Tagebuch
Mo 29.08.2016
Schon früh am Morgen kommen alle Geburtstags-Wünsche per WhatsApp und Email
hereingeflattert. Bruno und Martin singen sogar Happy Birthday auf
Französisch. Nachher Frühstück mit Tamarra und Kathy. Gegen 11h
verabschieden sie sich, sie treffen einen Freund. Ich buche die nächsten
Airbnb in Belleville und Ottawa. Nachher geht es weiter mit dem
Reisebericht. Um 16h ist es geschafft. Ich verschicke die Emails. Tamarra
ruft an und erklärt mir wie ich zum Restaurant Utopia in Little Italy fahren
muss. Um 17.30h mache ich mich auf den Weg. Zuerst mit dem Bus, der fährt
wie ein Irrer und ist 10 Minuten schneller an der Endstation wie nach
Fahrplan. Dort gibt es eine lange Schlange von Leuten die auf das Tram
warten. Es sieht schlimmer aus als es ist. Es kommen gleich 3 Trams
hintereinander. Ich bin zu früh dran und genehmige mir ein Bier an der Bar.
Gegen 19h kommen Tamarra, Kathy und Roger aus Australien. Tamarra hat ihn 1
Woche nach mir in Indien getroffen. Er ist seit 3 Monaten unterwegs uns hat
in Spanien zwei Frauen aus Toronto getroffen, die kommen auch zum
Nachtessen. Mein Utopia-Burger ist sehr gut. Ich will eigentlich die
Getränke bezahlen, das geht aber nicht, weil die Rechnungen bereits pro
Person erstellt wurden. Wir gehen zu Fuss in eine Gelateria. Da lade ich
alle zu Glacé und Kaffee ein. Nach 21h fahren wir mit dem Auto zurück,
bringen Roger noch zu seinem Hotel. Tamarra bringt mich noch zur City Hall
um das grosse farbige Logo von Toronto zu fotografieren. Zu Hause gehen wir
dann bald ins Bett.
Di 30.08.2016
Tamarra muss in ihrer Schule jemand treffen, darum verschwindet sie bereits
um 8.30h. Auch Kathy ist weg, sie ist zurück nach den USA gefahren. Nach dem
Frühstück erledige ich alles für den Visums-Antrag für Maria im Dezember und
prüfe Flüge usw. Die Zeit vergeht im Flug. Zwischendurch kommt Tamarra nach
Hause, verschwindet aber gleich wieder um Maler-Artikel für ihre Wohnung zu
kaufen. Um 17h kommt Christine mit Spaghetti-Sauce vorbei. Später trifft
auch Alisa ein. Gemeinsames Nachtessen mit Spaghetti, Salat und Baguette.
Tamarra und Christine gehen zusammen an ein Baseball-Spiel und verabschieden
sich. Alisa geht gleich mit ihnen. Ich räume noch auf und gehe bald ins Bett
und telefoniere noch kurz mit Maria.
Mi 31.08.2016
Tamarra verabschiedet sich vor dem Frühstück, sie trifft ihre Mutter zum
Brunch mit Museums-Besuch. Nach dem Frühstück packe ich zusammen und räume
auf. Um 12h fahre ich los, zuerst zum Einkaufen, dann wirklich. Unterwegs
hat es viel Verkehr, vor allem in der Nähe von Toronto, aber auch sonst. Ab
und zu regnet es kurz, einmal sogar sehr heftig, so dass auch die Lastwagen
max. 80km/h schnell fuhren. Um 15h bin ich in Belleville. Das Airbnb von
Daniela finde ich auf Anhieb. Wir reden kurz, bevor sie zur Arbeit fährt.
Nachher richte ich mich ein. Das Internet ist ziemlich langsam, trotzdem
starte ich das hochladen meiner Bilder. Um 18h Apero im Garten. Ich
unterhalte mich kurz mit Gabriele. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins
Boathouse, das ist ein Fisch-Restaurant direkt am Jachthafen. Der Weg dahin
führt den Bay of Quinte entlang. Eine Segelregatta ist im Gange. Es ist
angenehm warm, darum sitze ich zum Essen draussen, direkt am Wasser. Fish
& Chips Deluxe schmeckt gut. Zurück gehe ich dann den direkten Weg, weil
es dunkel ist und man sowieso nichts sieht.
(185km. 3h unterwegs und 4km zu Fuss)
Do 01.09.2016
Frühstück in der gemütlichen Küche nur für die 2 Airbnb-Zimmer. Ich bekomme
die Bestätigung für die Verschiffung von Halifax nach Hamburg. Ich
informiere die Auto-Versicherung über meine Rückkehr und buche den Flug von
New York nach Zürich am 4.Oktober. Dann reserviere ich die Quartier-Schüür
für meine BackHomeParty. Um 14h fahre ich los. Daniela hat mir Prince Edward
Island empfohlen. Die erreicht man über eine ziemlich lange Brücke. Was in
dieser Gegend auffällt sind die Laubbäume. Es gibt hier kaum Tannenwälder.
Es ist eine schöne Gegend, aber es haut mich nicht um. Nach einer knappen
Stunde erreiche ich den Lake On the Mountain. Das ist ein schöner See, nur
100m entfernt von der Bay of Quinte, aber 62m höher gelegen. Das Beste, es
gibt eine lokale Brauerei, Lake On the Mountain Brewing Co. Das muss ich
natürlich probieren. Ich breche ein Stück eines bereits reparierten Zahns
ab. Das Provisorium hat 20 Jahre gehalten, nicht schlecht. Nach ½h fahre ich
weiter. Der Sandbanks Provincial Park ist berühmt für seine Sandstrände,
aber zum Anschauen ist das nichts Besonderes. Um 17h bin ich zurück. Apero
im Garten. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Beaufort Pub. Banger & Mash
ist nicht schlecht. Um 21h bin ich zurück und gehe bald schlafen.
(118km mit dem Auto und 2km zu Fuss)
Fr 02.09.2016
Nach dem Frühstück gehe ich zum Zahnarzt. Ich habe Glück, muss nur ½h
warten. Zuerst wollen sie mich auf Dienstag wieder bestellen, dann geht es
aber doch sofort. Nach ½h ist mein Zahn geflickt, wenn das wieder 20 Jahre
hält sind die 335 CAD gut investiert. Zurück zu Hause lädt mich Daniela zu
Kaffee und Kuchen ein. Wir reden eine Weile, dann fahre ich um 12.45h los.
Ich wähle eine Strecke die mich nicht über den Highway 401 führt, das hat es
zu viel Verkehr. Zuerst fahre ich über den Highway 37 mehr oder weniger
Richtung Norden. Nach 50km erreiche ich den Highway 7, bin wieder zurück auf
dem Trans Canada Highway. Hier hat es zwar wieder mehr Verkehr, aber immer
noch wenig. Es folgt eine hügelige Landschaft mit Felsen und vielen Seen.
Der Wald besteht überwiegend aus Laubbäumen. Auf halbem Weg halte ich beim
Macdonald's Corners, so heisst die Ortschaft ohne einen McDonald. Dafür gibt
es einen "Beers Store" und einen anderen Schnapsladen, 2 Tankstellen, einen
Subway und einen Hotdog-Stand. Da esse ich einen guten Hotdog und fülle
meinen Biervorrat auf. Dann fahre ich weiter, aber nur kurz. Beim Silver
Lake halte ich nochmals kurz an. Da gibt es eine schöne Aussicht und ein WC.
Je näher ich Ottawa komme umso mehr Verkehr hat es. Der Highway hat am
Schluss wieder bis zu 5 Spuren pro Richtung. Ich finde meine Unterkunft
problemlos. Nur Andrea meine Gastgeberin ist nicht da. Die Nachbarn kümmern
sich um mich und wollen viel über meine Reise erfahren. Nach etwa einer
Stunde kommt Derek, Andreas Freund angerast und zeigt mir mein Zimmer.
