Tagebuch
Mo 08.06.2015
Frühstück wie üblich im "Bu Lingga". Nachher noch letzte Anpassungen an meiner Internetseite und verschicken der Emails. Da hier das Internet gut ist, lade ich noch die neusten Karten für Australien herunter. Währenddessen fülle ich die Visumsanträge für Maria & Efraim nach Australien aus. Um 14h mache ich mich per Taxi auf den Weg zum Flugplatz. Nach 20 Minuten bin ich bereits da (65'000 IDR). Maria & Efraim landen pünktlich um 14.45h. Bis sie allerdings bei mir sind vergeht noch ½h. Wir fahren wieder per Taxi zurück zu mir (95'000 IDR). Das Andika House gefällt ihnen. Wir gehen ins "Bu Lingga" um etwas zu essen. Zum Sonnenuntergang an den Strand. Da lässt sich Maria die Haare mit kleinen Zöpfchen verzieren im Rasta Look (150'000 IDR). Zum Nachtessen gehen wir ins "Swiss Restaurant", das habe ich Jon und Suci versprochen. Sie reisen morgen für 3 Wochen in die Schweiz. Das Menu ist heute Rahmschnitzel an Morchel Sauce mit Nüdeli, das hat mir Jon schon gestern verraten. Efraim und ich geniessen es. Maria isst natürlich etwas mit Reis. Um 22h sind wir zurück.
Di 09.06.2015
Spätes Frühstück im "Bu Lingga". Nachher wird der Pool in Beschlag genommen. Ich vervollständige die Unterlagen für die Visumsanträge. Mit dem Motorrad fahren wir zum "Depot Aneka" dem chinesischen Warung wo ich schon einmal gegessen habe. Anschliessend eine Rundfahrt durch Kuta und Legian. Wir suchen eine Möglichkeit um Passfotos zu drucken. Schlussendlich finden wir einen Laden (20'000 IDR). Ich drucke Maria's Antrag aus, damit sie alles kontrollieren kann während ich mit Efraim im Pool bin. Er will dann nicht mehr raus wenn Maria es verlangt, und schon ist der erste Ärger da. Apero am Pool. Zum Nachtessen wird uns ein junger Verwandter aus Medan, der jetzt in Bali lebt besuchen. Nach langem Suchen gehen wir ins Warung Totemo. Da kommt er mit seinem Freund per Motorrad hin. Sie kommen nachher noch zu uns, um meinen Lastwagen zu sehen. Um 23h sind wir zurück.
Mi 10.06.2015
Frühstück wie immer. Es gibt einen Stromausfall, natürlich jetzt wo ich die Unterlagen drucken will. Um 11.30h habe ich alles beisammen und wir fahren mit dem Taxi zum Benoa Square in der Nähe des Flughafens. Das ist das australische Visa-Zentrum. Wir müssen nicht lange warten. Sie wollen jedoch noch zusätzliche Unterlagen. Darum fahren wir zurück und drucken die gewünschten Dokumente aus, dann wieder zurück. Jetzt sind sie zufrieden. Maria muss noch schriftlich begründen wieso wir schon jetzt den Antrag für Dezember stellen. Um 17h sind wir zurück. Kaum hat man 5½h Zeit und 3'500'000 IDR aufgewendet, schon ist der Antrag gestellt! Apero im Garten. Zum Nachtessen gehen wir ins nahe "Tan Poh". Die Pizza ist nicht speziell gut weil sie Ketchup verwenden.
Do 11.06.2015
Nach dem Frühstück telefoniere ich zum x-ten mit Heri dem Versicherungsagenten. Endlich schickt er die Verträge, aber für ein Jahr, nicht für 2 Monate wie abgemacht. Nach langem hin und her telefoniere ich mit dem Chef in Medan. Er verspricht bis morgen eine Lösung zu finden. Morgen um 12h endet meine alte Versicherung. Ich könne die Versicherung nach 2 Monaten kündigen und werde den Rest meines Geldes zurückbekommen. Mal sehen. Zwischendurch gehen wir im Pool schwimmen. Apero am Pool. Ao Maria's junger Verwandter bringt uns in ein Restaurant. Da haben sie "Babi Guling" (Spanferkel), aber nur noch Reste. Ich und Efraim verzichten. Anschliessend fahren wir mit unseren Motorrädern zurück. Efraim und ich essen nochmals im nahen "Tan Poh", die andern trinken nur etwas. Um 22h sind wir zurück.
Fr 12.06.2015
Nach dem Frühstück verlade ich mein Motorrad. Dann packen wir alles zusammen. Mit dem Hauswart verhandle ich den Preis für die Zusatznacht. Wir einigen uns auf 290'000 + 40'000 IDR für den Strom für die ganze Woche. Um 11.15h fahren wir los. Zuerst zur Niederlassung der Bank Sinarmas um meine Versicherungsprämie zu bezahlen. Punkt 12h ist das erledigt. Zu diesem Zeitpunkt läuft meine alte Versicherung aus! Mein Navi schickt mich durch schmale Quartierstrassen auf die Hauptstrasse nach Padangbai. Die Strasse ist sehr gut, es hat aber viel Verkehr. Nach 1¼h sind wir in Padangbai. Das erste Hotel passt uns. Das Hotel Puri Rai (650'000 IDR) ist eine schöne kleine Anlage mit 3! Swimmingpools. Efraim ist begeistert. Unser Familienzimmer liegt direkt an einem der Pools und ist riesig. Wir haben 2 Kingsize Betten. Wir erkunden den Ort. Im Depot Segara essen wir etwas. Weil ich zum Geldautomaten gehe und darum erst später komme, bekommt Maria die Indonesische Speisekarte. Darauf ist vieles wesentlich billiger als auf der "Ausländerkarte". Der Fisch kostet nur ½ so viel! Nachher geniessen wir den Pool. Efraim beginnt nach Gegenständen zu tauchen. Bis 1.80m schafft er es bis am Abend. Apero am Pool. Zum Nachtessen bleiben wir im Hotel. Das Essen ist gut, aber teuer (161'700 IDR = 13 CHF).
(54km, 2h unterwegs)
Sa 13.06.2015
Das Frühstücksbuffet ist ziemlich mickrig, aber es gibt Omeletten und guten Kaffee. Wir beschliessen noch eine Nacht hier zu bleiben. Mit dem Motorrad fahren wir nach Tirta Gangga. Unterwegs in Karangasem habe ich wieder einmal einen Plattfuss. Muss das Motorrad etwa 400m weit schieben. Die Reparatur geht wie üblich zügig über die Bühne (20'000 IDR = 1.60 CHF). Tirta Gangga ist ein sehr schönes Gebiet mit Reisterrassen. Wir essen in einem kleinen Warung direkt an der Strasse, aber mit schöner Aussicht. Maria ist etwas enttäuscht. Man hat ihr etwas von Wasserfall und so erzählt. Es gibt nur einen künstlichen und den ersparen wir uns. Auf dem Rückweg wollen wir noch das Wasserschloss Istana Ujung ansehen, aber niemand scheint das zu kennen. Zurück im Padangbai fahren wir noch hoch auf den Hügel zum Bloo Lagoon Hotel um die Aussicht zu geniessen. Im Topi Inn isst Efraim Nasi Goreng und ich trinke ein Bier. Im Hotel sind wir gegen 16h und gehen sofort in den Pool. Nach dem Apero am Pool gehen wir nochmals ins "Depot Segara" Maria bestellt einen grossen Fisch für uns (50'000 IDR). Efraim nimmt nochmals Ikan Bakar wie gestern. Um 21h sind wir zurück.
