Tagebuch
Sa 11.06.2016
Erwache um 5.30h und rufe Maria an. Sie ist auf dem Weg zum Gate und fliegt
pünktlich ab. In Kuala Lumpur muss sie mit dem Gepäck durch den Zoll und das
Terminal wechseln. Auch das klappt und um 9h sind sie für den Flug nach
Vancouver eingecheckt. Nun kann ich in Ruhe Frühstücken. Um 11.20h fliegen
sie nach Shanghai. Ich bestelle eine wasserdichte Kamera über Amazon. Es
kostet mich 0.55 CHF mehr als bei Digitec in der Schweiz und soll am
Dienstag geliefert werden. Meine alte wasserdichte Kamera ist im Oktober
2014 voll Wasser gelaufen. Seither habe ich keine "Drinking Camera" mehr
gehabt ausser dem Handy. Dann mache ich hinter den Reisebericht. Denn möchte
ich fertig stellen bevor Maria ankommt. Es hat bereits Reklamationen
gegeben. Um 17.30h meldet sich Maria aus Shanghai. Sie hat da 6h Aufenthalt.
Um 19h klappt es sogar mit dem Telefonieren über Skype. Zum Nachtessen gehe
ich ins "White Spot". Maccaroni & Cheese würde bei uns Hörnli-Auflauf
heissen und ist sehr gut. Dazu Salat mit richtiger Sauce und Merlot. Um
21.30h bin ich zurück. Maria meldet sich nochmals, sie wird um 22.20h
abfliegen. Ich stelle meinen Reisebericht fertig und verschicke die Emails.
Nach Mitternacht bin ich im Bett.
(3km zu Fuss)
So 12.06.2016
Ich erwache bereits um 6h, telefoniere mit Markus. Um 8h schaue ich nach
wann der Flug ankommen wird. Sie sind verspätet, erst um 10.45h statt um
9.20h. Ich beschliesse doch zu Hause zu Frühstücken. Um 10h mache ich mit
dem Auto auf den Weg. Mein Navi schickt mich mitten durch die Innenstadt. Es
hat zwar nicht viel Verkehr, aber unendlich viele Lichtsignale. Ich brauche
¾h bis zum Flugplatz. Maria & Efraim sind soeben gelandet. Es dauert
nochmals ¾h bis sie bei mir sind. Auf dem Heimweg kaufen wir Esswaren ein,
damit Maria ihr Reis-Frühstück kochen kann. Den beiden gefällt die
Unterkunft. Maria schläft gleich ein. Efraim bleibt vorläufig wach. Die
Sonne scheint ausnahmsweise. Ich hole die Matratze aus dem Auto. Die wird
sofort in Beschlag genommen. Ich gehe etwas holen, wenn ich zurück komme
schläft Efraim, aber nicht auf der Matratze, sondern auf dem Boden. Ich
lasse ihn schlafen. Wenn Maria erwacht versteht sie nicht, dass ich ihn so
schlafen lasse. Efraim hat für mich Apero-Zeugs in Shanghai gekauft. Die
haben dort 9 CHF Wechsel-Gebühr verlangt! Also ein teurer Apero. Nachher
gehen wir zu Fuss ins Peking Restaurant. Der Besitzer ist hocherfreut mich
wieder zu sehen. Das Essen ist wieder gut. Zurück zu Hause schlafen wir alle
bald ein.
Mo 13.06.2016
Es regnet wieder, darum haben wir es gar nicht eilig mit dem Frühstück. Ich
weihe den Reiskocher ein. Maria kocht Eier und Tomaten dazu. Nachher plane
ich unsere Rundreise. Ich drucke die benötigten Kapitel des Lonely Planet
aus. Da der Regen anhält verbringe ich lange Zeit damit. Maria & Efraim
erholen sich schlafenderweise von ihrem Jet-lag. Ich stelle dann Maria
meinen Vorschlag vor. Sie ist damit einverstanden. Von Vancouver fahren wir
mit der Fähre nach Vancouver Island. Dort vom Süden bis in den Norden nach
Port Hardy. Von dort mit der Fähre nach Prince Rupert. Das ist die Inside
Passage, die ist 500km lang und dauert 16h. Ein teures Vergnügen, fast 1000
CAD = 750 CHF. Es soll sich aber lohnen. Jetzt hoffen wir, dass wir Platz
haben und das Wetter mitspielt. Ich buche ein Airbnb etwas ausserhalb von
Victoria für Mittwoch und die Fähre. Es regnet immer wieder, zwischendurch
scheint mal kurz die Sonne. Zum Nachtessen fahren wir mit dem Auto. Zuerst
zum Einkaufen, dann ins Cotto. Die Pizza und die Penne Bolognese sind sehr
gut. Um 22h sind wir zurück.
Di 14.06.2016
Um 2h merkt Efraim, dass Maria nicht mehr bei ihm im Bett ist. Er wirft eine
Haarspange auf unser Bett. Ich erwache und zünde das Licht an. Efraim
erschrickt so, dass er meint einen Geist zu sehen und er klammert sich an
mich. Es dauert ¼h bis er sich wieder beruhigt. Nachdem alle auf dem WC
waren schlafen wir weiter. Aber bereits um 6h geht es wieder los, nun hat er
Hunger nach den übrigen Penne von gestern Abend. Da Maria die Mikrowelle
nicht bedienen kann, muss ich das erledigen. Nachher schlafen wir weiter bis
9h. Es regnet in Strömen. Gemütliches Frühstück resp. Brunch. Meine neue
Kamera kommt von Amazon. Da muss ich natürlich alles zuerst ausprobieren.
Die Bildqualität lässt zu wünschen übrig, vor allem im Vergleich zu meiner
Canon. Aber sonst macht sie einen guten Eindruck, vor allem wenn man
bedenkt, dass sie weniger als 200 CHF gekostet hat. Es regnet weiterhin. Wir
beschliessen heute nicht ins Zentrum von Vancouver zu fahren. Zum Nachtessen
fahren wir auf den Hausberg von Burnaby. Vom Restaurant Horizons hat man
eine super Aussicht auf Vancouver. Das Essen im vornehmen Restaurant ist
teuer und nicht wirklich gut. Das Bier vergessen sie zuerst, nachher bekomme
ich es dafür gratis. Gegen 22h sind wir zurück.
(10km mit dem Auto)
Mi 15.06.2016
Nach dem Frühstück heisst es packen und alles wieder im Auto verstauen. Mit
Verspätung fahren wir um 11.20h los. Nach 1h sind wir in Tsawwassen bei der
Fähre, 10 Minuten vor dem letzten Zeitpunkt für den Check In. Wir müssen ½h
warten bis wir verladen können. Das ist kein Problem, die haben hier ein
Terminal mit Läden und Restaurants, die Zeit ist fast zu kurz um alles zu
sehen. Nach 13h fahren wir los. Es ist eine schöne Fahrt und der Himmel ist
blau. Wenn Engel reisen … Wir unterhalten uns lange mit Gerry & April,
einem Paar aus Langford, dem Ziel unserer Reise heute. Wir fahren zuerst
nach Victoria zum Einkaufen. Wir wollen heute zu Hause kochen. Auf der
Weiterfahrt geraten wir in einen Stau. Um 17.30h sind wir beim Airbnb in
Langford. Raimond erwartet uns und zeigt uns das kleine Haus im Garten
hinter seinem Haus. Schade haben wir nicht 2 Nächte gebucht. Im Garten
hüpfen wilde Hasen herum. Efraim und ich geniessen ein Vollbad in der guten
Badewanne. Das kochen gestaltet sich schwierig, weil die einzige
Pfanne nicht zum Induktions-Herd passt. Raimond kommt angefahren und gibt
uns eine der seinen und noch eine konventionelle Doppel-Kochplatte. Ich hole
mein Kochgeschirr aus dem Auto, dann können wir loslegen. Spaghetti mit
selbst gekochter Tomaten-Sauce, dazu Poulet-Brust und ein sehr gutes
Rinds-Steak, von mir genau à Point gebraten. Manchmal hat man auch Glück.
Efraim schläft schon und isst nichts. Es ist schon ziemlich spät wenn wir in
Bett gehen.
(88km mit dem Auto und 46km mit der Fähre, 6¼h unterwegs)
Do 16.06.2016
Aufräumen in der kleinen Küche, dann Frühstück. Efraim hat bereits um 4h
gefrühstückt und schläft schon wieder. Wir verpacken alles ins Auto. Als wir
Efraim wecken startet er wieder einmal durch. Es ist 13h bis wir losfahren.
Wir fahren zurück nach Victoria um die Stadt zu besichtigen. Zufälligerweise
fahre ich auf den bestmöglichen Parkplatz. Nur gerade 200m von der
Hauptattraktion, dem Parlament und dem Hafen entfernt. Wir sehen uns um und
fahren nach einer guten Stunde weiter. Unterwegs halten wir an um etwas zu
Essen. Auf der Fahrt aus Victoria hinaus landen wir wieder im Stau. Ich
glaube der ist hier chronisch. Auf dem Highway 1 geht es dann zügiger voran,
wenigstens meistens. Die Gegend ist abwechslungsreich. Immer wieder Wasser,
man weiss nie ob es ein See oder das Meer ist. Um 18.15h sind wir in
Nanaimo. Unser Airbnb Studio passt uns, wir verlängern gleich um eine Nacht.
Maria flippt fast aus, es hat eine Kirsch-Baum voll mit reifen Kirschen im
Garten. Zum Nachtessen fahren wir ins nahe "Saigon Kitchen" Restaurant. Da
isst jeder von uns eine andere Nudel-Suppe. Alle sehr gut. Nach 21h sind wir
zurück und gehen bald schlafen.
