Tagebuch
Datum 06.03.2013
Fr 18.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Kann nicht am gleichen Tisch sitzen wie
sonst. Es findet eine Yoga-Stunde statt. Noch die letzten Feinheiten an
der Internetseite korrigieren. Weiterreise planen. Das "Tamil Nadu" in
Kanyakumari ist voll. Sarala (Sarah, 35) der gute Geist von der
Rezeption ruft in "Santhi Residency" an, die haben morgen Platz. Nach
11h gehe ich schwimmen. Dann mit einer Auto-Rikscha zum ATM um Geld zu
holen. Zurück erkunde ich die kleinen Wege und Gassen von Kovalam
Beach. Da kann man nur zu Fuss durch, so schmal sind sie. Alles muss
getragen werden. Es hat viele kleine Hotels und Läden. Im "Café de la
mer" ein Bier & Pakora. Zurück ins Hotel und dann an den Strand.
Ich bleibe bis zum Sonnenuntergangs-Apero. Zum Nachtessen gehe ich
nochmals ins "Waves". Käsespätzli mit Schinken & Salat mit
richtiger Sauce! Man weiss ja nie, wann ich das nächste Mal so etwas zu
Essen bekomme. Rede mit 2 Schwestern aus Irland. Zurück im Hotel
telefoniere ich mit Muetti & Papi, da ich nicht weiss ob ich in den
nächsten Tagen Internet haben werde.
Sa 19.1
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Check-Out und Abschied von Sarala.
Um 10.30h fahre ich los. Am Ende "unserer" Bucht, bei den 3! Moscheen
mache ich einen Foto-Stopp. Dahinter ist ein ziemlich grosser
Fischerhafen. Da kommen all die vielen Fischerboote her, die am Abend
auslaufen. Nach ½h bin ich in Vikaramasingapuram und stecke im Stau
fest für mehr als 10 Min bis zur Hauptstrasse. Bei Vilavancode schickt
mich mein Navi wieder einmal auf einen unfreiwilligen Ausflug ins
Hinterland. Ich habe nicht überprüft, ob die Route im Navi die gleiche
ist wie auf dem PC. So fahre ich 20km Umweg durch eine schöne Gegend,
aber mit z.T. sehr schlechten Strassen. Via Kalkulam und Thowala komme
ich bei Nagercoil wieder auf die Hauptstrasse. Bevor es soweit ist,
schickt mich das Navi noch in der falschen Richtung durch eine
Einbahnstrasse, ohne klare Signalisation wie in Indien üblich und mit
sehr viel Verkehr! Ziemlich mühsam, kostet mich wieder ¼h Zeit. Um
14.30h bin ich in Kanyakumari. Im "Santhi Residency" sind sie ziemlich
unfreundlich und das Zimmer schlecht, so suche ich weiter zu Fuss. Das
"Sun World" passt mir. Bis ich im Zimmer bin ist es 15h. Bin heute
105km gefahren, davon 20km Umweg. Im Restaurant ein Chicken-Sandwich
& Fresh Lemon Soda. Um 16.30h ziehe ich los. Die Polizei hat hier
fest installierte Lautsprecher und gibt lautstark Anweisungen, die hört
man auch im Hotel sehr gut. Ziemlich nervig. Zuerst besuche ich das
Ghandi Memorial. Seine Asche wurde hier am südlichsten Punkt von Indien
ins Meer gestreut. Dann zu den Ghats, wo die Leute ein rituelles Bad
nehmen. Da steht auch das Denkmal für die Tsunami-Opfer von 2004.
Damals wurde hier viel zerstört. Auch die Kirche und der Fischerhafen,
die ich nachher besuche. Am Fischerhafen werden gerade die Fische auf
Lastwagen verladen. Die Kirche St.Roch ist neu aufgebaut. Durch schmale
Gassen gehe ich zum nächsten Fischerhafen, dann zum "Shrine of our Lady
of Ransom", eine schöne stattliche Kirche ganz in Weiss. Sieht schön
aus im Abendrot. Es stehen viele Männer herum. Erst in der Kirche merke
ich, dass eine Beerdigung stattfindet. Auf dem Rückweg ein Bier
im "Sea View" und Emails lesen. Im Hotel "Büro", Abrechen, Route
planen usw. Ich merke, dass ich Stefan 500 INR zu viel bezahlt habe.
Seine Reklamation von wegen nur einem kleinen Bier ist also hinfällig.
Noch duschen, dann zum Nachtessen ins "Sangam". Die Mixed Noodles sind
gut, der Salat indisch. Auf dem Rückweg noch ein Bier in einer schönen
Bar, das gibt’s! Nach 23h bin ich zurück.
So 20.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Omelette Masala & Toast & Joghurt.
Versuche im "Madurai Residency“ ein Zimmer zu reservieren. Kaum zu
verstehen und nicht eben freundlich. Sie wollen 4000 + Tax für eine
Suite. Ob sie jetzt reserviert ist weiss ich nicht. Um 11h gehe ich in
den Kumari Amman Tempel. Da hat es sehr viele Leute. Ich stelle mich in
die Kolonne. Wir brauchen fast 1h bis wir zuinnerst sind. Da herrscht
ein Gedränge und Gestosse, kaum zu glauben dass dies eine heilige
Stätte ist. Alle Männer müssen mit nacktem Oberkörper hinein. Gehe noch
ein Stück der Beach Rd. Entlang. Alles voll von Verkaufsständen wie
fast überall hier an der Südspitze. Dann gehe ich noch in ein Internet
Café und schreibe einige Hotels an. Mal sehen ob sie Antworten. Um
13.30h bin ich zurück. Weitere Hotels in die Route einfügen und Daten
bereinigen. Charles empfiehlt das "Hotel Pearls". Auto überprüfen,
Schrauben usw. Im Restaurant Onion Pakora & Fresh Lemon Soda. Um
16.30h suche ich erfolglos einen freien Platz in einem Internet Café.
Zum Sonnenuntergang gehe ich ganz an die Südspitze von Indien. Da bin
ich aber einer unter hunderten! Eine junge Inderin fragt mich, ob sie
mit mir fotografiert werden darf und schmiegt sich an mich, nass wie
sie ist vom Baden! Der letzte Sonnenuntergang im Meer für lange Zeit.
Nachher ins Internet Café. Keine Antworten. Schreibe noch an weitere
Hotels, auch ans Pearls (Werde die Antwort in 1 Woche !!! erhalten wie
ich jetzt weiss). Apero auf meinem Balkon. Zum Nachtessen gehe ich in
das Garten-Restaurant bei der Bar von gestern. Was ich bestelle sind
Poulet-Schenkel aus dem Tandoori-Ofen. Nicht schlecht. Noch ein Bier in
der Bar. Um 22h schmeissen sie mich raus. Nochmals Emails lesen. 2
Hotels haben Platz. Zurück ins Hotel und schlafen.
Mo 21.1
Aufwachen bei Sonnenaufgang, dann beginnt der Lärm im Tempel um etwa
6h! Weiter dösen. 8h Aufstehen, packen, Frühstück. Um 9.30h fahre ich
los. Kaum ausserhalb von Kanyakumari, verlasse ich die vom Navi
vorgeschlagene Route, denn da gibt es eine neue 4-spurige Strasse!
Dafür arbeitet mein GPS nicht mehr korrekt. Ich muss den Rechner neu
starten. Das ist das 1.Mal, dass das passiert. Sonst ist es immer die
Navi-Software die abstürzt. Es windet sehr stark. Das ist hier offenbar
normal, denn bei Levangumpuram fahre ich durch einen riesigen Windpark.
Dutzende wenn nicht hunderte von Windkraftwerken hat es hier. Es ist
sehr angenehm zum Fahren, wie noch nie in Indien bis jetzt. Man kommt
richtig vorwärts. Es kostet dafür für indische Verhältnisse auch viel.
Ich muss 4 Mal bezahlen, total 290 INR = 5 CHF. Auch halten sich die
meisten an die Verkehrsregeln! Aber je nördlicher umso weniger. Da gibt
es dann die notorischen Rechtsfahrer, also auf der Überholspur.
