Tagebuch
Mi 22.07.2015
Wir bringen Efraim zur Schule, dann Frühstück im Kopi Tiam. Dann stelle ich meinen letzten Reisebericht von Indonesien fertig und versende die Emails. Mutia verschwindet mit Maria's neuem Motorrad. Das erste was Lewy machen will, ist die Rückspiegel abmontieren! Ich hindere ihn daran, aber Maria findet das nicht so schlimm. Ich bin sicher, er hat sie später doch abmontiert und sie sind verloren für immer. Am späten Nachmittag gehen wir mit dem alten Motorrad zu Dritt einkaufen. Es ist ein Schrotthaufen, von Lewy zu Tode geändert, ich muss natürlich zuerst die Rückspiegel montieren, der Rechte mit zerbrochenem Glas. Ist wohl zu Boden gefallen beim Abmontieren. Efraim braucht für Mathe in der Schule einen grünen Stift!? Wir fahren am Abend per Becak zum Gramedia um einen zu kaufen. Maria hat Lust auf Pizza, darum essen wir im Pizza Hut gleich daneben. Sie will unbedingt eine grosse Pizza. Natürlich können wir nicht alles essen. Darüber freuen sich Alain und Efraim zu Hause.
Do 23.07.2015
Wir bringen Efraim wie immer zur Schule, nachher zur Jalan Ternak zum Frühstück. Da waren wir schon lange nicht mehr. Zurück zu Hause lade ich alle meine Bilder in FullHD auf meinen Cloud-Speicher. Man weiss ja nie was unterwegs passiert. Das sind total 14GB Daten! Das dauert mehr als einen Tag. Wir holen Efraim mit dem Auto von der Schule ab. Auf dem Heimweg essen und trinken wir etwas. Ich bekomme die Mitteilung, dass mein Container erst am 1.August ankommt. Das ist ein Samstag, da wird wohl nicht viel passieren. Da zudem am Montag in Darwin ein Feiertag ist, suche ich auf Airbnb ein Zimmer für eine Woche. Ich finde eines etwas ausserhalb, aber nahe beim "Strassenverkehrsamt" (348 CHF für 1 Woche). Apero heute mit dem letzten Whisky. Zum Nachtessen fahren wir in die Jalan Semarang, Buted (Big Tits) kommt auch mit. Diesmal essen wir in einem anderen Sektor. Zurück zu Hause will ich noch mit Stefan telefonieren. Er ist aber noch nicht zu Hause. Ich schlafe ein. Um 02h erwache ich und telefoniere dann doch mit ihm. Muss vorher aber mein Datentransfer stoppen, sonst klappt es nicht. Er wird am Samstag mit Andrea nach Sri Lanka fliegen. Später werden sie noch Kambodscha, Thailand und evtl. einige andere Länder besuchen, total werden sie 12 Wochen unterwegs sein.
Fr 24.07.2015
Zum letzten Mal für lange Zeit bringe ich Efraim zur Schule. Er weigert sich aufzustehen, wir müssen ihn fast mit Gewalt ins Auto bugsieren. Schlussendlich sind wir nur wenig zu spät dort. Ich streite mit Maria, weil sie ihm zum x-ten Mal neue Bleistifte kauft, weil er die alten verlegt, vergessen oder nicht findet in seinen Schulsachen. Zum Frühstück ins Kopi Tiam. Nachher einkaufen für Rendang. Maria kocht es extra für mich zum Abschied. Wir holen Efraim wie versprochen im Citra Garden von der Schule ab. Auf dem Heimweg essen und trinken wir im Setia Budi Komplex etwas. Mein Datentransfer ist endlich abgeschlossen. Noch etwas "Büro". Während des Apero kommt Iskander mit seinen beiden kleinen Söhnen vorbei. Efraim will unbedingt mit seiner Taucherbrille duschen. Das Rendang muss ich alleine essen, weil Maria mit kochen beschäftigt ist. Nachher fahren wir zusammen mit Buted zu einer ehemaligen Nachbarin. Die Gastgeberin verbringt die Hälfte der Zeit mit ihrem Mobil-Telefon und überlässt uns dem Schicksal. Bei uns unvorstellbar. Nach einer Stunde sind wir zurück.
Sa 25.07.2015
Mit dem Auto zum Pasar Petisah zum Einkaufen auf dem Markt. Nachher Frühstück im Kopi Tiam. Heri mein Versicherungsagent sollt mir gestern 500'000 IDR zurückbringen. Er hat es angeblich vergessen. Ich ermahne ihn per SMS das Geld via ATM zu überweisen, was er dann tatsächlich auch macht! Wir gehen nochmals zum Schwimmen ins Danau Toba Hotel. Zum letzten Mal Apero vor meinem Haus. Ich telefoniere noch mit Muetti. Nachher folgt eine typisch indonesische Organisation. Eigentlich ist geplant, das Maria und ich alleine etwas trinken gehen, dann zurückkommen und etwas essen. Aber das trifft natürlich auch am letzten Tag nicht ein. Wir werden von Auen einem reichen Chinesen zum Whisky trinken eingeladen. Es ist dann allerdings kein Whisky sondern eine seit einiger Zeit geöffneter Rotwein. Offen und warm gelagert heisst ungeniessbar. Ich bin langsam hungrig. Es heisst wir fahren zum Essen, aber zuerst stoppen wir in Auen's Schule (Rainbow School). Da gibt es eine Führung durch den Mini-Zoo und viel Bla Bla. Auen verabschiedet sich dann, und wir fahren endlich zum Essen. Sie haben die Hälfte der 10 Sachen auf der Speisekarte nicht und als sie dann noch 45'000 IDR für das Bier verlangen wollen, habe ich genug. Wir wechseln ins Kampung Keling. Da kostet das Bier zwar auch mehr als üblich (30'000 IDR), aber sie haben die gewünschten Ifumie. Es ist bereits 23h wenn wir zurück sind.
So 26.07.2015
Bereits vor 7h fahren wir mit dem Motorrad zur Kirche um Efraim in die Sonntags-Schule zu bringen. Vorher isst er in der Nähe noch Mie Goreng. Maria und ich fahren dann ins Kopi Tiam. Zum letzten Mal Mie Pangsit für lange Zeit. Auf dem Heimweg holen wir Efraim ab. Zu Hause streitet sich Maria mit Miando und fährt dann mit Yanti zur Messe. Ich verzichte, zumal sie nicht zur üblichen Kirche geht. Sie kommt spät zurück und will dann unbedingt noch etwas essen. Es ist bereits 12.30h wenn wir losfahren und es regnet in Strömen. Wir schaffen es knapp den Zug nach Kualanamu um 13.00h zu erreichen. Dort haben wir dann genügend Zeit. Einchecken und etwas essen. Um 15h der tränenreiche Abschied. So lange waren wir noch nie getrennt seit 2 Jahren. Maria ruft aus dem Zug nochmals an und zählt schluchzend auf, was jetzt alles nicht mehr gemacht werden kann weil ich weg bin. Schlussendlich weint auch Efraim, der alles mithört. Der Flug nach Kuala Lumpur dauert nur 40 Minuten. Ich fahre in ein anderes Abfertigungsgebäude, weil es dort mehr Läden und Restaurants hat. Dort kaufe ich Whisky ein und esse ein Tuna-Baguette im Delifrance. Um 21h fliegen wir mit ¼h Verspätung ab, weil einige Passagiere zu spät kommen. Es wird ein Nachtessen serviert. Dazu gibt es guten Rotwein, nicht wie gestern. Der Flug dauert etwas mehr als 5 Stunden.
Mo 27.07.2015
Pünktlich um 04.15h landen wir in Darwin. Mit dem Schweizer-Pass mit Chip braucht man nicht anzustehen. Pass in den Leser einlegen, dann gibt es ein Ticket. Mit dem zum Foto-Durchgang, da wird elektronisch geprüft ob man auch der auf dem Bild ist. Und drinnen ist man. Kein Mensch der dich prüfend begutachtet. Nachher wird noch das Einreise-Formular von einer Dame aus Fleisch und Blut überprüft. Sie wundert sich, weil ich 8 Monate als Reisedauer geschrieben habe. Dann wird man noch von einer Zöllnerin nach unerlaubten Waren befragt. Sie schickt mich zum "grünen" Durchgang. Nach ½h ist alles erledigt inkl. Dem Kauf einer zusätzlichen Flasche Whisky, weil man 2.25 Liter mitbringen darf. Da ich erst um 7h in mein Zimmer kann, verbringe ich die Wartezeit in einem kleinen Restaurant im Flugplatz mit sehr gutem Kaffee (6.20 AUD = 4.30 CHF). Um 6.30h fahre ich mit dem Taxi zu meinem neuen Zuhause (24 AUD). Die Türklingel ist kaputt. Ich muss warten bis jemand heraus kommt. Das nächste Problem, für den Lift braucht man einen Elektronischen Schlüssel. Der Hauswart erledigt das für mich. Oben hat es keine Türklingel. Ich muss mehrmals klopfen, bis jemand öffnet. Robyn die Vermieterin wundert sich, wie ich es geschafft habe bis zur Wohnung zu kommen. Da die Vormieter noch nicht ausgezogen sind, mache ich mich auf den Weg ins Zentrum. Das ist nicht weit weg und ist menschenleer um diese Zeit. Ich mache mich schlau über die Produkte die sie im Supermarkt verkaufen. Kaufe einen Netzstecker-Adapter und esse dann ein Sandwich dazu einen Milchkaffee zum Frühstück. Ich muss bis 9.00h warten um eine Telstra-SIM-Karte zu kaufen. Ich lade 40 AUD darauf. Dafür bekommt man 2GB Daten-Volumen und 540 AUD!!! Guthaben für Gespräche, SMS usw. innerhalb 28 Tagen. Ich gehe die Esplanade, das ist ein Park am Meer, entlang zurück zur Wohnung. Mein Zimmer ist nun bereit. Ich richte mich ein und telefoniere mit Maria. Dann lege ich mich hin und höre Musik und döse bis in den späten Nachmittag. Gehe dann einkaufen gleich nebenan. Ein kleiner Laden mit angegliedertem Bottle-Shop. Nur in hier kann man Alkohol kaufen. Crackers, Käse, Joghurt, Butter und Bier, das 6er Pack für 18 AUD = 12.60 CHF. D.h. 2.10 CHF für 375ml, ziemlich teuer. Apero mit Sonnenuntergang hinter dem nächsten Haus auf meinem Balkon. Robyn kommt von der Arbeit zurück und wir sitzen auf ihrem Balkon und reden. Sie arbeitet als Ernährungsberaterin in einem Gefängnis, wenn ich das richtig verstanden habe. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe "Nirvana". Da war ich vor 14 Jahren auch einmal. Sie servieren Asiatisches Essen. Mein Beef Vindaloo ist sehr gut und viel, die Chapati dazu sind könnten besser sein. Mit einem kleinen Bier dazu ist man 36.50 AUD = mehr als 25 CHF los. Telefoniere noch mit Maria, dann schlafen.
