Tagebuch

Stand: 07.06.2015 Hauptseite / Home
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Di 28.04.2015
Nach dem Frühstück noch letzte Anpassungen an der Internetseite, dann ist alles bereit. Hochladen und Emails verschicken. Um 12h ist alles erledigt. Gehe zum Pool zum Nichtstun. Gegen 16h gehe ich zum Strand, dann dem Strand entlang bis zu einem Damm etwa 1km weiter nördlich. Da warte ich auf den Sonnenuntergang. Natürlich mit Apero. Ich reserviere im Duta Homestay in Wonosobo für den 1.Mai ein Zimmer für 2 Nächte. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins "Mungil". Rede dort mit einem lokalen Tour-Guide. Er gibt mir die Nummer eines Freundes auf dem Dien Plateau. Den Schlummertrunk wieder im "Bamboo Café". Zurück  beantworte ich die ersten Emails. Unter anderem von Manuel & Judith sie fragen wann ich in Wonosobo bin.

Mi 29.04.2015
Vor dem Frühstück lese ich immer die Emails. Heute ist das ganz speziell, den Manuel & Judith antworten. Sie haben meine Email erst heute gelesen, haben aber gestern Abend für die gleiche Zeit wie ich im gleichen Duta Homestay ein Zimmer bestellt. Zufälle gibt es. Sie reisen auch mit dem Lonely Planet  Reiseführer. Nach dem Frühstück muss ich die verschobenen Flüge für Maria umbuchen. AirAsia stellt des Öfteren ihren Flugplan um. Es kostet mich 20 Minuten, 15 warten, 5 reden. Nachher am Pool Nichts tun. Gegen 16h gehe ich zum Strand. Diesmal Richtung Süden, bis zum Anfang des Nationalparks. Hin und zurück fast 5km. Unter der Woche ist nicht viel los hier. In der Nähe meines Guesthouses setze ich mich am Strand auf eine Kokosnuss und geniesse meinen Apero. Heute ist es bewölkt. Zurück nochmals in den Pool. Zum Nachtessen zu Lilo. Die ist nicht da, weil sie krank ist. Ich bekomme trotzdem nochmals Rösti mit Spiegelei und Grillwurst. Man weiss ja nicht wann man das wieder einmal bekommt. Ich bin der einzige Gast. Den Schlummertrunk nochmals im "Bamboo Café".

Do 30.04.2015
Um 7h stehe ich auf und verlade mein Motorrad. Nachher Frühstück und packen. Noch die Rechnung bezahlen (3'666'300 IDR für 10 Tage). Nach 10h fahre ich los. Am Anfang ist die Strasse schlecht. Bei Kalipucan nach 18km wechselt man von Java Barat nach Java Tengah und die Strasse ist sofort viel besser. Das bleibt so bis Cilacap. Bei Adireja verlasse ich die Hauptstrasse. Die Strasse ist nun schmal aber gut und kein Verkehr. Die Gegend scheint sehr fruchtbar zu sein. Es ist eine riesige Ebene mit vielen Feldern, Reis, Mais, Papaya ….Nach etwas mehr als 3 Stunden Fahrt (125km) mache ich am Pantai Jetis eine Pause. Esse und trinke etwas. Nach ½h geht es weiter. Die nächsten 18km sind sehr abwechslungsreich. "Mal ufe, mal abe, mal rächts, mal links…" wie es schön heisst. Steigungen bis 20%! Aber eine wunderschöne Gegend. Nachher wird es wieder flach bis Kebumen. Fahre nur kurz vor dem Ziel für 2km auf der Hauptstrasse. Um 15.30h bin ich beim Hotel Patra. Es ist voll. Das nächste auch. Im Hotel Sejahtera hat es Platz und es passt mir (150'000 IDR). Es beginnt heftig zu regnen. Ich richte mich ein und erledige die obligaten Büroarbeiten. AirAsia verschiebt Marias neuen Flug nochmals! Es kostet mich nochmals 40 Minuten bis wir einen passenden Flug gebucht haben. Ich werde mich beschweren. Zum Nachtessen wird mir das "Malindo" empfohlen. Ayam Penyet schmeckt gut. Sie wundern sich, dass ich mit Chili bestelle. Zurück im Hotel noch das Bett verschieben weil die Klimaanlagen ein tiefes Wummern erzeugen. Ich finde eine Position, da hört man fast nichts. Musik hören, dann schlafen.
(179km, 5½h unterwegs)

Fr 01.05.2015
Um 7.30h gehe ich aus dem Hotel um etwas zum Frühstück zu finden. Gar nicht so einfach hier Nudelsuppe zu finden. Beim Pasar Temenggungan werde ich fündig. Der Markt vor dem Pasar ist fast schon fast zusammengeräumt. Zurück im Hotel fertig packen. Um 9.30h fahre ich los. Bis Prembun auf der Hauptstrasse mit viel Verkehr. Nachher wird es ruhig. Die Strasse ist schmal aber meist gut. Es geht in die Berge. Nach 1h erreiche ich den Stausee Wadaslintang. Ich suche einen Platz für eine Pause, finde aber nichts. Im Ort verfahre ich mich kurz. Dann geht es auf einer noch schmaleren und vor allem zeitweise sehr steilen Strasse weiter. Der Zustand der Strasse ist zeitweise prekär. Dafür ist die Aussicht spektakulär. Mitten durch kleine Reisterrassen. Vorbei an unzähligen kleinen Sägewerken. Bergauf und bergab mit unendlich vielen Kurven. Ab Kaliwiro wird die Strasse wieder breiter, aber nicht besser. In Sawangan erreiche ich die Hauptstrasse, breit und gut, aber mit mehr Verkehr. Nach 12.15h bin ich bereits in Wonosobo. Das Duta Homestay finde ich auf Anhieb. Es ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Ich richte mich ein. Nachher gehe ich Geld abheben und den Ort erkunden. Ich finde einen langen Markt. Hier hat es viele Pferdekutschen, keine Becak. Auf dem Rückweg esse ich in einem Internet-Shop eine gute Bakso (Knödelsuppe). Zurück im Hotel noch etwas Büro. Manuel & Judith kommen an. Wir sitzen zusammen und haben uns viel zu erzählen. Es regnet in Strömen. Zum Nachtessen gehen wir zusammen ins "Shanti Rahayu". Das Essen ist sehr gut, Rindfleisch an brauner Sauce mit Reis. Wir beschliessen wegen des Regens morgen auf den Sonnenaufgang zu Verzichten. Dazu müssten wir um 4h aufstehen.

Sa 02.05.2015
Frühstück um 7h. Um 7.45h fahren wir los. Es regnet leicht, der Sonnenaufgang wäre sowieso ins Wasser gefallen. Von 800 müM geht es hoch bis auf 2100 müM! Um 8.45h sind wir oben auf dem Dieng Plateau. Der Regen hat aufgehört. Wir marschieren los. Zuerst zum Candi Arjuna, einem der buddhistischen Tempel. Da hat es sehr viele Leute und Busse. Von da zum Candi Setyaki, da hat es keine Leute da nur zu Fuss erreichbar. Der Fussweg führt weiter zum Candi Gatotkaca. Die Tempel sind na ja… Weiter geht es auf der Strasse zum Candi Bima. Von da zum Kawah Sikidang (Krater). Der Parkplatz ist voll mit Bussen und entsprechend hat es viele Leute. Wir sind hier oben die Attraktion. Immer wieder wollen Leute Fotos mit uns machen. Meist sind sie jung, aber nicht immer! Es stinkt nach Schwefel. Überall dampft und brodelt es. In der Nähe nützen sie die Geothermische Energie zur Stromerzeugung. Beim Telaga Warna, das sind 2 kleine See verlangen sie von Ausländern 150'000 IDR (12 CHF) Eintritt. Indonesier bezahlen nur 7500 IDR, 20-mal weniger! Wir verzichten. In der Nähe gibt es einen Hügel. Von da sieht man die Seen viel besser und es kostet "nur" 10'000 IDR. Kurz bevor wir zurück beim Auto sind beginnt es wieder zu regnen. Insgesamt sind wir 7km zu Fuss unterwegs gewesen. Um 12h sind wir zurück. Wir essen etwas. Um 13h fahren wir los. Unterwegs stoppen wir beim Gardu Pandang einem Aussichtspunkt. Auch hier verlangen sie keine Parkplatz-Gebühr wie schon oben, wir sind sehr erstaunt. Um 14.20h sind wir zurück. Schuhe reinigen, duschen…
(51km mit dem Auto, 7km zu Fuss unterwegs)

