Tagebuch
Datum 17.04.2013
Mi 13.3
6h aufstehen, Toilette! Es hat mich wieder einmal erwischt. Bis zum
Frühstück noch mehrere Male. Ich fühle mich wohl, aber wenn ich muss,
dann sofort! Nach Frühstück und Rauchpause auf der Dachterrasse
(Bernard), bleibe ich im Zimmer. Zuerst noch "Büro", Fähren suchen nach
Indonesien. Es scheint keine mehr zu geben. Langsam fühle ich mich
nicht mehr wohl. Jede Stunde aufs WC. Zum Apero versuche ich es mit
Whisky, aber das verschlimmert das Ganze nur noch! Zum Glück ist das
Waschbecken gleich neben dem WC, so kann man gleichzeitig… Gehe früh
schlafen ohne Nachtessen.
Do 14.3
8.30h Aufstehen, Frühstück. Nur Cornflakes und Milch. Dann Fortsetzung
eines "Verschissenen Tages". Bernard bringt mir Tabletten, die die
Darmtätigkeit verringern sollen und ein Pulver, das im Wasser aufgelöst
die Dehydrierung vorbeugen soll. Kein Apero, nur eine Banane und viel
trinken.
Fr 15.3
8.30h Aufstehen, Frühstück, einige Löffel Reis und Tee. Dann liegen.
Muss kaum mehr aufs WC, bin aber kaputt. Esse 2 Bananen, zum Apero eine
Gemüse-Suppe, das ist alles. Rufe Babs an, die ist im Schnee gestürzt
und ist immer noch lädiert. Sie ist ziemlich überrascht mich am Telefon
zu hören. Um 22h bin ich bereits am Schlafen.
Sa 16.3.
8.30h Aufstehen, Frühstück. 3 Stück Toast! und Tee. Ich muss das Zimmer
für eine Nacht wechseln, weil sie mein 2-Bett-Zimmer für eine Gruppe
brauchen. Nachher "Büro", "Myanmar v1" planen auf dem Navi. Da gibt es
über lange Strecken kein Kartenmaterial (Inle Lake - Tachilek). Esse
eine Tomatensuppe mit Brot. Um 14h kommt Bernard zurück und will mal
sehen was ich so geplant habe. Ich bin immer noch schlapp, aber es ist
schon viel besser als die letzten 2 Tage. Ich zeige Bernard das Auto.
Es ist unglaublich, wie staubig es ist! Bringe die gewaschenen Kleider
und den Whisky den Bernard gebracht hat im Auto unter. Kein Apero, es
ist bewölkt. Zum Nachtessen gehen wir ins "Blue Sky". Ich bestelle eine
doppelte Vegi-Nudelsuppe. Das ist gerade das richtige für das 1.Essen
nach 3 Tagen! Auf dem Rückweg auf ein Bier ins "Super Pub". Es schmeckt
noch nicht, trinke nur ½ Glass! Im Zimmer rufe ich noch Bea an. Sie hat
ihre Emails seit 1 Woche nicht mehr gelesen. Prompt hat sie übersehen,
dass sie heute Nachtwache hat. Sie flucht, bedankt sich aber, dass ich
sie darauf aufmerksam gemacht habe. Nach 23h bin ich im Bett.
So 17.3
8.30h Aufstehen, Frühstück. Richtig normal, mit Omeletten usw.! Ich
will wieder zurück in mein "altes" Zimmer (210). Bis es soweit ist
schaue ich das F1-Rennen in Melbourne im TV. Mitten im Rennen wechsle
ich das Zimmer. Um 14h gehen wir zum Maidan um Cricket zu schauen. Es
windet heftig, wie vor einem Gewitter. Ausser dem aufgewirbelten Staub
in der Luft ist es richtig angenehm. Bei einem Spiel schauen wir
längere Zeit zu. Ich werde die Regeln wohl nie begreifen. Um 17h sind
wir zurück. Apero auf der Dachterrasse, aber unter dem Dach, es regnet
kurz! Heute schmeckt das Bier! Telefoniere mit Muetti & Papi und
Markus. Bernard zuliebe, gehen wir schon um 19.30h zum Nachtessen ins
"Bar-B-Q". Es hat schon viele Leute. Aber wir haben Glück, nach 5 Min
bekommen wir einen Tisch in einem der 3 schönen Säle. "Pork Fried
Noodles" eine riesige Portion und sehr gut. Ich esse nicht alles, dafür
zum Dessert ein "Caramel-Chöpfli". Wir setzen uns noch auf die
Dachterrasse und reden. Um 22h bin ich im Bett.
Mo 18.3
8.30 h Aufstehen, Frühstück. Planen der Route für Mittwoch, dann werden
wir vermutlich Kalkutta verlassen. Um 14h ziehen wir los. Mit der Metro
bis "Jatin Das Park". Von da durchs Quartier zum Konsulat von Myanmar.
Keine Neuigkeiten, ausser dass eine Person beide Visa abholen kann,
falls wir eines bekommen. Wir wollen ein Stück mit dem Tram fahren,
finden aber keine Haltestelle. In der Nähe unseres Hotels durchqueren
wir einen Markt. Dann wundern wir uns wie ein Tram auf diesen Schienen
fahren kann. Es kann, wir sehen es mit eigenen Augen! Rechtzeitig zum
Apero sind wir zurück. Bei einem Bier beschliessen wir am Mittwoch los
zu fahren. Zum Nachtessen ins "Arsalan". "Butter Chicken Masala
(Boneless)" schmeckt gut. Auf dem Heimweg kauf ich mir ein Bier und
trinke es auf der Dachterrasse, Bernard geht zu Bett. Das Internet
funktioniert nicht. Ich wasche meinen Tages-Rucksack im Badezimmer mit
Bürste und Seife. Hat es bitter nötig. Um 23h in ich im Bett.
Di 19.3
8.30h Aufstehen, Frühstück. Ein Schwatz auf der Dachterrasse, dann
Büro, Bilder kopieren, Tagebuch usw. Das Internet läuft immer noch
nicht. Um 14h gehen wir auf eine Lassi in die Sudder-Street. Bernard
will noch etwas fertig schreiben. Zum Apero treffen wir uns auf der
Dachterrasse. Die Sonne geht wieder hinter einem Haus unter, es ist
Zeit, dass wir weiter fahren. Wir gehen zum Parkplatz, weil gewünscht
wird, dass ich umparkiere. Typisch Indien, wenn wir da sind, ist es
dann doch nicht so. Wir kehren zurück ins Hotel. Um 19.30h gehen wir
ins "Blue & Beyond" auf die Dachterrasse. "Penne al Arabiata" &
russischer Salat. Nicht schlecht, vor allem ist es hier oben sehr
angenehm. Nach 22h sind wir zurück. Das Internet läuft immer noch
nicht. Schreibe Stefan eine SMS, damit er weiss was läuft. Er meint
Myanmar wartet bis wir das Visum nicht mehr wollen. Um 23h ins Bett.
Mi 20.3
8h Aufstehen, packen, Frühstück. Ausnahmsweise gebe ich hier Trinkgeld.
Da ich nicht jeden einzeln beglücken kann, gebe ich es dem
Personal-Chef (Fat man) für alle (1000 INR = 20 CHF). Bin 19 Tage in
diesem Hotel gewesen, es hat mir sehr gefallen. Um 10.15h sind wir
bereit. Der Personal-Chef und der Lehrling bringen unser Gepäck zum
Auto. Das rangieren aus dem Parkplatz geht besser als erwartet. Dann
zuerst den grössten Staub abspülen, packen und die Scheiben gründlich
reinigen. Unglaublich wie schmutzig das Auto in diesen 3 Wochen
geworden ist! Gegen 11h fahren wir los. 1.Hinderniss, ein Vordach und
ein parkiertes Auto. Schaffe es nicht ohne Kratzer am Aufbau. Nicht
schlimm, es ist ALU. Bis zum Flugplatz sind es 16km. Wir brauchen 1¼h!
Sehr mühsam. Erst nach Barasat, nach 2h kann ich zum 1.Mal den 4.Gang
benützen. Wir fahren endlich und stecken nicht mehr im Stau. Die NH34
ist meist gut, hat aber in unregelmässigen Abständen unvermittelt
riesige Schlaglöcher. Da die Strasse von Bäumen gesäumt ist, sieht man
sie wegen der Schatten nicht immer rechtzeitig. Das gibt dann gewaltige
Schläge. Nach 14.30h machen wir bei Birohi eine Pause. Ein Gast erzählt
uns es seien noch 2½h bis Mayapur. Das haben wir befürchtet. Nach ½h
fahren wir weiter. Um 15.30h sind wir in Krishnagar. Da haben wir eine
Adresse von einem Guesthouse. Das ist aber gar nichts. Ausgangs des
Ortes stoppen wir bei einem Haus. Da muss man aber vorreservieren. Also
weiter. Es ist inzwischen bereits 16h. Nach 20 Min verlassen wir die
NH34 und fahren auf einer Nebenstrasse nach Mayapur. Die Strasse ist
gut aber schmal. Ein Traktor knallt mit einem vorstehenden Teil in
meinen Aussenspiegel. Wir müssen anhalten um die Glassplitter aus dem
Innenraum zu entfernen. 10 Min später sind wir in einem kleinen Dorf.