Andrea ist im Spital und die Behandlung dauert länger wie geplant. Ich kann
mein Auto auf dem Parkplatz eines Nachbarn abstellen. Apero vor dem Haus,
dann gehe ich zu Fuss ins Fraser Cafe, das wurde mir empfohlen. Pasta &
Lamb ist nicht schlecht, aber teuer für was es ist. Nach 21h bin ich zurück
und gehe bald schlafen.
(237km, 3¾h unterwegs und 2km zu Fuss)
Sa 03.09.2016
Ich telefoniere mit Gerhard. Er ist genau dann in den Ferien wenn ich von
Hamburg nach Zürich reise. Darüber informiere ich Irène, denn sie möchte mit
mir mitreisen. Sie wird für mich einen Ort suchen, wo ich meine
BackHomeParty in Basel organisieren kann. Nach dem Frühstück verschicke ich
die Einladungen für die BackHomeParty in Zürich. Dann suche ich eine
Unterkunft in Montreal. Mit Parkplatz ist das schwierig. Viele schreiben mit
Parkplatz auf dem Gelände, aber meist stellt sich dann heraus, dass es auf
der Strasse ist und da gibt es keine Garantie. Um 14.45h mache ich mich auf
den Weg in die Stadt. Ich gehe meist die Hauptstrasse entlang. Bis zur
Notre-Dame Cathedral Basilica sind es gut 3km. Es herrscht Sonnenschein aus
blauem Himmel und ist ziemlich warm. Die Kathedrale ist wegen einer Hochzeit
nicht zugänglich. Ich gehe in den Majors Hill Park, gleich nebenan. Von da
hat man eine gute Sicht auf den Ottawa River, Rideau Canal und den
Parliament Hill. Ich wechsle auf die andere Seite des Rideau Canal und
gehe zum Parliament Hill. Da hat es viele Touristen. Entlang des Rideau
Canal ist es nicht besser. Da gibt es 8 Schleusen hintereinander bis zum
Ottawa River hinunter, total 20m Höhendifferenz. Bei der untersten Schleuse
überquere ich den Kanal und gehe wieder hoch zur National Gallery of Canada.
Da beim Nepean Point hat man die beste Aussicht. Ich besuche kurz die
Kathedrale, dann geht es zurück nach Hause. Um 17.30h bin ich zurück und
geniesse das wohlverdiente Bier. Es waren 10km! Zum Nachtessen gehe wieder
zu Fuss ins Arturo's, ein italienisches Restaurant. Die Pizza ist nicht
schlecht. Um 21h bin ich zurück, telefoniere noch mit Maria und gehe dann
schlafen.
(12km zu Fuss)
So 04.09.2016
Nach dem späten Frühstück buche ich eine Unterkunft in Montreal, der
Parkplatz ist offenbar zu klein, aber wir werden sehen. Ich führe mein
Tagebuch wieder einmal nach und geniesse ein Vollbad. Im Haus gibt es
Diskussionen, Andrea wirft ihren Freund aus dem Haus. Ich merke, dass da
noch ein Tag mehr zwischen meinen Buchungen liegt und frage für eine
Unterkunft in Alexandria nach. Wird aber abgelehnt. Ich finde eine
Unterkunft in Moose Creek. Weil kein Restaurant offen ist wegen des Labor
Days, bekomme ich dort ein Nachtessen. Nach dem Apero mache ich mich auf den
Weg zum Clocktower Brew Pub. Steak and Mash schmeckt sehr gut, ausser das
wie üblich wo die Engländer waren die Kartoffeln nicht im Salzwasser gekocht
wurden und man dann salzen muss. Um 21h bin ich zurück, telefoniere noch mit
Maria und gehe dann schlafen.
(2km zu Fuss)
Mo 05.09.2016
Nach dem Frühstück schicke ich die Einladung für Maria und Efraim an die
Schweizer Botschaft in Jakarta und stelle ein paar Fragen. Die Firma
TLScontact scheint nicht zu berücksichtigen, dass da bereits einmal ein
Visum war. Die wollen alle Unterlagen nochmals und der früheste Termin ist
Ende September. Einschicken müsste man die Unterlagen per Kurier nach
Moskau??? Wenn man einmal das eine oder andere ausgewählt hat, kann man es
nicht mehr ändern ohne alles von vorne einzugeben. Muss eine Indische
Software sein. Ich schicke eine Email an die Botschaft in Jakarta. Nachher
packe ich zusammen. Um 13h verabschiede ich mich von Andrea und fahre los.
Auf dem Trans Canada Highway hält sich der Verkehr in Grenzen. In Casselman
will ich tanken und einkaufen. Das Tanken funktioniert, aber Einkaufen ist
nicht möglich weil alle Geschäfte wegen des Labour Days geschlossen sind.
Ich fahre dann weiter nach Moose Creek. Um 14.15h bin ich da, niemand zu
Hause, aber die Tür zu meiner kleinen Wohnung ist offen. Noch bevor ich mich
einrichten kann kommen Krysta und Ross mit den 3 Kindern zurück. Ross
verspricht mir Ei und Milch zum Frühstück zu bringen. Ich richte mich ein
und geniesse mein Ankunfts-Bier im grossen Garten. Der einzige Nachteil
dieser Unterkunft ist der Zug gleich hinter dem Haus. Der kommt zum Glück
nur jede Stunde und rast schnell vorbei, hupt aber wie hier üblich fast
ununterbrochen. Nach 20h soll Ruhe herrschen. Ross ist Netzwerk-Spezialist
und arbeitet von Zuhause, darum ist das Internet ziemlich gut. Ich lade die
restlichen Bilder auf mein Cloud-Laufwerk. Es sind inzwischen bereits 165GB!
Nach 18h gibt es Nachtessen, Spaghetti mit Meatball. Schmeckt gut, ich
bringe etwas Wein mit, auch das wollte ich einkaufen. Nach dem Essen sitze
ich mit Ross auf der Terrasse. Bei einem Glas Wein unterhalten wir uns über
alles Mögliche. Marshal der junge Hund will immer spielen. Zum Glück ist er
irgendwann einmal müde. Es wird dunkel, die Moskitos greifen an und die
Kinder müssen ins Bett. Morgen ist der erste Schultag in Kanada. Ich
telefoniere noch mit Maria, dann gehe ich schlafen.
(75km, 1¼h unterwegs)
Di 06.09.2016
Krista und Ross haben entschieden mich zum Frühstück einzuladen. Vorher
bringen sie die Kinder zur Schule und den Jüngsten in den Hort. Das
Frühstück ist gut, ich gebe ihnen 20 CAD für die beiden Essen. Nachher packe
ich zusammen. Um 12.30h fahre ich los, zurück auf den Trans Canada Highway.
Es hat zu meinem Erstaunen wenig Verkehr. Die Gegend ist hier flach und
entlang der Autobahn hat es meistens Wald. D.h. man sieht nicht viel. Nach
einer knappen Stunde erreiche ich die Grenze Ontario/Quebec. Das merkt man
sofort, denn bisher war alles in Englisch und Französisch angeschrieben,
quer durch Kanada, aber jetzt nur noch Französisch. Wieso wundert mich das
nicht? Um 14h bin ich in Kirkland. Da gehe ich einkaufen. Der Liquor Store
hat weniger Auswahl als an früheren Orten. Nach 1h fahre ich weiter. Nach
wenigen Kilometern gerate ich einen Stau. Das bleibt so bis ich die Autobahn
verlasse. Das Airbnb von Veronique in Montreal finde ich auf Anhieb und habe
sogar das Glück einen Parkplatz 50m entfernt zu finden. Ich richte mich ein
und geniesse mein Bier im kleinen aber heimeligen Garten. Es ist sehr ruhig
hier. Veroniques Mutter und Sohn kommen zurück. Wir reden kurz miteinander.