So 03.05.2015
Um 8h treffen wir uns zum Frühstück. Da wir alle Mie Rebus bestellt haben stellt uns Helly eine ganze Pfanne hin. Fertig packen und Abschied von Manuel & Judith, sie wollen noch die Stadt erkunden bevor sie nach Yogyakarta fahren. Um 10.30h fahre ich los. Nach ¾h bin ich in Pecekelan. Da verpasse ich die Abzweigung, resp. ich nehme an dass es nur eine Umfahrung ist. Nach einer Weile stelle ich fest, dass dem nicht so ist. Ich kehre aber nicht um sondern fahre weiter. Es ergibt 20km mehr als der geplante Weg. Die Strasse ist meist ziemlich gut und es hat kein Verkehr. Ab und zu regnet es leicht. Bei Maron komme ich auf die Hauptstrasse. Nun geht es zügig vorwärts. Um 12.45h bin ich in Borobudur. Das Lotus II Homestay passt mir, ich bleibe (250'000 IDR). Ich richte mich im grossen Zimmer ein. Später spaziere ich durch die nähere Umgebung und esse eine Bakso. Im späteren Nachmittag beginnt es wieder zu regnen. Apero auf meiner Veranda mit Blick auf die Reisfelder. Für das Nachtessen empfehlen sie mir das "Pandan Wangi" am andern Ende des Ortes. Ein Angestellter bringt mich auf den Heimweg gleich hin. Die Spezialitäten sind alle mit Pilzen. Mein Lodho Jamur ist sehr gut. Kaum bin ich fertig steht schon ein anderer Angestellter des Lotus da und will mich abholen. Sie haben ihn vom Restaurant angerufen, dass ich fertig sei! Ich trinke noch einen Tee, bevor wir zurück fahren. In der Kunstgalerie nebenan kann ich ein teures Bier kaufen. Das trinke ich in der "Lobby" und rede mit Angestellten und Gästen.
(77km, 2¼h unterwegs)

Mo 04.05.2015
Um 7h Frühstück. Bereits um 8h bin ich beim Candi Borobudur, dem grossen Tempel. Es ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Es hat noch nicht viele Leute, weil die Busse aus Yogyakarta erst später kommen. Ich beginne die Besichtigung ganz oben. Da gibt es die Buddhas in den Stupas die man immer auf Bildern sieht. Ich "arbeite" mich durch die 6 Terrassen. Kurz vor der untersten Terrasse kommen die Busse an. Nun hat es mehr Leute und vor allem Schüler. Drei Mal werde ich von einer Gruppe interviewt und natürlich auf Foto und Video verewigt. Ich sitze ½ h unter einem Baum und beobachte das Treiben. Maria meint sie könne nicht nach Kuala Lumpur kommen, sie hätte Probleme. Sie will mir aber nicht sagen welche Probleme. Um 11h verlasse ich das Gelände und gehe zurück ins Lotus. Der Weg nach draussen ist mit mehr als 100!!! Souvenir- und Ess-Ständen gesäumt. Im Guesthouse lege ich mich hin, dann versuche ich AirAsia zu kontaktieren per Live-Chat. Es geht eine Ewigkeit. Während dem Warten erledige ich das "Büro". Ich kann nur meine Buchung bei AirAsia nur einmal ändern, auch wenn sie wie in diesem Falle 3 Mal geändert haben. Ich lasse die Buchung wie sie war. Zum Glück, denn gegen Abend ändert Maria ihre Meinung wieder. Wir sitzen zusammen auf der Veranda und reden. Eine Japanerin, 2 Kanadierinnen und ein Paar aus Frankreich. Der Apero begeistert den Franzosen. Nachher gehen wir ins " Pondok Tinggal". Das haben die Angestellten uns empfohlen. Es ist ein schönes Restaurant & Hotel. Das Essen ist gut. Nach einer Weile taucht die Japanerin auf und wenig später auch Scott der Engländer. Wir reden lange über unsere Reisen. Nach 22h bin ich zurück. Telefoniere noch mit Maria und später mit Stefan.

Di 05.05.2015
Frühstück auf der Veranda, nachher packen. Um 10.30h fahre ich los. Meine Route führt über die Hauptstrasse. Die Strasse ist gut, dafür hat es ziemlich viel Verkehr. Es geht aber trotzdem zügig voran. Heute streikt mein Touchscreen. Ich muss den Board-Computer mit der Maus bedienen. Als wäre das nicht genug, verabschiedet sich das Navi-Programm genau dann wenn es am nötigsten ist, nämlich wenn ich in Yogyakarta ankomme. Ich muss anhalten um das Programm neu zu starten. Um 11.30h bin ich beim POP! Hotel. Das erste Zimmer riecht schlecht. Sie geben mir ein anderes. Ich richte mich ein. Das Zimmer ist fast gleich wie in Bandar Lampung, nur etwas älter. Am späteren Nachmittag starte ich die Erkundung der Stadt. Ich wohne nur etwa 200m vom Tugu Yogyakarta (Denkmal) entfernt. Ich muss nur alles geradeaus gehen um ins Zentrum zu gelangen. Bis zur Jalan Malioboro ist es 1km. Das ist die Touristenstrasse. Ich gehe in eine Querstrasse (Sosrowijayan) da finde ich das Restaurant/Hotel Bladok. Die haben eine kleine Gartenwirtschaft. Da esse ich ein Sandwich und trinke ein Bier. Kaum wieder auf der Strasse, ruft Maria an. Sie mein ich solle ins Bladok gehen, da gäbe es Bier. Sie war früher einmal in diesem Hotel. Es geht eine Weile bis ich realisiere, dass ich da ja eben war. Über die nächste Querstrasse geht es wieder zurück zur Malioboro und dann zurück ins Hotel, total etwa 4km. Apero im Zimmer. Zum Nachtessen empfehlen sie an der Rezeption das "Madam Tan". Da gehe ich hin. Es ist sehr geschmackvoll eingerichtet und ziemlich vornehm. Die Preise sind aber vernünftig. Wir sind am Anfang nur zu zweit. Mit der Zeit füllt sich das Restaurant dann aber. Fast alles Bule, kaum Indonesier. Mein Rindfleisch an Soja-Sauce ist gut. Am Nebentisch sitzt eine Geschäftsfrau aus Kuala Lumpur. Wir kommen ins Gespräch. Nach einer Weile wechseln wir ins Hotel Arjuna in die Pool-Bar. Shamy, so heisst die Dame will viel über meine Reise und mich wissen. Um 22h bin ich zurück im Hotel und schlafe bald ein.
(39km, 1h unterwegs und 4km zu Fuss)

Mi 06.05.2015
Um 8h zum Frühstück. Hier gibt es 2 verschiedene in Bananenblätter eingepackt Reisgerichte zum Essen, dazu guten Kaffee. Um 10.30h ziehe ich los. Mit einem der vielen richtigen Becak, will heissen mit Tretantrieb, fahre ich zum Kraton. Das ist der Sultans-Palast. Yogyakarta hat immer noch einen Sultan. Nach 20 Minuten sind wir da, es kostet mich 25'000 IDR. Der Kraton ist verkehrsfrei und es hat viele grosse alte Bäume die Schatten spenden. Die Gebäude sind einfach aber schön. Die Ausstellungen darin sind nicht sehr informativ, aber das stört mich nicht gross, da ich Museen sowieso nicht liebe. Es gibt auch eine Puppen-Theater-Vorführung. Das habe ich hier auch 1997 gesehen. Am eindrücklichsten ist die Ruhe, trotz den relativ vielen Touristen. Nach knapp 1h ziehe ich weiter. Der nächste Stopp, die Vredeburg (Friedensburg). Eine holländische Festung. Auch ein Museum. Hier haben sie viele Dioramen, 3-dimensionale Darstellungen wichtiger historischer Momente. Aber sonst ist es eben nur ein Museum. Auf dem Weg zurück esse ich beim Pasar Beringharjo eine Bakso. Schaue noch schnell beim von Maria empfohlenen Restaurant Legian vorbei um zu schauen ob ich zum Nachtessen hierher gehen soll. Der Sohn des Besitzers bringt mich in eine Batik-Ausstellung. Seine Tochter hat auch einige Werke produziert. Nach einem Tee geht es weiter ohne Einkauf. Bevor ich ins Hotel gehe, bezahle ich noch bei der Mandiri-Bank etwas Geld ein, damit Maria Ringgit für Malaysia kaufen kann. Nach 14h bin ich zurück. Um 16.30h soll es beim Tugu Yogyakarta einen Umzug geben hat mir der Mann vom Legian gesagt. Ich bin bereits um 16.15h da, aber nichts passiert. Nach ¾h warten gehe ich zurück. Apero im Zimmer. Nach 19h zu Fuss zum Legian. Wieder einmal Chicken Gordon Blue. Diesmal ist es aber sehr klein und nicht besonders gut, dafür teuer. Maria schickt mich auf die Strasse um Bamboo-Musik zu hören. Sie kennt den Spieler und will unbedingt mit ihm sprechen. Es gelingt mir sogar, er macht aber nicht den Eindruck dass er sie wiedererkennt, obwohl sie mir das nachher erzählt. Gegen 22h bin ich zurück.
(3½km zu Fuss)

Do 07.05.2015
Vor dem Frühstück schreibe ich wieder einmal eine Email an Jet Star. Maria's Koffer steht immer noch in Singapore und nichts passiert. Eine echte Scheiss-Firma, die nichts unternimmt und niemals antwortet. Nach dem Frühstück frage ich nach ob ich meinen Lastwagen auf dem Parkplatz stehen lassen kann, während ich in Kuala Lumpur bin. Es heisst ja, aber ich bin nicht sicher ob er es richtig verstanden hat. Nachher Büro usw. Am Nachmittag gehe ich in Richtung Malioboro. Da erkunde ich ein paar schmale Gassen. Auf dem Rückweg esse ich eine Nudelsuppe an einem kleinen Stand. Um 17h bin ich zurück. Duschen und rasieren. Zum Nachtessen gehe ich in die Papa Ron's Pizzeria. Die Pizza Peperoni hat keine Peperoni drauf. Sie geben mir dafür 10% Rabatt. Nachher suche ich ein Bier. Sie schicken mich Richtung Norden, aber da ist nichts. So ende ich wieder im Hotel Arjuna in der Poolbar, die liegt aber im Süden. "I walk a mile for a …". Um 22h gehe ich zurück ins Hotel. Die Schwiegertochter von Maria's Schwester hatte offenbar eine schwere Geburt mit hohem Blutverlust und im Spital haben sie zu wenig Blut. Maria sieht sie schon sterben. Ich versuche sie zu beruhigen.