Am Ausgang hat es ein Haus, das aussieht wie ein Hotel. Ist es aber
nicht. Aber sie vermieten Wohnungen tageweise. Die Wohnung passt uns,
wir bleiben. Wir richten uns ein, jeder hat ein eigenes Zimmer. Nachher
erkunden wir das Dorf der Hauptstrasse entlang. Kein Restaurant, nur
kleine Laden. Wir kaufen Wasser, Chips und Bananen (2 INR/Stk). Orangen
resp. Mandarinen sind sehr teuer (8 INR/Stk). Apero auf unserem kleinen
Balkon. Die Sonne ist schon Weg. Um 20h organisieren sie uns eine
Auto-Rikscha, ein 3-Rad mit Ladefläche. Der fährt uns zum Zentrum der
Hare Krishna. Da gibt es die einzigen Restaurants der Gegend. Es ist
dunkel, aber man sieht, dass sie einen riesigen Bau hochziehen. In
einem Zelt essen wir russische Borsch-Suppe, dazu richtiges dunkles
russisches Brot! Im Gowinda Restaurant trinken wir noch eine Lassi.
Zurück mit einer Fahrrad-Rikscha. Es gibt Diskussionen wegen des
Preises. Ich habe ihm gesagt, dass es 3km sind, aber das kann er sich
offenbar nicht vorstellen. Er bekommt am Schluss 100 anstatt wie
abgemacht 60 INR. Die Note hat eine beschädigte Ecke, die will er
nicht! Um 22.30h bin ich im Bett. Entgegen der Behauptung, hat es doch
Moskitos. Stecker rein und weiter schlafen.
Do 21.3
Es ist laut von der Strasse her, die ersten hupenden Busse um 4h!
Aufstehen 8.30h. Zum Frühstück ins Dorf. Richtig indisch, etwas
Ähnliches wie Porotha und Sauce mit Linsen, Erbsen usw. Schmeckt gut,
leicht verbrannt. Sie haben süsses Joghurt, wir essen gleich je 2
Stück. Den Tee müssen wir an einem anderen Ort trinken. Nachher
montiere ich ein neues Spiegelglas. Habe jetzt "nur" noch 4 auf
Reserve. Ich frage ob sie einen Schlauch zum Waschen des Autos haben.
Für 100 INR wird es gewaschen. Wir wollen das Dorf erkunden. Ich sehe
dass das Kabinendach nicht sauber ist, kippe die Kabine, damit er das
Dach auch waschen kann. Das Auto ist zwar nachher nicht richtig sauber,
aber viel sauberer als vorher. Nach 10h ziehen wir los. Um 11h sind wir
bei einem Haus etwas ausserhalb, da findet eine Zeremonie statt. Wir
sollen bleiben meinen sie. Wir werden bekränzt! Nach ¼h habe ich genug,
Bernard bleibt noch. Ich gehe zum Tempel an der Hauptstrasse. Da hat es
sehr viele Leute. Ich sehe mich um. Nach einer Weile startet eine
Prozession, alle die vielen Leute hinterher. Ich schaue eine Weile zu
und gehe dann zurück in die Wohnung. Um 11.45h bin ich da, Bernard
kommt eine Stunde später. Ausser Ansprachen ist bei ihm nichts mehr
gelaufen. Wie ich ihm sagte, gebe nie einem Inder ein Mikrofon! Gegen
16h machen wir uns auf den Weg zum Zentrum der Hare Krishna (Iskon).
Ganz gemütlich mit einer Fahrrad-Rikscha. Es sind viele Leute
unterwegs, die meisten zu Fuss. Nach ¼h sind wir da. Die bauen da einen
riesigen neuen Tempel (Temple of Vedic Planetarium) der wird 106m hoch!
Jetzt sind sie durchgeknallt! Den "alten" Tempel kann ich nicht
besuchen, weil ¾-Hosen nicht zugelassen sind. Bernard geht alleine, und
meint nachher ich hätte nichts verpasst. Zum Apero einen Süssmost. Dann
suchen wir ein Restaurant ausserhalb des Zentrums. Das Essen ist sehr
gut, nur die Poori sind kalt und trocken. Neuer Rekord, 85 INR inkl. 1l
Wasser für 2 Personen! Zuerst gehen wir ein Stück zu Fuss. Ein
Fahrrad-Rikscha-Fahrer bietet uns für 20 INR/Person die 3km zur Wohnung
zu fahren. Wir fahren mit. Beim nächsten Tempel will er anhalten. Nein,
3km sind es bis zu unserer Wohnung! Er fährt murrend weiter. Am Schluss
will er natürlich 100 anstatt 40 INR, weil es so weit ist. Am Schluss
bekommt er 80. Auf dem Balkon noch 1-2 Schlummis. Dann noch Emails
lesen via Handy, und schlafen.
Fr 22.3
Um 6h weckt uns eine sehr laute Hare Krishna Prozession. 8h Aufstehen,
packen, Frühstück im Dorf. Fertig packen und Scheiben waschen. Um 10h
fahren wir los. Nach 20 Min sind wir auf der NH34. Es hat nicht viel
Verkehr und die Strasse ist meistens gut, manchmal sogar ganz neu. Wir
kommen zügig voran. Die Gegend ist vollkommen flach. Es hat sehr viele
Reisfelder. Nach 2¼h sind wir bereits in Berhampore. Das 1.Hotel das
Hotel Sangam passt uns (975 INR), wir bleiben. Erst später merken wir,
dass es gar nicht das Hotel aus dem LP ist. In der Bar im Hotel ein
Bier, nachher "Büro". Wir sind heute 84km gefahren. Um 15h ziehen wir
los. Zuerst der Hauptstrasse entlang (500m), dann auf einer
Nebenstrasse Richtung Fluss. Bei einem grossen Park (Sepoy
Mutiny-Newaz) machen wir Pause. Dann durch ein armes, aber sauberes
Quartier zum Bhagirathi Fluss. Da ist es richtig schön. Wir bleiben ½h
und gehen dann weiter. Beim grossen Park trinken wir einen Tee. Von da
weiter zum Bus-Bahnhof, da ist enorm viel los. Durch Nebenstrassen
zurück zum Hotel (Total 8.5km). Duschen, dann Apero auf meinem Balkon.
Es gäbe sogar einen Pool, der ist aber ziemlich schmutzig. Zum
Nachtessen bleiben wir im Hotel. Mein "Chicken Stew" ist sehr gut, dazu
Reis. Das Bier lassen wir uns im Garten servieren, da ist es angenehm
kühl. Wir sitzen noch eine Weile und reden. Um 22h gehen wir ins Bett.
Obwohl mein Zimmer zum Garten hin liegt, ist es ziemlich laut von der
Hauptstrasse.
Sa 23.3
8h Aufstehen, "Büro", packen, Frühstück. Um 10.30h fahren wir los.
Zuerst nach Murshibad, da wollen wir den "Hazarduari" anschauen, den
"Palast der 1000 Türen". Um 11.15h sind wir da, nach einer Fahrt durch
den engen alten Teil des Ortes. Der Palast ist ein Museum, das besuchen
wir aber nicht. Besser gefällt uns "Nizamat Imambara" ein schönes
weisses Gebäude. Nach ½h fahren wir weiter. Wir fahren auf der SH11.
Die ist am Anfang sehr gut, etwas schmal aber wenig Verkehr. Mit der
Zeit wird sie schlechter. Es hat Teilstücke ohne Teer Belag. Aber im
Grossen und Ganzen ganz angenehm zu fahren. Um 13.45h sind wir in
Omarpur. Da treffen wir nach 55km wieder auf die NH34. Ab jetzt ist
fertig mit gemütlich fahren! Es hat sehr viel Verkehr, vor allem
Lastwagen. Es gibt abwechslungsweise 500m neue, dann 500m schreckliche
Strasse. In jeder grösseren Ortschaft einen Riesen-Stau. Um 15h sind
wir bei der Ganges-Brücke resp. Staudamm. Oberhalb ist der Fluss breit,
weil gestaut, unterhalb hat er nur wenig Wasser. Ab jetzt stockt der
Verkehr immer wieder. In Kaliachak bricht er total zusammen. Da
brauchen wir für 1km ¼h! Mein Bein beginnt zu schmerzen vom ewigen ¼
-Gas-Fahren. Um 16.30h sind wir in Eingangs Malda. Das Hotel "Hari om"
passt uns, wir bleiben (575 INR). Unsere Zimmer gehen nach hinten raus.
