Tagebuch

Stand: 04.01.2016 Hauptseite / Home
Inhalt / Contents

Fr 27.11.2015
Nach dem Frühstück klemme ich mich nochmals hinter den Reisebericht. Um 14h bin ich fertig und verschicke die Emails. Nachher mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Ich fahre mit dem Zug nach Adelaide. Eine Tageskarte kostet 9.90 AUD. Um 16h bin ich da und suche die Rundle Street, da gibt es mehrere Outdoor Geschäfte. Meine Schuhgrösse ist nicht gerade üppig vertreten. Erst im 3.Laden werde ich fündig. Kostet mich 225 AUD = 170 CHF. Nachher setzte ich mich im Austral Pub an die Sonne und geniesse ein Bier. Ein etwas seltsamer Typ gesellt sich zu mir. Später setzen sich 2 junge Amerikaner zu uns und ich kann mich absetzten. Nachtessen im Black Bull Pub. Wieder einmal einen guten Burger. Um 20.21 fährt mein Zug zurück. Nach 21h bin ich zurück.

Sa 28.11.2015
Nach dem Frühstück übertrage ich die Orte aus dem Lonely Planet auf meine Navi-Karten. Um 12.45h holen mich Peter & Wendy ab. Wir fahren ins McLaren Valley. Dort haben sie in den Coriole Vineyards sogenannten "Cellar Sale", d.h. Ausverkauf. Wir probieren einige Weine. Fast alle schmecken gut. Peter & Wendy sind bereits seit 40 Jahren Kunden in dieser Kellerei. Die Weine sind verblüffend billig. Zwischen 30 und 200 AUD für 12 Flaschen. Einige werden aber ohne Etikette ausgeliefert. Wir kaufen 3 Kartons à 12 Flaschen ein. Nachher fahren wir zur Weinkellerei Serafino. Sie liegt in einem schönen Park der gerne für Hochzeiten benützt wird. Auch heute. Das interessanteste sind 2 alte Chevi's die für diese Hochzeit vorfahren. Da probieren wir nur den teuersten Wein. Nachher fahren wir in den Ort McLaren Vale und trinken dort einen Kaffee. Zurück in Adelaide bringen mich Peter & Wendy nach Hause. Auf meiner Terrasse geniessen wir die warme Sonne und ein kaltes Bier. Zum Nachtessen gehe ich ins Olive Green Kitchen, ein indisches Restaurant. Mein Lamb Rogan Josh schmeckt gut und ist wirklich Lamm, nicht wie in Indien, da ist es Ziegenfleisch. Nach 21h bin ich zurück und telefoniere noch mit Markus & Stefan. Maria weckt mich dann um 01.30h, vorher habe ich sie nicht erreicht.
(85km mit Peter & Wendy)

So 29.11.2015
Während des Frühstücks verabschieden sich Les & Ruth, sie gehen zur Kirche. Ich packe zusammen und fahre dann zum neuen Ort unten in Adelaide. Ich erwische eine Strasse zu früh zum Abbiegen und muss darum eine Ehrenrunde einlegen, weil es weit und breit keinen anderen Bahnübergang hat. Um 11h bin ich da und werde gleich von einem Kirchgänger angeschnauzt weil ich beim Parkieren zu nahe an sein Auto gekommen sei. Zudem hätte ich gewendet, habe das Steuer auf der falschen Seite…
Ich ignoriere ihn einfach. Mein Zimmer ist noch nicht bereit, das habe ich aber gewusst. Ich besuche den Farmers Market im nahen Entertainment Ground. Der ist nicht so gross wie ich es mir vorgestellt habe. Ich kaufe ein dunkles Brot und trinke einen Kaffee, dann mache ich mich auf den Heimweg. Dort richte ich mich ein, hole meinen Tisch aus dem Auto. Ich brauche ihn für das Frühstück und als Arbeitsplatz. Mit dem Reiskochen wird es kompliziert, weil wir die Küche nicht benützen können. Gegen 18h gehe ich zum Einkaufen in die Innenstadt. Das sind etwa 1.5km, d.h. ¼h zu Fuss. Ich kaufe Butter, Käse, Eier und Crackers ein. Zurück will ich nicht auf dem gleichen Weg gehen. Nach etwa 100m sehe ich ein Schild Feliciano und denke mir, dass eine Pizza zum Nachtessen nicht schlecht wäre. Es sitzen Leute vor dem Restaurant und einer fragt mich ob er mir helfen kann. Ich frage ihn ob das Restaurant heute zum Nachtessen offen sei. Er meint nein, am Sonntag nie, aber ich solle mich setzen zu einem Kaffee. Es ist Dom (Domenico) der Besitzer. Ich setze mich zu ihnen und bekomme einen guten Kaffee und Gebäck serviert. Seine Grosseltern sind 1920 aus Sondrio im Veltlin nach Australien ausgewandert. Nach einer Weile lädt er mich zum Nachtessen ein. Er ist 1949 in Australien geboren, kann kaum mehr laufen, aber er ist der Chef und kocht alles selber, nur beim Vorbereiten duldet er Hilfe. Es gibt panierte Schnitzel, Kartoffeln, sehr gute Makkaroni und Salat. Wir sind sieben Personen. Wir unterhalten uns köstlich. Gegen 21h bin ich zurück und telefoniere mit Maria über "Line". Diese App habe ich am Nachmittag auf ihren Wunsch installiert. Später versuche ich Muetti anzurufen. Es klappt nicht, sie hören mich nicht, aber ich höre sie. Nach x Versuchen gebe ich auf und versuche Maria über SIP anzurufen. Auch da funktioniert es nicht mehr. Ich deinstalliere "Line" und starte mein Mobil-Telefon neu und siehe da, SIP funktioniert wieder und ich erreiche Muetti. Es ist inzwischen 01h am Morgen.
(11km und 3km zu Fuss)

Mo 30.11.2015
Noch vor dem Frühstück erledige ich den Check-In für Maria & Efraim. Dann hole ich meine Sachen zum Frühstück zubereiten aus dem Auto. Ich habe nur einen Wasserkocher zur Verfügung. Damit habe ich aber seit Esperance Übung im Eierkochen. Die Milch erwärmen sie mir in der Mikrowelle. Später kaufe ich eine SIM-Karte für Maria und aktiviere sie über mein Telstra-Konto. Maria will wissen, ob sie den neu gekauften Reiskocher an Bord nehmen oder aufgeben soll. Ich rate zum Aufgeben. Ich gehe zu Fuss ins Zentrum. Im Central Market suche ich Läden mit asiatischen Esswaren. Der Markt selbst ist am Montag geschlossen. Auf einem anderen Weg wieder nach Hause. Apero vor meinem Zimmer, es kühlt "rechtzeitig" auf Maria's Ankunft ab. Zum Nachtessen gehe ich in griechische Restaurant "The Creek". Mousaka, ein griechischer Gratin schmeckt sehr gut. Zum Dessert genehmige ich mir Risogalo (Milchreis). Maria ist nun unterwegs, bereits in Kuala Lumpur. Nach einigen Telstra-üblichen Schwierigkeiten, kann ich Maria's SIM-Karte mit 20 AUD aufladen. Nachher gehe ich schlafen.
(8km zu Fuss)

Di 01.12.2015
Um 7.30h stehe ich auf. Maria's Flug landet pünktlich. Martin mein Gastgeber bringt mich mit dem Auto hin. Nach der Landung vergeht fast 1h bis Maria & Efraim es geschafft haben und ich sie in Empfang nehmen kann. Martin fährt uns nach Hause. Dort richten sie sich ein. Am Nachmittag gehen wir zu Fuss und mit dem Tram ins Zentrum zum Central Market. Da kaufen wir diverses ein, u.A. 5kg Reis. Wir essen Nasi Goreng und Noodle Soup, auch hier grosse Portionen. Efraim mag nicht mehr, er hat die ganze Nacht gespielt anstatt zu schlafen. In einem Einkaufswagen schieben wir ihn zum Taxi-Stand (10 AUD). Zum Nachtessen gehen wir zu Fuss in die Unley Road. Das Raj on Taj ist ein indisches Restaurant das uns Peter empfohlen hat. Coconut Chicken und Tandoori Chicken schmecken sehr gut. Auf dem Heimweg erfrieren Maria & Efraim fast, es windet und ist kühl (10C°). Maria geht zu Efraim ins Bett und will nachher zu mir ins Bett kommen. Wie vorhergesehen, schläft sie dann dort ein. Erst am Morgen um 6h schlüpft sie zu mir ins Bett.
(5km zu Fuss)