Insgesamt kommen mir "nur" 2 Motorräder und ein Kranwagen auf der
Überholspur entgegen. Die Gegend ist hier sehr flach. Am Anfang hat es
Maisfelder, später eher Reisfelder. In den Ortschaften baut die Polizei
z.T. halbe Strassensperren um den Verkehr zu bremsen. Einmal halte ich
an um zu tanken. Bei Thirumangalam verlasse ich die NH7 Richtung
Madurai. Um 13h bin ich fast da. Die Betonung auf fast. Denn nun
beginnt die grosse Fahrt durch enge verstopfte Strassen. Ich brauche 20
Min für 1.4km zum Hotel Suprem. Das Zimmer passt mir nicht. So suche
ich zu Fuss weiter. Zum Glück sind hier alle Hotels nahe beisammen. Ich
entscheide mich fürs Hotel Keerthi. Das Zimmer ist gut, das einzige mit
Fenster. Sie haben auch einen gedeckten Parkplatz für mein Auto! Das
ist hier ziemlich wichtig in den Schmalen Strassen. Ich hole mein Auto
und richte mich ein. Da gibt es einen unangenehmen Lärm. Man sagt mir,
das sei wegen des "Power Cut", es stellt sich aber später heraus, dass
es eine defekte Pumpe ist die 24h in Betrieb ist! Ein Zimmer ohne
Fenster will ich nicht. Gehe auf ein Bier ins "Supreme". Nachher starte
ich die Aktion "ALU-Blech". Die Strasse mit den Läden für ALU-Blech
finde ich schnell. Aber dann geht es "indisch" weiter. Ich werde von
einem Laden zum nächsten geschickt. Aber nicht sofort. Ich sage was ich
will, 2 Bleche auf Mass zugeschnitten. Sie erklären dir alles, sagen
was es kostet und nach 10 Min stellt sich heraus, dass sie nicht
zuschneiden können! Obwohl ich das ab dem 2.Laden gleich am Anfang
frage! Der 6. oder 7.Laden soll es dann können. Ich gebe ihm die Masse
und er mir den Preis und wir verabreden uns für morgen. Ich gehe
zufrieden auf ein Bier ins "Supreme" auf die Dachterrasse. Es ist
inzwischen fast 19h. Zurück ins Hotel, der Lärm ist immer noch da. Zum
Nachtessen gehe ich ins "Dhivyar Mahal". Da komme ich mit einer
Französin aus Perpignan ins Gespräch. Mein Mutton Curry schmeckt gut.
Zum Abschluss noch einen Schlummi im "Supreme". Zurück im Hotel
telefoniere ich noch mit Stefan. Er kann doch 2 Grosse bei Trudi
trinken, weil ich einen Fehler zu seinen Gunsten gemacht habe. Er und
Andrea haben die Flüge nach Singapore bereits gebucht, um mich im Juli
zu besuchen. Um 23h bin ich im Bett. Der Lärm ist ziemlich störend.
Irgendwann stehe ich auf und benütze zum 1.Mal in meinem Leben Oropax!
Dann schlafe ich für den Rest der Nacht gut. Auch wenn am Morgen der
Tempel und der Generator gleichzeitig starten.
Di 22.1
8h Aufstehen, Frühstück am Ende der Parkgarage. Nicht sehr einladend
und nicht sehr üppig. Nur indisch und Kaffee. Nachher Email ans Hotel
Femina in Trichy. Die haben Platz und geben schnell Antwort. Um 11h
gehe ich zum Metall-Händler. Wieder typisch indisch. Erst wenn ich da
bin beginnt der Prozess zu laufen und wie! Gemächlich ist nur der
Vorname. Schlussendlich knie ich am Boden und zeichne selbst an wie das
Blech geschnitten werden soll. Beim Detailzuschnitt lege ich sogar
selbst Hand an, damit sie nicht alles verbiegen beim Schneiden auf der
altertümlichen Blechschere. Aber ich habe die Bleche für 1300 INR = 24
CHF. Im Hotel richte ich mich auf meinem Parkplatz ein. Camping-Tisch
und Akkuschrauber den ich über Nacht aufgeladen habe usw. Ab jetzt habe
ich immer Zuschauer, die aber auch helfen wenn es nötig ist. Nach 2h
ist es vollbracht. Die zerbrochenen Kunststoff-Abdeckungen an der
Rückwand sind durch ALU-Riffelbleche ersetzt. Unter die Dusche, Hosen
waschen und auf ein Bier ins "Supreme". Die Reservation im Femina hat
geklappt. Charles kommt erst morgen Abend nach Madurai, wir werden uns
also nicht mehr sehen, weil er nachher in den Norden geht. Nach 16 gehe
ich den Sri Meenakshi Tempel, in langen Hosen wie von der Rezeption
empfohlen. Die Schuhe kann ich in einem Laden deponieren, von einem
Aufreisser empfohlen. Der Tempel ist 6ha gross und sehr schön und
interessant. Er hat bis zu 52m hohe Türme bei den 4 Eingängen. Ich war
hier
schon vor 3 Jahren. Nach etwas mehr als 1h bin ich durch. Jetzt noch
die Schuhe "auslösen". Ich kann mich erfolgreich ums "Verkaufsgespräch"
drücken. Auf dem Rückweg suche ich erfolglos eine Kühlbox. Zum
Sonnenuntergang ein Bier auf der Dachterrasse des "Supreme". Im Hotel
schlafe ich fast ein, der Lärm der Pumpe ist weg! Zum Nachtessen zurück
ins "Supreme". Voll vegetarisch! Vegi Curry & Vegi Biriani &
Vegi Bier (British Empire), weil es ein vegetarisches Restaurant ist.
Um 22h bin ich zurück. Noch etwas "Büro", dann schlafen.
Mi 23.1
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Scheiben waschen und Check-Out,
2760 INR für 2 Tage. Nach 10h fahre ich los. Zuerst ein riesen Chaos.
Nach 20 Min habe ich es geschafft, ich bin aus der Stadt. 10 Min später
auf der 4-spurigen NH45b. Jetzt beginnt wieder das angenehme Fahren mit
wenig Verkehr auf guter Strasse. Es windet ziemlich heftig, so teste
ich mal meine neue Abdeckung mit über 100km/h und Gegenwind.
Funktioniert gut, keine Vibrationen. Meistens fahre ich mit etwa
80km/h. Es ist eine flache Gegend mit einzelnen alleinstehenden Hügeln.
Reisfelder und Kokospalmen wechseln sich ab. Nach 1½h (195 INR)
verlasse ich die Hauptstrasse kurz vor Trichy. Das wäre schon die
richtige Strasse, nur ist sie im Umbau und geht nicht mehr weiter. So
muss ich einen anderen Weg finden. Geht aber schmerzlos, ist nur
manchmal sehr eng. Um 12.30h bin ich im Hotel Femina in Trichy. Das
1.Zimmer passt mir nicht, das 2. Kostet dann zwar mehr (3000 INR) ist
aber viel besser. Nur das versprochene Internet funktioniert nur in der
Lobby. Ich richte mich ein und gehe nachher vis à vis auf ein Bier.
Zurück ins Internet, das nächste Hotel in Thanjavur reservieren. Dann
versuche ich eine Email ans Aussenministerium von Myanmar zu schicken.
Finde keine Email-Adresse. Eröffne sogar ein Facebook-Konto, weil sie
angeblich da erreichbar sind. Vergeblich, da landet man auf der
gleichen Seite, die ausser Namen und Telefon-Nummern keine
Informationen enthält. Ich versuche es mit info@mofa.gov.mm, geht
nicht. Um 17.30h ziehe ich los. Suche Brandy, Chips und ein Restaurant
fürs Nachtessen. Nach 1h bin ich zurück. Apero auf meinem kleinen
Balkon mit dem neuen Brandy (Bols), nicht besonders gut. Nach 20h zum
Nachtessen gleich neben dem Hotel, da gibt es einen Food-Court. Der
Spezial Chicken Burger ist gut. Zurück im Hotel nächster Versuch mit
Email. Diesmal ans Konsulat in Kalkutta. Der 1.Versuch schlägt fehl,
falsche Adresse. Der 2. klappt dann. Mal schauen ob ich hier eine
Antwort bekomme. Erreiche Bea per Telefon. Sie hat 38C° Fieber und
liegt im Bett, darum nur kurz. Dann Musik hören und schlafen. Habe das
Zimmer während des Essens herunter gekühlt und schlafe jetzt bei
offenem Fenster ohne AC.