Fr 08.05.2015
Nach dem Frühstück packen. Um 9.45h holt mich ein Taxi ab. Ich lasse meine Autoschlüssel beim Sicherheits-Dienst. Bin viel zu früh. Es ist ein kleiner Flugplatz mit wenig Infrastruktur. Der Flug hat 45 Minuten Verspätung. Um 12.30h fliegen wir ab. Nach 2½h landen wir nach 16h in Kuala Lumpur. Mit dem Zug fahre ich ins Zentrum. Von da mit dem Monorail zum Hotel. Unterwegs tischt mir Maria wieder einmal eine ihrer Stories auf. Sie sei erst gerade zu Hause abgefahren und sei nicht sicher ob sie den Flug erreichen wird usw. Ich finde mich schon damit ab, dass sie nicht kommen wird, da gesteht sie mir, dass sie bereits im Flugzeug sitzt und gleich starten wird. Im Hotel Federal geben sie uns ein besseres Zimmer im Merdeka Wing (833). Das geht in den Innenhof und ist darum sehr ruhig. Apero am Pool. Um 18.30h kommt Maria in Kuala Lumpur an. Ich fahre mit dem Monorail zur Endstation des KLIA-Express und hole die beiden dort vom Zug ab. Zurück im Hotel, das Gepäck deponieren und dann ab zum Nachtessen in die Jalan Alor. Da gibt es für mich und Efraim wie üblich Stingray. Um 23h sind wir zurück.

Sa 09.05.2015
Das Frühstücksbuffet ist wie üblich im Federal sehr reichhaltig. Was stört ist, dass sie jetzt auch so einen Scheiss-Nescafé-Automaten haben. Ich muss mir meinen frisch gebrauten Kaffee richtiggehend erkämpfen. Maria will heute einkaufen gehen. Nicht für sich sondern für ihr "Business". Da bald der Ramadan losgeht, kauft sie diese langen Kleider die Muslim-Frauen zu festlichen Anlässen tragen. Dazu gehen wir in ein Grossisten-Zentrum. Nach etwa 2h gehen Efraim und ich zurück zum Schwimmen im Pool. Maria kauft noch weiter ein. Efraim erzählt mir am Pool, dass sie in Kuala Lumpur waren. Davon hat mir Maria nichts erzählt. Ich bin ziemlich sauer. Efraim beginnt nun richtig zu schwimmen. Zaghaft am Anfang, dann aber immer besser und länger. Maria kommt zurück nochmals mit einem grossen Packet. Total hat sie für etwa 1000 MYR eingekauft. Das sind etwa 15kg Kleider! Wir gehen etwas kleines essen. Ich will Maria's MP3-Player umtauschen. Der funktionierte gerade mal 1 Woche. Im Laden wo ich ihn letzten August gekauft habe, meinen sie es gäbe nur 3 Monate Garantie! Apero am Pool. Nachher fahren wir in die Chinatown. Da wohnt Ruedi mein Kollege, den ich vor 2 Jahren in Perhentian Island getroffen habe. Er ist wieder dort in den Ferien. Er ist extra wegen uns nach Kuala Lumpur geflogen. Wir gehen zusammen zum Nachtessen. Wir haben uns viel zu erzählen. Um 23h sind wir zurück im Hotel.

So 10.05.2015
Nach dem Frühstück bereite ich meine Unterlagen für das Visum vor, danach mit Efraim zum Pool. Heute schwimmt er bereits eine Breite ohne Probleme. Maria & Efraim brauchen etwas zum Mittagessen. Wir gehen an den gleichen Ort wie gestern. Gegen 18h kommt Ruedi vorbei. Apero am Pool. Nachher zum Nachtessen in die Jalan Alor. Ruedi & Efraim essen Stingray. Gegen 23h gehen wir zurück ins Hotel. Ich frage Maria wieso sie mir nicht gesagt hat dass sie nach Kuala Lumpur gegangen ist. Sie streitet ab, dass sie hier war.

Mo 11.05.2015
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Taxi zur indonesischen Botschaft. Am Anmeldeschalter gibt Maria meinen Pass einem Herr Ahmad Zailani. Der meint ich werde nur ein 30-Tage Visum bekommen. Ich widerspreche, ich hätte bis jetzt immer 60 Tage bekommen und für 30 Tage brauche ich nicht auf die Botschaft zu kommen, denn das bekomme ich auch als "Visa on Arrival" bei meiner Ankunft in Indonesien. Er meint ob ich die Regeln mache oder er? Er gibt mir ein Ticket. Wir gehen zum Raum für die Visa-Anträge. Die da angezeigten Nummern stimmen nicht mit meiner überein. Ich gehe zurück zum Schalter. Er meint wenn ich unbedingt meine Zeit verschwenden wolle, könne ich schon da anstehen und gibt mir eine andere Nummer. Ich habe ihn vorher im Büro gesehen. Das heisst wenn er meinen Antrag sieht, wird er sicher dafür sorgen dass ich nur 30 Tage bekomme. Es ist also zwecklos hier ein 60-Tage Visum zu beantragen. Maria staucht ihn vor allen Leuten lauthals zusammen. Eine Chinesin meint, das gleiche hätte dieser Mann auch mit ihr gemacht. Zurück im Hotel rufe ich das Konsulat in Penang an. Die meinen, dass ich ohne Probleme bei ihnen ein 60-Tage Visum bekommen werde. Ich buche für morgen einen Flug nach Penang und ein Zimmer im Noble Hotel. Nachher kaufen wir einen neuen Rollkoffer für Efraim um zur Schule zu gehen. Der alte ist nach ¾ Jahren bereits kaputt. Nachher an den Pool. Beim Anziehen fällt meine Uhr auf den Steinboden und das Glas geht kaputt. Ein "super" Tag heute! Um 15h bringe ich Maria & Efraim per Monorail und Zug zum Flugplatz. Efraim hätte schon heute wieder zur Schule müssen. Um 18h treffe ich Ruedi zum Apero im Hotel. Nachher zum Nachtessen in die Jalan Alor. Gegen 23h verabschieden wir uns. Er geht nochmals zurück nach Perhentian Island. In einigen Tagen besucht er seine malaysische Freundin in Borneo und wird anschliessend mit ihr die Schweiz besuchen.

Di 12.05.2015
Nach dem Frühstück packen. Um 10h mache ich mich per Monorail und Zug auf den Weg zum Flugplatz. Der Flug dauert knapp eine Stunde. In Penang fahre ich mit dem Taxi direkt zum Konsulat. Um 15h bin ich da. Die Dame am Schalter meint, dass Anträge nur bis 12h abgegeben werden können. Sie nimmt meine Unterlagen dann aber trotzdem entgegen. Noch die 170 MYR bezahlen, dann bin ich nach knapp 5 Minuten wieder draussen! Mit dem Bus fahre ich ins Noble Hotel. Es hat nicht so viele Gäste wie auch schon. Zum Nachtessen gehe ich ins "Red Garden". Da fragen sie mich wo meine Familie sei! Maria ist hier Stammgast. Es ist warm in meinem Zimmer ohne Klimaanlage (32 MYR = 9 CHF) aber es beginnt zu regnen, so kühlt es schnell ab.

Mi 13.05.2015
Nach dem Frühstück mit Roti Canai beim Markt, fahre ich mit dem Bus zum Konsulat. Nach wiederum nur 5 Minuten habe ich meinen Pass mit 60-Tage Visum und fahre zurück ins Hotel. Um 14h fahre ich mit dem Taxi zum Flugplatz. Mein Flug nach Medan sollte um 16.20h fliegen. Er hat aber ¾h Verspätung. Gegen 17h landen wir in Medan. Mit dem Zug fahre ich in die Stadt. Von da mit dem Taxi nach Hause. Mama und Miando sind sehr erstaunt mich hier zu sehen. Maria hat ihnen nicht gesagt, dass ich komme. Zum Nachtessen ins Kampung Keling. Da gibt es ein Hallo wenn sie mich wieder sehen. Ich gehe vorher noch ins Sun Plaza um meine Uhr reparieren zu lassen. Die meinen ich solle sie besser ins Hauptgeschäft bringen. Um 23h bin ich im Bett.

Do 14.05.2015
Maria will mich in die Kirche bringen. Ich verzichte aber dankend. Um 9h fahren wir zusammen zum Frühstück ins Kopi Tiam. Da auch ein Riesen-Hallo wenn sie mich wieder sehen. Natürlich Mie Pangsit. Die haben mir richtig gefehlt die letzten Wochen. Gegen 11h gehen wir an die Beerdigung einer Verwandten. Ich denke für eine Stunde oder so, aber weit gefehlt. Die Abdankung dauert schon fast 2h und dann geht es per Auto fast 30km zum Friedhof ausserhalb Medans. Der Taman Eden (Garten Eden) ist ein privater Friedhof. Hier sind keine armen Leute begraben. Bei der Einfahrt bekommt jeder Fahrer 50'000 IDR (8 CHF) Weggeld! Auf dem Rückweg essen wir etwas. Um 18h sind wir zurück. Apero im Regen. Später bringen wir Juni nach Hause. Sie ist die Freundin von Maria die ganz am Anfang meiner Zeit in Medan ein Bein verloren hat. Maria mag nicht auswärts essen gehen. Ich esse 2 Spiegeleier mit Brot.