Di 28.07.2015
Gehe zum Coles Supermarkt zum Einkaufen. Baguettes und Kaffee. Einen Kaffee-Filter finde ich nicht. So kaufe ich Fair Trade Sumatra-Kaffee für die Nespresso-Maschine. Nicht von Nestlé autorisiert, steht ausdrücklich drauf! Zuhause mache mein erstes Frühstück seit ich im Dezember in der Schweiz war. Die Baguettes sehen gut aus, sind aber nur durchschnittlich. Der Australische Camembert taugt nichts. Aber das 4-Minuten-Ei und der Kaffee mit heisser Milch sind sehr gut. Ich melde das Auto und das Motorrad zum Vorführen in Darwin an für Mittwoch 5.August und hoffe, dass bis dann alles erledigt ist. Ich muss einige Dokumente ausdrucken lassen, dann gehe ich zum Custom House um mein Carnet und den Frachtbrief zu zeigen. Dort bekomme ich eine Telefon-Nummer um die Quarantäne-Inspektion anzumelden. Zurück zu Hause telefoniere ich mit Maria und erledige diverse Büroarbeiten. Kaufe Schinken und Blau-Käse im Laden nebenan. Dann gibt es Schinkenbrot zum z'Vieri. Am späteren Nachmittag mache ich mich zu Fuss auf den Weg zum Mindil Beach (4.5km hin und zurück). Der ist etwa 1km lang. Hier ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut riesig. Er kann bis zu 7.7m sein, heute ist er "nur" 3m. Die Lifeguard (Bademeister) hat ein cooles Fahrzeug. Apero am Strand mit perfektem Sonnenuntergang. Von hier ist nichts im Weg bis nach Afrika. Zurück nach Hause und dann ins "Lost Arc" Pub das mir Robyn empfohlen hat. Das Sirloin Steak ist sehr gut (22 AUD) mit Pommes und Salat.
(7km zu Fuss unterwegs)
Mi 29.07.2015
Nach dem Frühstück beginne ich eine Versicherung zu suchen. Viele haben schon früher abgesagt. Jetzt wo es konkret wird sagen auch die andern meistens ab. Ich will nur eine Haftpflicht Versicherung, keine Kasko. Trotzdem lehnen sie ab weil mein Auto nicht in der Liste ist oder weil ich kein Australisches Nummernschild habe. Zwischendurch ein Schinkenbrot, dann weiter. Wenn ich das Auto geprüft und registriert habe, ist automatisch eine Haftplicht Versicherung inbegriffen. Die deckt aber nur Personen-Schäden, keine Sach-Schäden. Darum suche ich eine zusätzliche Versicherung. Verbringe den ganzen Tag am Telefon und Computer, ohne Ergebnis. Apero auf dem Balkon. Zum Nachtessen ins "Lorenzo", einer kleinen Pizzeria. Die Pizza ist nicht schlecht, mit viel Gemüse und wenig Fleisch. Der Hauswein ist sehr gut (6 AUD / Glas). Auf dem Heimweg kaufe ich Camembert und Heidi-Tilsiter Käse ein. Dazu Frischback-Brötchen und eine Flasche Wein. Zurück bin ich um 22h. Noch das obligate Telefon mit Maria. SMS aus Indonesien kommen nicht bei mir an. Mit meiner Swisscom-Nummer funktioniert es aber.
Do 30.07.2015
Zum Frühstück backe ich meine Brötchen. Der Tilsiter ist sehr salzig, keine Ähnlichkeit mit unserem. Den Camembert spare ich für später auf. Nachher schlage ich mich mit der Container-Fracht herum. Sie wollen 2650 AUD = 1855 CHF um meinen Container abzuladen. Es ist aber immer noch nicht klar wann er ankommt. Jetzt heisst es wieder am 2.August. Ich besuche einen Outdoor-Shop. Da kaufe ich einen Kaffee-Filter (French Press), damit ich später selber Kaffee machen kann, ohne Nespresso-Maschine. Ich besuche das Büro der TIO-Versicherung. Hier heisst es nur mit einem Australischen Fahrausweis gibt es eine Versicherung. Sie geben mir noch einen heissen Tipp. Als nächstes zu Telstra, dem australischen Pendant zur Swisscom. Das SMS-Problem sollte gelöst werden. Sie verbinden mich über eine sehr schlechte Verbindung mit dem Service-Center. Nach mehr als einer Stunde ist nur klar, dass nichts klar ist. Es scheint alles zu stimmen und trotzdem bekomme ich keine SMS aus Indonesien. Ich teste mit Markus, seine Antwort bekomme ich, aber den Sendebericht auch nicht. Nachher gehe ich zur Waterfront, dem aufgepeppten alten Hafengebiet. Da gibt es ein Wellenbad, viele teure Restaurants und vermutlich auch sehr teure Wohnungen. Sieht gut aus. Auf dem Heimweg kaufe ich noch Milch ein, 3 Liter für 3 AUD = 2.10 CHF. Endlich etwas das billig ist! Dazu 6 Joghurt à 0.90 AUD, auch billig. Zu Hause erwartet mich eine Überraschung. Maria & Efraim haben das Visum für Australien bekommen. Jetzt müssen sie dann nur kommen. Apero auf dem Balkon. Nachher versuche ich den heissen Tipp in Sachen Versicherung. Auch hier ist mein Auto nicht aufgeführt. Ich gebe einfach einmal Nissan Patrol ein. Das würde 284 AUD/Jahr kosten. Ich teile ihnen mit, dass sie mich anrufen sollen. Mal sehen was passiert. Zum Nachtessen nochmals ins "Lost Arc" Pub. Diesmal ein Angus T-Bone Steak mit Salat. Wieder sehr gut. Ich unterhalte mich lange mit einem Irländer, der hier ist weil seine Tochter einen schweren Autounfall hatte. Er hütet jetzt das Kind. Um 23h bin ich zurück.
Fr 31.07.2015
Zum Frühstück gibt es verbrannte Brötchen. Der Backofen spinnt und ich vergesse den Timer zu stellen. Nach ein wenig Kratzerei sind sie aber immer noch viel besser als das übliche Toastbrot. Die Container-Geschichte geht weiter. Die von der Quarantäne wollen etwas anderes von meinem Carnet. Also nochmals zum Customs House. Der Mann da versteht auch nicht was da falsch sein könnte. Sicherheitshalber schickt er diesmal auch eine Kopie des alten Carnet mit den Indonesischen Ausreise-Stempeln mit. Auf dem Rückweg esse ich etwas. Um 14h verabschiede ich mich von Robyn und fahre mit dem Taxi zu meinem neuen Zuhause. Es ist sehr einfach, aber geschmackvoll eingerichtet. Das einzige was stört ist der nahe Stuart Highway. Mal sehen resp. hören wie das nachts ist. Ich richte mich ein. Kläre ab wieso ich kein Geld mit meiner Post Card beziehen kann. Das Monats-Limit liegt bei 5000 CHF und das habe ich erreicht. Morgen am 1.August soll alles wieder funktionieren. Ich überweise das Geld für den Container. Maria meine neue Gastgeberin kommt kurz nach Hause. Mit ihr auch Best, ihr Mann und ihre 3-jährige Tochter Ariana. Sie gehen bald wieder auf eine Party. Maria gibt mir noch einige Tipps zum Nachtessen. Nach dem Apero auf der Terrasse dusche ich und mache mich dann zu Fuss auf den Weg zum Vestey's Beach (1.3km). Dort im Darwin Ski Club (Wasserski!) esse ich eine gute Lasagne. Es gibt Livemusik und es hat sehr viele Leute. Direkt am Strand ist es sehr angenehm. Zurück zu Hause telefoniere ich wie üblich mit Maria. Sie macht sich bereits Sorgen wegen ihrer Reise nach Australien, Versicherungen, Flug… Die Familie kommt gegen 23h zurück.
Sa 01.08.2015
Frühstück selber zubereiten. Mein neu gekaufter Kaffee-Filter kommt zum Einsatz. Der Kaffee ist sehr gut. Maria hat Brötchen eingekauft, so muss ich kein Toastbrot essen. Dazu gibt es ein Ei von den eigenen Hühnern. Ich besuche den samstäglichen Parap Village Market. Kein Vergleich mit Märkten in Asien oder Europa. Eher ein Touristen-Markt mit Kleidern und Ess-Ständen. Nur sehr wenige Stände mit frischem Gemüse, Früchten oder sonst üblichen Marktwaren. Auf dem Rückweg will ich mich über Reifenpreise orientieren, aber alle 3 Reifenhäuser haben um 12h geschlossen. Zurück zu Hause diverse Büroarbeiten wie Reiseabrechnung, Tagebuch…Apero im Garten mit Best, Maria's Ehemann. Sie haben das Haus erst im Februar gekauft. Es wurde 1939 erbaut und hat als eines der wenigen die Bombardierung durch die Japaner im Weltkrieg und den Zyklon Tracy im Jahre 1974 überlebt. Maria lädt mich zum Nachtessen mit der Familie ein. Es gibt Fisch mit Gemüse und Brat-Kartoffeln, schmeckt gut. Maria kommt aus England, Best aus Nigeria. Sie ist Floristin, er Programmierer beim Staat. Ich sitze noch eine Weile auf der Terrasse und geniesse den gekauften Rotwein. Dann telefoniere ich mit Markus und Maria & Efraim. Dem sage ich, dass er heute noch das restliche Feuerwerk abbrennen soll, da heute unser National Feiertag ist. Er lässt sich natürlich nicht zwei Mal bitten. Spät in der Nacht telefoniere ich auch noch mit Stefan, der jetzt in Jaffna auf Sri Lanka ist.
So 02.08.2015
Spätes Frühstück auf der Terrasse. Best ist zum Fischen gefahren. Er bringt 4 Fische zurück. Mit Freunden werden sie grilliert und gegessen. Am späteren Nachmittag gehe ich zum Botanischen Garten. Der ist nichts Besonderes. Es ist aber angenehm kühl und ruhig hier. Ich durchquere den Garten und besuche den "Mindil Beach Sunset Market". Da ist viel los. Es gibt viele Ess-, Kleider- und Souvenir-Stände. Ich esse einen guten Chorizo-Hotdog. Setze mich dann an den Strand. Ich erinnere mich, dass es bis zum Darwin Ski Club nicht weit sein kann. Auf einem schönen Weg der Küste entlang gehe ich dorthin. Sonnenuntergang mit kühlem Bier, perfekt. Zum Nachtessen bleibe ich gleich da. Ein 300 g Sirloin Steak mit Kartoffeln und Gemüse (26 AUD). Zurück zu Hause noch ein Glas Wein auf der Terrasse und mit Muetti und Maria telefonieren.
Mo 03.08.2015
Nach dem Frühstück wieder vor den Computer. Versuch erneut eine Versicherung zu finden. Ich habe inzwischen mehr als 30 Versicherungen angefragt, bisher immer ohne Erfolg. Jede Versicherung nennt andere Gründe wie importiertes Fahrzeug, kein Australischer Führerschein, keine fix Adresse, nicht auf unserer Liste usw. Mein Container-Schiff ist heute angekommen. Da aber hier heute ein Feiertag ist (Picnic Day) passiert wohl nichts. Ich verschiebe meinen Termin zum Registrieren von Auto und Motorrad vom 5.August auf den 7.August, der 6. Ist bereits ausgebucht. Auch 2 neue Reifen brauche ich vor der Registrierung, damit alle 4 Reifen neu sind. Zwei habe ich schon in Indonesien gewechselt. Heute ist in Darwin Pferderennen à la Ascot. Die Damen kreuzen mit verrückten Hüten auf, auch ausserhalb des Rennplatzes. Maria ist Floristin und bastelt sich einen Hut mit Blumen usw. Sie ist zu einer Party eingeladen. Sie empfiehlt mir das "Bogart" zum Nachtessen. Das Pub ist übervoll. Es hat viele mehr oder weniger betrunkene Frauen mit ebendiesen verrückten Hüten. Ich bestelle mein Essen an der Bar und habe dann das Glück, dass ich zum Essen einen Barhocker ergattern kann. Das Essen ist gut aber teuer (40 AUS +6.50 für das Bier). Da es eng und laut ist suche ich nachher die "Sports Bar" auf. Da hat es nicht ganz so viele Leute. Sport weil es überall Bildschirme an der Wand hat die Pferde-, Hunde und andere Rennen zeigen. Nach 21h bin ich zurück.