(138km, 5¼h unterwegs und 8km zum Nachtessen)
Fr 17.06.2016
Nach dem Frühstück will ich die Inside Passage buchen. Das ist eine sehr
schöne Fahrt mit einer Fähre zwischen Port Hardy und Prince Rubert. Der
nächste buchbare Termin ist der 1.Juli, zu spät. Ich bespreche mich mit
Maria, dann versuche ich den umgekehrten Weg zu buchen. Das geht am 8.Juli
und kostet 965.15 CAD = 730 CHF. Anschliessend buche ich noch die Unterkunft
am Anfang und am Schluss der Fahrt. Wir werden morgen zurück Richtung
Vancouver fahren und dann die ganze Rundreise in umgekehrter Richtung wie
geplant machen. Maria bekommt von ihrer Schwester Marta eine ganz
niederträchtige Mitteilung, sie ist kaum zu trösten. Es geht um Geld dass
sie ihr angeblich noch schuldet und dass Maria sie nun mit mir in die Ferien
fährt ohne sie zu begleichen. Laut Maria sind sie zurückbezahlt und sie
musste ihrer Schwester 5% Zins bezahlen und zwar pro Monat, nicht pro
Jahr!!! Es vergeht eine Weile bis sie sich beruhigt und wir nach Nanaimo
fahren können. Wir parkieren beim Maffeo Sutton Park. Von da gehen wir dem
Ufer entlang. Es ist viel los, da hier ein Wasserflugplatz ist. Es ist
faszinierend zuzuschauen. Die haben hier mehr Verkehr als in Medan auf dem
Internationalen Flugplatz, mit kleineren Flugzeugen, aber trotzdem. Nach
Vancouver soll es 120 CAD retour kosten. Zum frühen Nachtessen gehen wir ins
"Troller's Fish & Chips". Ein kleines schwimmendes Restaurant im Hafen.
Die Begeisterung hält sich in Grenzen, der Preis weniger (14 CAD im
Self-Service pro Person). Auf dem Rückweg trinken wir im Lighthouse Bistro
noch etwas. Das ist der unter dem Kontroll-Turm des Flug-Hafens! Zurück zu
Hause führe ich mein Tagebuch wieder einmal nach.
(15km mit dem Auto)
Sa 18.06.2016
Es regnet. Nach dem Frühstück packen wir zusammen. Um 11h fahren wir los und
sind bereits um kurz nach 11.30h am Hafen. Im Restaurant trinken wir guten
Kaffee Latte. Nach 1h verladen wir auf die Fähre. Pünktlich um 12.45h fahren
wir los. Es regnet immer noch und ist kalt. Darum sitzen wir drinnen. Nach
2h erreichen wir Tsawwassen. In Cloverdale stoppen wir zum Einkaufen, dann
geht es weiter bis Langley. Das Airbnb von Brad & Evelyne finden wir
problemlos. Evelyne empfängt uns herzlich. Später zeigt sie Maria wie man
Gesichts-Crème und Body-Lotion aus Öl und Wasser und einigen wenigen anderen
Zutaten macht. Maria ist begeistert und will ein Business in Medan
aufziehen. Alice Evelynes 7 Jahre altes Grosskind ist auf Besuch. Bald geht
es hoch zu und her im Haus. Aber nur bis Brad nach Hause kommt. Ab dann
herrscht Ordnung im Hause, er ist Gefängnis-Wärter. Zum Nachtessen fahren
wir ins Koreanische Restaurant Chamnamoo. Das Essen ist gut, aber die
Bedienung ist hochnäsig und unfreundlich. Ich gebe dafür am Schluss nur 10%
statt den üblichen 15% Trinkgeld. Zurück zu Hause ein Bade-Gaudi mit Alice
& Efraim im Whirl-Pool. Bald danach herrscht Ruhe.
(79km mit dem Auto und 65km mit der Fähre, 5½h unterwegs und 2km zum
Nachtessen)
So 19.06.2016
Heute ist Vater-Tag in Kanada, ich muss das Frühstück trotzdem selber
zubereiten. Nachher buche ich ein anderes Airbnb in Prince Ruppert, die
Anfrage von vorgestern ist verfallen ohne dass sich jemand gemeldet hat. Die
negativen Premieren gehen im Geburtsland von Airbnb weiter. Nachher buche
ich ein Airbnb in Summerland am Okanagan Lake und plane die Route. Brad
empfiehlt den Weg über den Highway 3. Um 14.45h fahren wir los zum
Vater-Tags-Vergnügen. Brad hat Mission empfohlen, dort soll es eine Autoshow
geben. Nach ½h sind wir da. Autoshow gibt es keine, aber ein
Dragster-Rennen. Das habe ich noch nie live gesehen. Es gibt verschiedene
Kategorien, die "richtigen" Dragster schaffen die ¼ Meile = 402m in 7
Sekunden! Das sind über 200km/h im Schnitt. Die sind auch extrem laut. Wir
schauen uns einen kompletten Durchgang an. Nach 2½h fahren wir zurück. Apero
im Garten, dann zu Fuss zum Nachtessen ins "Oak & Thorne Public House"
ein Pub, das uns Brad und Eveline empfohlen hat. Efraim und ich essen einen
guten Shepard Pie, Maria "Thai Curry" Reis mit Lachs, nicht ihr Geschmack.
Aufregung in Medan, ein Kollege von Lewy hat den Ayla beschädigt. Er kann
nicht Autofahren wollte das Auto starten vor ihrem Haus und ist in die
Blumen gekracht. Sieht ziemlich schlimm aus das Auto.
(74km mit dem Auto)
Mo 20.06.2012
(380km, 6¾h unterwegs und 7km zum Nachtessen)
Frühstück und Abschied von Evelyne, nachher packen. Brad schläft, er hatte
Nachtschicht. Um 10.45h fahren wir los. Nach kurzer Zeit sind wir auf dem
Highway 1. Nach 48km ein historischer Moment. Ich erreiche die 50'000km
Marke meiner Reise. Wir halten an und machen einige Fotos. Nachher geht es
ab in die Berge, bis jetzt war es flach. Bei Hope verlassen wir die Autobahn
zum Einkaufen und Tanken. Beim Hope Slide Viewpoint machen wir eine längere
Pause und essen selbstgemachte Sandwiches mit Brot und Schinken. 1965 gab es
hier einen gewaltigen Erdrutsch. Studenten sind am vermessen mit einem
Theodoliten. Nach ½h fahren wir weiter. Es beginnt zu regnen. Es geht nun
via Highway 3 über mehrere Pässe, der höchste ist 1350müM. Vor Keremeos hört
es auf zu regnen und wir machen eine kurze Pause am Similkameen River. Bei
Keremeos zweigen wir auf den Highway 3a ab. Nun wird es flacher und es gibt
viele Rebberge und Obstplantagen. Beim Yellow Lake ein kurzer Fotostopp,
dann dem Skaha Lake entlang nach Penticton. Von da dem Okanagan Lake entlang
nach Summerland. Das Airbnb von Paula finden wir auf Anhieb. Wir sind ihre
ersten Airbnb-Gäste. Das Zimmer ist schön und ziemlich gross. Wir richten
uns ein. Paulas Freund Toni ist Kanadier. Er zeigt mir das ziemlich grosse
Anwesen. Sie wohnen erst seit 3 Wochen hier. Apero vor unserem Zimmer. Es
beginnt wieder zu regnen. Mit dem Auto fahren wir in den Ort und suchen ein
Restaurant. Wir landen im chinesischen "Happy Restaurant". Wir bestellen das
Menu für 2 Personen. Schmeckt nicht schlecht und ist viel, wir nehmen den
Rest mit. Um 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen. Es war heute eine
lange Strecke.
Di 21.06.2016
Zum Frühstück kocht Maria Nasi Goreng. Die Küche ist nicht gut ausgerüstet
und nicht sauber. Wir reinigen alles bevor wir es benutzen. Es gibt keinen
Esstisch im Haus, nur im Freien. Ich hole meine Stühle und den Tisch aus dem
Auto. Es ist schönes Wetter, wir geniessen das Nichtstun und die Terrasse.
Ich buche unseren nächsten Aufenthalt in Mara für 2 Nächte. Um 16.30h fahren
wir zum Okanagan Lake hinunter. Wir parkieren das Auto und gehen den See
entlang. Zuerst zum schönen Strandbad. Wir haben aber keine Badekleider
dabei. Dann weiter zum Peach Orchard Beach Park. Das ist eine schöne Anlage
am See. Da gibt es einen Dog Beach, nur für Hunde. Zu Fuss wieder zurück.
Die beiden sind 3km zu Fuss ohne zu reklamieren. Im schönen aber teuren
Restaurant "Local Lounge & Grille" essen wir. Mein Gordon Bleu hat
nichts mit dem Namen zu tun, weder ist es paniert, noch hat es Käse darin.
Auch Maria & Efraims Chicken Burger ist eine freie Interpretation des
Kochs. Das alles ist zwar nicht schlecht, aber mit 80 CAD doch sehr teuer.
Um 20h müssen wir das Lokal verlassen, weil ab dann keine Kinder mehr
zugelassen sind, eine dieser stupiden Regeln hier in Kanada. Zu Hause buche
ich noch Unterkünfte für jeweils eine Nacht in Golden, Lake Louise, in der
Nähe von Jasper und in Mount Robson. Die sind alle ziemlich teuer, aber es
hat nur noch eine kleine Auswahl, darum bleibt uns nichts anderes übrig.