Fr 15.05.2015
Wir bringen Efraim mit dem Auto zur Schule, Yanti kommt auch mit. Nachher zum Frühstück ins "Tabona", so heisst das Restaurant mit den Ladyboys. Nachher bringe ich meine Uhr zur Reparatur. Zum meinem Erstaunen reparieren sie sie sofort. Nach 20 Minuten und 100'000 IDR (8 CHF) ist die Uhr mit neuem Glas und frisch gereinigt fertig. Zu Hause erledige ich diverse Büroarbeiten. Maria geht ihrem Business nach, sie geht Taschen verkaufen. Ich hole Efraim mit Maria's neuem Roller ab. Ich wundere mich, dass der Bus nicht kommt, bis sich herausstellt dass ich immer noch Malaysia-Zeit auf meiner reparierten Uhr habe. Darum bin ich eine Stunde zu früh dran! Efraims Rollkoffer passt nicht auf den Roller. Ich muss ziemlich breitbeinig fahren. Unterwegs trinken wir noch etwas. Maria's Koffer ist in Medan. Der "nette" Herr vom Lost & Found will ihn unbedingt persönlich vorbei bringen. Kaum ist Maria zurück, muss sie nochmals weg. Lewy fährt und ich gehe auch mit. Bei Juni verkauft sie 3 Kleider. In der Zwischenzeit ist der "nette" Herr zu Hause eingetroffen und findet 1000 Gründe wieso er Maria persönlich treffen muss. Schlussendlich überzeuge ich ihn, dass er jetzt einfach gehen soll. Jet Star hat 66 Tage gebraucht um Maria's Koffer zurück zu bringen! Zum Nachtessen fahren wir in die Nähe des Carrefour. Um 22h sind wir zurück.

Sa 16.05.2015
Zum Frühstück wie üblich in Kopi Tiam. Nachher im Pasar Petisah einkaufen. Am Nachmittag gehen wir schwimmen im Danau Toba Hotel mit Maria, Efraim, Lewy, Mutia und Yanti. Gegen 17h sind wir zurück. Maria verschwindet wieder einmal. Apero mit Efraim und Käse vor meinem Haus. Maria will mich mit Efraim und Yanti alleine zum Nachtessen schicken, weil sie spät zurückkommen werde. Das will ich aber nicht. Schlussendlich kommt sie doch mit uns zum Nachtessen in die Jalan Semarang. Um 22h sind wir zurück.

So 17.05.2015
Efraim geht in die Sonntagsschule. Um 9.30h fahren wir mit Yanti zur Kirche. Nachher heisst es wir warten auf Juni, Maria's Freundin. Gegen 11.30h fahren wir los. Juni's Tochter und ein Nachbarsmädchen kommen auch mit. Keine Ahnung wohin wir fahren. Wir erreichen das Ziel um 12h. Es ist wieder einmal eine Hochzeit. Diesmal sind es Verwandte von Juni. Der Bräutigam ist in der Armee, darum hat es ein Grossaufgebot an Soldaten, inklusive Militärkapelle. Es ist meine 12. Hochzeit in Indonesien, diesmal wieder eine muslemische. Das Essen ist gut. Gegen 14h fahren wir zurück. Wir bringen Juni und die Kinder nach Hause. Die 3 Kleider die sie "verkauft" hat bekommt sie zurück, sie sollen nicht passen. Zum Nachtessen fahren wir Richtung Carrefour. Unterwegs sehen wir ein Lokal wo wir noch nie waren. In der Nähe kaufe ich ein kaltes Bier. Das Essen ist gut und billig, darum hat es so viele Leute. Ich bin der einzige der da ist. Wir bringen 5 Portionen Nasi Goreng nach Hause!

Mo 18.05.2015
Wir bringen Efraim zur Schule. Nachher ins Kopi Tiam zum Frühstück. Heute sind viele Leute da die mich kennen. Es ist bereits wieder das letzte Mal für lange Zeit, dass ich Mie Pangsit zum Frühstück bekomme. Da Lewy das Auto "braucht", organisiert Maria Zainal dem Becak-Fahrer. Mit dem Becak erledigen wir unter anderem die Zahlung der monatlichen Rate für Maria's neuen Roller (1'080'000 IDR) und Reis einkaufen. Jet Star wir mir 69 USD zurück bezahlen, die Gepäckgebühr (28 USD) vergüten sie aber nicht zurück. Ist wirklich eine Scheiss-Fluggesellschaft. Bin gespannt wann ich das Geld bekomme. Zum Nachtessen fahren wir nochmals ins Kampung Keling. Wir bestellen das Taxi für 03.30h!

Di 19.05.2015
Ich schlafe schlecht. Um 01.30h weckt mich Bruno mit seinem Telefonanruf aus Kreta. Und bereit um 02.30h weckt mich Maria. Ich packe. Um 3h bin ich fertig. Wir setzen uns vor mein Haus und warten auf das Taxi. Der kommt pünktlich. Abschied von Maria und los geht’s. Wir sind schnell unterwegs. Bereits um 04.10h sind wir in Kualanamu. Der Check In ist noch nicht offen. Sie wechseln meinen Platz zum Notausgang, so habe ich mehr Platz für die Beine. Mit ½h Verspätung starten wir um 06.30h. Um 9.15h landen wir in Yogyakarta. Für das Taxi wollen sie 120'000, ich lehne ab. Ein Fahrer meint 80'000, wir einigen uns auf 65'000 IDR, 5'000 mehr als bei der Hinfahrt mit Meter. Um Pop! Hotel ist noch kein Zimmer bereit. Ich gehe ins "Ayem Diem" zum Frühstück. Bakso am Morgen ist mal was Neues. Sie haben guten Milchkaffe und Internet. Um 12h bin ich zurück. Sie geben mir das gleiche Zimmer wie letztes mal. Während meiner Abwesenheit haben sie mein Auto für 2 Tage auswärts parkiert. Dafür muss ich 150'000 IDR bezahlen. Der Sicherheitsmann ist stolz, dass er mein Auto fahren durfte. Ich frage ihn nach einem Ort wo sie Reifen verkaufen. Gegen 14h gehe ich dahin. Die haben aber vor allem Occasionsreifen. Sie schicken mich an einen anderen Ort. Aber auch da haben sie meine Dimension nicht. Vor allem die Traglast ist das Problem, 106 = 950kg pro Rad. Apero im Zimmer, schlafe fast ein. Zum Nachtessen gehe ich zum Bahnhof. In einer kleinen Gasse esse ich im Restaurant "Hotbed". Filet Mignon heisst es, schmeckt gut hat aber nichts mit den Namen zu tun. Auf dem Heimweg sehe ich einen Fackel-Umzug, sieht fast unheimlich aus. Um 22h bin ich zurück und gehe schlafen. Es war ein langer Tag.

Mi 20.05.2015
Vor dem Frühstück Tagebuch nachführen. Nachher fertig packen und Check Out. Um 9.45h will ich losfahren. Nur die Batterie ist leer. Ein Taxifahrer hilft mir mit Überbrücken. Ich lasse den Motor eine Weile laufen, dann will ich meine Elektronik aktivieren. Schwub, der Motor ist aus. Nochmals Überbrücken, diesmal mit dem Hotel-Bus. Ich vermute, dass zu wenig Wasser in der Batterie ist. Ein Angestellter fährt mit mir zu einem Geschäft. Ich muss 3 Liter Destilliertes Wasser nachfüllen!!! Kein Wunder hatte die Batterie keine Kapazität mehr. Wir fahren zurück zum Hotel. Dort aktiviere ich meine Elektronik wieder. Diesmal klappt es. Um 11h fahre ich definitiv los. Nach einer halben Stunde bin ich beim Prambanan Tempel. Es soll der grösste und schönste Hindutempel der Welt sein. Um 12.45h fahre ich weiter. Bei Wonosari ein historischer Moment. Ich bin seit 30'000km unterwegs. Nach einem kurzen Halt fahre ich weiter. Nachher wird die Strasse für einige Kilometer schlecht. Der Verkehr hat kontinuierlich abgenommen. Bei Pracimantoro komme ich auf eine schmale aber neue gute Strasse. Auch die Gegend ist sehr schön. Es ist sehr hügelig hier. Die Strasse bleibt gut und der Verkehr schwach bis Pacitan. Ich fahre zuerst zum Alloro Guest House, das ist gut aber teuer (490'000 IDR = 40 CHF). Ich schaue mir noch ein anderes Hotel an, das ist aber noch teurer. So entscheide ich mich für das Alloro. Es ist 16h, ich richte mich ein. Apero in der Lobby. Ich bin alleine da. Zum Nachtessen empfiehlt man mir das "Bale Resto" da brauche ich ein Fahrzeug, meinen sie. Ich gehe zu Fuss. In 5 Minuten bin ich da, von wegen Fahrzeug! Mie Java Goreng schmeckt gut. Auf dem Rückweg gehe ich via Hauptstrasse. Im Kongkow Street Coffee gibt es Live Musik. Ich setze mich und trinke einen Kaffee. Sie schaffen es nicht mir Milch ohne Zucker zu geben. Um 21h bin ich zurück. Ich erledige noch den Online-Visa-Antrag für Australien, dann gehe ich schlafen.
(130km, 4½h unterwegs ohne Prambanan)