Di 04.08.2015
Vor dem Frühstück muss ich Brot einkaufen. Es gibt eine Bäckerei in der Nähe. Die "Vietnamese Rolls" sind gut. Auf dem Rückweg hole ich noch eine Reifen-Offerte ein. Alle Reifen sind hier bis zu zweimal so teuer wie in der Schweiz. Die billigste Offerte bis jetzt 225 AUD = 157 CHF pro Reifen. Nach dem Frühstück nochmals Versicherungen, wieder vergeblich. Am späteren Nachmittag will ich mit dem Velo in die "Stadt", finde aber den Schlüssel nicht, ich muss warten bis jemand zurückkommt. Dann fahre ich los, kaufe im Woolworths Käse, Joghurt, Zitronensaft und Bier ein. Zum Apero ins "Lost Arc". Da bleibe ich gleich zum Nachtessen, einen guten Hamburger. Nach 20h bin ich zurück. Trinke noch ein Glas Wein und unterhalte mich mit Best. Noch einige Telefonate, dann schlafen.
Mi 05.08.2015
Brot kaufen, dann Frühstück. Bitte TCS und Allianz-Versicherung, da habe ich meine Haushalt und Reiseversicherung, um Hilfe bei der Suche nach einer Haftpflichtversicherung für meine Fahrzeuge. Mein Container ist immer noch nicht freigegeben. Das Warten ist mühsam. Zum Nachtessen bin ich eingeladen, Maria hat Seafood-Rice gekocht. Schmeckt sehr gut. Unterhalte mich noch eine Weile mit Best, dann gehe ich schlafen.
Do 06.08.2015
Nach dem Frühstück erkundige ich mich nach Neuigkeiten über meinen Container. Nichts. Das Warten geht weiter. Ich gehe den ganzen Tag nicht aus dem Haus. Am Nachmittag bekomme ich die Meldung, dass mein Auto aus dem Container ausgeladen wurde. Es fehlen aber die Papiere von der Quarantäne um weiter etwas zu tun. Ich verschiebe meine Termine bei der Registrierungs-Stelle (MVR) auf Dienstag 11.August, da wir morgen sicher nicht vor dem Termin fertig sein werden. Zum Trost bin ich zum Nachtessen wieder eingeladen. Best kocht etwas Ähnliches wie Chicken-Thai-Curry. Es schmeckt sehr gut. Trinke noch meine restlichen Wein fertig und gehe dann schlafen.
Fr 07.08.2015
Brot kaufen, dann Frühstück. Endlich um 11h ruft Selina von der Logistik-Firma an. Ich fahre mit dem Taxi zum East Arm Port zur Quarantäne-Station (31 AUD). Um 11.15h sehe ich nach einem Monat endlich mein Auto wieder. Aber bevor ich mein Auto bekomme steht noch die Untersuchung durch die "Quarantäne-Frau" bevor. Die mein schon ziemlich bald, dass eine nochmalige Reinigung nötig sei. Sie untersucht aber wenigstens den Innenraum und meine Habseligkeiten weiter und ist zufrieden damit. Sie nimmt es sehr genau. Den Schlafsack will sie öffnen und beschädigt dabei den Reissverschluss, erst jetzt übergibt sie ihn mir zum Öffnen! Dann nimmt sie sich mein Motorrad vor. Auch da findet sie zu viel Staub im Innern. Aber wenigstens meint sie, dass ich das hier und jetzt reinigen könne. Sie will Teile entfernt haben, die ich noch nie geöffnet habe. Aber am Schluss hilft sie sogar beim Putzen. Sie gibt das Motorrad frei, so habe ich wenigstens ein Fahrzeug. Der Zoll hat meine Carnet als gestempelt markiert, obwohl ich sie bei mir habe und sie keine Originale haben. Ich fahre mit einem Angestellten zum Customs House in Darwin. Ich muss warten bis die Dame vor mir fertig ist, dann geht es wenigstens schnell. Nach 5 Minuten habe ich meine gestempelten Carnets zurück. Zurück zur Quarantäne-Station. Ich darf mein Auto nicht zum Waschen fahren, es könnten Samen und Viecher herunter fallen und Australien verseuchen. Das Auto muss zurück in den Container. Ich frage mich wie die Samen usw. wissen, dass sie hier und jetzt nicht herunterfallen dürfen. Mein Auto steht nämlich auf einem ganz normalen Parkplatz, nur mit einem Maschenzaun vom restlichen Australien getrennt! Ich bereite mein Auto für den Container vor. Wann der Transport stattfindet, kann mir niemand sagen. Um 15h fahre ich mit dem Motorrad zurück. Ich fahre direkt zur Registrier-Stelle (MVR). Aber es ist kein kurzfristiger Termin frei. Mein Motorrad ist nur auf dem Weg zur MVR versichert, sonst müsste ich für 46 AUD pro 24h eine extra Versicherung abschliessen! Ich verzichte, weil sie später 21.15 AUD pro Monat kosten wird! Ich fahre trotzdem zur nächsten Nissan-Garage. Ich brauche einen neuen Luftfilter, den alten wollen die Quarantäne-Leute vernichten. Ich habe die Nummer von meiner Garage in Winterthur telefonisch erfragt. Ist natürlich in Australien nicht an Lager. Es würde bis min. 25.August dauern bis er hier ist. Sie geben mir 2 Adressen für Ersatz-Artikel. Zurück zu Hause versuche ich mehr heraus zu finden. Es ist inzwischen aber bereits 17h und alle Geschäfte schliessen. Die Familie geht zu einer Einladung. Nach dem Apero gehe ich zum "Darwin Railway Club". Da gibt es Live Musik für 30 AUD. Ich bleibe trotzdem und esse ein Steak mit Kartoffeln und Salat für 20 AUD. Die Musik ist nicht speziell mein Geschmack und auch nicht wirklich gut gespielt und gesungen. Chris Tamwoy redet viel Zuviel und Caitlin Park ist ziemlich schräg. Nach 23h bin ich zurück.
(20km mit dem Motorrad)
Sa 08.08.2015
Maria bringt frisches Brot vom Markt. Best räumt den Garten auf, denn morgen kommt seine Schwiegermutter aus England zu Besuch. Später zeigt er mir stolz sein Werk. Wir fahren in die Stadt zum Einkaufen und Geld abheben. Die Commonwealth Bank verlangt keine extra Gebühren beim Geldabheben. Best kocht eine Nigerianische Spezialität. Poulet Schenkel an einer ziemlich scharfen Sauce lange gekocht bis sich das Fleisch fast von alleine vom Knochen löst. Ich bin wieder eingeladen zum Nachtessen. Nachher bringen sie Ariana zu Freunden und gehen dann an ein Konzert im Rahmen des Darwin Festivals. Ich bleibe zu Hause trinke Wein auf der Terrasse und telefoniere mit Stefan und Irène. Stefan ist immer noch in Sri Lanka und bekommt gerade ein gefrorenes Bier serviert. Er meint Sri Lanka sei wie Indien, aber nur die guten Seiten. Irène liegt mit einer Lungen Embolie im Spital und muss da noch einige Tage bleiben. Dusche und rasiere mich, dann gehe ich schlafen.
So 09.08.2015
Zum Frühstück backe ich mein Baguette nochmals auf, damit es wieder knusprig ist. Nachher packen. Noch ein Abschiedsfoto, dann fahre ich um 11h mit dem Taxi nach Rapid Creek zu meinem neuen Zuhause (21 AUD). Katie und Russell sind gerade am Umbauen und empfangen mich mit schmutzigen Händen, dafür sehr herzlich. Ich richte mich ein, packe aber nicht zu viel aus, weil ich das Zimmer wechseln werde, noch heute oder dann morgen. Es lebt noch ein Paar aus Melbourne hier. Wir unterhalten uns auf der Terrasse. Claire gesellt sich zu uns. Sie wohnt hier fest. Ich mache mich auf den Weg zum Strand um den Sonnenuntergang zu sehen. Es ist Ebbe zwar keine extreme, immer noch 2m über dem Minimum, aber das Meer ist trotzdem weit weg. Der Strand ist darum sehr breit. Ich gehe etwa 1km dem Strand entlang und setze mich bei einer kleinen Klippe hin. Apero-Time. Der Sonnenuntergang (Nr. 1165) ist wie im Reiseprospekt. Auf dem Rückweg gehe ich ins "Beach Front Hotel". Da hat Maria mal gearbeitet und sie hat es mir empfohlen, vor allem am Montag, da soll es Bier und Steak für 15 AUD geben. Heute hat es Live Musik und ziemlich viele Leute. Ich bleibe trotzdem zum Nachtessen. Einen Chorizo Mini Burger und ein Bier für (18 AUD). Schmeckt gut und ist nicht wirklich Mini. Zurück zu Hause richte ich mich ein, sie haben meine Sachen ins Studio gezügelt. Da kann ich 1 Woche bleiben falls nötig. Claire Nummer 2 bleibt nur eine Nacht. Sie isst und ich trinke noch ein Bier, wir unterhalten uns, dann gehe ich schlafen.
(5km zu Fuss)
Mo 10.08.2015
Um 02.30h weckt mich Maria. In Medan hat es offenbar sehr stark geregnet. Die halbe Wohnung steht unter Wasser. Auch der Stromzähler im Nebenhaus wurde nass und jetzt leuchten beide LED's. Maria ist in Panik, sie hat Angst dass das Haus abbrennt. Sie haben den Strom abgeschaltet. Der Zähler ist aber vor der Sicherung. Ich beruhige sie so gut es geht und schlafe dann weiter. Vor dem Frühstück gehe ich in das kleine Einkaufszentrum etwa 300m weit weg. Ich möchte frisches Brot kaufen. Im ersten Laden haben sie nur geschnittenes "Brot". Zum Glück hat es weiter hinten noch einen Bio-Laden. Da gibt es sündhaft teures dunkles Bio-Brot (8.90 AUD = 6.30 CHF für ½ kg). Es ist aber sehr gut. Ich koche mir wie üblich ein 4-Minuten Ei, dazu Käse den ich schon früher gekauft habe. Melanie, die Frau die meinen Lastwagen vor Ort betreut schickt mir eine Email. Ich muss ein Formular unterschrieben zurück schicken. Ich muss unterschreiben, dass sie eventuell mein Auto beschädigen dürfen um es zu reinigen!!!! Und schon ist der Morgen vorbei. Dann geht die Suche nach einem Ersatz-Luftfilter weiter. Es ist ein schwieriges Unterfangen. Gegen Abend bekomme ich die Meldung, dass mein Auto ist sauber ist. Wir warten auf einen Termin mit den Quarantäne-Leuten und die warten auf Geld! Das muss mein Agent bezahlen. Zum Nachtessen gehe ich wie geplant ins "Beach Front Hotel". Es gibt tatsächlich für 15 AUD = 10.50 CHF 350g T-Bone-Steak, Pommes, Salat und ein Pint Bier. Schmeckt gut. Jacky und Scott meine Zimmernachbarn sind auch hier. Ich trinke noch ein weiteres Bier, dann gehe ich zurück.