(65km mit dem Motorrad)
So 14.06.2015
Vor dem Frühstück packen wir. Das Frühstücksbuffet ist fast leer. Sie machen uns auf intensiven Wunsch dann doch noch Mie Goreng. Kurz vor 10h fahren wir das kurze Stück zum Hafen. Bei der Einfahrt will ein Polizist sehen was wir geladen haben und meinen Fahrausweis. Mit dem Schweizer-Ausweis kann er nichts anfangen. Die Kopie des internationalen Ausweises genügt ihm nicht. Ich muss den Ausweis aus dem Safe holen. Er schaut ihn dann aber nicht an, will nur sehen ob ich ihn dabei habe. Unterdessen fährt die Fähre ab. Der Anfang eines idiotischen Tages. Wir verladen in die nächste Fähre. Um 11h fahren wir los. Die Fahrt sollte 4h dauern. Das Schiff ist frisch renoviert im Aussenraum gibt es keine Sitzgelegenheiten, dafür gibt es innen Liegeflächen. Zur Halbzeit essen wir Nudelsuppe und Bakso. Um 14h springt ein Mann vom Deck ins Meer. Ein "Mann über Bord" Manöver wird sofort eingeleitet. Ich bin zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zum Oberdeck. Die Mannschaft führt das Manöver sehr professionell durch. Der Mann verhält sich sehr komisch. Mal schwimmt er mal taucht er unter. Im letztmöglichen Moment, wir sind bereits nahe bei ihm, der Rettungsring nahe bei ihm, ein Matrose springt ins Wasser, da lässt er sich einfach absaufen, lässt alle Luft raus, damit er sicher nicht mehr hoch kommt. Ich sage zu Maria, dass das sehr nach Selbstmord aussieht. Später stellt sich heraus, dass er wirklich absichtlich gesprungen ist. Pro forma suchen sie noch nach ihm. Dann beginnt die ganze Polizei-Maschinerie zu laufen. Wir müssen an Ort Runden drehen bis ein Boot der Küstenwache eintrifft um den Unfallort zu Überwachen. Um 16h können wir endlich weiter nach Lembar dem Hafen auf Lombok. Um 17.15h sind wir da und fahren los. Wir fahren nach Mataram. Weil ich mein Navi falsch programmiert habe, drehen wir da noch eine Extrarunde. Ausserhalb der Stadt ist der Gegenverkehr unglaublich dicht. Das erste Hotel ist im Umbau. 1.5km vor dem nächsten Hotel geraten wir in einen Stau. Wir brauchen ¾h bis zum "Batu Bolong Cottages" in Senggigi. Es ist inzwischen 19.30h und wir haben keine Lust noch weiter zu suchen, zumal das Zimmer gut ist, direkt am Pool und Strand (700'000 IDR = 42 CHF). Hier erfahren wir auch den Grund für den Verkehrskollaps. Es ist das letzte Wochenende vor dem Beginn des Ramadan, darum fahren alle an den Strand und feiern. Zum Nachtessen bleiben wir gleich im Hotel. Ich rufe Trudi an, sie hat heute Geburtstag. Zurück im Zimmer telefoniere ich noch mit Muetti, auch Maria spricht mit ihr. Noch einen Whisky auf der Strandmauer, dann todmüde ins Bett.
(37km mit dem Auto und 72km mit der Fähre, 9½h unterwegs)
Mo 15.06.2015
Das Frühstück ist mickrig. Ich muss lange diskutieren bis ich meine Nudelsuppe bekomme. Sie steht im Menu, aber nicht für das Frühstück. Dafür ist sie dann gut. Nach dem Schwimmen im Pool, lade ich mein Motorrad ab. Maria will eine Perlenzucht anschauen. Ria hat ihr gesagt, dass wir das in Sekarbela bei Mataram sehen könnten. Wir fahren mit dem Motorrad hin (14km). Grosse Diskussion mit Maria. Die Leute schicken uns nach links, landeinwärts, ich behaupte Perlenzucht findet im Meer statt und das ist rechts. Nachdem uns der Dritte wieder ins Landesinnere schickt fahren wir dorthin. Aber ich habe Recht, da gibt es nur Perlen-Verkäufer, dafür min. 20 an einer Strasse. Maria schaut sich einige Perlenringe usw. an. Dann fahren wir zurück. Wir wollen am Strand etwas essen. Bis wir etwas finden sind wir schon weiter als unser Hotel. Ziemlich teuer, aber wenigstens am Strand. Wir fahren noch etwa 10km weiter, bis wir die Gili Inseln sehen. Zurück im Hotel, zum Sonnenuntergang Apero am Strand. Danach geniessen ich mit Efraim ein Bad in der Wanne. Die Australische Botschaft will noch die Geburtsurkunde von Efraim. Ich schicke sie per Email, wir haben sie zwar schon in Bali abgegeben, aber was will ich streiten. Zum Nachtessen gehen wir ins nahe "Alberto". Wir bestellen eine grosse Pizza. Auf dem Menu steht mit Peperoni, geliefert wird sie aber mit grünem Chili! Efraim spuckt sie gleich wieder aus. Sie entschuldigen sich, sie hätten keine Peperoni, darum mit Chili. Wir bekommen eine neue ohne Chili. Es ist die erste richtig gute Pizza in Indonesien mit selbst gemachtem Teig, im Holzofen gebacken. Zum Abschluss gibt es einen Limoncello gratis. Um 21h sind wir zurück.
(29km mit dem Motorrad)
Di 16.06.2015
Nach dem Frühstück suche ich Hotels auf Gili Meno im Internet. Es hat viele Hotels und Guest Houses, aber wenige sind am Strand. Z.T sind die Preise sehr hoch für Indonesien. Schwimmen im Pool, nachher Besuch bei den Fischern an unserem Strand. Von da gehen Efraim und ich zum Batu Bolong Tempel am Ende unseres Strandes. Maria ist das zu anstrengend. Zum Mittagessen fahren wir mit dem Motorrad zu einem kleinen Warung am Nachbarstrand, das Bier bringe ich selber mit. Das Essen ist gut und günstig. Auf dem Rückweg holen wir die Wäsche aus der Wäscherei ab. Nochmals Schwimmen im Pool. Wir telefonieren einigen Hotels auf Gili Meno. Das Beste ist ausgebucht. Apero zum Sonnenuntergang mit Blick auf den Vulkan Agung (3031 müM) auf Bali. Nachher nochmals telefonieren. Im Kontiki Cottage haben sie ein Familienzimmer für 600'000 IDR mit Meerblick frei. Wir reservieren für 2-3 Tage. Zum Nachtessen ins nahe "La Chill". Das Restaurant/Bar ist schön eingerichtet. Die Auswahl an Speisen ist nicht allzu gross, dafür teuer (302'000 IDR). Mein Fisch mit Salat und Kartoffel-Schnitzen ist gut, aber Maria's Nasi Goreng nicht. Zurück im Hotel telefoniere ich noch mit Markus, Stefan erreiche ich nicht.
Mi 17.06.2015
Vor dem Frühstück verlade ich mein Motorrad. Nach dem Frühstück fertig packen. Um 11h fahren wir los. Die Strasse führt kurvenreich die Küste entlang. Bereits nach 50 Minuten sind wir am Hafen von Bangsal. Von hier geht das Boot nach Gili Meno. Alle erzählen uns parkieren auf dem öffentlichen Parkplatz sei nicht sicher. Ich suche einen bewachten Parkplatz. Für den wollen sie natürlich Geld und nicht knapp (25'000 IDR/Tag), das entspricht hier einem halben Tageslohn! Das Boot wartet bis ich zurück bin. Dort erfolgt der nächste Abriss von uns verlangen sie doppelt so viel wir von den Einheimischen und meinen wir merken das nicht. Auf Gili Meno geht der Abriss gleich weiter. Die Pferdekutscher verlange 75'000 IDR für 400m. So teuer ist nicht einmal Zürich. Wir verzichten und tragen unser Gepäck zum "Kontiki Cottage". So kann ich meinen Rollkoffer/Rucksack auch einmal ausprobieren, es funktioniert einwandfrei. Unser Bungalow ist gross und liegt nur 15m vom Meer. Wir haben ein Doppelbett und ein Einzelbett für Efraim. Inzwischen ist es 13h. Im Restaurant essen und trinken wir etwas. Nachher schnorcheln mit Efraim. Es hat ein kleines Korallenriff gleich vor dem Hotel. Apero am Strand. Der Sonnenuntergang findet auf der andern Seite der Insel statt. Zum Nachtessen gehen wir ins "Rust". Da gibt es Grillspiess für mich und gegrillten Barrakuda für Efraim. Maria isst die Beilagen, Backed Potato und gegrillten Maiskolben. Das Ganze ist nicht unerwartet ziemlich teuer (300'000 IDR). Um 22h sind wir zurück. Nach Mitternacht rufe ich noch Stefan an, er war eine Woche in Budapest.
(26km, 50 Minuten unterwegs)
Do 18.06.2015
Frühstück direkt am Strand. Ich bekomme sogar meine Nudelsuppe. Nachher schnorcheln mit Efraim. Efraim hat einen Freund gefunden, Ruben aus Österreich. Er ist ein leidenschaftlicher Fussballspieler, 6 Jahre alt. Die beiden spannen immer wieder das Personal zum Mitspielen ein. Die machen meist lachend mit. Generell ist das Personal sehr aufgestellt und hilfsbereit. Heute beginnt der Ramadan und das Personal hält sich daran. Nach dem Mittagessen nochmals mit Efraim ins Meer. Es ist Flut und hat ziemlich grosse Wellen, die kommen fast bis zum Restaurant. Am späteren Nachmittag erkunden wir die Insel. In der Mitte gibt es ein kleines Dorf. Von da zum Strand an der Westseite und dann dem Strand entlang zurück zum Hotel, das auf der Ostseite liegt. Die 3km sind für Maria & Efraim schon sehr weit. Ich habe seit meiner Ankunft auf der Insel noch nie Schuhe benutzt, auch heute nicht. Apero an unserem Strand. Auch das Nachtessen verzehren wir in unserem Hotel, weil Maria & Efraim so müde sind!