Do 21.05.2015
Gegen 8h klopft es. Mein Frühstück, ich will aber nicht im Zimmer essen. Etwas später gehe ich in die Lobby und frage ob sie mir Mie Rebus machen können. Sie sind erstaunt, dass ich nicht die angebotenen Toastbrote will. Nach 10 Minuten habe ich meine Nudeln zum Frühstück. Um 9h fahre ich los. Die Strasse ist sehr gut und kein Verkehr. Die Gegend hier ist fast gebirgig. Die ersten 50km geht es der Küste entlang. Mehrmals geht es hoch bis zu 400müM. Bei Wonocoyo geht es ins Landesinnere. Nun geht es richtig in die Berge bis auf fast 800müM. Mein Navi führt mich auf eine immer schmalere Strasse. Die ist zwar meistens nicht schlecht aber z.T. sehr schmal. In der Nähe von Toko sehe ich einen Wegweiser "Roda 4" (4-Rädrig), der zeig auf einen steilen Weg mit betonierter Spur. Ich bleibe auf der normalen Strasse. Aber 300m weiter fehlt die Brücke über den Fluss. Es hat nur einen Steg für 2-Räder. Wenden auf engstem Raum und zurück zum Wegweiser. Vor mir fährt ein Lieferwagen diesen Weg hinunter. Der ist allerdings kleiner wie mein Auto. Es geht steil bergab. Nur die Fahrspur ist betoniert. Bei einer Barriere wollen sie 5000 IDR, aber sie lassen mich passieren ohne zu bezahlen. Kreuzen ist hier unmöglich. Irgendwo streife ich einen Baum, Blätter und Rinde fallen herunter, aber keinen Schaden. Bei einer 2.Barriere wollen sie 2000 IDR, die bezahle ich denn auch. Nach 1.3km habe ich es geschafft und bin zurück auf einer richtigen Strasse. Bis Prigi sind es noch 9km. Pondok Prigi liegt etwa 4km ausserhalb des Ortes. Da war ich 1997 schon einmal. Es ist aber alles neu. Mein Zimmer mit Aussicht aufs Meer ist gross und teuer (500'000 IDR = 40 CHF). Beim Zurückgehen stelle ich fest, dass der Reifen vorne rechts Luft verliert. Ich fahre in den Ort um den Reifen zu reparieren. Ein Stück einer Motorradkette steckt im Reifen. Für 20'000 IDR wird das schnell repariert. Auf dem Rückweg halte ich Ausschau nach anderen Unterkünften. Es gibt nur eine am Strand und da ist niemand. Zurück im Pondok Prigi richte ich mich ein und bestelle Nudelsuppe und dazu ein Bier. Ich esse dann im Restaurant bei der Rezeption, das allerdings nicht in Betrieb ist. Der Chef scheint immer noch der gleiche zu sein wie vor 18 Jahren, aber ich kann mich nicht an sein Gesicht erinnern. Er wohnt vis a vis und hat da einen kleinen Laden. Von da kommen das Essen und das Bier. Er ist am Erweitern, er baut ein kleines Restaurant. Einer der Angestellten spricht gut Englisch. Er will viel wissen. Später lade ich mein Motorrad ab. Apero am Strand. Bereits um 17h geht die Sonne hinter den Bergen unter. Um 19h fahre ich mit dem Motorrad nach Prigi zum Nachtessen. Es gibt fast nur kleine Essstände, keine richtigen Restaurants. Ich esse Mie Ayam Bakso. Hat einen guten Geschmack, ist aber ziemlich ölig. Der Besitzer kann ein wenig englisch. Wir reden ziemlich lange. Um 20h fahre ich zurück. In der Nachbarschaft findet eine Hochzeit statt mit lauter Musik, wie hier üblich.
(124km, 4½h unterwegs inkl. Reifenreparatur)

Fr 22.05.2015
Um 8h gehe ich zum "Restaurant". Meine Mie Kuah (Nudelsuppe) ist nicht wie versprochen bereit. Es geht aber nicht lange bis sie serviert wird. Dazu indonesischen Kaffee mit Büchsenmilch (Bären Marke) ohne Zucker. Später gehe ich schwimmen und lege mich nachher an den Schatten auf eine schmale Bank. Kein Mensch weit und breit. Zurück im Zimmer öffne ich die ganze Fensterfront zum Balkon. Das gibt ein angenehm luftiges Klima. Ich plane meine weitere Reise und beschliesse noch bis Sonntag hier zu bleiben. Zu Bier und Mie Goreng ins "Restaurant". Einer der Organisatoren eines Firmenausflugs mit 25 Leuten setzt sich zu mir. Wir reden eine Weile, dann mache ich mich auf zu einem Strand-Spaziergang. Ich nehme das Apero-Material mit. Bis zu den Felsen am südlichen Ende sind es etwa 1.5km. Da setze ich mich hin und warte auf den Sonnenuntergang. Es ist eine friedliche Stimmung mit den Fischerbooten und Kindern die am Strand fischen. Es ist Ebbe, darum ist das Meer ziemlich weit zurück. Zurück im Zimmer eine warme Dusche. Zum Nachtessen fahre ich wieder nach Prigi. Ich finde ein kleines schönes Restaurant. Die Auswahl ist aber sehr beschränkt. Mie Goreng mit Ei schmeckt gut und ist sehr billig. Inkl. 2 Teh Manis Dingin kostet es nur 13'000 IDR = 1 CHF! Ich bin aber der einzige Gast im modern eingerichteten Lokal. Um 21h bin ich zurück und bald im Bett.

Sa 23.05.2015
Heute sind viele Leute im "Restaurant". Die 25 Leute vom Firmenausflug der Bank. Sie sind erst gestern um 17h angekommen und werden bereits um 10h wieder zurückreisen. Nachher gehe ich wieder schwimmen und lege mich auf die Bank. Heute hat es viele Boote mit Ausflüglern die bis zu unserem Strand und wieder zurück fahren, aber ohne Stopp bei uns. Nach 2h zurück ins Zimmer, da ist es bequemer. Beginne mit der Planung für Bali – Lombok. Im "Restaurant" esse ich Nasi Goreng, dazu ein Bier. Zum Sonnenuntergang setze ich mich auf "meine" Bank. Nach 16h sind relativ viele Leute neu angekommen. Ich bekomme ein junges Paar als Nachbarn. Die 4 Zimmer in meinem Haus sind nun alle belegt. Zum Nachtessen fahre ich zum nahen Pantai Pasir Putih, da gibt es einen kleinen Warung. Das Nasi Goreng ist nicht wirklich gut, dafür wieder billig wie gestern. Um 20h bin ich bereits wieder zurück. Höre noch etwas Musik, dann schlafen.

So 24.05.2015
Gegen 8h will ich mein Motorrad verladen. Kann meinen Lastwagen wieder nicht starten. Zu fünft schieben wir ihn zurück, damit wir überbrücken können. Ich lasse ihn dann 30 Minuten laufen, während ich das Motorrad verlade. Ich parkiere so, dass das Überbrücken einfacher wäre, falls nochmals nötig. Dafür ist nun mein Frühstück fertig. Nachher fertig packen und Check out. Um 9.30h fahre ich los. Nach Prigi führt mich mein Navi auf eine bis zu 20% steile Strasse. Die ist zwar gut, aber sehr schmal. Zum Glück nur Motorräder als Gegenverkehr. Es geht hoch bis auf 400müM und wieder runter. Nachher wird es flach. In Bandung tanke ich. Es hat viel Gegenverkehr. Alle wollen nach Prigi. Bei Talung Agung komme ich auf die Hauptstrasse. Ab jetzt hat es viel Verkehr, dafür ist die Strasse gut. Bis Kediri geht es flach weiter. Um 12h bin ich da. Ab hier geht es ab in die Berge. Eine schöne abwechslungsreiche Gegend. Bei Ngantang findet ein Fest statt. Die Polizei führt den Verkehr in meiner Richtung durch kleine Dörfer am Fest vorbei. Die Gegenrichtung muss warten. Kurz nachher, in Selorejo mache ich an einem See auf 700 müM eine Pause und esse eine Nudelsuppe. Nach ½h fahre ich weiter. Bis zum Wasserfall Coban Rondo sind es 23km. Nach 1h bin ich um 14.30h auf dem Parkplatz auf 1350 müM! Von da führt ein breiter betonierter Weg zum 84m hohen Wasserfall. Da es Sonntag ist, hat es viele Leute. Es ist kühl hier. Das Wasser fällt über eine senkrechte Wand. Beim Aufprallen gibt es eine Gischt, alles wird feucht. Hier war ich 1997 schon einmal. Nach ½h fahre ich weiter. Nun geht es steil bergab nach Batu auf knapp 1000 müM. Die ersten beiden Hotels passen mir nicht. Ich fahre zum Hotel Kampung Lumbung etwas ausserhalb von Batu. Das ist eigentlich ein kleines Dorf mit 24 Zimmern. Mein Zimmer ist im Haupthaus mit schöner Aussicht über das Tal. Es ist ein Eco-Hotel und ziemlich teuer (500'000 IDR = 40 CHF) dafür gibt es einen Willkommens-Snack. Den schönen Pool benutze ich nicht, weil es zu regnen beginnt. Ich richte mich ein, dann gehe ich ins Café um meinen Snack zu geniessen. Zum Nachtessen bleibe ich in der Anlage. Im Café treffe ich ein Paar aus Yogyakarta. Wir unterhalten uns lang während ich Ayam Penyet esse und ein Bier geniesse. Zurück im Zimmer plane ich noch den morgigen Tag.
(171km, 6½h unterwegs inkl. Wasserfall)