(14km mit dem Auto und 3km zu Fuss)
Mi 22.06.2016
Nach dem Frühstück plane ich die weiteren Etappen. Um 15h fahren wir zum
Strandbad, diesmal mit Badekleidern. Der See ist ziemlich kalt,
trotzdem gehe ich für einen kurzen Sprung ins Wasser. Efraim hält es länger
aus und jagt mit Vorliebe Enten. Nach 1½h fahren wir zurück. Unterwegs
kaufen wir noch Flip-Flops für Efraim und einige Lebensmittel. Zu Hause
Apero auf der Terrasse. Paula und Toni sind am Grillieren wir reden zusammen
und haben es lustig. Um 19.15h fahren wir ins Peacock's Pub zum Nachtessen.
Auch hier gilt die idiotische Regel mit keinen Kindern nach 20h. Bis nur das
Essen kommt ist es schon fast so weit. Steak für zwei und Burger für Efraim.
Maria ist nur wenig Fleisch, sie ist sich nicht gewohnt so viel Fleisch am
Stück zu essen. Um 20.30h sind wir zurück. Toni verabschiedet sich. Er ist
Elektriker und arbeitet an einem Spital-Umbau und muss morgen früh raus. Wir
gehen auch bald ins Bett.
(10km und 6km mit dem Auto)
Do 23.06.2016
Beim Frühstück kochen vermisse ich mein Brot. Nicht auffindbar. Paula meint
sie hätte es auch nicht gesehen. Ich fahre zum IGA um ein neues zu kaufen.
Wenn ich zurückkomme, heisst es wir haben es gefunden. Paula hat es
versehentlich in den Abfall geworfen. Wir müssen uns nicht beeilen, weil wir
am nächsten Ort erst um 16h einchecken können. Wir packen zusammen. Ich
verlade Tisch und Stühle wieder ins Auto und wasche die Scheiben. Natürlich
beginnt aus nachher zu Regnen. Bis wir losfahren ist es 12.30h. Es geht dem
Okanagan Lake entlang. In Westbank tanken wir. Es regnet immer wieder
leicht. Nach Kelowna kommt langsam die Sonne wieder zum Vorschein. Später
fahren wir dem Wood Lake und dem Kalamalka Lake entlang. Am Ende des Sees
stoppen wir in Coldstream um die Aussicht zu geniessen. Wenig später sind
wir in Vernon. Da machen wir einen Gross-Einkauf im Save on Food. Heute
Abend kochen wir zu Hause, es gibt weit und breit kein Restaurant. Wir essen
noch etwas, dann fahren wir weiter. Es regnet wieder. Nach 17h sind wir da.
Heidi empfängt uns mit etwa 14 Hunden, 10 davon sind Welpen. Unsere
Unterkunft ist eine kleine aber schöne Hütte. Mit Kajüten-Bett für Efraim.
Natürlich hat Maria Bedenken damit. Wir richten uns ein. Leider regnet es
immer wieder, so fällt die Besichtigung des Bauerhofes buchstäblich ins
Wasser. Heidis Eltern sind aus der Schweiz. Sie spricht "Schwyzerdütsch",
aber mit starkem englischem Akzent. Es gibt einen Grill, so kann ich wie
erhofft das Schweizer-Menu kochen. Kartoffelsalat mit Kottelets vom Grill.
Dazu das frisch gekaufte Kartoffel-Brot. Schmeckt fast wie zu Hause, sogar
Maria schmeckt es gut. Hier gibt es kein Internet, wir benützen meinen
Hotspot.
(157km, 4½h unterwegs und 6km zum Einkaufen)
Fr 24.06.2016
Am Morgen stelle ich fest, dass bereits 2.5 GB meiner 6GB Daten aufgebraucht
sind. Android sei Dank. Die laden 250MB Daten herunter ohne zu fragen,
obwohl ich in Google Play eingestellt habe, dass die Updates nicht
automatisch heruntergeladen werden. Maria hat den ganzen Abend
Facebook-Mitteilungen heruntergeladen. Auch Efraim war lange auf YouTube.
Ich erkläre ihnen das Problem und sie versprechen sich einzuschränken. Maria
kocht ausgiebig Frühstück. Es gefällt ihr hier in unserem kleinen Heim. Es
regnet in Strömen. Ich führe mein Tagebuch nach. Efraim kauft bei mir den
ganzen Hausrat und bezahlt mit Jasskarten. Maria hat Halsweh. Die Medizin
die sie gestern gekauft hat schmeckt schrecklich. Sie muss sich jedes Mal
überwinden. Am späten Nachmittag hört der Regen auf. Wir wollen den
Bauernhof anschauen. Während wir auf David warten balgen sich die Hunde, Alt
und Jung. Da kommt eine Ente mit ihren Jungen vorbei. Die Welpen sind so
aufgezogen, dass einer Jagd auf eine Jungente macht und sie auch erwischt.
Dann geht es los. Alle Welpen beginnen zu jagen. Wir haben alle Hände voll
zu tun um die Hunde und die Enten zu trennen. Nach ¼h haben wir es
geschafft, aber min. eine kleine Ente hat es nicht überlebt. Nachher zeigt
uns David den Hof. Heidi's Eltern sind um 1980 nach Kanada ausgewandert. Sie
war damals 1½. Ihr Jugendname ist Heidi Zurbriggen und sie ist tatsächlich
mit Pirmin verwandt. Der war sogar einmal hier auf dem Hof. David zeigt uns
ihre Tiere. Hunde und Enten kennen wir schon, aber es gibt noch Pferde, ein
Maulesel, Kühe, Lamas, Gänse und Schweine. Zum Nachtessen kocht Maria eine
Gemüsesuppe und ich grilliere Poulet-Brust. Dazu gibt es Brot.
Sa 25.06.2016
Spätes Frühstück, dann zusammenpacken. Maria macht mit Efraim nochmals einen
Rundgang durch die Farm. Es ist 12h bis wir losfahren. Es geht jetzt immer
weiter in die Berge. Beim Three Valley Lake halten wir nach 70km zum ersten
Mal kurz an. In Revelstoke schalten wir einen Einkauf-Stopp ein. Maria will
Weisswein probieren, darum kaufe ich eine Flasche Rufino Pinot Gris im
Liquor Shop. Im Save on Food den Rest. Nach ¾h geht es weiter. Um 14.30h
Mittags-Halt bei Skunk Cabbage, ein kleiner Park mit Tischen und Bänken. Wir
machen uns Schinkenbrote. Nach ½h fahren wir weiter. Es geht nun hoch bis
auf 1350 müM. Zwischendurch regnet es immer wieder leicht. Von den Bergen
sehen wir darum nicht viel. Um 16h wechseln wir die Zeitzone von Pacific zu
Mountain Zeit (+1h). Die Sonne kommt nun wieder zum Vorschein. Um 17.40h
statt um 16h wie angekündigt treffen wir im Airbnb in Golden auf 800 müM
ein. Matthew hat auf uns gewartet. Wir konnten ihn nicht benachrichtigen, da
wir keinen Empfang hatten. Es ist ein schönes modernes Haus. Matthew gibt
uns einen Tipp fürs Nachtessen. Wir richten uns ein. Apero mit dem gekauften
Weisswein. Gegen 19h machen wir uns auf den Weg zum Nachtessen. Unterwegs
schauen wir uns die katholische Kirche an, sie wird extra für uns nochmals
aufgeschlossen. Wir treffen unterwegs Matthew und Ana unsere Gastgeber. Im
Island Restaurant erleben wir wieder einmal wie fantasievoll kanadische
Köche mit Namen umgehen. Mein Geschnetzeltes an einer "creamy" Sauce mit
Rösti, so steht es im Menu, hat ausser dass es geschnetzeltes Fleisch ist,
gar nichts mit dem zu tun was ein Schweizer erwartet. Es schmeckt zwar gut,
ist aber trotzdem enttäuschend. Um 21h sind wir zurück und gehen bald
schlafen. Es gäbe ein Bett in einem anderen Raum, aber das will Efraim nicht
benutzen, es ist darum ziemlich eng im Bett.
(241km, 4½h unterwegs)
So 26.06.2016
Wir sind spät dran zum Frühstück, weil wir immer noch nach Pazifik-Zeit
ticken. Check Out wäre um 11h, aber wir fahren erst um 12.30h los. Maria
will dann bei der Brücke beim Island Restaurant noch Fotos machen. Wieso
weiss ich auch nicht, es gibt hier nichts Besonderes zu sehen. Nachher
fahren wir richtig los. Via Trans-Canada Highway (1) geht es nun stetig
bergauf bis auf 1650 müM. Nach dem Summit Lake geht es leicht hinunter nach
Lake Louise auf 1550 müM. Um 14h sind wir im Lake Louise Inn. Wir können
bereits einchecken. Es ist eine kleine Wohnung mit Schlafzimmer und
Wohn-Ess-Zimmer. Wir richten uns ein. Vor unserer Terrasse tummeln sich
Murmeltiere. Maria macht Popcorn in der Mikrowelle. Die lieben sie besonders
und kommen immer näher. Um 15.30h fahren wir los um den Lake Louise zu
sehen. Es geht 4km weit auf 1750 müM. Dafür brauchen wir 7 Minuten und
nachher aber nochmals so lange um einen Parkplatz zu finden. Dabei haben wir
aber noch Glück, es hätte auch viel länger dauern können. Es ist Sonntag,
vermutlich hat es darum so viele Leute. Wenn man vom Hotelkasten absieht,
ist es ein schöner See mit hohen Bergen und Gletschern im Hintergrund. Der
See wird nie wärmer als 10C°, ladet also nicht zum Bade. Die Canadian
Pacific Railway hat vor mehr als 100 Jahren Schweizer Bergführer engagiert
um das Gebiet der kanadischen Rocky Mountains für Touristen zu erschliessen.