Mi 02.12.2015
Gegen 9h starten wir das Experiment Frühstück. Alles ausser Kaffee und Ei wird im Reiskocher gekocht. Es funktioniert sogar ziemlich gut. Efraim schläft immer noch. Er hat einige "Büggeli" und Maria ist besorgt. Ich suche im Internet nach einem Arzt. Um 12.15h bekommen wir einen Termin. Der Arzt schaut sich das an und meint dann, es sei kein Problem. Die werden in 3-4 Tagen von selbst wieder verschwinden. Er soll nur nicht kratzen. Nach 15 Minuten sind wir wieder draussen (75 AUD) und fahren zurück. Am Nachmittag gehen wir in die Stadt zum Einkaufen. Schuhe und Lego für Efraim und auch Maria will natürlich einige Sachen kaufen. Zum Nachtessen wieder ins Black Bull Hotel. Diesmal ist das Essen aber nicht gut, nur lauwarm. Peter ruft an und wir verabreden uns für morgen. Um 21.30h sind wir zurück.
(2km zu Fuss)

Do 03.12.2015
Heute kocht Maria verbotenerweise Reis und Sardinen mit Gemüse. Ich muss die Fenster öffnen, damit es nicht allzu fest riecht im Haus. Nachher fahren wir zum Supermarkt zum Einkaufen. Um 13.30h holt uns Peter ab. Wir fahren zuerst zum Mount Lofty Summit. Von da hat man eine gute Sicht über ganz Adelaide. Nachher geht es weiter nach Hahndorf. Das ist eine alte deutsche Siedlung. Heute ist es hier sehr touristisch. In Otto's Bakery kaufen wir einen Bienenstich, der schmeckt fast wie bei uns. Später essen und trinken wir etwas im Arcobräu Bierhaus. Sie verlangen hier unglaublich hohe Preise. Ein grosses Zwickel Bier kostet satte 15.90 AUD! Wenigstens ist es sehr gut. Auch die Wurstplatte mit Brot ist gut. Alles in allem kostet der z'Vieri 70 AUD. Um 17h fahren wir zurück. Nach dem Duschen holen uns Peter & Wendy ab. Wir fahren in die Nähe des Central Market. Das Vietnamesische Restaurant ist gut versteckt, aber voll. Das Essen ist sehr gut und Preiswert. Die Hausspezialität ist Poh, Nudelsuppe. Die schmeckt auch sehr gut und ist riesig (13 AUD). Den Wein bringen wir selber mit. Gegen 21h bringen sie uns zurück und wir verabschieden uns. Wir werden uns vor unserer Abreise wohl nicht mehr sehen.
(3km mit meinem Auto  und 66km mit Peter und etwa 3km zu Fuss)

Fr 04.12.2015
Nach dem späten Frühstück fahren wir um 12.45h los zum Cleland Wildlife Park. Der ist oben in den Adelaide Hills auf etwa 500 müM. Nach ½h sind wir da. Die Familien-Karte kostet 50 AUD. Da gibt es verschieden Arten Kängurus, Wallabys, Koalas  und andere Tiere zu sehen. Die Tiere können sich in ihren Bereichen frei bewegen und man darf sie füttern und berühren, was Efraim gebührend ausnützt. Wir machen einen etwa 3km langen Rundgang. Heute ist es zum 1.Mal heiss seit Maria's Ankunft. Und bereits beschwert sie sich über die 33C°. Nach 16h sind wir durch und fahren zurück. Wir rufen Irène zu ihrem Geburtstag an. Sie liegt krank im Bett. Zum Nachtessen gehen wir zu Fuss ins Feliciano. Maria ist bald nur noch in der Küche von Domenico. Es hat kaum Leute. Der erste Gang besteht aus gebackenen Chicken Wings. Efraim ist begeistert. Der zweite, Maccaroni an sehr guter Sauce passt ihm weniger. Wir bestellen noch eine kleine Pizza und bekommen eine riesige. Alles in allem kostet es mich ein kleines Vermögen von 125 AUD. Wenn man nachrechnet, merkt man, dass er einfach immer die normalen Preise verlangt hat für 3 Personen, nicht einen Menu-Preis mit ½ Liter Wein und 2 x 1l Mineral dazu. Das Essen war gut und letzten Sonntag war es gratis. Das geht so in Ordnung. Zu Fuss gehen wir zurück. Bis wir im Bett sind ist es Mitternacht.
(34km und 3km im Park)

Sa 05.12.2015
Spätes Frühstück, nachher machen wir uns bereit für den Strand. Mit dem Tram fahren wir nach Glenelg. Die Tageskarte kostet 9.90 AUD/Person, am Wochenende braucht Efraim kein Billett. Es ist sehr heiss, 40C° laut Vorhersage. Wir suchen uns einen Platz am Schatten unter einer grossen Tanne. Kaum da, muss Maria aufs WC, das dauert dann ½h bis sie zurück ist. Nachher gehe ich mit Efraim schwimmen, wobei schwimmen das falsche Wort ist, er kommt nur bis zum Bauch ins Wasser. Erst beim Zurückgehen taucht richtig ins kühle Wasser (~22C°). Es hat weniger Leute als erwartet, der Strand ist ziemlich gut. Kurz vor 17h gehen wir noch einkaufen, dann mit dem Tram zurück. Apero vor unserem Zimmer, es ist immer noch sehr warm. Zum Nachtessen gehen wir ins Ky Chow Restaurant beim Central Market, da war ich mit Peter & Wendy. Das Essen ist auch diesmal wieder sehr gut und günstig. Crispy Spicy Chicken ist wirklich ziemlich scharf. Wir schauen uns noch den riesigen Weihnachtsbaum auf dem Victoria Square an, dann fahren wir mit dem Tram zurück. Es ist voll, nicht alle können mitfahren. In der Innenstadt ist es gratis. Bei der letzten Gratis-Station leert es sich schlagartig. Um 23h sind wir zurück.

So 06.12.2015
Nach dem Frühstück heisst es packen. Es gilt wesentlich mehr zu verstauen als ich mich gewohnt bin. Zum Abschied zeigt sich sogar Angie. Sie hat sich die ganze Woche eigentlich nie um uns gekümmert. Im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Airbnb-Vermieter. Um 10.30h fahren wir in ein Einkaufszentrum zum Einkaufen. Nach ½h fahren wir dann richtig los. Nach 8km sind wir auf dem Expressway M2 für knapp 20km. Dann geht es auf der normalen Hauptstrasse weiter. Es hat nicht viel Verkehr, habe für einen Sonntag mehr erwartet. Nach 1¼h sind wir in Victor Harbor. Der Campingplatz mit eigener Dusche/WC (57 AUD) passt uns. Wir richten uns ein. Es ist etwa 38C° heiss. Darum muss der Pool ziemlich bald getestet werden. Ich stelle das Sonnendach auf, damit wir etwas mehr Schatten haben. Der Platz liegt wenige Meter vom Strand. Allerdings geht niemand schwimmen. Zum Nachtessen gehen wir 1km zu Fuss in den Ort. Das Restaurant Red Orchid passt uns. Es gibt asiatische Spezialitäten. Unsere Bedienung spricht sogar einige Worte indonesisch. Meine Fried Noodles mit Schweinefleisch und Gemüse sind sehr gut. Auch Maria's Reis und die Frühlingsrollen schmecken. Zudem ist es ziemlich günstig, inkl. 2 Biere 55 AUD. Um 21h sind wir zurück. Die erste Nacht mit Vollbelegung. Es geht aber sehr gut. Efraim ist mit seiner Matratze glücklich. Es ist aber sehr warm, etwa 25C°.
(84km, 2½h unterwegs und 2km zu Fuss)


Mo 07.12.2015
Zum 1.Mal wird mein Küchenmaterial richtig gebraucht. Reis im Reiskocher, der Rest in meinen Pfannen. Sie kocht Nasi Goreng mit Gemüse, Wurst, Poulet, Ei usw. Es geht entsprechen lang bis wir Frühstücken. Wir verlängern unseren Aufenthalt um eine Nacht. Nachher gehen wir zum Pool. Efraim verärgert Maria, dazu kommt noch, dass ihre Mutter gesundheitliche Probleme hat und so startet sie wieder einmal durch. In so einem Moment lässt man sie am besten alleine. Ich gehe mit Efraim ins Zentrum um Bargeld zu organisieren. Der erste ATM ist natürlich ausser Betrieb. In einem Einkaufszentrum finden wir einen andern, ohne 3 AUD Gebühr. Für Efraim kaufe ich ein Hotdog-ähnliches Ding. In einem Pub gibt es für mich ein Bier und für Efraim eine Limo. Kaum haben wir uns gesetzt ruft Maria an, sie hat sich wieder beruhigt und hat Hunger. Auf dem Heimweg kaufen wir einen Pie für sie. Diesmal gehen wir den Strand entlang. Nochmals zum Pool, diesmal ohne Komplikationen. Zum Nachtessen gehen wir auf Efraims ausdrücklichen Wunsch wieder ins Red Orchid. Auch diesmal ist das Essen wieder gut und günstig, 53 AUD. Um 22h sind wir zurück. Ich baue noch das Sonnendach ab, es ist ein Gewitter angesagt. Tatsächlich beginnt es in der Nacht zu regnen und zu stürmen. Es wird auch kühler.
(5km zu Fuss)