(3km zu Fuss unterwegs)
Fr 19.06.2015
Nach dem Frühstück nichts tun am Strand. Dazwischen schnorcheln mit Efraim und Lunch im Restaurant. Efraim will fischen, ich baue eine Angelrute mit einem Tannzapfen als Köder. Maria & Efraim sind immer noch müde vom gestrigen "Marsch". Apero am Strand. Zum Nachtessen gehen wir in ein kleines Restaurant in der Nähe des Hafens. Rösti mit Chicken Curry schmeckt sehr gut, ist allerdings eher ein Kartoffelkuchen. Es hat Ei und Mehl darin. Um 22h sind wir im Bett.
Sa 20.06.2015
Aufstehen um 6.15h. Packen, dann Frühstück. Um 7.40h marschieren wir los zum Hafen. Das Public Boat soll um 8.00h fahren und kostet 14'000 IDR / Person. Beim Einsteigen wird nur gegen Geld geholfen, 10'000 für 3m Koffertragen! Wenn man nicht will, sind sie auch noch verärgert. Um 8.15h geht es los. Das Boot ist übervoll. Die zwei Westschweizerinnen aus unserem Hotel sind auch an Bord. Nach ½h sind wir in Bangsal. Auch hier, geholfen wird nur gegen Geld. Ich hole meinen Lastwagen vom Parkplatz (75'000 IDR). Auch hier will er zuerst 4 Tage verrechnen. Es ist schon mühsam, wenn alle nur auf Abriss aus sind wie hier. Das ist nur in touristischen Orten so. Sonst habe ich das in dieser extremen Form in ganz Indonesien noch nie erlebt. Gegen 9h fahren wir los. Die Strasse ist ziemlich schmal, aber am Anfang sehr gut, sie wird dann immer etwas schlechter, aber nie so schlecht wie in Sumatra oder Java. Um 10.15h sind wir in Bayan. Wir halten fast mitten auf der Kreuzung, weil Efraim sich übergibt. Nach ¼h fahren wir weiter. Efraim will trotzdem zum Wasserfall, der 5km weg von der Hauptstrasse liegt. Nach 10 Minuten sind wir da. Es gibt einen breiten betonierten Weg hinunter zum Sendang Gile Wasserfall (15'000 IDR). Kaum sieht man den Wasserfall aus der Ferne, sind Maria & Efraim bereits müde und wollen zurück. Ich gehe noch ganz bis zum Wasserfall. Das letzte Stück ist ziemlich steil, aber mit guten Treppen. Nach 5 Minuten bin ich da. Es sind 2 Wasserfälle nacheinander, total 31m hoch. Die 600m zurück schaffe ich in 12 Minuten. Dafür schwitze ich nachher so richtig. Um 12h fahren wir weiter. Ausgangs Bayan gibt es einige traditionelle Häuser. Die schauen wir uns an. Maria redet lange mit den Einwohnern. Nach ½h fahren wir weiter. Nun geht es in die Berge. Die Strasse wird noch schmaler und oft ziemlich schlecht. Kurz vor dem Sembalun Pass (1645 müM) gibt es auf 1200 müM eine Hochebene. Da wird Gemüse im grossen Stil angebaut. Zwiebeln 100kg für 100'000 IDR (8 CHF). Maria würde am liebsten kaufen. Auf dem Pass halten wir kurz an. Es ist angenehm kühl hier oben am Abhang des Gunung Rinjani (3726 müM). Da es Affen hat, will Maria schnell weiter. Nun wird die Strasse wieder breiter und sehr gut. Die letzten 12km und 1000 Höhenmeter schaffen wir in ½h. Um 12.15h sind wir in Sapit. Wir fahren zuerst durch das Dorf um zu sehen ob es eine andere Unterkunft als das Hati Suci Guesthouse hat. Es gibt nur dieses Guesthouse. Es ist sehr schön gelegen, ist aber ziemlich renovationsbedürftig. Ich war schon vor 8 Jahren hier, darum kenne ich es. Der Besitzer ist alleine da. Er braucht fast 2h um unser Essen zu kochen, weil er nichts im Hause hat, muss er alles einkaufen gehen. Dafür fährt er min. 3 Mal ins nahe Dorf. Efraim will im Teich fischen, hat aber seinen Köder verloren. Logisch beisst kein Fisch an. Apero auf unserer Terrasse mit schöner Aussicht. Das Nachtessen haben wir bereits bestellt. Der Hühnereintopf mit Curry, Kartoffeln und Gemüse, dazu Reis ist sehr gut. Ich habe ein Bier aus meinem Lastwagen kaltstellen lassen. Seit Intrepid, mit denen war ich letztes Mal hier, nicht mehr hierher kommen, läuft hier nichts mehr. Es ist kühl hier oben auf 650 müM. Um 21h sind wir im Bett. Schlafen ist nicht einfach, in Hörweite hat es min. 5 Moscheen und aus irgendeinem Grund beten und reden die bis nach Mitternacht und um 03.00h geht es wieder los.
(112km, 5½h unterwegs inkl. Wasserfall)
So 21.06.2015
Wir stehen früh auf und essen unser Frühstück. Man hat hier einen guten Blick auf den Gunung Rinjani. Um 09.15h fahren wir los. Wir wählen den längeren Weg der Küste entlang. Es hat wenig Verkehr und die Strasse ist gut. Es ist eine schöne Strecke, nur von der Küste sieht man kaum etwas. In Labuhan Haji tanken wir. Um 11.30h sind wir in Kuta Lombok. Fahren zuerst zum "Kuta Indah Bungalows", das kenne ich von früher. Dann schauen wir noch ein paar andere Hotels an. Wir entscheiden uns für das "Segare Anak", das liegt direkt am Kuta Beach. Die Bungalows sind zurück von der Strasse gelegen, sehr ruhig, mit Pool (450'000 IDR). Es ist inzwischen 12.15h. Wir richten uns ein und gehen dann im Restaurant etwas Essen. Ich gehe mit Efraim zum Pool. Später erkunden wir die Umgebung per Motorrad, bis hoch zum nächsten Hügel mit Aussicht über die ganze Bucht. Zum Apero gehe ich an den Strand, Maria geniesst die warme Dusche. Zum Nachtessen fahren wir ins "Ketapang". Das Essen ist gut und das Bier relativ billig (37'000 IDR). Um 21.30h sind wir zurück. Ich telefoniere noch mit Muetti, sie ist heute gut im Strumpf.
(95km, 3h unterwegs)
Mo 22.06.2015
Efraim bläst um 7h zur Tagwacht. Zum Frühstück ins Restaurant. Wir haben gestern ausgemacht, dass ich meine Nudelsuppe bekomme, ohne Aufpreis. Zum Glück, denn das Standard Frühstück ist ziemlich mager. Nur Nasi Goreng ist gut und genügend. Mit Efraim gehe ich zum Pool. Gegen 13h fahren wir mit dem Motorrad zum Strand Pantai Mawun. Der liegt in einer sehr schönen Bucht. Etwa 1km weisser Strand und blaues Meer. Es geht ein kräftiger Wind. Efraim hat Hunger. Ich schicke ihn zum fahrbaren Stand, da grillieren sie Maiskolben und die liebt er. Er kommt zurück und sagt es koste 10'000 IDR. Das ist etwa doppelt so viel wie in Medan. Wir kaufen 2 Stück. Später merken wir, dass sie den Ausländern 20'000 abknüpfen. Für eine kleine Ananas verlangen sie sogar 50'000 IDR! Die Australische Botschaft ruft Maria an und stellt verschiedene Fragen. Die Verbindung ist sehr schlecht, bricht mehrmals ab, dazu noch der starke Wind. Die meisten Fragen sind überflüssig, weil sie die Antworten aus dem Formular kennen sollten. Er spricht auch noch kurz mit mir. Er kennt bereits meine Visa-Daten, die habe ich nicht angegeben, weil ich damals noch keines hatte. Die Verbindung bricht wieder ab. Wir fahren zurück nach Kuta und versuchen von dort ihn anzurufen. Der Operator meint, dass sie zurück rufen falls sie noch etwas wissen wollten. In einem teuren Restaurant trinken wir etwas, das Essen holt Maria nebenan. Auf dem Rückweg ins Hotel stoppen wir beim "Lalapan Santay", da essen wir dann richtig. Wir wollen für Efraim Frühlingsrollen mitnehmen. Maria reklamiert weil sie angebrannt sind. Sie versprechen neue. Nach kurzer Zeit bringen sie "neue". Maria öffnet das Pack und siehe da, es sind die gleichen. Ich verlange das Geld zurück. Wir fahren ohne zurück ins Hotel. Zum Sonnenuntergang wieder an den Strand. Maria schafft es in letzter Sekunde weil sie wie üblich am Telefonieren ist und ich voraus gehe. Nachher buchen wir ein Zimmer im Artini Cottages 2 in Ubud (700'000 IDR) für morgen und übermorgen. Nachtessen im Hotel.