Zum Apero im Garten telefoniere ich mit Bea, sie wird sich in den "3 Eiben"
erkundigen, ob ich dort meine BackHomeParty in Basel machen kann. Zum
Nachtessen gehe ich ins Restaurant "La Salle à Manger". Das Essen ist gut,
aber wenig und teuer. Mit einem Glas Wein kostet es 50 CAD. Nach 21h bin ich
zurück. Um 23h kommt Veronique zurück von der Arbeit. Wir unterhalten uns
einige Minuten, dann gehe ich ins Bett und telefoniere noch kurz mit Maria.
(149km, 3¼h unterwegs und 1km zu Fuss)
Mi 07.09.2016
Zum Frühstück gibt es ausnahmsweise Spiegeleier, weil zwei der gestern
gekauften Eier zerbrochen sind. Nachher buche ich den Flug von Halifax nach
New York. Dabei buche ich aus Versehen einen Monat später als geplant. Ich
kann das aber umgehen korrigieren. Schlussendlich kostet der Flug 369.50
CHF. Dann reserviere ich den Sitzplatz für den Flug nach Zürich (49 USD),
von wegen Gratis-Flug, aber das ist es mir Wert für 8h Flug. Schlussendlich
buche ich noch ein Airbnb in Brooklyn / New York für 479 CHF für 1 Woche.
Nachher mache ich mich gegen 15h auf den Weg in die Stadt. Zuerst durch den
nahen Parc la Fontaine. Von da zur Rue St-Denis. Da gibt es sehr viele
Restaurants und Bars. Am unteren Ende liegen die Universität und das riesige
Universitäts-Spital. An beiden Orten standen früher Kirchen, jetzt steht nur
noch der jeweilige Kirchturm als letzter Zeuge. Um 16h erreiche ich die
Altstadt und den alten Hafen. Da geht es ziemlich touristisch zu und her.
Der alte Hafen ist nichts Besonderes, weil er zum Jachthafen umfunktioniert
wurde. Der Clock Tower am Eingang des Hafens ist 45m hoch. Es gilt 192
Stufen zu erklimmen bis man oben ist. Dafür gibt es als Belohnung eine
schöne Aussicht von der kleinen Plattform. Bis hierher war früher der
St.Lorenz Strom schiffbar. Heute geht das über Schleusen und Kanäle bis zu
den grossen Seen. Zurück gehe ich fast den gleichen Weg. Im Brauerei-Lokal
"Les 3 Brasseurs" gibt es ein Bier und im Restaurant "Espace Lafontaine" im
Parc la Fontaine das Nachtessen. Schweinsbratwurst vom Grill schmeckt sehr
gut. Ich esse draussen unter den Bäumen. Sehr angenehm nach dem 10km langen
Marsch bei 30C°. Um 19.30h nehme ich noch die letzten paar 100m in Angriff.
Zuhause geniesse ich ein Vollbad in der ersten vernünftigen Badewanne seit
langem. Es beginnt zu regnen und ich gehe bald ins Bett und telefoniere noch
mit Maria.
(10km zu Fuss)
Do 08.09.2016
Nach dem Frühstück erledige ich weitere Arbeiten für das Visum in die
Schweiz. Früher dauerte die Erteilung 1 Tag, jetzt sind es Dank Auslagerung
an eine externe Firma 5 Arbeitstage und einfacher wird es auch nicht. Um 13h
gehe ich zum Coiffeur nicht weit weg. Veronique hat mir den empfohlen. Ich
komme schnell dran und sie macht das gut und mit 17 CAD auch günstig. Nach
dem üblichen Kopf-Waschen nachher, will ich in den Parc la Fontaine. Kaum
erreiche ich den, beginnt es zu regnen. Am Anfang leicht, dann immer
stärker. Ich ziehe mein Hemd aus und verstaue es in den Hosen und gehe zum
Restaurant von gestern. Dort trockne ich mich ab und ziehe mein Hemd wieder
an. Zum Bier muss ich etwas zu essen bestellen, sonst dürfen sie keinen
Alkohol ausschenken! Ich warte bis der Regen nachlässt, dann mache ich mich
um 16h auf den Heimweg. Da reserviere ich mein Airbnb in Halifax ab dem
22.September. So kann ich mein Auto am Freitag 23.September abgeben und
falls das nicht klappt bleibt immer noch der Montag vor meinem Flug am
Dienstag 27.September nach New York. Nachher Apero und Tagebuch im Haus,
weil es immer noch regnet. Zum Nachtessen gehe ich ins asiatische Restaurant
"Caractere Chinois". Das ist ein schönes kleines Restaurant. Das einzige
unschöne ist, ich hätte Bier oder Wein selbst mitbringen sollen. Mein
"Poulet Thaï au curry vert" ist sehr gut und für 5 CAD Aufpreis bekommt man
eine Wonton Suppe, Ravioli, Reis und "Banane frite" zum Dessert. Nach 21h
bin ich zurück und gehe bald schlafen.
(3km zu Fuss)
Fr 09.09.2016
Vor dem Frühstück verabschiedet sich Veronique und wünscht, dass ich keine
Bewertung über sie verfasse, weil sie sonst Probleme mit ihrer Versicherung
bekommt. Ich bin auch nicht böse wenn ich einmal nichts schreiben muss. Um
11h fahre ich los. Ich fahre auf der linken Seite des St.Lorenz Stromes. Bis
nach Trois-Rivières auf der Autoroute 40. Da sieht man nicht viel davon weil
es meistens Bäume entlang der Autobahn hat. In Trois-Rivières fahre ich zum
Parc de la Terrasse Turcotte und mache da eine Pause. Im Restaurant Poivre
Noir macht der Mann hinter der Bar keine Anstalten mich zu bedienen. Ich
gehe einige Meter weiter und bekomme da für 2.25 CAD einen recht guten
Kaffee. Nach ½ h fahre ich weiter. Nach kurzer Fahrt erreiche ich die
Notre-Dame-Du-Cap, da halte ich aber nicht an, fahre nur rundherum. Ich habe
die Route so geplant, dass ich nicht mehr auf die Autobahn komme. Ich fahre
dem Fluss resp. Strom entlang. Am Anfang ist das Ufer durchgehen überbaut
mit Villen und ab und zu einem Bauernhof. Erst nach 16km bei Champlain
ändert das. Ich mache darum einen kurzen Fotostopp. Die nächsten 90km geht
es gemütlich mehr oder weniger dem Fluss entlang. Es hat wenig Verkehr auf
der Route 138. Bei St-Augustin-de-Desmaures komme ich zurück auf die
Autobahn. Ziemlich bald stockt der Verkehr. Für die letzten 20km brauche ich
½h. Um 16.15h bin ich am Ziel in Québec. Maxim mein Gastgeber ist bereits
weg fürs Wochenende. Ich richte mich ein. Es ist immer noch sehr warm, gegen
30C°. Apero auf dem kleinen Balkon. Ich sehe mein Aufbau-Dach von oben und
stelle fest, dass der Hagel in Cypress Hills ziemlich Spuren hinterlassen
hat. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Chez Mai zum Nachtessen. Die Fried
Noodles stellen sich als frittierte Nudeln heraus, sie schmecken gut, aber
ich habe die weichen lieber. Für 5 CAD gibt es auch hier wieder eine
Nudelsuppe und eine Frühlingsrolle zur Vorspeise und zum Dessert ein
"Öpfel-Küechli". Das Bier habe ich diesmal dabei, weil mir Maxim das gesagt
hat. Ich telefoniere noch mit Maria, dann bin ich um 22.30h im Bett.
(272km, 5h unterwegs)
Sa 10.09.2016
Das Bett ist nicht sehr komfortabel, aber es geht. Nach dem Frühstück fahre
ich mit dem Auto kurz zum Einkaufen. Um 11.30h mache ich mich auf den Weg in
die Stadt. Durch Wohnquartiere mit z.T. schönen alten Häusern komme ich über
die 3.Avenue zur Brücke über den Rivière St-Charles. Als erstes besuche ich
die Eglise Saint-Roch. Die sieht alt aus, ist aber erst 1914 – 1923 erbaut
worden. Von da geht es durch den Jardin Saint-Roch zur Escalier Du Faubourg.