Di 08.12.2015
Um 7h stehen wir auf und Maria kocht wie üblich Nasi Goreng. Ich beginne derweilen mit dem Zusammenräumen. Es gibt wesentlich mehr zu tun als wenn ich alleine reise. Um 10.30h ist es geschafft, wir können losfahren. Allerdings streikt meine Sicherheits-Elektronik. Bis zum Einkaufszentrum fahre ich ohne Navi. Dort deaktiviere ich die Sicherheits-Elektronik. Wir kaufen eine Bettdecke samt Überzug für 75 AUD. Nachher im Woolworth noch Esswaren. Um 11.45h fahren wir definitiv los. Zuerst nach Goolwa. Da machen wir einen Umweg um den Murray River Mouth zu sehen. Der Umweg lohnt sich nicht, obwohl mehrere Australier davon geschwärmt haben. Auf Nebenstrassen fahren wir nach Milang. Da machen wir eine Pause und essen und trinken etwas. Nach 40 Minuten fahren wir weiter. Maria findet es sei sehr einsam hier, dabei ist es für australische Verhältnisse dicht besiedelt. Es gibt auch hier viele Getreidefelder und Rebberge. Nach 14.30h sind wir in Wellington. Dort schauen wir zuerst den Campingplatz an, nachher das Wellington Hotel. Da gibt es ein Bungalow mit Sicht auf den Fluss für 110 AUD. Wir bleiben und richten uns ein. Ich führe mal wieder mein Tagebuch nach und plane dann die nächsten Etappen. 17 – 18h ist Happy Hour im Pub. Es hat viele Leute, Maria ist im Element und redet mit vielen. Ab 18h gibt es Nachtessen. Jetzt kommen noch mehr Leute. Ich habe vorher nur Gutes über das Restaurant gelesen, es scheint zu stimmen. Leute fahren 40km hierher. Wir essen Chicken Parmigiana, Chicken Schnitzel und Fish and Chips. Alles ist gut und günstig. Das grosse Bier kostet 5.50 AUD. Nachher plane ich noch weiter und bespreche es mit Maria.
(125km, 4h unterwegs)

Mi 09.12.2015
Um 8h stehen wir auf. Nach dem Frühstück heisst es zusammenpacken. Das ist einfacher wenn man nicht im Auto schläft. Nach 11h fahren wir los, aber nur 2 Minuten, dann müssen wir auf die Fähre warten. Die fährt 24h und ist gratis. Hinter uns hält ein riesiger MAN-4WD-Camper aus England. Die Frau erzählt uns, dass sie nur mit RoRo-Fähren verschiffen können. Sie wollen nach Darwin, aber da gibt es meines Wissens keine solche Fähren nach Malaysia oder Singapore. Die Fahrt über den 250m breiten Murray River dauert nur kurz. Wir fahren 10km nach Tailem Bend zum Tanken. Um 12.15h geht es endlich richtig los. Efraim klönt schon nach ¼h ob es noch weit ist. Es geht weiter durch Getreidefelder und leichte Hügel. Um 13h sind wir bereits in Meningie am Lake Albert. Der Lake Albert Caravan Park passt uns, wir bleiben und richten uns ein. Wir sind nur etwa 20m vom See entfernt, zwar scheint die Sonne, aber es ist kühl und windig, darum ladet der See nicht zum Bade. Wir erkunden den Ort und essen und trinken etwas im "D Little Fish Cafe". Auf dem Weg zurück spielt Efraim auf dem Kinderspielplatz. Da gibt es ein Schild: Warning, children left unattended will be sold to the circus! (Unbeaufsichtigte Kinder werden an den Zirkus verkauft!) Efraim will nicht alleine da bleiben?!? Im See hat es viele Pelikane und andere Vögel. Zum Nachtessen gehen wir ins nahe Restaurant "Cheese Factory". Das war bis 1970 wirklich eine Käserei, heute zeugt nur noch ein "Museum" mit allerlei Ramsch davon. Es hat ziemlich viele Gäste. Zurück im Auto können wir unsere neu gekaufte Bettdecke testen, denn es ist kühl, 6 – 10C° laut Vorhersage.
(67km, 2¼h unterwegs)

Do 10.12.2015
Am Morgen scheint die Sonne, darum ist es nicht kalt. Frühstück an der Sonne. Um 11.15h fahren wir los. Nach 10km machen wir einen Abstecher in den Coorong National Park. Das ist ein Naturschutzgebiet mit Sanddünen, Salzseen und Lagunen, etwa 140km lang. Die Haupt-Strasse führt meistens den Park entlang. Es ist leicht bewölkt und windig. Nach 1h machen wir in Salt Creek eine Pause. Um 14.15h sind wir in Cape Jaffa. Der Campingplatz passt uns aber nicht, so fahren wir weiter nach Robe. Dort gibt es 4 Campingplätze. Der Lakeside Tourist Park passt uns. Der liegt an einem kleinen See und ist etwas windgeschützt. Efraim ist zuerst verärgert, weil es keinen Pool gibt. Er beruhigt sich aber wieder. Es ist ein kleiner Park. Die Kabinen sind gross aber zu teuer (145 AUD), darum schlafen wir im Auto. Sie haben eine schöne Camp Kitchen. Zum Nachtessen gehen wir zu Fuss in den Ort, etwa 1km, fast zu viel für Maria. Im "Pizza Project" gibt es eine gute Pizza und Risotto. Dazu Wein weil es kühl ist und die Toilette doch etwas vom Auto entfernt ist. Mit viel Geklöne schaffen wir es zurück zum Campingplatz.
(215km, 4¼h unterwegs)

Fr 11.12.2015
Efraim will eine weitere Nacht hier bleiben. Nach dem Frühstück in der Camp Kitchen, laden wir das Motorrad ab und fahren zum Einkaufen. Nachher erkunden wir den Ort mit dem Motorrad. Es ist bewölkt und windig. Auf dem Motorrad ist es richtig kalt. Sie haben hier einen schönen neuen Hafen gebaut. Der Strand wäre schön, aber es ist zu kalt. Auf dem Rückweg essen wir einen Kebap. Später buche ich einen Flug für Christine (Mama Merlin) Maria's Schwägerin. Sie wird nach Medan fliegen um nach Mama zu schauen über die Festtage. Das Buchen geht schnell, nur mit dem bezahlen hapert es. Meine Kreditkarte wird nicht akzeptiert. Bis jetzt hat das bei Ticket2 immer geklappt. Nach mehreren Versuchen klappt es dann über das Mandiri-Konto. Es ist schon unglaublich wie falsch man eine Zahl-Applikation programmieren kann. Vermutlich aus Indien. Die Leute vom Campingplatz haben uns gesagt, dass die Polizei scharf auf Motorräder mit 3 Leuten ist. Darum will Maria, dass ich sie und Efraim Einzel ins Robe Hotel zum Nachtessen fahre, eine kalte Sache für mich. Das Essen ist gut und es ist warm im Restaurant. Die Heimreise wieder mit Einzelfahrten. Zum Glück wärmt die neue Bettdecke gut.