Do 24.1
8.30h Aufstehen, Frühstück mit indischem Buffet. Es gibt aber auch
Toast-Brot und Milch. "Büro", dann um 10.30h auf Tempeltour. Das Grab
lasse ich aus, das sei nur für Moslems interessant meinen sie an der
Rezeption. Mit einer Auto-Rikscha fahre ich zur Lourdes Kirche, die ist
gross und weiss. Von da zu Fuss zum "Rock Fort Temple". Auf dem Weg
merke ich, dass ich vergessen habe meine zusätzliche SD-Karte
mitzunehmen. Also kaufe ich ein, 8GB = 440 INR = 8 CHF. Der Tempel
liegt auf einem 82m hohen Felsen. Bis nach oben sind es 437
Treppenstufen (LP). Der Tempel ist nichts Besonderes, aber die Aussicht
ist gut. Bevor es weiter geht besuche ich noch ein Warenhaus nur für
Textilien. Die Auswahl ist riesig. Weiter geht es wieder per
Auto-Rikscha zum Sri Ranganathaswamy Tempel. Der Tempel ist eigentlich
eine kleine Stadt mit allem was dazu gehört. Es gibt sehr viele kleine
Tempel und Türme. Der höchste ist 73m hoch. Es gibt einen
Aussichtspunkt (10 INR), von da hat man einen Überblick über die ganze
Anlage. Die Tempel selber darf man als Nicht-Hindu nicht besuchen. Ich
mache einen Rundgang innerhalb der Mauern. In jeder Himmelsrichtung hat
es einen Eingang, ausser nach Westen?!? mit den dazu gehörenden Türmen.
Es ist imposant. Nach 1h trinke ich etwas und fahre dann mit einer
Auto-Rikscha zum Sri Jambukeshwara Tempel. Der wäre auch schön, ist
aber bis 15h geschlossen und so lange mag ich nicht warten. Ich mache
einige Fotos von ausserhalb und fahre dann zurück ins Hotel. Um 14h bin
ich zurück. Auf ein Bier gegenüber und dann in den Pool im Hotel.
"Büro" mit Bilder kopieren, Email usw. Überraschung, ich habe vom
Konsulat von Myanmar in Kalkutta eine Antwort bekommen. Wenn ich auf
dem Landweg einreise, braucht es eine Bewilligung der
Einwanderungs-Behörde. Das kann undefiniert lange dauern meinen
sie. Vielleicht können sie das Prozedere starten bevor ich in Kalkutta
bin. Ich frage sie an. Apero auf meinem Balkon. Zum Nachtessen gehe ich
ins vegetarische "Shree Krishna", da kann man draussen essen. Meine
"Singapore Noodles" haben anstatt Fleisch Früchte drin! Etwas
gewöhnungsbedürftig, aber es schmeckt. Beim Hotel noch ein Soft-Ice.
Während ich es auf der Strasse esse, kommt ein junger Inder zu mir und
wir reden miteinander. Ich zeige ihm mein Auto. Er findet es super was
ich mache. Zurück im Hotel versuche ich erfolglos Bea zu erreichen.
Telefoniere mit Elena, sie ist frustriert, ihr Arbeitsplatz wird
vermutlich 2014 nach Bern verlegt. Noch einen Schlummi, dann ins Bett.
Fr. 25.1
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Um 10.30h fahre ich los. Ausgangs
Trichy gerate ich in einen Stau. Nach ½h habe ich es geschafft, ich bin
ausserhalb der Stadt. Die Strasse ist wieder gut, ich komme zügig
voran. Nach 1¼h bin ich Eingangs Thanjavur. Um 12h bin ich beim Hotel
Gnanam (2160 INR). Das 3.Zimmer passt mir. Ich richte mich ein. Habe
sogar Internet im Zimmer, obwohl es keines haben sollte! Im Hotel gibt
es sogar Bier, dazu Frühlingsrolle. Hat nichts damit zu tun, schmeckt
aber sehr gut. "Büro", Route planen usw. Um 15.30h ziehe ich los.
Zuerst zum "Palast" resp. Was noch von ihm übrig ist. 50 INR Eintritt
und 30 INR für die Kamera sind eine Frechheit. Aber ich muss nichts
bezahlen, weil niemand da ist. Drinnen muss ich dann noch 1 INR & 2
INR bezahlen für nichts! Hat den Weg überhaupt nicht gelohnt. Dann gehe
ich zum Brihadishwara Tempel. Der ist wirklich gut. Es hat sehr viele
Pilger, die gleich Bus weise anreisen. Zudem ist heute ein moslemischer
Feiertag, da haben viele frei. Der Tempel ist 1000 Jahre alt. Der
Virmana, der Turm im Zentrum ist 66m hoch und sehr schön in Naturstein.
Zudem ist eine schöne Abendstimmung, alles rötlich. Nach dem Rundgang
setzte ich mich und werde von einer Grossfamilie belagert, muss viele
Fotos machen. Zum Sonnenuntergang verziehe ich mich auf die andere
Seite des Tempels. Gegen 19h bin ich zurück. Rufe Bea an, sie ist immer
noch krank. Zum Nachtessen bleibe ich im Hotel. Das Non-Veg. Restaurant
mit Bier ist voll belegt. Eine grosse Reisegruppe aus Frankreich und
noch ein paar andere Franzosen haben das Restaurant gefüllt. Ich
bekomme knapp einen Platz. Mein "Mutton Chettinad" mit Reis ist sehr
gut. An meinem Tisch sitzen 3 Inder. Zwischendurch reden sie auch mit
mir. Zurück im Zimmer telefoniere ich mit Muetti & Papi und mit
Bruno, dann gehe ich ins Bett.
Sa 26.1
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück mit indischem Buffet und Toast.
Fertig packen und Check-Out. Um 10.30h fahre ich los. Die Strasse ist
jetzt wesentlich schlechter und nur 2-spurig. Nach etwas über einer
Stunde bin ich in Kumbakonam. Die 3 Hotels die ich programmiert habe
sind alle voll, so muss ich ins Blaue suchen. Um 12.30h finde ich das
Hotel Kodeeshwara (1045 INR) und bleibe. Muss nur noch das Auto holen,
das ich stehen gelassen habe. Dann richte ich mich ein, kein Internet.
Um 14h ziehe ich los. Zuerst zum Mahamakhan Tank (Bassin). Da sind
einige Leute am Waschen und ich am Rutschen. Bin voll auf den Arsch
geknallt. Nur eine Schürfung am Daumen. Da treffe ich auch Pauline aus
Belgien, die ältere Dame aus meinem Hotel wieder. Sie fragt ob wir
zusammen zum Nachtessen gehen. Ich gehe dann auf ein Bier ins "Rayas".
Nach ½h weiter. Die Tempel sind alle bis 16h geschlossen. Ich gehe zum
Potumurai Tank, dann zum Chakkarpani Tempel. Da bin ich um 15.30h, noch
zu früh. Aber ich kann in den Innenhof, einfach nicht zum eigentlichen
Tempel. Da dürfte ich vermutlich sowieso nicht rein. Ich gehe noch bis
zum Fluss und dann langsam zurück. Punkt 16h bin ich beim Kumbeshwara
Tempel, dem grossen Shiva Tempel hier. Sieht schön aus, aber man sieht
nicht viel. Man ist fast immer unter einem Dach. Der Rameshwami Tempel
ist bis 17h geschlossen. Auch von aussen sieht er schön aus. Der
Sarangapani Tempel-Eingang ist 50m hoch und reich verziert. Weiter zum
Nageshwara Tempel. Der gefällt mir am besten. Zurück fahre ich mit
einer Auto-Rikscha. Aber zuerst bei einer Bar vorbei, um eine Flasche
Morpheus (1500 INR!) zu kaufen. Im Hotel duschen und Route planen.