Da ist dafür die Bahnlinie. Nach dem wohlverdienten Bier im Garten gehe
ich zum Auto. Die Angestellten meinen ich hätte einen Plattfuss. Ich
schaue mir das Rad genauer an. Tatsächlich da steckt eine Schraube im
Pneu. Ich versuche sie zu entfernen. Nun geht die Luft definitiv raus.
Wir verschieben die Reparatur auf morgen. Ich bin todmüde, Heute waren
es 146km, dafür sass ich 5½h am Steuer! Nachtessen im Garten. Meine
"Mixed Noodles" sind sehr gut. Um 23h bin ich im Bett. Die Bahn ist
sehr laut. Um 3h sitze ich aufrecht im Bett, weil ein Zug direkt vor
meinem Fenster gehupt hat. Ich hole wieder einmal Oropax, aber auch
damit hört man die Züge, die die ganze Nacht fahren. Irgendwann schlafe
ich wieder ein, bis 8.45h!
So 24.3
8.45h Aufstehen, Frühstück im Garten. Nachher organisieren sie einen
Mechaniker. Der kommt nach 5 Min, schraubt das Rad ab und nimmt es mit.
Nach ½h ist er zurück. Schraubt das Rad zuerst fest und muss es
nochmals wegnehmen. Es gibt 2 verschiedene Muttern, die einen zum
direkt festschrauben, die andern die auch den Rad-Deckel halten. Das
hat er natürlich nicht bemerkt. Die Felge hat beim Pneu montieren auch
gelitten, aber das ist jetzt schon passiert und für 100 INR = 2 CHF!
kann man auch nicht viel sagen. Fertig packen. Um 11.45h fahren wir
los. Wir suchen ein ruhigeres Hotel. Die staatliche "Malda Lodge" ist
ausgebucht. Wir fahren zum "Golden Park" ausserhalb der Stadt. Um
12.30h sind wir da. Es passt uns (1600 INR). Es gibt sogar Internet in
der Lobby. Allerdings wollen sie 100 INR/h. Wir handeln sie auf 50
INR/h herunter. In der schönen Bar Bier & Vegi Pakora. Bernard
erledigt Arbeiten für die ETH, dafür braucht er das Internet. Ich
dusche und wasche meine Hosen. Alles ist staubig von der letzten
Monster-Etappe. Nach 17h Apero auf der Dachterrasse. Nachher Hotel
suchen im Internet. Ziemlich mühsam, es gibt fast keine Hotels. Die
Dame an der Rezeption gibt uns das Hotel Vinayak in Raiganj an. Da
fahren wir morgen hin. Zum Nachtessen in die Bar. Mein "Chicken Tikka"
ist sehr gut. Um 23h zurück ins Zimmer. Noch etwas "Büro". Um 23.30h
bin ich im Bett.
Mo 25.3
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Das teuerste Frühstück in Indien,
320 INR!!! Fertig packen, Scheiben reinigen. Der reparierte Pneu hat
immer noch Luft! Um 10.45h fahren wir los. Die Strasse ist wesentlich
besser als die letzten 50km. Viele Stücke sind neu. Es hat alle 1km ein
Baustelle, resp. Man muss die Fahrbahn wechseln. Verkehr hat es auch
nicht viel, richtig angenehm zum Fahren. Nach 12.15h sind wir beim
Vinayak in Raiganj. Das Hotel passt uns (800 INR), wir bleiben. Noch
das Auto im Innenhof parkieren, dann einrichten. Wir sind heute "nur"
68km gefahren und haben dafür 2h gebraucht. Um 13.45h ziehen wir los.
Quer durch die Quartiere. Nach 1h kehren wir ein, trinken etwas und
essen ein Blätterteig-Gebäck mit Gemüse-Füllung. Zurück gehen wir der
Hauptstrasse entlang. Da ist viel los. Um 15.45h sind wir nach 5km
wieder zurück. Es weht die ganze Zeit ein starker Wind. Der wirbelt
Staub auf, ziemlich unangenehm. Schon beim Autofahren mussten wir
deswegen die Fenster schliessen. Um 17h Apero auf der Dachterrasse. Ich
organisiere Bier & Stühle. Das Bier ist leider nicht kalt und gut
geschüttelt. Beim Öffnen geht ⅓ verloren! Um 19.30h zum Nachtessen im
Hotel, "pure vegetarian"! Gefüllte Peperoni & Pommes. Keine Ahnung
aus was die Füllung besteht, aber es ist gut. Auf der Dachterrasse das
nun kalte 2.Bier als Schlummi. Um 22h ins Zimmer, dann schlafen.
Di 26.3
8h Aufstehen, packen, Frühstück. Das früher aufstehen hat sich nicht
gelohnt. Wir müssen warten bis das Restaurant bereit ist. Ich bestelle
viel zu viel. Es gibt 4 grosse Poori und ich habe noch Käse-Sandwich
dazu bestellt. Fertig packen. Um 10.15h fahren wir los. Die Strasse
ist, wie angekündigt, schlecht, aber es hat wenig Verkehr, so kommen
wir doch einigermassen zügig voran. Die 50km bis Dalkhola schaffen wir
in 1½h. Hier erreichen wir die NH31. Die ist hier 4-spurig und gut
ausgebaut. Bis Islampur geht es zügig voran, 53km in 48 Min! Da wird
die Strasse 2-spurig und führt mitten durch die Stadt. Nach der Stadt
geht es wieder 4-spurig weiter für weitere 45km. Die letzten 22km sind
wieder 2-spurig und es hat immer mehr Verkehr, je näher wir nach
Siliguri kommen. Um 14h sind wir da. Das "Sinclair" passt uns nicht, es
ist teuer (4800 INR) und sie wollen erst noch extra Geld fürs Internet.
Das "Cinderella" ist gleich teuer aber besser. Wir suchen weiter. Am
Schluss sind wir im "Rajdarbar" nahe dem Zentrum. Das passt uns, wir
bleiben (1450 INR). Es ist 15h, wir sind heute 190km weit gefahren. Wir
richten uns ein. Gegen 16h gehen wir auf die Suche nach einem Bier für
mich. Auf der anderen Seite des Flusses werden wir fündig, eine schöne
Bar. Um 17.15h sind wir zurück. Ich gehe auf die Dachterrasse zum
Sonnenuntergangs-Apero, Bernard geht duschen und ins Internet. Zum
Nachtessen bleiben wir im Hotel. Das hat ein schönes Restaurant. Meine
"Mixed Noodles" sind wie immer sehr gut. Um 22.30h bin ich im Bett.
Mi 27.3
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Heute ist das Holi-Fest, die Inder
feiern den Frühlingsanfang am Tag des Vollmondes. Sie bewerfen sich mit
Farbpulver. Über Nacht hat mir jemand eine Beule in die Beifahrertür
gedrückt. Nicht schlimm, aber ärgerlich. Gegen 11h fahren wir los. Die
ersten 20km sind relativ flach, von 120 auf 240müM. Aber dann geht es
steil bergauf, in 10km auf 1350müM, 11% durchschnittliche Steigung, auf
einer schmalen Strasse mit vielen Spitzkehren. Zum Glück hat es wenig
Verkehr, denn kreuzen kann man meist nicht! Es hat viele Tee-Plantagen.
Um 12.15h sind wir in Kurseong. Da will mich das Navi wieder einmal auf
eine nicht existierende Strasse schicken. Ich muss auf der Hauptstrasse
wenden. Nachher halten wir kurz an. Die Aussicht ist beeindruckend. Es
geht fast auf alle Seiten steil bergab. Leider ist es sehr dunstig.
Später kommen wir in dichten Nebel. Bei Sonada kommt uns eine
Mini-Street-Parade entgegen. Meist junge Männer die das Holi-Fest mit
Farb-Pulver und lauter Musik feiern. Sie blockieren den ganzen Verkehr.
In Ghoom erreichen wir den höchsten Punkt (2260müM). Leider im dichten
Nebel. Um 14h sind wir in Darjeeling. Das Hotel "Derkeling" passt uns,
wir bleiben. Ich habe eine Suite (3900 INR), Bernard das billigste
Zimmer (1225 INR), die letzten beiden Zimmer. Nachher muss ich mein
Auto umparkieren, etwa 700m weg vom Hotel. Die haben hier ein riesiges
Verkehrs-Problem. Wir richten uns ein, es hat wieder einmal Internet.