Sa 12.12.2015
Nach dem Frühstück in der Camp Kitchen, zusammenpacken und das Motorrad wieder verladen. Um 11.15h fahren wir los. Die Fahrt geht entlang mehrerer Seen. Nach ¾h sind wir bereits in Beachport. Das Motor Inn hat nur eine grosse Wohnung für 160 AUD. Das Bombas und Beachport Harbourmasters sind ausgebucht wegen einer Hochzeit. Im Beachport Southern Ocean Tourist Park haben sie eine Kabine oben auf dem Hügel mit super Aussicht für 108 AUD. Wir schlagen zu und richten uns ein. Nachher gehen wir zu Fuss in den Ort zum Einkaufen und Essen. Es ist ein kleiner verschlafener Ort, auf jeden Fall jetzt vor der Ferienzeit. Um 16.30h sind wir zurück. Maria hat das Geld von Sri immer noch nicht bekommen. Sie hat 5 Millionen IDR von Iin geliehen, die sollte es von Sri zurückverlangen, bekommt es aber nicht. Ich werde wohl Iin das Geld per Western Union zukommen lassen, sonst gibt es keine Ruhe bis Maria zurück in Medan ist. Zum Nachtessen gehen wir ins Bombas. Fried Rice für Maria, Fried Noodles für mich und Shark Bites für Efraim. Nicht sehr asiatisch, aber nicht schlecht. Um 21.30h sind wir zurück. Ich rufe Sandra an, sie hat heute Geburtstag. Nachher Markus. Stefan ist in Konstanz am Weihnachtsmarkt und besucht auch noch Muetti. Kaum sind wir im Bett ist Stromausfall in ganz Beachport.
(51km, 1½h unterwegs)

So 13.12.2015
Zum Frühstück die nächste Überraschung, kein Wasser. Sporadisch kommt es wieder, auch dies in ganz Beachport. Wir verlängern unseren Aufenthalt um eine Nacht. Diesmal kostet es nur 100 AUD, weil ich gestern den neuen Gartentisch zusammengesetzt habe. Gemütlich Frühstücken, nachher Büro nachführen. Gegen 16h starten wir mit dem Auto zum Bowman Scenic Drive. Das ist eine Strasse der Küste entlang Richtung Norden. Es gibt etwa alle 500m einen Lookout mit schöner Aussicht. Es gibt schöne Strände, hohe Sanddünen und zerklüftete Kalkstein-Formationen. Daher der Name Limestone Coast. Es ist auch heute nur etwa 23C° warm und windig, darum fühlt sich das ziemlich kühl an. Nach einer guten Stunde und 10km sind wir zurück. Apero im Haus, weil es zu kalt ist. Auf Maria's ausdrücklichen Wunsch fahren wir mit dem Auto zum Nachtessen. Nochmals ins Bombas, diesmal ins normale Restaurant. Die ersten zwei Speisen die ich bestelle, haben sie nicht. Erst das Scotch Filet ist lieferbar, dafür weigert sich der Koch mir normalen Potato Mash zu servieren, zu diesem Essen gehört Sweet Potato Mash meint er. Der Kellner meint er werde den Koch eines Tages umbringen. Ich bestelle mit Chips und Salat. Zu Maria's Hühnerbrust gibt es dann normalen Kartoffelstock. Efraim besteht wieder auf Shark Bites. Um 21h sind wir zurück und ich telefoniere mit Muetti. Heute ist es nicht gut mit ihr zu sprechen, ziemlich wirr. Sie weiss nicht, dass Stefan gestern zu Besuch war. Nachher telefoniere ich noch mit Stefan. Um 22h sind wir im Bett.
(10km, 1½h unterwegs und 2km zum Nachtessen)

Mo 14.12.2015
Aufstehen um 8h. Ich backe Frischback-Brötchen. Nach dem Frühstück packen. Um 11.15h fahren wir los.  Es hat kaum Verkehr, die Strecke ist abwechslungsreich mit Hügeln und Kurven. Die Felder werden bewirtschaftet. Getreide und Viehwirtschaft. Nach 1¼h sind wir in Mount Gambier und suchen einen Coles. Es geht eine Weile bis wir ihn finden. Nach dem Einkauf fahren wir zum Blue Lake Holiday Park. Wir entscheiden uns für eine Ensuite Side, d.h. mit eigenem WC/Dusche. Nach dem Einrichten gehen wir zum Blue Lake. Das ist ein etwa 90m tiefer Kratersee. Der ist im Sommer wirklich blau aus irgendwelchen chemischen Gründen. Zurück auf dem Campingplatz will Efraim unbedingt in den Pool, obwohl es kühl ist. Ich bin damit beschäftigt Maria's Tablet zu "reparieren". Efraim hat es geschafft den Kid Safe Mode von Samsung zu aktivieren. Ohne Passwort kann man den nicht mehr ausschalten. Im Internet finde ich den richtigen Hinweis um die App zu deinstallieren, kostet mich eine volle Stunde. Apero am Pool. Maria hat Bekanntschaft mit Heidi und Christoph und ihren beiden Kindern gemacht. Sie leben in Eglisau und haben ein Architektur-Büro in Zürich. Wir reden eine ganze Weile zusammen. Zum Nachtessen fahren wir mit dem Auto in die Stadt. Das Pasta Pasta gefällt uns. Weniger die Berechnungsweise des Personals. Zuerst verrechnen sie 4 AUD für ein Glas Wasser, wir geben es zurück und verlangen später an der Theke nach Wasser und bekommen es anstandslos gratis. Auch beim Berechnen gibt es eine Differenz von 1.50 AUD zu unseren Ungunsten. Wenigstens ist das Essen dann gut. Gnoggi mit Ragout für mich, Meatball und Spaghetti für Maria. Das Kindermenu für Efraim enthält auch eine Limo und zum Dessert eine Glace. Nach 21h sind wir zurück. Ich bringe die restlichen Spaghetti in den Kühlschrank der Camp Kitchen. Auf dem Rückweg bleibe ich bei Heidi & Christoph auf ein Bier hängen. Maria & Efraim schlafen bereits wenn ich zurückkomme.
(91km, 2 ¼ h unterwegs und 6½km zum Nachtessen)

Di 15.12.2015
Frühstück in der Camp Kitchen. Nachher Abschied von Heidi & Christoph und den Kindern, sie fahren nach Port Fairy. Wir wollen noch eine Nacht bleiben, aber unser Platz ist bereits gebucht. Wir entscheiden uns nach Portland zu fahren, das sind gut 100km. Mit arger Verspätung fahren wir kurz vor 12h los. Die Strecke führt durch grosse Wälder die mit kilometerbreiten Schneisen abgeholzt und wieder aufgeforstet werden. Die gerodeten Gebiete sind ein trostloser Anblick. Es ist reine Monokultur, alles Rottannen. Nach einer knappen Stunde halten wir kurz an. Um 13.30h sind wir in Portland. Eigentlich ist es bereits 14h, weil wir in einer neuen Zeitzone sind. Der Campingplatz Portland Holiday Village liegt mitten in der Stadt und passt uns. Wir entscheiden uns fürs campieren, eine Kabine würde 140 AUD kosten im Gegensatz zu 30 AUD. Wir richten uns ein. Auf dem Areal leben 3 Koalas. Wir sehen aber nur einen von ihnen. Nach 16h erkunden wir den Ort, zuerst einen Supermarkt in der Nähe, nachher Richtung Hafen und Promenade. Es hat hier einige alte Häuser. Im Hafen werden Berge von Baumstämmen und Holzspänen auf Riesenfrachter verladen. Efraim hat Hunger, wir bestellen Chips für ihn. Es gibt eine riesige schlecht schmeckende Portion mit Ketchup überzogen, igitt. Zum Apero an der Sonne sind wir zurück. Ich plane noch die Etappen bis Melbourne. Wir verpassen fast das Nachtessen, weil es um 20h immer noch taghell ist und die Restaurants um 21h schliessen. Wir entscheiden uns für ein chinesisches Restaurant. Das Essen ist gut. Nach 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen.
(105km, 1¾h unterwegs)

Mi 16.12.2015
Frühstück wieder in der Camp Kitchen, da ist es wärmer. Wie üblich sind wir erst gegen 11h abfahrtsbereit. Ich bemerke, dass ich die Route nicht kopiert habe. Notebook auspacken und Route auf USB-Stick kopieren, dann auf den Bord-Computer. Um 11h fahren wir los. Die Fahrt ist abwechslungsreich. Weiden, Wälder und sogar eine Wind-Farm sind unterwegs zu sehen. Um 12h sind wir bereits in Port Fairy. Der 1. Campingplatz ist zwar nicht schlecht, aber abseits und mit 49 AUD ziemlich teuer. Im Zentrum sehen wir uns das Comfort Inn Hotel an. Das würde 160 AUD kosten. Wir fahren weiter zum Port Fairy Gardens Caravan Park. Da gibt es für 117 AUD eine schöne Kabine. Wir bleiben und richten uns ein. Maria kocht Mittagessen. Es gibt wieder irgendwelche Probleme in Medan, sie will es mir aber nicht sagen. Ich lasse sie alleine und gehe mit Efraim an den nahen Strand. Es ist ein schöner Strand, aber es ist windig wie üblich hier, darum kühl. Nach1km wechseln wir zum Fluss. Da gibt es einen Hafen für Fischer- und Freizeitboote. Efraim ist begeistert. Auf dem Rückweg gibt es Bier und Sirup um Star Pub. Wir sitzen im Wettbüro, Efraim ist fasziniert von den Pferde- und Hunderennen. Nach 1¾h sind wir zurück. Erst jetzt erzählt mir Maria was das Problem ist. Natürlich wieder Geldprobleme. Lewy muss das Schulgeld für das nächste Semester bezahlen und für sein Praktikum muss er ebenfalls bezahlen, je 5'000'000 IDR. Miando wird mir das Geld zurückbezahlen verspricht er. Ich überweise das Geld per Western Union. Nachher gehen wir zurück ins Star Pub zum Nachtessen. Das Essen ist gut. Um 22h sind wir zurück. Efraim schläft ausnahmsweise sofort ein.
(74km, 1¼h unterwegs und 5km zu Fuss)