Wir flanieren dem Seeufer entlang. Nach 1h fahren wir wieder zurück. Ich
gehe mit Efraim ins Hallenbad. Um 20h gehen wir zum Nachtessen ins Hotel
eigene Pizza Restaurant. Eine Lasagne und eine Pizza für uns drei. Nicht
schlecht. Um 21.30h gehen wir zurück, es ist immer noch taghell. Bis wir
schlafen ist es Mitternacht.
(85km, 1½h unterwegs und 10km mit dem Auto und 1.5km zu Fuss)
Mo 27.06.2016
(182km, 5h unterwegs und 2.6km zu Fuss)
Nach dem Frühstück heisst es packen. Um 11.45h fahren wir los. Es ist warm
und die Sonne scheint. D.h. wir sehen all die hohen Berge rundherum. Die
meisten sind höher als 3000 müM. Nach 4km erreichen wir die Zahlstelle für
den Banff- & Jasper Nationalpark. Es kostet 19.60 CAD, gültig bis morgen
um 16h. Beim Herbert Lake halten wir zum ersten Mal an. 30km weiter beim Bow
Lake die nächsten beiden Stopps. Hier gibt es eine schöne Aussicht auf den
See und den Crowfoot Glacier. Maria fühlt sich nicht gut, ihr Husten ist
immer noch nicht besser. Wir sind hier auf fast 2000 müM. Der Icefields
Parkway, so heisst der Highway 93, hat seinen Namen zu Recht. Links und
rechts hat es hohe Berge mit Gletschern. Beim Silverhorn Creek machen wir
einen kurzen Abstecher, halten aber nicht an. Erst bei den Waterfowl Lakes
halten wir wieder an, zwei schöne Seen mit eindrücklichem Panorama. Um
13.30h erreichen wir Saskatchewan River Crossing. Das ist der erste Ort seit
unserem Start, eigentlich auch nur ein Restaurant und einige Läden. Ich
trinke ein Café Latte. Nach ½h fahren wir weiter. Nach 26km stoppe ich kurz
am North Saskatchewan River und mache ein paar Fotos. Maria & Efraim
schlafen. Auch den nächsten Fotostopp verpassen sie. Die Strasse geht da
steil bergauf und man hat eine gute Aussicht das Tal hinunter. Um 15h
erreichen wir den höchsten Punkt des heutigen Tages, 2075 müM. Kurze Zeit
später sind wir beim Columbia Icefield. Ich gehe mit Efraim zu Fuss zum
Aussichtspunkt auf den Gletscher. Maria bleibt beim Auto. Es ist kalt und
windig. Die Aussicht ist dafür gut, nur etwa 200m vom Gletscherende
entfernt. Nach ½h sind wir zurück. Efraim hat die 1.3km mühelos geschafft.
Nach 9km der letzte Fotostopp mit schöner Aussicht auf die verschiedenen
Gletscher. Um 16.45h sind wir in der Rocky Mountain Lodge beim Sunwapta
Falls. Unser Bungalow ist klein, mit zwei Betten. Auf Wunsch bringen sie uns
einen Mikrowellenherd, damit wir morgen das Frühstück kochen können. Nach
dem Einrichten gehe ich mit Efraim zu Fuss zum nahen Sunwapta Falls. Der ist
9m breit und 18m hoch und hat im Moment viel Wasser und ist darum ziemlich
beeindruckend. Zum Apero sind wir wieder zurück. Maria schläft. Für das
Nachtessen haben wir im Restaurant um 19.30h einen Tisch reserviert. Das
Essen ist gut, Schweinsfilet mit Kartoffelstock für mich, aber mit mehr als
80 CAD teuer.
Di 28.06.2016
Frühstück kochen nur mit Mikrowelle und Kaffeemaschine, aber es klappt nicht
schlecht. Nach dem Packen reinige ich meine Scheiben, es hat unglaublich
viele Insekten hier und die kleben alle auf meiner Windschutzscheibe. Maria
kauft noch eine Kapuzen-Jacke für Efraim im Hotel-Laden. Kurz vor 11.30h
fahren wir endlich los. Es ist ein schöner Tag mit blauem Himmel. Beim Goat
Hill treffen wir tatsächlich auf "White Mountain Goats", die stehen da am
Strassenrand, wie vom Tourismus-Verein hingestellt. Viele Einheimische sind
später erstaunt, dass wir diese Viecher gesehen haben, das sei sehr selten.
Der nächste halt beim Athabasca Falls. Ein schöner 23m hoher Wasserfall.
Weil es viel Wasser hat ist er sehr eindrücklich. Wir fahren auf Empfehlung
des Hotels die alte Strasse nach Jasper. Beim "Meeting of the Waters" halten
wir an. Das war früher ein wichtiger Ort auf dem Weg durch die Rocky
Mountains. Kaum 2km weiter treffen wir auf einen Schwarzbär, der kurz vor
uns die Strasse überquert und im Wald verschwindet, bevor wir ein Foto
machen können. Wir fahren die Mount Edith Cavell Road hoch, ein Umweg, der
sich aber lohnt. Etwa auf halbem Weg treffen wir den nächsten Bär, diesmal
einen Grizzly. Er trottet den Strassenrand entlang und verschwindet dann im
Wald. Er lässt sich überhaupt nicht stören. Diesmal gibt es einige Fotos.
Vom Ende der Strasse (1770 müM) führt ein guter Weg zum Aussichts-Punkt
(1870 müM) auf den Cavell und den Angel Glacier. Diesmal kommt auch Maria
mit. Vom Gebiet des Angel Glacier lösen sich immer wieder Lawinen, die dann
wie ein Wasserfall über die hohen Felswände herunter kommen. Nach 1h sind
wir zurück und fahren wieder das Tal hinunter. Wieder treffen wir auf einen
Grizzly-Bär. Er trottet gemütlich mitten auf der Strasse vor uns her und
verschwindet dann im Wald. Kurz vor Jasper kommen wir wieder zurück auf den
Highway 93. Dort geht bei unserer Ankunft ein Platzregen nieder. Wir gehen
einkaufen und dann ins "Coco's Cafe" auf ein Bier und 2 Wraps. Die sind
grün, schmecken aber gut. Nach 1¼h fahren wir weiter. Nun wird das Tal
breiter und wir verlassen den Jasper Nationalpark. Wir kommen von Alberta
wieder zurück nach British Columbia. Auch die Zeitzone ändert wieder. Um 18h
Mountain-Zeit sind wir am Ziel in Mount Robson. Die Mount Robson Lodge ist
eine schöne Anlage, nur etwas zu nahe am Highway. Unser Bungalow ist
einfach, aber schön eingerichtet. Wir geniessen den Apero an der Sonne vor
unserem Bungalow. Zum Nachtessen kochen wir Kartoffel-Crème-Suppe von Knorr
mit Chorizo-Würsten, dazu Brot. Es gibt hier weit und breit kein Restaurant.
Wir haben heute viel Glück gehabt mit dem Wetter und den Tieren. Das sei
sehr aussergewöhnlich meint die Besitzerin der Anlage.
(178km, 6½h unterwegs und 1.8km zu Fuss)
Mi 29.06.2016
Gemütliches Frühstück, nachher packen. Maria verschwindet auf
Entdeckungstour. Wir warten sicher ¼h auf sie, bis wir losfahren können. Um
11.30h ist es soweit. Das Tal wird jetzt breiter und flacher. Es gibt viel
Gras- und Weideland. Überall wird "gheuet". Nach 1h sind wir bereits in
McBride. Beim Airbnb ist niemand. Mein Telefon funktioniert hier nicht. Wir
fahren zuerst zum Haus von Andreas unserem Gastgeber, aber da ist auch
niemand. Dann ins Restaurant Sandman Inn. Da haben sie Internet und gute
Fish & Chips. Wir können Andreas kontaktieren. Um 14h sind wir zurück
beim Haus jund kennen nun den Code zum Türschloss. Kurze Zeit später
erscheint auch Andreas. Er zeigt uns das sehr schöne Haus, das wir für uns
alleine haben. Er ist vor 10 Jahren aus Deutschland nach Kanada
ausgewandert. Wir haben uns viel zu erzählen. Beim Ausladen beginnt es dann
prompt zu regnen. Später bringt er uns noch eine neue Bürste für den Nigel
nagelneuen Grill vorbei. Zum Nachtessen weihe ich den Grill mit
Schweinskoteletten ein. Dazu hat sich Maria wieder Kartoffelsalat gewünscht.
Nachher geniessen wir das schöne Wohnzimmer und später das grosse Bett. Es
gäbe ein eigenes Bett für Efraim, aber er will bei uns schlafen.
(73km, 1h unterwegs und 3km)
Do 30.06.2016
Um 8h zieht ein Gewitter auf. Gemütliches Frühstück mit frischem Spinat aus
dem Garten für Maria. Ich buche ein Airbnb in Prince George und telefoniere
mit Stefan. Nach dem Mittag kommt die Sonne hervor. Maria will die
katholische Kirche in der Nähe anschauen. Sie wird uns extra geöffnet. Auf
dem Weg zum Bahnhof gibt es einen Gemüsegarten. Da kann Maria natürlich
nicht widerstehen und fachsimpelt mit einer Frau. Beim Bahnhof steht ein
Personenzug zur Abfahrt bereit. Der erste überhaupt den ich in Nordamerika
sehe. Sonst waren alles Güterzüge. Efraim vergnügt sich auf dem nahen
Spielplatz. Maria hat ein älteres Geschwisterpaar aufgegriffen zum
Fachsimpeln über Pflanzenzucht. In einem Geschäft in der Nähe kaufen wir
dann Samen ein. Im Supermarkt kaufen wir unser Nachtessen ein. Zurück zu
Hause buche ich noch die weiteren Airbnb bis nach Prince Ruppert. Nachher
heisst es kochen. Ich koche "Hacktätschli" mit Kartoffelstock. Maria hat
sich das gewünscht. Sie macht Salat aus dem Garten. Es schmeckt allen. Nach
dem Essen kommt Susanna, die Partnerin von Andreas vorbei. Sie kommt aus
Burgdorf in der Schweiz und lebt seit 1988 in Kanada. Sie will vieles über
meine Reise wissen. Es ist Mitternacht, bis wir im Bett sind.