Di 11.08.2015
Frühstück, nachher weiter auf Filtersuche. Nissan könnte einen neuen beschaffen, aber erst auf den 25.September. Um 11h fahre ich mit dem Taxi zu Maria, bringe meinen Schlüssel zurück und hole mein Motorrad ab. Es ist niemand zu Hause. Ich bin bereits um 11.30h anstatt 12h bei der Motorfahrzeugkontrolle. Da ist nichts los. Sie nehmen mich gleich dran. Die eigentliche Inspektion des Motorrades dauert knapp 5 Minuten, dann muss ich 10 Minuten auf das Protokoll warten. Mit dem muss ich dann zu den Schaltern. Da warte ich dann ½h bis ich dran bin. Die Beamtin macht das zum ersten Mal mit einem Fahrzeug unter Carnet. Sie muss darum immer wieder ihre Chefin fragen. Meine Dokumente werden kopiert, ich werde fotografiert und nach einer weiteren ½h habe ich das benötigte Dokument in der Hand. Ich bezahle für 3 Monate inkl. Personen-Haftplicht-Versicherung und Registrierung 76.20 AUD. Ich fahre mit der Zulassung zur TIO-Versicherung, aber die bleiben dabei, sie wollen mich nicht versichern für Sachschäden. Auf dem Rückweg stoppe ich bei Nissan. Es bleibt beim 25.September. Sie können mir den Filter aber nachsenden. Von hier fahre ich zu Repco Winnellie. Die haben viele Filter. Wir finden keinen passenden und beschliessen, dass ich mit dem Auto vorbei komme. Auf dem Rückweg tanke ich zum 1.Mal, 1.32 AUD/Liter Bleifrei 81 (0.95 CHF). Melanie ruft um 16.30h an, mein Auto ist aus der Quarantäne entlassen. Sie werden es morgen abholen und ich kann es dann entgegen nehmen. Ich fahre mit dem Motorrad zum Einkaufen, rund um die Halbinsel Nightcliff, alles der schönen Küste entlang. Apero mit dem gekauften Rotwein. Scott trinkt auch ein Glas mit. Zum Nachtessen will ich in eine Pizzeria. Die existiert aber nicht mehr. Ich suche weiter nach einem Restaurant und lande in einem griechischen Club. Da bekomme ich ein gutes Eintopf-Gericht mit Huhn, dazu Brot. Es sind nur Griechen da und die sprechen kaum englisch. Die Angestellte ist eine Deutsche die hier für kurze Zeit arbeitet. Wir unterhalten uns eine Weile. Dann fahre ich zurück. Telefoniere noch mit Maria. Zum 1.Mal via Skype. Es funktioniert erstaunlicherweise besser als mit Telstra oder didSIP! Sogar mit Video.
(28km mit dem Motorrad)
Mi 12.08.2015
Nach dem Frühstück organisiere ich den Platz zum Umbauen. Brett von "NT Hauliers Darwin" wird mir beim Umbau mit dem Hubstapler helfen. Um 12h fahre ich mit dem Taxi zum Hafen. Melanie ist am Rotieren. Sie braucht die Rechnung für die Reinigung. Ich kann mein Auto nun auf den neusten Stand in Sachen Navigation bringen. Vom Luftfilter keine Spur. Melanie ruft die Reinigungsfirma an. Die meinen, die Quarantäne-Leute hätten sie angewiesen den ganzen Filter zu entsorgen. Daraufhin ruft sie dort an. Die meinen das hätten sie nicht angeordnet und teilen das der Reinigungsfirma mit. Melanies Fahrer fährt zur Reinigungsfirma und kommt wenig später zurück. Er bringt den kompletten Filter zurück! Soviel zur Australischen Quarantäne! Mir soll's recht sein, mein Filterproblem ist gelöst. Ich reinige ihn so gut es geht mit Pressluft. Eine staubige Angelegenheit. Das nächste Problem, ich bekomme mein Auto erst wenn die Reinigung bezahlt ist. Wir warten auf die Rechnung. Nach einer Ewigkeit kommt sie endlich und wie, 1330 AUD = 960 CHF verlangen sie! Mir bleibt nichts anderes übrig als zu bezahlen. Endlich nach mehr als 2h warten, kann ich losfahren. Der Platz zum Umbauen ist nur 200m entfernt. Ich starte mit dem Umbau um 14.45h auf dem Parkplatz ausserhalb des Firmengeländes. Nach kurzer Zeit kommt Brett mit dem Hubstapler und hebt mein Dach ab. Er lässt den Stapler gleich da, mit dem Dach darauf. Ein halbe Stunde später sind die Zwischenelemente montiert und wir können das Dach wieder montieren und ich beginne alles fest zu schrauben. Für die Montage der Stirnplatte hilft mir ein Angestellter für ein paar Minuten. Es geht ein ziemlich kräftiger Wind, darum schaffe ich das nicht alleine. Nach 3h ist alles soweit fertig, dass ich nach Hause fahren kann. Ich rufe Brett an und will wissen was ich ihm schuldig bin. Er meint das sei geschenkt. Ich bedanke mich für das unerwartete Geschenk. Ich fahre todmüde nach Hause. Ich zeige Russell mein Auto und wir trinken Bier zusammen und reden über dies und das. Zu meinen Problemen meint er "Welcome to the Australian Bureaucracy". Zum Nachtessen empfehlen mir Jacky & Scott einen Pizza-Stand, der nur am Mittwoch in der Nähe des "Beach Front Hotel" am Strand steht. Ich fahre hin, es hat viele Leute. Ich kaufe mir im Bottle-Shop noch Bier und geniesse die Pizza Prosciutto unter freiem Himmel. Nach dem Telefonat mit Maria gehe ich schlafen, ich bin geschafft.
(Die ersten 18km in Australien mit dem Auto unterwegs)
Do 13.08.2015
Nach dem Frühstück organisiere ich die 2 neuen Reifen (480 AUD). Ich bekomme einen Termin um 15h. Dann starte ich mit dem Fertigstellen des Innenausbaus meines Autos. Um 15h bin ich beim Reifenhändler in Darwin, der meint er könne die hier nicht montieren. Ich muss nach Winnellie etwa 5km ausserhalb fahren. Da klappt es dann speditiv. Die neuen Reifen auf die Reserven-Räder und dann vorne montieren, die vorderen nach hinten und die hinteren als Reserve-Reifen. Die alten Reifen sind sehr abgefahren, teilweise bis auf die Leinwand. Da ich schon hier draussen bin gehe ich gleich Schrauben einkaufen. Russell hat mir 2 Läden empfohlen. Im zweiten finde ich was ich brauche. Ich werde für die Stirnplatte andere Schrauben verwenden als bisher, damit ich sie besser lösen kann das nächste Mal. Auf dem Rückweg gehe ich noch Einkaufen. Bier und Brot. Das Bier nach Australischer Art, nämlich einen Karton mit 30 Büchsen à 375ml! Gegen 17.30h bin ich zurück. Es sind neue Gäste angekommen. Zum Nachtessen ins "Beach Front Hotel". Die vegetarische Lasagne schmeckt sehr gut. Ich gehe bald schlafen.
(32km)
Fr 14.08.2015
Nach dem Frühstück, das Brot das ich gestern gekauft habe ist nicht gut, letzte Vorbereitungen für das Vorführen. Um 11h fahre ich los. Nach 15 Minuten bin ich bereits bei der Registrierungs-Stelle (MVR). Sie schicken mich auf die Prüfbahn für schwere Lastwagen. Es ist wieder der gleiche Prüfer wie bei meinem Motorrad. Er nimmt das ganze ziemlich leicht. Nur die Nummern von Motor und Chassis werden exakt geprüft und zum Schluss die Bremsen. Um 12h habe ich den Prüfbericht und muss wieder für die Registrierung anstehen. Das dauert eine volle Stunde. Nach ¼h habe ich dann das ersehnte Papier in der Hand und bin 184.40 AUD los für die nächsten 3 Monate inkl. Personen-Haftplicht-Versicherung und Registrierung. Auf dem Rückweg gehe ich noch einkaufen. Zu Hause trinke ich zuerst ein Bier auf den Abschluss der Fahrzeug-Geschichte. Ich wechsle die Schrauben der Stirnplatte aus. Schaffe es sogar alleine die defekten Einpressmuttern zu ersetzen. Diesmal fette ich jede Schraube, um sie später leichter lösen zu können. Mit Russell trinke ich das abendliche Bier auf der Terrasse. Zum Nachtessen empfiehlt er mir das "Memory of India", das ist nicht weit weg. Es hat viele Gäste, auch Inder, ein gutes Zeichen. Mein Beef Vindaloo schmeckt sehr gut. Es gibt eine grosse Portion, ich muss nochmals Naan nachbestellen. Ich bin immer noch sehr müde und gehe früh schlafen.
(14km)
Sa 15.08.2015
Nach dem Frühstück packe ich meine Sachen. Ich muss für eine Nacht ins Haupthaus umziehen, weil Gäste kommen die meinen Raum schon vor einiger Zeit reserviert haben. Claire überlässt mir ihr Zimmer für diese Nacht. Ich fahre ins Homemaker Village um einzukaufen. Ich finde alles was ich kaufen will. 4 Zeltstangen, Gaskocher mit 2 Brennern, Gasflasche, Eis-Box (25l), Abschlepp-Schekel, Kissen und Überzug, Messglas als Eierbecher und eine 100l Box, damit ich alles verstauen kann, am Schluss sogar noch Flipflops in meiner Grösse. Alles zusammen kostet 477 AUD = 350 CHF. Zum Nachtessen hat mich Katie eingeladen. Wir sind 9 Leute. Ein Paar aus Darwin mit Sohn, Jürgen ist Deutscher, Anita Malaysierin, Derick ist ein Deutscher der in Indonesien lebt und dort verheiratet ist, Mutter und Tochter aus Frankreich, die in meinem Studio sind für eine Nacht und natürlich die Gastgeber. Das Essen ist gut und die Stimmung auch. Es wird viel geredet und gelacht. Derick hat seinen Hauptwohnsitz auf Bali (Seminyak), auf Pulau Roti (SE von Timor) und in Jakarta besitzt er weitere Wohngelegenheiten. Gegen 22h verabschieden sich die Gäste und ich gehe auch bald schlafen.
(3km)
So 16.08.2015
Nach dem Frühstück organisiere ich mich für die Weiterreise. Ich ziehe wieder in mein "altes" Studio. Probiere den gestern gekauften Camping-Herd aus, er funktioniert einwandfrei. Mit Katie & Russell fahre ich zu Anita & Jürgen, wir bringen Pflanzen und Werkzeuge vorbei. Sie wohnen "just around the corner", d.h. hier 5.3km! Zu Hause das traditionelle Bier mit Russell. Dann telefoniere ich mit Muetti und Markus. Das empfohlene Restaurant fürs Nachtessen ist geschlossen. Ich kaufe nebenan 2 Hamburger und esse sie zu Hause auf meiner Terrasse. Telefoniere noch mit Maria und Stefan. Der ist immer noch in Sri Lanka.
Mo 17.08.2015
Nach dem Frühstück versuche ich ein letztes Mal eine Versicherung abzuschliessen. Obwohl mein Auto jetzt registriert ist, geht es wieder nicht. Diesmal weil sie diese Art Fahrzeuge nicht versichern. Das ist mein etwa 35-igster und letzter Versuch. Ich fahre ohne Sachschaden-Haftpflichtversicherung los. Personen-Schäden sind durch die Registrierung gedeckt. Ich war bis jetzt 40 Jahre mit dem Auto unterwegs, ohne einen Unfall und hoffe das bleibt so. Ich versuche nochmals bei Telstra das SMS-Problem zu lösen, ich bekomme keine SMS aus Indonesien. Diesmal bricht das Chat-System zusammen bevor mein Problem richtig zur Kenntnis genommen wird. Ich fülle ein Beschwerde-Formular aus, vielleicht hilft das. Nachher fahre ich zum Einkaufen und auf die Post um meine alten Carnets dem TCS zurück zu schicken. Verstaue alles was ich nicht mehr brauche im Auto. Nach dem traditionellen Feierabendbier mit Russell, hilft er mir beim Verladen des Motorrades. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins "Beach Front Hotel". Nochmals ein 350g T-Bone-Steak und ein Bier für 15 AUD. Zurück zu Hause noch eine Foto-Session mit Katie und Russell. Dann gehe ich bald schlafen.