Do 17.12.2015
Das Frühstück zieht sich wieder hin, so dass wir wieder nicht um 10h bereit sind, wie das eigentlich hier üblich ist. Um 10.45h fahren wir dann wirklich los. Beim Tower Hill Reserve machen wir einen kurzen Halt, ein schönes Gebiet. Nach 41km biegen wir auf die Great Ocean Road ab. Im Hinterland herrscht blauer Himmel, an der Küste hat es Nebel. Nach 1½h sind wir bei der Bay of Islands, der ersten Sehenswürdigkeit. Es hat immer noch Nebel, die imposante Steilküste verschwindet darin, nach kurzer Distanz. Manchmal lichtet sich der Nebel für eine kurze Zeit. So geht es uns an allen Punkten bis Port Campbell. Massacre Hill, Bay of Martyrs, Halladale Point, Grotto, London Bridge und The Arch, alle verschwinden teilweise im Nebel, nur die hunderten von Fliegen verschwinden nie. Es ist trotzdem eindrücklich. Um 14.15h treffen wir in Port Campbell ein. Das Port Campbell Guest House passt uns, wir bleiben. Ein Zimmer mit WC/Dusche kostet 80 AUD. Mark der Besitzer ist auswärts am Arbeiten, er gibt uns das Zimmer 7. Es ist noch eine Familie aus Belgien da und eine Mutter mit ihrem erwachsenen Sohn. Zum Lunch gibt es eine gute Pizza bei Nico's Pizza and Pasta. Nachher gehen wir zum kleinen geschützten Strand. In diesem Ort hat es erstmals viele Touristen seit Adelaide. Efraim vergnügt sich im Sand. Um 18h kommen wir zurück, Mark ist nun hier und offeriert ein Bier. Nachher richten wir uns ein. Apero auf der Veranda mit Mutter und Sohn aus Australien. Ich frage einige Airbnb Unterkünfte in Melbourne an und plane die nächste Etappe. Zum Nachtessen gehen wir ins Wave. Mein Lamm mit Couscous ist sehr gut, alles ist etwas teuer aber gut. Um 22h sind wir zurück. Heute will Efraim nicht so schnell schlafen. Wir beschliessen noch eine Nacht zu bleiben.
(98km, 3½h unterwegs)

Fr 18.12.2015
Aufstehen gegen 9h. Für Maria ist Facebook wichtiger als Frühstück, darum gibt es ein Diskussion zwischen uns. Die belgische Familie reist ab und wir haben den Esstisch für uns alleine. Es ist wieder neblig, darum unternehmen wir nichts. Ich erledige das Büro. Heute ist das Guest House ausgebucht. Gabi (Gabriela) aus Konstanz übernachtet in ihrem Zelt. Sie hat ihre Brille in Apollo Bay liegen gelassen. Wir werden sie morgen vielleicht mitnehmen. Apero auf der Veranda. Um 19.30h bekommen wir die Bestätigung für unsere Wohnung in Melbourne. Nachher gehen wir zum Nachtessen wieder ins Nico's. Die Pizza und die Pasta sind wieder gut. Jetzt ist es bummsvoll. Zurück im Guest House sitzen wir noch etwas auf der Veranda mit den anderen Gästen und Mark. Um 23h sind wir im Bett.

Sa 19.12.2015
(104km, 4½h unterwegs und 5km zu Fuss)
Auch heute schaffen wir es nicht um 10h bereit zu sein. Gabi wird mit uns fahren. Um 11.15h fahren wir los. Kaum los gefahren kommt Efraim in den Sinn, dass er den Anhänger von Mark unter dem Bett ??? vergessen hat. Also nochmals zurück. Nach wenigen Minuten sind wir bei der Loch Ard Gorge. Da gibt es viel zu sehen, die Steilküste mit "The Island Archway" und "The Razorback". Zum Abschluss steigen wir hinunter zum Strand der Loch Ard Gorge. Da ist es kühler, weil der heisse Wind (39C°) da unten nicht hinkommt. Total ist es 1km zu Fuss. Maria streikt und bleibt oben an der Hitze. Nach 1h fahren wir weiter. Bis zu den Twelve Apostles sind es nur wenige Minuten. Da geht es zu Fuss auf einem guten Weg mit 100 oder mehr andern Touristen zu den verschiedenen Aussichtspunkten, total 1.6km. Maria will passen, aber ich lasse das nicht zu. Schlussendlich ist sie doch froh den Weg gemacht zu haben, denn die Aussicht ist schon sehr schön. Zum Schluss gibt es für die geschafften Asiaten eine Glacé. Nach 1h fahren wir weiter. Es wird langsam bewölkt, aber immer noch heiss. Im Hinterland ist es ziemlich hügelig Weiden und Wälder wechseln sich ab. Ich habe ausserhalb der Städte noch nie so viel Verkehr erlebt. Es ist allerdings immer noch wenig im Vergleich zur Schweiz. Nach 1h machen wir einen Halt bei Melba Gully, ein schönes Stück Wald. Nach ¼h fahren wir weiter. Zwischendurch regnet es immer wieder leicht. Nach ½h sind wir beim Castle Cove Lookout, dem letzten Stopp. Um 15.30h erreichen wir Apollo Bay und laden Gabi aus. Die moderne Jugendherberge ist ausgebucht. Im Apollo Bay Holiday Park haben sie eine Kabine für 130 AUD. Wir beschliessen zu bleiben, zumal es einen Pool für Efraim hat. Bevor wir uns einrichten, fahren wir zurück in den Ort zum Einkaufen und Essen. Um 17.30h sind wir zurück, Maria ist kurz vorher ausgestiegen, da ist ein Garage Sale (Flohmarkt). Ich lade aus und gehe nachher mit Efraim zum Pool. Eine angenehme Abkühlung, es ist immer noch sehr warm. Maria braucht 20 AUD um Einzukaufen und kommt nachher strahlend zurück. Sie hat Bilderrahmen und einen Anhänger gekauft. Zum Nachtessen gehen wir in ein griechisches Restaurant. Das Essen ist gut und billig, aber der Service ist unter dem Hund. Es beginnt damit, dass für Kreditkartenzahlung 2% Zuschlag verlangt wird, das ist in Australischen Restaurants absolut unüblich. Ich bezahle bar und will die 31.20 AUD mit einer 50-er Note und 1.20 bezahlen. "To late" heisst es, sie hat bereits 50 AUD getippt und will nicht im Kopf nachrechnen und schliesst die Kasse. Ich muss bis zum nächsten Kund warten bis ich das viele Münz in eine Note wechseln kann. Ich habe nach Wasser gefragt und sie hat mich zum Kühlschrank verwiesen. Da gibt es aber nur abgefülltes Wasser. Ich frage nach und bekomme die Auskunft, das gibt es hier nicht. Da beschwere ich mich, weil das in Australien noch nie passiert ist, Wasser bekommt man immer gratis. Der Chef erscheint und meint doch doch es gibt gratis Wasser, nur seine Angestellten sagen etwas Anderes. Zum Schluss stellt sich noch heraus, dass sie mir ein Mineralwasser verrechnet hat. Auf dem Heimweg reden wir mit einem ehemaligen Ford-Mitarbeiter. Er ist ziemlich frustriert. Er wurde vor 2 Jahren Zwangspensioniert. Hatte aber noch Glück, denn Ford schliesst ihre Werke in Australien nächstes Jahr, wie alle andern Autohersteller auch. Kaum zu Hause schläft Maria bereits.