Man könnt auch mit dem Lift hochfahren, aber ich bin ja noch fit! Bis zur
Rue Saint-Jean sind es immerhin 50 Höhenmeter. An dieser Strasse hat es
viele kleine Läden und Restaurant. Durch die Porte Saint-Jean komme ich in
die Altstadt. Die Stadtmauer ist immer noch zum grossen Teil intakt. Ich
gehe auf der Mauer hoch bis zur Zitadelle von Québec. Da oben im Battlefield
Park gibt es einen Aussichtspunkt. Die Touristenbusse halten hier, darum hat
es viele Touristen. Von da kann man auf der Promenade Des Gouverneurs aussen
um die Zitadelle promenieren. Leider sind die Bäume so hoch gewachsen, dass
man fast nie auf den St.Lorenz Strom sieht. Der ist an dieser Stelle 1km
breit. Weiter unten wird er dann mehr als 20km breit. Die Promenade geht
über in die Terrasse Dufferin. Von da hat man eine gute Aussicht über die
Stadt, den Strom und vor allem das Château Frontenac, das hier alles
überragt. Hier wimmelt es nur so von Touristen. Inzwischen sind wie
vorhergesagt Wolken aufgezogen. Ich gehe auf der Rue Des Remparts weiter. Da
sind viele alte Kanonen platziert, die von hier aus die Stadt verteidigen
sollten. Schlussendlich bin ich fast ganz rundherum die Stadtmauer entlang
marschiert. Über die Escalier Lepine geht es wieder hinunter zum Rivière
St-Charles und zurück über die Brücke nach Hause. Im Fistons Bistro gibt es
das wohlverdiente Bier. Um 15.30h bin ich zurück, ziemlich müde von den
13.5km. Es geht nicht lange, und es beginnt zu regnen. Ich ruhe mich aus,
dann plane ich meinen weiteren Weg und buche eine Unterkunft in
Rivière-Du-Loup. Nach dem Apero will ich ins Restaurant La Planque.
Unterwegs beginnt es zu regnen. Ich erwische den falschen Eingang und lande
in der Bar Le Cendrillon. Ich beschliesse zu bleiben. Das Risotto ist gut,
aber klein und teuer. Auf dem Heimweg regnet es nicht mehr. Ich telefoniere
noch mit Maria, Efraim ist gestern vom 2m-Brett gesprungen. Er ist mächtig
stolz darauf und Maria auch. Dann bin ich bereits um 22.15h todmüde im Bett.
(2.5km mit dem Auto und 17km zu Fuss)
So 11.09.2016
Während der Nacht erwache ich mehrmals. Es gehen mehrere z.T. starke
Gewitter nieder. Nach dem späten Frühstück plane ich meinen Weg nach
Halifax. Maxim kommt nach Hause und gibt mir noch einige Tipps die ich
gleich einbaue. Die Zeit vergeht im Nu. Draussen ist es windig und kühl. Am
Schluss ist mein Trip bis am 18.September verplant und ich führe noch mein
Tagebuch nach. Maxim kocht für uns Poulet Fleisch mit Gemüse an Kokosnuss
Sauce, dazu Reisnudeln. Ich spendiere den Wein. Er geht früh ins Bett, weil
er morgen um 6h aufstehen muss und letzte Nacht ziemlich viel getrunken hat.
Ich buche den Rückflug für Lewy. Ausnahmsweise bin ich froh, dass der
Indonesische Service den ich benutze von richtigen Menschen abgehandelt
wird. Das Datum ist aus irgendeinem komischen Grund um 1 Tag verschoben. Sie
fragen mich wie immer ob alles korrekt ist und wollen die Bankdaten wissen,
obwohl mein Konto bereits belastet wurde. Die Korrektur erfolgt innert
wenigen Minuten. Dies wäre bei einer vollelektronischen Lösung viel
komplizierter gewesen. Nachher geniesse ich ein Vollbad und gehe dann um
23.30h ins Bett.
Mo 12.09.2016
Nach dem Frühstück packe ich zusammen. Um 11.30h fahre ich los. Mein erstes
Ziel der Chute Montmorency. Das ist ein 83m hoher und 30m breiter
Wasserfall. Ich gehe hinunter bis zur Tyrolienne-Plattform. Da kann man sich
an einem Seil vor dem Wasserfall auf die andere Seite durchziehen lassen.
Das haben wir früher in der Jungwacht auch schon gemacht, nur nicht so
professionell wie hier an vielen Orten in Kanada. Nach 20 Minuten fahre ich
weiter zur Fähre unterhalb der Festung von Québec. Ich verpasse die Fähre um
wenige Minuten. Ich finde keinen Schalter zum Bezahlen der Überfahrt. Bis
ich merke, dass man bei der Barriere bezahlt und da im Moment einfach
niemand ist. Die Überfahrt kostet für mich als Pensionist nur 8 CAD und die
nächste Fähre fährt in 30 Minuten um 13h. Es ist eine windige Fahrt mit
Super-Aussicht auf die Altstadt. Sie dauert nur ¼h. In Lévis kaufe ich ein,
dann fahre ich los. Ich habe die Route so programmiert, dass ich nie auf die
Autobahn komme. Es geht durch kleine meiste schöne Orte. Am Anfang ist das
Ufer des St.Lorenz Stroms fast durchgehen mit Wohnhäusern bebaut. Z.T. sind
das richtige Luxusvillen. Bei Berthier-Sur-Mer mache ich einen kurzen
Fotostopp. In Montmagny tanke ich dann an einer der günstigsten Tankstelle
dieser Gegend (0.97CAD/Liter). Es hat kaum Verkehr. Sehr angenehm und der
kräftige Wind kommt meistens von hinten. Nach 90km ein kurzer Halt bei
St-Jean-Port-Joli. Die Gegend ist nun geprägt von Viehwirtschaft, überall
sieht man die hohen Futter-Silos. 90km weiter stoppe ich bei
Notre-Dame-Du-Portage. Um 17h erreiche ich mein Ziel Rivière-Du-Loup. Das
Haus von Patrick ist sehr schön. Wir trinken zusammen ein Bier und
unterhalten uns. Er lädt mich zum Nachtessen ein. Poulet Brust vom Grill,
dazu Gemüse und Reis. Schmeckt sehr gut. Ich spendiere den Wein den ich in
Lévis gekauft habe. Die Weine die sie hier im Supermarkt verkaufen, sind
alles gemischte Weine. Gemischt aus verschiedenen Weinen aus verschiedenen
Ländern! Aber er schmeckt nicht schlecht. Patrick verabschiedet sich, er
übernachtet bei seiner Freundin. Ich telefoniere mit Maria und buche für sie
und Efraim den Flug nach Jakarta um das Visum zu beantragen. Wenn ich ihr
die Buchung bestätige, will Mama plötzlich auch mit, das sagt sie mir
persönlich. Ich werde das erste morgen erledigen, wenn sicher ist, dass sie
auch wirklich geht.
(214km, 5½h unterwegs)
Di 13.09.2016
Nach dem Frühstück kontaktiere ich meinen Agenten in Halifax. Es sollte
keine Probleme geben meint er. Die Nissan-Garage in Hamburg hat mir ein
Angebot für den 60'000km Service geschickt. Ich schicke ihnen dazu noch
einige Fragen. Gegen 13h ziehe ich zu Fuss los. Es ist 24C° warm, leicht
bewölkt und windig. Der Ort ist schön, mit vielen alten Häusern. Nach ¼ h
bin ich beim oberen, kleinen Wasserfall des Rivière Du Loup. Der Damm beim
grösseren Wasserfall ist wegen Bauarbeiten geschlossen. Der Wasserfall
darunter ist nach den grossen Schulferien nur noch am Wochenende in
Betrieb!!! Es gibt keinen Tropfen Restwasser, alles wird durch die Turbinen
geleitet. Ich gehe in den Parc Des Chûtes. Da gibt es mehrere Wanderwege.