Zuunterst im Hotel hat es das kleine Restaurant "Dekevas". Da esse ich
eine Nudel-Suppe und trinke eine Hot-Lemon. Nachher erkunden wir den
Ort. Wir sind auf 2150müM. Es ist kühl mit 15C° und es hat Nebel. Wir
gehen bis zum grossen Platz. Es hat sehr viele Leute. Von da rund um
den Observatory-Hill, vorbei an der St.Andreas Church und Ranga Mancha,
das einmal die Stadt-Halle werden soll. Es ist ein Rundweg, neben dem
Weg geht es überall steil bergab, 200-500m! Um 17.30h sind wir zurück.
Da es Nebel hat, kein Sonnenuntergang. Zum Apero kommt Bernard in meine
Suite. Zum Nachtessen gehen wir wieder ins "Dekevas". Die grosse
tibetanische Nudelsuppe schmeckt sehr gut. Um 21h schliessen sie. Wir
gehen zurück in unsere Zimmer. Mein Bett ist vorgewärmt mit einer
heissen Bettflasche! Ich nehme noch ein Bad. Das heisse Wasser reicht
nicht für eine volle Wanne. Der Genuss hält sich in Grenzen, weil die
Luft kalt ist, da es keine Heizung im Zimmer hat! Ich telefoniere noch
mit Bea und Elena aus dem warmen Bett. Nur kurz, weil die Verbindung
sehr schlecht ist. Nachher schlafen.
Do 28.3
Heute bin ich seit 300 Tagen unterwegs! 8h Aufstehen und "Büro", Emails
an das Konsulat von Myanmar in Kalkutta und die beiden Container-Firmen
wegen des Verladens evtl. nach Medan. 9h Frühstück, mit Toast und
Omeletten. Sehr gemütlich mit schöner Aussicht falls es keinen Nebel
hat und es ist geheizt! Ich ziehe in ein billigeres Zimmer um (1999
INR) und richte mich ein. Bernard kommt vorbei. Um 12.15h ziehen wir
los. Zuerst zur Tourist-Information, dann zum Chowk Bazar. Da sind
viele Läden geschlossen, weil das am Donnerstag immer so ist, wie wir
später erfahren. Von da zum Bahnhof, der "Toy-Train" ist
UNESCO-Weltkulturerbe. Für morgen sind alle Züge schon ausgebucht. Für
Übermorgen hat es nur noch wenige Plätze für 310 INR. Für die
Reservation braucht man eine Pass-Kopie! Wir verzichten. Auf dem
Rückweg gehen wir in ein "Café Coffee Day" eine Super-Large Cappuccino
trinken, dazu für mich einen Chicken-Burger. Das Tibet-Zentrum ist
geschlossen. Wir gehen noch zum Auto um Wäsche zu holen. Dann zurück
ins Hotel. Jetzt scheint die Sonne für ½h, es wir angenehm warm im
Zimmer. Schreibe noch Emails an die anderen Schweizer die nach Myanmar
wollen. Die sehen die Möglichkeit in einem Konvoi durch Myanmar zu
fahren. Ich frage nach wie lange die Durchfahrt dauert. Der eine meint
10 Tage, was viel zu kurz wäre. Mal sehen. Apero in meinem Zimmer. Zum
Nachtessen ins "Hot Pizza Place", weil es da hoffentlich warm ist. Das
kleine Restaurant gehört einem Franzosen. Mein "Flamkueche" ist sehr
gut, fast wie im Elsass. Auch der "Salade Nicoise" ist gut. Wir reden
mit einer Familie aus Frankreich, die zurzeit in Delhi lebt. Zurück im
Hotel geht Bernard ins Bett, ich noch auf einen Schlummi in die Lobby.
Da rede ich mit einer Familie aus Deutschland, die zurzeit in Singapore
lebt. Zurück im Zimmer "Büro" und mit Stefan telefonieren. Er geht über
Ostern nach München, Stefan Ulrich besuchen. Heute habe ich 2
Bettflaschen, eine habe ich mitgenommen, die andere war schon im Bett!
Fr 29.3 (Karfreitag)
Um 4h erwache ich vom Lärm der Jeeps, die die Leute auf den "Tiger
Hill" fahren um den Sonnenaufgang zu sehen. Es ist aber bewölkt. 8 h
Aufstehen, Frühstück in der warmen Lobby. Es ist neblig und kühl.
"Büro" usw. Um 12h ziehen wir los, auf der Tenzing Norway Road
(Aloobari Rd.) wandern wir Richtung Ghoom. Auf der Ostflanke des Grates
geht es durch viele kleine Weiler leicht bergauf. Leider sieht man von
der weiteren Umgebung meist nicht viel. Manchmal verzieht sich der
Nebel und man sieht etwas mehr. Die Häuser sind alle den Hang hinunter
gebaut. Hinten 1 Stock, vorne 5-7 Stockwerke! Es ist überall sehr
steil. Gegn 13h sind wir beim Aloobari Kloster. Viel zu sehen gibt es
da nicht. Um 13.45h sind wir beim Bahnhof Ghoom. Da finden wir ein
kleines Restaurant. Wir essen Nudel-Suppe und trinken Kaffee. Draussen
hat es dichten Nebel. Nach etwa 1h gehen wir weiter zum Yiga Choeling
Kloster. Ein tibetanisches Kloster das 1850 gegründet wurde und langsam
verfällt. Es ist aber sehr farbig. Im Tempel muss man pro Foto 10 INR
bezahlen. Um 16h sind wir zurück im Ort und gehen weiter zum
buddhistischen Sakyaguru Kloster. Da wird umgebaut. Es sieht eher aus
wie eine Festung. Von da weiter zum Buddhistischen Samten Choling
Kloster mit der grössten Buddha Statue von West-Bengalen. Da gibt es
einen heissen Tee und wir unterhalten uns mit einem Mönch. Von hier
nehmen wir einen der vollgestopften Taxis zurück nach Darjeeling (20
INR/Person). Hier scheint die Sonne! Um 17h sind wir da. Ich gehe noch
schnell ins "Foreigner Registration Office" um zu fragen ob ich mein
"Single Entry Visum" in ein "Multiple Entry" umwandeln kann. Es geht
nicht. Apero in der Lobby, sie verkaufen hier sogar Bier. Essen könnte
man auch, aber nur auf Voranmeldung. So gehen wir um 19.30h ins
"Shangri La" ein schönes Restaurant, aber heute nur mit kleiner
Auswahl. Kein Chicken, kein Beef, nur Pork. Meine "Pork Hakka Noodles"
sind gut aber nicht sehr warm. Dazu "Hot Honey Lemon"! Zurück im Hotel
geht Bernard schlafen, ich noch auf einen Schlummi in die Lobby. Da
rede ich mit einer Familie aus Bayern, die heute angekommen ist.
Sa 30.3
Um 4h erwache ich wegen der Jeeps. Heute ist es klar. Um 5.40h klopft
Bernard an die Tür und meint ich solle aus dem Fenster schauen. Man
sieht die Berge! Der Kangchenjunga ist mit 8586müM der 3.höchste Berg
der Welt. Er hat zwar eine leichte Wolke, aber man sieht ihn gut.
Weiter schlafen bis 8h. Aufstehen und Frühstück. Nachher "Büro" usw. Um
13.30h kommt Bernard vorbei, nachher ziehen wir los. Prompt beginnt es
zu regnen. Wir trinken einen Tee und warten bis es aufhört. Dann gehen
wir auf den Observatory Hill. Da gibt es einen Tempel der von
Buddhisten und Hindus verehrt wird. Von da weiter Richtung Zoo. Im "Hot
Enthusiastic Café" trinken wir einen Tee. Nach ½h geht es weiter.
Richtiges April-Wetter, es regnet, stürmt und die Sonne scheint
abwechslungsweise. Um 15h sind wir bei der ältesten Gondelbahn von
Indien. Die führt hinunter ins Tal. Ab jetzt geht der Weg wieder
aufwärts. Das tibetanische Flüchtlings-Selbsthilfe-Zentrum verpassen
wir, weil wir viel höher sind und nicht nochmals hinunter steigen
wollen. Um 16.45h sind wir wieder beim grossen Platz. Wir sind total 3h
unterwegs gewesen, davon ¾h Pause. Also etwa eine 10km Wanderung. Es
war wie bei uns im Herbst. Ich schaue mir den Sonnenuntergang bei einem
Bier in der Lobby an. Nachher Geld holen und duschen. Um 19h Nachtessen
im Hotel, wir haben vorbestellt. Es gibt Suppe, Nudeln, Chili Chicken,
Lattich oder etwas ähnliches, frittierte Pork-Momo, Sweet-Sour Gemüse
und zum Dessert eine süsse Kugel aus Reis? Nachher sitzen wir noch mit
andern zusammen in der Lobby. Bernard geht schlafen, ich nehme noch
einen Schlummi. Im Zimmer telefoniere ich noch mit Elena und kurz mit
Bea. Schreibe eine Oster-Email. Um 24h bin ich im Bett.