Apero im Zimmer. Um 19.30h schaue ich wo Pauline steckt. In dem Moment
kommt sie aus ihrem Zimmer und will zu mir kommen. Meine Klima-Anlage
lässt sich nicht mehr starten. Der Manager verspricht das zu beheben.
Wir gehen ins "Rayas" zum Nachtessen, von unserem Manager empfohlen. Es
ist auch tatsächlich gut. Mein "Chicken Hyderabadi" ist viel Sauce und
ich glaube Eiern gekocht. Pauline ist sehr ängstlich. Auf der Strasse
und auch beim Essen. "Was, du isst Salat!". Auf dem Heimweg sehen wir
noch ein Feuerwerk, begleitet von einer Marsch-Musik-Kapelle. Heute ist
indischer National-Feiertag. Beim Hotel will Pauline zuerst mein Auto
sehen. Am liebsten würde sie mitreisen. Sie möchte einen Tempel
besuchen, der an meinem Weg liegt. Sie fährt dann aber doch lieber mit
dem Bus, weil ich ihr zu spät abreise. Wir trinken noch einen Brandy,
dann geht sie auf ihr Zimmer und ich ins Bett.
So 27.1
8h Aufstehen, packen, Frühstück auswärts, richtig indisch mit Poori
Masala und Kaffee. Fertig packen und bezahlen. Weil die Klima-Anlage
nicht funktioniert hat bekomme ich 150 INR Rabatt. Um 9.30h fahre ich
los. Zuerst ist die Strasse mit einem Balken gesperrt, dann ist die
Brücke gesperrt über die ich sollte. Aber nach ½h habe ich es
geschafft. Die Strasse ist wieder besser. Es läuft ziemlich gut bis
Ukkarai. Da führt die Strasse 1-spurig über den Fluss, Polizei "regelt"
den Verkehr. Die Motorräder fahren dir trotzdem entgegen, was den
Verkehr arg ins Stocken bringt. Ich verliere etwa 10 Min. Jetzt wird
auch die Strasse wieder schlechter. Ich will unbedingt vor 12h in
Chidambaram sein, weil dann der Nataraja Tempel schliesst. In dieser
Gegend hat es viele Zuckerrohr-Felder und die Ernte ist voll im Gange.
Darum sind überall hoch beladene Traktoren unterwegs. Ich schaffe es,
um 11.35h bin ich da. Ein Führer (100 INR) nimmt sich meiner an und
führt mich im Eilschritt durch die Anlage. Wäre gar nicht nötig
gewesen. Heute schliesst der Tempel nicht, weil ein Hindu-Feiertag ist.
Nach der Führung bleibe ich noch ½h. Ich kann sogar ganz in den Tempel.
Nur fotografieren darf man nicht. Ich suche noch etwas zu trinken und
fahre dann um 13h weiter. Die Strasse ist jetzt wieder meistens gut.
Nur einmal hat Garmin wieder einmal eine Phantom-Strasse die es gar
nicht gibt. Um 14.30h bin ich in Pondicherry im Hotel Surguru. Das
2.Zimmer passt mir (1611 INR), ich bleibe. Heute kein Bier, weil "Dry
Day" ist. Im Hotel-Restaurant nochmals ein Poori (aufgeblasenes Brot)
mit Masala & Fresh Lemon Soda. Bin heute 150km gefahren. Nachher
Internet in der Lobby, einrichten, usw. Sie haben mir das Fenster mit
einem Schlüssel geöffnet. Apero im Zimmer. Um 20h mit einer
Auto-Rikscha ins "Satsanga". Da heute "Dry Day" ist, hat es wenige
Leute. Ich esse im Garten. "Salade de Provence", "Filet aux sauce de
vin" und zum Dessert "Caramel custard". Alles sehr gut aber teuer, 835
INR. Zu Fuss der Strandpromenade entlang bis zum Französischen
Konsulat, dann durchs Quartier zurück zum Hotel. Da rufe ich noch Anita
an, sie hat heute Geburtstag. In der Nacht ist es schon fast kalt, 20C°.
Mo 28.1
8h Aufstehen, Frühstück im Surguru Restaurant im Untergeschoss. Indisch
à la carte, wieder Poori Masala & Kaffee & Milch & Sweet
Lassi. Nachher "Büro", el. Tagebuch, Route planen, Hotel in
Mamallapuram reservieren usw. Dann gehe ich Brandy einkaufen, der ist
hier viel billiger, weil die Steuern hier tiefer sind. 5 Flaschen à
750ml für 570 INR/Flasche. Habe jetzt 4½ l Morpheus als
Reserve! Pondicherry ist ein eigener Verwaltungsbezirk. Hier waren bis
1962 die Franzosen. Darum hat es hier und in der Umgebung auch so viele
Französisch sprechende Touristen. Das Auto umparkieren und den Schnaps
in PET-Flaschen umfüllen, dann ziehe ich um 14h los. Der Manakula
Vinayagar Tempel ist um diese Zeit geschlossen. Dem Bharathi Park
entlang zur Promenade. Das Gandhi Denkmal wird gerade renoviert. Die
1.Kirche ist die "Notre Dame des Anges". Im "Le Club" mache ich Pause
bei Bier & Chnoblibrot. Nach 1h weiter zum Bahnhof und zur Kirche
"Secret Heart Jesus". Die ist ziemlich bunt. Quer durchs Quartier
vorbei an der Mohammedia Moschee zur Kathedrale "Notre Dame de
l’Immaculée Conception". Da findet wieder einmal eine Beerdigung statt.
Dann zum Grande Bazar. Auf dem Weg zurück sehe ich mir noch die beiden
Tempel in nahe beim Hotel an. Um 17.15h bin ich zurück. Duschen, dann
Apero im Zimmer. Zum Nachtessen per Auto-Rikscha ins "Rendez vous", da
war ich vor 3 Jahren zum Weihnachtsessen. Man kann im Freien essen. Das
Kalbs Cordon Bleu ist sehr gut. Nur vom Kartoffelstock hat es zu wenig,
aber es gibt ja Baguettes! Zu Fuss zurück. Noch Emails lesen und den
Reiseführer von Thailand herunterladen. Den habe ich von ReiseKnowHow
für meine Tipps gratis bekommen.
Di 29.1
8h Aufstehen, packen, Frühstück wie gestern. Gegen 10h fahre ich los.
Ich mache einen Abstecher nach Auroville, dem Ort der Weltverbesserer.
Der goldene Matrimandir (Golfball) steht noch. Bei diesen
Parkplatz-Preisen kein Wunder, 70 INR = 1.20 CHF! Man muss zu Fuss
1.5km hin und wieder zurück marschieren. Nach 1h fahre ich weiter. Für
den "Scenic Costal Highway" wollen sie 41 INR. Man kommt dann
wenigstens zügig voran, ausser die Polizei will wieder einmal mein Auto
anschauen. Die Gegend ist flach mit vielen Lagunen. Da wird Salz
gewonnen. Es hat aber auch Reisfelder. Um 13h bin ich in Mamallapuram
im Hotel Mamalla Heritage. Das Zimmer ist gut (2160 INR). Das Internet
kostet extra 200 INR/Tag, das 1.Mal in Indien! Dafür hat es einen
Swimming Pool. Ins "Moon Rakers" auf Bier & Bratkartoffeln mit
Zwiebeln. Die sehen nicht schön aus, sind aber sehr gut und viel. Nach
einem Rundgang durch den Ort, gehe ich an den Pool und geniesse das
Nichtstun. Apero am Pool mit Sonnenuntergang. Um 20h um Nachtessen ins
"Sea Gulls". Da war ich auch vor 3 Jahren. Es hat fast keine Leute.