So 20.12.2015
Nach dem Frühstück fahren wir um 11h mit der üblichen Verspätung los. Die Strecke führt nun der Küste entlang, mit zum Teil spektakulärer Aussicht. Beim Carisbrook Creek halten wir kurz an, da haben die Leute hunderte von Steinmännchen aufgebaut. Nach 1¾h sind wir in Anglesea. Der Anglesea Caravan Park passt uns. Er ist riesig mit vielen festinstallierten Wohnwagen. Wir bekommen einen schönen Bush Camp Platz unter den Bäumen. Nahe zum Strand, aber weit zum Pool. Es wird immer stärker bewölkt. Ich gehe mit Efraim zum Pool, kaum angekommen beginnt es zu winden und zu regnen. Das stört aber Efraim nicht. Im Wasser ist es wärmer als draussen. Auf den Rückweg eine warme Dusche. Nachher kochen wir Reis. Ich wärme in der Camp Kitchen das gestern gekaufte ½ Poulet auf. Pünktlich zum Apero zeigt sich die Sonne wieder. Wir setzen uns an den Strand, Maria gefällt es, obwohl sie zuerst nicht kommen wollte. Efraim ist glücklich mit dem vielen Sand. Um 20h gehen wir dem Fluss entlang in den Ort. Im chinesischen Restaurant Red Rose essen wir ziemlich teuer (63 AUD) aber nicht sehr gut. Zurück gehen wir den kürzeren Weg der Strasse entlang. Um 22h sind wir zurück. In der Nacht regnet es leicht.

Mo 21.12.2015
Aufstehen um 8h, ich sage Maria nicht, dass wir hier erst um 11h auschecken müssen, sonst wir es noch später. Heute kocht sie nur Nudelsuppe, kein Reis. Weil es wieder zu regnen beginnt, müssen wir uns ins Auto zurückziehen. Zu dritt etwas eng, aber es geht. Kaum ist alles drinnen hört es natürlich auf. Kurz vor 11h fahren wir los. Zuerst der Küste entlang, dann auf die Autobahn. Da hat es ziemlich viel Verkehr. Um 12.15h kommen wir über die imposante West Gate Bridge nach Melbourne. Nach ½h sind wir bei unserer Wohnung. Bis ich sie finde vergeht eine Weile. Sie liegt ziemlich nahe an der Hauptstrasse und ist darum nicht gerade ruhig. Wir hoffen, dass der Verkehr in der Nacht nicht zu laut ist. Wir richten uns ein. Das dauert eine Weile, weil wir alles aus dem Auto ausladen was Maria & Efraim gehört. David und Derek rufen an. Wir werden uns morgen mit Derek & Geraldine treffen. Später erkunden wir die Umgebung. Im Fish & Chips Beluga kehren wir ein. Maria hat einen grossen Hunger, darum bestellt sie eine grosse Portion Chips. Die ist riesig. Sie ersetzt gleich das Nachtessen, darum bestelle ich ein Glas Wein dazu. Zurück zu Hause gibt es kein Nachtessen mehr. Efraim schaut noch Cartoons. Wir gehen bald schlafen.
(116km, 1¾h unterwegs)

Di 22.12.2015
Heute stehen wir früher auf, damit wir bereit sind wenn uns Derek abholt. Zum Glück verspätet er sich, so sind wir fast fertig wenn er um 10.45h ankommt. Er ist freiwilliger Helfer im Royal Botanic Garden Cranbourne. Da fahren wir hin. Es sind etwa 50km, um 12.30h sind wir da. Der Garten ist erst 10 Jahre alt und noch nicht fertig gebaut. Es gibt hier nur australische Pflanzen die in einer sehr modern nachgebildeter Umgebung wachsen. Auch wenn man sich nicht für Botanik interessiert, ist es hier interessant, vor allem wegen der Architektur des Gartens. Auch technisch hat er einiges zu bieten. Derek ist sichtlich stolz und führt uns wie ein Profi durch das Gelände mit Bach und See. Am anderen Ende des Gartens essen wir etwas. Nach 2¼h sind wir durch. Wir wollen zum Mount Dandenong. Unterwegs gibt es einen Picnic Platz, da können Kakadus gefüttert werden, natürlich gegen Geld, aber um diese Zeit sind sie bereits vollgefressen und kommen nicht in Scharen. Nach ¼h und einer Diskussion mit Maria fahren wir weiter. Sie will im Souvenir-Shop 10 oder mehr Opal ähnliche Steine kaufen und will nicht begreifen, dass dies der ziemlich teuerste Ort zum Kaufen ist. Derek verfährt sich, wir lassen den Mount Dandenong bleiben und fahren zu ihm nach Hause. Unterwegs halten wir in Tooronga um einzukaufen. Wir kommen voll beladen zurück. Derek wohnt direkt an der Autobahn in einem schönen Holzhaus. Geraldine erwartet uns bereits. Es ist natürlich BBQ angesagt. Viel Fleisch und Wurst, dazu Salate und gebackene Kartoffel-Viertel. Alles schmeckt gut. Maria hat es vor allem der Couscous-Salat angetan. Dazu gibt es Wein. Um 22h drängt Geraldine zum Aufbruch, Derek flüstert mir zu, dass das ihre Bett Zeit sei. Er bringt uns mit dem Auto nach Hause. Wir sind ziemlich müde, Efraim schläft gleich ein.
(135km mit Derek)

Mi 23.12.2015
Wir schlafen lange. Heute ist Waschtag, ich wasche alles was schmutzig ist. Am Nachmittag gehen wir zum Prahran Market. Da gibt es viele Delikatessen. Ich kaufe ein für morgen Heilig Abend. Schweins-Filet, Hühnerleber-Pate, Blätterteig usw. Auf dem Rückweg hat Maria mal wieder ihren schwachen Moment. Sie hat Hunger und will lädelen gleichzeitig, was nicht wirklich funktioniert. Während sie und Efraim im Beluga etwas essen, kaufe ich für Efraim Lego als Weihnachtsgeschenk ein. Zurück zu Hause, lese ich die Email von Lorna. Sie würde in die City fahren um uns zu treffen. Wir verabreden uns um 19.30h bei der Flinder Street Station. Wir sind sogar pünktlich da. Lorna hat sich kaum verändert seit 2009 in Indien. Zuerst geht es auf einen Begrüssungsdrink in die Chloes Brasserie. Nachher geht es hoch die Swanston Street, so was wie die Bahnhofstrasse von Melbourne. Beim Stadthaus zeigen sie eine Lightshow mit Weihnachtlichen Motiven. Es hat viele Leute mit Kindern. Wir vertrösten Efraim auf später. In der Little Bourke Street ist Chinatown. Da im Spicy Fish gibt es Nachtessen. Sehr gut, wieder mal richtig chinesisch, nicht australisch-chinesisch. Lorna hat Spass mit Efraim, verwöhnt ihn mit Plüsch-Känguru, Glacé usw. Auf dem Rückweg besuchen wir die Schaufenster vom Myer, eine Institution hier mit Geschichten zur Weihnachtszeit. Efraim interessieren die richtigen Feuerwehr-Autos, die hier stehen und von den Kindern bestiegen  werden dürfen, viel mehr. Es gibt sogar einen Lolipop von einem richtigen Feuerwehrmann. Um 11.45h verabschieden wir uns von Lorna. Sie fliegt morgen nach Myanmar für 4 Wochen. Auf dem Heimweg kommen wir in Genuss von australischer Informationsvermittlung. Im Tram gibt es weder Durchsage noch Anzeige für die Stationen. Auf dem Plan sind nicht alle Stationen eingezeichnet. So kommt es, dass wir 3 Stationen zu früh aussteigen, weil die Zwischenstationen nicht eingezeichnet sind. Und das mit Maria, die sowieso nicht zu Fuss gehen mag. Das nächste Tram folgt erst in 20 Minuten. Zudem hat Efraim seinen Hulk (Comic Figur) im Tram liegen lassen. Es ist 700m weiter als geplant. Wir schaffen es trotzdem anstandslos bis nach Hause. Dafür schläft Efraim sofort ein.
(6km zu Fuss)

Do 24.12.2015
Frühstück um 10h. Ich führe mein Tagebuch nach. Um 14h haben Efraim & Maria Hunger und gehen ins Beluga. Ich gehe später auch hin, aber ohne etwas zu essen. Auf dem Heimweg schauen wir in der Anglikanischen Kirche vorbei. Da beginnt gerade die Weihnachtsmesse für Kinder. Wir schauen eine Weile zu, bleiben aber nicht. Zurück zu Hause beginne ich mit dem Vorbereiten des Weihnachtsessen. Maria hat Probleme mit ihrem Magen. Um 21.30h ist das Schweinsfilet Wellington mit gedämpften Rüebli bereit. Ich habe noch Kerzen organisiert und den Tisch etwas festlich gedeckt. Efraim meint wie im Restaurant. Wir spielen Weihnachts-Musik und essen bei Kerzenlicht. Maria probiert nur wenig, dafür schlägt Efraim zu. Es bleiben nur die beiden Anschnitte übrig. Ich telefoniere noch mit Muetti. Um 23h beginnt in der anglikanischen Kirche die Weihnachtsmesse. Es gibt nur eine Krippe, keinen Weihnachtsbaum. Die Messe folgt dem alten lateinischen Ritual. Das letzte Mal habe ich eine Messe nach diesem Ritual in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts mitgemacht. Orgel und Bläser begleiten den ziemlich grossen Chor. Weihnachtsstimmung kommt aber keine auf. Gegen 1h sind wir zurück.