(1.5km zu Fuss)
Fr 01.07.2016
Vor dem Frühstück ändere ich meine Buchung in Prince Ruppert, da ich keine
Antwort bekommen habe. Ich telefoniere mit Markus. In Zürich startet das
Züri-Fäscht, aber er geht nicht hin. Nach dem Frühstück packen wir zusammen.
Es beginnt natürlich genau dann zu regnen wenn ich das Auto belade. Es ist
bereits 12h wenn wir losfahren. Heute ist der Canada Day, der 1.August der
Kanadier. Beim Bahnhof wäre eine Veranstaltung. Weil es regnet fahren wir
aber weiter. Der Regen begleitet uns für lange Zeit. Am Ortsausgang gibt es
ein Schild: nächste Tankstelle 202km! Es ist eine ziemlich monotone Fahrt.
Es regnet und links und rechts meist nichts anderes als Wald. Der bis 10m
links und rechts der Strasse wächst. Um 14h sind wir beim Purden Lake
Resort. Da machen wir Pause und essen und trinken etwas. Nach einer knappen
Stunde fahren wir weiter. Nach 5 Minuten Fahrt merke ich, dass wir die
Kamera im Restaurant liegen lassen haben. Wir kehren um und holen sie. Um
15.40h sind wir in Prince George. Wir fahren zum "Save on Food" zum
Einkaufen. Dann zu unserem Airbnb. In der Beschreibung heisst es ein
historisches Gebäude. Ich würde eher altes heruntergekommenes Gebäude
schreiben. Nach dem ersten Schock richten wir uns ein. Wenigstens
funktioniert das Internet gut. Um 19.30h gehen wir zu Fuss zum Nachtessen
ins nahe "Cowboy Ranch". Das Pulled Pork (Zerrissenes Schwein) schmeckt gut,
nur die süsse Sauce und Salate schmecken uns nicht so. Nach 21h sind wir
zurück und ich führe wieder einmal mein Tagebuch nach.
(224km, 5h unterwegs)
Sa 02.07.2016
Fix ist heute 60, ich rufe ihn an. Er ist fast fertig mit dem Vorbereiten
seiner Fete in einer Quartierbeiz. Entgegen den Prognosen regnet es in
Winterthur. Sie werden es aber auch so geniessen, nehme ich an. Maria kocht
ausgiebig Frühstück. Das Brot das wir gestern gekauft haben schmeckt
süsslich. Nachher schreibe ich weiter an meinem Tagebuch und organisiere die
Bilder. Das ist ziemlich aufwendig mit den 4 verschiedenen Kameras und den
Zeitzonen-Wechseln. Auf Marias Handy passierte das automatisch, aber zur
falschen Zeit. Es sind mehr als 3000 Bilder die ich behalte, dabei habe ich
von Marias Handy-Bilder etwa ¼ gelöscht weil die Qualität extrem schlecht
war, da sie immer wieder gezoomt hat. Ich habe ihr das schon mehrmals
erklärt, aber sie kapiert das nicht. Ihr Handy hat kein optisches Zoom, nur
digital und das ist schlecht für die Qualität. Manchmal scheint die Sonne,
aber Efraim will nicht in den nahen Park und Maria hat schlechte Laune weil
in Medan vieles schief läuft. Apero auf dem kleinen Balkon. Maria trifft
eine Nachbarin und ist dann wieder im Element und redet und redet. Es
beginnt zu regnen. Zum Nachtessen fahren wir ins vietnamesische Thanh Vu
Restaurant. Halong Bay Pork und Lemon Chicken schmecken sehr gut. Gleich
nebenan tanken wir noch, weil Efraim sehr besorgt ist, da die Tankuhr
bereits weniger als ¼ anzeigt. Es sind 78 Liter die wir nachfüllen. Zuhause
besucht Maria nochmals die Nachbarin und bringt sie dann zu uns. Nach ¼h
verabschiedet sie sich wieder. Das Internet funktioniert nicht mehr weil der
Nachbar das Passwort geändert hat. Vermutlich hat Lori unsere abwesende
Gastgeberin ihn gar nicht gefragt ob wir sein Internet benützen dürfen.
Maria und Efraim geraten wieder einmal aneinander, darum geht es länger bis
wir schlafen.
(4km mit dem Auto zum Nachtessen)
So 03.07.2016
Nach dem Frühstück packen und aufräumen. Es ist jetzt besser als bei unserer
Ankunft. Das ist die schlechteste Airbnb-Unterkunft bis jetzt und mit 70 CHF
noch lange nicht die billigste. Sie hat noch keine Bewertungen, meine wird
nicht gut sein. Pünktlich zum Verladen unserer Habseligkeiten beginnt es zu
regnen. Um 12.15h fahren wir los. Kaum aus Prince Goerge heraus, hagelt es
sogar für kurze Zeit. Das haben Maria & Efraim noch nie gesehen. Ich
sehe einen Bären in einem kleinen Tal neben der Strasse. Es regnet immer
wieder. Man würde auch sonst nicht viel sehen, weil wir meist im Wald
unterwegs sind. Ab und zu hat es einen See. Am Fraser Lake machen wir dann
um 15h eine längere Pause im Beaumont Park. Für Maria läuft es etwas
"verschissen"??? Dies wäre ein schöner Camping Platz, aber wie hier meistens
ohne Strom und Wasser. Zurzeit stürmt es aber gewaltig. Nach ¾ h fahren wir
weiter. Um 16.15h sind wir in Burns Lake. Unser Airbnb liegt ausserhalb am
Highway und der Bahnlinie. Darum ist es nicht schlecht, dass die Wohnung im
Keller liegt. Da hört man fast nichts vom Verkehr. Dafür ist es kalt.
Geraldine die Besitzerin ist nicht da, das haben wir aber schon vorher
gewusst. Bevor wir zum Einkaufen fahren heizen wir zuerst mal richtig ein.
Zurück vom Einkauf richten wir uns ein. Ich mache einen Makkaroni-Auflauf,
Maria den Salat dazu. Schmeckt allen gut. Bis wir im Bett sind geht es eine
Weile.
(231km, 4h unterwegs und 7km zum Einkaufen)
Mo 04.07.2016
Spätes Frühstück, das angebotene Frühstück ist ein Witz. Aber wir haben ja
immer unsere eigenen Sachen dabei. Zwei Tage später beschwert sich die
Besitzerin öffentlich darüber, dass Maria die Shampoo-Fläschchen mitgenommen
hat, wo sie sie doch nachfüllen wollte. Dabei war es mit mehr als 100 CHF
die dritt-teuerste Airbnb-Unterkunft meiner ganzen Reise bis jetzt. Um
12.30h fahren wir los. Es regnet mehr oder weniger den ganzen Weg. Die
Gegend ist ähnlich wie bei uns im Mittelland, nur hat es viel mehr Wald.
Meist flach mit Seen, manchmal hat es Hügel. Nach 1h erreichen wir Huston,
nicht Texas sondern British Columbia in Kanada. Maria braucht ein WC und
hungrig ist sie auch. Im Subway gibt es ein gutes Tuna-Sandwich. Wir rufen
Jean unsere nächste Gastgeberin an, ob wir früher kommen können. Es ist kein
Problem. Kurz nach 15h sind wir in Smithers bei Jean. Sie erwartet uns
bereits und hat den Holzofen in unserem Zuhause bereits angefeuert, denn es
ist nur 12C° "warm". Wir richten uns ein und unterhalten uns mit Jean. Das
Bett ist etwas schmal und vor allem sehr weich. Um 19h gehen wir zu Fuss zum
Nachtessen ins von Jean empfohlene Tandoori Bistro. Es regnet in Strömen.
Ich bin der einzige der indisch isst. Mein Lamb Korma schmeckt sehr gut. Ich
habe das Maximum an Schärfe bestellt, aber selbst Efraim isst das
problemlos. Warmduscher diese Kanadier. Maria & Efraim bestellen
Poulet-Gerichte. Um 20.30h gehen wir zurück. Obwohl Jean mehrmals nachgelegt
hat im Holzofen ist es ziemlich kühl in unserer Unterkunft. Nach einem
Gespräch mit Jean gehen wir darum früh ins Bett. Da geht es ziemlich eng zu
und her. Und wie erwartet drängt sich wegen der weiche Matratze alles in der
Mitte. Aber irgendwie schlafen wir dann trotzdem. Es gäbe ein 2.Zimmer für
Efraim, aber er will nicht alleine schlafen. Er ist sich das ja auch gar
nicht gewohnt.
(143km, 2½h unterwegs und 2km zu Fuss)
Di 05.07.2016
Wir stehen ziemlich früh auf, weil es im Bett nicht besonders bequem ist.
Nur Efraim geniesst es. Ich habe gestern Abend noch eine Wohnung in
Vancouver angefragt. Dazu gibt es jetzt noch einige Fragen hin und zurück.