Mein gegrillter Thunfisch mit Pommes & Salat ist gut. Der Besitzer
ist ein ehemaliger Intrepid Leiter. Zurück im Hotel noch ein Bier auf
der Dachterrasse. Dann telefoniere ich noch mit Bea. Sie hat kein
Fieber mehr. Markus überlegt sich, ob er mich in Australien besuchen
soll. Um 0.30h bin ich im Bett.
Mi 30.1
8h Aufstehen, packen, Frühstück mit Buffet, vor allem indisch, aber
auch mit Toast, Butter, Jogurt und Milch. Um 10h mache ich mich auf den
Weg. Zu Fuss zum "Five Rathas" Tempel. Alle 5 Tempel sind aus dem
"Vollen" gehauen, nichts angebaut oder so. Ziemlich eindrücklich, auch
wenn man schon einmal vor 3 Jahren da war. Damals hatte es noch
einzelne Souvenir-Händler, heute einen ganzen Komplex mit Läden. Man
braucht jetzt nur noch 1 Ticket für alle Monumente. Das ist da UNESCO
Weltkulturerbe für Ausländer wieder sehr teuer, 250 INR. Inder bezahlen
10 INR! Beim Zurückgehen besuche ich alle kleineren Tempel und Höhlen
nochmals. Die z.T. riesigen Reliefs sind beeindruckend. Zum Schluss
gehe ich zum Shore Tempel am Strand. Der ist aus dem 7.Jahrhundert und
vor allem alt. Mich beeindruckt er nicht besonders. Nachher suche ich
mir einen Platz mit Bier & Seaview. Im Seashore Garden werde ich
fündig. Nach 2½h habe ich das verdient. Nach 1h zurück ins Hotel. Hole
meinen Drucker aus dem Auto, dann in den Pool. Nachher drucke ich alle
Kapitel des LP bis Kalkutta aus. Plane die weitere Route bis Chennai
und frage das Hotel Lotus an. Nochmals schwimmen, dann Apero am Pool
zum Sonnenuntergang. Zum Nachtessen gehe ich ins "Moon Rakers". "Masala
fried Beef", sehr gut und ziemlich scharf & Salat. Im Hotel gehe
ich noch auf die Dachterrasse. Da sind 2 Frauen und 1 Mann aus Israel.
Sie laden mich an ihren Tisch ein und wollen viel wissen über meine
Reise. Sie sind zusammen in die Schule gegangen und feiern nun ihren
40-igsten Geburtstag in Indien, ohne Ehemann und Kinder. Das Restaurant
schliesst. Ich lade sie noch auf einen Brandy am Pool ein, habe ja
genug. Es gibt eine Diskussion über meine Einstellung zu Israel. Sie
ist mit mir einverstanden, er nicht. Nach 20 Min stoppen wir die
Diskussion. Sie geht zu Bett, wir bleiben noch eine Weile. Er werde
mich nach Israel einladen, dann könne ich meine Meinung machen, meint
er zum Abschied. Nachher telefoniere ich mit Stefan. Um 1.30h bin ich
im Bett.
Do 31.1
8.30h Aufstehen, Frühstück. Die Rezeption reserviert telefonisch ein
Zimmer im Lotus in Chennai für morgen. So bleibe ich noch einen Tag
hier. Dann gehe ich zum Coiffeur (70 INR). Zurück im Hotel "Büro",
elektronisches Tagebuch usw. Dazwischen schwimmen im Pool. Um 14h ist
das Tagebuch wieder aktuell. Liege am Pool und studiere LP von
Andhra Pradesh. Der ist ziemlich dünn, hat also wenig Informationen.
Werde oft Hotels im Internet suchen müssen. Übertrage alle
beschriebenen Ort auf die Karte. Ich werde hauptsächlich auf der NH5
unterwegs sein und die scheint gut zu sein. Apero am Pool inkl.
Sonnenuntergang. Um 20h gehe ich zum Nachtessen ins "Le Yogi". Habe
schon bessere Sizzling Beef gehabt. Vor allem sind die Pommes kalt. Sie
bringen mir aber nochmals heisse. Im Hotel ist niemand mehr auf der
Dachterrasse. So nehme ich meinen Schlummi allein am Pool. Dann rufe
ich noch Markus an. Er soll sich bei Stefan informieren wegen der Reise
an Australiens Westküste. Dann ins Bett. Habe den Moskitostecker
vergessen. Zudem ist es wärmer als gestern.
Fr 1.2
8.30 h Aufstehen, packen, Frühstück. Dann fertig packen. Um 10.30h
fahre ich los. Alles der Küste entlang. Der Verkehr hält sich in
Grenzen. Bis zum Stadtrand von Chennai. Da bin ich um 11.15h. Für die
letzten 14km bis zum Hotel brauche ich dann nochmals ¾h. Viele
Umleitungen wegen Baustellen für die Metro. Chennai hat 6.6 Mio.
Einwohner, fast so viel wie die Schweiz. Gegen 12h bin ich im Hotel
Lotus. Mein Zimmer ist klein aber ohoo! (3000 INR). Ich richte mich
ein. Das "10D" ist wegen Renovation geschlossen, sie schicken mich ins
"Tower Residency“. Da gibt es ein teures Restaurant. Focaccia &
Bier für 660 INR. Dann fahre ich per Auto-Rikscha zur Central Station.
Von da aus will ich Fort St.Georges besuchen. Der Weg dahin ist
wesentlich länger als erwartet (4km). Ich muss um das ganze Gelände
herum marschieren. Alles Militär-Gebiet. Nur ein Eingang ist offen für
Besucher. Das reicht auch völlig, denn zu sehen gibt es hier eigentlich
nichts. Es gibt ein paar alte Mauern, einen Fahnenmast (Flagstaff),
St.Mary und einige alte Gebäude. Fast alles vom Militär belegt. Zurück
kann ich wenigstens eine Abkürzung nehmen. Mit einer Auto-Rikscha
zurück ins Hotel. Um 16.30h bin ich zurück. "Büro" und Duschen. Apero
im Zimmer. Um 20h mit einer Auto-Rikscha zum Nachtessen. Die wollen
alle 100 INR oder mehr. Beim 10. Versuch gebe ich auf und fahre für 100
ins "Tuscana Pizzeria". Ein sehr schönes Lokal. Zu meiner Überraschung
bin ich der einzige Ausländer. Setzte meine Italiener Tag fort. Die
Pizza Roma ist sehr gut, ähnlich einer "Prociutto Crudo" bei uns. Zum
Dessert natürlich "Panna Cotta"! Alles zusammen kostet ein Vermögen,
1025 INR = 18 CHF. Die Rückfahrt wird zum kleinen Abenteuer. Der Fahrer
meint zu wissen wo das Lotus ist. Muss dann aber 3 Mal nachfragen und
wieder wenden. Wir machen eine halbe Stadtrundfahrt. Er fragt mich nach
20 INR zusätzlich zu den abgemachten 100, weil es so lange gedauert
hat. Ausnahmsweise gebe ich sie ihm. Mit Irene telefonieren, dann
schlafen.
Sa 2.2
8.30h Aufstehen, Frühstück mit Buffet. Indisch & Toast &
Kaffee. Sogar Milch und Joghurt bekomme ich. "Büro" und Route planen
für morgen. Reserviere im MGM Hotel in Srikalahsti. Um 14.30h ziehe ich
los. Mit einer Auto-Rikscha zum Ramakrishna Mutt Tempel. Ich bin 10 Min
zu früh, so gehe ich nebenan einen richtig grünen "Lime Mint Cooler"
trinken. Der Tempel hat viele verschiedene Stilrichtungen in sich
vereint. Interessante Architektur. Weiter zum nahen Kapaleeshwara
Tempel. Dazu gehört ein grosser Tank (Bassin). Es ist Chennai’s
schönster Tempel. Von da weiter zur San Thome Kathedrale. Es gibt auf
der ganzen Welt nur 3 Kirchen die auf einem Grab eines Apostels gebaut
sind. Santiago de Compostella, Petersdom und eben San Thome in Chennai.
Ich habe jetzt alle gesehen. Es ist eine grosse weisse Kirche.