(13km mit dem Motorrad)
Di 23.06.2015
Vor dem Frühstück verlade ich mein Motorrad. Beim Frühstück sitzen wir zusammen mit einem Paar aus Frankreich. Die sind zu recht unzufrieden mit dem Standard Frühstück, das besteht nämlich nur aus 2 Stück Toast und eine Beilage und 2 Tassen Tee oder Kaffee. An der Rezeption versprechen sie, das mit dem Chef zu besprechen. Um 10.30h fahren wir los. Bis zum neuen Flughafen ist die Strasse gut aber ziemlich schmal. Dann wird sie 4-spurig bis kurz vor dem Hafen. Wir kommen zügig voran. Um 11.45h sind wir bereits auf der Fähre in Lembar (825'000 IDR). Um 12h fahren wir bereits los. Es windet immer noch heftig. Sobald wir den Windschatten von Lombok verlassen, werden die Wellen höher. Einige werden seekrank. Maria fühlt sich auch nicht wohl. Ich empfehle ihr sich zu mir nach draussen zu setzen und auf die Inseln oder den Horizont zu schauen. Das nützt. Wir sind mit mehr als 20 km/h unterwegs. Um 15.30h erreichen wir Padangbai auf Bali, müssen aber noch 15 Minuten auf einen freien Anlegeplatz warten. Die ersten Kilometer sind mühsam weil viele langsame Lastwagen unterwegs sind und überholen kaum möglich ist. Sobald wir die 4-spurige Strasse nach Denpasar erreichen, geht es zügig voran. Die letzten Kilometer nach Ubud sind wieder schmal. An einer Kreuzung stoppt uns die Polizei und meint wir können nicht auf dieser Strasse fahren, das gilt aber nur über 8 Tonnen. Eigentlich wollen sie nur das Auto anschauen und reden. Nach kurzer Zeit geht es weiter. In Ubud wird es dann richtig eng. Kurz vor dem Hotel versperrt ein im Parkverbot parkiertes Auto die Durchfahrt. Zum Glück ist der Fahrer nicht weit. Nach 17h sind wir beim Hotel Artini Cottages 2. Wir parkieren auf der Strasse etwa 20m vom Eingang. Das Artini hat unendlich viele Treppen. Es ist eine sehr schöne Anlage mit Pool. Unser Bungalow ist weit hinten und wieder hoch am Hang. Es gefällt Maria & Efraim trotz dem "beschwerlichen" Weg. Der Apero fällt reichhaltiger aus als normal, eigentlich eher ein später Lunch. Trotzdem gehen wir um 20.30h noch zum Nachtessen in "Atman Kafe". Meine Minestrone ist gut, serviert mit Baguettes! Nach 22h sind wir zurück.
(86km auf der Strasse und 71km mit der Fähre, 7½h unterwegs)
Mi 24.06.2015
Das Frühstück am Pool ist sehr gut und reichhaltig. Wir gehen ins Zentrum um auf der Mandiri Bank Geld zu überweisen und den Markt zu besuchen. Viele Stände sind schon geschlossen, resp. durch Touristenstände ersetzt. Nahe beim Markt gibt es eine Touristen-Strasse mit unzähligen Verkaufsständen. Maria fühlt sich im Paradies. Efraim meint: Wenn wir zu Fuss unterwegs sind, ist Mama sehr schnell müde. Aber Einkaufen kann sie problemlos bis Mitternacht! Im "Sen San" einem kleinen Warung in einer Seitenstrasse essen wir zu Mittag. Sehr gut und günstig. Maria geht dann einkaufen, Efraim und ich zurück ins Hotel an den Pool. Efraim will Wettschwimmen. Bis Maria zurück kommt ist es 16h. Sie ist dann so müde, dass sie nicht mehr aus dem Hotel will. Efraim spannt die ganze Belegschaft ein um ihm beim Papierfalten zu helfen. Apero am Pool, Maria und Efraim essen z'Nacht. Ich gehe später alleine gleich nebenan zum Essen. Ayam Betutu schmeckt sehr gut. Eine balinesische Spezialität. Noch etwas Musik hören und nach Mitternacht Stefan anrufen.
Do 25.06.2015
Nach dem Frühstück packen. Um 11.30h fahren wir los. Nach ½h sind wir beim Pasar Seni in Sukawati. Da will Maria Textilien einkaufen, Ao ihr Neffe hat ihr den Tipp gegeben. Sie will alleine unterwegs sein, sie befürchtet, dass sonst die Preise höher sind. Ich kaufe eine Bintang Tasche, dann warten wir in einem Warung gegenüber. Nach ½h hat Maria kein Geld mehr, resp. bereits 100'000 IDR Schulden. Wir essen eine gute Bakso (Knödelsuppe). Gegen 13.30h fahren wir weiter. Nach 1h sind wir in Kuta beim Hotel Amaris (320'000 IDR) nur 50m vom Andika House entfernt. Wir richten uns ein. Da Efraim nichts gegessen hat, gehen wir ins "Bu Lingga". Nachher bringen wir unsere Wäsche zum Waschen. Zum Sonnenuntergang gehen wir an den Strand. Zum Nachtessen gehen wir mit Ao und seinem Freund ins "Tan Poh". Meine Ifumi Siram sind gut, aber gewöhnungsbedürftig. Es sind frittierte Nudeln, also knusprig, mit viel Gemüse dazu. Ao muss morgen arbeiten, darum verabschieden sie sich um 22h und wir gehen zurück ins Hotel.
(40km, 2¾h unterwegs inkl. Einkaufen)
Fr 26.06.2015
Das Frühstücksbuffet ist gut, es gibt auch frische Eier nach Wahl. Eigentlich wollte ich mit Efraim zum Pool, aber er und Maria ärgern mich so, dass ich zuerst mit dem Motorrad ins Einkaufszentrum Centro fahre. Dort kaufe ich einen Card Reader (178'000 IDR), der auch Sony Memory Stick lesen kann. Maria hat Miando's Kamera mitgebracht, aber er hat das Verbindungskabel verloren. Maria & Efraim essen etwas im "Bu Lingga". Nachher gehe ich mit Efraim an den Pool. Beim Testen des Readers stelle ich fest, das Miando die Kamera auf VGA-Qualität eingestellt hat. Selbst die Bilder auf meiner Internetseite haben bessere Qualität. Schade, ich werde vermutlich keines dieser Bilder verwenden. Auch die Video-Qualität ist sehr schlecht. Ich stelle alles richtig ein, damit wenigstens die neuen Bilder brauchbar sind. Maria lässt sich die Haare schwärzen. Sie ist noch nicht fertig wenn es Zeit ist um zum Strand zu gehen für den Sonnenuntergang. Sie meint sie findet den Weg dorthin alleine. Efraim bleibt bei ihr. Sie finden zwar den Strand, aber weit entfernt vom abgemachten Ort. So sehen wir uns den Sonnenuntergang getrennt an. Er findet sowieso hinter Wolken statt. Zum Nachtessen gehen wir nochmals ins Swiss Restaurant. Jon und Familie sind immer noch in der Schweiz. Osi, der Stammgast aus Zürich, freut sich über unser kommen. Wurst-Käse-Salat für mich, Bratwurst und Kartoffelstock für Maria und Wienerli mit Kartoffelsalat für Efraim. Maria ist die meiste Zeit in der Küche, wie üblich. Zum Schluss unterhält Efraim die ganze Beiz. Um 22h sind wir zurück.
Sa 27.06.2015
Nach dem Frühstück packen. Um 11h fahren wir los. Am Anfang ist der Verkehr sehr mühsam. Für die ersten 10km brauchen wir 50 Minuten! Nachher geht es besser. Es hat aber immer wieder sehr langsame Lastwagen unterwegs. In Steigungen sind die dann mit nur 5 – 10 km/h unterwegs. In Tabanan halten wir an, um etwas zu essen und trinken. Vor allem Maria ist hungrig und isst Babi Guling (Spanferkel). Das bekommt man nur in Bali. Sie kauft dann noch 3 Portionen ein. Nach ¾h fahren wir weiter. Im Verkehr geht es gleich weiter wie vorher. Nach 25km und 1h habe ich genug. Wir halten nochmals an, direkt am Meer. Nach 20 Minuten geht es weiter. Wir haben am falschen Ort angehalten, denn kurze Zeit später gibt es schöne Restaurants, Tempel und Strände. Nun wir es besser mit dem Verkehr. Kurz vor dem Ziel auf der schmalen Naturstrasse zum Melaya Beach Resort kommt mir noch ein Tempeldach in die Quere, aber nichts Schlimmeres passiert. Um 16h sind wir da. Wir bekommen das gleiche Bungalow, das ich auf dem Hinweg hatte. Wir richten uns ein und geniessen den Pool. Ein Holländert lädt uns ein seine Villa zu besichtigen. Apero mit Babi Guling für Maria & Efraim. Ich bleibe bei Crackers und Bier. Nachher findet die Villabesichtigung statt. Ist sehr schön mit 4 Schlafzimmern, aber auch teuer (150 EUR / Tag). Nachtessen vor unserem Bungalow. Mein Chicken Curry Bali Art schmeckt gut. Um 21h sind wir im Bett.