Fr 25.12.2015
Nach dem Frühstück machen wir uns bereit. Um 11.30h gehen wir zu Fuss zum Bahnhof South Yarra. Zum Glück hat der Zug Verspätung, sonst hätten wir ihn verpasst. Nach einer Station müssen wir in Richmond umsteigen. Da müssen wir uns dafür beeilen. Um 12.10 sind wir in Laburnum. Da wohnen David & Florence. Sie haben uns zum Weihnachtsessen mit ihrem Sohn und seiner Familie eingeladen. Zudem ist noch ein Kindergartenkollege des Enkels mit seiner Mutter und Grossmutter aus Vietnam dabei. Es gibt Schinken, Rindsbraten, Truthahn, Lachs und Crevetten mit Salaten und Kartoffeln. Ein richtiges Buffet haben sie bereitgestellt. Zum Dessert gibt es Plumpudding und Himbeer-Torte. Wir sitzen gemütlich im Haus zusammen. Da ist es angenehm kühl, denn draussen ist es ziemlich ungewohnte 35C° für Weihnachten. Es wird viel geredet. Mit David kann ich erst gegen Schluss in Ruhe reden, mit Florence kaum. Nach 19.30h verabschieden wir uns. Nach 21h sind wir zu Hause. Ziemlich müde und vollgefressen.

Sa 26.12.2015
Nach dem Frühstück wollen wir zum Queen Victoria Market. Unterwegs erfahren wir, dass der heute gar nicht offen ist, obwohl ich das extra nachgeschaut habe. Wir fahren stattdessen in die Swanston Street. Da im Queen Victoria Center finden wir einen dieser günstigen Läden zum Einkaufen. Die Boutiquen sind trotz Nachweihnachts-Rabatt zu teuer. Maria kauft für über 200 AUD ein, alles was man sich kaum vorstellen kann. Nach 17h sind wir schwer beladen zurück. Zum Nachtessen gibt es Wienerli im Blätterteig mit dem restlichen Teig vom Heilig Abend. Dazu gekaufte "Gourmet-Salate", die aber gar nicht Gourmet sind. Ich telefoniere noch mit Markus. Stefan ist mit seinem Götti-Bub unterwegs.

So 27.12.2015
Wir schlafen aus. Es ist schönes aber kühles Wetter (22C°). Das Internet funktioniert nicht mehr. Ich versuche alle Tricks, es bleibt dabei. Um 13.30h machen wir uns auf den Weg zum Queen Victoria Market. Heute ist er wirklich offen. Bereits im ersten besuchten Sektor bleibt Maria hängen. Sie gerät wie oft in einen wahren Kaufrausch. Ich muss ziemlich heftig bremsen. Etwas weiter gibt es einen T-Shirt Stand, da gibt es ziemlich gute T-Shirts für 5 AUD. Sie kauft insgesamt 12 Stück. 1 Stück gratis ab 10, sie bringt es auf 2 Stück. Es stellt sich heraus, dass der Verkäufer aus Jakarta stammt. Am nächsten Stand verkaufen sie Opale. Ich kaufe ihr einen Silberring mit Opal zum Geburtstag übermorgen. Sie will noch weitere Steine kaufen, ich rate ab, aber sie kauft trotzdem. Und schon hängt der Haussegen wieder schief. Sie verschwindet, ich suche einen ATM, weil ich wirklich kein Geld mehr habe. Nachher will ich sie anrufen und stelle fest, dass sie mit dem letzten Anruf nach Medan mein Guthaben aufgebraucht hat. Muss zuerst einen Laden finden der Telstra-Guthaben verkauft. Nach einigen Anrufen sagt mir Efraim wo sie sind. Ich gehe mit Efraim auf ein Bier und Sirup. Nach einer Weile kommt Maria auch und wir bestellen Bison Wings (Chicken Wings) für Efraim. Maria ist immer noch nicht ansprechbar. Wir fahren via Flinders Street, damit ich am Bahnhof die Tramkarten aufladen kann. Zuhause angekommen stellt sie fest, dass ihr Portemonnaie fehlt, im Tram oder Restaurant liegen gelassen. Die Stimmung sinkt noch tiefer. Nachtessen zu Hause mit Resten. Das Internet funktioniert immer noch nicht. Eine Freundin des Besitzers kommt vorbei und telefoniert mit der Internet-Firma. Ich habe vorher herausgefunden, dass sie in ganz Melbourne Probleme haben, das sagen sie aber nicht. Nach ¼h gesteht der Inder der in Südafrika das Telefon entgegen nimmt, dass es Probleme gibt, sie seien jetzt bald behoben. Das ist natürlich gelogen. Ich telefoniere mit Stefan über mein Telstra-Mobile-Data Abo. Die Qualität ist sehr schlecht, vermutlich weil alle iinet-Kunden jetzt auf diesem Netz surfen.

Mo 28.12.2015
Noch vor dem Frühstück telefoniere ich mit den Verkehrsbetrieben von Melbourne. Sie geben mir eine Telefon-Nummer des Tram-Depots. Da ist aber nur ein Tonband, das einem anweist den Gegenstand zu beschreiben und die Nummer zu hinterlassen. Zum Schluss heisst es, falls wir sie nicht innert 48h zurückrufen, heisst das, dass wir nicht gefunden haben. Das ist "Service" in Australien. Ich versuche es nochmals auf der 1.Nummer. Da finde ich heraus, dass heute gar nichts läuft, weil der Boxing Day auf den 28.Dezember verschoben wurde, weil der 26. ein Samstag war. Nach dem Frühstück erreiche ich das Restaurant. Die haben nichts gefunden. Nach dem späten Frühstück kopiere und organisiere ich die Bilder. Es sind sehr viele. Maria hat manchmal fast Filme fotografiert. Gegen 17h besuchen wir den Royal Botanic Garden bei uns in der Nähe. Es ist eine schöne Anlage und wird wie hier üblich auch zum Picknick benutzt. Das Restaurant ist bereits geschlossen. Wir gehen dem Yarra River entlang ins Zentrum. Es ist ein schöner Spaziergang und die Klagen von Maria & Efraim halten sich in Grenzen. Total sind es 3½ km bis zur Flinders Street Station. Mit dem Tram fahren wir zur China Town. Im Target kaufen wir eine grosse Handtasche und ein Portemonnaie für Maria. Nachtessen wieder im Spicy Fish, wieder sehr gut. Um 20.30h machen wir uns auf den Heimweg per Tram. Um 21h sind wir zurück. Das Internet funktioniert wie erwartet immer noch nicht. Ich organisiere noch die neusten Bilder und kopiere sie auf Maria's Tablet und führe das Tagebuch nach. Maria kann nicht schlafen und ist traurig weil wir uns morgen verabschieden müssen.
(3½ km zu Fuss)