Jean hat die zentrale Heizung gestartet, darum ist es jetzt angenehm warm
zum Frühstück. Auch hier sind wir die ersten Airbnb-Gäste. Jean fragt uns
was sie verbessern kann. Es ist vor allem die Matratze. Es ist 12.20h bis
wir losfahren. Es regnet zwar nicht mehr, aber die umliegenden Berg sind
wolkenbehangen und darum nicht sichtbar. Das bleibt so auf dem ganzen
weiteren Weg. Nach ½ sind wir in Moricetown. Dort zwängt sich der
Bulkley River durch eine schmale Schlucht. Wir halten kurz an. Um 13.30h
sind wir in Hazelton. Da verlassen wir den Highway 16 um zum Ksan Historical
Village and Museum zu fahren. Unterwegs passiert man eine einspurige Brücke
über den Bulkley River. Kurz darauf stoppen wir kurz um einige Fotos von der
Schlucht zu machen. Das Museum ist nichts Besonderes. Wir verzichten auf
eine Führung für 15 CAD/Person. Auf dem Parkplatz treffen wir zwei Paare aus
Deutschland. Nach ½h fahren wir weiter. Das Tal wird jetzt wieder enger. Es
geht nun dem Skeena River entlang bis nach Terrace. Nach 16h erreichen wir
den Ort und fahren zum angegebenen Ort für das Airbnb. Finden unsere
Unterkunft aber nicht. Erst nach einem Anruf klärt sich das Ganze. Offenbar
habe alle englisch sprechend Nationen gewisse Probleme mit der Bezeichnung
von Strassen und der Orientierung im Gelände. Der angegeben Punkt liegt zwar
an der richtigen Strasse. Die Strasse besteht aber aus mehreren nicht
zusammenhängenden Abschnitten??? Und wir sind am falschen Abschnitt, eben da
wo wir gemäss der Angaben von Stephanie hingeschickt wurden. Der richtige
Ort liegt aber 3.4km entfernt an einem anderen Abschnitt. Um 16.45h haben
wir es geschafft und sind am richtigen Ort. Jetzt wo wir einen gedeckten
Parkplatz haben, regnet es natürlich nicht. Die Wohnung liegt im
Kellergeschoss und ist ziemlich dunkel, aber nicht schlecht. Wir richten uns
ein. Maria ist zu müde um auswärts zu essen. Sie kocht Reis und die früher
gekauften Poulet-Brüstchen. Schmeckt gut. Ich schreibe die Bewertung für
Geraldine und lese nachher die weiter oben beschrieben Beschwerde über die
Shampoo-Fläschchen. Ich bin ziemlich verärgert, mit Maria weil sie die
Fläschchen mitgenommen hat, aber vor allem mit Geraldine, weil sie dies
öffentlich in meiner Bewertung schreibt. Ich schreibe ihr eine direkte nicht
öffentliche Antwort. Es ist bereits nach 23h wenn wir ins Bett gehen.
(225km, 4¼h unterwegs)
Mi 06.07.2016
Nach dem späten Frühstück verabschieden wir uns von Stephanie, erst jetzt
taut sie auf, sie ist sehr scheu. Zuerst fahren wir zum Tanken, dann zum
Einkaufen zum Save on Food und zum Schluss in den Liquor Store um eine
Flasche Wein zu kaufen. Um 13.30h fahren wir dann wirklich los. Die Strasse
führt dem Skeena River entlang. Das ist der zweitgrösste Fluss in British
Columbia. Es hat wenig Verkehr aber viele Holztransporter. Nach 1h halten
wir beim Telegraph Point an und machen eine Pause mit Schinken-Sandwich.
Nach ½h fahren wir weiter. 20km später geht es weg vom Fluss über einen
kleinen Pass. Über eine kurze Brücke erreichen wir Kaien Island. Um 16h sind
wir am Ziel. Fernanda unsere Gastgeberin aus Portugal lebt schon lange hier.
Ihr Mann ist vor 2 Jahren gestorben. Sie empfängt uns mit offenen Armen in
ihrem schönen Haus. Wir enden natürlich in der Küche. Da sind sie und Maria
im Element. Sie hat Kuchen und anderes Süsses gebacken. Ich hole das Gepäck
und richte mich ein. Das Ankunftsbier offeriert Fernanda und trinkt gleich
mit. Es kommt aus einer lokalen Klein-Brauerei. Fernanda lädt uns für morgen
zum Nachtessen ein, sie wird einen riesigen Lachs zubereiten. Maria will zum
Nachtessen Fish & Chips. Wir laden Fernanda ein. Sie fährt uns ins
Smiles Seafood Cafe. Das Essen ist gut. Fernandas Freund David gesellt sich
zu uns. Zu Hause noch ein Schlummer-Bier mit David.
(144km, 3¼h unterwegs)
Do 07.07.2016
Nach dem späten Frühstück fahren wir in die "Stadt". Maria will indonesische
Frühlingsrollen machen und Fernanda zeigen wie sie Blätterteig macht.
Dafür kaufen wir die Zutaten ein. Aber zuerst geht Efraim zum Coiffeur
und Maria zum "Lädele". Im Save on Food finden wir nach langer Diskussion
was wir brauchen, nämlich Schmalz für den Blätterteig. Nach meiner Meinung
braucht es Butter. Nach 16h sind wir zurück. Nun geht es los in der Küche.
David bereitet den riesigen Lachs zu (60cm). Zuerst filetiert er ihn nach
alter Indianer-Art, dann würzt er mit viel braunem Zucker, Speck usw. Zur
gleichen Zeit bereiten Maria und Fernanda den Blätterteig und die Crème für
die Portugiese Tartes zu (Pasteis de Belem). Fisch und Gebäck zur selben
Zeit im Backofen. Maria ist mit ihren Frühlingsrollen im Verzug. Es geht
lustig zu und her, kochen und Apero zusammen. Um 18h kommt ein Freund von
Fernanda, er ist auch eingeladen. Um 19h ist dann alles bereit und wir
schlagen zu. Der süsse Lachs ist gewöhnungsbedürftig aber gut. Zum Dessert
kommt noch ein Paar aus Portugal dazu, die auch hier leben. Ein durch und
durch gelungener Abend. Meine 1½ Liter Wein sind verdunstet. Um Mitternacht
sind wir im Bett.
(7km zum Einkaufen)
Fr 08.07.2016
Ich habe den Wecker auf 05.00h gestellt. Schlafe aber schlecht und bin
bereits um 04.45h wach. Wir packen und verladen ins Auto. Abschied von
Fernanda und David, sie sind extra aufgestanden um uns Adieu zu sagen. Um
5.30h fahren wir los und sind nach 10 Minuten am Hafen. Die sind hier
schlecht organisiert, es dauert fast ½h bis wir unser Auto im Areal
parkieren, nachher nochmals so lange bis wir verladen können. Um 7.30h
fahren wir pünktlich los. Es ist regnerisch und hat Nebelschwaden. Das sieht
aber auch schön aus. Frühstück in einem der Bord-Restaurants. Das Buffet ist
nicht überragend, aber auch nicht schlecht und kostet 55 CAD für uns drei.
Die Inside Passage heisst so, weil sie nicht im offenen Meer verläuft,
sondern hinter vorgelagerten Inseln. Die Küste ist meist steil und das
Wasser tief, so kann unsere Fähre Northern Expedition nahe am Ufer fahren.
Sie ist 150m lang und kann 130 Autos und 600 Passagiere befördern. Die
schmalste Stelle beim Grenville Channel ist nur 425m breit, aber 490m tief.
Das ist der eindrücklichste Teil der Fahrt. Von unseren Plätzen hat man eine
gute Aussicht. Die Sitze sind quer zur Fahrtrichtung und es gibt hohe
Fenster. Zum Fotografieren gehe ich von Zeit zu Zeit nach draussen, meist
gefolgt von Efraim. Bei der Swindle Island kommt uns ein Wal entgegen,
taucht aber unter unserem Boot durch und kommt erst etwa 300m hinter uns
wieder an die Oberfläche. Man sieht nur die Fontäne in der Ferne. Um 16.30h
erreichen wir Bella Bella. Da verlassen 2 Autos das Schiff und etwa 10
kommen neu dazu. Es dauert unendlich lange, man schläft beim Zuschauen fast
ein. Erst um 18h fahren wir weiter. Das Nachtessen im Restaurant ist nichts
Besonderes (42 CAD). Nach 3h kommen wir etwas aus dem Schutz der Inseln.
Prompt werden die Wellen höher (~2m) und einigen Passagieren wird es
schlecht, auch der Schweizerin neben uns. Den Kotz-Sack braucht sie zwar
nicht, aber es ist ein Micasa-Sack, daran merke ich, dass sie aus der
Schweiz kommen. Dafür sehen wir jetzt in der Ferne Wale beim Spielen. Sie
springen meterhoch aus dem Wasser. Vermutlich sind es Orcas. Einer kommt
einmal bis auf 200m an unser Schiff heran. Nachher wird es dunkel. Um 23.10
sind wir in Port Hardy. Es dauert wieder ewig bis wir losfahren können. Es
ist dunkel und regnet. Coal Harbor liegt abseits der Hauptstrasse, am Ende
einer dunklen schmalen Strasse. Punkt Mitternacht sind wir da und werden vom
Hausherrn empfangen Er bringt uns auf unser Familien-Zimmer. Efraim ist
begeistert. Er schläft ohne Diskussion oben im Kajüten-Bett. Wir schlafen
alle schnell ein.
(30km mit dem Auto und 500km mit der Fähre, 18½h unterwegs)
Sa 09.07.2016
Ich habe auf 8.30h das Frühstück bestellt. Prompt klopft es um diese Zeit.
Wir sind alle noch müden. Das Frühstück ist gut, mit Omeletten und selbst
gebackenem dunklen Brot. Erst jetzt können wir das Haus richtig anschauen.
Es ist schön eingerichtet mit vielen Nippes. Es liegt direkt am kleinen
privaten Strand. Hier könnte man es auch länger aushalten. Das alte Ehepaar
ist sehr freundlich. Das Zimmer müssen wir bar bezahlen, 95 CAD sind
angemessen. Gegen 11h fahren wir los. Es regnet immer wieder. Zuerst geht es
der Küste entlang, dann ins Landesinnere. Hier wird intensiv Forstwirtschaft
betrieben, darum hat es immer wieder diese grässlichen gerodeten Flächen.