Die sind allerdings sehr schlecht gekennzeichnet. Ich folge einem blauen
Weg, mehr nach Gefühl denn nach Plan. Der Weg ist gut und führt durch einen
schönen Wald. Den angepeilten Weiher verpasse ich, aber ich ende da wo ich
hin wollte. Da gibt es nochmals einen zurzeit wasserlosen Wasserfall. Auf
der Hauptstrasse geht es zurück. Ich will für Maria noch T-Shirts einkaufen,
aber im Einkaufszentrum hat es zwar viele Kleidergeschäfte, aber die
verkaufen keine touristische T-Shirts. Um 15.30h bin ich zurück und geniesse
das verdiente kalte Bier auf der Terrasse. Es wird kühler und der Wind weht
immer noch kräftig mit bis zu 50 km/h. Ich hole meine Schuhe aus dem Auto
und ziehe die langen Hosen und ein langarmiges Hemd an. Das war wohl mein
letzter Sandalen-Tag für lange Zeit. Apero auf der Terrasse. Patrick kommt
kurz nach Hause. Er bringt mich ins Restaurant Symposium, dann fährt er für
die Nacht wieder zu seiner Freundin. Meine Fettuccine au Canard schmecken
sehr gut und sind mastig, dazu ein Glas Wein und zum Abschluss einen Kaffee.
Schon ist man 41 CAD los. Zu Fuss zurück nach Hause. Da geniesse ich ein
Vollbad und telefoniere nachher mit Maria. Mama will jetzt doch nicht mit
nach Jakarta.
(8km zu Fuss)
Mi 14.09.2016
Ein Morgen zum Liegenbleiben. Wie angekündigt regnet es und es ist 15C°
"warm". Im Laufe des Tages wird es nicht wärmer, eher kälter. Gestern war
somit ziemlich sicher der letzte Sommertag, den die Prognose für die
nächsten 7 Tage sagt keinen Tag mit mehr als 20C° voraus. Ich erledige dies
und das. Um 13h fahre ich los. Es regnet nicht mehr und der Wind hat
gedreht, nun habe ich Gegenwind. Ich fahre die ganze Strecke auf der Route
132. Da hat es meistens kaum Verkehr. Nur in der Gegend von Rimouski gibt es
dichteren Verkehr. Bei Pointe-Au-Père mache ich eine kurze Pause. Da gibt es
ein Museum mit einem richtigen U-Boot und einen Leuchtturm. Das U-Boot
schaue ich mir nur von aussen an. Die Sonne kommt sogar zum Vorschein. ¼h
später bin ich in Sainte-Flavie im Airbnb von Chloé. Es ist ein blaues altes
Haus, geschmackvoll renoviert. Es gibt 4 Gästezimmer, 2 für Airbnb und 2
normale B&B. Es ist kalt, 10C°. Im Haus ist es angenehm warm weil sie
heizen. Ich trinke mein obligates Ankunftsbier und unterhalte mich mit
Chloé. Später kommt Jean-François ihr Mann nach Hause und will vieles über
meine Reise erfahren. Sie haben 4 Kinder. Apero auf der Terrasse mit Blick
auf den St.Lorenz Strom, aber nur kurz, es ist kalt. Die angekündigten
beiden weiteren Gäste kommen an. Woher kommen sie? Natürlich aus der
Schweiz, aus Yverdon. Sie spricht Schwyzerdütsch, er nicht. Zum Nachtessen
gehe ich ins "La Rose Des Vents" im 1km entfernten Dorf. Fish & Chips
aus lokalem Fisch schmeckt gut, nur die kalten Erbsli sind
gewöhnungsbedürftig. Das Lokal ist schön und man sitzt direkt am Meer mit
Aussicht auf den Sonnenuntergang. Zum Dessert eine sehr süsse Rüebli-Torte
und schon sind 46 CAD verfressen. Um 21h bin ich zurück, telefoniere mit
Maria und schicke ihr nachher per Email alle benötigten Dokumente für das
Visum.
(141km, 2¼h unterwegs und 2km zu Fuss)
Do 15.09.2016
Zum Frühstück bekomme ich einen sehr guten "Croque Monsieur", Toast mit
Schinken, Ei und Gemüse. Dazu Früchte und Kaffee. Das Schweizer-Paar fährt
nach Québec und fliegt dann von dort nach Hause. Um 11.45h fahre ich los.
Das Wetter ist schön, aber stürmisch und kühl. Es geht nun immer der Küste
entlang. An einigen Orten verlasse ich die Hauptstrasse und fahre direkt der
Küste entlang durch das Dorf. Wie z.B. in Baie-Des-Sables. In Matane tanke
ich nochmals voll, vermutlich das letzte Mal in Kanada, denn der Tank darf
zum Verschiffen höchstens ¼ voll sein. Bereits um 14h bin ich in Cap-Chat.
"La Maison entre Mer et Montagnes" liegt direkt an der Hauptstrasse, die
hier ziemlich stark befahren ist. Im Inneren ist es aber sehr schön
eingerichtet. Gisèle empfängt mich herzlich und will sofort mehr über meine
Reise wissen. Wir sitzen eine Weile auf der Terrasse an der Sonne, aber
sobald die verschwindet wird es kalt. Dany ihr Partner heizt den alten
Holzherd ein. Bald wird es angenehm warm im Hause. Apero am Esstisch. Zum
Nachtessen gehe ich ins nahe Restaurant Valmont. Der "Burger Porc" schmeckt
gut, ist aber nicht richtig warm, dafür gut gewürzt. Zurück zu Hause sitze
ich noch mit Geselle und Dany zusammen bis wir ins Bett gehen. Die Fenster
sind neu und dämpfen den Lärm gut, kein Problem zum Schlafen.
(135km, 2¼h unterwegs und 1.3km zu Fuss)
Fr 16.09.2016
(98km, 3h unterwegs und 1.3km zu Fuss)
Zum Frühstück gibt es French Toast mit frischen Früchten. Nachher plane ich
meine letzten Etappen. Diese Gegend ist ziemlich teuer. Ich schreibe einige
Airbnb an. Um 14h fahre ich los, die Küste entlang nach Osten. Es herrscht
schönes aber kühles Wetter, ich heize im Auto. Nach Sainte-Anne-Des-Monts
wird die Küste steil. Die Strasse führt entweder direkt dem Meer entlang
oder oberhalb der Klippen. Darum geht es immer bergauf und –ab. Es ist eine
schöne Fahrt. Ich fahre bis Marsoui. Da halte ich an und genehmige mir einen
z'Vieri, Hot-Dog mit Kaffee. Nach ½h fahre ich zurück nach
Sainte-Anne-Des-Monts. Da begutachte ich das Bier der Malbord Mikrobrauerei.
Die hat mir Gisèle empfohlen. Um 16.45h bin ich zurück. Eine Airbnb Buchung
ist bestätigt und ich plane diese Etappe fertig. Apero mit Gisèle am
Esstisch. Zum Nachtessen gehe ich wieder ins Valmont. Heute ist es bumsvoll,
es ist Freitag und ich bin früher als gestern. Ich bekomme einen Platz an
der bar. Das Filet Mignon schmeckt sehr gut, dazu ein Glas Wein. Zum
Abschluss einen grossen Kaffee. Zurück zu Hause ist auch die nächste Buchung
bestätigt und ich plane auch diese Etappe. Nun fehlt noch eine Nacht vor
oder in Halifax. Das bereits gebuchte Zimmer kann ich nicht verlängern, so
suche ich etwas anderes.