(119km, 5h unterwegs)
So 28.06.2015
Frühstück vor unserem Bungalow. Sie haben noch gewusst, dass ich Mie Kuah will. Gegen 10h fahren wir los. Die gut 13km bis zur Fähre schaffen wir in 25 Minuten. Bis die Fähre ablegt dauert es nicht lange. Unterwegs die Uhren umstellen auf WIB (Westindonesische Zeit), denn Bali ist 1h voraus. Die Überfahrt dauert nur knapp 30 Minuten, aber wir müssen nochmals so lange auf einen Anlegeplatz warten. Um 10.30h neue Zeit fahren wir los. Wir bringen noch eine Holländerin zum Bahnhof. Die Strasse ist gut, aber es hat auch hier diese langsamen Lastwagen unterwegs. Aber insgesamt geht es doch gut vorwärts. Nach 2h halten wir bei einem kleinen Warung in Situbondo. Nach ¾h geht es weiter. Es hat viele Zuckerrohr-Felder und es ist Erntezeit. Darum hat es viele kleine langsame Lastwagen unterwegs. Die kann man aber meist gut überholen. Es gibt auch Reis- und Maisfelder. Die riesigen schweren Lastwagen haben ziemlich viele Pannen. Dann tauchen sofort junge Männer auf und "regeln" den Verkehr und wollen Geld. Ohne mich! Die letzten 43km schaffen wir in einer Stunde. Um 14.30h sind wir Utama Raya Hotel. Eigentlich dürfen hier nur verheiratete übernachten. Aber uns frägt niemand. Es ist eine schöne Anlage. Gehört zu einer grossen Tankstelle. Dort hat es Restaurants und Läden. Unser Zimmer liegt im 1.Stock und man sieht auf das Meer hinaus. Wir richten uns ein. Maria erkundet die Anlage alleine. Ich erledige den Bürokram. Nachtessen in einem der Restaurants bei der Tankstelle, nichts Spezielles.
(152km & 5km Fähre, 5½h unterwegs)
Mo 29.06.2015
Das Frühstück ist einfach, aber nicht schlecht. Serviert wird es im gleichen Restaurant wie gestern Abend. Um 9.45h fahren wir los. Der Verkehr ist gleich mühsam wie gestern, viele langsame Lastwagen. Auf halbem Weg wir die Strasse breiter, mit 1½ Spuren, d.h. die grossen Lastwagen fahren auf der rechten Spur und links ist eine schmale Spur, knapp breit genug für einen Personenwagen. Wenn links keine Hindernisse sind und der zu überholende Lastwagen netterweise ganz rechts auf seiner Spur fährt, kann ich auch mit meinem Kleinlaster überholen. Sehr knapp, aber es geht. Kurz vor Surabaya kommen wir auf eine gebührenpflichtige Autobahn. Die Freude währt nur kurz, nach 3km ist bereits wieder Schluss und dafür verlangen sie 3000 IDR. Etwas später kommt das nächste Stück. Das geht bis Surabaya (7000 IDR). Obwohl die Minimalgeschwindigkeit 60km/h wäre, sind Lastwagen mit 40 km/h unterwegs! Eingangs Surabaya verfahre ich mich kurz, weil ich nicht abbiegen kann wie ich sollte. Um 13.30h sind wir im Hotel Harris. Wir richten uns ein, dann suchen wir ein Restaurant. Das erste ist uns zu teuer. In der nächsten Strasse finden wir ein kleines Warung. Ich gehe mit Efraim zum Pool im 5.Stock. Vivi eine Schulfreundin von Maria kommt uns mit ihren beiden Söhnen besuchen. Gleichzeitig meldet sich Teddy mein Agent für den Container in Surabaya. Er kommt mit Ronny, einem Kollegen, vorbei. Wir besprechen das Vorgehen und besichtigen meinen Lastwagen. Inzwischen ist die Sonne untergegangen, höchste Zeit für Vivi zum Fastenbrechen, sie ist Muslimin. Wir fahren mit ihrem Auto in ein Einkaufszentrum. Zum Glück gibt es im Freien eine Veranstaltung mit Ess-Ständen, wir essen da und nicht im Zentrum. Supriadi, Vivi's Mann gesellt sich auch zu uns. Um 22h sind wir zurück.
(153km, 3¾h unterwegs)
Di 30.06.2015
Das Frühstücksbuffet ist super. Eines der besten das ich jemals gesehen habe. Es gibt sogar Rauchlachs und Baguettes. Nachher machen wir uns auf den Weg zur "Imigrasi", ich muss mein Visum verlängern. Für den Parkplatz wollen sie zuerst 50'000 IDR, nach langer Diskussion dann 10'000. Das Abgeben der Unterlagen geht zügig voran. Nach 7 Minuten sind wir wieder draussen. Vivi wird Maria hier abholen. Ich fahre mit Efraim zurück ins Hotel. Kaum angekommen ruft die "Imigrasi" an. Sie brauchen nun doch den Sponsor-Brief, den hatte ich dabei, aber sie wollten ihn nicht. Also mit dem Taxi zurück (75'000 IDR). Sie machen gerade Pause, aber nach ¼h ist der Schalter wieder offen. Der Beamte am Schalter will nun plötzlich ein Garantie-Schreiben. Keine Ahnung was das sein soll, wurde bisher noch nie verlangt. In dem Moment ruft Maria an. Ich reiche sie gleich weiter zum Beamten. Am Schluss heisst es, ich könne mein Visum nur in Medan verlängern, nicht hier. Ich bin ziemlich sauer in nehme ihm alle meine Unterlagen ab. Das ausgefüllte Formular will er behalten, aber ich nehme es ihm einfach weg. Nach ½h holen uns Vivi und Maria ab. Wir fahren nach Siduarjo ins Warung Rahmawati. Es ist ein schönes Restaurant und das Essen ist gut und günstig. Von da zum Lumpur Lapindo. Da gab es vor ein paar Jahren einen Schlamm-Ausbruch, der einige Dörfer unter sich begrub. Sie haben das riesige Gelände (2.5 x 2.5km) mit einem Damm eingefasst. Sieht aus wie eine Mondlandschaft. In der Ferne dampft es immer noch. Von da fahren wir ins nahe Kludan. Hier gibt es viele Läden, die Leder-Artikel verkaufen. Vivi & Maria sehen sich das ausgiebig an, ich döse im Auto. Um 17.30h machen wir uns auf den Rückweg. Vivi ist eine sehr schlechte Autofahrerin, bin froh wenn wir da sind. Sie führt uns zum Nachtessen wieder in ein Einkaufszentrum. Das Essen ist sehr teuer und nicht wirklich gut. Auf dem Heimweg verfährt sie sich. Ich muss mit meinem Navi helfen den Weg ins Hotel zu finden.
(24km, 2h im eigenen Auto unterwegs und gefühlte 100km mit Vivi)
Mi 01.07.2015
Wir geniessen das Frühstück. Nachher gehe ich mit Efraim an den Pool. Am Nachmittag fahren wir mit dem Taxi zum Pasar Genteng Baru. Maria geht einkaufen und wie! Sie bringt eine min. 10kg schwere Schachtel zurück. Ich warte mit Efraim in einem kleinen Warung. Um 16h sind wir zurück. Bald kommt Vivi mit ihren Söhnen vorbei. Ronny kommt auch vorbei, wir besprechen das weitere Vorgehen und ich übergebe ihm die nötigen Dokumente. Wir wollen bis am 10.Juli verladen, denn nachher wird es fast unmöglich weil bis zum Ende des Ramadan am 18.Juli ein Lastwagenfahrverbot bestehen soll. Das erklärt er mir jedenfalls so. Ich kann mir das kaum vorstellen. Ich muss spätestens am 11.Juli aus Indonesien ausreisen, weil mein Visum dann ausläuft. Zum Nachtessen holen wir Supriadi, Vivi's Mann, im Büro ab und fahren ins "Bakmi Jogja Trunojoyo" ein neues Restaurant in einem alten Haus. Die Auswahl an Speisen ist klein, aber alles schmeckt gut. Nachher fahren wir zur Zigaretten-Fabrik Sampoerna und schauen uns die Ausstellung an. Von da geht es weiter zur Brücke nach der Insel Madura. Wir "müssen" natürlich darüber fahren, sie ist 5km lang und kostet 25'000 IDR pro Weg. Nach 22h sind wir zurück und verabschieden uns von Vivi und ihrer Familie. Wir sind an diesem Abend etwa 45km Auto gefahren!
