ist aktuell!!! Ich gehe schwimmen. Nachher
beginne ich die Bilder auszuwählen. Um 17h nochmals zum Schwimmen. Am
Strand grosse Aufregung, Delfine oder etwas Ähnliches schwimmen nahe am
Strand vorbei. Zurück um Apero-Zeugs zu holen, um auf den Felsen an
unserem Strand den Sonnenuntergang zu geniessen. Um 20h gehe ich ins
"Swiss Café". Rösti mit Käse und Spiegelei, dazu Kabis-Salat mit Sauce!
Schmeckt wunderbar, vor allem wenn man seit 228 Tagen weg ist von zu
Hause! Um 22h bin ich zurück und gehe bald schlafen
Mi 16.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Mein Joghurt ist noch gefroren! Nachher
weiter Bilder aussuchen und in die Internetseite einfügen. Um 12h bin
ich fertig und lade die Bilder auf den Server, solange das Internet gut
läuft und kein Stromausfall ist. Um 13h gehe ich schwimmen. Die
Ortsangaben zu den Bildern einfügen. Um 17h nochmals mit Apero-Zeugs
zum Schwimmen und anschliessend Sonnenuntergang schauen. Dann weiter
mit den Ortsangaben. Um 20h bin ich soweit. Zum Nachtessen ins
"Fusion". Chicken-Schnitzel an einer guten Sauce und Rosmarin
Kartoffeln. Vorher einen Tomaten-Salat mit Mozzarella (ähnlich) und
Oliven-Öl. Alles schmeckt sehr gut. Noch etwas der Promenade entlang
und einen Schlummi, dann zurück. Telefoniere noch kurz mit Stefan, dann
den Zeitplan und die Belegungsliste anpassen. Dann ins Bett.
Do 17.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Heute will ich die Internetseite fertig
stellen. Um 13h mache ich Pause und gehe schwimmen. Habe vergessen den
Kühlschrank am Morgen wieder einzuschalten. Darum muss ich kaltes Bier
einkaufen gehen. Den Rest der Kommentare schreiben. Um 17h bin ich
fertig und gehe schwimmen, anschliessend Sonnenuntergang mit Apero auf
den Felsen. Um 18.30h bin ich zurück und stelle die Internetseite
fertig. Um 20.30h ins "Tandoor" zum Nachtessen. Chicken Tikka &
Salat. Schmeckt gut, nur dass sie Service Charge verrechnen passt mir
nicht. Um 22h bin ich zurück. Alles fertigstellen und Emails
verschicken. Kaum verschickt, Antwort von Elena. Sie hat die Seite
schon gefunden bevor ich die Email geschickt habe! Ich rufe sie an,
nachher Brigitte & Manfred und dann Bea. Sie hat mir eine SMS
geschickt, dass Andreas weg geht von Soupe & Chill.