Sa 17.09.2016
Zum Frühstück gibt es heute Crêpes mit Früchten gefüllt. Bevor ich losfahre
muss ich mit Maria nochmals alle Dokumente für das Visum durchgehen, vor
allem die Seiten des Antrages von Efraim, auf denen auch Miando
unterschreiben muss. Um 12h fahre ich los. Zuerst 15km der Küste entlang,
dann landeinwärts Richtung Parc national de la Gaspésie. Da gibt es Berge
bis zu 1200müM. Es hat kaum Verkehr und die Gegend ist schön. Um 13h bin ich
beim Parkplatz des Lac Aux Americains. Von da sind es 1.3km bis zum See.
Dort hat es ziemlich viele Wanderer die ihre Füsse im See abkühlen. Ein
schöner Bergsee. Nach ¾h bin ich zurück. Ich werde von einem Park-Ranger
erwartet, der mein Ticket für den Nationalpark sehen will. Da war kein
Schild das einem darauf hingewiesen hätte. Er schickt mich zur
Parkadministration um dort die fälligen 8.50 CAD zu bezahlen. Da ich nicht
weiss ob da auch die Autonummer registriert wird, mach ich den kleinen Umweg
auf der Weiterfahrt. Die Nummer wird nicht registriert, ich hätte es auch
bleiben lassen können. Die Fahrt bis zur Baie Des Chaleurs ist noch
verkehrsarmer wie vorher, schon fast australische Verhältnisse. Alle 10
Minuten ein Auto. Aber fast immer im Wald und dem Rivière Cascapédia
entlang. Um 15h erreiche ich Carleton. Dort kaufe ich Chorizo-Wurst und Brot
ein, falls ich kein Nachtessen bekomme. In der nahen Micro-Brasserie Le
Naufrageur genehmige ich mir ein gutes Bier in der Gartenwirtschaft. Um 17h
bin ich in Nouvelle im Airbnb Jean-René. Ich werde herzlich empfangen. Es
ist eher eine WG. Jean-René ist ein Aussteiger, er war früher Grafiker. Nun
lebt er vom Vermieten der Zimmer und ist mehr oder weniger Selbstversorger,
selbst mit Marihuana. Sie sind gerade vom Pilzsammeln zurück und reinigen
sie auf dem Tisch auf der Veranda. Wir sind drei Leute die bezahlen und zwei
die Jean-René helfen und dafür gratis hier wohnen. Er offeriert mir ein
Aprikosen-Bier und wir sitzen alle zusammen. Natürlich wollen sie alles über
meine Reise wissen. Zum Nachtessen bereitet Jean-René einen Teil der Pilze
zu. Die schmecken sehr gut. Ich spendiere meine Würste. Nach dem Essen üben
Jean-René und eine der "Helferinnen" für ihren Konzert-Auftritt in einer
Woche. Tönt gar nicht nach üben, ist ein veritables Mini-Konzert. Ich
telefoniere noch mit Maria, sie fliegt heute nach Jakarta, dann gehe ich
schlafen. Es regnet mehr oder weniger die ganze Nacht.
(208km, 5h unterwegs und 2.7km zu Fuss)
So 18.09.2016
Maria ist gut in Jakarta angekommen. Jean-René und die andern gehen auf eine
Wanderung. Es hat aufgehört zu regnen, aber der Nebel bleibt. Wenn alle weg
sind frühstücke ich gemütlich. Um 12.45h fahre ich los. Es ist neblig und
feucht, aber nicht kalt und windstill. Nach ½h erreiche ich
Pointe-À-la-Croix und überquere die Brücke nach Campbellton und verlasse
damit Québec. Das merkt man sofort, denn nun ist wieder alles Französisch
und Englisch angeschrieben. In New Brunswick (Neu Braunschweig auf Deutsch)
ist Zweisprachigkeit Pflicht. Die Strasse führt mehr oder weniger der Küste
entlang weil ich die Autobahn meide. Bei Charlo hat es ein Schild,
"Umleitung, Strasse gesperrt in 10km". Ich nehme an, dass da noch mehrere
Umleitungen kommen, aber weit gefehlt. Ich muss umkehren. Mein Navi zeigt
mir einen Weg zur Autobahn. Es ist zwar eine Naturstrasse, aber das stört
mich nicht. Nach 2.5km erreiche ich die Autobahn, nur die Strasse führt
unter der Autobahn durch und es gibt keine Einfahrt. Den ganzen Weg wieder
zurück. Der nächste Vorschlag des Navis ist am Anfang sogar noch geteert,
endet aber genauso wieder unter der Brücke. Nur gibt es diesmal eine
Abzweigung in eine schmale Naturstrasse in die richtige Richtung. Ich
beschliesse darauf weiter zu fahren. Ich bin nur etwa 120m von der Autobahn
entfernt und fahre etwa 2km weiter. Die Strasse wird immer schmaler und wird
schlussendlich zu einem Weg. Nach der schmalen Brücke über einen kleinen
Bach kommt eine grosse Pfütze. Ich beschliesse da nicht durchzufahren, denn
wenn ich hier stecken bleibe bin ich ziemlich am Arsch. Ich fahre die etwa
70m rückwärts zur Brücke und wende da auf engstem Raum. Ich muss aufpassen,
dass ich ja nicht von der "Strasse" abkomme. Nach etwa 10 Mal vor und zurück
habe ich es geschafft! Ich fahre wieder zurück und nehme keine weiteren
"Abkürzungen" mehr bis zur Umleitungstafel. Die ganze Übung hat mich 30km
und 50 Minuten gekostet. Via Autobahn komme ich dann bei Nash Creek wieder
auf die Küstenstrasse zurück. Beim Port of Belledune gibt es ein riesiges
Thermisches Kraftwerk das mit Kohle geheizt wird wie ich später erfahre, wo
doch die Kanadier so stolz auf ihren sauberen Strom sind. Um 16h bin ich in
Bathurst im Airbnb von Benoit und Denis. Denis empfängt mich und zeigt mir
mein Zimmer. Das ganze Haus ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Alles ist
gestylt. Es ist das luxuriöseste Airbnb bis jetzt. Zum Empfang gibt es ein
Glas Wein an der Bar. Er und sein Partner haben dieses Haus gebaut um Gäste
zu beherbergen. Sie vermieten 5 Zimmer. Heute Nacht sind sie voll in
Europäischer Hand. Ein Paar aus England, zwei Paare aus Deutschland und zwei
Frauen aus Österreich. Ich richte mich ein, dann kopiere ich die Bilder,
denn ich bin wieder einmal in einer neuen Zeitzone. Das Internet ist
schnell, aber nicht stabil. Ich lade die Bilder gleich auf meinen Cloud
Speicher. Zum Nachtessen fahre ich ins "Joey's Pub & Eatery". Sausage
Penne Gratin schmeckt sehr gut. Ich sitze an der Bar und komme mit einem
Kanadier ins Gespräch. Am Sonntag schliessen sie hier um 21h. Zurück zu
Hause sitzen die beiden deutschen Paare und ich zusammen bei einem Glas
Whisky. Um Mitternacht bin ich im Bett und telefoniere noch mit Maria. Ihre
Schwester Emmy und ihr Mann wollen nächstes Jahr Europa bereisen und wollen
meine Hilfe für das Visum.