Do 02.07.2015
Gegen 8h zum Frühstück, nachher fertig packen. Um 09.15h fahren wir mit dem Taxi zum Flugplatz. Wir fahren über die Autobahn, das kostet zwar extra, aber wir sind schneller. Nach 10h sind wir da (194'000 IDR). Das Einchecken geht schnell. Maria hat wieder eingekauft. Ihr Gepäck wiegt 40.5kg! Wir gehen zusammen zum Gate. Da ist ihr Flug nicht aufgeführt, aber es ist das richtige Gate. Um 10.15h verabschieden wir uns und ich fahre per illegalem Taxi zurück ins Hotel (150'000 IDR). Am Nachmittag räume ich meinen Lastwagen leer. Alle Boxen in mein Zimmer, den Rest in die Gepäcksaufbewahrung. Alle helfen mit und sind nachher dreckig vom Staub der Boxen. Mit Staubsauger und Handtuch reinige ich die Boxen aussen. Lade meine Akkubohrmaschine auf. Das alles macht durstig. An der Rezeption frage ich nach, wo ich Bier kaufen kann. Sie nennen mir 2 Läden. Vom ersten weiss ich aus Erfahrung, dass sie kein Bier mehr verkaufen. Zum zweiten fahre ich per Taxi hin. Da gibt es normalerweise Bier, aber nicht während des Ramadan! Mit dem Taxi zurück. Kein Bier, aber 37'000 IDR weg. Apero am Pool inmitten der Fastenbrecher. Jeden Abend ist das Hotelrestaurant absolut voll, sie stellen sogar Tische rund um den Pool auf um genügend Platz zu haben. Während des Ramadan wird zwar von Sonnenaufgang bis –Untergang gefastet, aber nachher wird umso heftiger zugeschlagen. Firmen laden ihre Angestellten ein, Familien ihre Freunde usw. Ich brauche mehrere Versuche bis ich Felix zum Geburtstag gratulieren kann. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe "Boncafé". Da gibt es viele Fleischgerichte serviert auf einer heissen Gussplatte und es gibt sogar Bier! Mein Gordon Bleu ist klein aber fein. Gegen 22h bin ich zurück, telefoniere noch mit Maria, dann ins Bett.
Fr 03.07.2015
Nach dem Frühstück beginne ich die Boxen aufzuräumen. Entsorge nicht mehr benötigte Dokumente und anderes. Ronny hat sich für 13h angemeldet. Aber er kommt nicht. Er habe ein Problem mit dem Motorrad, in 10 Minuten werde er kommen. Wie erwartet stimmt das nicht. Ich beginne die GPS-Tracks zu bereinigen und zusammen zu stellen. Regelmässig jede halbe Stunde rufe ich an und ebenso regelmässig heisst es in 10 Minuten. Um 18h heisst es dann ich komme um 20h. Ich trinke Guava Saft, dazu Peanuts, der Whisky ist alle. Versuche noch eine Versicherung für Australien zu finden. Um 20h kommt er tatsächlich und wir fahren mit seinem Motorrad zum Waschplatz. Wir verabreden uns für morgen um 10.00h. Nachher fahren wir ins Restaurant Kuningan, nahe beim Hotel. Meine Mie Goreng Kuningan sind sehr gut, aber auch sehr teuer (54'000 IDR). Dafür haben sie auch Bier (44'000 IDR). Ich lade Ronny trotz des Ärgers ein. Der Plan sieht nun vor, dass wir am Dienstag mein Auto in den Container verladen. Um 22h gehe ich zu Fuss zurück zum Hotel.
Sa 04.07.2015
Zum Frühstück heute wieder einmal Mie Kuah. Um 09.30h meldet sich Ronny, er werde erst um 11h kommen. Zum Glück habe ich gestern die Position des Waschplatzes gespeichert, so kann ich alleine hinfahren. Wenn ich ankomme, ein Riesenhallo. Ich erkläre was zu tun ist, mit Händen und Füssen. Denn keiner kann richtig englisch. Ich bleibe da und überwache die Arbeit. Ich löse die Schrauben der Frontplatte. Wie befürchtet, lassen sich 3 Schrauben nach mehr als 2 Jahren nicht lösen. Ich versuche es mit Spray. Eine Schraube lässt sich dann öffnen. Bei den andern beiden hilft nur rohe Gewalt. Schlussendlich sind alle Schrauben gelöst. Ich werde sie beim nächsten Aufbauen in Darwin fetten vor dem Einschrauben. Das indonesische Verständnis von Sauber ist nicht gleich wie meines. Sie geben sich alle Mühe. Zeitweise arbeiten 5 Leute an meinem Auto und etwa gleich viele schauen zu. Ich muss immer wieder intervenieren, damit das Resultat einigermassen in Ordnung ist. Bei der Einreise nach Australien ist die Landwirtschafts-Behörde sehr pingelig habe ich gehört. Nach 5h ist alles fertig. Auch das Motorrad ist gereinigt und wieder verladen. Alles zusammen kostet 550'000 IDR = 44 CHF. Ich fahre zurück ins Hotel und dusche ausgiebig. Dann organisiere ich zuerst Geld, dann ein Bier (48'400 IDR). Was das verschiffen kostet, weiss ich immer noch nicht. Ronny kann es mir nicht sagen. Er meint wenn das Auto im Container ist, dann weiss er was alles kostet? Apero im Zimmer, nachher zum Nachtessen ins "Boncafé". Ich bringe die leere Bierflasche wie versprochen zurück, alle scheinen die Story zu kennen und strahlen mich an. Ich musste versprechen, dass ich wieder komme, mit der Flasche. Mein Schweins-Steak ist sehr gut. Das erste richtige Stück Fleisch seit langem. Zurück im Hotel telefoniere ich mit Maria. Sie will Martha nach Penang ins Spital begleiten. Ich bin gar nicht begeistert. Um 23h bin ich im Bett.
(9km unterwegs zum Autowaschen)
So 05.07.2015
Nach dem Frühstück organisiere ich meine Sachen so, dass ich die Boxen verladen kann und alles Wichtige bei mir im Rucksack habe. Dann bringe ich die grossen Boxen ins Auto. Ich löse alle Teile die ich nicht zum Fahren in den Hafen brauche und verstaue sie. Zum Schluss entferne ich noch so viele Schrauben wie möglich, damit der Umbau für den Container schneller geht. Nachher duschen und an den Pool. Ich telefoniere mit Muetti und Markus. Sonst tue ich nichts. Apero im Zimmer. Guava Juice und Käse mit Crackers. Zum Nachtessen suche ich die Umgebung ab, lande dann wieder im Restaurant Kuningan. Das Beef dry Chili ist sehr gut, aber teuer. Zurück im Hotel höre ich Musik und telefoniere mit Maria bevor ich schlafen gehe. Maria wird doch nicht nach Penang fahren.
Mo 06.07.2015
Nach dem Frühstück verlade ich den Rest meiner Boxen und das in der Gepäckaufbewahrung gelagerte Material. Verstaue alles lose Material in den Zwischenräumen. Am Schluss sind nur noch eine Klapp-Box, die Matratze, der Tisch und die Stühle nicht verstaut. Den Nachmittag verbringe ich am Pool. Später kümmere ich mich wieder um die Versicherung. Teddy hat zwischen 18h und 19h angemeldet, kommt aber erst um 19.45h, nur um mir zu sagen, dass er mich morgen um 08.00h abholen wird. Zum Nachtessen ins "Boncafé". Das Chicken-Steak schmeckt gut. Um 22h bin ich zurück. Nach dem obligaten Telefon mit Maria gehe ich schlafen.