So 31.3 (Ostern)
8h Aufstehen, Frühstück. Die Sicht ist heute wieder schlecht, aber es
hat wenigstens keinen Nebel. "Büro", Route nach Kalkutta planen, nicht
mehr über die NH34. Nach 13h kommt Bernard vorbei. Wir gehen auf einen
Tee ins "Frank Ross Café". Ich gehe dann zurück um mit Bea zu
telefonieren. Um 14.30h machen wir uns auf den Weg zur "Japanese Peace
Pagoda". Bis dahin geht es ziemlich bergauf. Nach 40 Min sind wir da.
Es ist ein schönes Bauwerk. Nach ½h gehen wir weiter. Nochmals weiter
den Berg hoch bis zu einer Schule in einem alten englischen Haus. Von
da den Berg hinunter, zurück zum Hotel. Unterwegs trinken wir in einem
kleinen Restaurant einen Tee. Um 16.45h sind wir zurück. Ich nehme
meinen Sonnenuntergangs-Apero in der Lobby. Rede mit Leuten aus
Malaysia und England. Telefoniere mit Papi, Muetti ist am Spazieren.
Werde später nochmals anrufen. Beantworte die vielen Emails auf meinen
Ostergruss. Zum Nachtessen gehen wir nochmals ins "Dekevas" unten im
Hotel. Meine "Fried Chicken Momo" sind sehr gut. Am Nebentisch sitzt
eine Yoga-Lehrerin aus Frankreich. Mit ihr gehen wir noch auf eine
"Sweet Lassi" trinken. Um 21h ist Feierabend, sie schmeissen uns raus.
Im Hotel telefoniere ich noch mit Muetti & Papi. Die Verbindung ist
sehr schlecht, wohl weil alle mit ihren i-Pad und i-Phones am Surfen
sind. Noch einen Schlummi in der Lobby, dann schlafen.
Mo 1.4
8.15h Aufstehen, packen, Frühstück. Die Besitzerin verabschiedet uns
überschwänglich. Um 10h sind wir bereit. Bezahlen, dann zu Fuss zum
Auto. Meine Kiste trägt eine Trägerin (100 INR). Zuerst muss ich die
Scheiben reinigen, die sind unglaublich schmutzig nach 5 Tagen. Gegen
11h fahren wir los. Nach 12h sind wir in Kurseong. Diemal fahren wir
einen anderen Weg. Der hat den kleinen Nachteil, dass er nach 12km
gesperrt ist und wir umkehren müssen! Kein Schild, kein Hinweis, dabei
ist die Strasse seit mehreren Jahren wegen Erdrutschen gesperrt! Wir
müssen zurück bis fast Kurseong. Da gibt es eine Abzweigung ohne
Wegweiser auf eine schmale Strasse, die aber gut ausgebaut ist. Nach
unzähligen Spitzkehren machen wir eine Pause und trinken einen Tee.
Nach 20 Min fahren wir weiter. Nach 5km enden die Spitzkehren. Wir sind
unter 500müM und es ist warm. Das Hotel Rajdarbar in Siliguri kennen
wir schon, kein Problem es zu finden. Um 14.15h sind wir da. Wir sind
74km gefahren, davon 12km/30 Min Umweg. Wir richten uns ein. Dann rufen
wir im Konsulat von Myanmar in Kalkutta an. "Sorry Sir, no news". D.h.
Bernard wird morgen nach Nepal reisen und ich zurück nach Kalkutta. Ich
kopiere und sortiere unsere Bilder. Um 17h Apero auf der Dachterrasse
mit Sonnenuntergang. Um 20h zum Nachtessen ins "Khana Khazana". Das im
LP empfohlene "Chicken Mumtaz" ist wirklich sehr gut. Dazu Roti. Zum
Dessert ein "Butter Scotch" Glace, hat nichts mit Whisky zu tun, &
kalten Kaffee. Um 22h sind wir zurück. Ich gehe bald ins Bett, zum
ersten Mal seit Tagen ohne Bettflasche!
Di 2.4
8h Aufstehen, packen, Frühstück. Nach 3 Wochen trennen sich unsere
Wege. Nach 10h Abschied, Bernard fährt mit dem Bus zur Grenze nach
Nepal. Um 10.15h fahre ich los. Die ersten 20km komme ich nur mühsam
voran. Die Strasse ist 2-spurig und es hat viel Verkehr. Dann geht es
4-spurig und zügig bis Islampur. Da ist wieder ein riesiges Puff, wie
schon beim Herfahren. Ein Motorrad streift fast seinen Beifahrer an
meinem Spiegel ab, weil er links vorfährt und sich dann hineinquetschen
will. Nach der Stadt ist die Strasse wieder 4-spurig. Der nächste Stau
ist bei Dalkhola. Da zweigt die berüchtigte NH34 ab, auf der wir
gekommen sind. Da ist auch die Grenze zum Teilstaat Bihar. Da müssen
alle Lastwagen anhalten. Danach geht es 4-spurig weiter bis nach Purnia
meinem heutigen Tagesziel. Das Hotel Shree Nayak finde ich auf Anhieb.
Es passt mir, ich bleibe (1627 INR). Ich bin heute 177km gefahren und
war 3¼h unterwegs. Ich richte mich ein, kein Internet. Dann gehe ich
ins Restaurant im Hotel. Es hat ziemlich viele Leute die essen. Ich
bestelle Tomaten & Eier-Sandwich. Die sind sehr gut und viel
grösser als erwartet. Nachher "Büro". Dann gehe ich den Ort erkunden.
Das interessanteste ist ein Fahrrad-Rikscha-Stau. Sonst gibt es nichts
Spezielles zu sehen. Nach 1h bin ich zurück. Apero auf dem Dach. Sie
organisieren ein kaltes Bier für mich. Duschen und Musik hören. Um 20h
Nachtessen im Hotel. Gute "Egg Chowmin", dazu Mineral-Wasser, so kalt,
dass es gefroren ist. Sie geben sich alle Mühe mir das Glas zu füllen.
Zum Abschluss kalter Kaffee, das gibt es hier fast überall. Um 21.30h
bin ich im Zimmer und gehe bald schlafen.
Mi 3.4
8h Aufstehen, packen, Frühstück im Zimmer, das Restaurant ist noch
geschlossen. Dafür bekomme ich alles was ich will, sogar Joghurt. Um
9.15h fahre ich los. Das Navi will mich wieder einmal verarschen. Aber
ich merke es gleich beim Losfahren. Es will mich bei Genrabari auf die
NH81 schicken, das gäbe einen Umweg von 158km! Ich fahre einfach weiter
auf der NH31 und siehe da, nach 100m ist es mit meiner Routenwahl
einverstanden und zeigt genau die Route an, die ich geplant habe. Ich
fahre auf der NH31 bis Naugachhia. Die Strasse ist 2-spurig aber sehr
gut, ausser an einigen Stellen, wo sie wie in Indien üblich, vergessen
haben eine Brücke neu zu bauen. Die Strasse nach Bhagalpur (18km) ist
dann dafür umso schlechter! Über eine 4km lange Brücke geht es wieder
zurück über den Ganges. In Bhagalpur ist die Strasse so schlecht, in
der Schweiz sind die meisten Bachbette besser! Das Hotel Rajhans
International finde ich auf Anhieb. Es passt mir, ich bleibe (1922
INR). Ich richte mich ein, kein Internet. Bin heute 87km in 2h
gefahren. Gegen 14h gehe ich auf ein Bier in die Bar im 4.Stock. Um
15.30h erkunde ich den Ort. Zuerst Richtung Zentrum. Besorge mir noch
Geld in einem ATM. Dann gehe ich durch die Quartiere zum Ganges. Der
hat zurzeit nicht sehr viel Wasser. Fast das ganze Flussbett ist
bepflanzt, vorwiegend mit Mais. Wieder zurück durch die Quartiere. Um
17h bin ich zurück. Apero im Zimmer, ohne Sonnenuntergang. Es gibt
keine Dachterrasse. Duschen usw. Es ist sehr heiss und windet immer
ziemlich heftig. Die Stromversorgung ist hier ziemlich prekär. Es gibt
manchmal Strom. Der Generator des Hotels läuft ziemlich oft. Um 20h
gehe ich im Hotel zum Nachtessen. Das "Mutton Handi" ist sehr gut. Es
hat zwar auch Knochen, aber mit viel Fleisch daran. Um 21.30h bin ich
im Bett, der Generator startet bereits wieder.