Meistens hat es kaum Verkehr. Nach 2¼h machen wir Pause bei der Eagles Nest
Rest Area. Es hat aufgehört zu regnen, manchmal scheint sogar die Sonne.
Nach ½h fahren wir weiter. Um 15h erreichen wir Campbell River. Da kaufen
wir ein, bevor wir zu unserem Airbnb fahren. Das liegt etwas ausserhalb und
wir wollen zu Hause essen. Nach ½ h fahren wir weiter. Bis zum Ziel sind es
nur noch ¼h. Hongwei und seine Partnerin empfangen uns freundlich. Wir reden
eine Weile, dann ziehen sie sich zurück in ihr Zimmer. Wir sehen sie den
ganzen Abend nur noch wenig. Wir haben quasi das ganze Haus für uns. Maria
hat sich nochmals Hacktätschli mit Kartoffelsalat gewünscht. Den Salat macht
sie fast alleine. Wir gehen früh ins Bett, wir sind noch müden von gestern.
(256km, 5h unterwegs)
So 10.07.2016
Vor dem Frühstück eine aufgeregte Maria, gleich nebenan weiden Hirsche. Ich
gehe mit ihr hin, wir können bis knapp 10m an sie heran, ohne dass sie
fliehen. Ich gehe zurück und wecke Efraim, der ist ganz aus dem Häuschen.
Nachher Frühstück und packen. Nach 12.30h fahren wir los. Maria will
unbedingt zum Farmer Market im Ort. Der ist wie fast überall nicht wirklich
interessant. Nach ¾h fahren wir weiter. Bei der nächsten Tankstelle tanke
ich und kontrolliere nach langem wieder einmal die Luft. Dafür verlangen sie
1 CAD. Die Pumpe stellt ab, bevor ich alle Räder gepumpt habe. An der Kasse
bekomme ich einen Jeton, dann kann ich meine Arbeit zu beenden. Wir fahren
auf dem Highway 19a, der führt die Küste entlang. Der neue ist mehr
landeinwärts. Es gibt einige schöne Stellen, aber wir halten nicht an, um
rechtzeitig auf der Fähre zu sein. Um 16.45h sind wir Nanaimo Duke Point.
Die Fähre ist voll. Wir haben ½ h Zeit bevor wir verladen. Wir essen Hotdogs
und trinken etwas. Das Verladen geht sehr zügig, nicht wie in Prince Rupert.
Pünktlich um 17.45h fahren wir los. Die Sonne scheint und ich gehe mit
Efraim aufs Sonnendeck. Nach einer Weile wird es da zu kühl und wir gehen
zurück zu Maria. Die wollte sich Ohren-Anhänger kaufen, hatte aber zu wenig
Geld. Ich gebe ihr die fehlenden 20 CAD. Was sie zurückbringt ist Swarovski
-Kristall, das kann man überall kaufen, wäre nicht nötig auf dem
Schiff, dabei wurde sie erst noch übers Ohr gehauen wie sie mir später
gesteht. Pünktlich um 19.45h kommen wir in Tsawwassen an und fahren nach
Vancouver. Wir müssen die Schlüssel bei einem Freund von Christina abholen,
das klappt ohne Probleme. Um 21h sind wir im Airbnb von Christina. Die
Wohnung ist nicht schlecht, nur etwas laut wegen dem nahen Broadway, einer
Hauptstrasse. Wir beschliessen zu Hause zu essen. Maria kocht mit unseren
Resten ein gutes Menu. Ich buche noch mein nächstes Airbnb in Vancouver. Es
ist Mitternacht, bis wir alle im Bett sind.
(214km mit dem Auto und 65km mit der Fähre, 8h unterwegs)
Mo 11.07.2016
Es regnet, kein Grund zum früh aufstehen. Nach dem Frühstück erledige ich
diverse Büro-Arbeiten und räume das Auto auf. Zum Lunch gehen wir in ein
nahes Vietnamesisches Restaurant. Die Nudelsuppen sind sehr gut und riesig.
Wir können nicht alles essen. Meine Buchung für die nächsten 4 Nächte nach
der Abreise von Maria wird bestätigt. Zurück zu Hause weiter mit dem Büro.
Maria & Efraim schauen einen Film auf ihrem Tablett. Am Schluss heulen
beide weil das Ende so traurig ist. Apero auf dem kleinen Balkon, es scheint
sogar die Sonne. Zum Nachtessen gehen wir zu Fuss in das mexikanische
Restaurant "Sal Y Lemon". Die Burritos sind gut und riesig. Nach 22.30h sind
wir zurück, quer durch ein schönes Quartier.
(3km zu Fuss)
Di 12.07.2016
Es ist wieder regnerisch, darum wieder ein spätes Frühstück. Vorher gehe ich
noch Damenbinden für Maria einkaufen. Gegen 14h machen wir uns auf den Weg
in die Stadt. Mit dem Bus dauert das nur gut 15 Minuten. In der Nähe von
China Town steigen wir aus. Die Gegend um China Town gilt als unsicher, es
hat hier sehr viele Junkies und Obdachlose auf der Strasse. Es geht ähnlich
zu und her wie in Zürich zur Zeit des "Platzspitz". Das sei hier schon seit
den 70er Jahren das grosse Problem. China Town selbst ist nichts Besonderes,
eine Ansammlung von chinesischen Läden, sonst nichts sehenswertes. In einem
dieser Läden kauft Maria gross ein. 14 T-Shirts und andere Souvenirs für
total mehr als 100 CAD. Ich kaufe nachher eine dieser typischen chinesischen
Taschen um alles nach Hause zu tragen uns später nach Medan zu bringen. Auf
dem Weg ins Gastown Quartier treffen wir nochmals auf die Junkies. In
Gastown sieht man sie dann nur noch vereinzelt. Dort essen und trinken wir
etwas in einem kleinen Restaurant. 20 CAD für ein Bier und eine Portion
Chips! In der Water Street findet Maria nochmals Gelegenheit um Geld
auszugeben für eine Tasche. Um 16.45h sind wir bei der Gastown Steam Clock.
Eine dampfbetriebene Uhr, die jede ¼h die Melodie des Big Ben mit
Dampfpfeifen spielt. Hier haben wir uns um 17h mit Käthi und Peter ihrem
Freund verabredet. Sie ist eine Schulfreundin von Monika, Irène und Bea. Wir
gehen zusammen ins Restaurant Chill Winston. Es ist warm genug um draussen
zu essen. Das Essen ist nicht schlecht, aber sehr teuer. 125 CAD für uns
drei, Peter & Käthi bezahlen ihre Konsumation selbst. Wir reden und
lachen viel. Um 20h verabschieden wir uns. Wir gehen noch Einkaufen für
morgen, dann mit dem Bus zurück nach Hause.
Mi 13.07.2016
Nach dem Frühstück diverse Vorbereitungen für die morgige Heimreise von
Maria & Efraim. Um 14h fahren wir zur Kingsgate Mall. Maria will noch
Wein einkaufen. Sie kann aber nur 1 Liter mitbringen, dafür deckt sie sich
noch mit Lippenstiften ein. Ich kaufe einen USB-Stick um für Maria alle
Bilder zu kopieren. Das habe ich zwar schon einmal gemacht, aber sie
behauptet Nein. Wir bringen das Auto zurück und fahren dann mit dem Bus zum
Stanley Park. Wir sind spät dran. Efraim will unbedingt das Vancouver
Aquarium sehen. Auf dem Weg dorthin treffen wir einen Waschbären. Am Anfang
ist er scheu und versteckt sich. Nachher kommt er aber näher. Das Aquarium
ist teuer, 48 CAD für Efraim und mich. Maria würde 36 CAD bezahlen, sie
verzichtet und wartet auf uns. Es gibt nur noch zwei Shows, eine verpassen
wir halb, mit 2 weissen Beluga (Weiss Wal) und 2 Harbour Porpoise
(Gewöhnlicher Schweinswal). Es wird viel geredet aber wenig gezeigt. Ein
pseudo wissenschaftlicher Anstrich um die Gefangenhaltung zu rechtfertigen.
In einem anderen Becken gibt es später noch Delphine zu sehen, wieder das
gleiche Spiel. Nachher will Efraim noch alles sehen. Es gibt noch ein
flaches Becken mit Stingrays. Die darf man berühren. Mir selbst gefallen die
Quallen am besten. Nach 1½h schliesst das Aquarium. Maria hat für Efraim im
Shop einen Plüsch-Orca gekauft. Zu Fuss gehen wir dem Hafen entlang zur
Denman Street. Die hat uns eine Helferin im Aquarium empfohlen. Das Ciao
Bella passt uns. Wir kommen gerade noch zur rechten Zeit und bekommen einen
Platz, nachher stehen die Leute an. Meine Osso Bucco ist sehr gut, auch die
Pollo vom Maria & Efraim sind gut. Das hat seinen Preis, 110 CAD ist
doch ziemlich teuer. Mit dem Bus fahren wir zurück. Ich organisiere noch die
neusten Bilder und verkleinere sie auf Full-HD, damit sie auf den Sky-Drive
und den USB-Stick passen. Um 23h sind wir im Bett.
(2km zum Einkaufen und 2km zu Fuss)
Do 14.07.2016
Heute essen wir früh und packen nachher den Rest und verladen alles. Um
10.15h sind wir bereit. Wir fahren nochmals zur Kingsgate Mall. Nudel-Suppen
und Lippenstifte müssen gekauft werden. Um 10.45h fahren wir los. Um 11.15h
sind wir am Flugplatz. Beim Check-In hat es eine ziemlich lange Schlange.