Di 07.07.2015
Aufstehen um 6.00h, dann zum Frühstück. Ronny und Teddy erscheinen sogar pünktlich. Teddy fährt mit seinem Auto und ich folge ihm. Ronny fährt mit seinem Motorrad direkt zum Zoll. Nach ½h sind wir beim Büro und warten auf etwas. Nach ¼h mache ich Teddy den Vorschlag, mich zum Depot zu bringen, damit ich mit dem Umbau beginnen kann. Wir fahren los. Hafengebiete sind überall gleich. Voll mit schweren Lastwagen, im Dauerstau. Für die 7km brauchen wir ½h. Um 9.30h kann ich endlich mit dem Umbau beginnen. Es gibt nochmals Probleme mit 3 weiteren Schrauben der Frontabdeckung. Um 11h bin ich bereit um das Dach abzuheben. Da erscheint Ronny mit dem Zöllner. Der nimmt es sehr genau. Es dauert lange bis wir die Motornummer des Nissans finden. Beim Motorrad weiss ich ungefähr wo sie zu finden ist. Nach einer Stunde und min. 50 Fotos ist alles erledigt. Aber jetzt haben die Hubstaplerfahrer Pause. Ich esse in einem kleinen Warung Mie Kuah und trinke Eistee. Bis der richtige Hubstapler da ist dauert es bis 13.45h. Zuerst kommt keiner, dann ein zu kleiner. Wir entfernen das Dach und ich baue die Zwischenelemente aus. Nach 15 Minuten ist das Dach wieder zurück und der Lastwagen auf Container-Höhe zurückgebaut. Nachher verstaue ich alle Einzelteile im Inneren. Gegen 15h ist alles bereit. Zu meinem Erstaunen bringen sie gleich den Container. Ich fahre selber rückwärts hinein. Es ist sehr knapp. Den letzten Meter kann ich nicht selber fahren, weil ich zu gross bin um noch auszusteigen. Teddy fährt den letzten Meter und steigt dann mit Hilfe eines Hubstaplers aus dem Fenster. So hätte ich das auch gekonnt. Nun muss das Auto noch abgespannt werden. Sie haben hier gar nichts. Zum Glück habe ich die Spanner vom letzten Mal behalten und Seile finden sie vor Ort. Um 15.30h ist alles fertig, der Container plombiert. Teddy bringt mich zurück ins Hotel. Er meint in 10 Minuten. Es wird dank Stau aber mehr als ½h. Sofort unter die warme Dusche. Meine Hosen sind zerrissen, ein kleiner Riss hat sich ausgeweitet. Vielleicht kann ich noch kurze Hosen daraus machen. Zum Apero gehe ich ins "Boncafé" auf ein verdientes Bier. Zum Nachtessen ins Kuningan, die bestellten Ifumi sind nicht durchgekocht. Sie werden anstandslos gegen Mie Goreng Kuningan ausgetauscht. Nach dem Telefon mit Maria, bin ich bereits um 21h im Bett, todmüde.
(15km unterwegs zum Hafen)
Mi 08.07.2015
(Total 12901km in Indonesien)
Nach dem Frühstück erledige ich den Bürokram. Später an den Pool, dort studiere ich den Lonely Planet Reiseführer über Darwin und Umgebung. Maria wünscht, dass ich für sie einkaufen gehe. Ich will aber nicht aus dem Haus, bevor meine Papiere hier sind. Das versteht sie nicht. Ich rate ihr Vivi zu fragen. Um 17h kommt Ronny mit den Papieren vorbei. Nun kann ich endlich den Flug nach Medan buchen. Ronny würde mit mir zum Markt fahren um einzukaufen. Vivi hat aber inzwischen ihren Mann damit beauftragt. Ich sage Maria, dass wir ins nahe Boncafé zum Fastenbrechen resp. Apero gehen. Daraufhin hat sie wieder einmal einen ihrer Anfälle. Nach 1h bin ich zurück und Ronny geht nach Hause. Supriadi kommt erst gegen 20h mit einer grossen Schachtel (400'000 IDR) und einer kleinen Tragtasche (180'000 IDR), alles Esswaren. Wir fahren nochmals zusammen zum Restaurant "Bakmi Jogja Trunojoyo". Das ist aber bereits leer gegessen. Wir essen in der Nähe in einem chinesischen Strassenrestaurant. Nach 22h bringt mich Supriadi zurück ins Hotel.
Do 09.07.2015
Nach dem Frühstück packe ich fertig. Um 09.15h fahre ich mit dem Taxi zum Flugplatz. Der nimmt den kürzeren Weg quer durch die Stadt. Ohne Verkehrs-Probleme sind wir bereits nach ½h am Flugplatz, viel zu früh (100'000 IDR, das ist halb so viel wie letztes Mal). Pünktlich um 12.10 fliegen wir los nach Kuala Lumpur. Dort muss ich das Gepäck selber abholen und nach Malaysia einreisen, weil AirAsia keinen Gepäckservice anbietet um das Reisegepäcke auf den Anschlussflug zu bringen. Ich kaufe mir ein Tuna-Sandwich und bringe mein Gepäck wieder zum Check-In. Pünktlich um 18.20h geht es weiter nach Medan. Da gibt es wieder Ärger mit dem Visum. Weil ich Freunde besuche, bekomme ich kein gratis Visum, sondern muss für 490'000 IDR ein Visa on Arrival kaufen. Weil ich es wage zu widersprechen, lassen sie mich ½h warten. Ich verlange den Namen des zuständigen Beamten (Denni Jumanson Naibaho), dafür lässt er dann meinen Pass kopieren. Zu guter Letzt will der Zoll noch die Schachtel mit Esswaren kontrollieren. Erst als ich ihnen zeige, dass es aus Surabaya kommt, lassen sie mich gehen ohne die Schachtel zu öffnen. Der nächste Zug fährt erst in ¾h. Ich nehme ein illegales Taxi für 120'000 IDR. Der gleiche Fahrer wie schon einmal. Er weiss wohin ich will. Nach etwas mehr als 1h sind wir da. Maria macht mir einen guten Salat mit Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln und Wurst. Telefoniere noch mit Kurt & Madeleine, Trudi und Irene.
Fr 10.07.2015
Alain ist auch hier. Wir bringen Efraim zur Schule, nachher ins Kopi Tiam zum Frühstück. Das ist aber voll. Wir lassen uns die Mie Pangsit gegenüber servieren. Zu Hause streiten sich Maria und ihre Schwester Martha. Worauf Maria verschwindet. Schlussendlich sind alle weg, nur noch Alain, Mama, die Helferin und ich sind im Hause. Wir wissen nicht wer Efraim von der Schule abholt. Nach 15h ruft Maria an, sie haben Efraim abgeholt. Die Fahrzeug-Versicherung macht Probleme mit dem Rückzahlen der Prämie. Sie wollen ein Bankbüchlein sehen. Ich erkläre ihnen, dass ich keines habe, weil man das in der Schweiz nicht braucht. Zum Nachtessen gehen wir in die Jalan Semarang. Maria bleibt im Auto, wieso weiss ich nicht. Wenn wir zurückkommen schnauzt sie mich an. Keine Ahnung wieso. Ich bleibe noch alleine auf ein weiteres Bier und fahre dann per Becak zurück.
Sa 11.07.2015
Zum Frühstück fahren wir ins "Tabona" zu den Ladyboys. Curry Sapi mit viel "Blutwurst ohne Haut". Zurück zu Hause kümmere ich mich weiter um meine Weiterreise in Australien. Ich buche ein Privat-Zimmer über Airbnb in Darwin. 4 Nächte für "nur" 263 CHF. Die Hotels sind sehr teuer. Selbst die Backpackers kosten 40-60 CHF. Eigentlich wollen wir zum Nachtessen auswärts gehen, aber Miando kommt ewig nicht zurück. Maria macht mir einen guten Salat mit Thon und Tomaten. Miando kommt erst nach dem Essen. Er bringt wenigstens 2 Flaschen Bier mit. Die sind aber nicht kalt. Ich bringe sie in meinen Kühlschrank, dann gehe ich bald schlafen.
So 12.07.2015
Lewy kommt erst um 7h nach Hause. Die Polizei hat gestern Nacht Mutia verhaftet, angeblich wegen Drogenmissbrauch. Wir fahren mit Lewy zum Untersuchungsgefängnis der Drogenpolizei wo Mutia inhaftiert ist. Am Sonntag ist keine Besuchszeit. Wir fahren zurück. Ich ziehe mich schnell um, dann fahren wir in die Kirche. Die ist heute speziell lang, weil sie das Abendmahl feiern. Wieso habe ich nicht herausgefunden und Maria weiss es auch nicht. Nach der Messe geht es lange bis Miando fertig ist. Er hat eine Helferin dabei erwischt, wie sie Sammel-Geld unterschlagen hat, das sie zählen sollte. Wir kommen gerad noch richtig um Mie Pangsit zu bekommen. Sie sind bereits am Schliessen. Am Nachmittag verschwindet Maria mit Miando. Sie fragt nach meinem Telefon, weil ihres leer ist. Um 16h treffen wir uns zum Schwimmen im Danau Toba Hotel. Maria startet wieder einmal durch. Sie hat mein Telefon durchsucht und festgestellt, dass mir Elena auf WhatsApp geschrieben hat und dass ich Tami von Kuala Lumpur kenne. Das habe ich ihr aber erzählt, sie hat es nur vergessen. Alain ist stinksauer, weil er Efraim nicht aus dem Wasser bringt. Zum Nachtessen halten wir auf der Rückfahrt im Kampung Keling.