Do 4.4
Um 4.45h erwache ich weil der Generator startet. Schlafe dann wieder
ein. Wenn ich um 7h erwache läuft er immer noch oder schon wieder.
7.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Buffet mit Idli. Ich bekomme eine
Omelette Masala und kalte Milch dazu. Um 9.20h fahre ich los. In der
Stadt herrscht Chaos. Am schlimmsten bei der Brücke über die Bahnlinie.
Da warten alle Rikschas auf Kunden und blockieren den ganzen Verkehr.
Endlich nach 20 Min habe ich die ersten 5km geschafft und bin
ausserhalb der Stadt. Jetzt fahre ich auf der SH19. Die ist gut
ausgebaut und es hat wenig Verkehr. Nur bei den "vergessenen" Brücken
und in den Ortschaften stockt es manchmal. In einer dieser Staus wegen
Rikschas und Bussen bleibe ich längere Zeit stecken. Vor mir eine
Auto-Rikscha die auf Kunden wartet mitten auf der Strasse, entgegen ein
Lastwagen der auch blockiert ist. Neben mir drängeln die anderen
Rikschas. Wenn ich endlich losfahren kann, ist mir hinten eine Rikscha
so nahe herangefahren, das ich sie beim Ausschwenken streife. Ich halte
nicht mehr an, es ist zwecklos. Ich habe nur einige Farbspuren und ein
Gummizapfen fehlt. Bis zur Grenze Bihar/Jharkhand ist die Strasse gut.
Nach der Grenze ändert das schlagartig. Für die nächsten 30km sind sie
am Bauen, mit vielen Umleitungen bei Brücken. Auch dazwischen ist die
Strasse oft schlecht. Die letzten 18km sind dann wieder gut. Das
1.Hotel in Dumka schaue ich gar nicht an, es sieht so mies aus. Von da
muss ich durch schmale Strassen weiter. In einer dieser Strassen ist
wieder alles blockiert. Als endlich der Weg frei ist und ich losfahre,
versucht sich ein Motorradfahrer noch schnell durchzuquetschen. Es
reicht aber nicht und ich habe die nächste kleine Beule. Das Hotel Soma
finde ich auf Anhieb. Es ist einfach, aber ich bleibe (870 INR). Die
Einfahrt auf den Hotel-Parkplatz ist sehr eng. Wenn ich da nur wieder
raus komme. Es hat den ganzen Weg gestürmt. Alles voll Staub und sehr
trocken. Ich bin 118km in 3¼h gefahren und jetzt total ausgetrocknet.
Im Hotel-Restaurant trinke ich 1l Wasser und esse "Finger
Chips"(Pommes). Nachher Schaden begutachten und "Büro". Jetzt hat es
überhaupt keinen Strom mehr. Ohne Decken-Ventilator ist es sehr warm.
Wenn der Strom zurück ist schreibe ich Emails nach Kalkutta via Handy.
Ich werde am Samstag da sein. Die Email-Adresse der Visa-Frau von
Indonesien stimmt nicht (mehr). Um 16.30h erkunde ich den Ort. In
einigen Strassen hat es einen Markt, da wird allerlei verkauft, vor
allem Gemüse. Es gibt eine Tank (Teich) aber ohne Tempel. Nach 1h bin
ich zurück. Mit einem Bier gehe ich auf die Dachterrasse und geniesse
den Sonnenuntergang. Um 20h zum Nachtessen ins Hotel-Restaurant. Es
gibt eigentlich nur "Chicken Curry", sonst nichts. "Sorry Sir no
have!". Dafür ist es gut. Dazu "Green Salad" und Reis. Ich trinke einen
ganzen Liter Wasser. Es ist extrem durstiges Wetter. Zurück im Zimmer
duschen. Dann ist wieder einmal Stromausfall, d.h. die laute
Klimaanlage funktioniert nicht. Bald gehe ich schlafen, das mache ich
sowieso immer ohne Klimaanlage.
Fr 5.4
7h Aufstehen, der Generator läuft zum x-ten Mal diese Nacht. Packen,
Frühstück. Masala Omelette & Toast & Kaffee, besser als
erwartet. Um 8.45h fahre ich los. Die Tordurchfahrt wie erwartet knapp.
Hätte nicht der heftige Wind das Tor gegen mein Auto geweht, wäre es
ohne Berührung abgegangen. Der erste Teil der Strecke ist gut, mit den
üblichen indischen Unterbrüchen. Nach ½h biege ich bei Langopahari auf
die NH7 ab. Es beginnt eine schöne Gegend. Leicht hügelig mit einem
Stausee bei Masanjore. Da sieht man wie heftig es windet, es hat weisse
Schaumkronen. Die Strasse ist schmaler, aber immer noch gut. Das ändert
sobald ich die Grenze nach West-Bengalen überquere. Jetzt wird die
Strasse mit jedem Meter schlechter. Nach Suri ist es ziemlich schlimm.
In Ahmedpur biege ich auf die NH2b ab. Die ist auf allen Karten als
Zubringer zur Autostrasse NH2 eingezeichnet. Die grosse Enttäuschung,
diese Strasse ist noch schlechter als alles Bisherige. Die schlechteste
Strasse in Indien bis jetzt! Wenigstens hat es keinen Verkehr. Brauche
für die 15km mehr als ½h. Gegen 11h bin ich Eingangs Shantaniketan. Das
Hotel Carmelia ist geschlossen. Ich fahre weiter in die Stadt. In der
Nähe der nächsten beiden Hotels parkiere ich und gehe zu Fuss die
Zimmer anschauen. Ich entscheide mich fürs Rangamati Hotel (1100 INR).
Ich habe ein 3-er Zimmer nach hinten, ohne AC. Es ist inzwischen
12.45h. Ich bin 109km weit gefahren und 3½h unterwegs gewesen. Ich
richte mich ein, kein Internet. Ich rufe die Emails übers Handy ab. Das
Hotel in Kalkutta ist i.O. Marisa kennt die neue Email der Visa-Frau
nicht, hat aber ihre Mobil-Nummer. Werde in Kalkutta eine SMS
schreiben. Um16h erkunde ich den Ort. Ich gehe Richtung Universität,
die berühmt sein soll. Unterwegs trinke ich einen Tee. Der Ort ist für
Indien richtig ruhig. Im Uni-Gelände schon fast unheimlich ruhig. Ich
spaziere ziemlich planlos. Komme aber am richtigen Ort zurück. D.h.
genau richtig, denn da kann ich ein Bier kaufen. Das geniesse ich auf
dem Dach zum Sonnenuntergang. Nachher höre ich Musik. Um 20h Nachtessen
im Hotel-Restaurant. Ich bin der einzige Gast. Das "Chicken Stew" ist
gut, aber sehr einfach, Poulet & Rüebli & Bohnen & Suppe.
Die "Finger Chips" sind sehr gut. Zum Dessert haben sie nichts. Nach
21h bin ich bereits im Zimmer. Es ist ziemlich warm ohne Klimaanlage.
Dafür ist es sehr ruhig, keine Autos, Generator usw.
Sa 6.4
7.30h Aufstehen, packen, Frühstück, Masala Omelette & Toast.
Bereits um 9h fahre ich los. Quer durch Bolpur. An einer Kreuzung
schickt mich ein Polizist nach links, das ist aber ganz falsch für
mich. Ich wende und komme zurück an die Kreuzung und er winkt mich
durch, dahin wo ich schon vorher wollte. Es ist eng, ein Markt findet
statt, kaum ein Durchkommen. Auf meinen Navi steht immer noch
NH2b! Nach 20 Min habe ich es geschafft, ich bin aus der Stadt.
Noch durch einige kleine Dörfer auf der schmalen, aber schon besseren
Strasse und dann komme ich nach 7km Fahrt tatsächlich auf die erhoffte
NH2b! Die ist neu geteert und breit. Erst ab jetzt hat sie den Namen
Autobahnzubringer verdient. Aber auch hier die üblichen indischen
Vergesslichkeiten. Am schlimmsten bei Bhedia. Da haben sie "vergessen"
die Bahnunterführung anzupassen. Der Durchgang ist schmal und in sehr
schlechtem Zustand. Ich schlage 2 Mal am Boden auf! Später folgen noch
ein paar "vergessene" Brücken, wie üblich. Aber ich komme zügig voran.
Die 47km bis zur NH2 schaffe ich in 1h. Um 10.30h bin ich auf der NH2,
Delhi-Kalkutta. Die ist wie erwartet gut ausgebaut. 4-spurig auf der
ganzen Strecke bis Kalkutta, nicht viel Verkehr. Die 90km bis Kalkutta
schaffe ich in 1¼h (70km/H!!!). Für die letzten 22km bis zum Hotel
brauche ich dann ¾h. Um 12.30h stelle ich mein Auto 30m vom Hotel ab
und gehe zu Fuss. Ich werde herzlich empfangen. Wir holen das Gepäck.