Di 29.12.2015
Nach Mitternacht zünde ich eine Kerze an und gratuliere Maria zum Geburtstag und gebe ihr den Ring, den ich im Queen Victoria Market gekauft habe. Frühstück spät wie üblich. Maria packt provisorisch. Nachher fahren wir nochmals ins Zentrum. Maria will noch ein Paar Schuhe kaufen die sie im Target gesehen hat. Sie haben die passende Grösse nicht, darum entscheidet sie sich für ein anderes Paar. Wir suchen noch eine dieser grossen chinesischen Taschen, die man in Asien überall sieht. In einem kleinen Laden in China Town werde ich fündig. In der alternativen "Section 8" Container Bar trinken wir etwas. Um 16.30h machen wir uns auf den Heimweg. Im Pub bei uns in der Nähe, isst Efraim einen Beef Burger. Dann zurück und umpacken in die neue Tasche. Sie ist am Schluss praktisch voll. Nachher noch ein letztes Bad mit Efraim, dann gehen wir ins Thai Restaurant Somsak in der Nähe. Das Essen ist "Australien Stil Thai Food" wie der Kellner sagt und er hat recht. Erinnert nur sehr knapp an Thailand. Um 21h sind wir zurück. Dann heisst es verladen und los fahren. Nach ½h sind wir am Flugplatz. Da können wir wieder den australischen "Service" geniessen. Ein Gepäck-Trolley kostet 4 AUD und der Automat akzeptiert meine Kreditkarte nicht. Wir müssen alles Kleingeld zusammenkratzen. Dann steht ein Reklameschild am Trolley vor. Ich bin ziemlich verärgert und reisse es ab. Das passt dann einem der Sicherheitsleute nicht. Ich fahre zum Parkhaus, obwohl man mich informierte, dass da die Höhe auf 2.20m beschränkt ist. Zum Glück stimmt das nicht, im Aussenbereich gilt 3.00m, so kann ich in der Nähe parkieren. Beim Gepäck Aufgeben der nächste "Höhepunkt". Die Dame schreibt alle Gewichte von Hand auf und muss sie dann eintippen???!!! Australien. Zudem muss man eine Ausreisekarte ausfüllen, auch die Australier, obwohl sie anhand des Visums und dem Boarding Pass alle Angaben bereits haben. Das ganze dauert fast ½h. Wir haben gerade noch Zeit zum Abschied nehmen, bevor Maria & Efraim zum Sicherheits-Check gehe müssen. Das Parkhaus kostet 15 AUD für eine Stunde. Auf dem Heimweg tanke ich noch zum letzten Mal für 20 AUD, damit ich nicht auf dem Weg zum Container stehen bleibe. Ich komme gerade zu Hause an, wenn Maria anruft. Sie steigen nun ein. Ich informiere Miando und trinke dann noch den restlichen Wein. Nach 01.00h ruft Maria nochmals an, sie sind noch nicht gestartet, Ich gehe dann schlafen.
(55km zum Flugplatz und zurück)

Mi 30.12.2015
Ich stehe um 8h auf und frühstücke. Es ist ungewohnt ruhig ohne die beiden. Um 10h ruft Maria über Line an. Sie sind sicher in Kuala Lumpur gelandet. Ich packe und räume die Wohnung auf. Kurz bevor ich losfahre funktioniert das Internet wieder, die brauchen hier 3 Tage um einen Fehler zu beheben! Bis zum neuen Ort sind es nur 7km. Nach ½h bin ich da und werde von Nina empfangen. Ich räume kurz meine Sachen ins Zimmer, dann werde ich ausgefragt. Nina lädt mich für morgen zum Silvester bei ihrem Vater ein. Ich sage ohne Zögern zu. Nach 1h kommt Sam ihr Partner nach Hause und fragt ob die Box mit Motor da draussen mein Auto sei. Auch er will viel wissen. Nach 2h zeige ich ihnen mein Auto und parkiere um. Dann richte ich mich ein. Maria ist inzwischen in Medan angekommen und ruft mich an. Ich erledige wieder einmal das Büro, jetzt wo ich wieder Internet habe. Apero im Garten hinter dem Haus. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Limor's Steak House. Rib Eye Steak mit Pilz-Sauce schmeckt gut. Ich gehe früh ins Bett.
(7km zum neuen Wohnort)

Do 31.12.2015
Nach dem Frühstück gehe ich einkaufen. Zuerst zu Fuss in der Nähe, da haben sie aber nicht was ich suche. Ich gehe zurück und lade mein Motorrad ab. Es ist sehr heiss, 40C° gemäss Wetterbericht! Ein neuer Mitbewohner aus China kommt an. Nina ist nicht da, ich zeige ihm sein Zimmer. Nachher fahre ich zum Coles in der Glenferrie Road. Da finde ich alles was ich brauche. Gleich nebenan kaufe ich noch Bier & Wein ein. Zur Silvesterfeier kaufe ich einem nahen Bottle Shop eine gute Flasche Weisswein. Dann Duschen und rasieren. Um 17h fahren wir los. Nina's Vater wohnt etwa 600m von der Flinders Street Station entfernt direkt gegenüber dem Park. Mit Super-Aussicht vom Balkon auf das Zentrum von Melbourne. Zuerst gehen wir zum im Pool der Überbauung. Noch kurz in die Sauna, dann ist es wenigstens kühl wenn man heraus kommt. Es ist immer noch sehr warm. Langsam kommen auch die anderen Gäste. Es sind alles jüdische Polen. Ausser Nina und mir sind alle nach dem Krieg direkt oder via Israel nach Australien gekommen. Einer ist pensionierter Rechtsanwalt und war in die Holocaust-Gelder Verhandlung mit den Schweizer Banken involviert. Es seien erst 10% dieser Gelder verteilt erzählt er. Ein anderer hat eine Plastik-Sack-Fabrik. Eine illustre Gesellschaft, es wird viel gelacht. Sie nehmen ihre Religion nicht so ernst, wie man aus den Geschichten heraushört. Zum Essen wird natürlich grilliert (BBQ), dazu gibt es Salate. Später kommt Sam's Tochter mit ihrem Mann und den 2 Kindern vorbei. Um 21h gibt es ein Feuerwerk für die Kinder. Nach dem Dessert sitzen wir zusammen am grossen Tisch und reden und reden, fast verpassen wir den Übergang ins 2016. Punkt Mitternacht startet das grosse Feuerwerk. Ein Teil findet am Fluss beim Stadion statt, der andere wir auf den Hochhäusern gezündet. Ziemlich imposant. Das ganze dauert ¼h. Glückwünsche gibt es erst nach dem Feuerwerk. Wir stehen noch zusammen auf dem Balkon. Nach 2h machen wir uns auf den Heimweg. Ich verschicke noch WhatsApp Grüsse und telefoniere mit Muetti. Später mit Maria. Sie hat mich Punkt Mitternacht angerufen um mir alles Gute zu wünschen. Am Nachmittag hat sie wieder einen ihrer Anfälle gehabt, sich dann aber wieder beruhigt. Da ich um 4h noch wach bin, rufe ich sie um Mitternacht in Medan nochmals an.
(5km mit dem Motorrad, 2km zu Fuss)

Fr 01.01.2016
Frühstück erst um 11h. Nachher diverse Büroarbeiten zum neuen Jahr. Nach 16h mache ich mich mit dem Motorrad auf den Weg nach St.Kilda. Es weht ein starker, kühler Wind. Ich gehe dem Strand entlang bis zum St.Kilda Pier. Da trinke ich ein Bier und schaue nachher den Kite-Surfern zu. Ich suche ein Restaurant zum Nachtessen. Am Strand passt mit keines. Das Stockhouse wir neue gebaut, das stand vor 15 Jahre fast alleine am Strand, jetzt ist rundherum Stadt. Mit dem Motorrad suche ich weiter. Das Zenith passt mir. Fettuccine Polo, dazu ein Glas Wein und zur Vorspeise Chnobli-Brot. Um 19.15h mache ich mich auf den Heimweg. Nina & Sam sind mit Jax, ihrem 14 Wochen alten Sohn weggefahren. Ich muss die Katze füttern! Punkt 21h steht sie vor der Tür. Später geht mein chinesischer Nachbar aus dem Haus und Schwub ist sie weg. Er weiss nicht, dass die Katze über Nacht im Haus bleiben sollte. Telefoniere mit Maria und höre Musik. Das erste Mal seit Adelaide.

Sa 02.01.2016
Spätes Frühstück. Es ist wunderbar ruhig hier. Nachher starte ich mit dem neuen Reisebericht. Damit bin ich beschäftigt bis am Abend. Vor allem weil ich die dumme Idee habe das Programm zum Erstellen von Webseiten zu aktualisieren. Bis das wieder funktioniert, dauert es Stunden. Zum Nachtessen fahre ich mit dem Motorrad ins indische Restaurant " Kantipur". Beef Rogan Josh mit Roti schmeckt sehr gut. Es könnte ruhig ein bisschen schärfer sein. Zum Dessert Gulab Jamun und Sweet Lassi. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die Katze wartet bereits wenn ich nach Hause komme. Ich verlängere meinen Aufenthalt bis zum Samstag 9.Januar. Nachher telefoniere ich mit Markus und Maria, dann Musik hören und schlafen.

So 03.01.2016
Nach dem späten Frühstück weiter im Text mit dem Reisebericht. Damit bin ich bis zum Apero beschäftigt. Der Grossteil der Arbeit ist erledigt. Nach dem Apero im Garten fahre ich mit dem Motorrad zum chinesischen Restaurant Gao Feng. Da gibt es Beef Rendang, nicht schlecht, aber kein Vergleich mit dem Original. Die Katze haut ab sobald ich die Tür öffne, ohne dass ich ihr Futter gegeben habe. Sie kommt erst mit Nina & Sam zurück und lässt sich dann von ihnen füttern. Ich erledige noch einige Telefonate und gehe dann schlafen.

Mo 04.01.2016
Nach dem Frühstück geht es weiter mit dem Reisebericht. Um 16h bin ich fertig und verschicke die Emails.