(185km, 3¼h unterwegs, inkl. Umweg 30km. 50 Minuten und 3.4km zum
Nachtessen)
Mo 19.09.2016
Um 8h treffen wir uns beim Frühstück. Es gibt gute Wraps, keine Ahnung mit
was gefüllt, aber sie schmecken gut. Nachher wollen alle meine Adresse und
mein Auto auch innen sehen. Alle ausser mir fahren dann los. Ich telefoniere
mit Maria. Sie will sicher zu Zeit am Schalter von TLScontact sein. Ihre
Verwandten haben keine Zeit um sie hin zu bringen, zudem ist es weit. Darum
will sie in einem Hotel in der Nähe übernachten. Ich reserviere ein Zimmer
im Pomelotel. Da waren wir auch schon (530'000 IDR = 40 CHF). Nachher packe
ich zusammen. Um 11.30h fahre ich los. Zuerst zum Strand beim Youghall Beach
Park. Es nieselt, dann ist kein Strand schön. Ich umfahre Bathurst auf der
Autoroute 11 und biege dann auf die Autoroute 8 ab. Die geht quer durch die
Halbinsel. Bei diesem Wetter macht es keinen Sinn der Küste entlang zu
fahren. Bei Miramichi komme ich wieder zurück auf die Autoroute 11. Da
beginnt es auch richtig zu regnen. Nach 2¼h muss ich tanken. Bei St-Louis
verlasse ich dafür kurz die Autobahn. Kurz nachher erreiche ich in der Nähe
von Richibucto die 60'000km-Marke meiner Reise. Ich halte kurz an und mache
einige Fotos. Es regnet immer wieder. Auch der Verkehr nimmt zu. Nach 15h
erreiche ich Pointe-Du-Chene. Das Airbnb von Wade & Jean finde ich auf
Anhieb. Sie sind wie angekündigt nicht zu Hause. Ich richte mich in meinem
schönen grossen Zimmer ein. Nachher habe ich Hunger und esse zum
Ankunfts-Bier Brot und Käse. Um 17h kommen Wade & Jean nach Hause. Ich
hör sie schon über mein Auto lachen bevor sie im Haus sind. Wir sitzen im
Wohnzimmer während Jean das Nachtessen zubereitet. Die beiden sind
gegenseitig dauernd am Necken. Sie weil er Ingenieur ist und er weil sie
eine unlogische Frau ist. Sie sind ein aufgestelltes Paar. Das Nachtessen
schmeckt gut, Auflauf mit Eier, Schinken und Kartoffeln. Ich spendiere
meinen restlichen Wein. Ich telefoniere noch mit Maria, dann gehe ich
schlafen. Es ist aussergewöhnlich ruhig hier.
(228km, 3½h unterwegs)
Di 20.09.2016
Zum Frühstück gibt es Crêpes mit Schinken und Ei. Es ist bewölkt und feucht,
aber nicht kalt. Ich buche für Maria & Efraim den Flug zurück nach
Medan. Nachher beginne ich mit dem reorganisieren meines Autos und meines
Gepäcks. Tausche Sommerkleider gegen Winterkleider usw. Im Auto verpacke ich
die nicht mehr benötigten Sachen. Dabei stelle ich fest, dass eine
Schweiss-Stelle am Dach gebrochen ist. Von Wade bekomme ich ein Stück Holz
um die Strebe provisorisch zu fixieren. Nach 60'000km der erste Schaden, da
kann man sich nicht beklagen. Zum Mittagessen kocht Jean eine gute Suppe.
Nachher gehe ich mit ihr zum Strand. Der ist sehr schön, aber es herrscht
kein Badewetter. Wir gehen ein Stück dem Strand entlang und kehren dann um.
Maria geht bereits sehr früh zu TLScontact, sie muss da warten bis sie
öffnen. Jean gibt Joga-Unterricht, darum müssen wir Männer das Haus
verlassen. Ich fahre zum Restaurant Coast in Shediac, das hat mir Jean
empfohlen. Das Chicken Gordon Bleu schmeckt sehr gut. Zum Glück habe ich die
Sauce separat bestellt, denn die ist süss und ich lasse sie links liegen.
Gegen 20h bin ich zurück. Wir sitzen noch eine Weile im Wohnzimmer, dann
gehe ich in mein Zimmer und versuche Maria zu erreichen. Um 20.30h klappt
das dann, sie hat gerade das Büro verlassen. Alles ist abgeschlossen. Sie
wartet nun auf Johansson ihren Bruder und Christine. Die kommen aber erst
mit grosser Verspätung. Nach Mitternacht bin ich im Bett.
(10km zum Nachtessen und 3km zu Fuss)
Mi 21.09.2016
Vor dem Frühstück checke ich Maria & Efraim ein. Sie sind nun mit dem
Taxi auf dem Weg zu Emmi. Zum Frühstück gibt es gute Eggs Benedict. Nachher
packe ich zusammen. Bevor ich um 11.15h losfahre, telefoniere ich noch mit
Maria. Sie sind bereits auf dem Weg zum Flugplatz. Ich fahre mehr oder
weniger die Küste entlang. Blauer Himmel, kaum Verkehr, was will man mehr.
Bei Amherst erreiche ich Nova Scotia (Neu Schottland), ab hier gilt wieder
Englisch als Hauptsprache. In Malagash mache ich einen kleinen Umweg um den
Jost Vineyards zu besuchen. Das hat mir Jean empfohlen. Reben gibt es nicht
viele zu sehen, aber es gibt ein schönes Restaurant. Ich esse ein
Wurst-Käse-Plättli und kaufe im Laden eine Flasche Wein. Dann fahre ich nach
¾h weiter. Bis Tatamagouche geht es noch der Küste entlang, dann geht es
landeinwärts. Der Verkehr nimmt nun stetig zu. Bei Truro erreiche ich wieder
die Autobahn. Die nächsten 80km bleibe ich darauf. Erst bei Bedford verlasse
ich sie. Um 16.30h erreiche ich das Airbnb von Kevin in Halifax. Das
Ankunftsbier im Garten mit Kevin, der sich bald darauf verabschiedet. Das
andere Zimmer ist an einen Bulgaren vermietet, der in Deutschland lebt und
da eine eigene Bau-Firma hat. Er ist hier um Englisch zu lernen und will
später hier eine Ausbildung als Zimmermann machen. Zum Nachtessen gehe ich
ins nahe Jim's Family Restaurant. Das Veal Parmesan mit Spaghetti schmeckt
gut, wenn man die Käsemasse auf dem panierten Kalbsschnitzel wegkratzt. Dazu
gibt es einen Salat und ein Bier (34 CAD). Zurück zu Hause sitze ich noch
etwas mit dem Bulgaren zusammen, dann gehe ich bald schlafen.
(292km, 5¼h unterwegs)
Do 22.09.2016
Zum Frühstück macht mir Kevin Spiegeleier. Um 11h fahre ich los. Zuerst zum
Atlantic Super Store. Da kaufe ich ein. Um 11.45h bin ich beim Airbnb von
Paul. Er ist Fernsehreporter bei Radio Canada. Er zeigt mir das Haus und
macht mir einen Kaffee, dann muss er zur Arbeit. Ich richte mich ein. Es ist
schön und warm, darum beschliesse ich zu Fuss in die Stadt zu gehen. Es soll
der letzte warme Tag dieses Sommers sein. Zuerst gehe ich ins Büro meines
Agenten für die Verschiffung. Es dauert nur ¼h bis alles erledigt ist. Dann
gehe ich hoch zur Halifax Citadel. Da wollen sie 8 CAD Eintritt für das
Museum. Ich will aber nur die Aussicht geniessen. Es führt eine Strasse um
die Zitadelle herum. Von da sieht man alles genau so gut. Nachher gehe ich
hinunter zum Hafen. Da gibt es viele Beizen, Souvenir-Shops und Touristen.
Im "Stubborn Goat Beer Garden" geniesse ich ein Bier mit schöner Aussicht
auf die Bucht. Nachher kaufe ich noch T-Shirts ein, ein Auftrag von Maria.
Dann zu Fuss zurück nach Hause. Um 17.15h bin ich zurück und geniesse ein
frisch gezapftes hauseigenes Bier. Paul hat einen Zapfhahn an der Bar mit
dem Selbstgebrauten Bier! Alex & Katharina aus Deutschland sind
nun auch da. Wir sitzen zusammen auf der Terrasse, später im Wohnzimmer,
weil es kühl wird. Paul kommt nach Hause und schlägt vor in ein Indisches
Restaurant zu fahren. Das ist aber geschlossen und wir fahren in die Stadt
ins "Turkish Delight". Mein Lamb Köfte Kebap schmeckt sehr gut. Nachher
gehen wir in den "Stillwell Beer Garden" gleich nebenan. Es wird langsam
kühl wie vorhergesagt. Um 22h sind wir zurück. Zuhause sitzen wir deutsch
sprechenden noch eine Weile zusammen. Ich telefoniere kurz mit Maria. In
Medan haben sie "Mati Lampu", Stromausfall.