(4.8km)
Di 18.08.2015
Frühstück mit Frischback-Brötchen. Dann fertig packen und Abschied von Katie. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst kaufe ich noch Brot im nahen Bio-Laden. Dann geht es wirklich los. Auf dem Stuart Highway hat es wenig Verkehr. Nach 20km biege ich auf den Arnhem Highway ab. Ich beschliesse mit 70-75 km/h zu reisen. So ist der Dieselverbrauch im Rahmen. Ich werde aber kaum überholt. Kurz vor 12h bin ich am Fog Dam. Den haben sie 1950 gebaut um Reis zu pflanzen, sind aber kläglich gescheitert. Es gibt hier viele Vögel und eine gute Sicht auf die Wetlands. Ich fahre noch bis zum Ende des Dammes. Zu Fuss ist es verboten wegen den Krokodilen. Da gibt es eine Aussichtsplattform. Nach 20 Minuten fahre ich weiter zum Window On the Wetlands. Das liegt auf einem Hügel und man hat eine gute Übersicht über die Gegend. Wenn ich zurück zum Auto komme, höre ich jemand sagen "He lueg es Zürcher Auto, ich glaubs nöd!". Wir unterhalten uns eine Weile. Meine erste Begegnung mit einem Roadtrain mit 4 Anhängern endet mit einem wegfliegenden Rückwandblech. Den immensen Luftdruck auf das Blech haben die alten Kabelbinder nicht überlebt. Ich lade das Blech ein und fahre weiter. Seit Darwin habe ich eine Vibration ab 60 km/h und finde nicht heraus woher. Es hat kaum Verkehr, man könnte ohne weiteres 120 km/h fahren. Einmal hat es eine Tafel, Achtung Kurve, 90 km/h. Sonst geht es fast immer gerade aus. Die Gegend ist nicht sehr abwechslungsreich. Meist Grasland oder lichten Wald mit von den Buschfeuern verkohlten Stämmen. Nach 155km verlasse ich den Highway. Die Strasse ist jetzt schmaler aber immer noch sehr gut und geteert. Die letzten 9km sind dann aber Naturstrasse, aber in guten Zustand. Um 15h bin ich in der Point Stuart Wilderness Lodge. Es hat keine Leute. Ich bleibe trotzdem. Montiere mein Abdeckblech wieder und versuche heraus zu finden was vibriert. Nachher richte ich mich ein. Eine Familie aus Sydney kommt an. Sie richten sich in meiner Nähe ein. Er kommt gleich zur Begrüssung zu mir. Später treffen wir uns auf meiner Erkundungstour wieder am Pool. Zum Nachtessen gehe ich in den "Saloon" ein gutes Stück Fleisch an einer Senfsauce, Pommes und Salat. Nachher bleibe ich noch auf ein Zusatzbier und schaue der Familie aus Sydney beim Darts spielen zu. Dann gehe ich schlafen, vorher noch ein Glas Shiraz unter dem beeindruckenden Sternenhimmel. Zum Glück haben mir die Schweizer von heute Mittag gesagt, dass sie gefroren haben letzte Nacht. Ich habe den warmen Schlafsack bereit gemacht und der ist bitter nötig. In der Nacht sinkt die Temperatur auf 15C° oder weniger. Es ist kalt!
(189km, 4½h unterwegs)
Mi 19.08.2015
Meine erste Nacht war kalt! Nun heisst es das erste Camping-Frühstück zubereiten. Geht einwandfrei. Frischen Kaffee, heisse Milch und ein 4-Minuten-Ei. Dazu Käse (Camembert und Edamer), Konfi und dunkles Brot. Fast wie zu Hause. Ich bekomme Besuch von 2 Wallabys, die hier übliche Art von kleinen Kängurus, eines mit Jungem, das sich bei meinem Anblick in Mutters Beutel verzieht. Nachher zusammenpacken. Nach 11.15h fahre ich los. Zuerst wieder Naturstrasse, dann geteert. Nach ½h bin ich zurück auf dem Arnhem Highway. Ich habe auf den letzten 35km ein einziges Auto gesehen. Ich fahre meistens zwischen 70 und max. 80 km/h. Bis zum Ziel überholen mich etwa 10 Autos, ich überhole kein einziges. Unterwegs brennt es zwei Mal entlang der Strasse. Ein mulmiges Gefühl. Es heisst Licht einschalten und langsam weiter fahren. Beim South Alligator River halte ich an. Hier wäre die erste Möglichkeit zum Übernachten. Es gefällt mir jedoch nicht. Ich fahre weiter. Gegen 14h erreiche ich Jabiru, den grössten Ort im Kakadu Nationalpark. Ich fahre zuerst zur Information und kaufe das 14-Tage-Ticket für 25 AUD. Dann fahre ich zum Lake View Park. Der heisst jetzt neu Anbinik Kakadu Resort. Sie haben verschiedene Unterkünfte. Ich entscheide mich für Camping mit eigener Toilette/Dusche und Stromanschluss für 42 AUD. Ein gutes System. 2 Plätze Teilen sich einen Toiletten/Duschen Block mit Solar-Warmwasser-Aufbereitung auf dem Dach. Ich fahre in den kleinen Ort zum Tanken und Einkaufen. Hier gibt es wieder Handy-Empfang, Internet allerdings nur mit Edge. Seit Window On the Wetlands gab es keinen Empfang mehr. Ich finde heraus was vibriert an meinem Auto. Ich habe ein neues Spannset verwendet, weil das alte verrostet war und das erzeugt die Vibrationen. Ich verspanne das vibrierende Stück mit einer Schnur. Ich richte mich ein und geniesse ein kühles Bier. Ich plane die weiteren Ziele im Kakadu Nationalpark und gehe auf ein kühles Bad in den Pool. Mein Nachbar war Lastwagen-Verkäufer und will natürlich mein Auto begutachten, inkl. Foto mit mir. Auch der andere Nachbar kommt auf einen Schwatz herüber, während er am grillieren ist. Zum Nachtessen gehe ich in den "Jabiru Sport and Social Club". Da ist man auch als Gast willkommen. Es hat viele Leute und ein Seafood Buffet. Ich bestelle Pasta Chicken Carbonara. Ist sehr viel und schmeckt sehr gut. Zurück noch ein Glas Wein, dann ins Bett. Diesmal mit T-Shirt, damit ich nicht friere. Rufe noch Maria an und höre noch etwas Musik. Mein Magen rumort gewaltig, darum kann ich lange nicht einschlafen.
(161km, 3¾h unterwegs)
Do 20.08.2015
Heute klappt es mit dem Frühstück schon viel besser. Ich werde eine weitere Nacht hier bleiben. Um 10.15h fahre ich los. Mein Ziel ist der "Ubirr Aboriginal Art Walk". Die Vibrationen sind weg! Um 11h bin ich da. Zufällig findet gerade jetzt eine gratis Führung durch einen Ranger statt. Ich hole noch meinen Rucksack und schliesse mich an. Hier sind die einzigen Hügel in weitem Umkreis. In der Regenzeit sind sie die einzigen trockenen Orte. Alles rundherum ist dann mehr oder weniger unter Wasser, darum heisst es hier auch Wetlands. Der Ranger redet sehr viel. Es gibt hier Wandzeichnungen, die z.T. mehr als 20'000 Jahre alt sind. Es sind einfache Zeichnungen mit Darstellungen von Alltags Situationen wie Nahrung, Tiere usw. Einige ziehen den Nadab Lookout der langen Rederei vor. Von hier oben hat man einen guten Überblick über die Umgebung. In der Nähe wütet ein Buschfeuer. Sieht beeindruckend aus. Nach 2h fahre ich zurück. Kaufe noch Eis und ein paar andere Sachen ein. Um 14.30h bin ich zurück. Geniesse den Pool und erledige wieder einmal mein Büro. Mein Nachbar gibt mir einige Tipps für West-Australien. Zum Nachtessen gehe ich in die nahe Kakadu Lodge. Die Büffelwurst mit Mashed Potatoes und Salat sind sehr gut. Zurück noch einen Schlummi und mit Maria telefonieren.
(88km, 4¼h unterwegs, davon 2h zu Fuss)
Fr 21.08.2015
Nach dem Frühstück packe ich alles zusammen. Um 10.30h fahre ich los. Auf dem Kakadu Highway geht es 23km weit, dann biege ich ab Richtung Nourlangie. Zuerst besuche ich den Nawurlandja Lookout. Man muss etwa 10 Minuten hinaufsteigen, hat dann aber einen guten Ausblick über die Gegend. Weiter geht es zum Nourlangie Art Walk. Da gibt es auch wieder Felszeichnungen. Ich steige noch bis zum Gunnwarrdehwarrdde Lookout hoch. Das alles liegt unterhalb einer imposanten Feldformation. Die ganze Wanderung ist 2km lang. Es ist ziemlich heiss. Nach ¾h fahre ich weiter zurück Richtung Highway. Halte noch kurz beim Anbangbang Billabong, einer Wasserstelle mit vielen Vögeln und gemäss Warnschildern auch Krokodilen. Zurück auf dem Kakadu Highway geht es weiter bis Cooinda. Dort im Gagudju Lodge Cooinda Caravan Park bleibe ich für 2 Nächte (46 AUD/Nacht). Ich richte mich ein. Montiere zum ersten Mal ein Aussendach um mehr Schatten zu haben. Dazu tausche ich 2 Schrauben an meinem Aufbau, um die Blache befestigen zu können. Zusammen mit den neuen Zeltstangen sieht es fast perfekt aus. Nur Mobile-Empfang habe ich hier keinen, obwohl die Antenne mitten im Areal steht. Telstra benützt hier offenbar andere Frequenzen als üblich. Ziemlich idiotisch an einem touristischen Ort! Ich geniesse den schönen Pool. Apero mit Sonnenuntergang im Busch. Zum Nachtessen gehe ich ins Restaurant. Ein "Kakadu Plattern" für 36 AUD. Die enthält Baramundi, den lokalen Fisch, Känguru Filet, Büffelwurst und kaltes Krokodilfleisch, dazu Salat und Pommes. Schmeckt alles sehr gut. Noch einen Schlummi, dann ins Bett.
(85km, 3½h unterwegs, davon 1h zu Fuss)
Sa 22.08.2015
Der Toiletten-Block ist ziemlich weit entfernt. Da muss ich aber hin vor dem Frühstück. Zum Frühstück habe ich wieder Besuch durch ein Wallaby. Nach dem Frühstück melde ich mich für die "Yellow Water Cruise" um 11.30h an (72 AUD). Sie fahren uns mit dem Bus zum Bootssteg. Wir sind nur 11 Personen, so wie ich gehofft habe. Für die Sunrise und Sunset Touren sind die Boote jeweils voll, d.h. 50 Leute. Wir fahren langsam durch die Wetlands und stoppen immer wieder um Krokodile, Vögel usw. zu bewundern. Der Fluss heisst South Alligator River, weil ihn ein Amerikaner aus Florida entdeckt hat und ihm den falschen Namen gab. Hier gibt es nur Krokodile, keine Alligatoren. Es ist eine sehr angenehme Tour. Nur wenige Erklärungen und in angenehmen Ton. Da das Boot sehr leise ist, können wir meist sehr nahe heran fahren und die Tiere fliehen nicht. Wir sehen mehr als 10 Krokodile, das sind aber nur 10% der hier lebenden Exemplare. In einer normalen Regenzeit steht das Wasser hier etwa 3m höher als jetzt. D.h. mehr oder weniger alles liegt unter Wasser. Nach 1½h sind wir zurück. Ein Franzose der hier arbeitet leiht mir sein Mobil-Telefon, damit ich Maria anrufen kann und mein Prepaid-Konto aufladen kann. Dazu wechseln wir die SIM-Karte aus. So komme ich in den Genuss eines Microsoft-Mobile-Telefons. Nach ¼h holt er es wieder ab. Ich gehe an den Pool. Da setzt sich ein Schweizerpaar neben mich. Ich gebe mich aber nicht zu erkennen. Zum Nachtessen nehme ich Lamm-Keule mit Mashed Potatoes und Erbsli. Das Lamm schmeckt sehr gut und ist wie hier üblich eine Riesenportion. Kartoffeln und Erbsli sind so fade, dass ich nachsalzen muss. Ein Amerika/Australier setzt sich zu mir. Er ist mit einem gemieteten Motorrad unterwegs. Er scheint sehr reich zu sein, jedenfalls seinen Erzählungen nach. Wir trinken 2 Bier zusammen, dann gehe ich schlafen.