Wir erwischen einen Anfänger, der braucht unendlich lange um Maria &
Efraim einzuchecken. Er schafft es nicht die beiden nebeneinander zu
platzieren. Nach meiner Intervention kommen sie wenigstens in die gleiche
Reihe mit einer Person dazwischen. Maria wird die schon überreden. Auch der
Anschlussflug ist nicht in der gleichen Sitzreihe, da wird Maria am
Transfer-Desk streiten müssen. Am Schluss sind wir die letzten und müssen
uns beeilen, nicht einmal mehr Zeit für einen richtigen Abschied haben wir.
Es hat mehr als eine Stunde gedauert! Ich gehe zurück zum Eastern Airline
Schalter. Die meinen sie können von hier aus nichts unternehmen, Maria muss
das in Shanghai selbst erledigen. Ich fahre los zu meinem neuen Airbnb. Vor
lauter Ärger vergesse ich natürlich den Sicherheits-Schalter und bleibe
prompt stehen. Nach 13h bin ich da. Lisa die Schwester von Jenny zeigt mir
das Haus. Es gibt hier mehrere Gäste und es schein ringhörig zu sein. Dann
richte ich mich ein. Später bringe ich das nicht benötigte ins Auto und
räume etwas um, da ich vermutlich kaum jemals etwas Grösseres kochen werde
und en Reiskocher wohl nie benutzen werde. Lisa arbeitet in der Küche gleich
nebenan und es riecht gut. Ich frage sie wo man gut essen kann. Sie lädt
mich ein hier zu essen, was ich natürlich nicht ablehne. Sie kommt aus
Borneo und kocht für einen Lehrer. Ich kann jeden Abend hier essen wenn ich
will. Ich nehme dankend an, zumal es zu regnen beginnt. Um 19h ruft Lisa
mich zum Nachtessen, Mie Goreng, schmeckt gut. John ein anderer Gast aus
Kanada gesellt sich zu uns, er ist Chef-Koch im Vancouver Convention Centre.
Um 21h gehe ich zurück in mein Zimmer und erledige einige Planungsarbeiten
für die Verschiffung nach Europa. Halifax – Hamburg mit einer RoRo-Fähre
würde etwa 2500 CHF kosten. Ich bleibe wach, falls Maria aus Shanghai
anruft. Aber sie ruft nicht an. Ich schlafe bei vollem Licht ein.
(28km zum Flugplatz und neuen Airbnb)
Fr 15.07.2016
In meinem Zimmer hört man gut was im Haus läuft. Um 8.30h koche ich mir mein
Frühstück. Nachher telefoniere ich mit Stefan. Bei der üblichen
Morgensitzung überläuft die Toilette beim Spülen. Maria ist in Kuala Lumpur
gelandet und ruft mich nach 11h an. Sie konnte die Plätze noch in Vancouver
umbuchen. Sie hatten auf dem Flug nach Kuala Lumpur die Sitze nebeneinander.
In Shanghai hat das Wifi nicht funktioniert, darum hat sie nicht angerufen.
Ich mache meine Wäsche und starte das Projekt neuer Reisebericht. Am
Nachmittag gehe ich zum Einkaufe in ein kleines Einkaufszentrum in der Nähe.
Da gibt’s den Laden "Your Independent Grocer", der hat gute Ware. Ich kaufe
mir Gruyère-Käse, Joghurt und Milch. Ich versuche das Geld für die
Einschreibe-Gebühr für die Batari School, Efraim's neue Schule, vom BNI- auf
Maria's Mandiri-Konto zu überweisen. Das Geld kommt dort auch an, wird
jedoch später mit einer Fehlermeldung gleich wieder abgebucht und nochmals
überweisen funktioniert nicht. Lisa kocht zum Nachtessen Pasta mit
Tomatensauce. Wieder sehr gut. Heute isst auch Kam aus Iran mit und John
setzt sich zu uns und hilft mir beim Weintrinken. Maria ist wohlbehalten in
Medan gelandet und fährt mit dem Damri-Bus in die Stadt. Bis sie zu Hause
ist bin ich schon im Bett. Um 23.30h ruft sie an und ich kann beruhigt
schlafen. Alles gut gegangen, ausser dass die neue Tasche kaputt angekommen
ist. Zum Glück war nur schmutzige Wäsche drin, so ist nichts verschwunden.
In Kuala Lumpur war sie noch ganz.
Sa 16.07.2016
Nach dem Frühstück weiter mit dem Reisebericht. Zwischendurch plane ich
meine Weiterreise. Ich werde vermutlich in Kanada bleiben und mein Auto ab
Halifax nach Hamburg verschiffen und erst dann einen Abstecher nach New York
machen und dann vielleicht von dort zurück in die Schweiz fliegen.
Direktflüge nach Zürich werden nur von der Swiss angeboten der einfache Flug
kostet 2800 CHF, der Retourflug 810 CHF, die spinnen!!! Wenn ich Montreal –
New York – Hamburg buche kostet es noch 1400 CHF. Ich kann aber auch meine
Flugmeilen brauchen, dann kostet der einfache Flug von New York nach Zürich
30'000 Meilen + 280 CHF. Das Überweisen von einer indonesischen Bank zur
anderen klappt immer noch nicht. Zum Nachtessen gibt es Dumblings und
gebratenes Huhn und Salat. Wieder sehr gut. Die Salat-Sauce hat John
gemacht. Ich kann Maria überreden die Hotline der BNI-Bank anzurufen. Nach
einigem hin und her stellt sich heraus, dass der Betrag zu gross ist, max.
10 Millionen sind pro Überweisung möglich. Ich überweise das Geld auf
Miando's Konto bei der BRI-Bank, weil bei Mandiri noch etwas anderes nicht
in Ordnung ist. Nun kann ich in Ruhe ins Bett gehen.
So 17.07.2016
Nach dem Frühstück klemme ich mich wieder hinter den Reisebericht. Maria
kann nicht schlafen und ruft immer wieder an. Für Efraim bricht der erste
Schultag in der neuen Schule an. Er zeigt sich stolz in seiner neuen
Schul-Uniform. Ich gehe zwischendurch zum Einkaufen ins nahe Zentrum. Bis
zum Nachtessen sind Datum und Ort im Reisebericht eingefügt. Zum Nachtessen
gibt es Reisnudeln mit Speck und Wurst, schmeckt gut. Ich esse zusammen mit
Kam. Wir reden noch etwas und ich gebe ihm den Link zu meinem Reisebericht.
Ich lade alle Daten auf den Server. Nachher konvertiere ich noch den
Grizzly-Bär-Film und baue ihn im Reisebericht ein. Beim Testen wird er im
Internet-Explorer nicht gestartet. Irgendeine Einstellung im Mediaplayer war
falsch, aber bis ich das gefunden habe geht es eine Weile. Nach dem Duschen
und dem Telefon mit der todmüden Maria bin ich dann endlich um 1.30h im
Bett.
Mo 18.07.2016
Nach dem Frühstück gehe ich einkaufen und frage in der nahen Garage ob sie
meine Spur justieren können. Das können sie nur für kleine Autos. Zurück zu
Hause buche ich die nächsten beiden Airbnb jeweils für 2 Nächte in Keremeos
und Christina Lake. Dann verlängere ich meinen Aufenthalt hier bis zum
22.Juli. So muss ich mich nicht beeilen mit dem Reisebericht und mein
favorisiertes Airbnb in Keremeos ist frei. Ich muss nur 50 CAD/Nacht
bezahlen, dazu gebe ich Lisa 50 CAD für das Essen. Ich muss sie überreden
das Geld anzunehmen. Nachher weiter mit dem Reisebericht. Ich komme aber
nicht weit, weil ich auch noch die neusten Karten herunterladen will. Der
OSM-Server funktioniert seit ein paar Tagen nicht mehr richtig. Apero auf
der Terrasse. Zum Nachtessen gibt es Gebratenes Huhn, Reis und Salat,
schmeckt gut wie immer. Um Mitternacht sind die Garmin-Karten für
Nord-Amerika und Europa auf dem neusten Stand und ich gehe schlafen.
Di 19.07.2016
Nach dem Frühstück klappt es endlich die OSM-Karte für meine Reise an die
Ostküste herunter zu laden. Der Server funktioniert wieder. Es sind immer
riesige Dateien, darum dauert alles seine Zeit, insgesamt waren es mehr als
9GB Daten! Ich bereite alle Karten für mein Navi im Auto auf und kopiere und
installiere sie dann. Es ist bereits Nachmittag bis dies alles erledigt ist.
Dafür sollte ich jetzt bis in die Schweiz keine Probleme mehr haben mit
Kartenmaterial. Nachher buche ich den Flug für Christina zurück nach
Jakarta. Noch ein wenig weiter arbeiten am Reisebericht, dann Apero auf der
Terrasse. Zum Nachtessen kündet Lisa ein typisch malaysisches Essen an.
Fisch mit Nasi Lamak und Dry Fish. Maria flippt fast aus wenn ich ihr das
erzähle. Wir haben nämlich Dry Fish gesucht und nirgends gefunden. Das isst
sie fast zu jedem Frühstück. Es sind kleine getrocknete Fische die man
meistens frittiert und dann ganz isst. Lisa hat uns zu Liebe die Köpfe
abgeschnitten.
Mi 20.07.2016
Nach dem Frühstück klemme ich mich hinter den Reisebericht. Zwischendurch
gehe ich zum Einkaufen. Um 19h Nachtessen wie immer mit Kam und wie immer
gut. Nachher setze ich zum Endspurt an. Kurz vor Mitternacht bin ich fertig
und verschicke die Emails. Dann gehe bald schlafen.