Es stehen da noch 2 andere Lastwagen. Wenn ich mit dem Personal-Chef
zurück komme um zum Parkplatz zu fahren, steht da ein Polizist. Der
diskutiert mit meinem Begleiter und steigt bei mir ein. An der Kreuzung
will ich zum Parkplatz, er zur Polizeiwache. Nochmals ein paar laute
Worte von meinem Begleiter und ich fahre zum Parkplatz. Der Polizist
kann kaum aussteigen, so eng ist es. Er nimmt meinen Fahrausweis und
verschwindet. Bis ich mein Auto parkiert habe vergeht eine Weile, weil
sie sich nicht einig sind wohin. Ich packe noch weitere Sachen für
Malaysia ein. Mein Begleiter kommt mit meinem Fahrausweis zurück. Er
musste eine Busse für Falsch-Parkieren bezahlen! Das gibt es offenbar,
aber vermutlich nur für Ausländer. Es kostet mich glatte 150 INR = 3
CHF = 1 Bier!!! Bin heute 167km gefahren und war 3½h unterwegs. In ganz
Indien waren es 6600km! Ich richte mich ein und nutze das Internet.
Z.B. die Wetterdaten der letzten Tage. In den letzten Tagen war es sehr
heiss, zwischen 35C° und 39C° gestern in Shantaniketan. Nachts etwa
25C°. Hier in Kalkutta ist es jetzt "nur" 37C°! Um 17h Apero auf der
Dachterrasse mit einem vorher bestellten kühlen Bier. Hole noch die
Papiere aus dem Safe im Auto. Telefoniere mit Elena. Um 20.30h ins
"Blue & Beyond". Das "Chicken a la Greque" ist gut und viel, ich
weiss aber nicht was es mit Griechenland zu tun hat. Dazu Salat &
Pommes. Endlich wieder einmal im Freien essen! Um 22.30h bin ich
zurück, auf dem Heimweg noch ein "Butter Scotch Cornet". Bea erreiche
ich wie üblich nur kurz, sie hat Nachtschicht. Nachher schlafen.
So 7.4
8.30h Aufstehen, Frühstück wie immer, sie wissen noch alles! Nachher
"Büro", Hotel Federal, Fähren usw. Ich bin den ganzen Tag am Suchen und
planen wie ich meine Reise fortsetzten soll und wo ich Stefan und
Andrea treffen soll im Juli. Das Resultat: Ich verschiffe nach
Malaysia. Da bleibe ich bis Ende Mai. Dann verschiffe ich nach Medan
auf Sumatra. Von da fahre ich auf der Ostseite von Sumatra nach Aceh
und auf der Westseite wieder zurück nach Medan via Lake Toba. Da treffe
ich die beiden und wir fahren gemeinsam nach Padang an der Westküste.
Von da fliegen sie zurück. Falls nötig werde ich mit ihnen nach Kuala
Lumpur fliegen um mein Visum zu verlängern. Vor dem Apero auf der
Dachterrasse telefoniere ich mit Bea. Nachher nochmals und später mit
Markus. Zum Nachtessen gehe ich ins "Blue Sky Café". Die "Mutton
Lasagne" ist gut, nur dass sie leicht süsslich ist, weil sie Ketchup
verwenden passt nicht so ganz. Dafür ist der Kartoffel-Salat sehr gut.
Zurück im Hotel plane ich noch etwas weiter, dann rufe ich Stefan an.
Er ist mit meiner Planung einverstanden. Nachher lade ich noch die
neusten Ausgaben (Mai 2013!) des LP Malaysia und Indonesien herunter.
Um 2h bin ich im Bett.
Mo 8.4
8h Aufstehen, Frühstück. Beim 2.Versuch erreichen wir Hr. Poolak von
"Care Container Line". Er ist im Büro. Ich muss noch das Auto
umparkieren, dann gehe ich zu ihm. Ich übergebe ihm die Carnets und die
übrigen Unterlagen die er braucht zum verschiffen meines Autos. Er
arbeitet normalerweise im Büro in Malaysia und kann mir darum einige
Tipps geben. Z.B. dass AirAsia in Kula Lumpur im LCCT ankommt und nicht
im KLIA und ich von da am besten den Bus in die Stadt nehme. Nach 1h
verabschiede ich mich. Plane meine Reise durch Malaysia und schon ist
wieder Zeit für Apero auf der Dachterrasse. Zum Nachtessen ins
"Mocambo", da muss man heute nicht anstehen. Ein Blick in die Karte und
ich weiss was ich will. "Chicken Cordon Bleu" ist sehr gut. Zurück im
Hotel telefoniere ich mit Eva. Dann duschen und schlafen.
Di 9.4
8 h Aufstehen, Frühstück. "Büro", Bilder, Tagebuch usw. Um 14h sind die
Bilder ausgesucht und in der Internetseite eingefügt. Ich gehe in die
Sudder-Street auf eine Lassi und hole Geld für den Container. Das muss
ich in Teilbeträgen tun, weil pro Bezug und Tag Limiten bestehen. Apero
auf der Dachterrasse. Hr. Poolak meldet sich per SMS. Der Zoll will
mein Flug-Ticket nach Malaysia sehen!??! Das kann ich aber erst buchen,
wenn ich weiss wann ich hier fertig bin. Er meint der Zoll brauche 7
Arbeitstage! Jetzt fragen sie im ganzen Land ob etwas gegen mich
vorliegt. Morgen sollten wir mehr wissen. Ich eröffne mal ein Konto bei
AirAsia, da ich vermutlich noch mehrmals bei denen buchen werde. Zum
Nachtessen ins "Bar-B-Q". Die "Spezial Fried Noodles" sind wieder sehr
gut und viel zu viel. Zurück im Hotel telefoniere ich mit Bruno, dann
gehe ich schon bald ins Bett.
Mi 10.4
8h Aufstehen, Frühstück. "Büro", el.Tagebuch, ich bin wieder 20 Tage
hinterher! Dazwischen Visa-Vorschriften, Botschaften usw. studieren.
Vom LP Malaysia die benötigten Kapitel ausdrucken. Beim Ausdrucken von
Sumatra geht der Toner aus. An der Rezeption schicken sie mich per Taxi
zu ihrem Lieferanten. Der hat aber keinen Toner mit der gewünschten
Bezeichnung, obwohl sie ein baugleiches Model verkaufen. Der hat eine
Toner-Nummer die nur in Indien verkauft wird. Zu teuer für ein
Experiment. Zurück gehe ich zu Fuss. Alle Taxis wollen 100 INR oder
mehr ohne Taxameter, weil es so heiss sei!!! Ich bin zu Fuss fast so
schnell wie mit dem Taxi. Unterwegs kaufe ich noch ein. Weiter "Büro"
bis zum Apero. Hr. Poolak schickt eine SMS. Ich könne das Auto am
Dienstag 16.4 verladen und nach dem 20.4 den Flug buchen. Ich rufe an,
denn 20.4 ist Samstag. Er meint dann ich könne schon am Freitag buchen,
da der Zoll am Samstag sowieso nicht arbeitet. Ich buche den Flug am
Freitag 19.4 17.40h ab Kalkutta. Ankunft 00.15h in Kuala Lumpur in
KLIA-LCCT. Von da buche ich gleich den Bus in die Stadt, der
KLIA-Express fährt dann nicht mehr. Mit Bus, 20kg Gepäck, Essen,
Sitzplatz mit mehr Beinraum usw. kostet der Flug 6800 INR = 130 CHF für
2500km! Nachher gehe ich zum Nachtessen ins "Prince". Ich bestelle
wieder einmal "Mutton Curry". Schmeckt gut, hat aber wie üblich mehr
Knochen als Fleisch, dazu Roti und "Green Salad". Zum Dessert Pudding.
Alles zusammen inkl. Mineral-Wasser für 157 INR. Da kann ich mir noch
ein Bier im "Super Pub" leisten. Im Hotel rufe ich Marisa an. Sie wird
ihre "Visa-Frau" in Indonesien anrufen, die hat auf meine SMS nicht
reagiert. Mal sehen ob das klappt. Um 23.30h bin ich im Bett.
Do 11.4
8.30h Aufstehen, Frühstück. "Büro", el.Tagebuch usw. Zwischendurch gehe
ich in einen Laden um den Toner nachfüllen zu lassen. Für 250 INR kann
ich nachher wieder drucken, muss aber auf dunkler umstellen. Später
bringe ich meine Wäsche zum Waschen. Socken und Taschentücher wasche
ich selbst von Hand. Heute ist es sehr drückend und leicht bewölkt.