Ausnahmsweise keine Beerdigung, sondern eine Hochzeit. Ich gehe zum
nahen Strand. Der ist hier gar nicht einladend. Eine slumartige
Siedlung und Fischerboote dem Strand entlang. Nach etwa 1km komme ich
zum "richtigen" Strand. Da gibt es viele kleine Verkaufsstände,
Karussells, Ballonschiessen usw. Ich esse Somosa mit Sauce, gut, aber
ziemlich scharf. Brauche nachher eine Glace. Um 17h fahre ich zurück.
Apero im Zimmer. Zum Nachtessen ins "Pelita" eine malaysische Kette,
vom Hotel empfohlen. "Mixed Noodles" sind sehr gut, fast wie in
Malaysia. Nachher noch auf ein Bier in einer Garden Bar. Da muss man 10
INR pro Stunde Eintritt bezahlen! Das Bier kostet nur 150 INR. Vor der
Bar alles Motorräder, in der Bar wie üblich alles Männer. Ich bleibe
nicht lange, weil hier wie schon beim Essen im Freien, viele Moskitos
hat und ich keinen Spray verwendet habe. Im Hotel telefoniere ich noch
mit Muetti & Papi. Sie gehen morgen mit Küde & Fix zum
Geburtstag von Papi auswärts zum Mittagessen. Musik, Schlummi, Schlafen.
So 3.2
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Um 10h fahre ich los. Heute ist
Sonntag, darum hat es nicht viel Verkehr. An gewissen Kreuzungen
herrscht trotzdem Chaos. Nach 1h und 30km habe ich es geschafft. Bin
ausserhalb der Stadt. Die NH5 ist zwar meistens 4-spurig, aber es hat
immer wieder Baustellen. Je weiter weg von Chennai, umso besser läuft
es. Um 11.4h verlasse ich Tamil Nadu und komme nach Andhra Pradesh. Die
Gegend ist hier flach und weit. Mit Reis- oder Zuckerrohrfeldern oder
nur Grünflächen. Bei Naidapet verlasse ich die NH5 und fahre auf einer
relativ guten Strasse die letzten 30km bis Srikalahsti. Unterwegs
wieder einmal 2 Begegnungen der unangenehmen Art. Ein Bus kommt auf
deiner Spur entgegen, weil er überholt. Du kannst nur bremsen und weg
von der Strasse! Der bremst sicher nicht. Um 13h bin ich im MGM Hotel.
Das 2.Zimmer passt mir. Im 4.Stock, mit Aussicht auf den Fluss. Ich
richte mich ein. Dann auf ein Bier in die Mass Bar. Das sind kleine
Hütten mit einem Tisch. Das Bier kostet nur 120 INR. Zurück ins Hotel,
dann zum nahen Sri Kalahasteeswara Tempel. Ich bin wieder einmal
in einem Pilgerort. Es hat ziemlich viele Leute, aber keine Ausländer.
Ich folge einfach dem Menschenstrom und lande mitten im Tempel.
Fotografieren soll man hier nicht. Ich komme bis zuinnerst in den
Tempel. Es geht durch viele Gatter, wie bei uns beim Skifahren. Wenn
man 50 - 300 INR bezahlt, kann man abkürzen! Es wird überhaupt für
vieles Geld verlangt von den Hindus. Zum Abschluss gehe ich noch auf
den heiligen Berg. Von da hat man eine gute Aussicht. Hier hat es nur
vereinzelte Hügel in der weiten Ebene. Viele davon sind heilig. Um
16.30h bin ich durch. Auf dem kurzen Weg zum Hotel noch ein Glace. Im
Zimmer Duschen und "Büro", Route planen für morgen. Apero im Zimmer mit
Sonnenuntergang. Um 20h mit einer Auto-Rikscha zu einem Restaurant mit
Bar. Das ist aber geschlossen, "Dry Day" wegen Wahlen. Also zurück ins
Hotel. Die Vegi-Nudeln sind gut. Zum Abschluss eine Sweet Lassi. Stelle
fest, dass ich in Indien bin. Das Klimagerät vor meinem Fenster ist
nicht meines, sondern das des unteren Zimmers und die lassen die
Klimaanlage voll laufen. Ich werde heute mit geschlossenem Fenster
schlafen. Telefoniere noch mit Bea, dann ins Bett.
Mo 4.2
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück à la carte, mit Poori Masala.
Versuche erfolglos weitere Informationen über Hotels im Internet zu
finden. Gegen 11h fahre ich los. Auf dem Weg zur NH5 wieder ein
Lastwagen der überholt, obwohl ich entgegenkomme. Nach ½h bin ich auf
der NH5. Es ist weiterhin flach und hat wenig Verkehr. An jeder
Zahlstelle werde ich wieder anders eingestuft (30 + 40 INR). Um 13h bin
ich in Nellore. Das 1.Hotel hat nur Zimmer gegen die Strasse, das 2.
nur mit Fenster in einen Innenraum. So gehe ich zum Nächsten. Das
Utthama Hotel passt mir (2300 INR), Zimmer mit Aussicht & Internet
& Bier. Hole mein Auto und richte mich ein. Im Restaurant
Russischer Salat, ohne Früchte& Bier. "Büro", Route planen. Nach
16h erkunde ich den Ort. Gehe bis zum "Nellore Water Tank". Unterwegs
schaue ich die alte CAM-Schule an (A = Ackerman) sie ist schön aber am
verfallen. Der Erukala Parameswari Tempel liegt am grossen See (Tank)
und ist wunderbar kitschig. Auf dem Rückweg schaue ich noch 2 weitere
Tempel an (Sivalayam & Shri Venugopala Swami), kaufe mir ein Glace
und am Schluss ein Bier für den Apero. Diesen habe ich im Zimmer, die
Sonne ist schon hinter den Gebäuden verschwunden. Das Internet kommt
und geht. Ein "Experte" schaut sich die Raumdecken in meinem Stockwerk
an und findet 2 Drähte. Das muss der Fehler sein meint er. Die halten
uns für Idioten. Irgendwann kommt das Internet wieder. An der Rezeption
geben sie mir 2 Hotelnamen in Ongole. Das eine ist gar nicht dort, das
andere unauffindbar. Die machen/sagen einfach etwas, nur damit sie
nicht sagen müssen, ich weiss es nicht! Das Restaurant im Hotel ist
dafür fast perfekt. Für Indien sowieso, aber auch bei uns würde es
hervorstechen. Die Kellner servieren mit Hemd und Krawatte, sind sehr
aufmerksam und können mit einer Hand mit Gabel und Löffel schöpfen usw.
Meine "Nellore Chicken Curry" & Parota & Raitha ist sehr gut
(487 + 166 INR für das Bier). Im Zimmer nochmals Hotel suchen. Das
Internet läuft im Moment so gut, dass ich eine neue Version von "Fring"
herunterladen kann. Stelle noch mein Bett um, damit der Kopf da ist, wo
man das Dröhnen der Lüftung nicht hörbar ist und schlafe dann gut,
trotz geschlossenen Fenstern.
Di 5.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück, mit sehr gutem Buffet. Es hat sogar
"Gipfeli" und ich bekomme eine Omelette Masala. An der Rezeption
bekomme ich endlich eine vernünftige Antwort zu Hotels in Ongole. Habe
zum Glück gestern die vermuteten Hotels programmiert, denn das Internet
läuft wieder gar nicht. Noch "Büro" und fertig packen. Um 10.15h fahre
ich los. Nach 10 Min bin ich bereits auf der NH5. Die Gegend bleibt
flach. Es gibt Reis-, Zuckerrohr- und später Tabakfelder. Der Verkehr
läuft gut, ausser bei den Zahlstellen (2 x 60 INR). Bei einer
Tankstelle ohne Strom nehme ich einen jungen Autostopper mit bis
Ongole. Um 12.30h bin ich beim Hotel Mourya. Das ist aber gar nichts.