(8km mit dem Auto und 8km zu Fuss)
Fr 23.09.2016
Nach dem Frühstück verabschiede ich mich von Alex & Katharina und fahre
zum Hafen. Es ist kühl und es regnet. Nach 10 Minuten Fahrt bin ich um 10h
bereits da. Am Eingang bekomme ich einen Batch und eine Leuchtweste, dann
begleiten sie mich zum Büro der ACL-Reederei. Ich gebe meine Papiere ab und
verstaue alles wichtige was in der Fahrerkabine nicht fixiert ist im
Wohnteil, wie Radioabdeckung usw. Sonst muss ich nicht umbauen, weil es eine
RoRo-Fähre ist. Nach ¾h ist alles erledigt, das ist Rekord! Ich mache noch
einige Fotos und werde dann vom Sicherheitsdienst abgeholt. Die organisiere
mir auch gleich ein Taxi. Um 11h bin ich zurück. Alex & Katharina sind
abfahrtsbereit. Ich erledige diverse Büroarbeiten und geniesse dann ein
Vollbad. Apero im Wohnzimmer, es regnet immer noch. Zum Nachtessen gehe ich
ins nahe Restaurant Piazza. Die Pizza ist nicht schlecht. Zurück zu Hause
telefoniere ich mit Maria. In Medan haben sie Stromausfall seit letzter
Nacht.
(5km mit dem Auto)
Sa 24.09.2016
Es ist regnerisch. Spätes und langes Frühstück. Nachher klemme ich mich
hinter den Computer und erfasse alle Flüge die ich während meiner Reise
gemacht habe. Es sind sagenhafte 53 mit total 155'000km! Zwischendurch kocht
Paul eine Marokkanische Spezialität, schmeckt sehr gut. Er gibt mir Tipps
zum Nachtessen und zeigt mir wie ich die Musikanlage zu bedienen habe. Ich
gehe Einkaufen. Zum Apero sitze ich im Wohnzimmer und höre zum ersten Mal
seit 2½ Jahren Musik in guter Qualität. Paul hat eine gute CD-Sammlung. Da
ich keinen Hunger verspüre bleibe ich zu Hause. Ein Paar aus China sind die
neuen Gäste. Sie wohnen und arbeiten in Regina / Kanada. Sie setzt sich zu
mir ins Wohnzimmer und wir unterhalten uns ziemlich lange. In Medan haben
sie immer noch keinen Strom.
(4km zu Fuss)
So 25.09.2016
Es ist kalt im Haus, draussen ist es nur 7C°. Nach dem Frühstück erfasse ich
alle Strecken auf denen mein Auto verschifft wurde. Das sind "nur" 6
Strecken, aber total auch 34'000km. Ich gehe einkaufen und natürlich beginnt
es genau dann zu regnen. Zum Glück nur kurz und nicht stark. Es ist immer
noch nur 8C° und es windet, brrrrr. Paul stellt die Heizung an, so wird es
wenigstens im Haus etwas wärmer. Die neuen Gäste sind Mutter und Tochter.
Ich bin am Apero wenn sie ankommen. Wir unterhalten uns eine Weile bevor ich
zum Nachtessen ins "BiOne" gehe. Das ist ein Koreanisches Restaurant, das
mir Paul empfohlen hat. Ich bestelle Gam-Ja-Tang. Wenn das Gericht auf
meinem Tisch steht erinnert es mich sehr an Indien. Es gibt extrem viele
Knochen, aber es hat viel Fleisch daran und schmeckt sehr gut. Es gibt nur
viel Arbeit bis man mit dem Essen starten kann. Zu Hause stellt es sich
heraus, dass es nicht das von Paul empfohlene Gericht war. Ich gehe bald
schlafen ins warme Bett.
(4km zu Fuss)
Mo 26.09.2016
Nach dem Frühstück erledige ich den Rest der Planung meines Aufenthaltes in
New York. Suche die Wege mit dem Öffentlichen Verkehr zum Flugplatz Halifax
und vom Flugplatz Newark nach Brooklyn. So vergeht die Zeit im Nu. Zum Apero
scheint sogar die Sonne und ich kann auf der Terrasse sitzen bis sie hinter
den Bäumen verschwindet. Zum Nachtessen gehe ich ins griechische Restaurant
"Blue Olive". Ein schönes Restaurant, aber ziemlich leer. Ich glaube das ist
das einzige griechische Restaurant auf der Welt das Mousaka ausgehen lässt!
Ich bestelle stattdessen Pastichio, ein Gericht mit Teigwaren. Das ist auch
sehr authentisch, nämlich nicht richtig warm, wie in Griechenland üblich.
Baklava und Greek Coffee ohne Schlagrahm, der ist auch alle. Schmeckt zwar
alles gut, ist aber sehr teuer. Inkl. einem Glas Hauswein lasse ich 54 CAD
liegen. Zurück zu Hause gehe ich bald schlafen.
(2km zu Fuss)
Di 27.09.2016
Nach dem Frühstück packe ich zum letzten Mal in Kanada. Paul verabschiedet
sich verschlafen. Um 11h fährt mein Bus. Ich muss einmal umsteigen, dann bin
ich nach 12h am Flughafen. Da muss ich feststellen, dass mein Flug
Verspätung hat. Ich gehe trotzdem zum Check In, da es ein kleiner Flughafen
ist und sowieso nichts zu tun ist. Da gibt es nun natürlich Probleme mit
Leuten mit Anschlussflügen, zumal der Flug nochmals später angekündigt wird.
Zu meinem Erstaunen muss ich bereit hier in Halifax durch den amerikanischen
Zoll. Dafür ist das dann auch schon erledigt. Wie angekündigt fliegen wir um
15.11h anstatt um 13.55h los. Es regnet inzwischen in Strömen. Weil es ein
Internationaler Flug ist, gibt es sogar gratis ein Glas Wein. Auf halben Weg
wird dann auch das Wetter besser. Beim Anflug auf Newark scheint die Sonne
und man hat eine gute Sicht auf die Skyline von New York. Wir können aus dem
Flugzeug direkt zum Gepäck-Band. Da geht es aber eine Weile, darum gehe ich
mir ein Zugsbillet für 13 USD kaufen und hole nachher mein Gepäck. Um 17h
bin ich auf dem Zug ins Zentrum. Bei der Penn Station muss ich auf die
U-Bahn umsteigen. Das ist ziemlich mühsam zuerst weil Feierabend ist und
dann weil die Stationen hier überhaupt nicht für Leute mit Behinderungen
oder Gepäck ausgelegt sind. Es geht unzählige Male treppauf und treppab. Ich
kann an einem Automaten eine Metro Card für 7 Tage für 32 USD kaufen. Ich
muss einmal Umsteigen, aber nur auf demselben Perron. Mühsam ist es, weil es
im Zug keine Anzeige hat und die Ansagen schlecht verständlich sind. Um
18.30h bin ich da. Julie will gerade weggehen. Sie zeigt mir schnell die
Wohnung, dann verschwindet sie. Ich richte mich ein. Zum Nachtessen gehe ich
ins nahe Brooklyn Stoops. Diese Bar hat mir Julie empfohlen. Vor dem Haus
treffe ich Julie und ihre Partnerin Sarah die auch bei ihr wohnt. Der Burger
ist gut und das Bier auch. Man kann im Hinterhof im Freien sitzen. Es ist
hier 10C° wärmer als in Halifax. Auf dem Heimweg kaufe ich noch Milch und
Kaffee ein. Dann gehe ich bald ins Bett. Ich habe heute die Uhr wieder eine
Stunde zurück stellen müssen.