Mo 25.05.2015
Beim Frühstücks-Buffet treffe ich Surya & Lala das Paar aus Yogyakarta wieder. Um 10.15h fahre ich los. Um 11h bin ich in der Nissan Garage in Malang. Die verkaufen weder Batterien noch Reifen. Sie sind aber sehr hilfsbereit. Anton ein Angestellter kommt mit mir zum "Shop & Drive". Dort haben sie meine Batterie aber auch nicht auf Lager. Gegen 500'000 IDR Anzahlung besorgen sie mir eine ähnliche (100 anstatt 110 Ah) bis morgen. Von da geht es weiter zu einem Reifenhändler. Die meinen stolz, dass sie meine Dimension an Lager haben. Auch die Lastkennzahl soll stimmen. Wir starten die grosse Reifentausch-Aktion. Vorne werden die Reserve-Räder montiert. Bei einem ist das Ventil defekt. Es wird ersetzt. Bevor die neuen Reifen aufgezogen werden prüfe ich die Bezeichnung und siehe da, die Lastkennzahl stimmt nicht (Soll: 106 = 950 kg, Ist: 95 = 690 kg). Sie meinen natürlich, das sei das gleiche. Aber ich verzichte. Ich lasse die besten alten Reifen auf die Hinterachse montieren. Alles zusammen kostet 60'000 IDR = 5 CHF! Die 40'000 Rückgeld gebe ich Anton für seine Hilfe. Ich fahre mit ihm zurück zur Nissan Garage. Da waschen sie mir noch das Rad, damit nicht alles verschmutzt im Innenraum. Um 13.30h fahre ich dann los um ein Hotel zu suchen. Das Tychi Hotel passt mir. Das Zimmer ist klein aber gut und es ist relativ nahe beim Zentrum (265'000 IDR = 20 CHF). Ich richte mich ein und erledige meinen Bürokram. Apero auf einer Bank vor meinem Zimmer im Innenhof. Zum Nachtessen gehe ich ins Zentrum. Nahe dem Tugu gehe ich ins "Kertanegara". Ein schönes Restaurant mit Tischen im Garten und Live Musik. Das Essen ist teuer (144'000 IDR) aber gut, Hot Plate Sapi an Chili Sauce mit viel Fleisch. Auf dem Rückweg schaue ich mir noch den "Rumah Makan Inggil" an, da werde ich morgen hingehen. Zurück im Hotel lese ich meine Emails. Die Australische Einwanderungsstelle IMMI will von mir ein Röntgenbild des Oberkörpers, die spinnen, aber ich muss das wohl machen. In Denpasar gibt es eine lizenzierte Klinik finde ich heraus.
(24km, 3 ¾ h unterwegs inkl. Batterie und Reifen)

Di 26.05.2015
Vor dem Frühstück suche ich die Geschäftsstelle meiner Autoversicherung in Malang im Internet. Sie liegt am Weg wenn ich meine Batterie hole. Das Frühstück wird pünktlich um 8h in Zimmer serviert. Nichts Besonderes, Reis & Tee in Styropor verpackt. Gegen 10h mache ich mich zu Fuss auf den Weg. Zuerst zur Mandiri Bank um Maria Geld zu überweisen. Von da durch Nebenstrassen zum Pasar Bunga (Blumenmarkt), dann gleich nebenan zum Pasar Senggol (Vogelmarkt). Da gibt es alles zum Vögle halten. Inkl. Katzenfutter, damit diese die Vögle nicht fressen??? Tausende von Vögeln. Dazu Käfige vom einfachsten bis prunkvollsten. Auch lebendes Vogelfutter wie Würmer und Käfer wird verkauft. Es juckt unweigerlich wenn man das sieht. Der Markt liegt am Fluss, da leben Leute in einfachsten Verhältnissen. Weiter zum Taman Rekreasi, dem Erholungspark von Malang. Da gibt es Kinderspielplatz und einen Swimming Pool. Es hat viele Kinder. Maria ruft an, Mama will nun doch nicht nach Jakarta zu ihrer andern Tochter während Maria nach Bali kommt. Sie weiss nicht was sie machen soll. Ich sage ihr, dass sie Mama fragen soll. Meine Batterie ist bereit. Ich mache mich auf den Weg ins Hotel. Total sind es total mehr als 4km zu Fuss. Um 12h bin ich beim "Shop & Drive". Dort bauen sie mir die neue Batterie ein. Auf dem Rückweg besuche ich das Büro meiner Autoversicherung. Es scheint möglich zu sein die Versicherungen für Auto und Motorrad um 2 Monate zu verlängern. Ich unterschreibe den Antrag und fahre dann zurück ins Hotel. Vor dem Hotel esse ich bei einem fahrenden Ess-Stand Mie Pangsit. Gegen 17h gehe ich zum Pangkas (Coiffeure) da er am Nachmittag geschlossen war, warten viele Leute. Ein älterer Herr spricht englisch. Der Haarschnitt kostet sagenhafte 7000 IDR = 0.60 CHF! Die Kinder haben einen Riesenspass mit dem Bule, mit mir. Zum Nachtessen gehe ich in den "Rumah Makan Inggil". Das Ayam Bakar mit Reis ist sehr gut (Gegrilltes Poulet). Es hat viele Indonesische Gäste und Live Musik. Meist singen die Gäste selber. Es herrscht eine gute Stimmung. Beim Bezahlen (70'000 IDR) bedankt sich mein Kellner dafür, dass ich wieder gekommen bin.
(11km und 4km zu Fuss)

Mi 27.05.2015
Frühstück wieder pünktlich um 8h, diesmal mit Nudeln. Um 9.45h fahre ich los. Am Anfang hat es sehr viel Verkehr. Bei Krebet verlasse ich die Hauptstrasse. Es hat hier wenig Verkehr. Bei Turen komme ich wieder auf die Hauptstrasse. Ab hier geht es auf einer zwar guten, aber schmalen Strasse weiter. Ab in die Berge. Der Verkehr besteht hier etwa zur Hälfte aus Kleinlastern. Fast der ganze Rest sind Motorräder. PKW hat es fast keine. Das Kreuzen mit den Kleinlastern ist meist nur sehr langsam möglich und Überholen ist fast unmöglich. Dafür ist die Gegend sehr schön. Nach 2h und 66km halte ich an und sehe mir die Goa Tetes Wasserfälle an. Dafür gehe ich zuerst 1km relativ eben aus, aber dann geht es auf einem steilen Weg hinunter zum Wasserfall, etwa 150m. Die letzten 10 Höhenmeter spare ich mir, in der Annahme die Aussicht wird nicht besser. Im Nachhinein stelle ich fest, dass es da Höhlen gegeben hätte. Goa heisst Höhle. Die habe ich verpasst. Der steile Aufstieg hat es in sich, ziemlich schwitzig! Nach 1h bin ich zurück und fahre weiter. Es geht hoch bis über 800 müM. Dann steil und kurvenreich wieder bergab. Es hat der Strasse entlang kleine Warungs von denen aus man hinunter in die Ebene sieht, ziemlich spektakulär die Aussicht. Bei einem dieser Warungs mache ich Mittagspause. Nach ½h fahre ich weiter. Bei Tempeh gerate ich in einen Stau. Sie reparieren die Brücke, darum ist sie nur einspurig befahrbar. Ich brauche für 900m geschlagene 23 Minuten. Hier hat man das Gefühl es gibt nur Lastwagen die Sand vom Depot A nach Depot B transportieren. Vor der Brücke sind es Kleinlaster, nachher richtige Lastwagen total überladen. Die fahren dann mit 20 km/h und demolieren die Strasse. Überall hat es diesen grauen Sand am Strassenrand bis weit hinein nach Lumajang. Den Homestay "Rumah Kita" finde ich auf Anhieb. Ich will aber noch die beiden andern Hotels anschauen, aber ich finde sie nicht. Ich fahre zurück zum Rumah Kita. Beim Parkieren nehme ich gleich 2 Leitungen mit. Aber nichts ist passiert. Mein Zimmer ist sehr klein und das Internet funktioniert nicht wirklich. Aber für 250'000 IDR kann man nicht alles haben. Dafür sind die Leute sehr zuvorkommend. Apero am Fluss gleich unter meinem Zimmerfenster. Es ist ziemlich laut, weil die grosse Moschee nur 100m entfernt ist. Zum Nachtessen gehe ich auf die andere Seite der Brücke ins B29 Resto. Ayam Kremes schmeckt gut. Nachher spaziere ich noch etwas herum. Das eine Hotel das ich nicht gefunden habe hat einen neuen Namen. Gegen 21h bin ich zurück und gehe bald schlafen.
(121km, 5½h unterwegs inkl. Wasserfall)