Gleich um die Ecke ist das "Narayana Palace" zum gleichen Preis (1500
INR) aber viel besser. Soviel zum Wert der Information der Rezeption in
Nellore. Die habe es umgekehrt empfohlen. Das Auto muss ich relativ
weit weg parkieren. Auf dem Weg dahin schläft ein Besoffener mitten auf
der Strasse. Keiner will ihn wecken, so muss ich wenden und von der
anderen Seite zufahren. Um 12h bin ich definitiv im Hotel und richte
mich ein. Bin heute 135km gefahren. Auf ein Bier & Onion Pakora ins
"Shrinivasa" (200 INR). Um 15h ziehe ich los. Da es hier keine
Sehenswürdigkeiten gibt, mehr oder weniger planlos. Zuerst zum grossen
Bus-Terminal. Da ist viel los. Dann zufällig in einen Markt. Der ist
sehr einfach, fast alles wird am Boden verkauft. Weiter zu Ragarayudu
Tank. Das sind mehrere Teiche. Fast ein Stadtpark mit "Bänkli". Da
setze ich mich eine Weile hin. Nach ¼h gehe ich weiter, quer durch die
Quartiere. Da ich mein Handy mit eingeschaltetem Navi dabei habe, kein
Problem. Um 16.30h bin ich zurück und lege mich hin, es waren immerhin
4km. Apero im Zimmer. Zum Nachtessen ins Restaurant gleich nebenan.
Mutton Biriani & Mixed Raitha ist gut. Nachher noch auf ein Bier
ins "Shrinivasa". Da ist es jetzt stockdunkel. Ich bleibe nicht lange.
Gegen 22h bin ich zurück. Noch Bilder kopieren, dann schlafen.
Mi 6.2
Heute bin ich seit 250 Tagen unterwegs! 8h Aufstehen, packen, Frühstück
auswärts. Richtig indisch, sie können kaum Englisch, aber für Poori
Masala & Kaffee reicht es. Bin bald wieder zurück. Um 9.30h fahre
ich los. Heute muss ich umkehren, weil auf der anderen Seite der
Strasse eine Baustelle ist. Nach 10 Min bin ich aus der Stadt. Da tanke
ich noch, und weiter geht’s. Zu Beginn läuft alles gut, bis zur
1.Zahlstelle bei Bollapalli nach 1h. Da der übliche Stau (100 INR).
Hier hat es sogar wieder einige Hügel. Sonst ist es flach mit u.a.
Tabak-Feldern. Jetzt häufen sich die Baustellen mit Umleitungen. Es
wird immer mühsamer. Um Guntur herum ist es am schlimmsten. Jetzt hat
es vermehrt Baumwoll-Felder. Um 12h stecke ich im nächsten Stau bei der
Zahlstelle (129 INR) etwa 20km vor Vijayawada. Für die letzten 20km bis
ins Hotel Ilapuram in Vijayawada brauche ich ½h. Um 12.30h bin ich da.
Das Hotel passt mir, ich bleibe. Habe sogar Internet im Zimmer, obwohl
es das laut Rezeption nicht gibt. Es ist mir lieber so als umgekehrt!
Um die Stadt herum hat es Hügel. Sie hat etwas mehr als 1 Mio.
Einwohner und liegt am Krishna River. Der hat aber wenig Wasser. Ich
richte mich ein. Schicke nochmals eine Email ans Konsulat von Myanmar
in Kalkutta. Bier & Sandwich in der Hotelbar. Um 15.30h erkunde ich
die Umgebung. Auf dem Weg zum Victoria Jubilee Museum komme ich durch
das Bazar-Quartier. Das ist viel interessanter als das Museum. Das sehe
ich mir nur von aussen an du mache unerlaubterweise Fotos. Der Eintritt
würde nur 3 INR kosten, aber für die Kamera wollen sie von den
Ausländern 100 INR! Auf dem Rückweg sehe ich mir das "Minerva" an. Das
Vegi-Restaurant haut mich nicht vom Hocker. Aber im 1.Stock betreibt
die gleiche Firma das "Blue Fox", ein schönes Restaurant mit Bar. Da
sind sogar jetzt am Nachmittag Frauen drin, was in Bars sehr selten ist
in Indien. Ich werde hierher zum Nachtessen gehen. Ich mache noch einen
Umweg über eine andere Brücke und trinke unterwegs einen "Sweet Lemon
Juice". Nach 17h bin ich zurück. Apero im Zimmer, mit Sonnenuntergang
Nr.250! Route planen, resp. Hotel suchen. Ziemlich mühsam. Nach 20h mit
einer Auto-Rikscha ins "Blue Fox". Ist ziemlich voll. Ist ein sehr
gutes Restaurant. Auch die Kellner sind wieder sehr gut. Ich nehme
"Mutton fried Andhra style" & Porotha & Mixed Raitha. Alles
sehr gut und es wird immer nachgeschöpft und -geschenkt. Zum Dessert
"Qurbani ka Meetha", sehr süss! Später finde ich heraus, dass es aus
getrockneten Aprikosen hergestellt wird. Zu Fuss zurück ins Hotel.
Telefoniere noch mit Bea & Stefan. Um 1h ins Bett, es ist ruhiger
als befürchtet.
Do 7.2
Aufstehen vor 8h. Um 8h klopft die Putzequipe! Zum Frühstück hat es ein
indisches Buffet. Aber ich bekomme auch Milch & Toast. Nachher
"Büro", Route, Hotels usw. für die nächsten 400km bis Visakhapatnam.
Ich finde nur wenig Information. Im LP gibt es nichts dazwischen! Um
15h bin ich fertig. Mit einer Auto-Rikscha fahre ich zum "Undavalli
Cave Temple" etwa 4km ausserhalb der Stadt. Die beiden ersten Fahrer
wollen gar nicht dahin fahren. Der 3. will zuerst 200 INR pro Weg. Wir
einigen uns auf 250 hin und zurück. Das ist immer noch zu viel, 150
wären korrekt. Er hält dann dafür beim "Lotus Food City" auf der
anderen Seite des Flusses. Da hat es richtig viel Wasser, weil er hier
gestaut wird. Vielleicht gehe ich heute hierher zum Nachtessen. Die
Strasse zum Tempel ist ziemlich schlecht und meine Rikscha scheint
keine Federung zu haben. Der Eintritt ist wieder normal, d.h. 5 INR für
Inder, 100 für Ausländer, aber keine "Kamera Fee"! Mein Fahrer betätigt
sich als Fremdenführer. Der Tempel ist gut. Er ist in den Fels gehauen,
zwischen 6. Und 7.Jh. bis ins 16.Jh. Hat 4 Stockwerke. Von oben hat man
eine schöne Aussicht. Nach ½h fahren wir zurück. Um 16.30h bin ich
zurück. Kaufe mir in der Bar ein Bier und geniesse es in meinem hellen
Zimmer. "Büro", Daten ordnen usw. Apero im Zimmer. Irgendwie fühle ich
mich nicht gut, so knapp vor Fieber. Ich lege mich hin und denke so bis
20h. Wenn ich auf die Uhr schaue, ist es bereits 22h! Gehe ins
Hotel-Restaurant. Will Nudeln. "Singapore Noodles" gibt es nicht, er
empfiehlt "Vegi Manchuria". Ich frage ihn 3 Mal ob das Nudeln sind. Er
sagt jedes Mal ja. Wenn sie dann kommen sind es natürlich keine Nudeln,
sondern Brotähnliche Klösse, ziemlich scharf und fettig. Das will ich
meinem Magen jetzt nicht zumuten und bestelle eine Tomaten-Suppe. Die
ist gut. Nach ½h bin ich zurück im Zimmer und gehe gleich schlafen.
Fr 8.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück. Um 9.20h fahre ich los. Die Richtung
in die mich das Navi schickt stimmt für mich nicht. Nach etwa 2km halte
ich an und überprüfe die Route im Navi. Zum Glück, es will mich auf
einen Weg von über 200km schicken, anstatt 70km wie geplant. Muss es
richtig überlisten, dass es mich auf den richtigen Weg bringt. Keine
Ahnung wieso es so falsch rechnet, es ist aber reproduzierbar! Auch auf
dem Notebook ergibt es die gleiche falsche Route. Hat mich ½h und 5km
gekostet. Nach ¾h bin ich aus der Stadt und wieder auf der NH5. Komme
zügig voran, es hat nicht viel Verkehr und die Strasse ist gut.