Mo 13.07.2015
Wir bringen Efraim zur Schule, nachher zum Pasar Petisah. Zu Hause angekommen fährt Lewy weg. Er trifft den Freund der Freundin, die mit Mutia zusammen verhaftet wurde. Später treffen wir die beiden beim Untersuchungsgefängnis. Wir bringen Essen vorbei. Nachher treffen wir einen Schulkollegen von Maria, der bei der Drogenpolizei arbeitet. Er gibt den Rat, auf keinen Fall Geld zu bezahlen, denn spätestens nach 72h müssen sie sie frei lassen, wenn kein Beweis vorliegt. Die Polizei behauptet, dass der Urintest positiv ausgefallen sei, liefern aber keinen Beweis und verlangen 15'000'000 IDR = 1200 CHF! Das ist offenbar ihre Masche. Sie verhaften Leute in einem vornehmen Nachtclub und setzen die Leute dann unter Druck, damit jemand dafür bezahlt, dass sie schnell wieder frei kommen. Von andern verlangen sie sogar 60'000'000 IDR. Wir kommen so spät zurück, dass wir Efraim zu spät abholen. Der findet das gar nicht Lustig und weint. Um 17.30h kommt Mr. Bangun vorbei, um das restliche Geld für den Container abzuholen. Total kostet der Transport bis Darwin 3750 USD. Dort werde ich dann noch etwa 600 AUS bezahlen müssen. Er hat wieder Schmiergeld bezahlt. Miando kommt früh nach Hause. Maria sagt mir, dass sie "for a minute" weg seien. Es dauert dann allerdings bis nach 21.30h bis sie mich zum Nachtessen abholen. Wir fahren ins Kampung Keling. Maria hat Endang den Polizei-General mobilisiert um Mutia und ihre Freundin frei zu bekommen. Und es hat geklappt.
Di 14.07.2015
Wir bringen Efraim zur Schule, nachher zum Pasar Petisah. Dort kaufen wir gross ein, bevor wir zum Frühstück gehen. Vollgepackt kommen wir zurück. Später gehen wir mit dem Motorrad nochmals zum Pasar Petisah um Geld von Maria einzutreiben, vergeblich. Auf dem Rückweg kaufen wir im Brastagi Supermarket ein, u.A. Bier, das verkaufen sie hier immer noch. Und erst noch billiger wie anderswo. Ich buche meinen Flug nach Darwin (4'912'665 IDR = 350 CHF). Ich fliege am 26.07.2015 Medan-Kuala Lumpur-Darwin. Der Flug ab Medan ist einiges billiger als ab Kuala Lumpur! Zum Nachtessen gehen wir wieder einmal ins Primadonna. Ich bringe mein Bier gleich selbst mit.
Mi 15.07.2015
Wir bringen Efraim zur Schule, Martha, Maria's Schwester kommt auch mit. Nachher zum Pasar Petisah zum Frühstück. Zurück zu Hause starte ich die Arbeiten an meiner neuen Internet-Seite und erledige allerlei Bürokram. Die Versicherung zahlt mir die zu viel bezahlte Prämie zurück. Sie ziehen mir aber den Anteil der zu vielbezahlten Provision von Heri dem Versicherungsagenten ab. Damit bin ich aber nicht einverstanden, denn er hat mich dazu gedrängt, die ganze Jahresprämie zu bezahlen. Die Helferin ist nach Hause gefahren. Mama fühlt sich offenbar vernachlässigt. Wenn wir vom Nachtessen in der Nähe des Carrefour zurückkommen, startet sie durch obwohl Martha extra hier geblieben ist. Sie traktiert Maria mit der Bibel, wie Maria mir später erzählt!?!
Do 16.07.2015
Zum Frühstück im Kopi Tiam fahren wir mit dem Motorrad von Maria. Auf dem Weg holen wir meine gekürzten Hosen ab (10'000 IDR). Nachher kaufen wir Feuerwerk für Efraim und Rio ein. Dann weiter im Text mit dem neuen Reisebericht. Ich bekomme einen Anruf aus Australien wegen meines Containers und Ronny will 100 USD für ein Papier, was ich ablehne, da ich bereits alles bezahlt habe. Mr. Bangun stimmt mir zu. Zwischendurch studiere ich Flugrouten in Australien, falls mich jemand dort besuchen will. Bis zum Apero bin ich fast fertig. Ich werde sie aber noch nicht veröffentlichen. Vielleicht kommen noch einige Bilder dazu. Nachtessen zu Hause mit gutem Salat von Maria. Dann endlich das von Efraim & Rio lange erwartete Feuerwerken. Sie sind sehr ängstlich, Maria sowieso. Die Nacht ist sehr laut, der Ramadan ist zu ende. Überall Feuerwerk und die Moscheen haben Hochbetrieb.
Fr 17.07.2015
Nach dem Frühstück im Kopi Tiam eröffne ich die Planung ab Adelaide bis zurück in die Schweiz. Ich plane für zwei Monate nach Neuseeland zu reisen und dann entweder zurück in die Schweiz oder nach Amerika zu verschiffen. Beides ist möglich. Was ich schlussendlich mache, entscheide ich in einigen Monaten in Australien. Die andern gehen in Einkaufszentrum Carrefour, ich bleibe zu Hause. Ich lade mal sicherheitshalber die Garmin-Karte von Nord-Amerika herunter. Zum Nachtessen nochmals in die Jalan Semarang. Beim Bezahlen gibt es Diskussionen. Efraim hat Babi Goreng bestellt und dafür verlangen sie 55'000 IDR. Mein Babi Pangan kostet nur 30'000 IDR und ist etwa gleich viel Fleisch. Wir werden darum nie mehr in diesem Abschnitt der Jalan Semarang essen.
Sa 18.07.2015
Maria & Miando bringen Martha & Rio zum Flugplatz. Ich fahre alleine mit dem Motorrad zum Frühstück. Durchsuche das Internet nach Informationen für meine weitere Reise. U.a. finde ich RoRo-Fähren von Australien nach Amerika und von Amerika nach Europa, so müsste ich mein Auto nicht mehr umbauen für den Container und es soll erst noch weniger kosten. Es ist sehr heiss und schwül, alle liegen herum wie tote Fliegen. Gegen Abend kommt der Regen und es kühlt ab. Ich fahre alleine zum Nachtessen ins Kampung Keling und bringe dann Essen für Maria & Efraim mit. Der ist allerdings inzwischen eingeschlafen. Kein Problem Lewy isst alles was im in die Finger kommt.
So 19.07.2015
Maria weckt mich früh. Wir fahren zum Pasar Petisah und kaufen gross ein. Heute findet das Treffen der Pasaribu-Gemeinschaft bei uns statt. Nachher wird gegessen. Nach dem Einkaufen, Frühstück im Kopi Tiam. Nachher weiter mit der Planung für Australien. Ich telefoniere mit Muetti, heute ist sie wieder nicht mehr so gut beieinander wie auch schon. Um 17h kommen die ersten Gäste. Es kommen schlussendlich nur 7 Leute, weil immer noch das Ende des Ramadan gefeiert wird. Wir finden heraus, dass Efraim am Montag und Dienstag keine Schule hat. Bruno ruft mich an, wir telefonieren lange.
Mo 20.07.2015
Frühstück im Kopi Tiam, dann weiterplanen für Australien. Ich bekomme eine Offerte für die RoRo-Fähre nach Neuseeland, 2850 AUD = 2000 CHF. Am späteren Nachmittag gehen wir zum Danau Toba Hotel zum Schwimmen. Zum Nachtessen wollen wir einen Schulkollegen von Maria treffen. Er erscheint dann aber doch nicht wie verabredet im Biergarten Roland. Das Essen und Trinken ist wie immer teuer (400'000 IDR für 3 Personen), Lewy ist auch mit von der Partie. Elena versucht mich anzurufen, worauf Maria wieder einmal durchstartet.
Di 21.07.2015
Efraim hat doch Schule, obwohl heute immer noch ein offizieller Feiertag ist. Wir bringen ihn hin. Nachher zum Pasar Petisah. Bevor ich mein Essen bekomme beginnt Maria wieder mit ihrer üblichen Rederei über mich und die Frauen, im speziellen über Elena. Mir reicht es, ich mache mich zu Fuss auf den Heimweg ohne Frühstück. Kurz bevor ich zu Hause bin stoppt sie mit dem Auto neben mir und entschuldigt sich. Wir fahren zusammen nach Hause und essen die mitgebrachten Mie Pangsit zum Frühstück. Später fahren wir mit dem Motorrad zum Carrefour, Maria zur Pedicure und ich zum Haare schneiden und Einkaufen. Wir holen Efraim direkt von der Schule ab. Wir machen eine "Eintreiber-Tour", versuchen ausstehendes Geld von Maria's Business einzutreiben. Einmal gibt es wenigstens 400'000 IDR. Apero mit frischem Brot von "Roland". Zum Nachtessen hole ich Nasi Goreng in Sei Sikambing. Maria fantasiert wieder einmal. Sie will ein Mädchen adoptieren. Ich rate ihr davon abzusehen!
Mi 22.07.2015
Wir bringen Efraim zur Schule, dann Frühstück im Kopi Tiam. Dann stelle ich meinen letzten Reisebericht von Indonesien fertig.