Do 28.05.2015
Kaum öffne ich meine Zimmertür, wird mein Frühstück serviert. Ich habe gestern Abend nach Nudelsuppe mit Ei gefragt. Nachher packen. Nach 9h fahre ich los. Ausserhalb der Stadt führt die Strasse während 22km einem Kanal entlang. Es hat viele Zuckerrohr-Felder, die nun geerntet werden. Darum hat es manchmal sehr langsame Lastwagen unterwegs. Die kann man aber meistens problemlos überholen. Nachher habe ich einen mühsamen Fahrer mit SUV vor mir anstatt zu fahren, ist er dauernd am Hupen. Bevor ich mich total nerve, stoppe ich in Pecoro zum Tanken. Vor Jember verdichtet sich der Verkehr. Ich umfahre die Stadt nach eigenem Plan. Mein Navi stürzt zuerst einmal ab, dann zeigt es mir den Weg aber wieder zuverlässig. Ab Jember geht es wieder in die Berge. Die Strasse ist gut, aber es hat manchmal riesige Lastwagen mit Anhänger, die mit 10 km/h in den steilen Passagen unterwegs sind. Die Gegend ist schön mit vielen Plantagen wie Reis, Zuckerrohr, Kaffee, Kakao usw. Um 12.15h bin ich in Kalibaru. Das erste Hotel ist zwar gut aber teuer. Ich fahre weiter zum Margo Utomo Agro Resort auf etwa 430müM. Das gefällt mir viel besser, es ist aber auch teuer (500'000 IDR). Sie haben noch eine weitere Anlage etwa 3km weiter. Ich fahre dorthin. Das Hill View Resort liegt am Fluss und ist schön angelegt, aber ich wäre der einzige Gast. So fahre ich zurück. Um 13h bin ich da und richte mich ein. Nachher gehe ich zum Schwimmen an den schönen Pool. Es ist ziemlich ruhig hier. Man hört vor allem Vögel und Kühe. Ab und zu einen Zug vom nahen Bahnhof und natürlich die verschiedenen Moscheen. Es ist windig, man weiss nie wann es zu regnen beginnt. Die Anlage besteht aus Reihen-Bungalows die sind sehr geschmackvoll angelegt und eingerichtet. Apero auf meiner Veranda. Ich rede mit einem Paar aus Holland, die gegenüber wohnen. Nachtessen im Heliconia Restaurant in der Anlage. Auch sehr geschmackvoll eingerichtet und nach 3 Seiten offen. Mein Nasi Campur schmeckt sehr gut. Reis mit verschiedenen Zutaten wie Sate, Gemüse, Poulet, …  dazu ein Bier. Alles ziemlich teuer (125'000 IDR), aber man gönnt sich ja sonst nichts. Um 22h bin ich im Bett.
(121km, 4h unterwegs)

Fr 29.05.2015
Um 8h gehe ich zum Frühstück. Sie kochen mir Mie Kuah (Nudelsuppe). Das geht eine Weile weil sie "richtige" Nudeln verwenden. Das Buffet ist nicht überragend. Speziell ist, dass Kaffee, Milch, Butter, Käse und Brot vom eigenen Hof kommen. Später erkunde ich den Hof und die Plantagen. Sie habe etwa 100 Kühe und Kälber und verarbeiten die Milch vor Ort. Eine einfache Zucker-Kocherei ist auch vorhanden. Eine alte Frau betreut 3 Kochstellen die mit Holz befeuert werden. Weiter durch die Kaffeeplantage. Da hat es auch Kokospalmen, Zuckerpalmen und Bananenstauden, da die Kaffee-Pflanzen Halbschatten bevorzugen. Etwas weiter gibt es Zuckerrohr- und Maisfelder. Es gibt noch andere Pflanzen, aber die kenne ich nicht. Einem Wasserkanal folge ich zurück ins Dorf. Da gibt es min. 4 Moscheen und den Bahnhof, die alle für die Ruhestörung am frühen Morgen verantwortlich sind. Nach einer Stunde bin ich zurück, hole meinen Drucker aus dem Auto und gehe zum Pool. Vor dem Apero drucke ich noch den Reiseführer für Bali und Lombok aus. Zum Nachtessen wieder ins Heliconia. Bistik Sapi (Geschnetzeltes Rindfleisch) mit Gemüse und Pommes schmeckt sehr gut. Um 21h bin ich zurück, höre noch etwas Musik und gehe bald schlafen.

Sa 30.05.2015
Beim Frühstück bin ich alleine, kein Buffet. Sie bereiten alles nur für mich. Zuerst Brot mit Mozzarella vom Hof, dann Mie Kuah. Es ist ein regnerischer Tag. Ich installiere die Navi-Software neu auf meinem Bordcomputer. Die ist in letzter Zeit des Öfteren abgestürzt. Dabei stelle ich fest, dass meine Begegnung mit einem Baum auf dem Weg nach Prigi doch Spuren hinterlassen hat. Eine Kratzspur auf der ganzen Länge des Ausbaus. Im Dorf gehe ich Crackers einkaufen. Komme rechtzeitig vor dem nächsten Regen zurück. Dann erledige ich diverse Büroarbeiten. Es regnet immer wieder. Ich bin heute der einzige Gast und mit Namen am Eingang notiert! Apero bei strömendem Regen auf meiner Veranda. Ich weiss nicht, wann ich zum letzten Mal einen ganzen Tag ohne Sonne erlebt habe. Es ist schon sehr lange her! Zum Nachtessen bin ich wieder alleine, bin ja der einzige Gast. Sapi Stroganoff schmeckt gut, hat aber nichts mit Stroganoff zu tun wie wir es kennen. Nachher höre ich Musik bis ich einschlafe.

So 31.05.2015
Vor dem Frühstück gehe ich zum Stall um dort für Maria die Milchverarbeitung zu fotografieren. Maria glaubt mir nicht, dass sie hier Mozzarella produzieren. Heute wird aber kein Käse produziert. Nach dem Frühstück fertig packen. Um 9.30h fahre ich los. Bis zur Fähre sind es 70km. Nach 2h bin ich da. Das Verladen geht sehr speditiv (230'000 IDR), bereits nach 10 Minuten legen wir ab. By By Java! Ich war total 1854km in Java unterwegs, während 49 Tagen, davon allerdings 12 Tage in Malaysia und Medan. Nun heisst es alle Uhren umstellen, Bali ist 1h vor Sumatra und Java. Die Distanz Java-Bali ist nur knapp 5km, es dauert aber mehr als 1h bis wir in Gilimanuk anlegen. Wir müssen lange auf einen Anlegeplatz warten. Es sind zu viele halbleere Fähren unterwegs. Auch meine ist mit keinen 10 Fahrzeugen weit unterbelegt. Trotzdem parkieren sie uns so, dass wir kaum aussteigen können. Um 13.45h Bali-Zeit geht es weiter. Nach 14km habe ich mein erstes Zwischenziel erreicht. Das Melaya Beach Resort ist neu und besteht nur aus 4 Bungalows und einem schönen Swimmingpool. Das Restaurant ist noch nicht offen, aber sie servieren bei den Bungalows. Ich beschliesse hier zu bleiben. Meine üblich Frage nach Rabatt wird stattgegeben, 400'000 statt 500'000 IDR. Etwa 800m dem Strand entlang gibt es ein lokales Restaurant. Da gehe ich hin, esse etwas und trinke ein Bier. Zurück beim Bungalow gehe ich im Pool schwimmen. Da treffe ich meine Nachbarin aus Amerika. Die leben seit 4 Monaten in diesem Bungalow. Apero unter einem der Schilfbedeckten Sonnendächer. Der einzige Nachteil dieses Resorts, Internet und Telefon funktionieren sehr schlecht. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins lokale Restaurant. Es hat viele Gäste ich warte 45 Minuten auf meinen Ikan Bakar. Es hat sich gelohnt, der gegrillte Fisch schmeckt sehr gut. Zurück im Bungalow noch etwas Musik hören, dann schlafen.

Mo 01.06.2015
Heute bin ich seit 3 Jahren unterwegs! Mein Frühstück wird am Pool serviert. Sie haben es sogar geschafft Mie Kuah für mich zu organisieren. Um 9.45h fahre ich los. Die Strasse ist gut. Meist wie eine Allee, mit Bäumen auf beiden Seiten. Das hat den Nachteil, dass man die ab und zu vorhandenen Löcher in der Strasse schlecht sieht. Es hat einige dieser überladenen Lastwagen unterwegs, die wenn es bergauf oder bergab geht nur noch mit 10-20 km/h unterwegs sind. Wenn es mehrere sind, wird das Überholen zum Problem. Dafür ist die Aussicht schön, viele Reisfelder und manchmal auch Strände. Bis Badung geht es ziemlich zügig voran, 100km in 2½h. Dann wird es mühsam. Fast durchgehend Stau bis Kuta. Ich brauche für die letzten 22km 1¼h! Die letzten 400m bis zum Hotel sind eine Herausforderung. Die Strasse ist sehr schmal, es hat Dächer die bedrohlich nahe an meinen Aufbau kommen und viele Motorräder die entgegen kommen. Einmal müssen 5 Rollerfahrer wenden damit ich durchfahren kann. Um 13.30h bin ich beim Pop! Hotel. Die haben ein Zimmer für mich (348'000 IDR, wie überall). Ich richte mich ein. Dann gehe ich zum berühmten Kuta Beach, 5 Minuten zu Fuss vom Hotel. Dort esse ich im Schatten der grossen Bäume eine Bakso (Knödelsuppe). Wieder zurück auf einem anderen Weg, der wäre viel besser gewesen um mit meinem Lastwagen zum Hotel zu fahren. Aber das wusste mein Navi nicht. Gehe kurz im Pool schwimmen. Zum Sonnenuntergangs-Apero zurück an den Strand. Es hat viel mehr Leute in Kuta als vor 8 Jahren, als ich das letzte Mal hier war. Dafür verteilen sich auch die Händler auf mehr Leute, man wird nicht dauernd angesprochen. Zum Nachtessen gehe ich ins "Balcony", vom Lonely Planet empfohlen. Das Gordon Bleu ist sehr gut und sehr teuer (113'000 IDR) das Bier ist dagegen schon fast ein Schnäppchen (43'000 IDR). Nachher schlendere ich durch die schmalen Strassen. Da war es das letzte Mal an einigen Stellen noch richtig dunkel bei Nacht. Jetzt hat es überall Restaurants, Läden, Massage, Tattoos … Gegen 22h bin ich zurück und rufe noch Magi an, sie hat heute Geburtstag.
(122km, 3¾h unterwegs)