So 23.08.2015
Frühstück wie üblich um 8h. Dann zusammen packen. Kaufe noch 5kg Eis ein für 5 AUD. Um 10.15h fahre ich los, zurück auf den Kakadu Highway Richtung Pine Creek. Es hat kaum Verkehr. Nach 1¼h, nach 86km fahrt halte ich beim Bukbukluk Lookout an. Ein Blick zurück in den Kakadu Nationalpark, der hier ziemlich hügelig ist, +/- 50m. Nach ¼h fahre ich weiter. 30 Minuten später stoppe ich nach 20km am Parkausgang beim Mary River Roadhouse. Hier könnte man übernachten, aber es passt mir nicht. Ich fahre 60km weiter bis nach Pine Creek. Da schaue ich mir zuerst das Railway Resort an. Das wäre nicht schlecht, aber sie schliessen bis Montagmorgen und der Platz hat keinen Schatten. Ich fahre zum nahen Lazy Lizard Caravan Park. Da passt es mir (18 AUD ohne Strom). Auch hier habe ich mit meinem Handy keinen Empfang. Ich kaufe mir einen Wireless-Accesspoint von Telstra für 49 AUD. Damit klappt es dann auch tatsächlich. So kann ich wenigstens mein Data-Volumen aufbrauchen. Ich richte mich ein. Kurz in den kleinen Pool. Mein Nachbar kommt aus Deutschland und heisst Andreas. Er hat in Sydney seine Doktorarbeit gemacht und reist nun mit Zelt und Auto durch Australien. Zum Apero sitzen wir zusammen. Zum Nachtessen gehe ins Lazy Lizard gleich nebenan. Mein "Heart Warming Lamb Hotpot" schmeckt sehr gut, etwas süsslich mit viel Gemüse an einer Weinsauce. Dazu so etwas Ähnliches wie Knödel mit Kräutern. Ich bin schon im Bett, da höre ich, dass meine andern Nachbarn Schweizerdeutsch sprechen. Ich stehe nochmals auf und besuche sie. Barbara und Bruno sind seit 3 Monaten unterwegs. Bis jetzt von Flores nach Bali mit ÖV und jetzt für weitere 3 Monate in Australien mit einem riesigen Wohnmobil.
(166km, 3¼h unterwegs)
Mo 24.08.2015
Nach dem Frühstück heisst es zusammenpacken. Barbara und Bruno fahren vor mir los. Um 10.45h fahre ich auch los. Zuerst kaufe ich noch ein und besuche die alte Bahnstation. Dort gibt es auch einige alte Maschinen zum Uran-Abbau zu sehen. Hier gab es viele Uran-Minen, einige sind immer noch in Betrieb. Noch Tanken, dann geht es um 11.15h definitiv los. Ich fahre 48km auf dem Stuart Highway. Nach knapp 40 Minuten bin ich am Abzweiger nach Edith Falls, d.h. mit 76 km/h im Schnitt. 7km weiter schliesst ein Fahrzeug zügig zu mir auf. Jemand blinkt und winkt. Ich fahre zur Seite und werde angenehm überrascht. Maria und Best, meine Gastgeber in Darwin steigen aus und strahlen. Sie waren Richtung Darwin auf dem Heimweg und er hat mein Auto erkannt, obwohl er es nur auf Bildern gesehen hat. Wir reden eine Weile, dann verabschieden wir uns. Um 12.30h bin ich auf dem Campingplatz bei den Edith Falls. Ich bezahle als "Sexy Senior" nur 9 AUD pro Nacht. Ich richte mich ein. Um 14h mache ich mich zu Fuss auf den Weg zum Upper Pool. Das sind 1.5km. Es ist heiss und geht aufwärts, aber nicht "very steep" wie beschrieben. Man könnte hier schwimmen, aber es hat keine Schattenplätze. Der Wasserfall hat immer noch genügend Wasser. Ich wandere auf einem andern Weg zurück. Nach total 50 Minuten bin ich zurück am untersten Pool (Plunge Pool). Gemäss Beschreibung braucht man für diesen Weg 2h! Es gibt da eine kleine Liegewiese und einen Einstieg in den See. Ich schwimme eine Weile und lege mich dann in den Schatten und döse. Kurz vor 17h gehe ich zum Kiosk und bestelle eine Quiche mit Salat. Schmeckt sehr gut. Ralph? Ein Deutscher aus Konstanz setzt sich zu mir. Auch er isst etwas, weil sie den Kiosk gleich schliessen. Dann gibt es hier nichts mehr zu kaufen. Ich lade ihn auf ein Bier bei mir ein. Da taucht auch Andreas wieder auf. Er hat mein Auto gesehen. Zusammen gehen wir um 19h zum "Ranger Talk". Ein Ranger hält einen Vortrag über die Tierwelt in dieser Gegend. Ziemlich langatmig, aber informativ. So erfahren wir, dass im See wo wir schwimmen gingen sehr wohl Krokodile sind. Allerdings die Süsswasser- und nicht die gefährlichen Salzwasser-Krokodile. Aber auch die werden über 2m gross, sind aber scheu und verziehen sich wenn Menschen auftauchen. Noch einen Schlummi, dann ins Bett. Hier gibt es kein Telefon-Empfang.
(49km, 1¾h unterwegs und 3.7km zu Fuss)
Di 25.08.2015
Nach dem Frühstück verabschiedet sich Andreas. Um 10h fahre ich auch los. Nach 20km bin ich wieder zurück auf dem Stuart Highway. Während 40km geht es zügig weiter. Kurz vor Katherine verlasse ich den Highway. Ich schaue mir einen Campingplatz an. Der ist zwar gut, aber weit weg vom Ort. Der nächste ist geschlossen. Im Ort selbst schaue ich zwei Backpackers an, die überzeugen gar nicht. Das Motel wäre vielleicht gut, aber niemand weiss Bescheid. Zum Schluss bin ich im "Knotts Crossing Resort" einem Caravan Park mit vielen fest installierten Wohnwagen und Kabinen. Für 45 AUD habe ich hier wieder mein eigenes WC/Dusche. Ich bleibe und richte mich ein. Lade mein Motorrad ab und fahre im späteren Nachmittag in den etwa 2.5km entfernten Ort. Unterwegs kaufe ich 4 Häringe und einen Eierbehälter. Im Woolworth und BWS kaufe ich Käse, Joghurt, Brot und Wein ein. Bargeld kann ich auch besorgen. Zum Apero gesellt sich ein Nachbar zu mir. Er ist Baumfäller/-schneider und hat in Melbourne seine Existenz aufgegeben und ist nun auf dem Weg nach Darwin. Er ist froh jemanden zum Reden zu haben. Zum Nachtessen gehe ich ins Savannah Restaurant in der Anlage. Es ist schön eingerichtet. Auf dem Tagesmenue gibt es paniertes Kalbs-Schnitzel mit Pommes und Salat. Sehr gut und wie immer sehr viel (26 AUD). Ich bin schon am Zähneputzen, da taucht mein Nachbar nochmals auf. Er redet sich den Frust von der Seele. Nach 1h schiebe ich ihn ab, telefoniere noch mit Maria und gehe dann schlafen.
(79km, 2½h unterwegs)
Mi 26.08.2015
Nach dem Frühstück erkundige ich mich nach den Möglichkeiten die Katherine Gorge zu besichtigen. Um 11.50h fahre ich mit dem Motorrad los. Es sind 29km bis zum Eingang der Schlucht. Es ist nicht viel zusehen auf dem Weg dorthin ausser viel Gegend mit Gras und Eukalyptus Bäumen. Da ich nur mit etwa 40km/h fahre brauche ich ¾h bis ich da bin. Die "2 Gorge Cruise" kostet 84 AUD (59 CHF) und dauert 2 Stunden. Pünktlich um 13h fahren wir los. Es geht zuerst 3.2km durch die etwa 20-70m tiefe und etwa 50-100m breite Schlucht. Die Sandsteinfelsen fallen meistens senkrecht ab. In der Regenzeit steigt der Fluss mehr als 8m an. Wir müssen 400m zu Fuss zur nächsten Schlucht gehen weil Felsen den Weg versperren. Dann geht es nochmals 2.2km weiter bis zum Ende der zweiten Schlucht. Da versperren wieder Felsen den Weg. An der tiefsten Stelle ist der Fluss jetzt 30m tief. Es ist eine angenehme Fahrt durch die kühle Schlucht. Es soll hier Krokodile geben. Auf dem Rückweg sehen wir ein kleines (1m) Süsswasser Exemplar. Pünktlich um 15h sind wir zurück. Ich habe wieder einmal den richtigen Riecher gehabt. Wir sind nur 16 Personen. Die nächste Tour besteht aus 2 vollen Booten à 60 Personen! Ich schau noch ob ich Andreas auf dem Zeltplatz finde. Ich glaube sein Auto war da, aber er nicht. Mit dem Motorrad zurück. Gegen 16h bin ich da und kühle mich gleich im Pool ab. Ich kenne Leute die haben das mit dem Velo gemacht, ich habe nach 60km mit dem Motorrad genug. Plane noch meine nächsten Etappen. Zum Nachtessen wieder ins "Savannah". Diesmal panierte Lamm-Koteletten mit Kartoffelstock und Salat. Die Koteletten sind sehr fettig. Nach 21h bin ich im Bett und telefoniere noch mit Maria.
(60km mit dem Motorrad und 800m zu Fuss)
Do 27.08.2015
Vor dem Frühstück verlängere ich noch meinen Aufenthalt um einen Tag. Versuche bei Telstra heraus zu finden wieso ich an den letzten beiden Orten keinen Empfang hatte. Es heisst sie hätten umgebaut, nun sei alles wieder gut??? Nachher plane ich meine weiteren Routen. Sie saugen das trockene Laub zusammen mit einer Eigenkonstruktion. Ein Kleinlaster wie meiner mit einem Aufbau und einem Gebläse. Macht einen Höllenlärm und ist staubig, funktioniert aber gut. Telefoniere mit Ross in Perth und der gibt mir gleich 2 Tipps in meinem Planungsabschnitt. Später zum Pool. Da unterhalte ich mich mit einem Unternehmer aus Perth. Er war in Cooinda mein Nachbar. Apero und duschen. Nachher nochmals ins "Savannah". Diesmal ein T-Bone Steak mit Rosmarin Baby Bratkartoffeln und Salat. Alles gut, ausser dass weit und breit kein Rosmarin war. Nachher versuche ich Bruno zu erreichen. Beim 1.Versuch nimmt Martine ab, aber die Verbindung ist schlecht. Ich rufe nochmals an, aber niemand antwortet. Ich versuche es noch einige Male und schicke ihm dann eine Email zum Geburtstag.