Verpasse die richtige Ausfahrt und muss wenden. Das Hotel Athidi
International in Eluru ist nicht da wo geplant, aber nicht weit weg, so
dass die Leute mir zeigen können wo es ist. Um 11.45h bin ich da. Ich
entscheide mich für einen "Luxury Room" (1800 INR) und richte mich ein.
Installiere die neusten Indien-Karten auch auf Mapsource im Auto, damit
ich das nächste Mal direkt da umprogrammieren kann. Bin heute "nur"
75km gefahren. Um 14h erkunde ich die Umgebung. Zuerst ein Bier suchen.
Finde eine ziemlich heruntergekommene Bar. Nachher ziemlich ziellos
durch die Gegend. Es hat hier offenbar keine Sehenswürdigkeiten. Noch
meine Emails lesen, dann zurück ins Hotel. Gegen 16h bin da. Duschen
und "Büro". Das Hotel für morgen ist reserviert. Apero im Zimmer. Um
20h ins Restaurant im Hotel, das ist ziemlich voll, muss gut sein. So
ist es auch. Heute gibt es wirklich Nudeln, Mixed Noodles & Mixed
Raitha. Die sind sehr gut, aber viel zu viel. In diesem Hotel sind
auffallend viele Frauen angestellt, auch im Restaurant, was in Indien
sehr selten ist. Zurück im Zimmer, Schlummi, Musik und schlafen. Meine
Probleme von gestern Abend sind verflogen, zum Glück.
Sa 9.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück. Idli mit Sambar & Milch &
Kaffee. Fertig packen und Scheiben waschen. Dabei stelle ich fest, dass
seit dem letzten Waschen jemand mein bereits lädiertes Blinkerglas
wieder beschädigt hat. Es fehlt nichts, weil sowieso schon Klebeband
darüber war, aber eingedrückt ist es. Vielleicht lasse ich es so, es
ist nicht schlimm. Um 9.30h fahre ich los. Eine gesperrte Strasse
zwingt mich wieder zu einem Umweg. Nach 20 Min bin ich wieder auf der
NH5. Es ist weiterhin flach und hat viele Reisfelder. Nach 1¼h bin ich
in Tanuku an der Zahlstelle in einem kleinen Stau (125 INR). Nachher
geht es wieder zügig weiter. Nach 11h überquere ich den Godawari River
bei Ravulapalem. Der ist hier 2.5km breit und ziemlich trocken. Gegen
12h bin ich in Rajahmundry, fast beim Hotel. Eine Einbahnstrasse zwingt
mich zum Umfahren. Dabei führt mich das Navi sauber auf die Brücke über
den Godawari River. Die ist 2.7km lang, keine Chance zum Wenden, auf
jeden Fall für Nicht-Inder! Die Brücke ist doppelstöckig, unten Bahn,
oben Autos. Dass sie erst 20 Jahre alt ist glaubt man nicht, so
schlecht ist der Strassenzustand. Da fallen alle losen Plomben aus den
Zähnen! Nach 20 Min und 9km bin ich wieder zurück. Um 12.15h bin ich im
"River Bay". Das Hotel ist gut, nur habe ich kein "River facing room".
Ich bleibe trotzdem (2450 INR). Ich richte mich ein. Bier & Pakora
in der schönen Bar im 1.Stock, mit Aussicht auf den Fluss. Nachher
"Büro", Emails, Hotel suchen, Wäsche abgeben usw. Apero am Fluss auf
einem "Bänkli". Ein Mitarbeiter eines Reisebüros im Hotel kommt zu mir.
Ich bin der 1.Ausländer mit dem er spricht in seinem ganzen Leben. Es
hat hier keinen ausländischen Touristen. Telefoniere mit Muetti &
Papi und mit Bea. Stefan hat mir die Kopien für die Steuerklärung
geschickt. Ich könnte loslegen, falls ich Lust hätte! Um 20h zum
Nachtessen in die Bar. "Special Biriani" schmeckt gut und ist wieder
einmal viel zu viel. Kaum zurück im Zimmer, kommt bereits die Wäsche
(181 INR), sehr schnell und sauber. Ein Nachteil hat mein Zimmer, es
gibt kein Fenster zum Öffnen, nur die Balkontüre und da kann ich kein
Moskitonetz montieren. So muss ich bei geschlossenem Fenster schlafen.
Geht gut.
So 10.2
Aufstehen 6.30h! Von 7 bis 7.30h soll es eine gratis Bootstour geben.
Ich bin mit 2 indischen Paaren auch um 7h da, aber der Kapitän nicht.
Die Inder regen sich mehr auf als ich. Gegen 8h fahren wir endlich los.
Die Tour dauert 30 Min für etwa 6km. Zuerst zur Doppelstock-Brücke (20
Jahre alt), dann zur alten, nicht mehr betriebenen
Eisenbahnbrücke (150 Jahre) von den Engländern erbaut. Gleich
daneben die neue Eisenbahnbrücke (30 Jahre). Am Ufer sind sie am
Waschen und am Sand umladen, den sie mit Booten aus dem Fluss holen.
Nach den Brücken kehren wir um. Der Fluss hat hier so viel Wasser, weil
6km weiter unten ein Damm ist, der ihn staut. Um 8.30h sind wir zurück.
Der Kapitän will Trinkgeld. Zuerst gebe ich nichts. Er reklamiert bei
den andern, die geben ihm zusammen 100 INR, so gebe ich 10, das passt
ihm gar nicht. Ich bleibe hart, wir mussten 1h warten, auch das
verstehen Inder nicht, Trinkgeld gibt es nur wenn die Leistung stimmt.
Das Frühstück mit Buffet ist gut. Am Schluss merke ich, dass es sogar
frische Omeletten gegeben hätte. Das weiss ich für morgen, ich bleibe
noch eine Nacht. Im Fluss sind Wasserbüffel unterwegs, sie schwimmen zu
einer Insel, etwa 500m! Bis ich mein Zimmer wechseln kann, noch etwas
"Büro". Gegen 13h ist es soweit. Zimmer mit Balkon auf den Fluss, wie
gewünscht. Nach dem Einrichten, ein Bier in der Bar. Um 15h ziehe ich
los. An der Rezeption machen sie sich Sorgen, weil ich so alleine
losziehe. Es ist Sonntag und die meisten Läden sind geschlossen. Eine
Bäckerei hat offen, da kaufe ich einen "Schnägg". Nicht wie bei uns,
aber auch gut. Vor den geschlossenen Läden an der Hauptstrasse sind
überall Verkaufsstände aufgebaut. Einer hat schöne Hemden, aber nicht
in meiner Grösse. Nach ¾h bin ich bei den oberen Eisenbahnbrücken. Da
hat es einen Tempel und Leute baden im Fluss. Der höchste Wasserstand
ist an der alten Brücke angezeichnet. Es war 1986, etwa 7.50m über dem
momentanen Stand. Ich gehe soweit es geht dem Fluss entlang zurück. Es
hat einige kleine Tempel, die ich aber nicht besuche. Bei der
Doppelstock-Brücke gibt es dem Fluss entlang einen schmalen Park. Um
16.30h bin ich nach fast 5km zurück. Apero mit Sonnenuntergang auf
meinem Balkon. Nachher geniesse ich ein Vollbad in der Badewanne. Das
erste seit Wochen! Um 20h zum Nachtessen ins Restaurant im Hotel. Da
gibt es ein gutes Buffet (300 INR). Ich versuche von fast allem etwas,
auch vom Dessert. Da ist alles sehr süss. In der Bar noch ein
Schlummer-Bier. Dann ins Bett bei offener Balkontür mit Moskitonetz das
ich montiert habe. Aber irgendwie hat es trotz Netz und Stecker mehrere
Moskitos.