Di 02.06.2015
Gegen 8h gehe ich zum Frühstück, Morning Bite wie sie das in den Pop Hotels nennen. Wie üblich gibt es Reis mit verschiedenen Beilagen, verpackt in Bananenblätter. Dazu Kaffee mit richtiger Milch. Gegen 11h gehe ich per Motorrad auf Hotelsuche. Insgesamt besuche ich über 15 Hotels, Resorts und ähnliches. Preise von 200'000 bis 1'500'000 IDR. 3 Angebote finde ich interessant. Sie kosten von knapp 300'000 bis 370'000 IDR pro Nacht für 3 Personen. Ich werde das mit Maria besprechen. Zurück bin ich nach etwa 4h. Ich kann mein Zimmerwechseln, da im aktuellen Zimmer die Klimaanlage nicht funktioniert, man dafür eine andere Anlage die ganze Nacht ziemlich laut Brummen hört. Im neuen Zimmer funktioniert die Klimaanlage auf jeden Fall, es ist eisig kalt. Ich richte mich ein und gehe nachher zum Sonnenuntergangs-Apero an den Strand. Die meisten Touristen sind aus Indonesien, das hätte ich nicht erwartet. Zum Nachtessen frage ich nach einem Restaurant mit Pizza. Sie schicken mich ins Warung Totemo gleich in der Nähe. Die Pizza ist kein Hit, aber es ist ein gemütliches Lokal und nicht sehr teuer (85'490 IDR = 7 CHF). Nach 21h bin ich zurück. Es ist immer noch nicht klar wer für Mama schaut während Maria's Abwesenheit. Das Hotel werden wir morgen aussuchen.

Mi 03.06.2015
Nach dem Frühstück fahre ich ins Andika House um das Zimmer für morgen zu reservieren. Maria hat mir gesagt, ich solle entscheiden. Zurück im Hotel setze ich mich mit meinem Notebook in die Lobby und beginne mit dem Aussuchen der Bilder für die neue Internetseite. Zum Lunch gehe ich in ein kleines Warung. Dort frage ich wo ich einen Helm kaufen kann. Sie gibt mir einen Namen an der Jalan Legian. Ich fahre mit dem Motorrad los. Finde es aber nicht auf Anhieb. Ich frage nach dem Weg. Ein Junger kommt gleich mit seinem Roller mit. Wir besuchen 2 verschiedene Läden. Im zweiten hat es ungefähr was ich suche. Er will 500'000 ich will max. 300'000 IDR (24 CHF) bezahlen. Ich bekomme den Helm auch für diesen Preis, der ist aber immer noch doppelt so hoch wie üblich, wie ich am nächsten Tag merke. Zum Apero wieder an den Strand. Zum Nachtessen in einen chinesischen Warung. Babi (Schwein) an Chili-Sauce. Ganz schön scharf, aber sehr gut. Zurück im Hotel, lade ich noch Dateien für Manuel auf meine "Wolke". Er will versuchen die Viago-Navi-Software auf seinem Android zu installieren.

Do 04.06.2015
Nach dem Frühstück packe ich und verlade mein Gepäck. Mit dem Motorrad fahre ich zum Andika House. Zu Fuss zurück, das sind nur 5 Minuten. Dann fahre ich mit dem Auto hin. Bei der Einfahrt gibt es einige neue Kratzer am Aufbau von hervorstehenden Armierungseisen. Dann richte ich mich ein. Das Internet funktioniert entgegen der Behauptung meines Nachbars sehr gut. Es ist sehr angenehm hier. Einen schönen Garten mit schönem Pool, direkt unter meinem Balkon. Ich mache weiter mit der neuen Internetseite. Um 12h ein Bad im Pool, da treffe ich meinen Nachbar. Später gehe ich in einen kleinen Warung "Bu Lingga", 10m von meinem Zimmer entfernt und esse eine Nudelsuppe. Dann erkunde ich meine neue Umgebung. Ich finde u.A. eine Wäscherei die per Kilo verrechnet und das "Swiss Restaurant". Zurück im Zimmer, weiter mit der Internetseite und Bilder hochladen für Kai & Theresa, die haben mir auch ihre Bilder bereitgestellt. Vor dem Apero auf meinem Balkon noch ein Bad im Pool. Zum Nachtessen gehe ich ins "Swiss Restaurant". Da sitzen 2 Herren und eine Balinesierin an einem Tisch und laden mich an ihren Tisch ein. Es stellt sich heraus, dass der eine der Besitzer ist mit seiner Frau, der andere ein Pensionierter aus der Schweiz, der bereits seit 15 Jahren hier lebt. Der Besitzer Jon Zürcher war bis vor kurzem Schweizer Konsul in Bali und weit herum berühmt. Ich habe auch schon von ihm gehört. Der Wurst-Käse-Salat ist gut, dazu gibt es Brot und natürlich Bier. Suci, Jon's Frau hat extra für ihn Maccaroni mit sehr guter Sauce gekocht, weil er 5 Tage weg mit Gästen unterwegs war. Ich muss auch davon essen. Es tauchen noch 2 junge Schweizer auf, die Gerber-Fondue und Aromat für Jon mitbringen. Es ist ein geselliger Abend. Junge Verwandte führen traditionelle balinesische Tänze vor. Um 23h ist Schluss, das Restaurant schliesst und ich gehe nach Hause.

Fr 05.06.2015
Zum Frühstück ins "Bu Lingga". Die machen mir einen guten grossen Kaffee und Mie Kuah. Später mache ich mich auf den Weg ins Spital um mich für das australische Visum röntgen zu lassen. Da wollen sie meinen Pass kopieren. Ich muss feststellen, dass ich den zwar bereitgestellt, aber nicht eingepackt habe. Also wieder durchs Verkehrschaos zurück in mein Zimmer. Punkt 12h bin ich wieder im Spital. Nach ½h ist alles erledigt. Ich fahre zur Mandiri Bank um Maria und Martha Geld zu Überweisen. Martha, Maria's Schwester, wird nach Medan kommen um für Mama zu sorgen während wir in Bali/Lombok unterwegs sind. Natürlich hat sie kein Geld für den Flug und niemand fühlt sich verantwortlich von den andern 4 Geschwistern. Ich will nicht, dass Maria am Schluss wegen 120 CHF nicht kommt, darum schicke ich Martha die 1'500'000 IDR. Zum Mittagessen suche ich Bakso, finde aber nirgends. In meiner Strasse gibt es das "Tan Poh", da esse ich einen Hamburger, dazu ein Bier. Nachher schwimmen im Pool und dösen im Liegebett am Schatten im schönen Garten. Zum Sonnenuntergang wieder an den Strand. Da heute Freitag ist, gehe ich wieder ins "Swiss Restaurant" um mein traditionelles Gordon Bleu zu essen. Die andern am Tisch Würfeln. Ich schaue nur zu. Nach 22h gehe ich zurück.

Sa 06.06.2015
Heute bin ich seit 2 Jahren in Indonesien. Es regnet kurz. Nachher gehe ich zum Frühstück ins "Bu Lingga". Danach bringe ich meine Wäsche zum Waschen (25'000 IDR = 2 CHF für knapp 2 kg). Mache weiter mit meiner neuen Internetseite. Dazwischen 2 Stunden Pause am Pool. Nachher stelle ich fest, dass ich wieder einmal Daten aus einem Word-Dokument in meine Seite kopiert habe. Das Resultat, die Seite ist nun 1800kB gross statt 80kB! Bis ich das behoben habe, sind 2h vergangen. Zum Sonnenuntergang wieder an den Strand. Auf dem Rückweg hole ich meine Wäsche ab. Zum Nachtessen gehe ich wieder ins "Swiss Restaurant", da ich Lust auf Kartoffelsalat mit Würstchen habe. Jon und Suci spielen mit Lisa Differenzler. Das ist nicht so interessant zum Zuschauen. Um 22h bin ich zurück.

So 07.06.2015
Nach dem Frühstück im "Bu Lingga" mache ich weiter an meiner Internetseite. Dazwischen eine Pause am und im Pool. Da komme ich mit meinem Nachbar Peter aus Australien ins Gespräch. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang bin ich fertig mit meiner Seite. Apero wie üblich am Strand. Zum Nachtessen schon wieder ins "Swiss Restaurant". Die angekündigten Batak-Sänger kommen nicht, sie sollen einen Anlass in der Kirche haben. Wieso wundert mich das nicht? Mein "Züri Gschnätzlets" mit Rösti ist sehr gut. Zwei junge Walliserinnen setzen sich zu uns. Um 22.30h bin ich zurück.