Fr 28.08.2015
Nach dem Frühstück packe ich alles zusammen. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst zum Woolworth zum Einkaufen. Um 11.15h fahre ich definitiv los auf dem Victoria Highway. Es ist ziemlich eintönig, immer mehr oder weniger dieselbe Aussicht. Hohe gelbes Gras und Eukalyptus Bäume meist geschwärzt und nicht sehr hoch. So geht es Stundenlang. Verkehr gibt es kaum. Pro Stunde etwa 10 Autos die entgegen kommen und etwa 5 die überholen. Nach etwa 100km mache ich eine kurze Pause. Bin mit 75 km/h unterwegs. Nach weiteren knapp 100km halte ich wieder an. Bin mit fast 80 km/h unterwegs. Das Victoria River Roadhouse wäre eine Möglichkeit zum Übernachten, aber es gefällt mir hier nicht. Die Gegend ist viel abwechslungsreicher als die vorherigen 200km. Der Victoria River hat hier einen Canon geformt mit schönen Formen. Aber der Zeltplatz ist staubig und fast ohne Schatten. Ich fahre nochmals 90km weiter nach Timber Creek. Der Caravan Park ist um Welten besser. Um 17h füttern sie im Fluss Krokodile, nur 50m von meinem Platz entfernt! Es sind "nur" Süsswasser-Krokodile, also nicht gefährlich und sie sind ziemlich träge, wohl nicht hungrig. Da treffe ich Katharina & André Ruck aus der Schweiz. Nachher füttern sie noch die Adler oder Falken, das ist viel interessanter. Nach dem Apero gehe ich in die Bar und bestelle das Tagesmenue, Pizza. Ich bestelle zum Glück eine kleine und selbst die ist zu viel. Ich esse sie an meinem Tisch, dazu ein Glas Shiraz. Den Rest der Pizza gebe ich meinem Nachbarn, der ist hart am Arbeiten. Reifenwechseln an einem Unimog. Noch ein Bier bei Katharina & André, dann ins Bett. Ich suche noch eine Unterkunft in Broome. Die wollen aber nicht, dass man im Zimmer isst, also nichts.
(289km, 5h unterwegs)
Sa 29.08.2015
Überraschung schon vor dem Frühstück. Katharina & André haben mir zum Geburtstag eine Büchse Bier mit Glückwünschen hingestellt. Leider kann ich die Internet-Adresse nicht entziffern. Nach dem Frühstück zusammenpacken. Um 10.30h fahre ich los. Nach 10km halte ich kurz bei der Bradshaw Bridge über den Victoria River. Dann fahre ich weiter. Wie üblich kein Verkehr. Es ist bewölkt und es fallen sogar ein paar Tropfen Regen. Teilweise ist die Strasse nass, aber ich komme nie in den Genuss von Regen. Nach etwas mehr als 100km mache ich wieder einen Stopp. Es ist inzwischen 12h. Da sehe ich ein riesiges Wohnmobil, mit einem Suzuki Geländewagen auf dem Anhänger. Hier hat es interessante Felsen. Nach 10 Minuten fahre ich weiter. Nach einer weiteren Stunde erreiche ich die Grenze zu West Australien. Da wird tatsächlich nach Früchten und Gemüse gefragt. Es ist nicht erlaubt diese über die Grenze zu nehmen! Inzwischen ist wieder blauer Himmel und ich fahre wieder mit voll offenem Fenster. Vorher war es zu kühl und zu stürmisch. Nach weiteren knapp 50km, bin ich um 14h in Kununurra. Diese Zeitangabe stimmt allerdings nicht, weil sie hier um 1½h zeitverschoben sind. Es ist also erst 12.30h. Der Hidden Valley Caravan Park passt mir nicht. Ich fahre noch 5km zum Tanken, dann zurück in den Ort. Der Kununurra Lakeside Tourist Park liegt direkt an der Lily Creek Lagoon. Mein Platz 10m vom Ufer (38 AUD). Ich richte mich ein. Ich sitze vor meinem Auto und wieder heisst es "E Züri Nummere, ich glaubs nöd!". Roger & Ilona haben ihren Platz etwa 10m von mir. Wir unterhalten uns eine Weile. Sie sind seit 11 Monaten in Australien unterwegs und jetzt auf dem Weg nach Darwin. Von da fliegen sie in die Schweiz für 3 Wochen, dann weiter nach Südamerika für 2 Jahre. Üse ruft an und gratuliert mir zum Geburtstag. Apero am See (Lagune) mit schönem Sonnenuntergang. Den muss ich gleich per WhatsApp verschicken. Markus ruft an und ich telefoniere mit Muetti. Zum Nachtessen ins Restaurant des Platzes, Sail's Bar & Bistro. Ich leiste mir ein Scotch Filet (300g) mit Salat und Pommes (40 AUD).
(243km, 4h unterwegs)
So 30.08.2015
Bin schon früh auf. Muss mich erst an die 1½h Zeitverschiebung gewöhnen. Nach dem Frühstück wieder einmal Büro mit Bank und PostFinance. Unterlagen aussortieren, nächste Abschnitte planen usw. Am Pool treffe ich Katharina & André, sie sind auf dem gleichen Platz. D.h. wir sind hier 5 Schweizer! Später kommen auch Roger & Ilona, aber die andern sind schon weg. Heute haben sie Schnitzel-Tag und Live Musik im Restaurant. Das Schnitzel ist sehr gut, die Musik weniger. Noch einige Telefonate, dann schlafen.
Mo 31.08.2015
Nach dem Frühstück verlängere ich meinen Aufenthalt. Ich will zum Lake Argyle, das hat mir ein Zeltnachbar empfohlen. Das sind 73km, ein Katzensprung für Australien. Nach 1¼h bin ich da. Die Fahrt ist abwechslungsreich, weil es durch Hügel geht. Der See ist riesig, 60km lang und breit. Es ist ein Stausee, gestaut mit dem Ord River Dam (335m lang und 98m hoch). Die Ufer sind kahl, darum verzichte ich auf eine Boots-Tour, zudem habe ich die Lunch-Tour verpasst. Ich fahre zuerst zu einem Aussichtspunkt, nachher über den Damm und hinunter zum Kraftwerk und Ord River. Auf dem Rückweg stoppe ich auf dem Zeltplatz und trinke etwas, dann fahre ich zurück. Im Cole kaufe ich ein und buche einen teuren Trip zu den Bungle Bungle (285 AUD inkl. Mittag- und Nachtessen). Ab dem Campingplatz am Eingang des Nationalparks. Am Mittwoch gibt es keine Tour, also buche ich für Donnerstag. Den Park kann man nur mit 4WD Fahrzeugen besuchen. Viele haben mir den Besuch empfohlen. Nachher decke ich mich mit Bier und Wein ein. Pro Tag darf ich "nur" 30 Büchsen Bier und 3 Flaschen Wein kaufen. Eigentlich wollte ich 4 kaufen, eine muss zurück! Kaufe noch einen Hammer und tanke nochmals. Nach 14h bin ich zurück. Roger & Ilona geben mir Tipps für meine Weiterfahrt, nachher gehen wir zum Pool. Apero am See und Nachtessen im "Sail's" wie immer. Heute Lamm Curry mit Reis, nicht schlecht. In der Nacht meldet sich Stefan per WhatsApp. Wir telefonieren ½h über WhatsApp. Er wird an seinem Geburtstag auf dem Mekong in Laos sein, nicht erreichbar.
(153km)
Di 01.09.2015
Um 7.30h verabschieden sich Roger & Ilona. Nach dem Frühstück verlängere ich meinen Aufenthalt um einen weiteren Tag. Eine Fahrt nach Wyndham lohnt sich nicht, weil der Ort ausgestorben sei, höre ich. Nach El Questro kann ich nicht, weil da 4WD empfohlen ist und eine Flussquerung ansteht. Plane weiter bis Broome und schaue dort nach für Unterkünfte. Starte eine Anfrage, bekomme aber keine Antwort. Den Rest des Nachmittages verbringe ich am Pool. Nachher übertrage ich die Tipps von Ross in meine GPS-Dateien. Apero am See. Zum Nachtessen wie immer ins "Sail's". Nochmals ein Scotch Filet, diesmal "nur" 200g, es kommt mir aber gleich gross vor wie letztes Mal. Gehe früh ins Bett.
Mi 02.09.2015
Nach dem Frühstück zusammenpacken. Um 9.45h fahre ich los zum Coles im Ort. Dort kaufe ich Brot, Crackers und Eis. Um 10.10h fahre ich dann definitiv los. Die Gegend ist hier ziemlich hügelig. Dadurch ist es nicht so langweilig zum Fahren, weil die Gegend immer wieder anders aussieht. Nach etwas mehr als 100km, mache ich nach 1½h beim Doon Doon Road House eine Pause. Trinke etwas Kaltes. Nach ¼h geht es weiter. Die Gegend bleibt interessant. Sogar die Termiten-Bauten schaue anders aus als vorher. Nach weiteren 150km und 2h, bin ich am Ziel in Purnululu, dem Bungle Bungle Caravan Park. Der Platz ist nichts Besonderes, dafür günstig, 15 AUD/Nacht ohne Strom. Ich buche 2 Nächte und das Frühstück für morgen früh, weil ich von hier auf die Bungle Bungle Tour gehe. Nachtessen bekomme ich heute keines, muss zum ersten Mal selber kochen! Minestrone mit Chorizo. Am Camp-Feuer unterhalte ich mich noch mit einigen Leuten, dann gehe ich früh schlafen.
(256km, 4¼h unterwegs inkl. Einkaufen)
Do 03.09.2015
Aufstehen um 6.00h! Um 6.15h gibt es Frühstück, ich bin der einzige Gast. Das Frühstück ist gut und viel. Für 25 AUD darf man das auch erwarten. Nur Kaffee gibt es keinen, resp. Pulverkaffee. Sie trinke ich wieder einmal Tee. Pünktlich um 7h fahren wir mit dem 4WD-Bus los. Wir sind 19 + Fahrer. Der Bus ist voll. Im Bus treffe ich Laura & Petra, Mutter und Tochter aus dem Rheintal. Sie haben eine 4WD gemietet, dürfen damit aber nicht auf dieser Strasse fahren! Die Strasse ist extrem schlecht, meistens das typische Wellblechmuster, da fallen einem fast die Plomben aus den Zähnen. Unterwegs erzählt der Fahrer, dass fast alle Rinder aus dieser Gegend (Kimberly) nach Indonesien exportiert werden. Nach 1¾h (52km) sind wir im Visitor Centre. Von da geht es weiter zum Picaninny Creek. Um 9.45h sind wir da. Zuerst gibt es "Znüni", Kaffee/Tee & Kekse. Ich gehe mit Laura & Petra zur Cathedral Gorge, das sind knapp 3km hin und zurück. Das ist wie eine Grotte und riesig gross. Sehr beeindruckend und kühl. Es ist heute bis zu 40C° heiss hier. Zurück beim Bus gibt es Mittagessen. Wraps zum selber machen, mit Salat und Schinken usw. Um 12.30h fahren wir weiter zum Echidna Chasm, das liegt am anderen Ende des Parks. Nach 1h sind wir dort. Hier gibt es eine schmale tiefe Schlucht. Da marschieren wir hin, alles im ausgetrockneten Flussbett. Man muss auf den Bollensteinen aufpassen, dass man sich nicht den Fuss übertritt. Nach etwa 20 Minuten wird die Schlucht sehr eng. Man könnte noch weiter, aber wir verzichten. Machen eine Pause und geniessen die kühle Luft, dann wieder zurück. Um 14.45h fahren wir zurück, ohne Halt bis zum Camp. Um 16.30h sind wir da, durchgeschüttelt von der Wellblechpiste. Laura & Petra verabschieden sich, sie haben ein Hotel in Halls Creek gebucht und wollen noch dorthin. Sie verzichten auf das gemeinsame Nachtessen, das im Tour Preis inbegriffen ist. Das findet um 18h statt. Beef Stew mit Reis. Der Rindeintopf ist gut, der Reis nicht. Wir sitzen noch eine Weile zusammen und unterhalten uns. Um 21h bin ich im Bett, ziemlich müde.