Gestern war es 39.6C° heiss! Apero auf der Dachterrasse. Nach 20h zum
Nachtessen ins "Fire & Ice". Heute schlage ich zu! Vorspeise
Tomaten mit Mozzarella und Basilikum, Pizza "Paesane" mit Speck und
Spinat, Dessert "Panna Cota" und Cappuccino, dazu ein Bier. Kostet ein
Vermögen 1531 INR = 30 CHF! Es regnet leicht, auch auf dem Weg nach
Hause, aber kein Problem. Ich telefoniere mit Bea. Sie fliegt am
Samstag für 2 Wochen nach Amerika. Nachher mit Stefan, er hat gute
Neuigkeiten, mein Einspruch gegen den Steuerentscheid wurde
gutgeheissen. D.h. ich bekomme viel Geld zurück! Er hat das Nachtessen
verdient und ich habe meines heute schon gehabt. Nachher ins Bett.
Fr 12.4
8.30h Aufstehen, Frühstück. Nachher weiter im Text. Um 12.30h meldet
sich Hr. Poolak, er braucht 2 Unterschriften von mir. Ich gehe
hin. Dabei übergibt er mir gleich noch die Rechnungen für den Container
und die Kosten in Indien. Im Hotel überprüfe ich die Zahlen und
organisier das noch fehlende Geld. Total 89883 INR = 1600 CHF. Bringe
es gleich vorbei. Muss dann in Malaysia noch 740 USD bezahlen. Noch
etwas weiter im Text bis zum Apero. Nachher Brandy organisieren und
duschen. Um 20.30h gehe ich ins "Gupta's" zum Nachtessen. Die "Chicken
Noodles" sind sehr gut gewürzt und schmecken gut. Um 22h bin ich
zurück. Noch einige Emails schreiben, dann schlafen.
Sa 13.4
8h Aufstehen, Frühstück. Emails ans Federal und die indonesische
Botschaft in Kuala Lumpur. Eine spezielle Email an George (Gupta's).
Nachher weiter im Text. Zwischendurch die Wäsche abholen. Um 16h ist
das el.Tagebuch wieder aktuell. Apero auf der Dachterrasse. Die Sonne
geht schon wieder hinter dem nächsten Gebäude unter. Zum Nachtessen ins
"Blue Sky". Einen super "Chicken Maccaroni Gratin" und einen richtigen
gemischten Salat dazu! Nachher auf ein Bier ins "Fairlawn", da gibt es
ein Gartenrestaurant, wunderbar zum Sitzen und ein Bier trinken. Es ist
voll, um 22h machen sie dicht. Ich gehe bald schlafen.
So 14.4
8.30h Aufstehen, Frühstück. "Büro", Orte in die Internetseite einfügen.
Gegen 12h bin ich fertig. Schaue mir das Formel 1 Rennen in Shanghai
an. Nachher Kommentare einfügen. Um 16.30 ist auch das erledigt. Lade
die Bilder auf den Server, dann Apero. Nachher Seiten anpassen usw.
Werde die Seite erst am Mittwoch fertigstellen, evtl. noch mit Fotos
vom Verladen. Rufe Muetti & Papi an. Erst jetzt merke ich, dass ich
letzte Woche vergessen habe anzurufen. Das bekomme ich dann auch gleich
zu hören! In der Schweiz ist es der erste schöne Tag seit langem. Alle
sind aufgestellt. Zum Nachtessen ins "Arsalan". Spicy "Mutton Lucknow
Biriani" ist gut, nicht so scharf wie angedroht. Vor allem sehr viel
und auch viel Fleisch. Zum Dessert ein "Fini", ein süsser Pudding aus
Reis, nicht schlecht. Auf ein Bier ins "Fairlawn". Da treffe ich einen
Deutschen, der hier auf Inbetriebnahme ist. Zurück im Hotel rufe ich
Elena an, dann schlafen.
Mo 15.4
Heute ist Bengalisches Neues Jahr. 8h Aufstehen, Frühstück. Parkplatz
bezahlen. Nach 10h gehe ich zum Auto um die nötigen Vorarbeiten zu
erledigen. Es ist stinkdreckig und heiss. Um 12h bin ich zurück. Sofort
unter die Dusche. Den Nachmittag verbringe ich damit, die diversen
Karten auf den neusten Stand zu bringen. Apero auf der Dachterrasse.
Von Neu Jahr merkt man nichts, ausser dass vile Läden geschlossen sind.
Zum Nachtessen ins "Bar-B-Q". Die "Pork Fried Noodles" sind wieder gut
und viel, muss aber nachwürzen. Zurück im Hotel, die Karten besser
organisieren und die neusten OSM-Karten herunterladen. Um 2h bin ich im
Bett.
Di 16.4
8h Aufstehen, Frühstück. Nach 10h geht’s los. Ich gehe das Auto
umparkieren. Zuerst muss ich es waschen. Unglaublich wie dreckig es ist
nach 10 Tagen! Melde Mr. Poolak, dass ich bereit bin. Er schickt mich
in sein Büro. Nach 12h gehe ich mit einem seiner Angestellten mein Auto
holen und wir fahren zum Hafen. Die letzten 9km auf indischen Strassen
von total 6555km(GPS)/6628km(Tacho). Dort in einem Container-Lager kann
ich mein Auto umbauen. Um 13.30h geht’s los. Habe viele Zuschauer beim
Arbeiten. Zum Glück am Schatten. Trotzdem ist es sehr heiss, über 37C°
und 90% rel. Luftfeuchtigkeit. Ich schwitze gewaltig! Mein Helfer
organisiert trinkbares. Mr. Poolak erscheint auch irgendwann. Um 16h
kommt ein riesiger Hubstapler um das Dach abzuheben. Der erste war zu
klein, den brauchen wir jetzt um die Gabeln des grossen auf die
kleinste Breite einzustellen. Die reicht knapp, aber es passt. Und weg
ist das Dach! Dafür sind jetzt die schon vor einer Woche von mir
prognostizierten Gewitter-Wolken da. Ich beeile mich. Trotzdem fallen
die ersten Tropfen bevor das Dach wieder oben ist. Der grosse
Hubstapler ist beschäftigt. Die Helfer/Zuschauer beschliessen das Dach
von Hand hochzuheben. Und es klappt. Kaum ist alles fertig montiert und
verstaut, kommt der grosse Regen. Kurz aber heftig. Ich habe wieder
genau 4h gebraucht. Mr. Poolak fährt mich noch bis zu
Park-Street-Kreuzung. Von da gehe ich die letzten Meter zu Fuss. Sofort
unter die Dusche und Kleider ausspülen. Die sind so dreckig, dass ich
sie so nicht in die Wäscherei bringen kann. Das wohlverdiente Bier auf
der Dachterrasse. Ich sehe eine Riesen-Sternschnuppe. Zum Nachtessen
ins "Blue Sky". Thonsalat und "Roesti" mit Spiegelei und Käse. Die
Kartoffeln sind nicht geraffelt, sondern in Scheiben und mit Gemüse
vermischt. Schmeckt trotzdem sehr gut. Noch ein Bier im "Fairlawn",
dann todmüde um 22h ins Bett.
Mi 17.4
8h Aufstehen, Email an Mr. Poolak. Ich habe vergessen die Radioantenne
herunter zu klappen und schicke ihm ein Dokument vom Verschiffen von
Bandar Abbas nach Mumbai. Frühstück. "Büro", Internetseite fertig
stellen. Dazwischen Wäsche bringen. Um 12h ist es vollbracht. Nachher
Emails verschicken. Die 1.Antwort kommt nach 7 Min von Babs! Noch
einige Verfeinerungen, dann Pause. Um 16h gehe ich auf eine Lassi und
ein Sandwich in die Sudder-Street. Nachher Apero auf der Dachterrasse
ohne Sonnenuntergang. Ein Gewitter zieht auf. Das Gewitter gestern war
übrigens das 1.Gewitter dieser Saison in Kalkutta und ich war sehr live
dabei! Um 19.15h geht es los, und wie! Mit Windgeschwindigkeiten bis
116km/h! Die höchste seit über 10 Jahren. Es gibt 3 Tote und der
Verkehr bricht teilweise zusammen wegen umgestürzten Bäumen usw. Um
20.30h gehe ich ins "Peter Cat" zum Nachtessen. Der "Chelo Kebap" ist
der beste Kebap auf meiner Reise bis jetzt. Zum Dessert ein
"Caramel-Chöpfli" (Total 717 INR). Im Hotel telefoniere ich mit Stefan,
dann ins Bett. Es beginnt wieder zu regnen.