(193km mit dem 4WD-Bus und 4.5km zu Fuss, 9½h unterwegs)
Fr 04.09.2015
Frühstück, dann packen. Um 9.30h fahre ich los. Bald ist es fertig mit der interessanten Gegend. Es wird zunehmend flach. Nach 1½h und gut 100km bin ich in Halls Creek. Ein verschlafenes Nest mit 2 Hotels und einem Campingplatz. Die Hotels kosten ab 170 AUD. Im eine zeigen sie mir das Zimmer nicht. Dies sei erst ab 14h möglich. Ich verzichte. Der Campingplatz ist staubig und leer. Ich tanke und fahre dann weiter. Nun wird es sehr flach und langweilig. Nach 90km halte ich kurz an. Der Platz ist mit einem Kamera-Zeichen markiert, weil man hier ein Tal sieht nach der langen Ebene! Nach weiteren 60km bin ich in Larrawa. Der Campingplatz liegt 4km weg vom Great Northern Highway, wie die Strasse nun heisst. Ich fahre hin, bleibe aber nicht, weil ich der einzige Gast bin und niemand da ist um mir zu sagen ob ich hier etwas zu Essen bekomme. Ich fahre zurück zum Highway und beschliesse bis Fitzroy Crossing zu fahren. Das sind nochmals 140km. Nach ½h und 45km komme ich zu den Ngumban Cliffs. Bis jetzt ist die Strasse immer auf 300 – 400müM gewesen, eine Art Hochebene. Hier endet diese Ebene und es geht hinunter auf 100 – 150 müM. Der Abbruch sind eben diese Klippen. Die Strasse ist nun meist für 5 - 6km gerade, dann eine Kurve und wieder eine Gerade von 5 - 6km. Um 15.30h komme ich Fitzroy Crossing an. Zuerst schaue ich mir die Fitzroy Lodge an, dann das 4km entfernte Crossing Inn. Das passt mir nicht, so fahre ich zurück und richte mich im Caravan Parkt der Fitzroy Lodge ein. Das ist ein grosses Gelände mit vielen Bäumen, schön angelegt. Der erste Platz passt mir nicht, weil rund herum Klimaanlagen surren. Ich verschiebe mich an einen anderen Ort. Meinen neuen Nachbarn kenne ich von der Bungle Bungle Tour. Ich richte mich ein. Auf dem Feld hinter meinem Auto hat es sehr viele Wallabys. Zum Nachtessen gehe ich in die Bar auf dem Gelände und wen treffe ich da? Laura und Petra von der Bungle Bungle Tour. Wir sitzen zusammen. Mein T-Bone Steak ist wie immer sehr gut. Dazu Salat und Pommes. Hier hat es ziemlich viele Aborigines an der Bar. Sie trinken ziemlich viel. Die Polizei taucht mehrmals auf. Aber die Stimmung ist friedlich, manchmal etwas laut. Um 21h ist Schluss und ich gehe auch schlafen.
(415km, 6½h unterwegs)
Sa 05.09.2015
Nach dem Frühstück verlängere ich meinen Aufenthalt um eine Nacht. Dann erledige ich wieder einmal meine Büroarbeiten. Plane meine Weiterfahrt nach Broome. Ich buche keine Unterkunft, da es aussieht als wäre das kein Problem. Um 15h fahre ich los, zuerst zum Tanken und dann weiter zur Geikie Gorge. Um 15.45h bin ich da. Ich kaufe ein Ticket für die Boots-Tour (40 AUD). Wir sind nicht viele Leute, aber kurz vor Torschluss kommt noch ein voller Reisebus. Das Boot besteht aus Segmenten à 50 Plätzen. Sie verlängern um 1 Segment wegen des Busses. Pünktlich um 16h geht es los. Die Schlucht ist bis 60m tief. Meistens ist eine Seite flach und die andere steil. Die Felsformationen sind z.T. bizarr geformt. Wir fahren gemütlich etwa 3½km den Fluss hinunter und wieder zurück. Wir sehen ein paar Sweeties (Süsswasser Krokodile), Adler und andere Vögel. Nach 1h sind wir zurück, es hat sich gelohnt. Während des Sonnenunterganges fahre ich die 23km zurück zum Campingplatz. Zum Nachtessen wieder in die Bar. Mein Fitzroy-Burger ist riesig und gut, dazu Salat und Pommes. Am Nebentisch sitzt ein Ehepaar aus Basel. Wir unterhalten uns und trinken ein Bier zusammen. Um 21h bin ich im Bett.
(46km)
So 06.09.2015
Nach dem Frühstück packe ich alles zusammen. Um 9.45h fahre ich los. Es geht weiter wie vorgestern. Meist gerade aus, dann eine Kurve und wieder geradeaus weiter. Die Tafel "Stray animals next 225km" zeigt schon am Beginn, dass keine Orte zu erwarten sind. So ist es dann auch. Kein Ort, kein Restaurant, keine Tankstelle! Nach 90km mache ich eine Pause bei der Ellendale Rest Area. Nach 150km etwas Abwechslung, einige Klippen tauchen auf, die Erskin Ranges. Nach 219km endet die Strasse abrupt. Man muss scharf links nach Broome oder rechts nach Derby abbiegen. Ich fahre nach links. 14km weiter herrscht Zivilisation. Nach 233km das Willare Bridge Roadhouse. Hier lege ich einen Stopp ein und trinke etwas. War bis hierher mit 78km/h im Schnitt unterwegs. Die Vibrationen haben wieder einmal einige Schrauben gelöst, wie schon im Iran. Ich ziehe die Schrauben nach, 3 habe ich verloren. Eine Eigenart des Great Northern Highway ist, dass es immer wieder einspurige Brücken hat. Die werden mit einem wahren Schilderwald angekündigt. Nach 15h bin ich in Broome. Zuerst fahre ich zum "The Pearl". Da hätten sie ein schönes Zimmer für 169 AUD, aber es ist dunkel und ohne Aussicht. Ich fahre zum Blue Seas Resort. Da wollen sie 195 AUD für ein voll ausgerüstetes Studio. Auf Airbnb habe ich das für 151 AUD gesehen. Sie wollen mir höchstens 10 AUD Rabatt geben. Ich buche über Airbnb. Nach wenigen Minuten antwortet Trefor der Besitzer. Ich bezahle 513 AUD für 3 Tage, also 171 AUD (116 CHF) inkl. allen Spesen. Die Wohnung liegt im 1.Stock und hat alles was man braucht, sogar Waschmaschine und Tumbler, Bügeleisen usw. Ich richte mich ein und gehe dann zum Strand. Der berühmte Cable Beach liegt 1km von meiner Wohnung entfernt. Der heisst so, weil von hier das Seekabel nach Indonesien verlegt wurde. Der Anschluss von Australien an die Welt. Es hat viele Leute, weil eine Veranstaltung stattfindet. Ich setze mich auf einen Felsen und geniesse den 1.Sonnenuntergang am Meer seit 3 Wochen. Zurück in der Wohnung wird geduscht und rasiert. Ein völlig neues Gefühl. Seit ich Medan verlassen habe konnte ich mich nie mehr ohne Kleider durch die Räume bewegen. Eine eigene Küche hatte ich zum letzten Mal in Dänikon im Dezember. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe "Out of the Blue". Penne mit Lamm Ragout schmeckt sehr gut. Dazu ein Gratis-Bier, weil heute Vatertag gefeiert wird. Am Strand gibt es ein Feuerwerk, das man vom Restaurant her auch sieht. Um 21h bin ich zurück und geniesse das Bett, zum 1.Mal seit 20 Tagen nicht im Auto schlafen!
(399km, 5½h unterwegs)
Mo 07.09.2015
(14km mit dem Motorrad)
Es hat Nebel am morgen früh! Nach dem späten Frühstück mache ich mich daran meinen Lastwagen zu sanieren und das Motorrad zu entladen. Ich habe nochmals 2 Schrauben verloren auf den letzten 170km. An 7 Stellen setze ich längere Schrauben ein und sichere sie mit Kontermuttern. Ich bin total verschwitzt nach dieser Übung. 2 Schrauben in den Ecken kann ich nicht kontern. Nach einer Dusche fahre ich mit dem Motorrad nach Broome Town Centre. Ich verpasse es fast. Jedes mittlere Schweizer Dorf ist mehr Centre als Broome! Ich bezahle die restlichen 4 Tage für meine Wohnung auf der Bank ein und kaufe dann ein. Brot, Milch, Käse … und Wein. Vollbeladen mache ich mich auf den Heimweg. Zum Sonnenuntergang gehe ich wieder an den Strand. Auf einer Informationstafel gibt es folgende Daten: Luft 31 C°, Wasser 27 C°, Ebbe 10.06h 3.96m, Flut 16.35h 6.26m, letzte Stinger-Sichtung 05.04.2015, das sind die tödlichen Quallen. Der Strand ist 22km lang. Zuerst gehe ich dem Strand entlang bis zu den Rocks und etwas weiter. Da dürfen die Autos an den Strand fahren. Es herrscht reger Verkehr, mehr als auf jedem Highway, alle fahren Sonnenuntergang schauen. Ab hier gibt es auch Kamel-Touren. Nachher gehe ich zur Sunset Bar auf ein Bier. Man hat eine schöne Sicht auf das Meer und den Sonnenuntergang. Nach einer Weile schaue ich mich um und wen sehe ich? Laura und Petra sind auch hier am Nachtessen. Ich setze mich zu ihnen. Wir reden ziemlich lange. Sie bringen mich mit dem Auto nach Hause und wir trinken noch ein Glas Wein auf meinem Balkon. Gegen 21h verabschieden sie sich. Ich habe Hunger, aber die Restaurants sind vermutlich schon geschlossen. Ich koche mir frische Ravioli an einer gekauften Sauce, nichts Besonderes. Dazu die übrig gebliebene Chorizo Wurst und ein Glas Wein.
(14km mit dem Motorrad)
Di 08.09.2015
Frühstück auf dem Balkon, nachher versuche ich nochmals die 2 restlichen Schrauben zu kontern. Diesmal schaffe ich es mit einem Trick. Nachher sortiere ich all die Tipps die ich bekommen habe und übertrage sie auf meine Planungs-Software. Nachher beginne ich mit den Vorbereitungen zur Aktualisierung meiner Internet-Seite. Nach einem Bad im Pool mache ich mich auf den Weg zum Strand um den Sonnenuntergang zu geniessen. Zum Nachtessen gehe ich mit dem Motorrad in die "Divers Tavern". Der "Wok of the day" ist Malaysian Beef Curry mit Nudeln. Der Koch war wohl noch nie in Malaysia! Es ist nicht schlecht, aber süss.
Mi 09.09.2015
Nach dem Frühstück starte ich die Waschmaschine, dann stöbere ich durch Flugpläne. Ich rufe Maria an. Kurzentschlossen beschliessen wir uns in Efraims Schulferien in Bali zu treffen. Ich buche die Flüge für 19.September und 26.September von Port Hedland resp. Medan nach Bali und zurück. Es kostet 760 CHF für alle zusammen. Ich passe meine Routenplanung an. Nachher beginne ich mit dem Aussuchen der Bilder. Abkühlung im Pool, dann an den Strand für den Sonnenuntergang. Zum Nachtessen fahre ich mit dem Motorrad zum "Cable Beach General Store". Mixed Steak mit Pommes und Salat für 23 AUD ist viel und gut. Das Bier muss ich im "Thirsty Camel" dem Alkohol-Laden nebenan kaufen. Ich setze mich an den Tisch eines Ehepaares aus Brisbane. Wir unterhalten uns lange. Um 20h schliessen sie hier.
Do 10.09.2015
Nach dem Frühstück fahre ich fort mit meinem neuen Reisebericht. Um 16h bin ich fast fertig. Abkühlung im Pool, nachher wie üblich zum Cable Beach zum Sonnenuntergang. Zurück in der Wohnung duschen und etwas weiterarbeiten am Reisebericht. Um 19h ins "Out of the Blue" zum Nachtessen. Chicken Parmigiana schmeckt gut. Es gibt Live Musik. Zurück zu Hause beende ich den Reisebericht und verschicke die Emails.